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der Raaberbahn Cargo GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2025 bis 31. Dezember 2025
I. Geschäftsverlauf und Rahmenbedingungen
Die Raaberbahn Cargo GmbH wurde aus dem integrierten Eisenbahnunternehmen Raaberbahn AG ausgegliedert, um den Güterverkehr in Österreich abzuwickeln. Die Gesellschaft befindet sich zu 100 % im Eigentum der GYSEV CARGO Zrt., sie nahm die Eisenbahntätigkeit nach Zustimmung des Eigentümers am 1. Jänner 2011 auf. Traktionsleistungen, Rangierleistungen an Bahnhöfen und bestimmte Hintergrundleistungen nimmt die Gesellschaft von der Raaberbahn AG in Anspruch. Für die Gesellschaft bietet GYSEV CARGO Zrt. Leistungen in den Bereichen Unternehmensführung, fachliche Leitung, Betriebswirtschaft und Vertrieb. Die beiden Unternehmen teilen sich die Traktionsressourcen und deren Kosten zur Optimierung der Traktionskapazitäten.
Die Wirtschaftstätigkeit der Gesellschaft hat im Jahr 2025 folgende Faktoren wesentlich beeinflusst:
• Die mit dem Bundesministerium für Innovation, Mobilität und Infrastruktur (BMIMI) abgeschlossene Vereinbarung über die Förderung des kombinierten Verkehrs hat auch für das Jahr 2025 zusätzliche Erlöse im Bereich des Containerverkehrs iHv. 3.692.272,46 EUR gesichert. Etwa 91% dieser Förderung werden an unsere Partner weitergegeben. • Im Jahr 2025 stellten wir aufgrund des seit Ende 2024 im gesamten Schienengüterverkehrssektor spürbaren Gütermangels fest, dass die Auslastung der Züge verschiedener Kunden gering war und in einigen Fällen hat sich auch die Anzahl der Züge im Vergleich zu früheren Zeiträumen vermindert. • Im Vergleich zum Basisjahr sind die Leistungen sowohl in Tonnen als auch in Tonnenkilometern zurückgegangen. Die außerhalb GYSEV-Strecken abgewickelten Verkehre machen 92 % der Gesamtaktivität im Jahr 2025 in Frachttonnenkilometern aus. Darunter sind die Leistungen des Kombi-Verkehrs angestiegen, während die Leistungen im konventionellen Verkehrssegment im Vergleich zum Basisjahr deutlich gesunken sind. Insgesamt ist die in Frachttonnenkilometer gemessene Leistung, die unsere Einnahmen kennzeichnet, im Vergleich zum Vorjahr um 10,5 %, im Vergleich zum Planwert um 10,1 % zurückgegangen. • Um die negativen wirtschaftlichen Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auszugleichen, wurde die Raaberbahn Cargo GmbH als Schienengüterverkehrsunternehmen für den Zeitraum 1. März 2020 bis 31. Dezember 2020 im Sinne der Verordnung (EU) 2020/1429 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 7. Oktober 2020 von der Zahlung des Infrastrukturbenützungsentgeltes (IBE) befreit. Diese Maßnahme wurde zuerst für 2021, dann mit geänderten Bedingungen auch für die Jahre 2022 bis 2025 verlängert. Im Jahr 2025 erhielt die Gesellschaft im Rahmen der sog. Wegeentgeltförderung einen Zuschuss in Höhe von 2.633.077,08 EUR, der über die SCHIG mbH abgerechnet wurde.
