Inhaltsverzeichnis
1. Lagebericht
1.1. Geschäftsverlauf
Überblick zur Konjunktur
Im Geschäftsjahr 2025 konnten wir ein positives Ergebnis erzielen.
Jahresüberschuss des Geschäftsjahres
Der Jahresüberschuss des Jahres 2025 beträgt € 1.764.207,13, das sind 5,74 % der Betriebsleistung. Im Vorjahr € 2.001.802,28, das sind 6,87 % der Betriebsleistung. Die Eigenkapitalquote beträgt zum 31.12.2025 91,18 % Vorjahr 90,80%. Das working capital beträgt zum 31.12.2025 € 9.157.192,78 Vorjahr € 10.166.291,88.
Absatzbereich
2025 war insgesamt ein wirtschaftlich gutes Jahr.
Die Produktionsleistung im 2-Schicht Betrieb hat gut zu den Absatzmöglichkeiten gepasst.
Beschaffungsbereich
Die Beschaffung der Rohstoffe ist durch langfristige Kontakte abgesichert. Die Preisschwankungen waren annähernd am Niveau der Vorkrisenzeiten. Die Energiekosten waren aufgrund langfristiger Kontrakte höher als am Spotmarkt.
Investitionsbereich
Es werden laufend Investitionen zur Weiterentwicklung des hohen technischen Standards getätigt. Durch weitere Digitalisierungsschritte und Effizienzmaßnahmen haben wir die Produktivität verbessern können.
Personalwesen
Die Personalkosten sind im Rahmen des Kollektivvertrages gestiegen. Es werden keine Leasingkräfte eingesetzt. Im Geschäftsjahr waren 33 Mitarbeiter beschäftigt (Vorjahr 35).
Die Fluktuation ist weiterhin gering.
CO2 Reduktion, Nutzung erneuerbarer Energien
Die Rohwarenanlieferung auf der Schiene wird weiter fortgeführt. Laut Berechnungen der ÖBB werden dadurch 790 Tonnen CO2 vermieden. Die Mehrkosten dafür wurden mit dem Lieferanten aufgeteilt. Weitere Anlieferungen werden auf LKWs mit HV0100 Diesel umgestellt, wodurch die CO2 Emissionen um 90% reduziert werden können – dies wird mit Zertifikaten vom Spediteur bestätigt.
Diese Bemühungen zeigen unser kontinuierliches Engagement für eine nachhaltige Unternehmensführung und bekräftigen unsere Rolle als verantwortungsvoller lokaler Akteur.
Wir sind überzeugt, dass diese Strategie nicht nur der Umwelt zugutekommt, sondern sich langfristig auch wirtschaftlich positiv darstellt.
Eine unabhängige Bestätigung hiefür konnte mit der EPD (environmental product declaration) erreicht werden.
1.2. Geschäftschancen und -risiken
Allgemeines Geschäftsrisiko
Jedes unternehmerische Handeln ist untrennbar mit Chancen und Risiken verbunden. Aus diesem Grund ist ein wirksames Management von Chancen und Risiken der Erfolgsfaktor zur nachhaltigen Sicherung des Unternehmens.
Branchen- und Preisrisiko
Das Branchenrisiko liegt in der Preisbildung am Absatz- und Beschaffungsmarkt. Das frühzeitige Erkennen sich abzeichnender Entwicklungen ist ein wichtiger Bestandteil der Geschäftssteuerung.
Lager- und Bewertungsrisiko
Das Risiko besteht im falschen Zeitpunkt der Warenbeschaffung.
Risikomanagement
Spekulationen außerhalb der operativen Unternehmenstätigkeit sind unzulässig. Zur Risikovermeidung und -bewältigung werden im Unternehmen bewusst ausschließlich nur Risiken im operativen Geschäft eingegangen und dabei wird immer das Verhältnis zum möglichen Gewinn analysiert. Die wichtigsten Instrumente des Risikomanagements sind der Planungs- und Controllingprozess, die Einhaltung des Gesellschaftsvertrags und Gesellschafterbeschlüsse, die Einhaltung der österreichischen Gesetzgebung sowie die laufende, monatliche interne Berichterstattung gegenüber den Gesellschaftern.
