← Zurück zum Firmenprofil

Lagebericht 2025

STRABAG AG

Original-PDF

Stichtag 31. Dez. 2025 · Eingereicht am 08. Juli 2026

Inhaltsverzeichnis

STRABAG AG, 9800 Spittal an der Drau, Ortenburgerstraße 27 L A G E B E R I C H T Geschäftsjahr 2025

BERICHT ÜBER DEN GESCHÄFTSVERLAUF UND DIE WIRTSCHAFTLICHE LAGE

GESCHÄFTSVERLAUF

ALLGEMEINE ANGABEN

Die STRABAG AG ist unter der Firmenbuchnummer 61689w im Firmenbuch beim Landesgericht Klagenfurt eingetragen.

Der Sitz der Gesellschaft befindet sich in Spittal an der Drau.

Die Gesellschaft wurde mit Bescheid vom 7. Februar 2006 in eine Unternehmensgruppe im Sinne des §°9°Abs°8°KStG°1988 eingebunden. Das steuerliche Ergebnis der Gesellschaft wird dem Gruppenträger STRABAG SE, Villach, zugerechnet. Ein steuerlicher Ergebnisausgleich zwischen dem Gruppenträger und jedem einzelnen Gruppenmitglied ist in Form eines Steuerumlagevertrages geregelt.

Der Gegenstand des Unternehmens umfasst im Wesentlichen die Planung und Ausführung von Bauten aller Art, alleine oder in Arbeitsgemeinschaften mit anderen Bauunternehmen. Die Gesellschaft ist weiters zu allen Geschäften und Maßnahmen berechtigt, die zur Erreichung des Gesellschaftszwecks notwendig oder nützlich erscheinen, insbesondere zum Erwerb von Liegenschaften, zur Errichtung von Zweigniederlassungen und Tochtergesellschaften im In- und Ausland sowie zur Beteiligung an anderen Unternehmen.

Die STRABAG AG, Spittal an der Drau, ist Organträger auf dem Gebiet der Umsatzsteuer.

STRABAG ist ausgehend vom Kernmarkt Österreich über ihre Tochtergesellschaften bzw. Betriebsstätten in ost- und südosteuropäischen Ländern, in ausgewählten Märkten Nord- und Westeuropas, in Australien und insbesondere im Projektgeschäft in Afrika, Asien und Amerika präsent.

Der Geschäftsverlauf der Gesellschaft wird sowohl von der Konjunktur im Allgemeinen als auch von der Baukonjunktur im Besonderen bestimmt.

LÄNDERBERICHT1

ÖSTERREICH

Nach zwei Rezessionsjahren verzeichnete Österreich 2025 mit einem BIP-Wachstum von 0,3 % wieder eine leichte wirtschaftliche Erholung. Dämpfend wirkten eine restriktivere staatliche Fiskalpolitik infolge des gesamtstaatlichen Budgetdefizits, eine schwächere Nachfrage nach Exportgütern sowie eine kurzfristige Inflationseskalation auf 3,5 %. Letztere resultierte aus dem Wegfall von Energiepreisobergrenzen und erhöhten öffentlichen Gebühren. Haupttreiber der Erholung war ein spürbarer Anstieg des privaten Konsums infolge gestiegener Reallöhne und sinkender Zinsen. Für 2026 prognostiziert Euroconstruct ein Wachstum von 1,1 %, das sich in den Jahren 2027 und 2028 stabil bei 1,2 % einpendeln soll.

1 ¹ Alle Wachstumsprognosen sowie Bauvolumina auf Ebene der einzelnen Volkswirtschaften wurden den Berichten von Euroconstruct und EECFA (Eastern European Construction Forecasting Association) von Winter 2025 entnommen. Die angegebenen Marktanteilsdaten basieren auf den Daten aus dem Jahr 2025 sowie auf Schätzungen für das Jahr 2025 von Euroconstruct und EECFA.

Die österreichische Bauwirtschaft verzeichnete im Jahr 2025 mit einem Rückgang von 0,8 % eine deutliche Abschwächung des negativen Trends gegenüber 2024 (-5,2 %). Verbesserte Finanzierungsbedingungen, insbesondere niedrigere Zinsen, dürften zu einer schrittweisen Erholung im Wohnbau beitragen, allerdings auf weiterhin niedrigem Niveau. Gleichzeitig ist infolge staatlicher Sparmaßnahmen mit rückläufigen Investitionen in die Infrastruktur zu rechnen. Dieser Effekt wird vor allem auf kommunaler Ebene sichtbar sein, während die staatliche Autobahngesellschaft ASFINAG sich aus Mauteinnahmen finanziert und an ihrem Investitionsplan für die kommenden Jahre festhält. Euroconstruct prognostiziert für 2026 ein leichtes Wachstum von 0,2 % sowie für 2027 und 2028 Zuwächse von 1,0 % bzw. 1,1 %.

Der Wohnbau verzeichnete 2025 einen Rückgang von 1,6 %, der deutlich geringer ausfiel als im Vorjahr (2024: -6,7 %). Maßgeblich für diese Entwicklung waren Zinssenkungen bzw. sich stabilisierende Finanzierungskosten für Haushalte und Entwickler:innen. Der im Jahresvergleich geringere Rückgang ist jedoch auch darauf zurückzuführen, dass die Bautätigkeit nach den starken Einbrüchen der Vorjahre bereits auf einem deutlich niedrigeren Niveau liegt. Unterstützend wirkte der Renovierungsmarkt, der aufgrund der anhaltend hohen Nachfrage nach energetischen und thermischen Sanierungen um 2,1 % zulegte. Mögliche Einschränkungen von Förderungen infolge des staatlichen Sparkurses könnten die Renovierungstätigkeit im Wohnbau dämpfen. Die anhaltend hohe Nachfrage nach Wohnraum und die sanfte Wiederbelebung des Wohnbaus sollen diesen Effekt jedoch weitgehend kompensieren. Für 2026 und 2027 wird ein Wachstum von 0,5 % bzw. 0,9 % erwartet.

Das Bauvolumen im sonstigen Hochbau verringerte sich 2025 lediglich um 0,2 % und damit deutlich weniger stark als im Vorjahr (-5,3 %). Die schwache Konjunktur, weiterhin erhöhte Finanzierungskosten sowie Sparmaßnahmen der Regierung führten zu Verzögerungen bei privaten und öffentlichen Investitionen. Euroconstruct erwartet jedoch mittelfristig eine Erholung im Einklang mit dem makroökonomischen Wachstum und prognostiziert für 2026 eine stabile Entwicklung (+0,1 %) sowie für 2027 einen Anstieg von 2,3 %.

Der Tiefbau entwickelte sich im Jahr 2025, getragen von der staatlichen Investitionstätigkeit in Infrastrukturprogramme, robust und wuchs um 0,9 %. Angesichts restriktiverer Fiskalpolitik wird die öffentliche Hand – insbesondere auf kommunaler Ebene – ihre Neuinvestitionen in Straßen- und Wasserinfrastruktur voraussichtlich zurückfahren oder aufschieben. Wesentliche Infrastrukturvorhaben, darunter Autobahnausbauprojekte der ASFINAG, dürften fortgeführt werden. Sanierungen und Investitionen in Energieinfrastruktur, unterstützt durch EU-Förderprogramme und das nationale Ziel stabiler Energiepreise, bleiben vergleichsweise hoch. Für 2026 und 2027 werden Rückgänge von 0,7 % bzw. 1,3 % erwartet.

DEUTSCHLAND

Die deutsche Volkswirtschaft stagnierte im Jahr 2025, belastet von externen Krisen wie dem Ukraine-Konflikt oder der US-Zollpolitik. Eine hohe Steuerlast und strikte Regularien üben in Verbindung mit hohen Energiepreisen weiterhin Druck auf die Wettbewerbsfähigkeit aus. Ab 2026 dürften öffentliche Investitionen in Infrastruktur und Verteidigung sowie ein belebterer Privatkonsum jedoch für einen konjunkturellen Auftrieb sorgen. Die Lockerung der Schuldenbremse eröffnet zusätzlichen finanzpolitischen Spielraum. Euroconstruct erwartet für 2026 und 2027 jeweils ein Wachstum von 1,0 %, während für 2028 ein Zuwachs von 0,5 % prognostiziert wird.

Die deutsche Bauwirtschaft verzeichnete 2025 einen Rückgang der Bauleistung um 1,4 %. Während sich der Infrastruktursektor robust zeigte, blieb der Wohnungsbau infolge von Nachwehen der hohen Zinsen und Kosteninflation weiterhin unter Druck. Provisorische Haushaltsbudgets führten vor allem auf kommunaler Ebene zu Projektverzögerungen, da der endgültige Haushaltsbeschluss erst im September gefasst wurde. Im März 2025 kündigte die Bundesregierung im Zuge der Lockerung der Schuldenbremse ein Sondervermögen in Höhe von € 500 Mrd. für Infrastruktur und Klimaneutralität über zwölf Jahre an. Darin enthalten sind € 100 Mrd. für Länder und Kommunen sowie weitere € 100 Mrd., die in den Klima- und Transformationsfonds fließen sollen. Da erste Projekte aus dem Sondervermögen aufgrund langwieriger Planungs- und Genehmigungsverfahren voraussichtlich erst Ende 2026 vergeben werden, rechnet Euroconstruct kurzfristig mit einem moderaten Anstieg der Bauleistung um 0,5 % im Jahr 2026, der sich 2027 auf 1,8 % ausweiten dürfte.

