← Zurück zum Firmenprofil

Lagebericht 2025

Mondi AG

Original-PDF

Stichtag 31. Dez. 2025 · Eingereicht am 28. Sep. 2026

Inhaltsverzeichnis

Die Mondi AG ist eine Holding- und Dienstleistungsgesellschaft mit einer Anzahl von Mitarbeitern, die über Erfahrung in den Bereichen Management, Unternehmensplanung und Finanzwesen verfügen. Die wesentlichen Geschäftstätigkeiten der Gesellschaft sind

- die Herstellung, Vermarktung und der Verkauf von Produkten in den Geschäftsbereichen Papier und Verpackung sowie die Erbringung von Beratungs-, Vertriebs- und Vermittlungsleistungen in diesen Bereichen. - - der Erwerb und die Verwaltung von Beteiligungen an Unternehmen der papier- und zellstofferzeugenden und -verarbeitenden Industrie, der Verpackungsindustrie und an Unternehmen vergleichbarer Branchen, an Unternehmen, die Produkte dieser Branchen bearbeiten oder die Lieferanten dieser Branchen sind, und die Leitung dieser Unternehmen. der Erwerb und die Verwaltung von Vermögen und Beteiligungen an anderen Unternehmen, insbesondere Großhandelsunternehmen. - - die Erbringung von Geschäftsführungsleistungen für verbundene Unternehmen und Dritte. die Erbringung von Leistungen im Bereich elektronische Datenverarbeitung und Informationstechnologie. - der Erwerb und die Bestandnahme von Liegenschaften

Im Geschäftsjahr 2025 verzeichnete die Mondi AG keine außerordentlichen Tätigkeiten. Die Erträge 2025 wurden vorwiegend durch die von Tochtergesellschaften ausgeschütteten Dividenden und die Verrechnung von Lizenzgebühren, Managementgebühren, IT- und sonstigen Kosten erzielt. Die Umsatzerlöse lagen bei TEUR 200.053 und damit über jenen des Vorjahres (TEUR 178.636), hauptsächlich aufgrund von höheren IT- und sonstigen Kostenverrechnungen. Die Personalaufwendungen 2025 betrugen TEUR 76.644 und liegen somit über jenen des Vorjahres (TEUR 68.624), vor allem aufgrund der etwas höheren Anzahl an Dienstnehmern, des kollektivvertraglichen Lohnabschlusses sowie von der Dotierung einer Rückstellung. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen lagen bei TEUR 139.217 und somit über Vorjahresniveau (TEUR 117.561).

Der Jahresüberschuss 2025 liegt mit TEUR 57.948 unter dem des Vorjahres (TEUR 101.140), vor allem durch geringere Dividendenerträge und höhere Personal- und sonstige betrieblichen Aufwendungen.

Das Eigenkapital zum 31.12.2025 beläuft sich auf TEUR 1.433.241 (2024: TEUR 1.375.293). Die Eigenkapitalquote beträgt zum Bilanzstichtag 67,93 %.

Der Cashflow aus der operativen Tätigkeit beläuft sich auf TEUR -19.994 (2024: TEUR 4.283), jener aus der Investitionstätigkeit auf TEUR -207.097 (2024: TEUR 970.391) und jener aus der Finanzierungstätigkeit auf TEUR 227.421 (2024: TEUR -975.731).

Da die wirtschaftliche Entwicklung der Tochterunternehmen der Mondi AG wesentlich zum Ergebnis der Mondi AG beiträgt, wird im Folgenden das abgelaufene Geschäftsjahr aus Konzernsicht dargestellt.

Entwicklung des Konzerns

Die in den folgenden Ausführungen genannten Beträge beruhen auf der IFRS basierten Berichterstattung des Konzerns Mondi plc.

Der Umsatz der Gruppe fiel mit € 7.663 Millionen höher aus als im Vorjahr (2024: € 7.416 Millionen). Trotz deutlich niedriger Verkaufspreise für ungestrichene Feinpapiere und Zellstoff war dies auf höhere Absatzmengen und den Umsatz aus dem Erwerb von Schumacher zurückzuführen. Das bereinigte EBITDA lag mit € 1.001 Millionen unter dem Vorjahreswert (2024: € 1.049 Millionen), was durch den Margendruck im Zusammenhang mit den schwierigen Handelsbedingungen bedingt war. Die bereinigte EBITDA-Marge der Gruppe belief sich auf 13,1 % (2024: 14,1 %).

Die Inputkosten erhöhten sich im Jahresvergleich infolge eines Mengenanstiegs, der sowohl organischem Wachstum als auch Übernahmen zuzuschreiben war. Auf vergleichbarer Basis blieben die Inputkosten gegenüber dem Vorjahr jedoch weitgehend unverändert. Mit Blick auf 2026 erwarten wir stabile Inputkosten im Vergleich zu 2025. Unterstrichen wird dies durch unser agiles Beschaffungswesen, das höhere Holzkosten und niedrigere energiebezogene Erträge und Emissionsgutschriften kompensiert.

