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Lagebericht 2025

Adolf Darbo Aktiengesellschaft

Original-PDF

Stichtag 31. Dez. 2025 · Eingereicht am 18. Sep. 2026

Inhaltsverzeichnis

1. Bericht über den Geschäftsverlauf und die wirtschaftliche Lage

1.1. Rahmenbedingungen und Geschäft

Allgemeine Situation

Das Jahr 2025 war durch die herausforderndste Fruchternte der letzten Jahre gekennzeichnet. Über fast alle Obstsorten hinweg mussten in der von Darbo gewünschten Qualität massive Ernteausfälle verzeichnet werden. Von Süd- bis Nordeuropa bewirkten extreme Wetterkapriolen negative Auswirkungen auf die Erntemenge. Dies führte zu sehr starken Beschaffungspreiserhöhungen. Besonders schwierig gestaltete sich die Situation bei Sauerkirschen, Heidelbeeren, Himbeeren und Erdbeeren. Das Unternehmen musste deshalb im 4. Quartal die Preise für viele Produkte anheben.

Trotz der weiterhin schwierigen Situation am Arbeitsmarkt konnte der Personalstand auf 425 Köpfe erhöht werden, was einen neuen Höchststand bedeutet.

Die Marktanteile in den verschiedenen Warengruppen sind im Inland von hoher Stabilität geprägt. In Deutschland und Italien konnten die Marktanteile weiter ausgebaut werden.

Die Adolf Darbo AG verzeichnet für das abgelaufene Geschäftsjahr einen Rekord- Bruttoumsatz von 209,5 Mio. € (+6,3%) sowie einen Rekord-Absatz von 52.234 Tonnen (+3,1%). Das Wachstum wurde wie in den letzten Jahren vor allem durch zusätzliche Absatzsteigerungen im Ausland generiert. Die Exportquote liegt für das Geschäftsjahr bei mittlerweile 59%.

Inlandsgeschäft

Die Handelskonzentration im österreichischen Lebensmitteileinzelhandel ist weiterhin hoch. Ebenso zeichnet sich im Gastronomiegroßhandel eine verstärkte Konzentration ab. Verbunden mit einem verstärkten Fokus auf Eigenmarken des Handels standen und stehen Markenartikel vor großen Herausforderungen.

Der Inlandsumsatz belief sich im Lebensmitteleinzelhandel auf 53,1 Mio. € und konnte um 3,3% bzw. 1,7 Mio. € gesteigert werden. Dazu trugen maßgeblich die Segmente Kompotte, Honig, und Corny bei.

Der Gastronomieumsatz im Inland legte um 3,3% zu und verzeichnete einen Umsatz von 22,2 Mio. €.

Die Industriesparte, in der vor allem Produkte für die weiterverarbeitende Backwarenindustrie angeboten werden, konnte ein erfreuliches Umsatzwachstum von 9,7% erzielen und beendete das Geschäftsjahr mit 9,1 Mio. €.

Die Sparte Fruchtzubereitung spielt in Österreich eine untergeordnete Rolle. Der Umsatz stieg um 3,3% und betrug 0,9 Mio. €.

Im Inland konnte somit ein Umsatz über alle Bereiche (inkl. „sonstiger“ Umsätze) von 85,5 Mio. € erzielt werden. Das entspricht einer Umsatzsteigerung von 3,8%.

Auslandsgeschäft

Das Geschäft mit den Produkten für die Letztverbraucher konnte im Export ein Plus von 5,2% erzielen und stieg auf 43,7 Mio. €. Sehr erfolgreich entwickelte sich das Geschäft im hart umkämpften Konfitüren-Markt in Deutschland. Der wertmäßige Marktanteil konnte auch im Jahr 2025 wieder ausgebaut werden. Darbo liegt mittlerweile auf Platz 3 im Ranking der Markenhersteller.

Mit einem Umsatzplus von 8,3% bzw. einem Umsatz von 30,2 Mio. €. schließt die Sparte Gastronomie Export das Jahr 2025 ab.

Um 5,8% bzw. 1,0 Mio. €. wuchs der Umsatz mit der weiterverarbeitenden Backindustrie.

