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Lagebericht 2025/26

Winkelbauer GmbH

Original-PDF

Stichtag 31. März 2026 · Eingereicht am 24. Juni 2026

Inhaltsverzeichnis

WINKELBAUER GMBH

zum Jahresabschluss per 31. März 2026

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 1
UnternehmenBerichtszeitraumSitz
Winkelbauer GmbH01.04.2025 bis 31.03.20268184 Anger, Viertelfeistritz 64

Management Summary

• Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr 2025/2026 die wesentlichen Ergebniskennzahlen deutlich verbessert und die operative Basis nachhaltig gestärkt. • Die Auftragslage entwickelte sich seit Dezember 2025 klar positiv und ermöglicht aktuell eine gute Planbarkeit der vorhandenen Kapazitäten. • Mit dem erfolgreich aufgebauten Geschäftsfeld „Defense“ wurde ein strategisches Wachstumsfeld geschaffen, aus dem bis Ende 2026 erste relevante Auftragseingänge erwartet werden.

Kennzahlen im Überblick

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 2
Eigen kapitalquote
UmsatzerlöseEBITDAEBIT(ink.
Investitionszuschüsse)
23.659 TEUR1.380 TEUR341 TEUR30,6%
+7,5%+46,3 %Vorjahr: -43Vorjahr: 26,4 %
Ausgewählte Kennzahlen – Vergleich zum Vorjahr
Kennzahl2025/20262024/2025Veränderung
Umsatzerlöse23.659 TEUR22.015 TEUR+7,5%
Betriebsleistung23.306 TEUR22.226 TEUR+4,9%
EBITDA1.380 TEUR943 TEUR+46,3 %
EBIT341 TEUR-43 TEUR+384 TEUR
Ergebnis vor Steuern71 TEUR-382 TEUR+453 TEUR
Eigenkapital inclusive5.660 TEUR4.595 TEUR+23,2 %
Investitionszuschüsse
Working Capital1.974 TEUR1.935 TEUR+2,02 %

1. Bericht über den Geschäftsverlauf und die wirtschaftliche Lage

1.1 Unternehmensprofil und Marktposition

Die Winkelbauer GmbH mit Sitz in 8184 Anger ist im Bereich Maschinenbau und Handel tätig und auf die Entwicklung, Produktion und den Vertrieb von Baumaschinenausrüstungen spezialisiert. Das Unternehmen verfügt über eine hohe Verarbeitungskompetenz im Bereich hochverschleißfester Stähle und verbindet diese mit einer ausgeprägten Fertigungstiefe. Diese Kombination unterstützt eine stabile Marktposition in den relevanten Anwendungsbereichen.

Neben dem klassischen Kerngeschäft haben sich in den vergangenen Jahren die Geschäftsfelder Verschleißteile (Wear Parts), Service sowie Komponentenfertigung als zusätzliche Standbeine etabliert. Die kontinuierliche Weiterentwicklung von Produktions-, Vertriebs- und Logistikstrukturen bildet die Grundlage dafür, bestehende Kundenbeziehungen zu festigen, zusätzliche Absatzpotenziale zu erschließen und die operative Leistungsfähigkeit nachhaltig zu verbessern.

Die Gesellschaft adressiert insbesondere Kunden in der Bau-, Gewinnungs- und Recyclingindustrie. In diesem Umfeld sind Qualität, Lieferfähigkeit, robuste Prozesse sowie die wirtschaftliche Planbarkeit der Kapazitäten wesentliche Erfolgsfaktoren. Die in den Vorjahren gesetzten Investitions- und Optimierungsmaßnahmen unterstützen diese Zielsetzung und stärken die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens.

1.2 Geschäftsverlauf

Im Geschäftsjahr 2025/2026 konnte die Gesellschaft ihre operative Entwicklung deutlich verbessern. Die Umsatzerlöse erhöhten sich auf 23.659 TEUR und lagen damit um 7,5 % über dem Vorjahresniveau. Die Betriebsleistung stieg auf 23.306 TEUR und damit um 4,9 % über den Vorjahreswert. Dies zeigt, dass die Gesellschaft die Marktbearbeitung im Berichtsjahr erfolgreich stabilisieren und ausbauen konnte.