Insgesamt lagen die Wartungskosten in etwa auf dem Niveau des Vorjahres. Diese beinhalteten die Auswirkungen von geplanten Wartungsstillständen, von denen der Großteil in der zweiten Jahreshälfte abgeschlossen war. Für 2026 rechnen wir mit einer ähnlichen zeitlichen Staffelung von geplanten Wartungsstillständen wie im Jahre 2025. Der Effekt auf das bereinigte EBITDA wird auf insgesamt rund € 100 Millionen geschätzt.

Die Personalkosten stiegen im Jahresverlauf an, was auf die Einbeziehung der Kostenbasis von Schumacher nach der Übernahme sowie auf den inflationären Kostendruck zurückzuführen war. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen blieben hingegen auf vergleichbarer Basis unverändert. Dies unterstreicht unseren anhaltenden Fokus auf Kostenkontrolle, Effizienzverbesserungen sowie die Ergreifung entschlossener Maßnahmen, um den Wert zu schützen und den Wettbewerbsvorteil zu verbessern.

Die Abschreibungen, Amortisationen und Wertminderungen der zugrunde liegenden Aufwendungen erhöhten sich auf € 504 Millionen (2024: € 443 Millionen), was auf das Anlaufen mehrerer Investitionsprojekte im Laufe des Geschäftsjahres und die Einbeziehung der erworbenen Werke von Schumacher zurückzuführen war. Wir gehen davon aus, dass diese Aufwendungen 2026 geringfügig höher bei rund € 515 bis 525 Millionen liegen werden, was den Hochrechnungseffekten dieses neuen Kapitals zuzuschreiben ist.

Wertsteigerndes Wachstum auf nachhaltige Weise

Ein durch makroökonomische Unsicherheiten und geopolitische Spannungen bedingtes fragiles Vertrauen seitens der Verbraucher:innen und der Branche wirkt sich in vielen unserer Kernmärkte weiterhin nachteilig auf die Nachfrage aus. Dieser konjunkturelle Druck wurde durch die aktuellen angebotsseitigen Kapazitätsänderungen, insbesondere bei Wellpappenrohpapier aus Recyclingfasern und Zellstoff, bei denen es erhebliche Nettokapazitätszuwächse gab, sowie bei ungestrichenen Feinpapieren weiter verstärkt, wo sich die angebotsseitigen Reaktionen der Branche auf eine schwächere Marktnachfrage als unzureichend erwiesen. Auf der anderen Seite wurde bei Wellpappenrohpapier aus Primärfasern und Kraftpapier – wo Mondi ein Marktführer ist – nur eine begrenzte Angebotssteigerung verzeichnet.

Trotz des aktuellen Drucks sind wir weiterhin zuversichtlich, dass die strukturellen Wachstumstreiber für nachhaltige Verpackungen intakt bleiben, was durch das anhaltende Wachstum im eCommerce und den Übergang zu kreislauffähigen Lösungen untermauert wird, die wiederum durch Kundenwünsche und Verordnungen angetrieben werden. Die Umstellung auf nachhaltigere Verpackungen setzt sich fort.

Wir beobachten ein immer größeres Engagement seitens unserer Kund:innen bei der Entwicklung neuer nachhaltiger Lösungen, die in großem Maßstab implementierbar sind.

Mondi ist einzigartig. Wir verfügen über die Größenordnung und Leistungsfähigkeit, um eine breite Palette an Wellpappenverpackungen und flexiblen Verpackungslösungen zu fertigen, die Kund:innen wirklich benötigen. Unsere Teams vereinen Materialwissen mit operativen und kommerziellen Spitzenleistungen, um hochwertige Produkte bereitzustellen. Wir helfen Kund:innen bei der Umstellung auf recycelbare, papierbasierte und leistungsstarke Alternativen, die den steigenden Erwartungen in Sachen Nachhaltigkeit gerecht werden, ohne die Schutzfunktion oder die Leistungsfähigkeit zu beeinträchtigen. Dazu zählen Verpackungen aus Primärfasern zur Einhaltung der Lebensmittelsicherheit, besonders solide Papiersäcke für Industrieanwendungen sowie ein Komplettangebot an Kartons und Bags für den eCommerce. Unsere Innovationsfähigkeit erstreckt sich auf fortschrittliche Lösungen, die Papier sowie funktionale Barriere- und Versiegelungsmöglichkeiten zum Einsatz bei schnelllebigen Konsumgütern und Heimtiernahrungsverpackungen vereinen.

Untermauert wird unser Angebot durch kosteneffiziente Zellstoff- und Papierwerke, die sich in unmittelbarer Nähe zu Rohstoffquellen befinden, sowie ein gut aufgestelltes, integriertes Netzwerk von Veredelungsanlagen, das die Logistik und operative Leistungsfähigkeit optimiert. Diese Faktoren sorgen für einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil und ermöglichen Mondi die kosteneffiziente Bereitstellung innovativer, nachhaltiger Produkte von höchster Qualität und Zuverlässigkeit.

