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Lagebericht 2025

Salzburg AG für Energie, Verkehr und Telekommunikation

Original-PDF

Stichtag 31. Dez. 2025 · Eingereicht am 27. Sep. 2026

Inhaltsverzeichnis

L agebericht für das Geschäftsjahr 2025 2025

1 . und 1. Bericht über den Geschäftsverlauf und die wirtschaftliche

Lage Lage

1.1. Strategie und Unternehmensleitbild 1.1.

und Unternehmensleitbild

Im Geschäftsjahr 2025 konnte die Salzburg AG aufein25 -jähriges Bestehen zurückblicken. Das Im AG Das Unternehmenentstand im Jahr 2000ausderFusion der SalzburgerStadtwerke und der Salzburger im und AG für Energiewirtschaft (SAFE). Seither hatsich das Unternehmen alsleistungsfähig und zu- sich das zukunftsorientiert etabliert. Das Jubiläum unterstreicht die langfristigeEntwicklungderSalzburg AG der sowieihre stabile Positionierung in ihren Geschäftsfeldern. ihre in

Aufbauend auf densechsAmbitionen (Champion, Decarbonizer, Innovator, Teamplayer, Customer Hero und Value Winner) als Kern der strategischen Ausrichtungwerden konsequent und mer Kern nachhaltig entsprechende Umsetzungsmamnahmen abgeleitet. Anpassungen in der Unte mensstruktur zur zielorientierten UmsetzungderStrategiewurden vorgenommen. und rneh-

DieAmbition „Champion“ umfasst die Marktführerschaftundgezieltes Wachstum in unseren die in Kernregionen bei Energie, Mobilität , Trinkwasser und Telekommunikation. Energie, und Ziel des Unternehmens als „Decarbonizer“ ist es unteranderem, bis zum Jahr2040 den Anteil Ziel unter bis zum Anteil erneuerbarer Stromeigenerzeugung auf 2,0 TWh proJahr auszubauen und dieAktivitäten klimaneutral und nachhaltig zugestalten. und

Als „Innovator“ verfolgt die SalzburgAG das Ziel, grüne Produkte, innovative Technologien zu forcieren. neue Dienstleistungen oder

Eine wesentliche Aufgabe zur Erreichung der Unternehmensziele unter der Ambition „Teamplayer“ bleibt, gut qualifizierte Mitarbeiter:innen für das Unternehmen zu gewinnen. Dafür wird die Salzburg AG auch weiterhin als attraktiver Arbeitgeber mit interessanten Tätigkeitsbereichen und Zukunftsperspektiven positioniert.

Als „Customer Hero” stellt das Unternehmen die Kundenorientierung in den Mittelpunkt. Dabei werden unter anderem sämtliche Kundenkanäle systematisch digitalisiert und die Servicequalität gezielt verbessert.

Die Salzburg AG als „Value Winner” schafft nachhaltigen Wert durch Digitalisierung und die Steigerung der Effizienz. Durch einen integrierten Strategie- und Planungsprozess soll weiterhin ein starker Fokus auf eine wertorientierte Unternehmensentwicklung zur Sicherstellung einer forcierten Investitionsstrategie gelegt werden.

1.2. Wirtschaftliche Lage

Weltwirtschaft und Euroraum

Die Weltwirtschaft setzte 2025 ihren moderaten Wachstumspfad fort. Nach einem Zuwachs von rund 3,3 Prozent im Jahr 2024 schätzte der Internationale Währungsfonds (WF) das reale globale BIP-Wachstum 2025 ebenfalls auf 3,3 Prozent, womit sich die Weltwirtschaft trotz Handelskonflikten und geopolitischer Spannungen als widerstandsfähig erwies. Getrieben wurde die Dynamik vor allem von einer stabilen Binnenkonjunktur in den USA, einer starken Entwicklung in China sowie anhaltend soliden Wachstumsraten in großen Schwellenländern.

Im Euroraum setzte sich 2025 eine schwache, aber positive Erholung fort. Laut Eurostat legte das reale BIP im vierten Quartal 2025 um 0,2 Prozent gegenüber dem Vorquartal zu, im Jahresdurchschnitt ergab sich damit ein Wachstum von 1,4 Prozent nach 0,9 Prozent im Jahr 2024. Diese Entwicklung lag im Rahmen der im Dezember 2025 aktualisierten Projektionen des Eurosystems. Deutschland blieb der konjunkturelle Nachzügler. Das preisbereinigte BIP stieg 2025 lediglich um 0,2 Prozent, womit nach zwei Rezessionsjahren nur ein minimales Wachstum erreicht wurde.

Die Europäische Zentralbank reagierte 2025 mit einer weiteren Normalisierung der Geldpolitik. Der seit Juni 2024 laufende Zinssenkungszyklus wurde mit vier weiteren Schritten um je 25 Basispunkte im Februar, März, April und Juni 2025 fortgesetzt.

Das weltwirtschaftliche Umfeld blieb 2025 von hohen geopolitischen Risiken geprägt. Der anhaltende russische Angriffskrieg gegen die Ukraine, eskalierende Konflikte im Nahen Osten sowie eine deutliche Verschärfung der US-Zollpolitik gegenüber der EU und China erhöhten die Unsicherheit und belasteten insbesondere die exportorientierte europäische Industrie. Gleichwohl erwies sich die Konjunktur im Euroraum insgesamt als widerstandsfähiger als in den Prognosen zu Jahresbeginn 2025 erwartet.

Österreich

Die österreichische Wirtschaft verzeichnete 2025 nach zwei Rezessionsjahren eine leichte Erholung, blieb aber im internationalen Vergleich unterdurchschnittlich. Das reale BIP stieg laut vorläufigen Berechnungen der Statistik Austria um 0,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr an. Bei einer nominalen Wirtschaftsleistung von rund 512,8 Milliarden EUR blieb Osterreich damit deutlich unter dem Euroraum-Wachstum von 1,4 Prozent. Die Wirtschaftsleistung legte vor allem im Dienstleistungssektor zu, während die Industrie nur moderat wuchs und die Bauwirtschaft weiter rückläufig war.

Die Konsumausgaben der privaten Haushalte (preisbereinigt plus 0,5 Prozent) trugen maßgeblich zur Beendigung der Rezession bei. Die Bruttoanlageinvestitionen wuchsen real um etwa 1,4 Prozent und entwickelten sich damit deutlich besser als in den Herbstprognosen von WIFO und IHS angenommen. Der Außenhandel wirkte dagegen klar wachstumsdämpfend. Die realen Exporte gingen um rund 1,4 Prozent zurück, während die Importe um etwa 1,5 Prozent zunahmen.