Im Wohnbau verlangsamte sich der Rückgang des Bauvolumens und kam im Jahr 2025 bei -2,4 % zu liegen. Trotz des hohen Bedarfs an Wohnraum wurden in den vergangenen vier Jahren aufgrund hoher Zinsen, reduzierter Fördermittel, gestiegener Bau-, Energie- und Grundstückskosten sowie bürokratischer Hürden deutlich weniger Neubauprojekte realisiert. Abgemildert wurde der Rückgang durch einen stabileren Renovierungsmarkt, insbesondere im Bereich der thermischen und energetischen Sanierung. Dank positiver Impulse wie niedrigerer Zinsen, Reallohnwachstum und Entbürokratisierungsinitiativen erwartet Euroconstruct für 2026 eine Stagnation, bevor sich der Trend 2027 mit 2,1 % wieder ins Positive dreht.

Der sonstige Hochbau, der 2025 um 1,0 % schrumpfte, blieb von wirtschaftlicher Unsicherheit und der Investitionszurückhaltung von Unternehmen sowie der öffentlichen Hand, insbesondere Gemeinden, belastet. Steigende Investitionen in medizinische Einrichtungen und kommunale Verwaltungsgebäude sowie die Erholung im industriellen und kommerziellen Hochbau werden voraussichtlich 2026 und 2027 für ein Wachstum von 0,7 % bzw. 1,4 % sorgen.

Der Tiefbausektor verzeichnete 2025 ein moderates Wachstum von 1,0 %. Verzögerte Budgetfreigaben bremsten im Jahresvergleich die Dynamik, während Investitionen in Bahn-, Telekommunikations- und Energieinfrastruktur positive Impulse setzten. Besonders im Bereich der Energie- und Wasserinfrastruktur und aufgrund des verabschiedeten Sondervermögens eröffnen sich mittel- bis langfristig zusätzliche Wachstumschancen. Für 2026 und 2027 werden Zuwächse von 1,8 % bzw. 1,2 % erwartet.

POLEN

Polens Wirtschaft legte auch 2025 mit einem BIP-Wachstum von 3,2 % kräftig zu. Wesentliche Impulse kamen vom höheren Privatkonsum durch gestiegene Reallöhne sowie von der verstärkten Investitionstätigkeit dank freigegebener EU-Fördermittel im Rahmen von NextGenerationEU und dem National Recovery and Resilience Plan (NRRP). Trotz einer Inflation von 3,5 % und eines erhöhten Haushaltsdefizits zeigt der Markt weiterhin eine dynamische Entwicklung. Euroconstruct prognostiziert für 2026 ein BIP-Wachstum von 3,1 % sowie 3,0 % bzw. 2,8 % für 2027 und 2028.

Nach dem Übergang zwischen den EU-Förderperioden in den Jahren 2023 und 2024 zog die polnische Bauwirtschaft 2025 um 3,4 % spürbar an. Trotz Herausforderungen wie steigenden Kosten für Baumaterialien, Grundstücke, Personal und Energie, wenn auch mit moderateren Zuwachsraten als in den Vorjahren, sowie einer teilweisen Abwanderung ukrainischer Arbeitskräfte überwiegen positive Impulse. Höhere Reallöhne beleben den Wohnbau, und freigegebene EU-Fördermittel aus dem NRRP und NextGenerationEU beflügeln die Investitionstätigkeit. 2026 soll die Wachstumsrate bei 5,3 % liegen, in den Jahren 2027 und 2028 bei jeweils 4,3 %.

Entgegen dem europäischen Trend verzeichnete der polnische Wohnbausektor 2025 ein markantes Wachstum von 7,2 %. Getragen wurde dies von solider Nachfrage, attraktiven Renditen bei Wohnungsbauprojekten, gelockerten Kreditvergaberichtlinien, niedrigeren Zinsen sowie staatlichen Förderprogrammen für Wohnbaufinanzierungen. Der Renovierungssektor ist von einem hohen Modernisierungsbedarf im Gebäudebestand gekennzeichnet. Mit Inkrafttreten der entsprechenden Baurichtlinie ist ab 2027 mit zusätzlicher Dynamik im Bereich energetischer und thermischer Sanierungen zu rechnen. Euroconstruct prognostiziert für 2026 ein Wachstum von 3,7 % und für 2027 von 5,1 %.

Der sonstige Hochbau entwickelte sich mit einem Plus von 0,1 % verhalten. Ab 2026 dürften staatliche Investitionen im Rahmen des NRRP neuen Schwung bringen. Im Fokus stehen militärische und medizinische Einrichtungen, Mobilitätsinfrastruktureinrichtungen wie Bahnhöfe und der CPK-Flughafen sowie energetische Sanierungen bestehender Gebäude. Zusätzlich werden High-Tech-Industriebauten, insbesondere in der Halbleiter- und Automobilindustrie, sowie Produktionsstätten für Komponenten der Energiewende – wie Wärmepumpen, Photovoltaik-Module und Windkraftanlagen – das Wachstum weiter stützen. Für 2026 wird ein Zuwachs von 4,0 %, für 2027 von 3,8 % erwartet.

Der Tiefbau in Polen wuchs 2025 um 4,0 %, begünstigt durch die Freigabe zuvor blockierter EU-Mittel aus dem NRRP. Neben Bahnprojekten wurden nach den Überflutungen 2024 im Südwesten Polens zahlreiche Straßen, Brücken und Wasserinfrastrukturanlagen instandgesetzt. Eine umfangreiche Pipeline von Großprojekten in Bahn-, Energie- und Wasserinfrastruktur sowie in Luftfahrt und Telekommunikation soll 2026 für ein Plus von 8,1 % sorgen. 2027 wird ein Anstieg von 4,2 % prognostiziert.

UNGARN

Die ungarische Wirtschaft verzeichnete 2025 ein BIP-Wachstum von 0,6 %. Steigende Reallöhne, stabile Beschäftigungszahlen und eine Normalisierung der Inflation – wenngleich auf höherem Niveau als im EU- Durchschnitt – wirkten positiv auf die wirtschaftliche Entwicklung. Dämpfend wirkten hingegen der anhaltend hohe Leitzins von 6,5 % sowie rückläufige Investitionen infolge der verschärften Budgetdisziplin und der 2026 anstehenden Parlamentswahlen. Für 2026 wird ein BIP-Wachstum von 2,8 % erwartet, gefolgt von 3,2 % im Jahr 2027 und 2,5 % im Jahr 2028.

Nach den deutlichen Rückgängen der beiden Vorjahre erholte sich die ungarische Bauindustrie im Jahr 2025 mit einem Wachstum von 0,8 %. Während der Wohnbau spürbar zulegen konnte, entwickelte sich der sonstige Hochbau sowie der Tiefbau aufgrund weiterhin zurückhaltender staatlicher Investitionen verhalten. Euroconstruct erwartet trotz anhaltend eingefrorener EU-Mittel – mögliche Änderungen im Zuge der Parlamentswahlen 2026 bleiben abzuwarten – eine nachhaltige Belebung der Baukonjunktur. Für 2026 wird ein Wachstum von 1,3 % prognostiziert, das sich 2027 auf 4,0 % und 2028 auf 4,8 % erhöhen dürfte.

Der Wohnbau konnte im Jahr 2025 kräftig um 11,8 % zulegen. Diese positive Entwicklung ist neben den gestiegenen Reallöhnen insbesondere auf verschiedene staatliche Fördermaßnahmen zurückzuführen. Dazu zählen ein reduzierter Festzinssatz von 3 % auf Hypothekarkredite, beschleunigte Genehmigungsverfahren, Renovierungszuschüsse, erleichterte Eigenmittelanforderungen sowie eine Mehrwertsteuersenkung in bestimmten Regionen und beim Erwerb neuer Eigenheime. Für 2026 und 2027 prognostiziert Euroconstruct weiterhin hohe Wachstumsraten von 7,0 % bzw. 4,0 %.

Der sonstige Hochbau ging in Ungarn im Berichtsjahr um 5,1 % zurück. Belastend wirkten fehlende staatliche Investitionen und der Abschluss zahlreicher Großprojekte, insbesondere in den Bereichen E-Mobilität sowie öffentliche Verwaltungs- und Bürogebäude. Nach dem Investmentstopp der Regierung im Jahr 2022 wird ein Aufholeffekt im Gesundheits- und Bildungswesen erwartet. Zusätzliche Impulse könnten aus dem Verteidigungssektor sowie aus einer möglichen teilweisen Freigabe von EU-Mitteln zur Steigerung der Energieeffizienz von Nichtwohngebäuden kommen. Euroconstruct prognostiziert einen Rückgang von 4,8 % für 2026, ab 2027 dürfte der Sektor jedoch wieder um 1,1 % wachsen.