Wir werden den Bereich der nachhaltigen Verpackungen bei unseren beiden komplementären Geschäftsbereichen weiter ausbauen, indem wir unsere kosteneffizienten, integrierten Vermögenswerte und unsere marktführenden Positionen optimal nutzen. Im Geschäftsbereich Corrugated Packaging konzentrieren wir uns auf die Optimierung und den Ausbau unserer Stärke in Europa und den angrenzenden Regionen, wofür wir unsere Upstream-Papierplattform und das jüngst vergrößerte Netzwerk von Veredelungsanlagen nutzen. Wir optimieren unsere Vermögenswerte im Geschäftsbereich Uncoated Fine Paper weiter, verfolgen ein strenges Kostenmanagement und behalten unsere Positionen als Marktführer bei.

Im Geschäftsbereich Flexible Packaging verfolgen wir ein nach Segmenten differenziertes Wachstum. Auf den industriellen Endmärkten setzen wir unser globales Wachstum als hochwertiger, weltweit führender Hersteller von Sackkraftpapier und Industriesäcken mit bedeutsamen Integrations- und Größenvorteilen fort. Bei den Verbraucheranwendungen, darunter Spezialkraftpapier, MailerBags und flexiblen Verpackungen für Verbraucher:innen, sind wir bestrebt, unsere Kapazitäten und Positionen als Marktführer bei komplexen Verpackungslösungen aus unterschiedlichen Materialien mit Fokus auf Europa und Nordamerika bestmöglich zu nutzen.

Wir vertrauen weiterhin auf unsere Strategie und auf die langfristigen strukturellen Wachstumstreiber unserer Verpackungsgeschäfte. Gleichzeitig sind wir uns der kurzfristigen Herausforderungen und der damit verbundenen Risiken auf unseren Märkten bewusst. Daher haben wir schnelle und entschlossene Maßnahmen ergriffen, um die Erlöse, die Cashflows und die Liquidität zu unterstützen – Maßnahmen, die die Gruppe kurzfristig weiter stärken und höhere Rendite vorantreiben werden, wenn sich die Marktverhältnisse verbessern.

Entschlossene Maßnahmen zur Wertsteigerung und Verbesserung des Wettbewerbsvorteils

Mit einigen der produktivsten und kostengünstigsten Zellstoff- und Papierwerken in Europa haben wir bereits von einer soliden Kostenführerschaft profitiert. Weiter untermauert wird dies durch ein integriertes Geschäftsmodell, das bedeutende Synergien in der Wertschöpfungskette bietet. Dennoch haben wir weitere entschlossene Maßnahmen ergriffen, um den Kostenvorteil noch weiter voranzutreiben und die Leistungsfähigkeit und Wettbewerbsfähigkeit der Gruppe zu verbessern.

1. Beschleunigung der Operational Excellence-Programme zur Steigerung der Produktivität und Leistungsfähigkeit

Operative Spitzenleistungen sind für die Wettbewerbsstärke und das nachhaltige Wachstum von Mondi von zentraler Bedeutung. Sie bestimmen, wie wir unser Geschäft Tag für Tag führen, indem Produktivitätseinbußen beseitigt, die Leistungsfähigkeit verbessert und unsere Mitarbeiter:innen zu konsistenten, hochwertigen Leistungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette befähigt werden. Beispielsweise haben diese Maßnahmen bei unseren Werken zur Papiersackverarbeitung 2025 dazu geführt, dass die Produktivität im Vergleich zu 2024 um 5 % verbessert werden konnte.

Wir treiben unsere Vorgehensweise in Bezug auf operative Spitzenleistungen mit neuen Programmen mit hoher Geschwindigkeit voran. Dabei fördern wir eine Mentalität, die keinen Raum für Produktivitätsverluste lässt, sowie eine disziplinierte, systematische Arbeitsweise. Wir optimieren Prozesse, senken Kosten und stärken die Anlagenzuverlässigkeit, wodurch wir die fehlerfreie Erstleistung verbessern, Durchlaufzeiten reduzieren und das Vertrauen der Verbraucher:innen stärken. Diese Verbesserungen verschaffen uns einen dauerhaften strukturellen Vorteil: Schnellere Innovationszyklen, höhere Energie- und Ressourceneffizienz und eine Produktion, die sich flexibler an die Anforderungen der Verbraucher:innen anpasst.

Nachdem dieses mehrjährige Programm nun ein Jahr läuft, nimmt die Dynamik an Fahrt auf. Zu den ersten Anwendern zählte eine Produktionslinie eines Wellpappenrohpapierwerks, die die außerplanmäßigen betrieblichen Ausfallzeiten bereits senken und die gesamte Leistungsfähigkeit um 3 % über dem historischen Durchschnitt verbessern konnte. Bei unseren gesamten Produktionslinien stehen weitere Verbesserungen an, während wir diesen systematischen Ansatz bei operativen Spitzenleistungen fortsetzen.

2. Effizienzgewinne durch die Optimierung des Anlagennetzwerks

Unser kontinuierliches Engagement zur Verbesserung der Produktivität, der Optimierung des Kostenvorteils und der Sicherstellung der Zukunftsfähigkeit unseres Netzwerks, hat uns in den letzten zehn Jahren dazu veranlasst, 22 Veredelungsanlagen zu schließen. Wir verfolgen einen disziplinierten Ansatz bei der Kapitalzuteilung und setzen das Kapital dort ein, wo das Wachstumspotenzial am höchsten und die Nachfrage der Kund:innen am größten ist. Wir setzen Prioritäten bei leistungsfähigen Standorten und einen erstklassigen Service für unsere Kund:innen.