Das EBITDA beträgt 1.380 TEUR und liegt damit um 46,3 % über dem Vorjahr. Das EBIT verbesserte sich von - 43 TEUR auf 341 TEUR; das Ergebnis vor Steuern erhöhte sich von -382 TEUR auf 71 TEUR. Damit ist der Gesellschaft im abgelaufenen Geschäftsjahr eine klare Rückkehr zu einer positiven operativen Ergebnislage gelungen.

Der ausgewiesene Jahresgewinn von 1.069 TEUR ist wesentlich durch einen Einmaleffekt im Zusammenhang mit einer Umgründung in Form der Verschmelzung mit der Wear Parts GmbH beeinflusst. Der Jahresüberschuss vor diesen Sondereffekten beträgt TEUR 53. Für die Beurteilung der nachhaltigen Entwicklung ist daher insbesondere die signifikante Verbesserung der operativen Kennzahlen auf Ebene EBITDA, EBIT und EBT maßgeblich.

Die Ergebnisverbesserung ist vor allem auf die im Berichtsjahr gesteigerte Betriebsleistung, die verbesserte Auslastung sowie auf Maßnahmen zur Effizienzsteigerung und Kostenoptimierung zurückzuführen. Gegenläufig wirkten im Vergleich zum Vorjahr geringere sonstige betriebliche Erträge. Insgesamt hat sich die Gesellschaft damit operativ spürbar robuster aufgestellt.

1.3 Ertragslage

Der Rohertrag I erhöhte sich auf 13.301 TEUR (Vorjahr: 12.283 TEUR; +8,3 %). Nach Berücksichtigung des Personalaufwands ergibt sich ein Rohertrag II von 4.575 TEUR (Vorjahr: 3.943 TEUR; +16,0 %). Die Entwicklung dieser beiden Kennzahlen verdeutlicht, dass sich die operative Wertschöpfung im Berichtsjahr klar verbessert hat.

Die sonstigen betrieblichen Erträge gingen auf 254 TEUR zurück (Vorjahr: 674 TEUR). Gleichzeitig beliefen sich die sonstigen betrieblichen Aufwendungen auf 3.451 TEUR (Vorjahr: 3.681 TEUR). Vor diesem Hintergrund ist die Verbesserung des EBITDA besonders hervorzuheben, da sie eine echte operative Stärkung und nicht bloß einen Ertragseffekt widerspiegelt.

Aus Sicht der Unternehmenssteuerung ist vor allem wesentlich, dass die Gesellschaft die Ergebnisstruktur gegenüber dem Vorjahr nachhaltig verbessern konnte. Die Entwicklung von Umsatz, Betriebsleistung und Rohertrag zeigt, dass die operative Basis breiter geworden ist und die Gesellschaft besser in der Lage ist, fixe Kostenstrukturen zu tragen und Volumenschwankungen auszugleichen.

1.4 Vermögens- und Finanzlage

Das Eigenkapital (inkl. Investitionszuschüsse) erhöhte sich zum Bilanzstichtag auf 5.660 TEUR (Vorjahr: 4.595 TEUR; +23,2 %). Die Eigenkapitalquote verbesserte sich auf 30,6 % nach 26,4 % im Vorjahr. Damit hat sich die Kapitalstruktur der Gesellschaft weiter gestärkt und bietet eine solide Grundlage für die weitere Unternehmensentwicklung.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde die 100%ige Tochtergesellschaft Wear Parts GmbH im Wege einer Verschmelzung in die Winkelbauer GmbH integriert.

Dieser einmalige Vorgang führte zu einer Erhöhung des Anlagevermögens um rund TEUR 1.867, wobei sich das Finanzanlagevermögen durch die Auflösung der Beteiligung um rund TEUR 371 verringerte. Gleichzeitig erhöhte sich das Eigenkapital um rund TEUR 1.017.

Infolge dieses Sondereffekts verbesserte sich die Eigenkapitalquote um rund 5 Prozentpunkte.

