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Lagebericht 2024/25

Hirsch Maschinenbau GmbH

Original-PDF

Stichtag 31. März 2025 · Eingereicht am 17. Nov. 2025

Inhaltsverzeichnis

HIRSCH Maschinenbau GmbH A-9555 Glanegg 58

Allgemeines

Die HIRSCH Maschinenbau GmbH, eine 100%ige Tochter der Besitz- und Vermietungs GmbH mit Sitz in Glanegg, mit den 100%-Tochtergesellschaften Erlenbach GmbH (DE), HPC Produktions GmbH (AT), Ingmetal s.r.o. (SK), HIRSCH Koviflex d.o.o. (SI) und der HIRSCH Erlenbach Sales GmbH (DE), steht mit der HIRSCH Servo AG, 9555 Glanegg 58 und deren verbundenen Unternehmen in einem Konzernverhältnis. Das Unternehmen entwickelt und produziert Maschinen und Anlagen für die EPSund EPP-verarbeitenden Industrie und vertreibt diese weltweit. Die Produktpalette umfasst Maschinen zur Expansion von EPS-Granulat, Anlagen für die Herstellung von Formteilen, Anlagen zur Herstellung von EPS-Blöcken, die anschließend zu Dämmstoffplatten verarbeitet werden können, Schneidanlagen sowie Formwerkzeuge und bietet weiters Serviceleistungen, wie Schulungen und Wartung, an die Kunden an.

1. Bericht über den Geschäftsverlauf und die wirtschaftliche Lage

1.1 Bericht über den Geschäftsverlauf

Das Unternehmen fertigt und vertreibt Maschinen für die EPS-verarbeitende Industrie. Durch den Erwerb der Erlenbach GmbH im Wirtschaftsjahr 2023/24 durch die HIRSCH Maschinenbau GmbH kann die HIRSCH Technologie Gruppe den Kunden ein allumfassendes Produktportfolio anbieten und die Stärken der einzelnen Gesellschaften nutzen. Das Angebot reicht von:

• Vorschäumern, zur Aufschäumung von EPS-Granulat • Blockanlagen, zur Herstellung von EPS-Dämmstoffen • Formteilmaschinen, zur Herstellung von EPS-Dämmstoffen, Fußbodenplatten

• Anlagen zur Herstellung von technischen Verpackungslösungen • Silosystemen • Schneidanlagen • Compactern

Block- und Schneideanlagen werden für EPS-Dämmstoffverarbeiter gefertigt. In diesem Bereich ist das Unternehmen stark von der Konjunktur und hier im Speziellen von der Baukonjunktur abhängig.

Darüber hinaus werden Formteilmaschinen für Produzenten von Verpackungslösungen, vor allem für die Weißwaren- und Elektronikindustrie aber auch für die Lebensmittelindustrie, hergestellt. Hier hat sich die HIRSCH Maschinenbau GmbH insbesondere im Bereich der Shuttle-Maschinen einen Namen gemacht. Speziell dieser Bereich wird durch die Integration der Erlenbach GmbH in die HIRSCH Gruppe deutlich gestärkt.

In der Produktgruppe Formenbau werden Formwerkzeuge für verschiedenartige Anwendungen konstruiert und gefertigt. In diesem Bereich produziert die HIRSCH Maschinenbau GmbH in erster Linie Formwerkzeuge für die EPS-verarbeitenden Schwesterbetriebe aber auch für Mitbewerber im EPS Markt.

In den letzten Jahren hat der Bereich Ersatzteile und Serviceleistungen stark an Wert gewonnen. Die Lebensdauer der am Markt befindlichen Maschinen steigt kontinuierlich, Ersatzteile sowie Umbauten werden daher von den Kunden vermehrt nachgefragt. Speziell in Zeiten geringer Nachfrage nach neuen Anlagen, werden eher bestehende Anlagen serviciert.

Der wichtigste Absatz- und Kernmarkt des Unternehmens im abgelaufenen Wirtschaftsjahr war Übersee (Nord-/Südamerika und Kanada), hier konnte der Anteil im Vergleich zum letzten Jahr deutlich gesteigert werden. Dieser Markt war auch mit 50% Anteil am Gesamtabsatzmarkt das volumenstärkste Absatzgebiet.

Das Unternehmen ist als Gesamtanbieter tätig und hat eine starke Marktposition bei Vorschäumern und Blockanlagen. Der Absatz der angebotenen Produktpalette ist

stark konjunkturabhängig, es gibt eine überschaubare Anzahl an Mitbewerbern, die zum Großteil in Europa ansässig sind.