In den letzten drei Monaten gaben wir die Schließung drei weiterer Werke bekannt - ein Corrugated- Solutions-Werk in der Türkei und Werke für Paber Bags in Ungarn und Deutschland. Wir werden die Belieferung unserer Kund:innen aus alternativen Werken in unserem Netzwerk fortsetzen, die das erforderliche Know-how und die Kapazität besitzen, um einen reibungslosen und nahtlosen Übergang zu gewährleisten.

Die Integration der Verpackungswerke von Schumacher Packaging in Westeuropa (Schumacher) hat unser Corrugated-Solutions-Netzwerk weiter gestärkt. Es wird eine bessere Optimierung über unsere gesamten Standorte hinweg ermöglicht, während Effizienzen freigesetzt werden, die unser langfristiges Wachstum unterstützen. Wir sind zuversichtlich, dass wir über einen Zeitraum von drei Jahren nach dem Abschluss der Integration Kostensynergien in Höhe von € 32 Millionen erzielen werden, welche die ursprünglich vorgesehenen € 22 Millionen noch übersteigen.

3. Gezielte Fixkostenkontrolle

Wir setzen weiter gezielte Kostensenkungsinitiativen um und verfolgen dabei klare Ziele: Förderung der Leistungsfähigkeit, Einstellung nicht wesentlicher Tätigkeiten und Stärkung der umsatzgenerierenden Hauptbereiche des Geschäfts.

Obwohl wir den Personalbestand erhöht haben, um Projekte zur Kapazitätserweiterung zu unterstützen und einer höheren Nachfrage seitens der Kund:innen gerecht zu werden, wurde die Fixkostenstruktur und die operative Belegschaft, sofern angemessen, optimiert. Im Laufe der letzten 12 Monate verringerten wir infolge effizienterer Arbeitsabläufe, Werkschließungen und eines 13-prozentigen Personalabbaus in unseren Group Services-Niederlassungen den Personalbestand um rund 1.000 Mitarbeitende. Die drei jüngst angekündigten Werkschließungen werden den Personalbestand um weitere rund 200 Mitarbeitende verringern. Wir suchen kontinuierlich nach weiteren Möglichkeiten zur Effizienzsteigerung in unserem Netzwerk.

Unsere Geschäftsbereiche Corrugated Packaging und Uncoated Fine Paper wurden zu einem einzelnen Geschäftsbereich zusammengelegt. Dies ermöglicht eine schlankere Organisation, die schnellere Entscheidungsfindungen, Kostensenkungen und operative Synergien in unseren Zellstoffund Papierwerken unterstützt, während die kundenzentrierte Orientierung unserer Wertschöpfungskette beibehalten wird.

Übersicht über die Geschäftsbereiche

Die Gruppe hat ihr Geschäft im Jahresverlauf neu organisiert und den Geschäftsbereich Uncoated Fine Paper mit Corrugated Packaging zu einem vergrößerten Corrugated Packaging-Geschäftsbereich zusammengelegt.

Corrugated Packaging

Mondi ist ein führender europäischer Produzent von Wellpappenverpackungen mit einer kosteneffizienten Anlagenbasis, einem integrierten Produktionsnetzwerk und einem starken, auf Qualität, Zuverlässigkeit und Service ausgerichteten Produktangebot.

Wir sind der führende Produzent von Wellpappenrohpapieren aus Primärfasern in Europa und der größte Produzent von Wellpappenrohpapieren in den europäischen Wachstumsmärkten. Unser Wellpappenrohpapier aus Primärfasern ist ein hochwertiges Produkt mit ausgezeichneten Eigenschaften für spezialisierte Endverbraucheranwendungen, das die Anforderungen unserer Kund:innen auf der ganzen Welt ideal erfüllt.

Als ein führender Hersteller von Wellpappenlösungen in Mitteleuropa und den europäischen Wachstumsmärkten nutzen wir unser integriertes Produktionsnetzwerk und arbeiten mit unseren Kund:innen zusammen, um vollständig recycelbare Kartons aus Wellpappe herzustellen.

Darüber hinaus produzieren wir in unseren Werken in Mitteleuropa und Südafrika, wo wir regionale Marktführerschaften innehaben, eine breite Palette an Druckerpapieren. Zudem stellen wir Marktzellstoff in Südafrika für Kund:innen in aller Welt her.