Die Sparte Fruchtzubereitung, wuchs im Umsatz um 3,2% und verzeichnet 31,1 Mio. € Umsatz. Positiv zum Wachstum trägt mittlerweile auch der griechische Absatzmarkt bei.

In Summe beläuft sich das Auslandsgeschäft auf 124,0 Mio. €. Durch die dynamische Entwicklung konnte die Exportquote auf einen Höchstwert von 59% gehoben werden.

Unternehmung gesamt

Mit einem Brutto-Jahresumsatz (vor Erlösschmälerung) von 209,5 Mio. € ist eine Umsatzsteigerung von 6,3% gelungen. Das Wachstum konnte vor allem durch zusätzliche Absätze generiert werden. Die zusätzliche Absatzmenge konnte ohne größere Probleme bewältigt werden. Der Netto-Jahresumsatz beläuft sich auf 196,1 Mio. € (2024: 183,9 Mio. €).

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 3
Export- und Inlandsumsätze in Tsd. €
250.000
20242025
200.000
150.000
122.103
112.836
100.000• Export
• Inland
50.000
71.06174.046
0

1.2. Vermögens- und Finanzlage

Die Gesellschaft investierte im Jahr 2025 insgesamt € 9.155 Tsd. in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte. Die Sachinvestitionen betreffen hauptsächlich die Zuckeranlage, das Grundstück in Stans sowie die Anlage 2.

Das Anlagevermögen betrug zum 31.12.2025 € 53.210 Tsd. (Vorjahr € 49.193 Tsd.) das sind 37,5% der Bilanzsumme. Das Umlaufvermögen lag im abgelaufenen Berichtsjahr bei € 83.810 Tsd. (Vorjahr € 76.209 Tsd.), dies entspricht einer Zunahme in Höhe von € 7.601 Tsd. Die Guthaben bei Kreditinstituten reduzierten sich von € 10.371 Tsd. (Vorjahr) auf € 3.665 Tsd. Im Geschäftsjahr 2025 kam es zu einer Zunahme von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen von € 9.887 Tsd. bzw. von unfertigen Erzeugnissen in der Höhe von € 178 Tsd. und fertigen Erzeugnissen und Waren von € 308 Tsd., womit sich der Wert der Vorräte auf € 55.744 Tsd. summiert. Die sonstigen Forderungen erhöhten sich auf € 845 Tsd. (Vorjahr € 717 Tsd.)

Die Eigenkapitalquote (inkl. Investitionszuschüsse) belief sich zum Bilanzstichtag auf 74,8% (Vorjahr: 75,6%)

1.3. Kennzahlen

Abweichend zum Vorjahr wurde die Berechnung der Kennzahlen gemäß den Formeln laut Empfehlung zur Ausgestaltung finanzieller Leistungsindikatoren im Lagebericht bzw. Konzernlagebericht (KFS BW 3) durchgeführt.

Die Abweichungen betreffen folgende Kennzahlen:

• Bei der Gesamtkapitalrentabilität wurde statt des durchschnittlichen Gesamtkapitals das Gesamtkapitals des jeweiligen Berichtsjahres zugrunde gelegt. • Bei der Eigenkapitalrentabilität wurde statt des durchschnittlichen Eigenkapitals das Eigenkapital des jeweiligen Berichtsjahres zugrunde gelegt. • Die Berechnung des Working Capitals exkludiert die aktiven latenten Steuern.

Kennzahlen zur Ertragslage

Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT)

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern entspricht dem um den Zinsaufwand korrigierten Ergebnis vor Steuem.

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 5
20252024
Ergebnis vor Sleuem14.312.236,3213.805.960,18
Zinsen und ähnliche Aufwendungen22.503.4069.053.44
EBIT14.334.739,7213.875.013,62

Umsatzrentabilität (Return on Sales - ROS)

Die Umsatzrentabilität enispricht dem Verhältnis aus Ergebnis vor Zinsen und Steuem und den Umsatzerlösen.

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 5
20252024
Ergebnis vor Zinsen und Steuern14.334.739,7213.875.013,62
Umsatzerlöse196.148.797,11183.896.683,29
ROS7,31%7,55%

Eigenkapitalrentabilität (Return on Equity ROE)

Die Eigenkapitalrentabilität ergibt sich aus dem Verhältnis des Ergebnisses vor Steuem zum Eigenkapital.