Die Inflationsbelastung blieb 2025 eindeutig über dem Euroraum-Niveau. Der nationale VPI stieg im Jahresdurchschnitt um 3,6 Prozent nach 2,9 Prozent im Jahr 2024, womit Österreich im oberen Drittel der Euroländer lag.

Bundesland Salzburg

Das Bundesland Salzburg entwickelte sich 2025 grundsätzlich robust. Salzburg weist eines der höchsten Bruttoregionalprodukte (BRP) Osterreichs auf.

Der Tourismus blieb eine zentrale Stütze der Salzburger Wirtschaft. Das Tourismusjahr 2024/25 (November 2024 bis Oktober 2025) markierte mit 30,5 Mio. Nächtigungen einen neuen Höchststand. Salzburg positionierte sich als Ganzjahresdestination mit annähernd gleich starkem Winterund Sommergeschäft, was die saisonale Schwankungsanfälligkeit der regionalen Wertschöpfung begrenzte und die regionale Nachfrage nach Energie, Mobilität und Infrastrukturleistungen der Salzburg AG-Gruppe stützte. Strukturell ist die Salzburger Wirtschaft stark dienstleistungs- und tourismusorientiert, mit einem Tourismusanteil am BRP von rund 13,2 Prozent.

Für die Salzburg AG-Gruppe ergeben sich daraus zwei zentrale Implikationen. Erstens stützt das leicht überdurchschnittliche Arbeitsmarkt- und Tourismusumfeld die Nachfrage nach Strom, Wärme, Verkehr und Telekommunikation im Konzerngebiet trotz schwacher gesamtösterreichischer Industriekonjunktur. Zweitens führen die im Bundesländervergleich hohen Lebenshaltungskosten und der Fachkräftemangel zu anhaltendem Druck auf Löhne und Investitionskosten.

1.3. Energiepolitisches und Regulatorisches Umfeld

Europäische Energiepolitik

Das Jahr 2025 war weiterhin von der schrittweisen Umsetzung der europäischen Strommarkt- und Klimagesetzgebung geprägt. Die EU-Strommarktreform (Verordnung (EU) 2024/1747 und Richtlinie (EU) 2024/1711, veröffentlicht am 26. Juni 2024) zielt darauf ab, die Volatilität der Strompreise zu reduzieren und Investitionen in erneuerbare Energien durch langfristige Verträge zu fördern. Der für Krisenszenarien vorgesehene Eingriffsmechanismus (Aktivierungsschwellen: Großhandelspreise über 180 EUR/MWh und Haushaltsstrompreise plus 70,0 Prozent zum Vorjahr) wurde 2025 nicht aktiviert.

Die Erneuerbare-Energien-Richtlinie Ill (RED II, Richtlinie (EU) 2023/2413) legt ein Ziel von mindestens 42,5 Prozent erneuerbarer Energie am EU-Endenergieverbrauch bis 2030 fest (indikativ 45 Prozent) und sieht Beschleunigungsgebiete mit verkürzten Genehmigungsfristen vor. Österreich setzte RED IIl bis zur Umsetzungsfrist 21. Mai 2025 nicht vollständig in nationales Recht um, die Europäische Kommission eröffnete am 24. Juli 2025 ein Vertragsverletzungsverfahren gegen 26 Mitgliedstaaten – darunter Osterreich – wegen nicht fristgerechter Umsetzung.

Die überarbeitete EU-Gebäuderichtlinie (EPBD, Richtlinie (EU) 2024/1275, Umsetzungsfrist 5. Juli 2026) sieht aggregierte Sanierungsziele von 16,0 Prozent des Gesamtenergieverbrauchs der

Wohngebäude bis 2030 vor. Österreich lag laut Gebäudereport 2025 des BMIMI mit einer thermischen Sanierungsrate von durchschnittlich rund 1,4 Prozent p.a. des Wohnungsbestands deutlich unter dem erforderlichen Niveau von etwa 3,0 Prozent p.a.

Das EU-Renaturierungsgesetz (Verordnung (EU) 2024/1991, in Kraft seit 18. August 2024) verpflichtet zur Wiederherstellung von 25.000 km frei fließender Flüsse bis 2030, was in wasserreichen Alpenländern potenziell im Spannungsfeld zur Wasserkraftnutzung steht. Das Gas- und Wasserstoffpaket (Richtlinie (EU) 2024/1788 und Verordnung (EU) 2024/1789, in Kraft seit 5. Februar 2025, Umsetzungsfrist 5. August 2026) schafft einen eigenständigen Regulierungsrahmen für Wasserstoffnetze. Der ÖNIP sieht die Umwidmung von rund 1.400 km bestehender Gasfernleitungen für den Wasserstofftransport vor.

Österreichische Energiepolitik

Mit dem Günstiger-Strom-Gesetz (BGBl. I Nr. 91/2025) wurde das Elektrizitätswirtschaftsgesetz (ElWG) als zentrales Stammgesetz der Elektrizitätswirtschaft neu erlassen. Der Nationalrat beschloss das Gesetz am 11. Dezember 2025 mit Verfassungsmehrheit; es trat in weiten Teilen am 24. Dezember 2025 in Kraft. Das EIWG ersetzt das EIWOG 2010, setzt die Elektrizitätsbinnenmarktrichtlinie um und schafft den Rahmen für ein auf Flexibilität, Systemdienlichkeit und Kundenschutz ausgerichtetes Stromsystem.

Ein zentrales Element ist der neue Sozialtarif. Ab 1. April 2026 sieht er für begünstigte Haushalte ein Grundkontingent von 2.900 kWh zu einem Preis von 6 Cent/kWh vor. Das EIWG verpflichtet größere Lieferanten (ab 25.000 Zählpunkte) zur Bereitstellung dynamischer Tarife und stärkt die Auffang- und Grundversorgung. Für Netzbetreiber bringt es neue Regeln zum flexiblen Netzzugang und Anreize für systemdienlichen Betrieb, einschließlich teilweiser Entgeltbefreiung für Speicher.

Das EAG blieb 2025 unverändert mit Ausbauzielen von zusätzlich 27,0 TWh erneuerbarer Stromerzeugung bis 2030. Am 15. Oktober 2025 wurden die bestehenden Förderverordnungen verlängert. Das geplante EABG (Begutachtung September – Oktober 2025) war bis zum Stichtag nicht im BGBI kundgemacht und entfaltete im Berichtsjahr noch keine Wirkung. Die nationale CO2- Bepreisung nach NEHG blieb bei 55 EUR/t CO2 als Fixpreis; der Übergang zum Handelssystem wurde politisch verschoben.