• Die Ergebnisse der Vorjahre und ein vom Mutterunternehmen gewährtes Gesellschaftsdarlehen ermöglichten der Gesellschaft, im Jahr 2021 eine Elektrolokomotive anzuschaffen, die Anschaffung wurde im Rahmen des Förderprogramms der Austria Wirtschaftsservice Gesellschaft mbH zu 14 % gefördert. Die Siemens Vectron Lok – ein Mehrstromfahrzeug – nahm den Verkehr am 2. September 2021 auf. Für die angeschaffte Lok wird seit dem Datum der Aktivierung die degressive Abschreibungsmethode angewendet. • Aufgrund der Entwicklung der Leistungen wurde es im Jahr 2024 möglich, einen Kaufvertrag über die Beschaffung einer weiteren Elektrolok zu unterschreiben. Finanziert wurde die Anschaffung teils unter Verwendung der Ergebnisse der Vorjahre teils aus einem vom Mutterunternehmen gewährten Gesellschaftsdarlehen. Nach Zustimmung des Eigentümers wurde der Kaufvertrag mit dem Lieferanten Siemens Mobility Austria GmbH im ersten Quartal 2024 unterschrieben. Zur Finanzierung der Beschaffung verwendete das Unternehmen auch 2.000.000 EUR Eigenmittel und das Gesellschaftsdarlehen des Mutterunternehmens in Höhe von 2.600.000 EUR. Das Darlehen hat eine Laufzeit von 14 Jahren und ist vierteljährlich zu tilgen. Das Fahrzeug wurde gemäß Vertrag im Februar 2025 abgeliefert, anschließend wurde es in den für Güterzüge vorgesehenen Lok-Pool der Cargo-Unternehmen intergiert. Aufgrund niedrigerer Leistungen wurde unsere Lokkapazität bei den gemieteten Lokomotiven vorübergehend reduziert, um die eigene Flotte des Unternehmens effizient einsetzen zu können. • Nach Prüfung der Finanzlage von GYSEV CARGO Zrt. und der Raaberbahn Cargo GmbH hat der Eigentümer eine vorzeitige Rückzahlung des Gesellschaftsdarlehens in Höhe von 2.000.000 EUR beschlossen. Diese Rückzahlung ist am 16.12.2025 erfolgt, der Restbetrag wird gemäß den im Darlehensvertrag festgelegten Raten getilgt, bei verkürzerter Laufzeit. • Im Jahr 2025 konnte ein langwieriger Rechtsstreit abgeschlossen werden: die österreichische Schienen-Control Kommission prüfte die von der ÖBB Infrastruktur AG festgelegten Traktionsstrompreise und Infrastrukturbenützungsentgelte in einem Wettbewerbsverfahren. Die Prüfung des Bundesverwaltungsgerichts wurde im Jahr 2025 abgeschlossen und endete mit der Zahlung einer Gutschrift von Seiten der ÖBB Infrastruktur AG in Bezug auf die Periode 2011-2023, im Wert von 704.345,79 EUR sowie Verzugszinsen in Höhe von 120.615,85 EUR. Die für diesen Zweck in den Vorjahren gebildete Rückstellung in Höhe von 341.103,45 EUR wurde aufgelöst. • Die Hauptversammlung der Raaberbahn AG hat am 23. Dezember 2024 den Verkauf der Mehrheitsbeteiligung der Raaberbahn AG an GYSEV CARGO Zrt. beschlossen. Laut Vertrag verpflichtete sich die Gruppe Waberer’s, 62,5 % der Anteile des Unternehmens zu kaufen und anschließend eine Kapitalaufstockung in GYSEV CARGO Zrt. durchzuführen, um die Eisenbahnlogistikinfrastruktur zu entwickeln, durch diese Kapitalerhöhung wäre ihr Anteil auf 70 % gestiegen. Ausgehend vom Vertrag über den Aktienkauf, gerüstet für einen Transaktionsabschluss zuerst am 30.06.2025, dann am 30.09.2025, wurden die meisten Voraussetzungen für den Abschluss der Transaktion bis Ende des ersten Halbjahrs von 2025 erfüllt, die von der Europäischen Investitionsbank (EIB) benötigte Zustimmung zur Transaktion ist jedoch sogar bis zur geänderten Frist am 30.09.2025 nicht eingetroffen. Waberer’s International Nyrt. trat daher vom Vertrag am 16.10.2025 zurück und der
Aktienkaufvertrag ist somit erloschen. Nichtsdestotrotz haben die Parteien ihre Absicht zur weiteren strategischen Zusammenarbeit in einer Absichtserklärung deklariert, die Form der Zusammenarbeit soll jetzt ausgearbeitet werden.