Finanzmanagement
Ein wesentliches Ziel des Finanzmanagements ist es, die jederzeitige Zahlungsfähigkeit und die finanzielle Flexibilität sicherzustellen. Zu diesem Zweck wird eine Liquiditätsreserve in Form von ungenützten Kreditlinien und bei Bedarf in Form von Barbeständen bei Banken von hoher Bonität gehalten.
Ausfall- und Kreditrisiken
Der Forderungsbestand des Unternehmens begründet ein Forderungsausfallrisiko. Das Risiko besteht insbesondere in unerwarteten Ausfällen an Zahlungsmitteln und/oder Erträgen, sofern der Kunde nicht in der Lage ist, seinen Verpflichtungen innerhalb der vereinbarten Fälligkeit nachzukommen. Die Bonität der Kunden wird durch die Geschäftsführung regelmäßig überprüft. Außerdem gibt es für sämtliche Lieferungen
weinberger-abtenau gmbh
eine umfassende Forderungsausfallversicherung.
Währungsrisiken
Sind nicht gegeben, da sämtliche Geschäfte in Euro abgeschlossen werden.
Gesamtbeurteilung der Risiken
Die Risikolandschaft des Unternehmens hat sich im Geschäftsjahr nicht wesentlich gegenüber dem Vorjahr verändert. Die Einschätzung der Gesamtrisikosituation ist das Ergebnis der konsolidierten Betrachtung aller wesentlichen Einzelrisiken des Unternehmens.
Die Auswirkungen des Rückganges in der Bautätigkeit – insbesondere des Einfamilienhausbaues – sind nicht abschätzbar. Die Geschäftsleitung rechnet in diesem Zusammenhang mit geringfügigen Nachfragerückgängen.
1.3. Lage der Gesellschaft
Eigenkapital absolut und relativ
| 2025 | 2024 | |
|---|---|---|
| € 12.278.483,50 | € 13.014.276,37 | |
| 91,18 % | 90,80 | % |
Ergebnis vor Steuern
| 2025 | 2024 |
|---|---|
| €2.261.857,19 | € 2.563.021,52 |
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit
| 2025 | 2024 |
|---|---|
| € 1.738.311,98 | € 1.985.901,27 |
Cashflow aus der Investitionstätigkeit
| 2025 | 2024 |
|---|---|
| -€ 838.974,60 | - € 1.301.335,18 |
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit
| 2025 | 2024 |
|---|---|
| - € 2.500.000,00 | - € 1.155.125,28 |
Umsatzrentabilität
| 2025 | 2024 | ||
|---|---|---|---|
| 7,35 | % | 8,80 | % |
1.4. Ausblick
Die aktuelle von Unsicherheit geprägte gedämpfte Stimmung im Bausektor lässt einen wirtschaftlichen Ausblick schwerer fassen als in den Jahren zuvor.
Die geänderten geopolitischen Rahmenbedingungen führen zu weiterer Verunsicherung in der Bauwirtschaft. Für die weinberger-abtenau gmbh rechnet die Geschäftsleitung im Jahr 2026 mit einer stabilen Mengenentwicklung auf dem Niveau des 2-Schichtbetriebes.
1.5. Voraussichtliche Entwicklung der Gesellschaft
Die Umsatzentwicklung aller Märkte aufsummiert wird voraussichtlich 2026 als vorsichtig stabil eingeschätzt. Die Streuung der Absatzmärkte aufgeteilt innerhalb Europas sollte einzelne Länderunterschiede kompensieren.
1.6. Forschung und Entwicklung
Das Unternehmen versucht laufend durch Digitalisierungen und Prozessoptimierungen noch ressourcen- und kosteneffizienter zu werden und dadurch die Marktposition weiterhin zu bestätigen.
1.7. Bestehende Zweigniederlassungen
Das Unternehmen hat weder in- noch ausländische Zweigniederlassungen errichtet.
1.8. Verwendung von Finanzinstrumenten
Die Gesellschaft verwendet keine Finanzinstrumente im Sinne des § 243 Abs 3 UGB.