Der Geschäftsbereich Corrugated Packaging, der den ehemaligen Geschäftsbereich Uncoated Fine Paper und den Erwerb von Schumacher beinhaltet, erzielte ein bereinigtes EBITDA von € 458 Millionen und eine Marge von 12,1 % (2024: € 526 Millionen, 14,9 %). Der Geschäftsbereich Containerboard erzielte ein Absatzwachstum und höhere durchschnittliche Verkaufspreise im Vergleich zu 2024. Gegenüber dem Vorjahr ging die Geschäftsentwicklung von Corrugated Solutions zurück, wobei der Mengenzuwachs bei Kartons durch niedrigere Margen mehr als wettgemacht wurde. Die Preise für ungestrichene Feinpapiere und Zellstoff lagen deutlich unter den Durchschnittspreisen des Vorjahres, was sich auf die gesamte Performance des Geschäftsbereichs auswirkte. Dieser Effekt niedriger Preise führte zusammen mit den Auswirkungen geplanter Wartungsstillstände, die hauptsächlich in der zweiten Jahreshälfte erfolgten, im Geschäftsbereich Corrugated Packaging im zweiten Halbjahr zu einer rückläufigen Geschäftsentwicklung im Vergleich zum ersten Halbjahr (H2 2025: € 174 Millionen, H1 2025: € 284 Millionen).

Im Geschäftsbereich Containerboard stiegen unsere Absatzmengen gegenüber dem Vorjahr an. Grund hierfür war die wachsende Nachfrage unserer Kund:innen nach unserem breiten Sortiment an

Papierqualitäten. Die zusätzlichen Mengen wurden von unseren neuen Kapazitäten infolge der großen Investitionsprojekte an unseren Werken in Świecie (Polen), Duino (Italien) und Kuopio (Finnland) gedeckt. Die durchschnittlichen Verkaufspreise des Geschäftsbereichs Containerboard lagen über den Preisen des Vorjahres mit Preissteigerungen in der ersten Jahreshälfte, auf die in der zweiten Jahreshälfte und Anfang 2026 Preissenkungen folgten.

Der Geschäftsbereich Corrugated Solutions verzeichnete gegenüber 2024 ein organisches Mengenwachstum bei Kartons in Höhe von 2 %, was der Nachfrage nach nachhaltigen Verpackungslösungen für Endverbraucheranwendungen zu verdanken war. Nach der abgeschlossenen Übernahme von Schumacher zum 31. März 2025 flossen die Ergebnisse des Unternehmens zudem für neun Monate in den Abschluss der Gruppe ein. Mit dieser Übernahme wird unser Produktangebot durch eine größere geografische Reichweite weiter gestärkt. Insgesamt fielen die Margen niedriger aus als im Vorjahr, was auf die Inflation der Lohnstückkosten und höhere Inputkosten für Papier zurückzuführen war, die aufgrund eines intensiven Wettbewerbs auf den Kernmärkten nicht durch die Preisgestaltung an die Kund:innen weitergegeben werden konnten.

Der Geschäftsbereich Uncoated Fine Paper erzielte vor dem Hintergrund einer schwächeren Marktnachfrage weitgehend stabile Absatzmengen und konnte seinen Marktanteil erfolgreich erhöhen, was für sein starkes Produktangebot spricht. Die durchschnittlichen Verkaufspreise fielen jedoch deutlich niedriger aus als im Vorjahr, da sich die angebotsseitigen Reaktionen der Branche auf die schwächere Marktnachfrage als unzureichend erwiesen.

Die Preise für Zellstoff lagen im Durchschnitt deutlich unter den Preisen des Vorjahres. Zwar stiegen sie Anfang 2025 geringfügig an, doch gingen sie zum Ende des ersten Halbjahres stark zurück und blieben auch im zweiten Halbjahr verhalten.

Der Wertzuwachs bei Waldflächen fiel mit € 39 Millionen im Geschäftsjahr höher aus (2024: € 7 Millionen).

Die Kapitalrendite (ROCE) lag mit 4,4 % (2024: 8,5 %) unterhalb des Vorjahreswertes, was auf den höheren Kapitaleinsatz infolge des Anlaufens mehrerer großer Projekte zur Kapazitätserweiterung und den Erwerb von Schumacher zurückzuführen war. Die Auswirkungen des niedrigen Erlöses im Geschäftsjahr spielten hier ebenfalls eine Rolle.

Flexible Verpackungen

Wir sind ein weltweit tätiger Hersteller flexibler Verpackungen und bieten unseren Kund:innen ein einzigartiges Lösungsportfolio für Industrie- und Verbraucherendanwendungen.

Rund 50 % unseres Umsatzes werden durch Industrieendanwendungen generiert, wo wir der weltweit führende Hersteller von Sackkraftpapier und Papiersäcken sind. Unser Produktangebot wird durch unsere starke Integration, unsere solide Größe, unsere Versorgungssicherheit und unsere globale Reichweite weiter gestützt.

Wir erzielen rund 50 % unseres Umsatzes durch Verbraucherendanwendungen. Dabei produzieren wir komplexe Verpackungslösungen für Verbraucher:innen aus unterschiedlichen Materialien und nehmen führende Positionen auf unseren ausgewählten Märkten ein.

Das bereinigte EBITDA von Flexible Packaging stieg auf € 583 Millionen mit einer Marge von 14,8 % (2024: € 558 Millionen, 14,1 %), da die Auswirkungen niedriger Kraftpapiermengen durch eine gute Kostenkontrolle und einer Absatzsteigerung bei Papiersäcken wettgemacht werden konnten. Die Geschäftsbereiche Consumer Flexibles und Functional Paper and Films erzielten ein gutes, stabiles Ergebnis, das durch unseren Fokus auf Produkte mit höheren Margen bestärkt wurde. Das bereinigte EBITDA von Flexible Packaging entwickelte sich in der zweiten Jahreshälfte im Vergleich zur ersten Jahreshälfte rückläufig, da es durch geplante Wartungsstillstände in den Werken und einer sinkenden Nachfrage im Vergleich zum starken Jahresauftakt belastet wurde.

