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Lagebericht 2025

Enmoto Fahrzeughandelsgesellschaft m.b.H.

Original-PDF

Stichtag 31. Dez. 2025 · Eingereicht am 25. Sep. 2026

Inhaltsverzeichnis

für das Geschäftsjahr 2025

I. Geschäftsverlauf

Die Enmoto Fahrzeughandelsgesellschaft m.b.H. ist in Graz als mittelständiges Unternehmen in folgenden Bereichen tätig:

- Großhandel mit Krafträdern

Einzelhandel mit Krafträdern

Die wirtschaftliche Lage in Österreich gestaltet sich derzeit als schwierig. Dennoch werden hoch qualitative Produkte zu attraktiven Preisen angeboten.

Der Markt von größeren Motorrädern ist konstant geblieben. Mit den Marke Voge und Rieju für größere Modelle konnten Marktanteile gewonnen werden. Die Tendenz ist steigend, da gute Modelle zu attraktiven Preisen angeboten werden. Auch neue Modelle dieser Produzenten erweisen sich als vielversprechend. 50 % des gesamten Umsatzes (betragsbezogen) werden mit diesen beiden Marken erzielt.

Der Markt von 50 ccm Mopeds ist um ca. 15 % zurückgegangen. Der Marktanteil von Enmoto blieb mit 38% stabil. Der Markt insgesamt ist jedoch geschrumpft.

Der Personalstand der Gesellschaft betrug im Jahr 2025 im Durchsicht 12, davon 8 Angestellte und 4 Arbeiter.

II. Lage der Gesellschaft

Vermögenslage

Die Vermögenslage ist durch eine gute Eigenkapitalausstattung gekennzeichnet.

Das Eigenkapital der Gesellschaft beträgt zum Bilanzstichtag TEURO 1.324. Die Eigenkapitalquote per 31.12.2025 beträgt 10,80%.

Ertragslage

Im Geschäftsjahr 2025 wurde ein Jahresfehlbetrag von von TEURO -784 erzielt. Das Ergebnis vor Steuern betrug TEURO -790. Die Nachverrechnung der Körperschaftsteuer für die Betriebsprüfung 2014 - 2022 sowie die Berichtigung der Körperschaftsteuer 2023 führen zu diesem Jahresfehlbetrag.

Kennzahlen zur Vermögens- und Ertragslage

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 1
GeschäftsjahrVorjahr
Ergebnis vor Steuern-789.889,56411.846,89
UmsatzrentabilitätErgebnis vor Steuern Umsatzerlöse-789.889,56 = -5,86% 13.478.960,62(VJ 3,12%)
EigenkapitalrentabilitätErgebnis vor Steuern 0 Eigenkapital-789.889,56 = -46,04% 1.715.578,48(VJ 15,61%)
GesamtkapitalrentabilitätErgebnis vor Steuern 0 Gesamtkapital-789.889,56 = -6,25% 12.630.880,74(VJ 3,40%)
Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 2
GeschäftsjahrVorjahr
EUREUR
Umlaufvermögen und Rechnungsabgrenzungsposten12.138.388,7712.855.332,38
- langfristiges Umlaufvermögen und Rechnungs- abgrenzungsposten-82.847,03-82.847,03
kurzfristiges Umlaufvermögen12.055.541,7412.772.485,35
- kurzfristiges Fremdkapital-10.676.995,78-10.655.461,08
Nettoumlaufvermögen1.378.545,962.117.024,27
EigenkapitalquoteEigenkapital1.323.772,56 = 10,80%(VJ 16,21%)
Gesamtkapital12.261.475,64

III. Voraussichtliche Entwicklung der Gesellschaft

Neue Marken und neue Modelle, die in den letzten Jahren ins Programm aufgenommen wurden, (größere Motorräder mit mehr Kubikzentimeter Hubraum insbesondere im Adventure-Segment) haben sich gut entwickelt

Andere Produkte:

Der Bestand an E-Bikes wird verkauft. Jedoch keine neuen Fahrräder mehr eingekauft. Es erfolgt ein Abverkauf mit geringen Spannen, sodass nächstes Jahr das Lager leer sein wird.