Güterverkehrstätigkeit
Ähnlich wie bei den Konkurrenten war im
Geschäftsjahr 2025 ein Rückgang des Gütervolumens wahrzunehmen, außerdem stellte der Verlust von mehreren wichtigen Geschäften von einer hohen Deckungsrate eine Schwierigkeit dar.
| Gütertonne (1000) | 2024 | 2025 | 2025 | Index % % | |
|---|---|---|---|---|---|
| Ist | Plan | Ist | zur Basis | zum Plan | |
| INSGESAMT | 3 370 | 3 195 | 3 023 | 89,7 | 94,6 |
| GROSSBAHNVERKEHR | 562 | 517 | 502 | 89,4 | 97,1 |
| LIBERALISIERT VERKEHR | 2 808 | 2 677 | 2 520 | 89,8 | 94,1 |
| Durch GYSEV Strecke kombiniert | 224 | 319 | 137 | 61,3 | 43,0 |
| Durch GYSEV Strecke konventionell | 139 | 127 | 116 | 83,7 | 91,5 |
| Durch fremde Strecke kombiniert | 1 763 | 1 532 | 1 828 | 103,7 | 119,4 |
| Durch fremde Strecke konventionell | 682 | 699 | 438 | 64,3 | 62,7 |
| Gütertonnenkm (1000) | 2024 | 2025 | 2025 | Index % % | |
| Ist | Plan | Ist | zur Basis | zum Plan | |
| INSGESAMT | 755 979 | 752 592 | 676 738 | 89,5 | 89,9 |
| GROSSBAHNVERKEHR | 18 177 | 17 043 | 15 800 | 86,9 | 92,7 |
| LIBERALISIERT VERKEHR | 737 802 | 735 549 | 660 938 | 89,6 | 89,9 |
| Durch GYSEV Strecke kombiniert | 43 531 | 50 214 | 29 031 | 66,7 | 57,8 |
| Durch GYSEV Strecke konventionell | 6 627 | 4 581 | 7 883 | 118,9 | 172,1 |
| Durch fremde Strecke kombiniert | 460 459 | 432 847 | 481 567 | 104,6 | 111,3 |
| Durch fremde Strecke konventionell | 227 185 | 247 907 | 142 457 | 62,7 | 57,5 |
In den einzelnen Bereichen des Güterverkehrs konnten die folgenden Tendenzen beobachtet werden:
In Gütertonne liegen die Leistungen um 10,3 % unter dem Basisjahr und um 15,4 % unter dem Plan.
• In Kooperation mit Rail Cargo Austria wurde im Jahr 2025 502 Tsd. Gütertonnen transportiert, was gegenüber dem Vorjahr eine Minderung von 10,6 %, gegenüber dem Plan eine Minderung von 12,9 % darstellt. Das Volumen der Großbahnverkehre schwankte in den letzten Jahren, nach einem kurzen Anstieg im Vorjahr war im Jahr 2025 wieder ein Rückgang kennzeichnend. Bei diesen Kooperationszügen ist unser
Unternehmen ein ausführender Beförderer der Verkehre der Rail Cargo Gruppe und hat keinen Einfluss auf die Menge des beförderten Gutes.
