Inhaltsverzeichnis
1. Geschäftsgang und wirtschaftliche Situation
1.1 Geschäftsverlauf
Nourish life, living legacies, reflektiert die Art und Weise, wie Citrosuco seine Geschäfte führt. Wir haben unser Geschäft auf der Grundlage von Integrität und der Pflege vielfältiger und einflussreicher Beziehungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette entwickelt.
Der Orangensaftmarkt verzeichnet hohe Preise. Dieser Trend ist auf historisch niedrige Lagerbestände aufgrund extremer Wetterbedingungen und der durch einen vektorübertragenen Erreger verursachten Grünkrankheit zurückzuführe. Dieses Zusammentreffen von widrigen Wetterbedingungen und der anhaltenden Grünkrankheit trägt auch zu höheren Kosten der Orangensaftproduktion bei.
Die geringeren Produktmengen wurden angesichts des knappen Angebots durch höhere Preise kompensiert, was zu einem Wachstum des Umsatzes um 5% führte (von TEUR 1.197.554 in 23/24 auf TEUR 1.262.604 in 24/25). Aufgrund gestiegener Kosten sank der Bruttogewinn jedoch um 40% (von TEUR 174.349 in 23/24 auf TEUR 105.223 in 24/25).
Des Betriebsergebnis verringerte sich von einem Gewinn von TEUR 56.335 in 23/24 auf einen Verlust von TEUR 51.489 in 24/25, was hauptsächlich auf Verluste aus der Währungsumrechnung zurückzuführen ist.
Das Finanzergebnis beträgt TEUR 109.205 (23/24: TEUR 37.774) und ist im Wesentlichen auf erhaltene Dividenden zurückzuführen.
Das Gesamtvermögen verringerte sich um 2% und beläuft sich auf TEUR 1.577.437 zum 30. Juni 2025 (30. Juni 2024: TEUR 1.604.507). Dieser Rückgang ist im Wesentlichen auf geringere Vorauszahlungen auf Vorräte zurückzuführen, teilweise ausgeglichen durch einen höheren Vorratsbestande zum Ende der Ernte (TEUR 210.487 zum 30. Juni 2025 und TEUR 136.664 zum 30. Juni 2024).
1.2 Niederlassungen
Zwischen der FinCo GmbH und der Citrosuco GmbH kam es auf Grundlage eines am 16. Juni 2025 unterzeichneten Verschmelzungsvertrags zu einer Downstream-Verschmelzung, die mit Ablauf der Verschmelzungsfrist am 31. Dezember 2024 wirtschaftlich und bilanziell wirksam wurde.
Im Geschäftsjahr 2025 gab es keine weiteren Veränderungen hinsichtlich der Struktur.
1.3 Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren (in EUR 1.000)
| 30.06.2025 | 30.06.2024 | |
|---|---|---|
| (12 Monate) | (12 Monate) | |
| EBIT | -51.489 | 56.335 |
| EBITDA | -40.982 | 68.316 |
| Operative Rentabilität | -4,08% | 4,70% |
| Periodengewinn | 51.311 | 86.036 |
| Eigenkapitalrendite | 3,80% | 6,63% |
| Nettoverbindlichkeiten | 98.955 | 258.885 |
| Verbindlichkeiten/Vermögenswerte | 11% | 17% |
| Nettoumlaufvermögen | 1.175.386 | 1.103.193 |
| Cashflows aus betrieblicher Tätigkeit | 88.013 | -219.555 |
| Cashflows aus Investitionstätigkeit | 66.552 | -25.212 |
| Cashflows aus Finanzierungstätigkeit | -81.656 | 219.476 |
Die operative Rentabilität vergleicht den Gewinn mit dem Eigenkapital.
Zum 30. Juni 2024 zählte das Unternehmen 29 FTEs, darunter 17 Frauen und 12 Männer, in hauptsächlich verkaufsorientierten Funktionen, da die meisten Verwaltungsfunktionen von einem verbundenen Shared Service Center erbracht werden.