Im Jahr 2025 stagnierte der ungarische Tiefbau aufgrund ausgebliebener staatlicher Investitionen und fehlender EU-Fördermittel. Für die kommenden Jahre werden jedoch positive Impulse erwartet, insbesondere in den Bereichen Straßen-, Energie- und Wasserinfrastruktur. Der staatliche Straßen-Konzessionsbetreiber MKIF hat mehrere Großprojekte im Rahmen seiner zehnjährigen Ausbauinitiative gestartet, während ein Energieprogramm im Umfang von € 1 Mrd. den Ausbau von Energie- und Fernwärmenetzen sowie Gaskraftwerken vorantreiben soll. Laut Euroconstruct wird dies zu einem spürbaren Wachstum des Tiefbaus von 4,5 % im Jahr 2026 und 7,8 % im Jahr 2027 führen.

TSCHECHIEN

Die tschechische Wirtschaft erzielte 2025 ein BIP-Wachstum von 2,4 %. Neben einer stabilisierten Inflationsrate, der schrittweisen Senkung der Zinsen und einer im EU-Vergleich niedrigen Arbeitslosenquote trugen auch staatliche Investitionen bzw. EU-Mittel zur positiven Entwicklung bei. Zudem stimulieren kräftige Reallohnzuwächse den Privatkonsum. Trotz angekündigter Sparmaßnahmen zur schrittweisen Reduktion des nationalen Budgetdefizits und Unsicherheiten über die Regierungsbildung nach den Parlamentswahlen im Oktober 2025 wird für 2026 ein stabiles BIP-Wachstum von 2,3 % erwartet. Für 2027 und 2028 wird ein Anstieg von 2,7 % bzw. 2,8 % prognostiziert.

Die tschechische Bauindustrie verzeichnete 2025 einen moderaten Zuwachs von 1,3 %. Belastend wirkten insbesondere der Fachkräftemangel sowie anhaltend hohe Preise für Baumaterialien und Energie. Von der EU subventionierte staatliche Investitionen in die Entwicklung ländlicher Regionen, die Energietransformation und den Ausbau der Mobilitätsinfrastruktur konnten im Berichtsjahr den schwachen Wohnbau weitgehend kompensieren. Für 2026 prognostiziert Euroconstruct infolge der neuen Regierungsbildung eine Stagnation bei +0,1 %. In den Folgejahren werden wieder steigende Zuwachsraten von 1,3 % im Jahr 2027 und 2,9 % im Jahr 2028 erwartet.

Der Wohnbau schrumpfte 2025 um 1,5 %, insbesondere im Neubausektor, wo langwierige Baugenehmigungsverfahren die erwarteten positiven Effekte niedrigerer Zinsen und stabiler Inflation ausbremsten. Ab 2028 soll ein neues digitales Baugenehmigungsverfahren Abhilfe schaffen. Der Renovierungsmarkt, der nahezu ein Drittel des Wohnbaumarktes ausmacht, wuchs dagegen deutlich um 2,5 %. Der anhaltend hohe Renovierungsbedarf sowie staatliche Förderprogramme für energetische Sanierungen und klimafreundlichen Neubau dürften positive Marktimpulse liefern. Für 2026 wird ein Rückgang von 0,6 % erwartet, bevor 2027 mit 2,0 % wieder Wachstum prognostiziert wird.

Der sonstige Hochbau in Tschechien wuchs 2025 um 1,7 %. Investitionen konzentrierten sich vor allem auf Gesundheits- und Bildungseinrichtungen sowie Großprojekte tschechischer Schlüsselindustrien, während der Bau von kommerziellen Gebäuden und Büros an Bedeutung verlor. Eine vermehrte Renovierungstätigkeit im Gesundheitswesen und der Bau von High-Tech-Anlagen in den Bereichen Chipherstellung, Automobilkomponenten, Elektronik und Energieerzeugung sollten für eine anhaltend hohe Dynamik im Markt sorgen. Für 2026 und 2027 prognostiziert Euroconstruct Zuwächse von 2,2 % und 2,4 %.

Der tschechische Tiefbau verzeichnete 2025 einen kräftigen Anstieg von 5,2 %. Staatliche Investitionen flossen teils in EU-geförderte Projekte der Mobilitätsinfrastruktur, insbesondere in den Schienenverkehr, sowie in Energie-, Wasser- und Telekommunikationsnetze. Mit einer voraussichtlich restriktiveren Fiskalpolitik dürfte die staatliche Investitionstätigkeit zurückgehen. Gleichzeitig sollen Kooperationen mit privaten Unternehmen im Rahmen von PPP-Projekten verstärkt werden. Für 2026 und 2027 prognostiziert Euroconstruct leichte Rückgänge von 0,2 % bzw. 0,4 %.

RUMÄNIEN

Die rumänische Volkswirtschaft verzeichnete 2025 ein Wachstum von 0,6 %, das hinter den Erwartungen zurückblieb. Zur Eindämmung des hohen Haushaltsdefizits sowie zur Erhaltung des bestehenden Kreditratings implementierte die Regierung fiskalpolitische Maßnahmen, einschließlich Steuererhöhungen. In der Folge stiegen die Inflationsraten und belasteten in Verbindung mit anhaltend hohen Zinsen den privaten Konsum. Zudem schränken die Sparmaßnahmen der Regierung den Investitionsspielraum ein. Für 2026 und 2027 prognostiziert EECFA ein BIP-Wachstum von 1,2 % bzw. 2,5 %.

Die Leistung der rumänischen Bauindustrie profitierte im Jahr 2025 von Nachholeffekten im Hochbau und verzeichnete ein Wachstum von 0,9 %. Dagegen belasteten die Einschränkung staatlicher Investitionen, die hohe Inflation, gestiegene Personalkosten infolge der Mindestlohnerhöhungen sowie anhaltend hohe Zinsen den Tiefbau erheblich. Vor diesem Hintergrund erwartet EECFA für 2026 einen Rückgang der rumänischen Bauwirtschaft um 5,5 %. Für 2027 wird ein Rückgang von 2,2 % prognostiziert. Langfristig bleibt Rumänien ein Markt mit erheblichem Wachstumspotenzial, der nach der Lockerung fiskalischer Beschränkungen deutlich an Dynamik gewinnen dürfte.

Nach einem deutlichen Rückgang von 10,9 % im Jahr 2024 konnte der Wohnbau 2025 mit einem Plus von 5,0 % eine Erholung verzeichnen. Die positive Entwicklung wurde durch eine steigende Kreditvergabe und mehr Baugenehmigungen unterstützt, blieb jedoch aufgrund realer Kaufkraftverluste, hoher Inflation und hoher Zinsen begrenzt. Ausbleibende Gehaltsanpassungen im öffentlichen Dienst sowie die Anhebung der Mehrwertsteuer und der Grundsteuer stellen zusätzliche Belastungen für den Sektor dar. EECFA prognostiziert für 2026 und 2027 Rückgänge von 5,6 % bzw. 3,0 %.

Der sonstige Hochbau verzeichnete im Jahr 2025 ein Wachstum von 0,6 %. Positiv entwickelten sich die Bereiche Hotel, Büro und Einzelhandel. In den kommenden Jahren könnten jedoch kommerzielle Immobilien unter der schwachen Kaufkraft leiden, während Bildungs- und Gesundheitsbauten von staatlichen Sparmaßnahmen betroffen sein dürften. Für 2026 prognostiziert EECFA einen Rückgang um 1,5 %, bevor der Sektor 2027 mit einem Wachstum von 1,4 % wieder ins Positive dreht.

Im Berichtsjahr ging der Tiefbau in Rumänien um 2,9 % zurück. Besonders stabil zeigte sich dabei der Bereich Energieinfrastruktur. Trotz einer umfangreichen Projektpipeline stellen rückläufige staatliche Investitionen und administrative Hürden weiterhin erhebliche Herausforderungen dar. Zusätzlich bremst der teilweise Verlust von EU-Fördermitteln aus dem NRRP die Dynamik, vor allem wenn sich Projekte so verzögern, dass sie nicht mehr im Förderzeitraum liegen. Für die kommenden Jahre wird ein Rückgang von 7,9 % im Jahr 2026 und 3,8 % im Jahr 2027 erwartet.

SLOWAKEI

Die slowakische Wirtschaft verzeichnete 2025 ein Wachstum von 0,9 %. Belastend wirkten vor allem die Auswirkungen der US-Zollpolitik auf die Automobilindustrie, die im EU-Vergleich höhere Inflation sowie Maßnahmen zur Konsolidierung des Haushalts, darunter neue Steuern auf Finanztransaktionen und die Erhöhung der Mehrwertsteuer. Demgegenüber sorgten die schneller als erwartete Inanspruchnahme von EU- Fördermitteln aus dem Recovery and Resilience Plan (RRP) sowie ein belebterer Privatkonsum für positive Impulse. Euroconstruct prognostiziert ein Wachstum von 1,3 % für 2026 und 1,5 % für 2027 und 2028.