Im Geschäftsbereich Kraft Paper konnten wir das Volumen an unserer neuen Papiermaschine in unserem Werk in Štětí (Tschechische Republik) erfolgreich erhöhen. Insgesamt gingen die Absatzmengen von Kraftpapier gegenüber dem Vorjahr zurück, was auf eine schwächere Marktnachfrage und geringere Produktionsmengen infolge der Betriebsstilllegung am Werk in Stambolijski (Bulgarien) in der zweiten Jahreshälfte 2024 zurückzuführen war.

Der Geschäftsbereich Paper Bags erzielte ein gutes Ergebnis mit einer Absatzsteigerung um 5 % gegenüber dem Vorjahr. Ursächlich hierfür waren die Nachfrage nach Säcken für Baumaterial in Schwellenländern, die solide Nachfrage nach traditionellen industriellen Endanwendungen in Europa und das gute Wachstum bei eCommerce-Lösungen in Europa und den USA

Die durchschnittliche Preisgestaltung in der Wertschöpfungskette für Kraftpapier und Papiersäcken blieb im Vergleich zum Vorjahr weitgehend unverändert, wobei Preiserhöhungen in der ersten Jahreshälfte durch Preissenkungen im zweiten Halbjahr kompensiert wurden. Die aktuellen Preise für Kraftpapier liegen 2026 unter den Durchschnittspreisen von 2025.

Die Geschäftsbereiche Consumer Flexibles und Functional Paper and Films stellten unseren Kund:innen weiterhin ein breites Sortiment an innovativen und nachhaltigen Verpackungslösungen bereit. Begünstigt wurde dies durch eine Reihe jüngst abgeschlossener Investitionen, mit denen wir unsere Kapazitäten verbessern und unsere führenden Positionen in unseren ausgewählten Märkten konsolidieren konnten.

Wesentliche Risiken

Der Vorstand ist für wirksame Risikomanagementmaßnahmen und interne Kontrollverfahren der Gruppe verantwortlich. Er hat Verfahren zur Identifizierung und Beurteilung sowie zum Management der Risiken eingeführt, denen sich die Gruppe ausgesetzt sieht. Gemeinsam mit dem Audit Committee hat der Vorstand im Laufe des Jahres eine umfassende Bewertung der wesentlichen und neu aufgetretenen Risiken für Mondi durchgeführt. Er ist davon überzeugt, dass die Gruppe über wirksame Systeme und Kontrollmechanismen verfügt, um diesen Risiken innerhalb der festgelegten Risikotoleranzgrenzen wirksam zu begegnen.

Das Risikomanagement ist naturgemäß ein dynamischer und laufender Prozess. Angesichts der Vielzahl von Standorten, Märkten und Produktionsprozessen der Gruppe ist das Risikomanagement besonders wichtig. Unsere internen Kontrollmechanismen zielen darauf ab, angemessene Sicherheit hinsichtlich der Richtigkeit, Zuverlässigkeit und Integrität unserer Finanzinformationen und nicht finanziellen Offenlegungen, die Einhaltung der geltenden Gesetze, Vorschriften und internen Richtlinien durch die Gruppe sowie die Wirksamkeit der internen Prozesse zu gewährleisten.

Die wesentlichsten Risiken der Gruppe sind langfristiger Natur. Wir bewerten und aktualisieren unsere Hauptrisiken während des ganzen Jahres, um die Entwicklungen unserer strategischen Prioritäten und die Vorstandsdiskussionen über wesentliche und neu auftretende Risiken widerzuspiegeln.

Die Gruppe verwendet eine vierstufige Bewertungsskala für die Risikotoleranz, anhand derer das Restrisiko jedes Hauptrisikos bewertet werden kann. Wird eine Abweichung zwischen der Risikotoleranz und der Bewertung des Restrisikos festgestellt, legt die/der Verantwortliche des Risikos dem Executive Committee und dem Vorstand eine Erklärung für diese Abweichung und einen entsprechenden Lösungsansatz vor.

Anhand einer detaillierten Übersicht zur Risikobeurteilung werden dem Vorstand, dem Prüfungsausschuss (Audit Committee) und dem Ausschuss für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Committee) unsere wesentlichen Risiken präsentiert, sodass sie umfassend diskutiert werden können. Der Vorstand ist gemeinsam mit dem Prüfungsausschuss der Überzeugung, dass die durchgeführte Überprüfung der Vorgehensweise der Gruppe für das Risikomanagement verbessert hat. Die Gruppe setzt sich weiterhin für eine kontinuierliche Verbesserung der Risikobewertung, des Risikomanagements und der Risikoberichterstattung ein.

Wichtigste Änderungen im Laufe des Jahres

Die wichtigsten Änderungen der Hauptrisiken der Gruppe, die im Jahr 2025 ermittelt wurden, werden nachstehend aufgeführt.