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 5
20252024
Ergebnis vor Zinsen und Steuern14.334.739,7213.875.013,62
Eigenkapital104.250.328,5596.582.020.68
ROE13,75%14,37%

Gesamtkapitalrentabilität (Returm on Investment - ROI)

Die Gesamikapitalrentabilität ergibt sich aus dem Verhältnis des Ergebnisses vor Zinsen und Steuem zum

Gesamikapital

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 5
20252024
Ergebnis vor Zinsen und Steuem14.334.739,7213.875.013,62
Gesamtkapital139.396.283,62127.777.053.11
ROI10,28%10,86%

Kennzahlen zur Vermögens- und Finanzlage

Nettoverschuldung (Net Debt)

Die Nettoverschuldung ergibt sich als Saldo des verzinslichen Fremdkapitals und der flüssigen Mittel.

Das verzinsliche Fremdkapital setzt sich dabei wie foigt zusammen:

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 6
20252024
Anleihen0,000,00
Verbindlichkeiten ggü Kreditinstiituten1.263.157,922.429.072,74
Rückstellungen für Abfertigungen5.009.465,985.078.035,50
Rückstellungen für Pensionen5.540.954,005.657.522,00
Rückstellungen für Jubiläumsgelder1.964.812,621.958.114,00
verzinsliches Fremdkapital13.778.390,5215.122.744,24
20252024
verzinsliches Fremdkapital13.778.390,5215.122.744,24
flüssige Mittel inkl. Wertpapiere des Umlaufvermögens3.738.967.3010.444.870.47
Net Debt10.039.423,224.677.873,77

Die flüssigen Mittel bestehen aus dem Bilanzposten "Kassenbestand, Schecks, Guthaben bei Kreditinstituten” und aus den Wertpapieren des Umlaufvermögens.

Nettoumlaufvermögen (Working Capital)

Das Nettoumlaufvermögen ergibt sich als Differenz des kurzfristigen Umlaufvermögens und des kurzfristigen Fremdkapitals. Die kurzfristigen Rechnungsabgrenzungsposten und aktiven latenten Steuen wurden nicht berücksichtigt.

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 6
20252024
kurzfristiges Umlaufvermögen83.810.273,7676.208.949,06
- kurzfristiges Fremdkapital20.973.354,1716.095.999,67
Working Capital62.836.919,5960.112.949,39

Eigenkapitalquote (Equity Ratio)

Die Eigenkapitalquote steltt den Anteil des Elgenkapitals am Gesamtkapital dar.

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 6
20252024
Eigenkapital104.250.328,5596.582.020,68
Gesamtkapital139.396.283,62127.777.053,11
Equity Ratio74,79%75,59%

Nettoverschuldungsgrad (Gearing)

Der Nettoverschuldungsgrad entspricht dem Verhältnis der Nettoverschuldung zum Eigenkapital.

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 6
20252024
Netioverschuldung10.039.423,224.677.873,77
Eigenkapital104.250.328,5596.582.020,68
Gearing9,63%4.84%

Cash-flow-Kennzahlen

Netto-Geldfluss gem. AFRAC 36

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 6
20252024
Netto-Geldfluss aus laufender Geschäftstätigkeit5.965.278,5311.604.762,31
Netto-Geldfluss aus der Investitionstätigkeit-8.122.763,48-3.841.520,93
Netto-Geldfluss aus der Finanzierungstätigkeit-4.548.418.22-10.058.777.74
Summe-6.705.903,17-2.295.,536,36
Finanzmittelbestand zu Beginn der Periode10.371.371.4312.666.907,79
Finanzmittelbestand am Ende der Periode3.665.468.2610.371.371.43
Summe-6.705.903,17-2.295.536,36

1.4. Forschungsbericht

Neuentwicklungen Rezepturen

Merkantil: Bestehende Produktlinien von Konfitüren und Fruchtsirupen werden durch Neuentwicklungen erweitert, wobei Produkte teilweise bereits erfolgreich eingeführt wurden und weitere Produkte für den Marktlaunch 2026 geplant sind.