Nach einem spürbaren Rückgang im Jahr 2024 infolge des Regierungswechsels wuchs die slowakische Bauindustrie 2025 um 2,0 %. Positiv wirkte die rasche Inanspruchnahme der RRP-Mittel. Dabei wurden Finanzmittel aus Dekarbonisierungsprojekten zugunsten der sozialen Infrastruktur umgeschichtet, wovon insbesondere der sonstige Hochbau profitierte. Belastend wirkten hingegen die Inflation sowie fiskalpolitische Maßnahmen der Regierung, insbesondere die Einführung einer neuen Gebühr auf Primärrohstoffe. Euroconstruct erwartet für 2026 ein Wachstum von 1,1 % und für 2027 infolge der Parlamentswahlen ein Rückgang um 0,4 %.

Der slowakische Wohnbau verzeichnete im Jahr 2025 einen Rückgang von 1,6 %. Belastend wirkten insbesondere zusätzliche Gebühren, die Erhöhung der Mehrwertsteuer, steigende Material-, Personal- und Baukosten, langwierige Genehmigungsverfahren sowie hohe Immobilienpreise. Fördermaßnahmen aus dem RRP zur Verbesserung der Energieeffizienz von Wohngebäuden, sinkende Zinsen und der angekündigte Bürokratieabbau sollen das Segment wieder beleben. Für 2026 und 2027 wird ein Wachstum von 1,2 % respektive 2,0 % erwartet.

Der sonstige Hochbau erzielte 2025 einen kräftigen Zuwachs von 4,5 %. Treiber waren vor allem Umverteilungen im RRP zugunsten von Gesundheits- und Bildungsinfrastruktur sowie Sozialdiensten. Auch Investitionen im kommerziellen Bereich, insbesondere im Tourismus, wirkten positiv. Die (Elektro-)Automobilindustrie gilt nach wie vor als ein zentraler Treiber privater Investitionen. Während sinkende Zinsen und der Abbau bürokratischer Hürden Wachstumschancen eröffnen, stellen steigende Preise, der anhaltende Fachkräftemangel sowie höhere staatliche Gebühren und Steuern Herausforderungen dar. Für 2026 und 2027 prognostiziert Euroconstruct ein Wachstum von 1,0 % bzw. 2,3 %.

Der Tiefbau erholte sich 2025 mit einem Plus von 4,9 %. Ausschlaggebend waren mehrere zentrale, von der EU kofinanzierte Straßen- und Bahnbauprojekte, die nach Verzögerungen im Berichtsjahr anliefen. Für die kommenden Jahre wird aufgrund der strikten Fiskalpolitik ein gedämpftes Wachstum erwartet, insbesondere im Straßenbau. Gleichzeitig wird der erhebliche Sanierungsbedarf anerkannt, und rund 600 Brücken werden nun als potenzielle PPP-Projekte in Betracht gezogen. Energie- und Wasserinfrastruktur dürften weiterhin leichtes Wachstum verzeichnen. Für 2026 wird ein Plus von 0,8 % prognostiziert, bevor der Sektor infolge der Wahlen im Jahr 2027 voraussichtlich um 8,6 % schrumpft.

KROATIEN

Die kroatische Wirtschaft wuchs 2025 um 3,2 %. Der Rückgang der Arbeitslosenquote und steigende Reallöhne stärkten den privaten Konsum, während die sich erholende industrielle Produktion zusätzliche Impulse lieferte. Wesentliche Treiber waren zudem umfangreiche EU-Fördermittel sowie die nachhaltigen Vorteile des Schengen- und Eurozonen-Beitritts im Jahr 2023, die Kroatien als attraktiven Investitionsstandort weiter festigen. Angesichts dieser positiven Entwicklungen prognostiziert EECFA für 2026 und 2027 stabile BIP-Zuwächse von 2,9 % bzw. 2,5 %.

Die kroatische Bauindustrie stagnierte im Jahr 2025 bei -0,1 %. Temporäre Verzögerungen bei Projektstarts von Großprojekten im Tiefbau wurden durch Zuwächse im Hochbau weitgehend kompensiert. Im Wohnbau schwächt sich das Wachstum ausgehend von einem sehr hohen Ausgangsniveau ab, während die Projektpipeline im sonstigen Hochbau schrittweise abgearbeitet wird. Für das Jahr 2026 wird ein Anstieg der Bauleistung um 1,3 % erwartet, bevor die Baukonjunktur im Jahr 2027 bei +0,1 % erneut stagniert.

Der kroatische Wohnbau legte 2025 um 0,6 % zu. Nach acht Jahren starken Wachstums, in denen sich der Markt mehr als verdoppelte, deuten erste Anzeichen auf eine Verlangsamung hin. Die Nachfrage ausländischer Käufer:innen bleibt unverändert hoch, während der Erwerb von Wohneigentum für viele Kroat:innen zunehmend unerschwinglich wird. Die Regierung reagiert mit Maßnahmen zur Schaffung von bezahlbarem Wohnraum, darunter Subventionen, Neubauprogramme und Einschränkungen bei Kurzzeitvermietungen. Für 2026 und 2027 erwartet EECFA Wachstumsraten von 2,5 % bzw. 0,4 %.

Der sonstige Hochbau verzeichnete im Jahr 2025 ein Wachstum von 1,2 %. Impulse gingen insbesondere von Büro- und Industriegebäuden sowie von Bildungs- und Gesundheitsbauten aus, die durch EU-Förderungen unterstützt wurden. Demgegenüber entwickelte sich die Nachfrage im Einzel- und Großhandel sowie bei Hotels verhalten. Die Projektpipeline wird schrittweise abgearbeitet. Inwieweit sich die Anbindung an das europäische Verkehrsnetz langfristig in einer stärkeren Positionierung als attraktiver Industriestandort für ausländische Unternehmen niederschlägt, bleibt abzuwarten. Für 2026 und 2027 erwartet EECFA Rückgänge von 1,3 % bzw. 0,8 %.

Der kroatische Tiefbau verzeichnete im Berichtsjahr infolge verzögerter Projektstarts einen Rückgang von 2,1 %. Impulse werden künftig von EU-kofinanzierten Projekten in der Pipeline- und Mobilitätsinfrastruktur, insbesondere im Straßen- und Schienenbau, sowie in der Energie- und Wasserinfrastruktur erwartet. Letztere dürfte zusätzlich von staatlichen Investitionen in Höhe von rund € 1 Mrd. in Wasserinfrastruktur und Hochwasserschutz profitieren. Für 2026 wird ein Wachstum von 2,0 %, für 2027 ein leichter Anstieg von 0,3 % prognostiziert.

Weitere Länder und Regionen

Darüber hinaus ist die Gesellschaft auch in Benelux, Großbritannien, Naher Osten, Australien und weiteren sonstigen europäischen Ländern aktiv.

BERICHT ÜBER DIE ZWEIGNIEDERLASSUNGEN

Die Gesellschaft unterhält neben den eingetragenen Zweigniederlassungen im Inland (Graz, Zirl, Linz, Markt St. Martin, St. Pölten, Thalgau, Wien und Klagenfurt) auch ausländische Zweigniederlassungen (Großbritannien, Polen, Ungarn, Kroatien, Rumänien, uvm.).

FINANZIELLE UND NICHTFINANZIELLE LEISTUNGSINDIKATOREN

LEISTUNG

Die Leistung2 der STRABAG AG verteilte sich im Geschäftsjahr 2025 wie folgt:

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 8
20252024
TEURTEUR
Österreich1.954.1671.971.729
Großbritannien405.417584.932
Polen32.57030.789
Deutschland30.94020.825
Tschechische Republik29.48728.658
Ghana20.00021.037
Kroatien18.33927.114
Nordmazedonien14.26155.905
Sonstige Länder je unter TEUR 15.00033.69653.089
2.538.8772.794.078

VERMÖGENS-, FINANZ- UND ERTRAGSLAGE

Das Eigenkapital beträgt TEUR 904.596 (Vorjahr: TEUR 872.180). Bei einem Gesamtkapital von TEUR 3.114.973 (Vorjahr: TEUR 3.083.902) ergibt sich eine Eigenkapitalquote von 29,0 % (Vorjahr: 28,3 %).

Der Betriebserfolg der Gesellschaft beträgt im Geschäftsjahr 2025 TEUR -124.936 (Vorjahr: TEUR -98.720).

Das Finanzergebnis beträgt TEUR 159.742 (Vorjahr: TEUR 119.381).

Als Ergebnis vor Steuern wird ein Betrag von TEUR 34.806 (Vorjahr: TEUR 20.661) ausgewiesen.

Der Bilanzgewinn beläuft sich, nach Berücksichtigung der Steuern und des Gewinnvortrages aus dem Vorjahr, auf TEUR 467.819 (Vorjahr: TEUR 435.403).