Das Länderrisiko wurde herabgesetzt, da seine Auswirkungen als geringer eingeschätzt werden. Diese Herabsetzung spiegelt die Änderung der geografischen Kapitalzuteilung im Laufe der letzten Jahre wider. Begünstigt wird dies durch die jüngsten Investitionsprojekte der Gruppe und Übernahmen in Ländern mit geringem Risiko, was zur Senkung des Länderrisikoprofils der Gruppe beiträgt.

Das Risiko für Kosten und die Verfügbarkeit von Rohstoffen wurde herabgesetzt, da die Eintrittswahrscheinlichkeit dieses Risiko aufgrund der verbesserten Prognose hinsichtlich der Versorgungssicherheit von Fasern als gering bewertet wird. Diese Schlussfolgerung ergibt sich aus einer Prüfung des aktuellen Marktangebots und der aktuellen Marktnachfrage von Holz, wonach die Nachfrage gesunken ist und die Annahme untermauert wird, dass sich das Risiko der Faserverfügbarkeit verringert hat.

Im Jahr 2025 wurde in den Medien von folgenschweren Cybersicherheitsvorfällen berichtet, von denen insbesondere große Konzerne im Vereinigten Königreich betroffen waren. Die Gruppe legt nach wie vor einen Fokus auf das Cybersicherheitsrisiko und einen besonderen Nachdruck darauf, effektive aufdeckende und präventive Kontrollmechanismen beizubehalten, um dieses Risiko auf ein Niveau zu senken, das mit der Risikotoleranz der Gruppe im Einklang steht. Die Bewertung des Restrisikos bleibt jedoch unverändert, da diesem Risiko weiterhin erhöhte Aufmerksamkeit zuteilwird.

Neu auftretende Risiken

Am 31. März 2025 hat die Gruppe die Übernahme von Schumacher abgeschlossen. Seit der Übernahme konzentriert sich die Gruppe darauf, das Unternehmen in das Geschäft einzubinden. Die im Zusammenhang mit dieser Übernahme stehenden Risiken umfassen die Integration eines privaten Unternehmens in ein börsennotiertes Unternehmen, die Größe der Übernahme, die Notwendigkeit der Integration von IT-Systemen und Kontrollmechanismen und die Angleichung unterschiedlicher Unternehmenskulturen. Der Vorstand überwacht die Integration auch weiterhin und ist zuversichtlich, dass die Integrationsrisiken gut gemindert werden und dass die weitere Einstufung als neu auftretendes Risiko und nicht als Hauptrisiko dabei die richtige Einschätzung ist.

Die zuletzt realisierten Großprojekte der Gruppe zur Kapazitätserweiterung wurden frist- und budgetgerecht umgesetzt und befinden sich in der Durchführung. Unser Fokus liegt nun darauf, eine umfassende Produktivitätssteigerung zu erreichen, unsere kommerzielle Strategie umzusetzen, die Erwirtschaftung von liquiden Mitteln voranzutreiben und Renditen zu erzielen. Das neu aufgetretene Risiko im Zusammenhang mit der Inbetriebnahme und dem Anlaufen der kommerziellen Produktion bei großen Investitionsprojekten hat sich 2025 dahingehend verändert, dass der Schwerpunkt nun auf der Aufnahme der kommerziellen Produktion von großen Investitionsprojekten liegt. Das Anlaufen der kommerziellen Produktion wird von der ersten Projektphase an detailliert geplant und an die Marktverhältnisse angepasst, sobald die Inbetriebnahme abgeschlossen ist. Bei großen Kapitalinvestitionen werden nachträgliche Überprüfungen durchgeführt, um die Projektdurchführung im Vergleich zum Plan zu bewerten und die daraus gezogenen Erkenntnisse zu ermitteln. Wir überwachen und mindern die potenziellen Risiken im Zusammenhang mit der Aufnahme der kommerziellen Produktion bei großen Investitionsprojekten auch weiterhin.

Strategische Risiken

Die Branchen und Regionen, in denen wir tätig sind, setzen uns besonderen langfristigen Risiken aus, die der Vorstand als Folge der gewählten Strategie und der betrieblichen Tätigkeit der Gruppe in Kauf nimmt.

Wir überwachen auch weiterhin die Bekanntgabe von aktuellen Kapazitäten und Nachfrageentwicklungen sowie die verstärkte Nachfrage nach nachhaltigen Verpackungen. Und in dem Maße, in dem wir unser Verständnis der Risiken des Klimawandels vertiefen und die Auswirkungen immer klarer werden, können wir auch unsere Informationspolitik und unsere Reaktionen optimieren.

Das Executive Committee und der Vorstand behalten im Auge, inwieweit wir diesen Risiken ausgesetzt sind, und evaluieren Investitionsentscheidungen unter Berücksichtigung unseres Gesamtrisikos, damit wir im Rahmen unserer strategischen Kapitalzuteilung die Möglichkeiten nutzen können, die sich durch unser bewusstes Eingehen derartiger Risiken ergeben.