Gastronomie: In Zusammenarbeit mit externen Lieferanten wird ein für Darbo gänzliches Neuprodukt entwickelt, welches zudem in seinen rheologischen Eigenschaften für den Einsatz in der Gastro-Spenderlinie geeignet sein muss: Der Schwerpunkt liegt auf der Einstellung einer stabilen Viskosität, eines reproduzierbaren Fließverhaltens sowie einer temperatur- und lagerstabilen Produktstruktur, um eine gleichmäßige und prozesssichere Dosierung in den Spendersystemen zu gewährleisten. Die Entwicklungsarbeiten erfolgen in enger Abstimmung mit den Anforderungen der bestehenden Dosier- und Fördereinheiten. Die Entwicklungsarbeiten dauern 2026 noch an.

Für einen Gastro-Kunden wurden 13 Produkte mit neuen Rezepturen sowohl im Kunststoff- Großgebinde als auch im kleinen Portionsglas entwickelt. Die Produkte entsprechen den definierten Qualitäts- und Geschmacksanforderungen und sind für den geplanten Einsatz im Markt vorbereitet.

Optimierung von Verpackung

Für ein Produkt wurde eine Verpackungsoptimierung umgesetzt, indem durch Weiterentwicklung der Verpackung, natürlich unter Einhaltung der Verpackungskonformität, die Entleerung optimiert und die produktbedingte Restmenge in der Verpackung um 28% reduziert werden konnte. Die Maßnahme wurde zunächst durch Laborversuche validiert und anschließend im Rahmen eines Großversuchs erfolgreich bestätigt. Diese Entwicklungsleistung trägt zur Reduktion von Produktverlusten und zur Effizienzsteigerung entlang der Wertschöpfungskette bei.

Produktionsverfahren

Zur Bewältigung der steigenden Nachfrage nach Bio-Portionsverpackungen wurde eine Modifikation des bestehenden Verfahrensablaufs evaluiert. Hierzu wurden produktionstechnische Tests durchgeführt, mit dem Ziel, den Erwärmungsschritt zu optimieren. Die Tests zeigten eine signifikante Verkürzung der Prozess- und Aufbereitungszeit. Die geringere thermische Beanspruchung des Produktes erlaubt zudem eine Optimierung der Rezeptur bei gleichbleibender Produktstabilität.

Im Bereich der Zubereitung von Bäckereiprodukten wurde im Jahr 2025 an der Entwicklung eines neuen Verfahrens gearbeitet, um die Backstabilität zu verbessern.

Das Verfahren wurde bereits erfolgreich bei zwei Artikeln mit hochbrixigen, passierten Fruchtfüllungen angewendet und liefert neben der deutlich verbesserten Backstabilität auch einen verbesserten Glanz und eine gleichmäßigere Verteilung der Fruchtfüllung sowie dadurch bedingt einen optisch hochwertigen Fruchtspiegel am Gebäck.

Im Bereich der Produktion Dornau und Am Rain wurden Versuche zur Entklumpung von IQF- Produkten durchgeführt. Dabei wurden verschiedene Früchte erfolgreich getestet. Die eingesetzte Maschine gewährleistete eine zuverlässige Entklumpung auch bei stark verklumpten Früchten. Zusätzlich zeigte sich eine deutliche Verbesserung der Arbeitsergonomie, sowie positive Effekte auf die Fruchtqualität und eine schonendere Behandlung der nachfolgenden Anlagen.

Methodenoptimierung

Im Bereich der Qualitätskontrolle von Fruchtzubereitungen wurde an der Einführung einer objektiven und effizienteren Messmethode als Ersatz für die bestehende Methode gearbeitet.

Digitalisierung

Produktionsübergreifend wurden Vorstudien zur Einführung eines MES-Systems durchgeführt und erfolgreich abgeschlossen. Auf dieser Basis konnte ein geeigneter Partner für die Implementierung eines integrierten MES- und PLS-Systems identifiziert werden.

Mit dem Ziel die Transparenz, Effizienz und Qualität in der Produktion zu erhöhen und eine belastbare Datenbasis für Rückverfolgbarkeit, Prozessoptimierung und fundierte Managemententscheidungen zu schaffen.