2 Leistung laut betrieblicher Erfolgsrechnung (Summe der Schluss- und Teilrechnungen sowie anteilige Arge-Leistung)

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 9
ERTRAGSLAGE20252024
Umsatzerlöse in TEUR2.428.8452.716.629
Ergebnis vor Zinsen und Steuern in TEUR (EBIT)4.125-15.143
Umsatzrentabilität in % (ROS) 30,2n.a.
Eigenkapitalrentabilität in % (ROE)-3,92,4
Gesamtkapitalrentabilität in % (ROI)0,1n.a.

Im Geschäftsjahr entwickelten sich die Umsatzerlöse leicht rückläufig, befinden sich aber weiterhin auf einem hohen Niveau.

Folgende Großprojekte wurden 2025 fertiggestellt und haben maßgeblich zu den Umsatzerlösen beigetragen:

•  Fertigstellung des Wohnbauprojektes "Grünblick" im 2. Wiener Gemeindebezirk. Errichtet wurde eine Wohnhausanlage mit 345 Wohneinheiten, eine Tiefgarage, ein Kindergarten, ein Supermarkt sowie Gewerbeflächen auf insgesamt 50.964 m² Bruttogeschossfläche, Wien; •  Übergabe des Projektes "House of Health Professions" des FH Campus Wien im 11. Wiener Gemeindebezirk. Das Projekt umfasste dabei die Planung und Neuerrichtung des Institutsgebäudes samt 2- geschoßiger Tiefgarage mit ca. 175 Stellplätzen. Das mehrgeschossige Hochschulgebäude (einschließlich Vortragsräumen, Hörsälen, Büros, Festsaal sowie Mensa mit rund 300 Sitzplätzen) wurde auf 37.600 m² Bruttogeschossfläche mit 33.800 m² Nutzfläche realisiert, Wien; •  Fertigstellung des Wohnbauprojektes "Am Langen Felde 37-39, 43" im 22. Wiener Gemeindebezirk. Errichtet wurde eine Wohnhausanlage mit 314 Wohneinheiten, eine Schule, drei Geschäftslokale, ein Wohnheim, ein Pflegeheim sowie eine Seniorenwohngemeinschaft auf 31.179 m² Nutzfläche, Wien; •  Abschluss der Arbeiten am Wohnungsprojekt "Gerasdorfer Straße 105" im 21. Wiener Gemeindebezirk. Errichtet wurde eine Wohnhausanlage mit 328 schlüsselfertigen Wohneinheiten und eine Tiefgarage, Wien; •  Fertigstellung des Projektes "DC Waterline" im 22. Wiener Gemeindebezirk. Das Quartier an der schönen blauen Donau besteht aus einem Bildungscampus, einem Innovationscampus und sogenannten Musicflats. Der Innovationscampus erstreckt sich auf 1.500 m² Bürofläche und auf ein Hotel mit 198 Zimmern. Die Musicflats sind in dieser Form einmalig und verbinden schallisolierte Proberäume mit höchstem Wohnkomfort, Wien; •  Verkehrsfreigabe des Straßenbauprojektes "Sanierung Bundesstraße M-2 / Lepenace - Berane" in Montenegro. Saniert und ausgebaut wurde die Staatsstraße M2 zwischen Lepenac und Berane, wobei das Projekt in drei Teilabschnitten die Sanierung auf einer Gesamtlänge von rund 39,8 km umfasste. Es wurden Straßenbauarbeiten durchgeführt, Fahrbahnmarkierungen angebracht und Verkehrszeichen aufgestellt. Im Bauverlauf wurden sieben Brücken, ein Tunnel und mehrere Stützmauern errichtet und für den Verkehr freigeben, Lepenac-Berane/Montenegro; •  Fertigstellung des Projektes "Trainingszentrum ÖFB Campus" im 22. Wiener Gemeindebezirk. Geplant und errichtet wurde ein Trainingszentrum bestehend aus fünf Fußballspielfeldern, ein Funktionsgebäude mit Lagerraum, ein Kleinstadion inkl. Nebengebäude sowie eine Geschäftsstelle auf 23.126 m² Bruttogeschossfläche und 20.299 m² Nutzfläche, Wien; •  Verkehrsfreigabe des Straßenbauprojektes "S37 St. Veit/Glan (Nord-Süd BA1)" im Bezirk St. Veit an der Glan/Kärnten. Auf ca. 6 km Länge wurden Sicherheitsausbauten errichtet und Instandsetzungsarbeiten an Unterführungsobjekten durchgeführt. Weiters wurden Neubauten von Überführungsobjekten, Lärmschutzwänden und Entwässerungsanlagen fertiggestellt. Zusätzlich wurden bestehende Parkplätze mit modernen WC-Anlagen ausgestattet, St. Veit an der Glan/Kärnten;

•  Übergabe des schlüsselfertigen Projektes "Altanstraße 8, AQ 2.1" im 9. Wiener Gemeindebezirk. Errichtet wurde der Neubau eines Hotels auf einer bereits bestehenden Hochgarage bei gleichzeitiger Garagensanierung. Das Hotel verfügt über 157 Fahrzeugabstellplätze, Wien; Hotelzimmer und die Garage über 658 •  Fertigstellung des Projektes "Planquadrat Helix" in der Stadt Multifunktionsgebäude mit Hotel-, Gewerbe- und Büroflächen, Salzburg; Salzburg. Errichtet wurde ein

3 ROS = EBIT / Umsatzerlöse

4 ROE = Ergebnis vor Steuern / ø Eigenmittel

5 ROI = EBIT / ø Gesamtkapital

Die Anzahl der Projekte, die im Rahmen der Bewertung unfertiger Baustellen miteinbezogen wurden, ist mit 792, im Vergleich zum Vorjahr mit 856, leicht rückläufig. Der Bestand an noch nicht fertig gestellten sowie noch nicht abgerechneten Projekten erhöhte sich dagegen um TEUR 190.607 (Vorjahr: Bestandsveränderung in Höhe von TEUR -7.946). Die bilanzielle Leistung, bestehend aus Umsatzerlösen und Bestandsveränderung der unfertigen Leistungen, liegt mit rund 3,3 % etwas unter der des Vorjahres.

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind im Geschäftsjahr 2025 unter anderem Kursdifferenzen sowie Versicherungsentschädigungen enthalten. Zusätzlich wurden wesentliche Ersatzansprüche in der Folge von Vergleichsverhandlungen bei einem Streitfall geltend gemacht.

Der Materialaufwand in Höhe von TEUR 475.467 ist nahezu auf dem gleichen Niveau wie im Vorjahr mit TEUR 475.076.

Die Aufwendungen für bezogene Leistungen sind von TEUR 1.366.533 in 2024 auf TEUR 1.260.441 in 2025 um rund 8 % zurückgegangen. Wesentliche Position sind dabei unverändert zum Vorjahr die Fremdlöhne bei Großprojekten in Großbritannien. Hier wurde zur Verbesserung der Klarheit und Aussagekraft des Jahresabschlusses die Gliederung der Mietaufwendungen vom Geschäftsjahr 2025 geändert. Daher sind die Vorjahreswerte in dieser Position nicht vergleichbar.

In den Posten Personalaufwand und Abschreibungen finden sich im Jahresvergleich keine nennenswerten Veränderungen oder neue Geschäftsvorfälle.

Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen ist bedingt durch erhöhte Vorsorgen für zukünftige Verbindlichkeiten aus Schadens- und Streitfällen.

In Summe verschlechterte sich der ohnehin negative Betriebserfolg des Vorjahres von TEUR -98.720 auf TEUR -124.936 im Berichtsjahr. Die Entwicklung des Betriebserfolgs wurde dabei durch die etwas geringere bilanzielle Leistung, weitgehend konstante Materialaufwendungen, rückläufige Aufwendungen für bezogene Leistungen sowie durch höhere Personalaufwendungen geprägt. Insbesondere wirkten sich aber die deutlich gestiegenen sonstige betrieblichen Aufwendungen ergebnisbelastend aus.

Die Erträge aus Beteiligungen in Höhe von TEUR 250.789 (Vorjahr: TEUR 233.689) sind im Vergleich zum Vorjahr leicht angestiegen. Auch im Geschäftsjahr 2025 waren außerordentlich hohe Ergebnisübernahmen und Ausschüttungen von Tochtergesellschaften aus dem Ausland zu verzeichnen. Die Erträge aus Beteiligungen aus dem Inland betragen im Berichtsjahr TEUR 73.448 (Vorjahr: TEUR 75.932) und aus dem Ausland TEUR 177.340 (Vorjahr: TEUR 157.757). Wesentliche Ergebnisbeiträge zu den Erträgen aus Beteiligungen aus dem Ausland kommen dabei von Tochtergesellschaften in Ungarn, Polen und Kroatien.