• Der kombinierte Verkehr auf GYSEV-Strecken belief sich auf 137 Tsd. Gütertonnen, was einen erheblichen Rückgang - 38,7 % - im Vergleich zum Basisjahr bedeutet. Dieser Rückgang ist mit einem Leistungsrückgang der im Auftrag von GARTNER geführten Züge nach Lambach – Wegfall der Sindos-Züge – und mit niedrigeren Leistungen als geplant bei den RCO/HUPAC-Verkehren zu erklären. • Die nicht auf GYSEV-Strecke geleisteten Gütertonnen in Österreich bedeuten die Leistung von Zügen, die nur auf ÖBB-Infrastruktur verkehren. Diese Transitzüge verkehren typischerweise auf der Strecke Hegyeshalom-Passau. In diesem Segment sind unsere in Gütertonne gemessenen Leistungen nach einem deutlichen Anstieg der vorangegangenen Jahre im Jahr 2025 im Vergleich zum Basisjahr abgesunken (7,3 % in Gütertonnen und 9,3 % in Gütertonnenkilometern, kombiniertes und konventionelles Segment gesamt). Bei unseren kombinierten Verkehren, die nur fremde Strecken betreffen, übersteigt die Leistung sowohl den Plan als auch die Leistungen der Basisperiode. In diesem Segment waren unsere wichtigsten Verkehre im Jahr 2025: o Züge von Retrack zw. Budapest MCC-Herne (bis Ende September 2025), o die im Auftrag von LKW Walter geführten Züge, die stabile Aufträge waren und o die Verkehre von RCO zw. Wels-Wien-Budapest BILK (bis zum Fahrplanwechsel im Dezember 2025).
Im Fall der ausschließlich auf Fremdstrecken abgewickelten konventionellen Verkehre ist die Anzahl der Züge von Dispo TF zuerst abgesunken, dann ist der Verkehr im März komplett entfallen (20-25 Züge pro Woche), der IREDA-Verkehr ist signifikant geschrumpft, der Breclav-Verkehr von GARTNER fuhr in den ersten zwei Monaten des Jahres mit deutlich weniger Zügen als im Basisjahr bzw. als geplant.
Insgesamt liegen die in Gütertonnenkilometer gemessenen Leistungen um 10,5 % unter dem Basisjahr und um 10,1 % unter dem für das ganze Jahr vorgesehenen Wert.
II. Ertragslage
Die Nettoumsatzerlöse betragen im Geschäftsjahr 2025 37.436.678,38 EUR (2024: 42.486.526,43 EUR). Die Betriebsleistung (Nettoumsatzerlöse, aktivierte Eigenleistungen und sonstige Umsätze) beträgt im Jahr 2025 38.545.610,97 EUR (2024: 42.697.018,48 EUR).
Die Aufwendungen belaufen sich im Jahr 2025 (samt Abschreibung) auf 38.468.257,05 EUR (2024: insgesamt 41.911.638,45 EUR).
Aufgrund der obigen Ausführungen beträgt das Ergebnis vor Steuern des Unternehmens im Jahr 2025 273.009,78 EUR (2024: 920.578,19 EUR), das Ergebnis nach Steuern 255.380,73 EUR (2024: 724.303,56 EUR).
III.Finanzlage
Der Cashflow errechnet aus dem Jahresergebnis 2025 der Raaberbahn Cargo GmbH beträgt -1.538.340,61 EUR (2024: 73.033,66 EUR).
| Cash Flow (in Euro) | 2024 | 2025 |
|---|---|---|
| Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit | 1 291 730,47 | 1 821 291,04 |
| Cash Flow aus Investitionstätigkeit | -1 218 696,81 | -3 820 345,94 |
| Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit | 0,00 | 460 714,29 |
| Veränderung der liquiden Mittel | 73 033,66 | -1 538 340,61 |
Der operative Cash-Flow bewegt sich im positiven Bereich. Wichtigste Posten im Jahr 2025 sind die Amortisation, die Veränderung der Lieferantenverbindlichkeiten und anderer Verbindlichkeiten sowie die Veränderung der Kundenforderungen und sonstiger Umlaufvermögen.
Der auf die eigene Lokomotive gebuchte Abschreibung (degressive Abschreibung) erklärt den hohen Betrag der verrechneten Amortisation. Korrigiert um die Auflösung der für die Lokomotive erhaltenen Förderung erhöht dies den operativen Cash-Flow um 541.143,74 EUR. Die Wertverminderung des sonstigen Umlaufvermögens führten ebenfalls zu einem Anstieg des operativen Cashflows, wobei der Wert der Forderungen gegen verbundene Unternehmen im Vergleich zum Vorjahr um 684.543,89 EUR gesunken ist. Ein weiterer Anstieg ist auf den Rückgang der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zurückzuführen, deren Wert im Jahr 2024 2.888.317,76 EUR ausmachte, im Jahr 2025 beträgt er 2.624.247,04 EUR.