1.5. Zweigniederlassungen

Die Adolf Darbo AG unterhält keine Zweigniederlassungen. Das Repräsentanzbüro in Shanghai wurde im August 2025 aus administrativen Gründen geschlossen.

1.6. Umweltbelange

Ein nachhaltiger Umgang mit der Umwelt ist auf allen Ebenen der unternehmerischen Tätigkeiten der Adolf Darbo AG fest verankert und integraler Bestandteil der Unternehmenspolitik.

Die Herstellung unserer Fruchtkompositionen beginnt dort, wo die besten Früchte wachsen. Dabei legen wir großen Wert auf einen verantwortungsvollen Pflanzenschutz, der von uns streng überwacht wird. Als Unternehmen, das von den Schätzen der Natur lebt, sehen wir es als unsere Pflicht, diese zu schützen und nachhaltig zu wirtschaften. Seit 1996 sind wir nach dem europäischen Umweltmanagementsystem EMAS (Eco Management and Audit Scheme) zertifiziert und gestalten unsere Prozesse rechtskonform und ressourcenschonend. Durch unser integriertes Managementsystem konnten bereits zahlreiche Synergien genutzt und Projekte erfolgreich umgesetzt werden. Die Effektivität unseres Umweltmanagementsystems wird jährlich durch unabhängige Audits auf Grundlage des internationalen Standards ISO 14001:2015 sowie durch ein Umweltgutachten nach EMAS III (Verordnung EG 1221/2009) überprüft und bestätigt.

Unser Beitrag zum nachhaltigen Umgang mit den Kostbarkeiten der Natur

Ein zentraler Schwerpunkt der Umweltaktivitäten liegt im Bereich Energieeffizienz und Klimaschutz. Wir analysieren den Energieverbrauch in den Bereichen Produktion, Lagerung und Verwaltung kontinuierlich und setzen darauf aufbauend gezielte Maßnahmen zur Reduktion um.

Dazu zählen Optimierungen an Produktionsanlagen, Investitionen in energieeffiziente Technologien sowie laufende Verbesserung der Gebäude- und Anlagentechnik. Unser Hauptenergieträger ist Erdgas, welches vorwiegend für die Produktionsprozesse sowie für den Dampfkesselbetrieb und die Heizung verwendet wird. Die übrigen 25% des Energiebedarfs stammen aus Elektroenergie mit Unterstützung der Sonne: Die großen Dachflächen unserer Produktionshallen nutzen wir für Photovoltaikanlagen, welche zu einer zusätzlichen Einsparung von 75 Tonnen CO2 im Jahr 2025 führen.

Der Wasserverbrauch in den Produktionsprozessen wird laufend überwacht und durch technische sowie organisatorische Maßnahmen reduziert. Geschlossene Kreisläufe, optimierte Reinigungsprozesse und der bewusste Umgang mit Wasser tragen wesentlich zur Senkung des Verbrauchs bei. So ermöglicht unsere hauseigene Abwasserbehandlungsanlage eine automatisierte Neutralisation des Abwassers, wodurch Neutralisationszusätze eingespart werden.

Dies führt uns zu einem weiteren wesentlichen Umweltaspekt: Abfallvermeidung und die Förderung der Kreislaufwirtschaft. Ziel ist es, Abfälle nach Möglichkeit zu vermeiden und unvermeidbare Abfälle einer bestmöglichen Verwertung zuzuführen. Ein Beispiel dafür ist unsere vor drei Jahren errichtete Absauganlage mit welcher Restmengen aus retournierten Containern abgesaugt und zur Biogasherstellung bereitgestellt werden.

Auch die Verpackungen spielen in der Kreislaufwirtschaft eine zentrale Rolle: Glas als Hauptverpackungsmaterial ist vollständig recyclingfähig und unterstützt den Kreislaufgedanken maßgeblich. Laufende Optimierungen bei Verpackungsdesign und Materialeinsatz reduzieren zusätzlich den Ressourcenverbrauch. Seit April 2025 werden die Präsentationsverpackungen extern produziert, wodurch 138 LKW-Fahrten eingespart werden konnten.