1.4. Geschäftsverlauf

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 6
20252024
Strom (in GWh)
Eigenaufbringung1.544,11.819,4
Gesamtaufbringung11.443,311.914,6
Gas (in GWh)
Gesamtaufbringung7.925,911.720,8
Fernwärme (in GWh)
Gesamtaufbringung936,6874,4
Wasser (in Mio, m3)
Gesamtaufbringung12,111,9
Telekom (Kund:innen)
Kabelfernsehen134.060136.675
Internet130.371127.201
Telefonie20.89822.316

Bei der gesamten Stromenergieverwendung der Salzburg AG kam es im Geschäftsjahr 2025 zu einem leichten Rückgang auf 11.443,3 GWh (Vorjahr: 11.914,6 GWh). Dabei sank der Absatz an Endkund:innen (3.072,5 GWh; Vorjahr: 3.136,1 GWh), genauso wie das Handelsvolumen (8.183,6 GWh; Vorjahr: 8.560,9 GWh), das unter anderem die Vermarktung der Eigenerzeugung und von Fremdmengen sowie den Handel für Dritte umfasst.

Das Unternehmen verfügt über einen Kraftwerkspark von 32 Wasserkraftwerken (15 Speicherkraftwerke und 17 Laufkraftwerke) mit einer Engpassleistung von 466 MW und einem Arbeitsvermögen von 1.359 GWh sowie über mehrere Photovoltaik-Anlagen mit einer Jahreserzeugung von ca. 9,2 GWh – sowohl in Osterreich als auch in Deutschland. Weiters befinden sich erdgasbefeuerte Heiz(kraft)werke, Biomasse-Heiz(kraft)werke, Biogas-Blockheizkraftwerke im Eigentum des Unternehmens. Zusätzlich bestehen obligatorische Strombezugsrechte an drei Donaukraftwerken mit einer Gesamtleistung von 39 MW und einem Arbeitsvermögen von 249 GWh. Die Eigenerzeugung aus diesem Kraftwerkspark stellt für die Salzburg AG eine wichtige Grundlage für die Stromversorgung im Bundesland Salzburg dar.

Im Rahmen des Tochterunternehmens Future Energy Photovoltaics Italy S.r.l. betreibt der Konzern Photovoltaik-Anlagen in Italien.

Die Erzeugung der Wasserkraftwerke inkl. der Donaubeteiligungen ist im Geschäftsjahr 2025 im Vergleich zum Vorjahr um 20,5 Prozent gesunken und erreichte einen Wert von 1.236,4 GWh (Vorjahr: 1.555,0 GWh). Dieser Rückgang ist dadurch begründet, dass das Jahr 2024 wasserwirtschaftlich ausgesprochen gut war, 2025 allerdings zu den trockensten Jahren der letzten 20 Jahre zählte.

Das Kraftwerk Stegenwald an der mittleren Salzach ging 2025 in Betrieb. Die offizielle Eröffnung des Kraftwerks, das gemeinsam mit dem Verbund errichtet wurde, fand im September statt. Insgesamt wurden etwa 100 Millionen Euro investiert, die Salzburg AG trug davon die Hälfte. Die Anlage verbindet Effizienz, moderne Technik und ökologische Verantwortung. Durch eine neue Turbinentechnik - die beiden Kaplanturbinen sind horizontal eingebaut – musste weniger tief gegraben werden, das sparte Zeit und Geld. In Stegenwald werden pro Jahr 73 GWh grüner Strom für rund 20.000 Haushalte erzeugt.

Fast fertiggestellt ist das Kraftwerk Sulzau am Obersulzbach im Pinzgau, im Rahmen eines 72,5 Prozent-Tochterunternehmens der Salzburg AG. Im Dezember ging die erste Maschine in den Regelbetrieb, die zweite Maschine befindet sich in der Inbetriebsetzungsphase. Diese wird im Frühjahr 2026 bei ausreichender Wasserführung abgeschlossen werden. Die Anlage liefert nach Fertigstellung mit 18,4 GWh den Strom für rund 5.000 Haushalte.

Im Herbst wurden 90 Prozent der Anteile der Wasserkraft Schneizlreuth GmbH erworben. Das Unternehmen untersucht das Wasserkraftpotenzial im unteren Pinzgau und im bayerischen Grenzraum. Die Salzburg AG baut auf den Vorarbeiten auf, evaluiert die bisherigen Ergebnisse, passt diese Vorarbeiten an die Erfordernisse der Salzburg AG an und will gemeinsam mit Gemeinden, Bürger:innen und Partner:innen vor Ort die Entwicklung eines Projektes prüfen.

Bei den Windkraftprojekten wurden 2025 ebenfalls Fortschritte erzielt. Am Lehmberg im Flachgau liefert ein Windmessmast seit 2023 konkrete Daten zum Potenzial dieses Standorts. Windmessungen gibt es auch an einem möglichen Standort in Kleinarl. Die Salzburg AG hat sich außerdem mit 20 Prozent an einem Windpark nördlich von Berlin beteiligt, dessen Anlagen im Endausbau Strom für 90.000 Haushalte liefern werden. Die ersten zwölf Windräder wurden 2025 genehmigt, sie sollen Anfang 2027 ans Netz gehen.

Im Bereich E-Mobilität investierte das Unternehmen 2025 rund 7,4 Milionen Euro in den weiteren Ausbau des Ladenetzes. Die rund 1.800 Ladepunkte im gesamten Bundesland wurden unter anderem durch mehrere 400 KW-Ladestationen erweitert. Die Standorte liegen an neuralgischen

Verkehrsknoten im Land Salzburg. Ziel ist es, an Hauptverkehrsstraßen im Bundesland alle 20 Kilometer eine Ladestation zur Verfügung zu stellen und damit ein Netz zu bieten, das mit seiner Dichte über dem EU-Durchschnitt liegt.