Die Erträge aus dem Abgang bzw. der Zuschreibung von Finanzanlagen haben sich mit TEUR 40.108 im Vergleich zum Vorjahr mit TEUR 92.853 mehr als halbiert. Die fortschreitende Werterholung bei Finanzbeteiligungen fällt im Berichtsjahr deutlich geringer aus als im Vergleichzeitraum des Vorjahres.

Die Aufwendungen aus Finanzanlagen sind von TEUR 242.997 in 2024 auf TEUR 161.902 in 2025 deutlich rückläufig, hier wirkten sich aber Ergebnisbelastungen von Beteiligungen außerhalb Europas, ähnlich dem Vorjahr, weiterhin negativ aus.

Das positive Zinsergebnis reduzierte sich im Vergleich zum Vorjahr von TEUR 35.804 um knapp 14 % auf TEUR 30.680 in 2025. Der Rückgang ist dabei insbesondere auf das höhere Zinsniveau des Vorjahres zurückzuführen, dadurch waren die Zinserträge von Forderungen aus Cash-Clearing im Vorjahr deutlich höher.

In Summe führten die genannten Entwicklungen im Berichtsjahr zu einem äußerst positiven Finanzergebnis von TEUR 159.742 im Vergleich zu TEUR 119.381 des Vorjahres.

Dem positiveren Finanzergebnis steht das im Vergleich zum Vorjahr noch negativere Betriebsergebnis gegenüber. Per Saldo konnte aber eine nennenswerte Verbesserung des Ergebnisses vor Steuern von TEUR 34.806 im Berichtsjahr gegenüber TEUR 20.661 im Vorjahr erreicht werden.

Nach Berücksichtigung der Steuern vom Einkommen und vom

Ertrag in Höhe von TEUR 2.390 (Vorjahr: TEUR -9.632) resultiert im Geschäftsjahr 2025 ein Jahresüberschuss von TEUR 32.416 (Vorjahr: TEUR 11.029).

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 11
VERMÖGENS- UND FINANZLAGE20252024
Nettoverschuldung in TEUR (Net Cash)-383.821-388.880
Nettoumlaufvermögen in TEUR (Working Capital) 7-979.406-887.212
Eigenkapitalquote in % (Equity Ratio)29,028,3
Nettoverschuldungsgrad in % (Gearing)n.a.n.a.

Bedingt durch einen leichten Rückgang der liquiden Mittel reduzierte sich die Net Cash-Position unwesentlich auf einen Saldo von TEUR -383.821 (Vorjahr: TEUR -388.880).

Das Nettoumlaufvermögen (Working Capital) veränderte sich im Vergleich zu 2024 von TEUR -887.212 auf TEUR -979.406 im Berichtsjahr. Diese Entwicklung ist auf die Struktur des kurzfristigen Umlaufvermögens zurückzuführen. Größere Auswirkung hatte dabei auch der Anstieg des kurzfristigen nicht verzinslichen Fremdkapitals.

Das Eigenkapital hat sich im Vergleich zum Vorjahr von TEUR 872.180 auf TEUR 904.596 erhöht. Dementsprechend resultiert daraus ein marginaler Anstieg der Eigenkapitalquote von 28,3 % im Vorjahr auf 29,0 % im Berichtsjahr.

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 11
CASHFLOW920252024
Cashflow aus der Betriebstätigkeit in TEUR10244.428318.967
Cashflow aus der Investitionstätigkeit in TEUR-287.608-214.461
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit in TEUR-6.431-14.909

Der Cashflow aus der Betriebstätigkeit wurde ausgehend vom, im Vergleich zum Vorjahr, deutlich höheren positiven Cashflow aus dem Ergebnis mit TEUR 72.325 (VJ TEUR 1.638), durch folgende wesentliche Positionen geprägt: Rückgang des Bestandes an unfertigen Bauleistungen, Rückgang der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Rückgang der Konzernforderungen und Anstieg der kurzfristigen Rückstellungen, insbesondere für zukünftige Verbindlichkeiten aus Schadens- und Streitfällen. Im Vergleich zum Vorjahr wirkten sich die Anzahlungen von Kunden nicht wesentlich positiv auf den Cash Flow aus, daher resultiert im Berichtsjahr ein deutlich geringerer Cash Flow aus der Betriebstätigkeit.

Der Mittelabfluss im Cashflow aus der Investitionstätigkeit beträgt im Geschäftsjahr 2025 TEUR -287.608 und ist auf Investitionen in das Anlagevermögen in Höhe von TEUR -273.122, sowie die Tilgung der Finanzierungsforderungen von Tochtergesellschaften in Höhe von TEUR -80.220 zurückzuführen. Mittelzuflüsse aus Anlagenabgängen in Höhe von TEUR 65.733 wirkten sich hingegen positiv auf den Cashflow aus der Investitionstätigkeit aus.

Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit in Höhe von TEUR -6.431 ergab sich im Wesentlichen aus bezahlten Zinsen für Konzernfinanzverbindlichkeiten.

6 Nettoverschuldung = Verzinsliches Fremdkapital + langfristige Rückstellungen – liquide Mittel

7 Nettoumlaufvermögen = kurzfristiges Umlaufvermögen – liquide Mittel – kurzfristiges nicht verzinsliches Fremdkapital

8 Gearing = Nettoverschuldung / Eigenmittel

9 Die Forderungen aus Cashpooling werden gemäß AFRAC 36 den Fonds der flüssigen Mittel zugerechnet.

10 Haupttätigkeit der Gesellschaft sind Bauaktivitäten, die Gesellschaft übt aber gleichzeitig eine wesentliche Holdingfunktion aus, daher werden in ¹⁰

Anlehnung an AFRAC 36 Rz 16 Einzahlungen aus dem Finanzergebnis dem Cashflow aus der Betriebstätigkeit zugeordnet.

INVESTITIONEN

Im Geschäftsjahr 2025 wurden Investitionen in Sachanlagen in Höhe von TEUR 59.475 (Vorjahr TEUR 75.683) getätigt.

Die Zugänge bei den Finanzanlagen betrugen im Berichtsjahr TEUR 213.647 (Vorjahr: TEUR 156.720) und standen im Wesentlichen im Zusammenhang mit Zugängen bei den Anteilen an verbundenen Unternehmen, Ausleihungen und Zuschüssen in bestehende Beteiligungen. Unter anderem wurden Beteiligungen in Australien und Polen erworben.

MITARBEITER

Im Geschäftsjahr 2025 zählte die Gesellschaft durchschnittlich 8.565 Mitarbeiter (Vorjahr: 9.156), hiervon 4.741 Arbeiter (Vorjahr: 5.238) und 3.824 Angestellte (Vorjahr: 3.918).

Das Ziel der Gesellschaft ist sowohl die Arbeitsbedingungen zu verbessern als auch die persönlichen Ressourcen am Arbeitsplatz aller Beschäftigten und Führungskräfte zu stärken. Die Gesellschaft hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Gesundheit der Beschäftigten systematisch und gezielt nachhaltig zu fördern und das Betriebliche Gesundheitsmanagement (BGM) zu verankern.

Die Gesundheit und Leistungsfähigkeit unserer Mitarbeiter:innen zu erhalten ist uns ein zentrales Anliegen und für einen langfristigen Unternehmenserfolg unverzichtbar. Gesundheit drückt sich als individuelles Wohlbefinden und subjektiv empfundene Leistungsfähigkeit aus. Das Arbeiten im Baugewerbe wird in der Öffentlichkeit v. a. mit schwerer körperlicher Leistung verbunden. Doch auch die psychische Belastung kann zu einem Thema werden. Im Bausektor sind es v. a. Zeit- und Kostendruck, unerwünschte Unterbrechungen während der Arbeit und überlanges Arbeiten, die als stressfördernde Faktoren bekannt sind. Die Stärkung der psychosozialen Gesundheit durch Stressprävention und -bewältigung ist ein wichtiges Handlungsfeld im Betrieblichen Gesundheitsmanagement (BGM).

Der Vorstand möchte allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Dank und Anerkennung für ihre wertvollen Leistungen im vergangenen Geschäftsjahr aussprechen.

UMWELTPOLITIK

Die Gesellschaft ist bestrebt, neben den ökonomischen Wachstumszielen sowohl ökologische als auch soziale Aspekte zu berücksichtigen. Das Unternehmen fokussiert auf die Weiterentwicklung und Verbesserung der Umweltleistungen, die sich in diversen Bereichen widerspieglen. Neben Investitionen in die Erforschung neuer Technologien, Initiativen rund um nachhaltiges Bauen und Transportieren legt die Gesellschaft großen Wert auf die Reduktion von Emissionen.