Der Maschinenbaubereich konnte im abgelaufenen Wirtschaftsjahr erneut ein starkes Ergebnis erzielen. Obwohl der Umsatz des Vorjahres nicht erreicht werden konnte, ist es gelungen, das Ergebnis gegenüber dem Vorjahr deutlich zu verbessern. Im ersten und zweiten Quartal war die Hirsch Maschinenbau GmbH mit starken Auftragsrückgängen konfrontiert. Daraufhin wurden entsprechende Kostenoptimierungsmaßnahmen umgesetzt, die alle Kostenpositionen betroffen haben. Auch im Personalbereich fanden entsprechende Anpassungen statt, es wurden Mitarbeiter freigesetzt und für die verbleibenden Mitarbeiter ein Kurzarbeitszeitmodell bis Ende März 2025 eingeführt. Im dritten Quartal hat sich die Auftragssituation deutlich verbessert, sodass auf Jahresbasis und unter Berücksichtigung der Kosteneinsparungsmaßnahmen ein Ergebnis erzielt werden konnte, welches deutlich über dem Vorjahr zu liegen kam. Aktuell ist im Maschinenbaubereich mit keiner konstanten Nachfrage zu rechnen, da bei den Kunden freie Kapazitäten bestehen, erst wenn diese wieder ausgelastet sind, gehen wir von einer kontinuierlichen Nachfrage nach unseren Produkten aus. Die Zolldiskussionen, ausgelöst von Amerika, haben einen deutlich negativen Einfluss auf die Auftragslage, da amerikanische Kunden auf Grund der Unsicherheiten mit den Bestellungen zuwarten.

Lieferschwierigkeiten und -einschränkungen von Rohstoffen und vorgefertigten Bauteilen sind aktuell nicht wahrnehmbar. Die Beschaffung von Zukaufteilen ist gut planbar und es gibt aktuell keine Verzögerungen bei der Lieferzeit von Bauteilen.

1.1.1 Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 5
Kennzahlen in Mio. €2024/252023/24
Umsatzerlöse28,932,9
Betriebsergebnis (EBIT)3,42,4
Ergebnis vor Steuern4,13,4
Periodenergebnis3,42,8
Bilanzsumme50,149,0
Cash Flow aus der Betriebstätigkeit1,73,2
Cash Flow aus der Investitionstätigkeit-1,0-18,0
Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit-2,116,5

Die Umsatzerlöse lagen im Berichtszeitraum bei 28,9 Mio. € (Vorjahr 32,9 Mio. €). Der Umsatzrückgang ist auf die deutlich geringere Nachfrage zurückzuführen.

Die Absatzmärkte teilen sich auf die Regionen Europa mit 42,0% (Vorjahr: 54,8%), Übersee (Süd-/Nordmerika/Kanada) mit 50,0% (Vorjahr: 36,8%), Ferner Osten/Asien mit 7,8% (Vorjahr: 6,3%) und sonstige Länder mit 0,2% (Vorjahr: 2,1%) auf.

Das Betriebsergebnis lag im Berichtszeitraum bei 3,4 Mio. € (Vorjahr 2,4 Mio. €).

Das Ergebnis vor Steuern lag im Berichtszeitraum bei 4,1 Mio. € (Vorjahr 3,4 Mio. €).

1.2 Bericht über das wirtschaftliche Umfeld

Das abgelaufene Wirtschaftsjahr 2024/25 war auch weiterhin durch den Ukraine Krieg, der globalen Unsicherheit bedingt durch die deutliche Zunahme an Kriegshandlungen, sowie im 4. Quartal durch die angekündigten Zolldiskussionen, ausgelöst von Amerika, geprägt. Eine leichte Entspannung gab es bei den Energiepreisen am Markt, sowie auch bei den Finanzierungskosten, hier wurden durch die EZB die Zinsen entsprechend reduziert. Die Inflationsrate in der Europäischen Union lag 2024 bei 2,6%. Im Vergleich zum Vorjahr (2023: 6,4%) stiegen die Preise weniger stark. In Osterreich lag die Inflationsrate im Jahr 2024 bei 2,9%. Im Vergleich zum Vorjahr (2023: 7,8%) fiel

der Rückgang der Inflation in Österreich höher aus als im EU-Durchschnitt kommend allerdings von einer deutlich höheren Ausgangsinflation des Vorjahres. Der Zinssatz der Europäischen Zentralbank lag mit März 2025 bei 2,65%, (Vorjahr März 2024: 4,5%) was eine Reduktion von 185 Basispunkte gegenüber dem Vorjahresvergleich bedeutet. Auf Grund der deutlich schwächeren wirtschaftlichen Situation wurden von der Europäischen Zentralbank im letzten Wirtschaftsjahr fünf Zinssenkungsschritte umgesetzt, um den starken wirtschaftlichen Rückgang gegenzusteuern. Die Abschwächung des Wirtschaftswachstums, das bereits in der zweiten Jahreshälfte 2022 begonnen hat, hat im Wirtschaftsjahr 2023/24 deutlich zugenommen. Auch im Wirtschaftsjahr 2024/25 wurde kein positives Wirtschaftswachstum erzielt, wobei weiterhin vor allem die Bauindustrie stark betroffen war.