Der negative Cash-Flow aus Investitionstätigkeit ist auf den Betrag zurückzuführen, der im Zusammenhang mit dem Kauf einer neuen elektrischen Lokomotive im Jahr 2025 gezahlt wurde, der einschlägige Wert beträgt: 4.880.179,99 EUR (1.150.000 EUR wurden im Jahr 2024 als Anzahlung für die Investition ausbezahlt).
Der Wert des Cash-Flows aus Finanzierungstätigkeit beinhaltet den Betrag des von der Muttergesellschaft im Jahr 2025 ausgezahlten Mitgliedsdarlehens (i.H.v 2.600.000 EUR), von dem das Unternehmen im laufenden Jahr 2.139.285,71 EUR zurückgezahlt hat.
IV.Vermögenslage
| 31.12.2024 | 31.12.2025 | |
|---|---|---|
| EUR | EUR | |
| Anlagevermögen | 2 542 842,39 | 5 771 284,86 |
| Umlaufvermögen | 10 044 521,57 | 7 536 024,42 |
| Abgrenzungen | 27 158,00 | 23 930,53 |
| Aktive latente Steuern | 13 728,32 | 11 457,27 |
| AKTIVA | 12 628 250,28 | 13 342 697,08 |
| Eigenkapital | 5 619 726,35 | 5 875 107,08 |
| Kostenbeiträge von Dritten | 170 340,98 | 118 927,10 |
| Rückstellungen | 641 299,00 | 678 534,43 |
| Verbindlichkeiten | 6 196 883,95 | 6 670 128,47 |
| Abgrenzungen | 0,00 | 0,00 |
| PASSIVA | 12 628 250,28 | 13 342 697,08 |
Das Verhältnis des Eigenkapitals zur Bilanzhauptsumme ist gesunken, zum 31.12.2025 beträgt es 44,03 % (31.12.2024: 44,50 %).
Die im Sinne des Unternehmensreorganisationsgesetz vorgeschriebenen Kennzahlen sind zum 31.12.2025 wie folgt ausgefallen:
- Fiktive Schuldentilgungsdauer – in Jahren: 3,8 Jahre (31.12.2024: 0,6 Jahr, Vorgabe: max. 15 Jahre) - Eigenmittelquote: 44,4 % (31.12.2024: 45,1 %, Vorgabe: mind. 8%).
V. Forschung und Entwicklung
Im Jahr 2025 gab es keine F+E Tätigkeit bei der Gesellschaft.
VI.Zweigniederlassungen
Die Gesellschaft hat keine Zweigniederlassungen.
VII. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren
Umweltschutz
Im Jahr 2025 gab es kein umweltrelevantes Ereignis, das sich finanziell auf das Unternehmen ausgewirkt hat. Es wurde ein nachhaltig gebautes, neues Bürogebäude im Jahr 2023 bezogen. Dieses wurde in Massivholz-Bauweise errichtet und ist mit Wärmepumpe und Photovoltaik ausgestattet. Unsere Erfahrungen mit dem Betrieb des Gebäudes zeigen, dass wir – wie geplant - sowohl hinsichtlich des Kostenmanagements als auch des Umweltschutzes eine deutliche Verbesserung erzielt haben. Zudem werden die Züge der Raaberbahn Cargo GmbH mit Bahnstrom (Grünstrom) betrieben, was zusätzlich zum Umwelt- und Klimaschutz beiträgt.
Personal
Die Raaberbahn Cargo GmbH hat zum 31.12.2025 50 Mitarbeiter. Der Personalstand ist damit um 3 Person mehr als im Vorjahr und ist der geplanten Mitarbeiterzahl gleich.
