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Lagebericht 2025

pewag Schneeketten GmbH

Original-PDF

Stichtag 31. Dez. 2025 · Eingereicht am 23. Sep. 2026

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis

1 Allgemeines 2 2 Bericht über das abgelaufene Geschäftsjahr 3 2.1 Allgemein 3 3 2.2 Ertragslage 2.3 Finanzlage 4 2.4 Vermögenslage 5 3 Bericht über das laufende Geschäftsjahr 5 5 3.1 Geschäftsentwicklung 3.2 Tochterunternehmen 5 3.3 Ertragslage – Prognoserechnung 6 3.4 Risikobericht 6 4 Sonstige Angaben 6 6 4.1 Forschung und Entwicklung 4.2 Umwelt 6 4.3 Mitarbeiter 7 4.4 Internes Kontrollsystem 7

Der vorliegende Lagebericht umfasst eine Beurteilung der Lage des berichtenden Unternehmens, in geringem Umfang auch unter Berücksichtigung der anderen zum pewag Schneeketten Konzern gehörenden Unternehmen, und erörtert auch wesentliche Entwicklungen des Unternehmens, die erst nach dem Bilanzstichtag eingetreten sind.

1 Allgemeines

Die Geschichte der pewag group reicht bis ins 15. Jahrhundert zurück und ist damit jene des ältesten Kettenherstellers weltweit. Seit 1912 sind Schnee- und Traktionsketten ein wesentlicher Teil des Produktprogramms. Über Jahrzehnte hinweg standen PKW-Schneeketten im Zentrum der Endkundenwerbung – pewag ist daher bis heute untrennbar mit der Schneekette verbunden. Die Gruppe setzt mit ihrer technologischen Stärke regelmäßig neue Maßstäbe im Markt der Schnee- und Traktionsketten.

Der Schneeketten-Konzern entstand 2005 durch die Abspaltung der pewag group als eigenständige Einheit. In der Folge wurden durch die Konzernmuttergesellschaft internationale Vertriebsniederlassungen gegründet, die gemeinsam mit der berichtenden Gesellschaft und deren Tochterunternehmen – etwa der Retězárna Česká Třebová s.r.o. (vormals pewag Snow Chains s.r.o.) – sowie der im Jahr 2015 erworbenen König-Gruppe den stetig wachsenden Schneeketten-Konzern der pewag group bilden.

Zum dritten Mal in Folge war der Winter 2024/2025 von zu geringen Niederschlagsmengen, überdurchschnittlichen Temperaturen und damit unterdurchschnittlichem Schneefall geprägt. Dadurch verlief auch der Start ins Geschäftsjahr 2025 schwach. In der Folge blieben die Lagerstände bei Großhändlern und Händlern am Ende der Wintersaison zu hoch, was sich negativ auf Vorsaisonbestellungen auswirkte und zu einem erneut unterdurchschnittlichen Vorsaisongeschäft führte.

Der Krieg in der Ukraine, der sich 2025 bereits im dritten Jahr befindet, beeinflusst das Geschäft weiterhin erheblich. Die für uns wichtigen Volkswirtschaften in West-Europa und Nordamerika zeigen ein sehr geringes Wachstum sowie eine relativ hohe Inflation, was zu einem schwachen Investitions- und Konsumverhalten führt. Die weltweit gestiegenen Sicherheitsbedürfnisse haben jedoch dazu beigetragen, dass der Absatz von Gleitschutzketten – überwiegend für radgetriebene zivile Armeefahrzeuge – in der EU und den USA erneut gesteigert werden konnte. Diese Zuwächse reichten jedoch nicht aus, um die schwache Vorsaison vollständig zu kompensieren.

Der Bereich Traktionssysteme für Forstmaschinen blieb 2025 stabil. Eine wachsende Nachfrage war im Markt nicht zu beobachten, da die größten Forstmaschinenhersteller weiterhin eine vorsichtige Nachfrage seitens der Forstbetriebe verzeichneten – sowohl bei Harvestern als auch bei Forwardern. Entsprechend zeigte sich keine Erholung der Nachfrage nach Traktionsketten, insbesondere auf dem europäischen Markt, auf dem die Produktion in Brückl erfolgt.