Das Wohl unserer Mitarbeiterinnen liegt uns sehr am Herzen. Wir legen großen Wert auf Arbeitssicherheit und Gesundheitsförderung. Regelmäßige Betriebsrundgänge und Arbeitsplatzevaluierungen führen wir gemeinsam mit unserer Sicherheitsfachkraft und Arbeitsmedizinerin durch, um das Risiko von Arbeitsunfällen zu minimieren. Unsere Arbeitsmedizinerin unterstützt uns zudem bei medizinischen Beratungen und Vorsorgeuntersuchungen. Im Jahr 2025 wurde eine Mitarbeiterbefragung durchgeführt. Aus den sorgfältig ausgewerteten Rückmeldungen wurden Maßnahmen abgeleitet, die nun sukzessiv umgesetzt werden.

Um die Qualität und Sicherheit unserer Produkte, Dienstleistungen und Arbeitsplätze langfristig auf höchstem Niveau zu sichern, überprüfen und verbessern wir unsere Leistungen kontinuierlich. Unser integriertes Managementsystem stellt sicher, dass alle Anforderungen in Bezug auf Umwelt, Qualität, Hygiene, Konformität und Legalität sowie Produktsicherheit und Gesundheit eingehalten werden.

Unsere Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen werden regelmäßig in den Bereichen Umwelt, Arbeitssicherheit, Lebensmittelhygiene und Qualität geschult, um stets auf dem neuesten Stand zu sein.

Im Jahr 2025 wurde auf Managementebene eine Nachhaltigkeitsstrategie entwickelt. Aus der entstandenen Nachhaltigkeitsvision und -mission leiten sich vier strategische Handlungsfelder mit klaren Verantwortlichkeiten, Zielen und Maßnahmen ab. Umwelt- und Nachhaltigkeitsprojekte werden in unserem Umwelt- und Nachhaltigkeits-programm dokumentiert, im Rahmen der Managementbewertung vorgestellt und mit Umweltaspekten sowie Kennzahlen verknüpft.

Unsere Ziele, Leistungen und Vorhaben zu Umwelt und Nachhaltigkeit veröffentlichen wir in unserer Umwelterklärung und dem Nachhaltigkeitsbericht. Beide werden von einer unabhängigen dritten Stelle geprüft und sind öffentlich zugänglich.

1.7. Arbeitnehmerbelange

Im Jahr 2025 beschäftigte die Adolf Darbo AG durchschnittlich 425 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen (Vorjahr 418 Mitarbeiter), davon 145 Angestellte und 280 Arbeiter/innen. Zum 31.12. befanden sich 422 Beschäftigte im Betrieb, davon 3 in einer Lehrlingsausbildung.

Die Adolf Darbo AG legt großen Wert auf die Sicherheit der Arbeitnehmer. Durch die Einhaltung der vorgegebenen Sicherheitsauflagen und durch die laufende Schulung der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen über mögliche Gefahren wird die Zahl der Arbeitsunfälle geringgehalten. Interne Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen sowie Angebote externer Bildungsträger unterstützen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen aller Altersklassen bei der beruflichen und persönlichen Weiterbildung, um deren fachliche und soziale Kompetenzen weiter zu stärken. Für Schulungen und Seminare wurden im Berichtsjahr € 90 Tsd. ausgegeben, der freiwillige Sozialaufwand betrug € 268 Tsd., die Kosten der Arbeitsmedizin belaufen sich auf rund € 40 Tsd.

1.8. Sonstige, für die Geschäftstätigkeit wichtige, nicht finanzielle

Kennzahlen

Ein wichtiger Faktor für den Erfolg der Adolf Darbo AG liegt in der konsequenten Umsetzung der Markenpolitik. Auch im Jahr 2025 konnte eine äußerst hohe gestützte Markenbekanntheit festgestellt werden.

Regelmäßige Oberprüfungen des Imageprofils zeigen, dass die Marke „Darbo" konstant gute Werte in den einzelnen Ausprägungen wie „erfolgreiches Unternehmen“, „sympathisch" oder „sehr guter Geschmack“ erreicht.

Angaben gemäß § 243 Abs. 3 Z 3 UGB sind nicht zu machen.