1.4 Folgeereignisse
Am 12. August 2025 wurde der Fusionsplan eingereicht, der die grenzüberschreitende Upstream-Fusion der Citrosuco GmbH durch die Citro-Fischer Holding BV vorsieht. Es wird erwartet, dass die Unternehmensumstrukturierung im zweiten Quartal des laufenden Geschäftsjahres 2026 vollständig abgeschlossen sein wird.
1.5 Internes Kontrollsystem
Es wurde ein geeignetes internes Kontrollsystem eingerichtet, welches während des Jahres effektiv arbeitete. Um die Qualität und Sicherheit der Produkte zu gewährleisten, wurden für jede Phase des Produktions- und Distributionsprozesses verschiedene Qualitätsverfahren und -kontrollen festgelegt. Um diese Qualitäts- und Lebensmittelsicherheitsaspekte kontinuierlich zu verbessern, wurde in allen Produktions- und Vertriebsstandorten des Konzerns ein Qualitäts- und Lebensmittelsicherheitssicherungssystem implementiert, das auf dem FSSC22000-System basiert. Zur Sicherung des Qualitäts- und Lebensmittelsicherheitsniveaus erfolgen in allen Produktions- und Distributionsstandorten regelmäßige Audits durch unsere eigene Organisation sowie durch Dritte.
2. Voraussichtliche Entwicklung und Risiken des Unternehmens
2.1 Voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens
Das Management kam auf der Grundlage von Fakten, die ihm bei der Veröffentlichung dieses Konzernabschlusses zur Verfügung standen, sowie positiver Entwicklungen beim Verkaufspreis von Orangensaft zu dem Schluss, dass es keine Hinweise gibt, die die Werthaltigkeit seiner Vermögenswerte beeinflussen könnten, seien sie finanziell und/oder nicht finanziell.
Um Citrosuco auf die Zukunft vorzubereiten, überarbeitet der Konzern seine globale Struktur, um die erwartete Effizienz im Kern und die Fähigkeiten zur Beschleunigung des Wachstums widerzuspiegeln.
Das Management sieht keine wesentlichen Umstände, die die Entwicklung des Unternehmens wesentlich negativ beeinflussen könnten.
2.2 Wesentliche Risiken und Unsicherheiten
Die Geschäftstätigkeiten des Unternehmens setzen es einer Reihe von finanziellen Risiken aus, und zwar: (a) Marktrisiko, (b) Kreditrisiko, (c) Liquiditätsrisiko, (d) Risiken aufgrund des Klimawandels, und (e) US-Steuern.
Das gesamte Risikomanagement-Programm wird auf Konzernebene festgelegt und konzentriert sich auf die Minimierung potenzieller negativer Auswirkungen auf die finanzielle Entwicklung der Konzerngesellschaften.
Das Risikomanagement wird von der Treasury-Abteilung des Konzerns nach den vom Aufsichtsrat genehmigten Richtlinien durchgeführt. Solche Richtlinien enthalten schriftliche Grundsätze zum allgemeinen Risikomanagement sowie zu bestimmten Bereichen wie dem Wechselkursrisiko, Zinsrisiko, Rohstoffpreisrisiko, Kreditrisiko und Liquiditätsrisiko.
Der Konzern verfügt über ein umfassendes Risikomanagementprogramm, um den Versicherungsschutz einzugrenzen und eine Risikodeckung anzustreben, die mit ihrer Größe und Tätigkeit vereinbar ist. Der Versicherungsschutz wurde für Beträge abgeschlossen, die von der Geschäftsleitung als ausreichend erachtet werden, um mögliche Verluste zu decken, wobei die Art der Aktivitäten des Unternehmens, die mit seiner Tätigkeit verbundenen Risiken und die Ratschläge seiner Versicherungsberater berücksichtigt wurden.
(a) Marktrisiko (i) Wechselkursrisiko
Das Unternehmen ist international tätig. Das Geschäft des Unternehmens ist ein Commodity-Geschäft, das in USD gehandelt wird. Forex-Ergebnisse werden hauptsächlich durch die Umrechnung von USD in EUR für AT- GAAP-Zwecke generiert.