Die Klimakrise ist eine der drängensten Herausforderungen unserer Zeit. Die Baubranche trägt nicht nur einen erheblichen Teil zu den globalen Treibhausgasemissionen bei, sondern ist neben dem hohen Energie- und Materialbedarf auch für ein hohes Abfallaufkommen verantwortlich. Als führender Bautechnologiekonzern übernehemen wir die Verantwortung und schaffen Bewusstsein, indem wir einen wirksamen Beitrag zum Klimaschutz und zur Bekämpfung des Klimawandels leisten. 2021 verabschiedete STRABAG daher erstmals eine Nachhaltigkeitsstrategie, die das Ziel der Klimaneutralität für den gesamten Konzern bis 2040 festschreibt. Die eigenen Prozesse werden so gestaltet, dass sie in ihrer Gesamtheit keine negativen Auswirkungen auf das Klima mehr haben sollen. 2040 wollen wir - wie auch unser Heimatmarkt Österreich - klimaneutral sein.

BERICHT ÜBER DIE VORAUSSICHTLICHE ENTWICKLUNG UND DIE RISIKEN DES UNTERNEHMENS

VORAUSSICHTLICHE ENTWICKLUNG DES UNTERNEHMENS

Nachdem die Bauwirtschaft in den EC-19-Ländern 2024 mit einem Minus von 1,7 % ihren Tiefpunkt erreicht hatte, setzte 2025 mit einem moderaten Anstieg von 0,3 % eine erste Erholungsphase ein. Wesentliche Treiber dieser Entwicklung waren die Rückkehr zu moderaten gesamtwirtschaftlichen Wachstumsraten, die schrittweise Senkung der Leitzinsen sowie die Stabilisierung von Lohn-, Energie- und Materialkosten. Unterstützt wird diese Entwicklung zudem durch Fördermaßnahmen auf EU- und nationaler Ebene.

Sektoral betrachtet zeigte sich der Tiefbau 2025 stark und entwickelte sich mit einem Plus von 3,7 % am besten. Der sonstige Hochbau blieb mit einem Plus von 0,2 % stabil, und der Wohnbau musste angesichts des Umfelds mit -1,2 % Einbußen hinnehmen, die jedoch deutlich geringer als im Vorjahr ausfielen (2024: -4,0 %). Die stärksten Zuwächse verzeichnete die irische Bauwirtschaft mit einem Plus von 8,5 %, gefolgt von Spanien mit +4,0 % und Schweden mit +3,5 %. Italien bildete mit -2,7 % das Schlusslicht vor Frankreich und Deutschland (jeweils -1,4 %). Im Jahr 2026 soll sich das Bauwachstum der 19 Euroconstruct-Länder mit +2,4 % weiter erholen. Für 2027 und 2028 werden Anstiege um 2,2 % respektive 1,9 % erwartet. In den zentralund osteuropäischen Kernmärkten der STRABAG SE, Villach, stagnierte die Bauwirtschaft 2025, für 2026 und 2027 werden Anstiege von 1,0 % bzw. 2,0 % prognostiziert.

Der Wohnbau, in dem nach wie vor nahezu die Hälfte der gesamten europäischen Bauleistung erbracht wird, war 2025 mit einem Volumen von € 1.084,1 Mrd. um 1,2 % rückläufig. Die Entwicklung in den einzelnen Staaten und Segmenten verlief dabei sehr unterschiedlich. Während der Neubau in den vergangenen zwei Jahren deutlich zurückging, sorgte das Renovierungssegment – nicht zuletzt aufgrund zahlreicher Initiativen zur energetischen Sanierung und Gebäudedekarbonisierung – insgesamt für eine gewisse Ausgleichswirkung. In absoluten Zahlen erreichte Deutschland vor Frankreich das höchste Bauvolumen im Wohnbau, gefolgt von Italien und Großbritannien. Positives Wachstum verzeichneten unter anderem Irland, Ungarn, Polen, Schweden und Spanien. Am stärksten rückläufig entwickelte sich der Wohnbau in Italien und Deutschland, gefolgt von Frankreich, Österreich und der Slowakei. Euroconstruct sagt für 2026 eine Erholung der Bauleistung um 2,3 % voraus. 2027 soll sich dieser Erholungskurs mit einem Plus von 2,7 % fortsetzen und 2028 mit einer Steigerung von 2,5 % auf rund € 1.167 Mrd. leicht unter dem bisherigen Höchststand aus dem Jahr 2022 zu liegen kommen.

Der sonstige Hochbau – sein Anteil am europäischen Bauvolumen liegt bei rund 30 % –verzeichnete 2025 eine stabile Entwicklung von +0,2 %. Deutschland ist der größte Markt in diesem Segment, gefolgt von Frankreich, Großbritannien und Italien. Die höchsten Zuwächse gab es in Finnland und der Slowakei, gefolgt von Irland und Italien. Am schwächsten entwickelte sich der sonstige Hochbau in Ungarn, den Niederlanden, Schweden und Belgien. Euroconstruct prognostiziert für das Segment im Jahr 2026 eine stärkere Erholung von 1,9 %. Für 2027 und 2028 werden Zuwächse von 1,7 % bzw. 1,1 % erwartet.

Der Tiefbau, der rund 22 % zur europäischen Bauleistung beiträgt, erwies sich 2025 mit einem Plus von 3,7 % als resilientestes Segment. Deutschland ist der größte Tiefbaumarkt, gefolgt von Italien, Großbritannien und Frankreich. Die stärksten Zuwächse gab es in Italien, Schweden, Tschechien und Portugal. Leicht rückläufig bzw. stagnierend entwickelte sich der Tiefbau lediglich in Norwegen und Ungarn. 2026 und 2027 soll die Wachstumsrate im europäischen Tiefbau jeweils bei +3,3 % bzw. +2,1 % liegen, für 2028 wird ein Plus von 1,9 % erwartet.

RISIKOMANAGEMENT

Die Gesellschaft ist in das Risikomanagementsystem der STRABAG SE eingebunden. Die Gesellschaft steht im Rahmen ihrer unternehmerischen Tätigkeit einer Vielzahl von Risiken und Chancen gegenüber. Diese werden durch ein proaktives Risikomanagement systematisch erhoben, bewertet und im Rahmen einer adäquaten Risikomanagementpolitik konsequent und zielorientiert gesteuert. Diese Risikomanagementpolitik ist ein integrierender Bestandteil des Managementsystems und beschreibt festgelegte Prinzipien und Zuständigkeiten für das Risikomanagement sowie den Umgang mit den wesentlichen Risikokategorien.

Risikomanagement ist eine Kernaufgabe des Managements. Die Risikoidentifizierung und Risikobewertung wird von der jeweils zuständigen Managementebene verantwortet. In den Risikosteuerungsprozess eingebunden sind unser Integriertes Managementsystem, unterstützende Zentralbereiche und Konzernstabsbereiche mit technischen, rechtlichen und administrativen Dienst- bzw. Beratungsleistungen und die Interne Revision als neutrale und unabhängige Prüfinstanz. Die Verantwortung für die Umsetzung des projektbezogenen Risikomanagementsystems in den Unternehmensbereichen wurde den kaufmännischen Unternehmensbereichsleitungen übertragen. Der Zentralbereich Projektbezogenes Risikomanagementsystem/ Systementwicklung/Internationale BRVZ-Koordination steuert die kontinuierliche Verbesserung und Weiterentwicklung des Risikomanagementsystems für die Beschaffung und Ausführung von Bauprojekten.

Im Rahmen der konzerninternen Risikoberichterstattung wurden folgende wesentliche Risikokategorien definiert.

EXTERNE RISIKEN

Die gesamte Bauindustrie ist zyklischen Schwankungen unterworfen und reagiert regional und nach Sektoren unterschiedlich stark. Die allgemeine wirtschaftliche Entwicklung, die Entwicklung der Baumärkte, die Wettbewerbssituation, aber auch die Verhältnisse auf den Kapitalmärkten und die technologischen Veränderungen am Bau können zum Entstehen von Risiken führen. Diese Risiken werden von den zentralen Fachbereichen und den operativen Einheiten kontinuierlich beobachtet und überwacht. Veränderungen bei den externen Risiken führen zu Anpassungen in der Organisation, in der Marktpräsenz und in der Angebotspalette sowie zur Adaptierung der strategischen bzw. operativen Planung.

BETRIEBLICHE UND TECHNISCHE RISIKEN

Hierzu zählen in erster Linie die komplexen Risiken rund um Auftragsauswahl und Auftragsabwicklung mit den je Bauvorhaben zu beurteilenden technischen Risiken, wie z. B. Baugrund, Geologie, Bauverfahren, Technologie, Baumaterialien, Geräte, Planung, Arbeitsvorbereitung etc. Integrierender Bestandteil des projektbezogenen Risikomanagementsystems sind konzernweit gültige Mindeststandards für die Beschaffung und Ausführung von Bauprojekten (Common Project Standards). Darin enthalten sind klar definierte Kriterien für die Beurteilung neuer Projekte, ein standardisierter Prozess für die Erstellung und Abgabe von Angeboten sowie integrierte interne Kontrollsysteme, die als Filter dienen, um Verlustprojekte zu vermeiden. Zustimmungspflichtige Geschäftsfälle werden entsprechend den internen Geschäftsordnungen analysiert und genehmigt.