Die EU-Kommission rechnet im Jahr 2025 mit einem Anstieg des Bruttoinlandsproduktes von 1,1%. Die Prognose für Osterreich weist dagegen mit -0,3% als einziges EU- Mitgliedsland eine negative Prognose aus, womit sich die Rezession weiter fortsetzt. Erst für das Jahr 2026 wird für Österreich wieder ein Wachstum von 1,0% erwartet.

Der konjunkturelle Einbruch der Bauwirtschaft hat zeitverzögert auch in der HIRSCH Maschinenbau GmbH einen negativen Einfluss auf die Betriebsleistung. Die im Dämmstoffmarkt vorhandenen Produktionskapazitäten, die in den letzten Erfolgsjahren aufgebaut wurden, können aktuell nicht ausgelastet werden, sodass freie Kapazitäten am Markt vorhanden sind, was die Nachfrage nach Maschinen für die EPS-Verarbeitung deutlich reduziert hat. Kundenaufträge werden vermehrt kurzfristig ausgelöst. Da auch der Mitbewerb mit einer ähnlichen Situation konfrontiert ist, besteht auch ein großer Preisdruck bei aktuellen Projekten. Trotz der schwierigen Markt- und Nachfragesituation ist es in der HIRSCH Maschinenbau GmbH gelungen, durch entsprechende Kostenoptimierungsmaßnahmen das Ergebnis des Vorjahres deutlich zu übertreffen.

Die HIRSCH Technologie Gruppe versucht einerseits durch die Möglichkeit als Komplettanbieter, Gesamtanlagen am Markt zu platzieren, andererseits werden verstärkt neue Märkte analysiert und bearbeitet, auf denen HIRSCH aktuell nicht vertreten ist, um neue Kunden für die Maschinen und Komponenten aufzubauen. Durch den Markt-

auftritt als HIRSCH Technologie Gruppe ist es möglich, ganze EPS-Werke den Kunden anzubieten, wodurch die Wertschöpfung in der Gruppe erhöht werden kann und die Abhängigkeit von Zulieferanten reduziert wird.

1.3 Bericht über Zweigniederlassungen

Die HIRSCH Maschinenbau GmbH hat keine Zweigniederlassungen.

1.4 Bericht über nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Das Unternehmen beschäftigte im abgelaufenen Wirtschaftsjahr durchschnittlich 111 Mitarbeiter (Vorjahr: 129). Die HIRSCH Maschinenbau GmbH legt Wert auf bestens ausgebildete, leistungsfähige und motivierte Mitarbeiter, da sie eine wichtige Grundlage für die nachhaltige Sicherung des Unternehmenserfolges sind.

2. Bericht über die voraussichtliche Entwicklung und die Risiken des Unternehmens bzw. der HIRSCH Servo Gruppe 2.1 Bericht über die voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens bzw. der HIRSCH Servo Gruppe

Durch den konjunkturellen Einbruch der Bauwirtschaft über die letzten beiden Jahre, ist die Auftragseingangssituation schwer prognostizierbar. Die HIRSCH Maschinenbau GmbH startet mit einem zufriedenstellenden Auftragsbestand, um die Auslastung über die nächsten Monate sicher zu stellen. Allerdings braucht es noch entsprechende Kundenaufträge, um die Auslastung auch auf Jahressicht zu gewährleisten. Daher liegt der Fokus einerseits auf die Bearbeitung neuer Märkte, andererseits aber auch in der Bearbeitung bestehender Kunden, um neue Aufträge zu lukrieren.

Der Maschinenbaubereich steht aus heutiger Sicht vor mehreren Herausforderungen, einerseits die verhaltene Nachfrage nach neuen Maschinen durch Zusatzdienstleistung und Optimierungsprojekten bei Bestandsanlagen zu kompensieren, andererseits aber auch neue Entwicklungen voranzutreiben, um die EPS verarbeitende Industrie auch auf ihren Weg zur Klimaneutralität zu unterstützen. Durch Bündelung der Stärken und Vorteile der einzelnen Unternehmen der HIRSCH Technologie Gruppe kann die Schlagkraft am Markt gesteigert werden, was uns hilft, die schwierige wirtschaftliche Situation entsprechend abzufedern und auszugleichen. Durch die Bündelung der Kräfte können neue Märkte aufgetan werden, und kann auch die Wertschöpfungskette in der HIRSCH Technologie Gruppe erhöht werden.