(ii) Rohstoffpreisrisiko
Das Unternehmen ist bei seinen Orangensaftkonzentratverkäufen teilweise einem Rohstoffpreisrisiko ausgesetzt. Um das sich aus den Orangensaftpreisen ergebende Risiko zu steuern, sichert das Management einen Teil der Handelsverträge mit Fixpreisen. In geringerem Ausmaß schließt das Unternehmen außerdem Verträge zu Futures und Optionen ab, die an der ICE Stock Exchange New York ausverhandelt werden, um US- Verkäufe abzusichern, deren Preise auf dem FCOJ-Futures-Markt beruhen.
(iii) Zinsrisiko
Die Erträge und operativen Cashflows des Unternehmens sind im Wesentlichen unabhängig von Änderungen der Marktzinssätze. Zum Bilanzstichtag bestehen keine offenen Kreditverbindlichkeiten.
(b) Kreditrisiko
Das Kreditrisiko resultiert im Wesentlichen aus Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten sowie aus Einlagen bei Banken und Finanzinstituten und Kreditrisiken bei Groß- und Endkunden, einschließlich ausstehender Forderungen und verbindlicher Transaktionen. Das Kreditrisiko kann sich auch aus Finanzgarantien über einen Bankkredit mit verbundenen Unternehmen ergeben, die der Bank die entstandenen Verluste erstatten, wenn das betreffende Unternehmen seinen Forderungen nicht nachkommt. Das Unternehmen verfolgt eine Politik der Zusammenarbeit mit Banken und Finanzinstituten, die mindestens von zwei der folgenden drei Ratingagenturen bewertet wurden: Fitch, Moody's oder Standard & Poor's. Das Mindestrating für die Kontrahenten ist "BBB-" (global scale) oder gleichwertig.
Im Falle von Kreditrisiken, die sich aus Kundenkreditrisiken ergeben, beurteilt das Unternehmen die Bonität des Kunden vor allem unter Berücksichtigung der historischen Beziehungen zu den Kunden und finanzieller Indikatoren, die individuelle, laufend überwachte Kreditlimits festlegen. Sollte es sich als notwendig erweisen, werden Garantien oder Akkreditive zur Wahrung der Unternehmensinteressen eingeholt. Darüber hinaus sind die meisten Exportumsätze des Unternehmens durch eine Kreditversicherung besichert.
Die Risikovorsorge bzw. Wertminderung von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird erforderlichenfalls zu einem Betrag angesetzt, der als ausreichend angesehen wird, um die wahrscheinlichen Verluste bei der Eintreibung von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zu decken. Die Wertberichtigung wird unter "sonstige betriebliche Aufwendungen" gebucht.
Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind die Kreditrisikokonzentrationen eher begrenzt, da das Kundenportfolio des Unternehmens aus mehreren großen multinationalen Unternehmen besteht, von denen der Großteil in der internationalen Lebensmittelindustrie tätig ist und das Spektrum der Herstellung und
Distribution abdeckt sowie über eine Vielfalt von Absatzmärkten verfügt. Aufgrund dieser Faktoren ist das Management der Ansicht, dass den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen des Unternehmens kein zusätzliches Kreditrisiko gegenüber den für die Ertragsausfälle zur Verfügung gestellten Beträgen innewohnt.
Das maximale Kreditrisiko ist auf den Buchwert jeder Klasse an finanziellen Vermögenswerten und den Nennwert im Falle von Garantieverträgen begrenzt.
(c) Liquiditātsrisiko
Das Liquiditätsrisikomanagement beinhaltet die Aufrechterhaltung eines Minimums an sofortiger Barliquidität und zugesagter Kreditlinien, die je nach Art der Geschäftstätigkeit und Saisonalität auf Basis von Prognosemodellen und statistischen Analysen verfügbar sind.
Die Steverung der Liquiditätsrisikopolitik umfasst auch die Festlegung von Limits für Gegenparteien, die Vorhersage von Stressszenarien, die Überprüfung von Strategien und die Konsistenz der Kapitalallokation.