Das Working Capital beträgt 1.974 TEUR (Vorjahr: 1.935 TEUR; +2,02 %). Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit beläuft sich auf 1.322 TEUR und ist damit deutlich positiv. Diese Entwicklung unterstreicht die Fähigkeit der Gesellschaft, ihre operative Tätigkeit aus dem laufenden Geschäft heraus zu finanzieren und gleichzeitig die Liquiditätssituation stabil zu halten.

Das Anlagevermögen erhöhte sich auf 8.210 TEUR (Vorjahr: 7.558 TEUR; +8,6 %). Die fortlaufende Modernisierung von Produktion und Infrastruktur unterstützt die Qualität, Produktivität und Liefertreue. Insgesamt zeigt die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zum Bilanzstichtag eine deutlich verbesserte und stabile Situation.

1.5 Wesentliche finanzielle Leistungsindikatoren

Die Steuerung der Gesellschaft erfolgt insbesondere anhand finanzieller Leistungsindikatoren, die Umsatzentwicklung, operative Ergebnisqualität, Cashflow und Kapitalstruktur abbilden. Zu den wesentlichen Kennzahlen zählen im Berichtsjahr insbesondere Umsatzerlöse, Betriebsleistung, EBITDA, EBIT, Ergebnis vor Steuern, Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit sowie die Eigenkapitalquote.

Einordnung der Kennzahlen

• Die Umsatz- und Betriebsleistungsentwicklung zeigt die Stabilisierung und relative Ausweitung des Geschäftsvolumens. • EBITDA und EBIT stehen im Mittelpunkt der Beurteilung der operativen Leistungsfähigkeit und spiegeln die Wirksamkeit getroffener Maßnahmen wider. • Cashflow, Working Capital und Eigenkapitalquote sind für Finanzierungspartner zentrale Ankergrößen zur Beurteilung von Liquidität, Kapitaldienstfähigkeit und finanzieller Stabilität.

1.6 Mitarbeiter

Zum 31.03.2026 beschäftigte die Gesellschaft 137 Vollzeitäquivalente (VZÄ) im Vergleich zum Vorjahr mit 128 VZA. Der Personalbestand bildet damit weiterhin eine tragfähige Basis für die vorhandenen und perspektivisch steigenden Kapazitätsanforderungen. Die nachhaltige Sicherung qualifizierter Fachkräfte bleibt ungeachtet dessen ein wesentlicher Erfolgsfaktor für die weitere Unternehmensentwicklung.

1.7 Zweigniederlassungen

Es bestehen keine Zweigniederlassungen.

2. Voraussichtliche Entwicklung und Risiken des Unternehmens

2.1 Voraussichtliche Entwicklung

Auf Basis der im Geschäftsjahr 2025/2026 erzielten Entwicklung geht die Gesellschaft von einer fortgesetzten positiven Entwicklung im kommenden Geschäftsjahr aus. Die operative Verbesserung im Berichtsjahr, die deutlich höhere Ergebnisqualität sowie die gestärkte Finanzstruktur bilden hierfür eine tragfähige Ausgangsbasis.

Die Auftragslage hat sich seit Dezember 2025 deutlich verbessert und befindet sich aktuell auf einem moderat guten Niveau. Dadurch ist eine gute Planbarkeit der vorhandenen Kapazitäten gegeben. Vor dem Hintergrund der derzeit stabilen bis verbesserten Auslastung der Produktionskapazitäten stellt sich der Ausblick auf das Geschäftsjahr 2026/2027 aus heutiger Sicht vielversprechend dar.

Für das kommende Geschäftsjahr wird daher von einer stabilen bis leicht steigenden Umsatzentwicklung ausgegangen. Gleichzeitig wird eine weitere Verbesserung der operativen Ertragslage erwartet, insbesondere auf Ebene des EBITDA und des EBIT. Dies entspricht der Erwartung eines großen, professionell aufgestellten Mittelstandsbetriebs, der auf Sicht fährt, aber vorhandene Marktchancen systematisch nutzt.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr ist es der Gesellschaft zudem gelungen, ein wesentliches strategisches Ziel umzusetzen. Der Aufbau des neuen Geschäftsfeldes „Defense“ konnte sowohl intern als auch extern erfolgreich abgeschlossen werden. Mehrere namhafte potenzielle Kunden haben ihr Interesse an einer künftigen Zusammenarbeit konkret bekundet. Auf Basis der bisherigen Entwicklung wird erwartet, dass die ersten relevanten Auftragseingänge bis Ende 2026 realisiert werden können.