Die Strompreissenkung im Juli 2025 erfolgte über eine Ausweitung des Strompreisdeckels für Haushaltskunden von 10 Cent/kWh netto von 1.000 kWh auf 1.500 kWh im Jahr, die rückwirkend für das gesamte Kalenderjahr 2025 wirksam war. Rund 42 Prozent der Kund:innen bezahlen damit diesen Preis, weil deren Verbrauch unter 1.500 kWh im Jahr liegt. Bezogen auf einen durchschnittlichen Verbrauch von 2.800 kWh ergab sich durch diese Maßnahme ein Arbeitspreis von 13,20 Cent/ kWh ohne Freistromtage. Die Ausweitung des Strompreisdeckels wurde mit der Jahresabrechnung automatisch berücksichtigt. Für Gewerbekund:innen wurde der Gewerbebonus um 1 Cent erhöht und beträgt damit 4 Cent/kWh.

Die Stromerzeugung der thermischen Produktion lag mit 298,1 GWh um rund 16,8 Prozent über dem Vorjahreswert. Die Erzeugung der Photovoltaik-Anlagen lag bei 9,2 GWh und damit 12,9 Prozent über dem Vorjahr. Beim Ausbau der Photovoltaik lag 2025 ein Schwerpunkt bei großflächigen Anlagen, die die Stromerzeugung mit landwirtschaftlicher Nutzung verbinden. So wurde von der Wiesenstrom GmbH, an der die Salzburg AG beteiligt ist, ein Betrag von 3,8 Millionen Euro in eine Agri-PV-Anlage auf einer Fläche von sechs Hektar in Lamprechtshausen investiert. Jährlich wird diese Anlage rund 5,4 GWh Strom liefern. Am Salzburgring liefert eine Agri-PV-Anlage rund 2,2 GWh Sonnenstrom, die 2,1 Hektar große Fläche dient gleichzeitig Schafen als Weide. Energieerzeugung und Parkflächen werden in Wals-Siezenheim kombiniert. Auf 1,7 Hektar wird seit Herbst 2025 mit Photovoltaik Strom für rund 680 Haushalte produziert.

Darüber hinaus befinden sich mehrere Photovoltaikanlagen in Deutschland im Eigentum der Salzburg AG. Ebenso betreibt die Salzburg AG über ihre Tochter Future Energy Photovoltaics Italy S.r.l. Photovoltaikanlagen in Italien.

Nach dem Geschäftsjahr 2024 gingen auch 2025 die Umsatzerlöse im Bereich Strom zurück, was in erster Linie auf das gesunkene Preisniveau zurückzuführen ist. Eine geänderte Buchungslogik im Zusammenhang mit den Börsengeschäften hat diesen Effekt abgemildert. Der Rückgang gegenüber dem Vorjahr betrug rund 75,8 Millionen Euro, womit ein Stromumsatzerlös von 1.181,3 Millionen Euro erreicht wurde. Das niedrigere Marktpreisniveau auf den Großhandelsmärkten spiegelt sich vor allem bei den Handelsgeschäften wider. Im Bereich der Tarifkunden führt das niedrigere Preisniveau ebenfalls zu rückläufigen Umsatzerlösen.

Bei Erdgas ist auch im Geschäftsjahr 2025 ein deutlicher Rückgang der Gesamtabgabe festzustellen. Der Wert einschließlich Eigenbedarf in den betriebseigenen Heizkraftwerken lag 2025 bei 7.925,9 GWh und damit um 32,4 Prozent unter dem Vorjahreswert von 11.720,8 GWh. Dieser Rückgang ist im Wesentlichen auf den Bereich Energiehandel zurückzuführen. Die Handelsgeschäfte erreichten einen Wert von 5.066,0 GWh (Vorjahr: 9.085,6 GWh). Bei den Endkund:innen konnten 1.813,3 GWh (Vorjahr: 1.732,5 GWh) abgesetzt werden. Der gesamte Eigenbedarf erhöhte sich um 15,9 Prozent.

Nach zwei Gaspreissenkungen im Jahr 2024 hielt das Energieversorgungsunternehmen im ersten Halbjahr 2025 die Tarife für Gas stabil und verzichtete auf die Erhöhung des Grundpreises. Eine vertraglich vereinbarte Indexanpassung wurde erst mit 1. Oktober 2025 notwendig: Der Arbeitspreis stieg von 5,04 auf 5,90 Cent/kWh netto. Kund:innen im Tarif Erdgas Preisfix erhielten ab 01. April 2025 eine Preisgarantie für den Energiepreis bis zum 30. April 2026.

In den Umsätzen des Bereiches Gas spiegelt sich dieser Rückgang ebenfalls wider. Gegenüber dem Vorjahr sanken die Umsatzerlöse um 34,5 Prozent auf 294,6 Millionen Euro. Rückläufige Privatkundentarife sowie die erwähnten Mengenrückgänge bei den Handelsgeschäften sind für diese Entwicklung verantwortlich.

In mehreren Gemeinden des Bundeslandes Salzburg betreibt die Salzburg AG – teilweise über Tochtergesellschaften – umweltfreundliche Biomasse-Heizwerke. Die Gesamtabgabe im Fernwärmebereich inklusive Verlusten lag mit 936,6 GWh um 7,1 Prozent über dem Vorjahresniveau. Die weitere Dekarbonisierung der Fernwärmeversorgung wird konsequent vorangetrieben, insbesondere durch die Nutzung von Industrieabwärme. Dazu treibt das Energieunternehmen den Ausbau des Netzes voran, ein Schwerpunkt ist die Süd-West-Spange, die unter anderem den Flughafen Salzburg mit Fernwärme versorgt. Ein Heizkraftwerk von Kaindl soll künftig zusätzliche Abwärme für das Netz bereitstellen.

Bei den Fernwärmetarifen gab es im September eine Indexanpassung von 1,39 Prozent. Die Wärmedirektservice-Pauschalen wurden erstmals nach 2022 um 11,22 Prozent erhöht.

Die Umsätze im Bereich Fernwärme konnten im Geschäftsjahr 2025 neuerlich gesteigert werden. Sie lagen mit 101,1 Millionen Euro um 4,5 Millionen Euro über den Vorjahreswerten, was hauptsächlich auf die erwähnten Mengeneffekte zurückzuführen ist.

Die Wasseraufbringung der Salzburg AG ist mit 12,1 Millionen m² im Jahr 2025 im Vergleich zum Vorjahr leicht gestiegen. Darin ist ein Fremdbezug mit 1,5 Millionen m3 enthalten. Mit Umsatzerlösen in Höhe von 23,6 Millionen Euro konnte der Wert des Vorjahres erreicht werden.