Abhängig vom Risikoprofil müssen Angebote durch interne Kommissionen analysiert und auf technische wie wirtschaftliche Plausibilität geprüft werden. Als Ansprechpersonen für die Beurteilung technischer Risiken sowie zur Erarbeitung von innovativen Lösungsansätzen zu technischen Problemstellungen stehen dem Baubzw. Projektteam Expert:innen der Zentralbereiche BMTI, TPA, ZT und SID beratend zur Verfügung. Die Auftragsabwicklung wird vom Bau- bzw. Projektteam vor Ort gemäß dokumentierten Verfahren gesteuert und darüber hinaus durch monatliche Soll-Ist-Vergleiche kontrolliert. Parallel dazu erfolgt eine permanente kaufmännische Begleitung des Projekts durch das zentrale Controlling. Damit wird gewährleistet, dass die Risiken einzelner Projekte keinen bestandsgefährdenden Einfluss gewinnen.

FINANZWIRTSCHAFTLICHE RISIKEN

Hierunter versteht die Gesellschaft Risiken im Finanz- und Rechnungswesen einschließlich von Manipulationsvorgängen. Besonderes Augenmerk gilt dabei dem Liquiditäts- und Forderungsmanagement, das durch laufende Finanzplanung und tägliche Statusberichte gesichert wird. Die Einhaltung der internen kaufmännischen Richtlinien wird durch die zentralen Fachbereiche Rechnungswesen und Controlling sichergestellt, die ferner das interne Berichtswesen und den periodischen Planungsprozess verantworten. Risiken aus eventuellen Manipulationsvorgängen (Vorteilnahme, Betrug, Täuschung und sonstige Gesetzesverstöße) werden von den zentralen Bereichen im Allgemeinen und der Internen Revision im Besonderen verfolgt.

ETHNISCHE RISIKEN

Da Korruption und wettbewerbsbeschränkende Verhaltensweisen Risiken in der Bauwirtschaft darstellen, wurden bei STRABAG bewährte Instrumente zu ihrer Bekämpfung implementiert. Die Regeln in Bezug auf korrektes Verhalten im Geschäftsalltag werden über das STRABAG Ethik Business Compliance-System transportiert. Diese haben konzernweite Gültigkeit. Das Business Compliance-Modell von STRABAG stützt sich auf das Business Compliance Management-System (BCMS) mit ergänzenden Geschäftsanweisungen und den Code of Conduct. Die Umsetzung erfolgt durch den Chief Compliance Officer, die Business Compliance Officers sowie die internen Ombudsleute und die STRABAG Online-Hinweisgeberplattform.

PERSONALRISIKEN

Wesentlichen Personalrisiken wie Engpässen bei der Personalbeschaffung, Fachkräftemangel, Fluktuation sowie arbeitsrechtlichen Risiken wird mit einer strategischen Personalverwaltung, einer nachhaltigen, bedarfsorientierten Personalentwicklung und einer zentralen Personalverwaltung gegengesteuert. Durch gezieltes Recruiting qualifizierter Fach- und Führungskräfte, umfassende Weiterbildungsmaßnahmen, eine leistungsgerechte Vergütung mit verbindlicher Einhaltung arbeitsrechtlicher Vorgaben und eine frühzeitige Nachfolgeplanung sollen Personalrisiken weitgehend reduziert werden. Darüber hinaus wird die Entwicklungsund Karriereplanung der Mitarbeiter:innen über ein systematisches Potenzialmanagement gefördert. Ergänzende Initiativen zur betrieblichen Förderung der Gesundheit der Mitarbeiter:innen sowie Verbesserungen der Arbeitsbedingungen und der Mitarbeiterzufriedenheit sollen zu Attraktivität und Ansehen des Unternehmens beitragen.

IT-RISIKEN

Aufgrund zunehmender Bedrohungen durch IT-Risiken werden verschiedene Maßnahmen in Form von mehrstufigen Sicherheits- und Antivirenkonzepten, der Vergabe von Zugriffsrechten, Zugangskontrollsystemen mit Passwort-Policy, zweckmäßigen Datensicherungen und einer unabhängigen Energieversorgung umgesetzt. Darüber hinaus arbeitet der Konzern zur effizienten Abwehr von Cyberkriminalität mit professionellen Spezialdienstleistungsunternehmen zusammen und überprüft die Sicherheitskonzepte kontinuierlich. Die Vorgabe von Richtlinien zur Nutzung der Informationstechnologie sowie die wiederholte Aufklärung betreffend den erforderlichen risikobewussten Umgang mit Informations- und Kommunikationsmedien sollen die Sicherheit, Verfügbarkeit, Performance und Compliance von IT-Systemen gewährleisten. Projektideen zur Verbesserung und Weiterentwicklung IT-bezogener Prozesse und Kontrollsysteme werden durch Zusammenarbeit der Zentralbereiche SID und BRVZ-Informationstechnologie evaluiert und aufbereitet.

RECHTLICHE RISIKEN

Der Zentralbereich CML Construction Services unterstützt das Risikomanagement der operativen Einheiten durch bauwirtschaftliche bzw. baubetriebliche Betreuung in allen Projektphasen (Contract Management) sowie juristische Beratung bzw. deren Organisation und Koordination (Legal Services). Zu den wesentlichen Aufgaben zählen dabei die umfassende Prüfung und Beratung bei der Projektakquisition - u. a. Analyse und Klärung von Ausschreibungsbedingungen, Leistungsbeschreibungen, vorvertraglichen Vereinbarungen, Vergabeunterlagen, Vertragsentwürfen und Rahmenbedingungen – sowie die Unterstützung bei der Projektabwicklung.

Die Überprüfung der gegenwärtigen Risikosituation ergab, dass keine den Fortbestand des Unternehmens gefährdenden Risiken bestehen bzw. solche auch nicht erkennbar sind.

BERICHT ÜBER FORSCHUNG & ENTWICKLUNG

Neben Forschungsprojekten von zentralen, konzerninternen Einheiten erfolgt die Forschungs- und Entwicklungstätigkeit im Rahmen des Geschäftsbetriebes. Dort ergeben sich oft während der Tätigkeit neue Herausforderungen bzw. konkrete Fragestellungen, die vor Ort ein technologisch neues Verfahren oder eine innovative Lösung erfordern und in der Folge zu Aufwendungen für Forschung und Entwicklung führen.

Spittal an der Drau, am 31. März 2026

Der Vorstand:

STRABAG AG, Spittal an der Drau

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 17
Stefan BabschMarkus Engerth
Dipl.-Ing.|() Moritz FreybornMag. Dr. Norbert Hofmann
Dipl.Ing. (FH) Patrick HopfgartnerGerald Kienast
Mag. Herbert KrutinaLeopold Leonhartsberger
Mag. Matthias LoimayrFranz Redl
Dipl.Ing. (FH) Christian SadlederDipl.-Ing. Gerhard Urschitz
Mag. Gerald ZanglMag. Wolfgang Zechmeister

Spittal an der Drau, am 31. Mărz 2026

Der Vorstand:

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 18
STRABAG AG,
Spittal an der Drau
Stefan BabschMarkus Engerth
Dipl.-Ing. (FH) Moritz FreybornMag. Dr. Norbert Hofmann
Dipl.Ing. (FH) Patrick HopfgartnerGerald Kienast
n
Mag. Herbert KrutinaLeopold Leonhartsberger
Mag. Matthias LoimayrFranz Redl
Dipl.Ing. (FH) Christian SadlederDipl.-Ing. Gerhard Urschitz
Mag. Gerald ZanglMag. Wolfgang Zechmeister

Spittal an der Drau, am 31. März 2026

Der Vorstand:

STRABAG AG, Spittal an der Drau

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 19
Stefan BabschMarkus Engérth
Dipl.-Ing. (FH) Moritz FreybornMag. Dr. Norbèrt' Hofmann
DiartnerGérald Kienast
fes eorl
Mag. Herbert Krutinaeopold Leenhartsberger
Mag. Matthjas LoimayrFranz Redi
o
Dipl.Ing. (FH) Christian SadlederDipl.-Ing. Gerhard Urschitz
Mag. Gerald ZnglMag. Wolfgang Zechmeister

Spittal an der Drau, am 31. März 2026

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 20
Der Vorstand:
STRABAG AG,
Spittal an der Drau
Markus Engeth Stefan Babsch
Mag. Dr. Norbert Hofmann Dipl.-Ing. (FH) Moritz Freybon
Irur
Gérald Kienast Dipl.Ing. (FH) Patrick Hopfgartner
fes
Leopold Leanhartsberger Mag. Herbert Krutina
Mag. Matthjas Loimayr Franz Redi
Dipl.-Ing. Gerhard Urschitz Dipl.Ing. (FH) Christian Sadleder
Mag. Gerald Lang Mag. Wolfgang Zechmeister

Wir verwenden Cookies, um grundlegende Funktionen der Plattform sicherzustellen und anonymisierte Nutzungsstatistiken zu erfassen. Durch einen Klick auf "Akzeptieren" stimmst du der Verwendung dieser Cookies zu.