Insgesamt schnitt der Bereich „Teile und Zubehör“ im Geschäftsjahr 2025 im Konzernvergleich am schlechtesten ab (im österreichischen Markt hingegen deutlich besser). Dicht dahinter Lagebericht 2025 der pewag Schneeketten GmbH Seite 2 von 7

folgte der Verkaufsbereich LKW-Schneeketten (im Inland deutlich schlechter, im Export wesentlich besser). Auch die PKW-Schneeketten blieben hinter dem Vorjahr zurück. Der Bereich Forstketten und Forstbänder konnte sich im Vergleich zu 2024 leicht verbessern – sowohl im Heimmarkt als auch im Export. Die 2025 eingeführten digitalen Absperrketten für Fahrräder und E-Bikes wurden zwar vom Markt positiv aufgenommen, blieben jedoch hinter den Erwartungen, hauptsächlich weil der Verkaufsstart erst im Mai erfolgte, als die Saison bereits in vollem Gange war. In Summe verzeichneten wir den größten Umsatzrückgang in Osterreich.

Meteorologisch betrachtet hat sich die Lage im Verlauf des Jahres 2025 kaum verbessert. Trotz einzelner Kälteperioden blieb der Winter 2025/2026 in Europa insgesamt trocken und mit sehr geringen Niederschlagsmengen versehen, wodurch sich die Nachfrage nach Traktionssystemen nicht erholen konnte. Erst ab Mitte Januar 2026 führte eine über Europa ziehende Kaltfront zu teilweise starkem Schneefall.

2 Bericht über das abgelaufene Geschäftsjahr

2.1 Allgemein

Die Inflation in Osterreich hat sich 2025 zwar etwas reduziert, belastet die Kostensituation des Unternehmens jedoch weiterhin erheblich. Besonders die stetig steigenden Personalkosten infolge jährlicher kollektivvertraglicher Erhöhungen stellen eine große Herausforderung dar. Trotz kontinuierlich umgesetzter Produktivitätsmaßnahmen und Preisanpassungen im Verkauf wirkt sich dies negativ auf das Betriebsergebnis aus.

2.2 Ertragslage

Wie bereits dargelegt, war der Geschäftsverlauf im abgelaufenen Jahr durch verschiedene externe Einflüsse belastet und blieb insgesamt hinter den Erwartungen zurück. Die Ergebnisse fielen im Vergleich zum Vorjahr rückläufig aus (Beträge in T€).

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 3
20252024
Umsatz24.44728.054
EBITDA2.0184.094
EBIT1.3253.410
Ergebnis vor Steuern8543.018

Die folgenden Kennzahlen zeigen die Entwicklung des abgelaufenen Jahres:

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 4
20252024
EBITDA-Marge8,3%14,6%
EBIT-Marge5,4%12,2%
ROE3,8%13,9%

2.3 Finanzlage

Die Guthaben bei Banken betrugen zum Bilanzstichtag rund T€ 21. Die im Jahr 2022 für die Akquisition der US Unternehmen Wallingfords Inc. und Babac Inc. bzw. für die Errichtung eines Wasserkraftwerkes eingerichteten Finanzierungen wurden planmäßig getilgt.

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 4
20252024
Bankverbindlichkeiten5.3546.298
Summe5.3546.298

Die folgende Tabelle zeigt die Entwicklung der gesamten Verbindlichkeiten. Unter Berücksichtigung der Bankguthaben weist die berichtende Gesellschaft zum Bilanzstichtag eine stabile Nettoverbindlichkeitssituation auf (Beträge in T€).

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 4
20252024
Bankguthaben2134
Cash-Pooling-3.090-2.121
Bankverbindlichkeiten-5.354-6.298
Verbindlichkeiten aus L&L-3.179-879
sonstige Verbindlichkeiten-884-3.065
Netto Verbindlichkeiten-12.486-12.329

2.4 Vermögenslage

Die Konzernstrategie sieht vor, die Eigenkapitalquote der Konzernunternehmen bei rund 50 % zu halten. Die Eigenkapitalquote der berichtenden Gesellschaft liegt mit 59,8 % deutlich über diesem Zielwert.

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 5
20252024
Eigenkapitalquote59,8%58,2%

3 Bericht über das laufende Geschäftsjahr

3.1 Geschäftsentwicklung

Trotz des sehr milden Winters 2025/26 gestaltet sich die Geschäftserwartung für das laufende Jahr etwas zuversichtlicher. Mit Januar 2026 setzte im Norden, Nordwesten und Alpenraum der Winter ein, und die damit verbundenen Schneefälle belebten das Schneekettengeschäft spürbar. Die Nachfrage im Segment der militärischen Gleitschutzketten entwickelt sich weiterhin sehr positiv.