Was E-Mopeds betrifft, so herrscht aktuell kein Enthusiasmus am Markt, daher stagniert dieser bzw. ist rückläufig

Aufgrund der Iran-Krise werden die Kosten für die Seefracht steigen und die Fahrten durch den Suez-Kanal ungewiss. Es werden erhöhte Einkaufspreise erwartet, da mit längeren Fahrten über Südafrika gerechnet werden muss und die Rohstoffe teurer werden. Im Ergebnis werden auch die Produkte von EnMoto teurer werden.

IV. Forschung und Entwicklung

Derzeit werden keine Forschungs-- oder Entwicklungstätigkeiten unterhalten

V. Risikoberichterstattung

Die wesentlichen Risiken der Gesellschaft stellen sich wie folgt dar:

Risikofrüherkennungs- und Risikomanagement-System

Die Gesellschaft ist im Rahmen ihrer geschäftlichen Tätigkeit Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit ihrem unternehmerischen Handeln verbunden sind. Die Risikopolitik der Gesellschaft zielt darauf ab, die vorhandenen Chancen optimal auszuschöpfen und Risiken nur dann einzugehen, wenn ihnen im Gegenzug die Chance auf eine entsprechende Wertsteigerung gegenübersteht. Im Rahmen einer grundlegenden Risikobegrenzung werden nur Risiken eingegangen, die mit anerkannten Methoden und Maßnahmen innerhalb unserer Organisation handhabbar sind.

Das Risikomanagement der Gesellschaft ist Bestandteil der Unternehmensführung und in die Gestaltung unserer Geschäftsprozesse eingebunden. Ein zielorientiertes Controlling sowie ein regelmäßiger Strategieabgleich sorgen dafür, dass bei unternehmerischen Entscheidungen Chancen und Risiken in einem ausgewogenen Verhältnis stehen und frühzeitig erkannt werden.

Beschaffungsrisiko

Beschaffungsrisiken hinsichtlich Liefertreue und Kosten bei Waren sowie bei der Inanspruchnahme von Leistungen begegnet die Gesellschaft durch eine kontinuierliche Beobachtung und sorgfältige Auswahl unserer Lieferanten sowie langfristig ausgerichtete Rahmenvereinbarungen. Ebenso erfolgt eine laufende Beurteilung der Beschaffungsmärkte hinsichtlich der technischen Entwicklung und gesetzliche Verschärfung

von Abgasnormen.

Operative Risiken

Aufgrund der Verpflichtung als Generalimporteur ständig Ersatzteile aller gängigen Modelle auf Lager zu haben besteht ein hoher Lagerwert und dieser führt zu einer entsprechend hohen Kapitalbindung. Ersatzteillieferungen müssen zeitnah aufrufbar sein um dies den Vertragshändlern zur Verfügung zu stellen können. Dies erfordert eine sorgfältige und durchdachte Lagerhaltung.

Lieferantenrisiken

In der Beschaffung von Komponenten und Dienstleistungen ist die Gesellschaft auch auf Fremdanbieter angewiesen. Durch die Einbeziehung Dritter werden Risiken wie unerwartete Lieferschwierigkeiten oder unvorhergesehene Preiserhöhungen infolge von Marktengpässen oder Währungseinflüssen geschaffen. Die Gesellschaft versucht, lieferantenbezogenen Risiken durch gründliche Prüfung von Lieferqualität sowie durch langfristige Lieferverträge zu begegnen, um vorteilhafte Belieferung und Preise sowie die Zulieferung von Material und das Ausführen von Dienstleistungen sicherzustellen.

Personalrisiken

Der allgemeine Personalmangel erschwert es zunehmend freigewordene Stellen nachzubesetzen. Um unsere Mitarbeiter an das Unternehmen zu binden, unterhalten wir attraktive Vergütungssysteme.

Kreditrisiken/Ausfallrisiken

Kunden werden langfristige Zahlungsziele gewährt, da diese schon lange vor der Saison bestellen müssen. Um die Finanzierungslücke möglichst klein zu halten, werden die Forderungen mittels Factoring bevorschusst.

Ein Schwerpunkt des Forderungsmanagements der Gesellschaft liegt in einem konsequenten Debitorenmanagement.

Liquiditätsrisiken

Das Liquiditätsmanagement unserer Gesellschaft bedeutet, ausreichende Barmittel zu halten. Die notwendigen Geldmittel stehen zur Verfügung indem ausreichende Kontokorrentrahmen mit den Banken vereinbart wurden. Dies ist insbesondere notwendig um die Beschaffungen außerhalb der Saison vorzufinanzieren.