2. Prognosebericht

Für das Geschäftsjahr 2026 erwartet die Adolf Darbo AG erneut ein moderates Absatz- und Umsatzwachstum, insbesondere getragen durch das dynamisch wachsende Exportgeschäft. Die Umsatzverteilung nach Geschäftsbereichen wird sich voraussichtlich in ähnlicher Weise wie im Vorjahr entwickeln. Dominanter Unsicherheitsfaktor bleibt die Ernteentwicklung bzw. die damit verbundene Fruchtpreisentwicklung, welche das Betriebsergebnis am deutlichsten beeinflusst.

Um eine hohe Planbarkeit und Verlässlichkeit in der Zusammenarbeit mit Kunden sicherzustellen, wurde der Bedarf an Rohstoffen, Verpackungsmaterialien und Energie weitgehend über langfristige Verträge abgesichert. Gleichzeitig sollen fortschreitende Digitalisierungs- und Automatisierungsmaßnahmen die mittel- und langfristigen Unternehmensziele unterstützen. Hierfür plant das Unternehmen im Jahr 2026 Investitionen in Höhe von rund 10 Mio. €.

Die zunehmenden bürokratischen Anforderungen bleiben eine Herausforderung. Zahlreiche neue Richtlinien führen zu veränderten Abläufen, Strukturen und Berichtspflichten. Das Unternehmen erarbeitet bereits frühzeitig geeignete Lösungen, um die neuen Vorgaben effizient umzusetzen.

Beim Personalbestand wird ein moderater Anstieg erwartet. Die Lage am Arbeitsmarkt hat sich gegenüber dem Vorjahr leicht verbessert, wenngleich die Rekrutierung von Schlüsselkräften weiterhin anspruchsvoll bleibt.

Die politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen werden auch 2026 als volatil eingeschätzt. Insbesondere potenzielle Auswirkungen von Entwicklungen im Rahmen der US-amerikanischen Zollpolitik und daraus resultierende Risiken für Beschaffungs- und Absatzmärkte beeinflussen mehrere Unternehmensbereiche – unter anderem die Preispolitik, die Lieferantenauswahl und die internationalen Absatzmärkte.

Zur Stärkung der Marktposition und zum Ausbau bestehender Marktanteile ist auch für 2026 die Entwicklung neuer Produkte vorgesehen.

3. Risikobericht

Die bestehenden Chancen und Risiken werden regelmäßig und systematisch überprüft. Daraus werden bei Bedarf geeignete Maßnahmen abgeleitet, die vorrangig der Risikovermeidung, sowie ergänzend der Risikominderung dienen. Tritt dennoch ein Schadensfall ein, wird durch umgehende Reaktionen versucht, die Auswirkungen auf das Unternehmen so gering wie möglich zu halten.

Das finanzielle Risiko aus potenziellen Schadensereignissen, die die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit des Unternehmens übersteigen könnten – beispielsweise Schäden durch Feuer, WasseroderSturm, vertragliche Schadenersatzansprüche oder Betriebsunterbrechungen — ist im üblichen Umfang versichert. Die entsprechenden Versicherungspolizzen werden laufend überprüft und bei Bedarf angepasst.

Ein wesentlicher Risikobereich eines Lebensmittelunternehmens liegt in der Vermeidung nicht verkehrsfähiger Produkte. Langjährig etablierte, kontinuierlich weiterentwickelte Qualitätsmanagement- und Qualitätssicherungsprozesse – beginnend bei der Rohwarenkontrolle, über strikte Hygienevorschriften im Produktionsablauf, bis hin zur Endkontrolle der Fertigwaren – wirken präventiv. Darüber hinaus unterzieht sich das Unternehmen regelmäßig anspruchsvollen externen Audits.

Die Beschaffung stellt einen besonders risikobehafteten Bereich dar. Aufgrund des hohen Qualitätsanspruchs müssen Rohwaren in entsprechender Güte bereitgestellt werden. Die deutlichen Preissteigerungen am Beschaffungsmarkt im Jahr 2025 waren vor allem auf ungünstige Wetterbedingungen in zahlreichen Ursprungsländern zurückzuführen. Nässe, Frost und Hitzewellen führten zu Ernteausfällen von bis zu 85 % gegenüber dem Durchschnitt. Eine global ausgerichtete Multi-Lieferanten-Strategie hat wesentlich dazu beigetragen, die Risiken der Rohstoffbeschaffung zu reduzieren. Dadurch konnten sowohl der hohe Qualitätsanspruch befriedigt als auch die benötigten Mengen gesichert werden.