Im Jahr 2025 feierte die Trinkwasserversorgung in der Stadt Salzburg ihr 150-Jahr-Jubiläum. Mit 170.000 Kund:innen und einem 880 Kilometer langen Netz ist die Salzburg AG führend bei der Trinkwasserversorgung in der Stadt Salzburg. Investiert wurde im Jubiläumsjahr in die Erneuerung der Zuleitungen vom Stadtteil Leopoldskron zum Hochbehälter Mönchsberg sowie in die Leitungen in der Siebenstädter- und in der Scherzhauserfeldstraße.

Der Bereich Telekom erzielt schon seit Jahren ein konstantes Wachstum, so auch im Geschäftsjahr 2025. Die Kundenzahlen konnten im Bereich Internet erneut gesteigert werden. Beim Kabelfernsehen sind die Anschlusszahlen hingegen leicht zurückgegangen. Die Salzburg AG wurde mit ihrem CableLink Internet bereits zum dritten Mal in Folge zum regionalen Testsieger von IMTEST ausgezeichnet und erhielt in allen getesteten Kategorien Bestnoten. Insgesamt erreichte das CableLink Internet einen Score von 1,38 laut Schulnotensystem. Schon jetzt ist Salzburg bei Breitbandanschlüssen führend in Österreich und laut aktuellem RTR-Bericht kann 97,3 Prozent der Salzburger Haushalte ein fester Breitbandanschluss zur Verfügung gestellt werden. Vor allem durch das konsequente Ausbauprogramm der Salzburg AG mit TV-Kabel und Glasfaser sind fast 90 Prozent der Anschlüsse gigabitfähig. Im Jahr 2025 entstanden rund 4.000 neue Anschlussmöglichkeiten, der überwiegende Teil mit Glasfasertechnologie.

Die Umsatzerlöse aus dem Telekombereich lagen mit 75,8 Millionen Euro über dem Vorjahresniveau von 73,3 Millionen Euro, eine Steigerung, die vor allem auf den Bereich Internet zurückzuführen ist.

Regulierte Netze

Gemäß den Unbundling-Bestimmungen ist das regulierte Strom- und Gasnetz an die Salzburg Netz GmbH verpachtet.

Im Bereich der Stromnetze wurden im Zusammenhang mit dem Bau der Salzburg Leitung durch die APG umfangreiche Begleitinvestitionen und weitere Ausbauten in den nachgelagerten Spannungsstufen umgesetzt. So wurden zwei Umspannwerke in Betrieb genommen. Auch in der Mittelspannung wurden diverse Investitionsprojekte, beispielsweise im Bereich Hiefler- und

Ofenauertunnel, realisiert. Mit dem Bau weiterer Umspannwerke wurde begonnen, um den Anforderungen der Energiewende auch künftig gerecht zu werden.

Als wesentliches Investitionsprojekt ist der Bau einer Gas-Hochdruckleitung, die künftig die Gasnetze von Sazburg und Tirol verbinden und die Versorgungssicherheit im Land Salzburg wesentlich verbessern wird, zu erwähnen. Ein Zusammenschluss mit dem Tiroler Gasnetz wird voraussichtlich im 3. Quartal 2027 durchgeführt werden können.

Touristische Bahnen

Im Geschäftsjahr 2025 wurde der MönchsbergAufzug sowie die FestungsBahn aus der Salzburg AG abgespalten und sind nun in der Salzburg Tourismus GmbH eingegliedert.

1.5. Bericht über die Zweigniederlassungen

Es bestehen keine Zweigniederlassungen.

1.6. Finanzielle Leistungsindikatoren

Erfolgskennzahlen

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 11
NOPAT * 100
ROCE 9,1 % (Vorjahr 9,6 %) Capital Employed

Kennzahlen zur Vermögens- und Kapitalstruktur

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 11
(Eigenkapital + BKZ + Ifr. Fremdmittel) * 100 Anlagedeckung106,1 % (Vorjahr
Anlagevermögen110,4 %)
Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 11
Eigenmittelquote(Eigenkapital inkl. Invest. Zuschüsse + BKZ)
i.w.S.* 10045,8 % (Vorjahr 43,0 %)
(nicht URG)Bilanzsumme
Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 12
(Rückstellungen + Schulden – liquide Mittel)
Fiktive Schuldentil-
gungsdauer gem § 24Mittelüberschuss aus der gewöhnlichen Ge-4,8 Jahre
URGschäftstätigkeit (ohne Ergebnis aus latenten(Vorjahr: 4,7 Jahre)
Steuern)
Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 12
(Rückstellungen + Verbindlichk. + PRA) * 100 Gearing118,5 %
(Eigenkapital inkl. Invest. Zuschüsse + BKZ)(Vorjahr 132,5 %)

Finanzierungskennzahlen

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 12
20252024
Cash-flow aus dem operativen Bereich (in TEUR)261.818,6240.145,1
Cash-flow aus der Investitionstätigkeit (in TEUR)- 238.893,5- 259.244,0
Cash-flow aus der Finanzierungstätigkeit (in TEUR)- 22.925,119.098,9

1.7. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Mit der Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) der Europäischen Union und der Umsetzung dieser in österreichisches Recht durch das Nachhaltigkeitsberichtsgesetz (NaBeG) sind Unternehmen zu bestimmten nicht-finanziellen Angaben im Lagebericht verpflichtet. Die Salzburg AG Gruppe unterliegt dieser Verpflichtung erstmalig für das Geschäftsjahr 2027. Als Vorbereitung auf die Erfüllung hat die Salzburg AG Gruppe mehrere Projekte zur Berichterstattung aufgesetzt, die schrittweise auf die erste verpflichtende Veröffentlichung eines Nachhaltigkeitsstatements als Teil des Lageberichts über das Geschäftsjahr 2027 hinführen. Ein solches Projekt wurde auch über das Geschäftsjahr 2025 durchgeführt.

Umwelt

Im Rahmen der Ambition „Decarbonizer” will das Unternehmen bis zum Jahr 2040 mindestens zwei TWh pro Jahr erneuerbaren Strom erzeugen. Das entspricht einer wesentlichen Steigerung der Erzeugung von erneuerbarer Energie aus eigenen Anlagen. Es ist beabsichtigt, bis 2030 die eigenen CO2 Emissionen um 50 Prozent zu senken.

Ein Transitionsplan wurde erstellt, welcher Maßnahmen zum vollständigen Ausstieg aus fossiler Energie bei der Fen- und Nahwärmeerzeugung beinhaltet.

Personal- und Sozialwesen

In ihrer Ambition „Teamplayer” hat sich die Salzburg AG vorgenommen, sich als beste Arbeitgeberin ständig weiterzuentwickeln. Die zum 25-Jahr-Jubiläum entwickelte Kampagne „Zukunft ist nicht. Zukunft macht man.” bringt diesen Gestaltungswillen des gesamten Teams auf den Punkt.

