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Lagebericht 2025

"Rainer" Kraftfahrzeughandels GmbH

Original-PDF

Stichtag 31. Dez. 2025 · Eingereicht am 03. Aug. 2026

Inhaltsverzeichnis

Rainer Kraftfahrzeughandels GmbH

Geschäftsverlauf und Lage des Unternehmens:

Die Rainer Kraftfahrzeughandels GmbH zählt seit mehr als 66 Jahren zu den größten familiengeführten Automobilbetrieben in Österreich. Mit der Neuwagenmarke Mazda und den Neumotorradmarken Yamaha sowie, seit 1.1.2022, Vespa/Piaggio stellt Rainer eine einzigartige Kombination dar, die sich schon seit vielen Jahren bewährt. Der Schwerpunkt der Tätigkeit liegt im Handel mit Neufahrzeugen der Marken Mazda und Yamaha/Vespa/Piaggio sowie gebrauchten Kraftfahrzeugen aller Marken. Als Dienstleistungen bietet Rainer Reparatur-, Service-, Wartungs-, Spengler- und Lackierarbeiten in der hauseigenen Werkstatt an. Weiters den damit verbundenen Handel mit Mazda-und Yamaha/Vespa/Piaggio-Ersatzteilen, Ölen und Reifen. Ein weiteres Betätigungsfeld ist die Vermietung von Immobilien/Werkstätten/Werbetafeln sowie die Fahrzeugvermietung an End- und Firmenkunden. Darüber hinaus ist das Unternehmen als Werbemittler und als Versicherungsmakler tätig.

Der Verlauf der Geschäftstätigkeit im betrachteten Zeitraum entwickelte sich insgesamt positiv. Angesicht der angespannten globalen Marktlage erwiesen sich sowohl Kapazitätsauslastung als auch Vertriebsleitung des Unternehmens als stabil.

Im Berichtszeitraum wirkte sich das Fehlen des Volumenmodells Mazda CX-5 infolge der Modellneuauflage dämpfend auf den Gesamtabsatz aus. Gleichzeitig konnte mit der Markteinführung des Elektrofahrzeugs Mazda 6e ein positiver Impuls gesetzt werden. Die Nachfrage entwickelte sich hierbei erfreulich dynamisch und übertraf die ursprünglichen Absatzprognosen, wodurch ein Teil der rückläufigen Entwicklung kompensiert werden konnte.

Die Automobilbranche in Österreich, wie auch weltweit, steht vor bedeutenden Veränderungen, insbesondere im Hinblick auf Verbrennungsmotoren und die zunehmende Verschiebung hin zur Elektromobilität, sowie neuen Technologien die immer weiter fortschreiten.

Der Jahresgewinn nach Steuern beträgt im Geschäftsjahr 2025 EUR 475.782,57 (Vj. EUR 882.615).

Der Neuwagen-, Gebrauchtwagen-, Werkstätten- und Ersatzteil-Umsatz erreichte im Jahr 2025 EUR 28.033.069,73

(Vj. EUR 27.478.751).

Investitionen wurden im Berichtsjahr im Ausmaß von EUR 53.512,96 (Vj. EUR 37.404) getätigt. Es wurden Maschinen im Wert von EUR 0,00 (Vj. EUR 13.653) und Betriebs- und Geschäftsausstattung im Wert von EUR 53.512,96 (Vj.

EUR 23.750) angeschafft.

Risiken und Risikomanagement:

Wesentliche Risiken:

Zu den wesentlichen Risiken gehören die Rechtsunsicherheit hinsichtlich des Verbrennerverbots, die allgemeine wirtschaftliche Entwicklung und der damit verbundene Kaufkraftverlust sowie der demographische Wandel.

Risikomanagement:

Unser Umgang mit Risiken ist ein wesentliches Element unseres unternehmerischen Handelns und stellt eine Voraussetzung für den Unternehmenserfolg dar.

Das Risikomanagementsystem wird von uns als Subsystem der Unternehmensführung angesehen, das entscheidungsrelevante Risiken und Risikopotentiale erfasst, misst und steuert, sowie das Gesamtunternehmensrisiko und Unternehmensteilrisiken überwacht.

Ziel des Risikomanagements ist es, durch frühzeitiges Erkennen der Risiken rechtzeitig Handlungsspielräume zu schaffen, um das Vermögen des Unternehmens sowie zukünftige Erfolgspotentiale zu sichern.

Dies hat seine Auswirkung sowohl im strategischen als auch im operativen Risikomanagement.

Exogene und endogene Risiken:

Exogene:

Die Rechtsunsicherheit hinsichtlich Verbrennerverbots führt zur Verunsicherung von Kunden. Zur Diversifizierung der Produktpalette ist seit April 2025 der Mazda 6e als erstes vollelektrisches Modell im Vorverkauf erhältlich. Darüber hinaus hat Mazda mit dem CX-6e seinen ersten vollelektrischen SUV für Mitte 2026 angekündigt. Wir sehen uns damit für die weitere Entwicklung gut vorbereitet.