Die Gesellschaft verfolgt damit neben der Stabilisierung des Kerngeschäfts auch eine gezielte Diversifikation in ein ergänzendes Marktsegment. Gelingt die Umsetzung wie erwartet, kann das Geschäftsfeld „Defense“ mittelfristig einen zusätzlichen Beitrag zur Umsatz- und Ergebnisentwicklung leisten und die Resilienz des Unternehmens erhöhen.

2.2 Plausibilitätsbegründung

Die Erwartung einer fortgesetzten positiven Entwicklung stützt sich insbesondere auf die verbesserte operative Ausgangssituation, die seit Dezember 2025 sichtbar bessere Auftragslage, die gute Planbarkeit der Produktionskapazitäten, die im Berichtsjahr wirksam gewordenen Effizienz- und Kostenmaßnahmen sowie die weiterhin solide Eigenkapital- und Finanzierungsstruktur. Hinzu kommt der erfolgreiche Aufbau des neuen Geschäftsfeldes „Defense“, der zusätzliche Wachstumsoptionen eröffnet.

Aus Managementsicht ist wesentlich, dass die Prognose nicht auf Einmaleffekten basiert, sondern primär auf einer verbesserten operativen Basis, einer besseren Marktansprache sowie einer insgesamt stabileren Unternehmensaufstellung. Damit besteht aus heutiger Sicht eine nachvollziehbare Grundlage für eine vorsichtig optimistische Erwartungshaltung.

2.3 Wesentliche Risiken und Ungewissheiten

Trotz der verbesserten Ausgangslage ist die Gesellschaft weiterhin verschiedenen Risiken und Ungewissheiten ausgesetzt, die die zukünftige Entwicklung beeinflussen können. Im Vordergrund stehen dabei sowohl operative als auch finanzwirtschaftliche Risikofelder.

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 5
Operative RisikenFinanzielle Risiken
• Konjunkturelle Risiken und• Finanzierungs- und Zinsrisiken aufgrund veränderter
Nachfrageschwankungen in der Bau- undKapitalmarktbedingungen
Maschinenbaubranche• Liquiditätsrisiken durch Veränderungen im Working
• Marktrisiken durch Wettbewerbsintensität undCapital sowie zeitliche Verschiebungen bei
PreisdruckForderungseingängen
• Kostenrisiken bei Material, Energie und Personal• Bonitäts- und Ausfallsrisiken im Kundenportfolio
• Personalrisiken aufgrund eingeschränkter• Covenant-Risiken im Zusammenhang mit
Verfügbarkeit qualifizierter FachkräfteFinanzierungsvereinbarungen gegenüber
• Lieferkettenrisiken infolge von Verzögerungen oderKreditinstituten
Verfügbarkeitsengpässen bei Vorprodukten und• Allgemeine Unsicherheiten aus
Komponentengesamtwirtschaftlicher Entwicklung und
Branchenkonjunktur

Auf Basis der aktuellen Eigenkapitalausstattung, der positiven Cashflow-Entwicklung sowie der insgesamt stabilen Finanzierungsstruktur wird die Gesamtrisikosituation aus heutiger Sicht als beherrschbar eingeschätzt. Gleichwohl hängt die zukünftige Entwicklung weiterhin von den allgemeinen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und der Nachfrage in den relevanten Märkten ab.

3. Forschung und Entwicklung

Es wurden im Geschäftsjahr 2025/2026 keine wesentlichen berichtspflichtigen Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten durchgeführt.

4. Eigene Anteile

Die Gesellschaft hält keine eigenen Anteile; im Geschäftsjahr wurden keine eigenen Anteile erworben oder veräußert.

5. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Nach dem Bilanzstichtag sind keine Ereignisse eingetreten, die wesentliche Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft haben.

Anger, am 12. Juni 2026

Ing. Michael Winkelbauer, GF

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