Dazu gehört beispielsweise ein modernes Arbeitsumfeld, das auf Alters- und Lebensphasen eingeht und Diversität fördert. Als erstes Energieversorgungsunternehmen hat die Salzburg AG dieses Engagement durch die Unterzeichnung der NESTORGOLD Charta sichtbar gemacht. Die generations- und lebensphasenorientierte Arbeitsgestaltung fördert den Teamgeist, sichert Wissen und stärkt die Innovationskraft.

Im Herbst 2024 hat das Unternehmen den Erlebnisgarten als betriebliche Kinderbetreuung eröffnet. Nach dem Start mit 27 Kindern in drei Gruppen wurde die Betreuung 2025 in Kooperation mit dem Zentrum für Tageseltern Salzburg TEZ erweitert. Insgesamt bietet die Einrichtung Platz für bis zu 72 Kinder in sechs Gruppen. Die betriebliche Kinderbetreuung erhielt 2025 den Employer Branding Award in Gold in der Kategorie „Sustainable HR Management“.

2. Bericht über die voraussichtliche Entwicklung und die Risiken des Unternehmens

2.1. Wesentliche Risiken und Ungewissheiten

Das Risikomanagement der Salzburg AG gliedert sich in mehrere Teilbereiche:

Corporate Risk Management

Ziel des Corporate Risk Management ist es, über das gesetzlich erforderliche Maß hinaus eine betriebswirtschaftlich sinnvolle Ausprägung umzusetzen. Risikomanagement dient dabei zusätzlich dem besseren Erreichen der Geschäftsziele und der Beurteilung der Planungsgenauigkeit und -qualitāt.

Das Chancen- und Risikomanagement der Salzburg AG wird zentral koordiniert, während Detailaufgaben wie Bewertungen, sowie Maßnahmensetzung in den dezentralen Einheiten liegen. Risiken und Chancen werden auf alle Organisationseinheiten heruntergebrochen und quartalsweise ins Berichtswesen integriert. Grundlage der energiewirtschaftlichen Steuerung sind umfassende Energiebilanzen über alle Produkte und Wertschöpfungsstufen, wobei der Energiehandel die zentrale Rolle im Energiebereich übernimmt. In regelmäßigen formalisierten Arbeitssitzungen wie Exekutivausschuss (monatlich) und Risikokomitee (quartalsweise) werden die definierten Verantwortlichkeiten wahrgenommen.

Die Risikoinventur des Konzerns wird jährlich (iterativ) durchgeführt und stellt einen in sich geschlossenen Kreislauf dar. Der Prozess startet mit der Identifikation, bei der alle wesentlichen Auswirkungen auf die Salzburg AG erfasst werden. Danach erfolgen die Bewertung und Aggregation der identifizierten Risiken und Chancen. Das Resultat dieses Prozessschritts dient als Grundlage für die erforderliche Steuerung der Risiken, welche dann in das Reporting übergehen. Da es sich um einen Kreislaufprozess handelt, können Ergebnisse der einzelnen Schritte zu einer erneuten Identifikation von bisher noch nicht berücksichtigten Risiken und Chancen führen. Der Risikomanagementkreislauf ist in der Salzburg AG vollständig implementiert.

Im Rahmen des internen Kontrollsystems werden relevante Prozessrisiken systematisch erfasst und durch etablierte Maßnahmen zur Risikosteuerung und -vermeidung adressiert. Besondere Priorität

liegt auf Risiken mit unmittelbarer Relevanz für die Rechnungslegung, um die Verlässlichkeit der Finanzberichterstattung sicherzustellen.

Versicherbare Risiken werden nach wirtschaftlichen und technischen Gesichtspunkten durch entsprechende Versicherungsverträge abgedeckt. Bei der Bewertung der Risiken werden vereinbarte Versicherungsleistungen berücksichtigt.

Wesentliche Risiken und Chancen der Salzburg AG;

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 15
Risiko- und Chancenkate- Beschreibung
gorie
Finanzrisiken
LquiditātsrisikoDie Salzburg AG sichert ihre Liquidität durch eine zentral organisierte
Treasury-Einheit. Langfristig erfolgt eine 5-Jahresplanung, kurzfristig
wird eine tägliche, rollierende Liquiditätsplanung mit 1-Jahres-Fokus vor-
gehalten. Ergänzend stehen Banklinien als Reserve zur Verfügung. Mar-
gin-Anforderungen bei Börsengeschäften werden aktiv gesteuert, um Ri-
siken zu begrenzen. Die Gesellschaft verfügt über ausreichend liquide
Mittel für den laufenden Betrieb.
Zins- und PX-Risiko•Es bestehen keine Derivate zur Absicherung von Zinsänderungsrisi-
ken.
• Das vorhandene Zinsänderungsrisiko sowie Risiken aus Veranla-
gungen sind Teil des Risikoportfolios und werden laufend überwacht
bzw. aktiv gesteuert.
•Währungsrisiken werden bewusst vermieden und sind für das Un-
ternehmen von unwesentlicher Bedeutung.
Veranlagungsrisiko• Das Wertpapiervermögen im Zusammenhang mit dem Sozialkapital
wird von professionellen, externen Asset-Managern gemåß den An-
lagerichtlinien verwaltet.
• Im Rahmen einer Pensionskassenvorsorge erfolgt das Asset-Manage-
ment durch ein Pensionskassenkonsortium.

Kontrahentenrisiko • Unter Kontrahentenrisiko (bzw. Kreditrisiko oder Ausfallsrisiko) wird der potenzielle finanzielle Schaden bezeichnet, der dadurch entsteht, dass ein Geschäftspartner seinen Verpflichtungen aus einer Transaktion nicht vollständig oder nicht zum vereinbarten Zeitpunkt nachkommt. • Die Höhe des Kontrahentenrisikos resultiert aus den zugrundeliegenden Risikopositionen und setzt sich aus den Teilkomponenten Settlement-Risiko, Mark-to-Market-Risiko und Add-on-Risiko zusammen. Zur Begrenzung und Steuerung des Kontrahentenrisikos ist ein umfassendes Limitsystem im Einsatz.