Versicherungsrisiken

Die Gesellschaft ist mit den branchenüblichen Versicherungsleistungen ausgestattet, insbesondere wird auf eine dem Geschäftsvolumen angepasste Betriebshaftpflicht geachtet.

Risiken der IT-Systeme

Potenzielle Risiken im Hinblick auf Verfügbarkeit, Zuverlässigkeit und Effizienz der IT-Systeme der Gesellschaft werden durch laufende Anpassungsmaßnahmen begrenzt.

Risiko Finanzstrafe/Verbandsstrafe

Die Betriebsprüfung betreffend die Abgaben Umsatzsteuer, Körperschaftsteuer und Kapitalertragsteuer für die Jahre 2014 bis 2022 sowie für die Normverbrauchsabgabe und Kammerumlage für die Jahre 2017 bis 2022 wurde Ende 2024 abgeschlossen und führte zu einer Nachzahlung von € 2.978.870,35, der im Februar 2025 beglichen wurde.

Des weiteren ist aufgrund der im Dezember 2024 abgeschlossenen Betriebsprüfung eine Verbandsstrafe zu erwarten. Das Amt für Betrugsbekämpfung übermittelte nach Abschluss der Betriebsprüfung einen Anlassbericht an die Staatsanwaltschaft. Basis für diesen war die Niederschrift der Betriebsprüfung vom 13. Dezember 2024. Der strafbestimmende Wertbetrag laut Anlassbericht beträgt € 2.655.189,11.

Im Zusammenhang mit diesem anhängigen Finanzstrafverfahren wurde zum 31. Dezember 2025 eine Rückstellung iHv. € 750.000,- für eine erwartete Verbandsgeldbuße gebildet.

Die Bewertung erfolgte auf Grundlage der zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses verfügbaren Informationen. Dabei wurden insbesondere die im Geschäftsjahr 2025 sowie bis zur Aufstellung des Jahresabschlusses eingetretene Konkretisierung des Verfahrensstandes berücksichtigt.

Der Ermittlung des Rückstellungsbetrages liegt die Annahme zugrunde, dass im weiteren Verfahren kein Tatbestand des Abgabenbetruges verwirklicht ist und der Vorwurf auf ein Finanzvergehen gemäß § 33 FinStrG (Abgabenhinterziehung) beschränkt bleibt. Ausgehend von den im Anlassbericht angeführten verkürzten Abgaben in Höhe von rund EUR 2,6 Mio. ergibt sich unter Zugrundelegung des gesetzlichen

Strafrahmens von bis zu 200 % der verkürzten Abgaben ein maximaler Strafrahmen von rund EUR 5,2 Mio. Unter Berücksichtigung der bisherigen Verfahrensentwicklung, der erfolgten Schadensgutmachung sowie der grundsätzlichen Verantwortungsübernahme wurde für die Bemessung der Verbandsgeldbuße eine Strafhöhe von rund 30 % des gesetzlichen Strafrahmens angenommen. Daraus ergibt sich eine erwartete Verbandsgeldbuße von rund EUR 1,5 Mio.

Zusätzlich wurde berücksichtigt, dass gemäß § 26 Abs. 1 FinStrG eine teilweise bedingte Strafnachsicht von bis zu 50 % möglich ist.

Aufgrund des noch nicht abgeschlossenen Finanzstrafverfahrens stellt die Bewertung der Rückstellung eine wesentliche Schätzungsannahme im Jahresabschluss dar. Die Ermittlung des Rückstellungsbetrags ist mit erheblichen Ermessens- und Bewertungsunsicherheiten verbunden. Die tatsächliche Inanspruchnahme kann daher wesentlich von dem bilanzierten Betrag abweichen.

VI. Finanzinstrumente

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden keine derivativen Finanzinstrumente eingesetzt.

Die in der Bilanz ausgewiesenen Finanzinstrumente sind Gegenstand des allgemeinen Risikomanagement des Unternehmens. Erkennbare Risiken und notwendige Vorsorgen werden im Rahmen der angewendeten Buchhaltungs- und Bilanzierungsmethoden erfasst und sind im vorliegenden Jahresabschluss angemessen berücksichtigt.

VII. Zweigniederlassungen

Es bestehen keine Zweigniederlassungen der Gesellschaft.

Graz, den 2.K. o;;. � 2o2.b

Der Geschäftsführer

Dİ Walter.P

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