Endogen:

Auch in unserem Unternehmen gibt es in den nächsten Jahren vermehrt Pensionierungen, welche durch den Fachkräftemangel nur schwer nachbesetzt werden können. Wir sind zuversichtlich, dies mit der langjährigen Ausbildung von Lehrlingen für die Zukunft kompensieren zu können.

Marktrisiko und Länderrisiken:

Das wesentlichste Risiko liegt in der Branche selbst. Der Kfz-Handel der Rainer Kraftfahrzeughandels GmbH welcher auf die Marke Mazda und am Motorradsektor auf die Marken Yamaha/ Vespa/ Piaggio aufgebaut ist, lebt zyklusmäßig von neuartigen Produkten. Nur durch verfehlte Produktionspolitik des Automarkenherstellers Mazda oder der Motorradhersteller Yamaha und Vespa/Piaggio könnte es kurzfristig zu geänderten Umsatzkonstellationen kommen. Das ist aber sehr unwahrscheinlich.

Beschaffungs- und Absatzrisiken:

Die KFZ-Branche steht aktuell vor mehreren strukturellen Herausforderungen. In den vergangenen Jahren wurde der Individualverkehr politisch zunehmend eingeschränkt. So wird etwa in Wien das Radwegenetz deutlich ausgebaut, wodurch Stellplätze für Kraftfahrzeuge reduziert werden. Gleichzeitig wurde das Parkpickerl flächendeckend eingeführt. Alternative Mobilitätsformen wie Fahrräder und Lastenfahrräder werden regulatorisch begünstigt.

Diese Entwicklungen wirken sich nachteilig auf den Fahrzeughandel aus. Zusätzlich sorgen die regulatorischen Vorgaben der EU, insbesondere im Zusammenhang mit dem geplanten Ausstieg aus Verbrennungsmotoren, für weitere Unsicherheiten im Markt.

Zur Diversifizierung des Produktportfolios haben wir Anfang 2026 eine Händlervereinbarung mit der Toyota Austria GmbH abgeschlossen (s. auch Vorschau auf das Jahr 2026). Diese trägt wesentlich zur Reduktion der Beschaffungsund Absatzrisiken bei.

Produkthaftungs- und Gewährleistungsrisiken:

Eventuelle Produkthaftungsrisiken trägt nicht die Rainer Kraftfahrzeughandels GmbH, sondern die Hersteller. Diese

Risiken sind somit für die Rainer Kraftfahrzeughandels GmbH zur Gänze auszuschließen.

Gewährleistungsrisiken sind ebenfalls als sehr gering einzustufen und allenfallsdurch Versicherungen oder aber größtenteils durch Leistungen der Importeure gedeckt.

Finanzrisiken:

Das Risiko im Hinblick auf Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung ist nicht gegeben, da bis dato in allen Wirtschaftsjahren der letzten 66 Jahre Gewinne erzielt wurden. Es besteht daher eine Eigenkapitaldecke von derzeit EUR 20.948.150,29 (Vj. EUR 22.472.368) bei einem Fremdkapital von EUR 19.620.398,79 (Vj. EUR 15.074.183). Die Eigenkapitalquote sank im Berichtsjahr auf 51,64% (Vj. 59,80%).

Das Unternehmen ist ausreichend und gut finanziert und hat breit gestreute finanzielle Standbeine. Derzeitige Fremdfinanzierungsquote: 48,36% (Vj. 40,20%).

Außerdem hält Rainer Grundstücke und Gebäude zu Anschaffungswerten im Eigentum in Höhe von EUR 5.922.932,13 (Vj. EUR 6.033.627). Derzeitiger Buchwert EUR 2.960.040,78 (Vj. EUR 3.028.652).

Zum 31.12.2025 bestand gegenüber der Rainer Realitätenvermittlungs-, Hausverwaltungs- und Wirtschaftsgüterverwertungs GmbH eine Cash-Pooling-Forderung in Höhe von EUR 28.881.764,08. Daraus ergibt sich ein Ausfallsrisiko, das aufgrund der Höhe der Forderung als wesentlich eingestuft wird. Die Geschäftsführung beurteilt die wirtschaftliche Werthaltigkeit dieser Forderung weiterhin als gegeben. Zur Begrenzung des Ausfallrisikos wurden die Forderungen durch eine stille Forderungsverpfändung besichert, die Cash-Pooling-Vereinbarungen risikoadäquat angepasst sowie weitere Maßnahmen zur Stärkung der Liquidität der Schuldnerin eingeleitet.

Darüber hinaus konnten im ersten Halbjahr 2026 konzerninterne Forderungen der Rainer Realitätenvermittlungs-, Hausverwaltungs- und Wirtschaftsgüterverwertungs GmbH in Höhe von rund EUR 6,8 Mio. abgebaut werden. Dies wird von der Geschäftsführung als positiver Nachweis für die Fähigkeit zur Reduktion bestehender Verbindlichkeiten und zur nachhaltigen Verbesserung der Liquiditätssituation gewertet.