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 16
Marktrisiken
EnergjewirtschaftlichheEnergiewirtschaftliche Risiken in den Bereichen Strom, Gas und Fern-
Marktrisikenwärme werden zentral von der Business Unit Energy Portfolio Manage-
ment bewertet und gesteuert. Dies beinhaltet auch Mengenrisiken, z.8.
in der Wasserführung.
• Grundlage ist eine Buchstruktur, die die Geschäftsbereiche abbildet
und eine transparente Umsetzung der Einzelstrategien ermöglicht.
• Handelsgeschäfte werden den jeweiligen Büchern zugeordnet und
durch spezifische Limits überwacht.
• Im Strombereich erfolgt die Vermarktung der Erzeugungsmengen an
eigene Kund:innen sowie zur längerfristigen Absicherung der Preise
an Großhandelsmärkten und Börsen.
• Zur Absicherung fossiler Erzeugungskosten werden Swaps eingesetzt.
• Die Beschaffung der Kundenmengen erfolgt strukturiert nach Risiko-
managementvorgaben und wird laufend evaluiert.
Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 16
PersonalrisikenPersonalrisiken in der Salzburg AG bestehen im demografischen Wandel,
dem Fachkräftemangel, der Altersstruktur der Belegschaft, den Nachfol-
geregelungen sowie der Personalauswahl und der Personalentwicklung.

Operative Risiken

Rechtsrisiken

Rechtsrisiken umfassen alle Änderungen der rechtlichen/regulatorischen Rahmenbedingungen, die die Ergebnisse der Salzburg AG negativ beeinflussen können. Zu den regulatorischen Risiken zählen insbesondere Eingriffe in die Tarifierung, zusätzliche Abgaben und Anderungen in der Besteuerung. Weiters zählen auch Risiken, die aus möglichen gerichtlichen Prozessen (z.B. Datenschutz) entstehen zu den rechtlichen Risiken.

Betriebsrisiken

Damit sind all jene Risiken (Anlagenrisiken und operative Ablaufrisiken) gemeint, die sich aus der betrieblichen Tätigkeit ergeben. Beispiele sind Anlagenausfälle oder Schäden in Energieerzeugungsanlagen oder den Netzen.

Nach der Feststellung der Risiken durch die Risikoverantwortlichen werden diese Risiken entsprechend der Größenordnung im Rahmen des finanziellen Risikomanagements oder des IKS weiterverfolgt.

Systemrisiken

Systemrisiken umfassen vor allem Risiken hinsichtlich des Betriebs und der Bereitstellung von Informationstechnologie. Ein entsprechendes Informationssicherheits-Risikomanagement (IRM) inkl. dem Management von Cyberrisiken ist in der Salzburg AG eingerichtet.

Geschäftsrisiken

Strategische Risiken (auch Beteligungen) Technologische Risiken • Strategische Risiken, wie auch technologische Risiken, werden im jährlich stattfindenden Strategy Review abgebildet und detailliert betrachtet. Bei diesem Review wird die Unternehmensstrategie umfassend überprüft und überarbeitet. • Beteiligungsrisiken die sich aus der Beteiligung an, sowie Gründung von Unternehmen und Kooperationen ergeben werden im Rahmen des unternehmensweiten Beteiligungsmanagements gemonitort. • Technologische Risiken die sich aus grundsätzlichen technologischen Veränderungen oder Technologiesprüngen ergeben, z.B.

Übertragungstechnik im Telekommunikationsbereich oder im Zählerwesen (Metering), E-Ladestationen werden in den technischen Asseteinheiten gemanagt.

Klimarisiken Herausforderungen in Zusammenhang mit dem Klimawandel betreffen den Konzern zunehmend und wurden bereits bisher im Bereich des Risikomanagements berücksichtigt (siehe auch Betriebsrisiken und energiewirtschaftliche Risiken). Sowohl auf Ebene der Europäischen Union als auch auf nationaler Ebene sind derzeit entsprechende Regelungen und Gesetze in Ausarbeitung. Die Business Unit Corporate Strategy beschäftigt sich gemeinsam mit dem Risikomanagement derzeit intensiv mit dem Thema Klimarisiken in Verbindung mit der Nachhaltigkeitsberichterstattung.

Gesamtrisikoposition / Risiko- und Chancenanalyse

Das bestehende Gesamtrisikoberichtswesen sowie die Berechnung des Risikokapitals der Salzburg AG wurden konsequent fortgeführt. Die Ermittlung und Überwachung des Gesamtrisikokapitals erfolgt in regelmäßigen Intervallen, wobei eine vollständige Deckung der identifizierten Risiken (99% Value at Risk) sicherzustellen ist. Bei der Gegenüberstellung des vorhandenen Risikokapitals mit dem Gesamtrisikoprofil (Extremszenario) bzw. erforderlichem Risikokapital sind aktuell keine bestandsgefährdenden Risiken ersichtlich.

2.2. Voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens

Die Energiewirtschaft ist durch die jüngsten Entwicklungen im Nahen Osten, insbesondere durch den Iran-Krieg, stark in Unsicherheit geraten. Die Förder- und Transportengpässe der Region führen zu deutlich gestiegenen Weltmarktpreisen, insbesondere für LNG und Rohöl. Dies wirkt sich über den weltweiten Markt auch auf die Kosten in Europa und somit auf die Gestehungskosten und den Marktwert für Strom aus. Die Auswirkungen auf die europäische Gesamtwirtschaft bleiben abzuwarten.

Für die Energieversorgung Österreichs und somit auch für die Salzburg AG entsteht dadurch ein herausforderndes Umfeld. Neben gestiegenen Beschaffungskosten für Kundenportfolien steigt mit den steigenden Preisen auch der Wert der Eigenerzeugung und der flexiblen Assets wie Speicherkraftwerke.

Das Unternehmen kann aufgrund seiner mittelfristigen Beschaffungs- und Absicherungsstrategie gut auf solche Verwerfungen reagieren. Damit sollten sich die kurzfristigen Auswirkungen auf die Ergebnislage in Grenzen halten.

Gemeinsam mit dem Verbund plant d’e Salzburg AG bei Golling ein weiteres Salzachkraftwerk. Die Anlage soll pro Jahr rund 140 GWh Strom aus Wasserkraft produzieren, sie kann damit den Bedarf von bis zu 40.000 Haushalten decken. Das Investitionsvolumen der Salzburg AG wird etwa 85,0 Millionen Euro betragen. Wichtig ist den Projektbetreibern, den Naherholungsraum Salzachklamm mit seinem Charakter zu erhalten.