Im Energiesektor zeigte sich für 2025 eine Entspannung am europäischen Markt. Eine rückläufige Nachfrage energieintensiver Industrien führte zu stabileren Versorgungslagen. Für die Jahre 2028 und 2029 wurden verschiedene Anbieter und deren Konditionen geprüft. Unter Berücksichtigung ökonomischer Aspekte schloss die Adolf Darbo AG entsprechende Verträge mit TIWAG und TIGAS ab. Gas für die Jahre 2028 und 2029 wurde aufgrund gûnstiger Bedingungen bereits am Terminmarkt gesichert.

Die konsequente Markenpolitik und die hohe Produktqualität führen zu einer starken Verbraucherbindung, die Stabilität in den Absatzmengen gewährleistet. Durch kontinuierliche Innovationen wird zudem das Ziel verfolgt, zusätzliche Käufergruppen zu erschließen.

Cyberkriminalität ist auch 2025 ein zentraler Risikofaktor. Ihm wird mit konsequenter Systemhärtung („Hardening“), der Umsetzung der Vorgaben der NIS2-Richtlinie sowie der verpflichtenden Mehr-Faktor-Authentifizierung in kritischen Bereichen begegnet.

Zur Sicherstellung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit werden auf Basis einer laufenden Finanzplanung geeignete Kreditlinien vereinbart. Die hohe Eigenkapitalquote und das damit verbundene positive Rating ermöglichen es, bei Bedarf jederzeit Fremdmittel aufzunehmen.

Ein erhebliches Währungsrisiko besteht nicht, da der überwiegende Teil der Geschäftsvorfälle in Euro abgewickelt wird. Langfristige Fremdwährungs-verbindlichkeiten bestehen nicht.

Liquiditätsengpässe und Zahlungsschwierigkeiten auf Kundenseite sind spürbar geworden. Dem gegenüber stehen ein strenges Mahnwesen sowie ein breit diversifiziertes Kundenportfolio. Zudem setzt die Adolf Darbo AG Warenkreditversicherungen ein, um Ausfallrisiken zu reduzieren.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stellen einen wesentlichen Erfolgsfaktor dar. Motivierte Fach- und Führungskräfte, die sich mit dem Unternehmen und seinen Zielen identifizieren, tragen maßgeblich zur Risikominimierung in allen Unternehmensbereichen bei. Maßnahmen zur Aus- und Weiterbildung stärken diese Kompetenz und erhöhen die Bindung an das Unternehmen.

Flankierend zu diesen Maßnahmen besteht ein umfassender Planungs- und Budgetierungsprozess, in den alle Abteilungen eingebunden sind. Monatliche Plan-Ist- Vergleiche ermöglichen die frühzeitige Identifikation von Abweichungen und die Ableitung geeigneter Korrekturmaßnahmen.

Die Gesamtbewertung der Risikosituation zeigt, dass die Risiken zwar zugenommen haben, jedoch begrenzt oder verhindert werden können. Der Fortbestand des Unternehmens ist durch die bestehenden Risiken nicht gefährdet.

4. Finanzinstrumente

Die originären Finanzinstrumente bei der Adolf Darbo AG bestehen im Wesentlichen auf der Aktivseite aus Wertpapieren des Anlage- und Umlaufvermögens, Anteilen, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bzw. fixverzinsten Termineinlagen und auf der Passivseite aus Bankverbindlichkeiten und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Die ausgewiesenen Beträge der oben genannten aktivseitigen Finanzinstrumente stellen das größtmögliche Ausfallsrisiko dar, bzw. wird ein erkennbares Risiko durch eine Wertberichtigung vermindert.

Die Bedeutung des Währungsrisikos ist gering, da die Fakturierung nur zu einem geringen Teil in Fremdwährungen erfolgt.

Stans, am 17. März 2026

Der Vorstand

h

Mag. Martin Darbo, LL.M. e.h.

Mag. Klaus Darbo, e.h.

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