(d) Risiken aufgrund des Klimawandels
Es ist möglich, dass der Klimawandel, die biologische Vielfalt und Verknappung der Wasserressourcen Auswirkungen auf die Aktiva des Konzerns haben. Daher wurde auf Konzernebene (ESG-Verpflichtungen 2030) eine weltweite Strategie umgesetzt, die die Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs) der Vereinten Nationen (UN) einbezieht. Zu den Verpflichtungen gehören beispielsweise eine Reduzierung der Kohlendioxidemissionen um 28 % und eine rationale Verwaltung der Wasserressourcen, wodurch die Effizienz der Wassernutzung in Industriebetrieben um 20 % gesteigert werden soll.
(e) US-Steuern
Im Juli 2025 kündigte die US-Regierung eine erhebliche Erhöhung der Zölle auf Importe brasilianischer Produkte an, mit einigen Ausnahmen, wie beispielsweise Orangensaft, für den der Zollsatz auf dem zuvor festgelegten Niveau beibehalten wurde. Das Management beobachtet diese Angelegenheit aufmerksam und ist entschlossen, die erforderlichen Maßnahmen zu ergreifen, um etwaige nachteilige Auswirkungen abzumildern.
3. Forschung und Entwicklung
Das Unternehmen betreibt derzeit keine Aktivitäten im Bereich Forschung und Entwicklung, da diese ausschließlich auf Citrosuco ebene stattfinden.
Wien, am 21. Oktober 2025
Die Geschäftsführung:
Alex Marie Schuermans
Danilo Pires Da Cunha
Distribution abdeckt sowie über eine Vielfalt von Absatzmärkten verfügt. Aufgrund dieser Faktoren ist das Management der Ansicht, dass den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen des Unternehmens kein zusätzliches Kreditrisiko gegenüber den für die Ertragsausfälle zur Verfügung gestellten Beträgen innewohnt.
Das maximale Kreditrisiko ist auf den Buchwert jeder Klasse an finanziellen Vermögenswerten und den Nennwert im Falle von Garantieverträgen begrenzt.
(c) Liquiditätsrisiko
Das Liquiditätsrisikomanagement beinhaltet die Aufrechterhaltung eines Minimums an sofortiger Barliquidität und zugesagter Kreditlinien, die je nach Art der Geschäftstätigkeit und Saisonalität auf Basis von Prognosemodellen und statistischen Analysen verfügbar sind.
Die Steuerung der Liquiditätsrisikopolitik umfasst auch die Festlegung von Limits für Gegenparteien, die Vorhersage von Stressszenarien, die Überprüfung von Strategien und die Konsistenz der Kapitalallokation.
(d) Risiken aufgrund des Klimawandels
Es ist möglich, dass der Klimawandel, die biologische Vielfalt und Verknappung der Wasserressourcen Auswirkungen auf die Aktiva des Konzerns haben. Daher wurde auf Konzernebene (ESG-Verpflichtungen 2030) eine weltweite Strategie umgesetzt, die die Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs) der Vereinten Nationen (UN) einbezieht. Zu den Verpflichtungen gehören beispielsweise eine Reduzierung der Kohlendioxidemissionen um 28 % und eine rationale Verwaltung der Wasserressourcen, wodurch die Effizienz der Wassernutzung in Industriebetrieben um 20 % gesteigert werden soll.
(e) US-Steuern
Im Juli 2025 kündigte die US-Regierung eine erhebliche Erhöhung der Zölle auf Importe brasilianischer Produkte an, mit einigen Ausnahmen, wie beispielsweise Orangensaft, für den der Zollsatz auf dem zuvor festgelegten Niveau beibehalten wurde. Das Management beobachtet diese Angelegenheit aufmerksam und ist entschlossen, die erforderlichen Maßnahmen zu ergreifen, um etwaige nachteilige Auswirkungen abzumildern.
3. Forschung und Entwicklung
Das Unternehmen betreibt derzeit keine Aktivitäten im Bereich Forschung und Entwicklung, da diese ausschließlich auf Citrosuco ebene stattfinden.
Wien, am 21. Oktober 2025
Die Geschäftsführung:
Alex Marie Schuermans
Danilo Pires Da Cunha