Die eingeleiteten Maßnahmen werden laufend überwacht und hinsichtlich ihrer Wirksamkeit regelmäßig überprüft. Nach Einschätzung der Geschäftsführung ist das bestehende Ausfallrisiko durch die gesetzten Maßnahmen wesentlich reduziert.

Rechtsrisiken:

Es bestehen keine wesentlichen Risiken aus Rechtsstreitigkeiten welche besondere Auswirkungen auf die finanzielle Lage des Unternehmens haben könnten. Die Risiken aus Rechtsstreitigkeiten werden durch laufenden Kontakt mit unseren Rechtsvertretern minimiert. Des Weiteren mindern bestehende Versicherungsverträge eventuelle Schadensfälle und verbleibende Haftungsrisiken.

Managementrísiken:

In laufenden Meetings der Geschäftsführung unter Einbeziehung von Verkauf, Afters-Sales, Marketing, Administration und Controlling werden die aktuellen Daten und Strategien analysiert und auch in Hinblick auf bestehende Risiken geprüft. Daraus leitet sich ein aktuelles Berichtswesen ab.

Finanzielle Leistungsindikatoren

Die Eigenkapitalrentabilität beträgt im Jahr 2025 2,24% (Vj, 4,01%).

Die Gesamtkapitalrentabilität liegt im Jahr 2025 bei 1,15% (Vj, 2,22%).

Das Nettoumlaufvermögen (Working Capital) im Jahr 2025 beträgt EUR 22.121.756,84 (Vj. EUR 23.797.119).

Das Working-Capital Ratio im Jahr 2025 beträgt rd. 270% (Vj. 389%) und ist somit als sehr gut einzuschätzen.

Gesamtbeurteilung:

Die im Rahmen des Risikomanagements identifizierten Risiken werden durch gezielte unternehmensspezifische Maßnahmen gesteuert und kontrolliert, so dass derzeit keine bestandsgefährdenden Restrisiken erkennbar sind.

Zweigniederlassungen:

Keine.

Forschung und Entwicklung:

Das Unternehmen ist im Bereich Forschung und Entwicklung nicht tätig,

Prognosebericht:

Vorschau auf das Jahr 2026 Zu Beginn des Jahres 2026 wurde eine Händlervereinbarung mit der Toyota Austria GmbH abgeschlossen, Toyota ist weltweit der größte Fahrzeug-Hersteller und genießt in seinen Produktsegmenten ein hohes Ansehen. Damit erweitert die RAINER Kraftfahrzeughandels GmbH ihr Portfolio um den Vertrieb von PKW und leichten Nutzfahrzeugen dieser Marke sowie um den Betrieb einer autorisierten Toyota Vertragswerkstätte und Spenglerei. Insbesondere im Bereich der gewerblichen Mobilität ergibt sich daraus eine sinnvolle Ergänzung des bestehenden Angebots. Eine wesentliche Rolle spielt dabei auch die starke Position von Toyota im Taxisegment, welche zusätzliches Absatzpotential mit sich bringt. Insgesamt erwarten wir, dass diese Partnerschaft mittelfristig zu einer spürbaren Ausweitung der Erlöse beiträgt.

Für 2026 haben wir den Herstellern ein Verkaufsziel von 400 Mazda Neufahrzeugen, 300 Toyota Neufahrzeugen, 700 Yamaha Neumotorräder, 350 Vespa/Piaggio-Roller und 800 Gebrauchtfahrzeugen vereinbart. Im Aftersalesbereich haben wir eine 10%-ige Steigerung der verkauften externen Arbeitsstunden geplant, Im März erfolgte seitens Mazda die Markteinführung der neuen Generation des Mazda CX-5. Bereits das Vorgängermodell stellte das volumenstärkste Fahrzeug dar, sodass davon ausgegangen werden kann, dass auch die aktuelle Version an diese Erfolge anknüpfen wird. Ergänzend dazu ist für den Sommer 2026 der Verkaufsstart des ersten vollelektrischen SUV, des Mazda CX-6e, Vorgesehen. Vor dem Hintergrund der positiven Marktentwicklung der Limousine Mazda 6e rechnen wir auch für dieses Modell mit einer starken Nachfrage und entsprechend hohen Absatzzahlen.

Gestützt durch die um Toyota erweiterte Markenpartnerschaft, die neuen Modelle sowie die positiven Nachfragerwartungen wird das Geschäftsjahr 2026 insgesamt eine stabile Entwicklung mit Wachstum bei Absatz und Umsatz erwartet.

Wien, am 1.7.26 in by

KommR Gabriela JEMBERGER

mm R. Prof. B

Maximilian LEMBERGER

Stephaцie ERNST, MMBA MSC

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