3.2 Tochterunternehmen

Unsere tschechische Tochtergesellschaft wird aufgrund der besseren Abverkäufe zu Jahresbeginn im laufenden Jahr eine etwas höhere Produktionsauslastung bei PKW-Ketten verzeichnen. Der weltweite Forstmarkt bleibt volatil, weshalb wir insgesamt von einer stabilen Auslastung im Bereich Forstprodukte ausgehen.

Ein neues Geschäftsfeld stellen die Absperrketten für Fahrräder und E-Bikes dar. Um die Abhängigkeit vom Wintergeschäft zu reduzieren, haben wir in Osterreich ein innovatives digitales Kettenschloss entwickelt. Obwohl es ein völlig neues Segment innerhalb des Konzerns darstellt, sind wir zuversichtlich, dass wir uns damit strategisch breiter aufstellen und die Ertragslage mittelfristig verbessern können. Die Produktion erfolgt in Tschechien. Wir erwarten im Vergleich zu 2025 einen deutlich höheren Produktionsoutput.

3.3 Ertragslage – Prognoserechnung

Nachdem das Budget für 2026/27 erst Mitte April fixiert wird, werden die daraus abgeleiteten EBIT-Kennzahlen per Ende April bekannt sein.

3.4 Risikobericht

Wertberichtigungen für das Kundenforderungsrisiko sind nach dem Vorsichtsprinzip angesetzt worden, dennoch aber im Vergleich zu den gesamten Forderungen niedrig. Dies ist vor allem darin begründet, dass die Gesellschaft bereits seit langem ein strenges Risikomanagement im Debitorenbereich eingeführt hat und dies auch weiterhin pflegt. Darüber hinaus bestehen für Teilbereiche auch Versicherungen.

Weitere Risiken in den Bereichen Liquidität, Forderungsausfälle und Cash-Flow sind, sofern nicht bereits darauf hingewiesen wurde, nicht erkennbar.

4 Sonstige Angaben

4.1 Forschung und Entwicklung

Die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten wurden 2025 erfolgreich fortgeführt. Im Jahr 2026 werden die verfügbaren Kapazitäten und Kompetenzen noch gezielter und strategischer eingesetzt.

4.2 Umwelt

Die pewag Schneeketten GmbH ist gemäß ISO 9001:2015, ISO 14001:2015, ISO 50001:2011 sowie ISO 45001:2018 zertifiziert. Zusätzlich erfüllt das Unternehmen die Anforderungen des Energieeffizienzgesetzes. Jährlich wird ein Programm zur weiteren Steigerung der Energieeffizienz erstellt. Am Standort Brückl wurde mit der Photovoltaikanlage ein erster Schritt zur Energieautarkie gesetzt. Zudem wurde ein Wasserkraftwerk realisiert, das einen großen Anteil des Strombedarfs deckt.

Wir sind besonders stolz auf die breite Unterstützung durch unsere Mitarbeiter in allen Umweltbelangen. Ihr Verständnis und Engagement tragen wesentlich dazu bei, unserer Verantwortung gegenüber der Umwelt gerecht zu werden.

Eine wesentliche Verbesserung im Bereich der Qualitätsmanagementsysteme stellt die neu erteilte Zertifizierung im Bereich IT-Security nach dem VDA-Standard TISAX dar. Damit erfüllen wir die IT-Sicherheitsanforderungen der Automobilindustrie

4.3 Mitarbeiter

Die Angaben zur Anzahl und Entwicklung der Mitarbeiter ergeben sich aus dem Anhang. Klar ist, dass nur durch den langjährigen Einsatz, die hohe Identifikation und den Enthusiasmus unserer Mitarbeiter die Position als Weltmarktführer gehalten werden konnte.

4.4 Internes Kontrollsystem

Das Interne Kontrollsystem (IKS) wird laufend weiterentwickelt, um Risiken systematisch zu reduzieren. Neben internen Verantwortlichen, die die Überwachung von Prozessen sicherstellen, werden regelmäßig interne und externe Audits zur Identifikation potenzieller Schwachstellen durchgeführt.

Die Geschäftsführung bedankt sich bei allen Mitarbeitern für ihren hervorragenden Einsatz und ihren Beitrag zum Jahresergebnis.

Brückl, am 07.04.2026

Mag. Dr. Hubert Schemitsch

Robertus Bekkers

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