Insgesamt geht das Management von einem Geschäftsverlauf auf niedrigerem Niveau für das laufende Geschäftsjahr aus, was auch entsprechend im Budget abgebildet wurde. Da die Entscheidung der Kunden über die Bestellung neuer Anlagen aktuell sehr kurzfristig getätigt werden, kann es aber durchaus zu besseren Ergebnissen kommen, die Herausforderung liegt vor allem darin, die Organisation entsprechend rasch auf die Auslastungssituation anzupassen.

Mit Jänner 2025 wurde SAP S/4HANA in der HIRSCH Maschinenbau GmbH eingeführt, was zur Vereinheitlichung und Optimierung bei Prozessen und Abläufen in der HIRSCH Gruppe beigetragen hat.

2.2 Bericht über wesentliche Risiken

Das Risikomanagement der HIRSCH Maschinenbau GmbH ist in das Risikomanagementsystem der Hirsch Gruppe eingebunden und darauf ausgelegt, die im Rahmen der Geschäftstätigkeit entstehenden potenziellen Risiken frühzeitig zu erkennen, anhand vorgegebener Kriterien zu bewerten, die Folgen abzuschätzen und geeignete Vorsorge- und Sicherungsmaßnahmen vorzuschlagen und einzuleiten.

Das Management der Gesellschaft untersucht in regelmäßigen Abständen die Chancen und Risiken in Bezug auf die allgemeine Geschäftsentwicklung und trägt dabei die Gesamtverantwortung für die frühzeitige Risikoerkennung und das Einleiten von Maßnahmen.

Absatzrisiken

Der Absatz ist vorwiegend konjunkturellen Schwankungen unterworfen. Die Auswirkungen von konjunkturellen Rückgängen sind allerdings nicht sofort, sondern zeitverzögert feststellbar, da bereits beauftrage Projekt entsprechend fertiggestellt werden. Der Vertrieb der HIRSCH Maschinenbau GmbH setzt auf den globalen Markt, um weltweit vorhandene Kundenpotentiale auszuschöpfen. Weiters können durch die Erhöhung der Wertschöpfungstiefe und der Möglichkeit, ganze Werke anbieten zu können, neue Kunden angesprochen werden, die nur über das Angebot von Gesamtprojekten erreichbar sind. Den Bestandskunden werden Service- und Instandhaltungspakete für bestehende Anlagen angeboten, um die Kundenbindung zu intensivieren und auszubauen.

Beschaffungsrisiko

Im Maschinenbau werden standardisierte Zulieferteile vorgehalten, damit marktübliche Lieferzeiten von Maschinen des Kernsortiments gewährleistet werden können. Die Einkaufsverantwortung ist in Glanegg fokussiert.

Finanzielle Risiken

Finanzielle Risiken werden durch standardisierte, juristisch begleitete Vertragsgestaltung und präzise Ausführung der Leistungen unter Einhaltung der gesetzlichen Normen und Standards, so weit wie möglich minimiert. Bei Lieferungen von Maschinen und Anlagen werden mit den Kunden grundsätzlich eine Anzahlung in Höhe von 30 % bei Auftragserteilung sowie weitere Teilzahlungen in Höhe von 60 % bei Lieferbereitschaft und 10 % nach Inbetriebnahme bzw. gemäß einer definierten Zahlungsfrist vereinbart.

Kreditrisiken

Zur Verminderung von Kreditrisiken wird die Kundenstruktur überwacht bzw. eine Absicherungspolitik betrieben, die Bonitätsprüfungen bzw. das Arbeiten mit Vorauskasse bei Neukunden einschließt. Durch das Setzen von Kreditlimits und ein aktives Mahnwesen wird das Risiko des Zahlungsverzugs bzw. Ausfalls der Vertragspartner so gering wie möglich gehalten. Speziell im Maschinenbau wird mit Anzahlungsrechnungen gegenüber den Kunden gearbeitet.

Alle offenen Forderungen werden in laufender Abstimmung mit dem Management auf ihre Werthaltigkeit beurteilt, um bei Notwendigkeit entsprechende Risikovorsorgen einzustellen. Für alle bestehenden Risiken wurden Wertberichtigungen vorgenommen, sodass aus derzeitiger Sicht keine zusätzlichen Vorsorgen erforderlich sind.