Für das Projekt Windsfeld in Flachau startete im Sommer 2025 das Genehmigungsverfahren mit der öffentlichen Auflage. Für die Verhandlung zur Umweltverträglichkeitsprüfung im Geschäftsjahr 2026 wurden alle Unterlagen aufbereitet. Weiters wird der Anteil der Salzburg AG an der Beteiligung Trianel Onshore Windkraftwerke GmbH & Co. KG aufgestockt.

Im Bereich der Energiepreise hat die Salzburg AG Senkungen angekündigt. Mit 1. Juli 2026 führt die Salzburg AG einen neuen Tarif „Strom Preisfix“ mit einem Arbeitspreis von 9,9 CentkWh netto garantiert bis Mitte 2028 ein. Mit dem Tarif „Erdgas Preisfix28” bietet man auch Gas- Kund:innen eine Sicherheit über zwei Jahre bis Ende April 2028.

Für das Geschäftsjahr 2026 wurde vom Aufsichtsrat ein Investitionsbudget von 262,5 Millionen Euro beschlossen, dem Baukosten- und Investitionszuschüsse in Höhe von 25,4 Millionen Euro gegenüberstehen, sodass sich netto eine Planinvestitionssumme von 237,0 Millionen Euro ergibt. Der geplante Cashflow der Salzburg AG soll zur Finanzierung dieser Vorhaben verwendet werden, falls erforderlich werden Fremdmittel eingesetzt.

Für Investitionen im Bereich der Energietechnik wurden insgesamt 65,9 Millionen Euro budgetiert, während für die regulierten Netze 120,8 Millionen Euro veranschlagt wurden. Davon fließen etwa 103,4 Millionen Euro in die Stromnetze. Investitionen im Bereich Telekom sind mit 30,6 Millionen Euro budgetiert.

Das Stammgeschäft, vor allem die Energieversorgung im Bundesland Salzburg, bleibt eine zentrale Ertragsstütze. Gleichzeitig integriert das Unternehmen neue strategische Themenfelder in seine Unternehmensausrichtung.

Die Sicherstellung der Versorgungssicherheit in sämtlichen Geschäftsbereichen bleibt eine Kernaufgabe der Salzburg AG. Darüber hinaus bilden die konsequente Ausrichtung auf Kundenbedürfnisse, der Ausbau erneuerbarer Energien und klimafreundlicher Technologien sowie die Intensivierung der Telekommunikations- und Digitalisierungsaktivitäten unverändert zentrale Handlungsfelder.

Die europäische Energieversorgung befindet sich in einem tiefgreifenden Wandel. Neue Technologien beschleunigen die Transformation hin zu einer nachhaltigen Produktion und stärken die Unabhängigkeit von internationalen Energiemärkten. Mit ihrem Multi-Utility-Ansatz sowie einer ambitionierten Investitions- und Wachstumsstrategie ist die Salzburg AG gut aufgestellt, um einen wesentlichen Beitrag zur nachhaltigen Zukunft der Energiewirtschaft im Bundesland Salzburg zu leisten. Die breite Streuung der Geschäftsaktivitäten mit einem starken Fokus auf Eigenerzeugung durch Wasserkraft wirkt dabei auf die gesamte Vermögens-, Finanz-, Ertrags- und Risikolage der Salzburg AG stabilisierend.

2.3. Verwendung von Finanzinstrumenten

Die Salzburg AG verwendet Derivate ausschließlich im Bereich des Energiehandels. Genauere Ausführungen zu den verwendeten Finanzinstrumenten siehe Angaben im Anhang.

3. Bericht über die Forschung und Entwicklung

Die Salzburg AG treibt ihre digitale Transformation konsequent im Bereich von Produktentwicklungen voran und verfolgt dabei die strategische Ambition „Innovator", um sich im Bereich digitaler Produkte und Services kontinuierlich weiterzuentwickeln.

Als Schrittmacher der Energiewende treibt die Salzburg AG konsequent neue Projekte voran. Enox.energy wurde als Marke für innovative digitale Lösungen etabliert. Die neue enox.powerhive Ladestation leistet einerseits einen Beitrag zu einem effizienteren Energiesystem und andererseits

zur Mobilitätswende. Enox.powerhive bündelt über Software dezentrale Batteriespeicher zu einer großen, virtuellen Batterie, die für das gesamte Netz als Reserve relevant sein kann. Der Batteriespeicher kann Lastspitzen abfangen und so zur Stabilität des Netzes beitragen. Im Herbst wurde eine Pilotanlage von enox.powerhive in der Bayerhamerstraße in Betrieb genommen, in Wagrain kam ein zweiter Pilotstandort dazu.

2025 wurde das MönchsbergForum als Dialogplattform für zukunftsweisende Infrastrukturlösungen ins Leben gerufen. Zumindest alle zwei Jahre werden hochkarätige Expert:innen aus Wirtschaft, Wissenschaft, Technologie, Politik, Kultur, Nachhaltigkeit und Gesellschaft eingeladen, um über künftige Herausforderungen und gesellschaftliche Entwicklungen zu diskutieren – immer auch vor dem Hintergrund, wie die öffentliche Infrastruktur in 15 oder 20 Jahren aussehen und was das für die Geschäftsmodelle der Salzburg AG Gruppe bedeuten kann. Beim ersten MönchsbergForum stand die Überlegung im Zentrum, wie künstliche Intelligenz den Infrastrukturbereich verändern wird.

Künstliche Intelligenz wurde als wesentlicher Transformationstreiber in der Energiewirtschaft gesehen, entlang der gesamten Wertschöpfungskette von der Erzeugung bis zum Kunden. Sie wird aufbauend auf Daten, Rechnerkapazitäten und Energie zur treibenden Kraft hinter der digitalen Infrastruktur des Landes.

4. Abschließende Bemerkungen

Die Salzburg AG kann dank ihrer motivierten Mitarbeiterinnen und ihrer vertrauensvollen Beziehungen zu Geschäftspartnern und Kunden auf ein gutes Geschäftsjahr 2025 zurückblicken. Die derzeitigen kriegerischen Ereignisse im Nahen Osten werden genau verfolgt und auf ihre Auswirkungen auf die Salzburg AG laufend evaluiert. Das energiewirtschaftliche Umfeld bleibt somit auch für 2026 sehr angespannt. Das Unternehmen steht grundsätzlich auf einem sehr gesunden finanziellen Fundament, womit die Bewältigung der aktuellen Herausforderungen bestmöglich unterstützt wird.

Salzburg, 15. April 2026

Der Vorstand

inger, E.M.B.L.-HSG

Dipl/ Ing. Herwig Struber, MSc

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