Unsere wesentlichen strategischen Risiken beziehen sich auf Folgendes:

x Produktionskapazität der Branche x Produktersetzung x Schwankungen der Verkaufspreise oder Bruttomargen x Länderrisiko x Risiken des Klimawandels

Finanzielle Risiken

Unser Ziel ist es, eine angemessene Kapitalstruktur aufrechtzuerhalten und unsere finanziellen Risiken gemäß den Gesetzen und Vorschriften zu managen.

Als Reaktion auf die Steuerrisiken und anhaltende kurzfristige Währungsschwankungen verfolgen wir weiterhin ein umsichtiges Finanzrisikomanagement.

Unsere wesentlichen finanziellen Risiken beziehen sich auf Folgendes:

x Kapitalstruktur x Währungsrisiko x Steuerrisiko

Betriebliche Risiken

Als Gruppe konzentrieren wir uns auf operative Spitzenleistungen und Investitionen in unsere Mitarbeiter:innen und verpflichten uns zu einem verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen.

Unsere Investitionen zur Verbesserung unserer Energieeffizienz, zur Beseitigung der größten Sicherheitsrisiken und zur Steigerung der Betriebseffizienz verringern die Wahrscheinlichkeit von betrieblichen Risiken.

Unsere wesentlichen betrieblichen Risiken beziehen sich auf Folgendes:

x Kosten und Verfügbarkeit von Rohstoffen x Energiesicherheit und damit verbundene Inputkosten x Technische Integrität unserer Betriebsanlagen x Umweltauswirkungen x Gesundheit und Sicherheit von Angestellter:innen und Subunternehmer:innen x Gewinnung und Bindung von Schlüsselkräften und Talenten x Cybersicherheitsrisiko

Compliance-Risiko

Bei Verstößen gegen die Compliance-Regeln verfolgen wir eine Null-Toleranz-Vorgehensweise. Unsere starke Unternehmenskultur und unsere Werte untermauern unsere Vorgehensweise. Diese Werte kommen in allen Bereichen unseres Unternehmens zum Tragen und konzentrieren sich auf Integrität, Ehrlichkeit und Transparenz.

Unser wichtigstes Compliance-Risiko ist das Reputationsrisiko.

Finanzielles Risikomanagement

Finanzinstrumente

Die Mondi AG verwendet gegebenenfalls zur Absicherung von Währungsänderungsrisiken derivative Finanzinstrumente. Die entsprechenden Sicherungsgeschäfte werden für die gesamte Gruppe zentral durch die Mondi Finance plc in London abgewickelt. Bei den relevanten Instrumenten handelt es sich insbesondere um Devisenterminkontrakte.

Zu den sonstigen bestehenden originären Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Finanzinvestitionen, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen, Guthaben bei Kreditinstituten, Finanzverbindlichkeiten, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen.

Risiko von Zinsschwankungen

Das Zinsrisikomanagement für die Gruppe erfolgt zentral durch Mondi Finance plc. Die Mondi AG war per 31.12.2025 ausschließlich konzernintern finanziert.

Risiko von Wechselkursschwankungen

Währungsänderungsrisiken ergeben sich auf der Aktivseite und auf der Passivseite der Bilanz aus der Bilanzierung von Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung. Aktuell kann dieses Risiko als gering eingestuft werden, da keine nennenswerten Forderungen oder Verbindlichkeiten in Fremdwährung bestehen.

Zur Absicherung wesentlicher Währungsänderungsrisiken schließt die Mondi Finance plc zentral Devisentermingeschäfte für die gesamte Gruppe ab.

Kreditrisiko

Das Risiko bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen kann als gering eingeschätzt werden. Das Ausfallsrisiko bei anderen auf der Aktivseite ausgewiesenen originären Finanzinstrumenten ist ebenfalls als gering anzusehen, da es sich ausschließlich um Anteile an Tochterunternehmen und Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen handelt.

Bewertungsrisiko von Beteiligungen

Der Vorstand erachtet im Einzelabschluss der Mondi AG das Bewertungsrisiko der Beteiligungen als das wesentlichste Risiko.

Die aktuelle wirtschaftliche und politische Entwicklung und mögliche Auswirkungen auf die Beteiligungsansätze der Tochtergesellschaften der Mondi AG werden sehr genau beobachtet und entsprechend bewertet, vor allem die Ende Februar eingetretene Krise im Nahen Osten.

Forschung und Entwicklung

Die Forschung und Entwicklung der Mondi AG erforscht laufend die Grundlagen und Technologien für die ökologische und ökonomische Herstellung von Papier- und Verpackungslösungen. Zur Sicherstellung zukünftiger Geschäftstätigkeit werden insbesondere in Kooperation mit der TU Graz aber auch mit anderen Forschungseinrichtungen ständig neue Technologien, Produkte und Materialien sowie effiziente Herstellungsverfahren entwickelt.

Die Mondi AG betreibt keine Zweigniederlassungen.

Wien, am 16. März 2026

Der Vorstand

en

Mag. Thomas Ott

Wir verwenden Cookies, um grundlegende Funktionen der Plattform sicherzustellen und anonymisierte Nutzungsstatistiken zu erfassen. Durch einen Klick auf "Akzeptieren" stimmst du der Verwendung dieser Cookies zu.