Zinsänderungsrisiko

Die Finanzierung der HIRSCH Gruppe wird durch die HIRSCH Servo AG organisiert. Durch Intercompany-Darlehen werden die operativen Gesellschaften mit entsprechender Liquidität ausgestattet. Alle Finanzierungen werden in Euro realisiert. Die Finanzierung in der Gruppe ist aufgrund der aktuellen Vereinbarungen mit den Banken vorwiegend variabel gestaltet, für eine Finanzierungstranche von 5,0 Mio. EUR wurde im abgelaufenen Wirtschaftsjahr eine Fixzinsvereinbarung gewählt. Die Intercompany- Darlehen der HIRSCH Maschinenbau GmbH sind ausschließlich variabel verzinst.

Währungsänderungsrisiko

Da es im abgelaufenen Geschäftsjahr zu keinen wesentlichen Einkäufen aus dem USD-Raum gekommen ist und Verkäufe ausschließlich in Euro erfolgten, ergeben sich zum 31. März 2025 keine Auswirkungen auf das Eigenkapital des Konzerns, aus dem sich verändernden Wechselkursverhältnis zwischen USD und EUR. Währungsrisiken aus Verkäufen in den USD-Raum werden überwiegend vom Kunden getragen.

Zur Absicherung von Fremdwährungsforderungen oder -verbindlichkeiten (vorwiegend in USD) werden in Einzelfällen Devisentermingeschäfte bzw. Währungsoptionsgeschäfte durchgeführt. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden keine Währungsoptionsgeschäfte abgeschlossen und es bestanden auch zum Bilanzstichtag keine Währungsoptionsgeschäfte

Liquiditätsrisiko

Das Liquiditätsrisiko bezeichnet das Risiko, jederzeit die erforderlichen Finanzmittel zur fristgerechten Begleichung eingegangener Verbindlichkeiten aufbringen zu können.

Die Bereitstellung der erforderlichen Finanzmittel erfolgt über die Gruppenfunktion der HIRSCH Servo AG, welche durch Intercompany-Darlehen die operativen Gesellschaften mit Liquidität ausstattet. Die HIRSCH Servo AG ist laufend mit den kreditgebenden Banken in Kontakt und führt rechtzeitig Verhandlungen über Verlängerungen der kurzfristigen Kreditlinien. Die kurzfristig vorhandenen Kreditlinien werden aktuell neu verhandelt und sollen in weiterer Folge bis auf weiteres verlängert werden. Die langfristigen Kreditlinien bei bestehenden Banken haben sich entsprechend der Tilgungsvereinbarungen reduziert.

Die Liquiditätsflüsse werden zentral im Konzern überwacht. Darüber hinaus gibt es eine konsequent mit dem Absatz-Forecast abgestimmte Einkaufspolitik sowie ein effizientes Debitorenmanagement, weiters ist eine periodische Abfrage des Liquiditätsstatus und eine rollierende Liquiditätsplanung für die drei Folgemonate installiert.

Es erfolgt ein regelmäßiges, monatliches Konzern-Reporting über die laufende Geschäftsentwicklung mit Abweichungsanalysen gegenüber dem Budget und dem Vorjahr. Durch das engmaschige Reporting sind Abweichungen zeitnah feststellbar, sodass rechtzeitig Korrekturmaßnahmen eingeleitet werden können, um den negativen Abweichungen entgegenzuwirken.

Sicherungsgeschäfte

Es sind keine derivativen Finanzinstrumente vorhanden.

Informationsrisiko

Eine zuverlässige und vor allem ausfallssichere Informationstechnologie (IT) stellt einen unerlässlichen und wichtigen Erfolgsfaktor dar. Innerhalb der HIRSCH Servo Gruppe existiert ein Zentralserversystem, gespiegelte Server gehören zur Standardausstattung. Innerhalb des Unternehmens wird nach Maßgabe der konzernweiten HIRSCH-IT-Strategie in Hard- und Softwarelösungen investiert.

Rechtliche Risiken

Aktuell sind keine gerichtlichen Verfahren anhängig oder werden betrieben.

3. Bericht über Forschung und Entwicklung

Die Gesamtkosten fur Forschung und Entwicklung im Geschäftsjahr 2024/25 beliefen sich auf rund 1 795 T€ (VJ 1 297 T€)

Glanegg, am 17 07 2025

Die Geschäftsführung

Gunther Kranabether

(d)

Wolfgang Landler

Torsten Jacoby

Sete 11

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