VIII. Risikoberichterstattung
Sicherheitsrisiko
Die Raaberbahn Cargo GmbH unterhält ein zertifiziertes Sicherheitsmanagementsystem nach EU VO 762/2018. Diesem liegt zum einen die durch die ERA erteilte Sicherheitsbescheinigung zugrunde, zum anderen wird dieses Sicherheitsmanagementsystem jährlich durch eine akkreditierte Stelle geprüft. Im Zuge der Anwendungen dieses Sicherheitsmanagementsystems überwacht die Raaberbahn Cargo GmbH vorgegebene Sicherheitsindikatoren und dokumentiert diese mithilfe einer FMEA (Fehler-Möglichkeits- und Einflussanalyse). Somit ist die Beherrschung und rechtzeitige Erkennung etwaiger Risken gewährleistet.
Liquide Mittel
Raaberbahn Cargo GmbH hat keine derivativen Finanzinstrumente.
Prognosen und Erwartungen für das Jahr 2026
Der Geschäftsplan der Gesellschaft – den der Besitzer am 4. Februar 2026 angenommen hat – basiert auf den folgenden Annahmen:
• Aufgrund des Gütermangels im gesamten Schienengüterverkehrssektor seit Ende 2024 haben wir im gesamten Jahr 2025 eine geringe Auslastung der Züge unserer Kunden festgestellt, und in einigen Fällen ist auch die Anzahl der Züge zurückgegangen. Unsere Prognosen für 2026 deuten darauf hin, dass unsere Leistung deutlich hinter den Vorjahresniveaus zurückbleiben wird, seit der Fahrplanänderung im Dezember 2025 haben wir mehrere unserer bisherigen, umsatzbestimmenden Aufträge verloren. Im Fall der liberalisierten Verkehre – wo die Verkaufspolitik der Raaberbahn Cargo GmbH markant zur Geltung kommen kann – rechnen wir fürs nächste Jahr mit einem signifikanten Rückgang der Leistungen sowohl in Gütertonne als auch in Frachttonnenkilometer. Ausgehend von Prognosen sollen die Leistungen in dem Segment, wo wir mit der Rail Cargo-Gruppe gemeinsam befördern, auf dem Niveau des Basisjahres ausfallen. • Die Hauptursache des Leistungsrückgangs ist, dass mehrere bisherige größere Verkehre in Zukunft nicht mit uns abgewickelt werden. Bei der Zusammenstellung des Geschäftsplans haben wir unsere Frachtaufträge auf Basis unseres Kenntnisstands zum Ende des Jahres 2025 geplant, berücksichtigt wurden für 2026 außerdem Aufträge, die aufgrund des aktuellen Marktzustandes noch verhandelt werden und für die noch keine schriftliche Vereinbarung vorliegt, wobei unsere Ressourcen optimal genutzt werden sollten. Aufgrund der Unsicherheit des wirtschaftlichen Umfelds und damit einhergehend des Güterverkehrssektors zwingt die relative Unvorhersehbarkeit der Planung von Adhoc-Verkehren das Management des Unternehmens dazu, die wirtschaftliche Entwicklung kontinuierlich zu überwachen, indem Aktionspläne erarbeitet und die Unterschiede zwischen Plan- und Ist-Ergebnissen streng und ständig überwacht werden, gegebenenfalls müssen verlustminimierende und kosteneffektive Maßnahmen ergriffen werden. • Aufgrund des deutlichen Rückgangs der Verkehre und infolgedessen der Leistungen muss mit einem Abbau im Bereich der unproduktiven /unterstützenden Mitarbeiter gerechnet werden. Die Personalstärke für 2026 wurde unter Berücksichtigung der Mindestanzahl an Mitarbeitern geplant, die in Kenntnis der geplanten Verkehre für den ungestörten Betrieb erforderlich ist. Der zum 31.12.2026 geplante Personalstand sind 35 Personen, was um 15 Personen weniger ist, als die Vorschau zum Ende 2025. Der Planung wurden auch eine Lohnerhöhung zugrunde gelegt, einmal ab 01.12.2025 und ein weiteres Mal voraussichtlich ab 01.12.2026 (je 3 %) sowie individuelle Gehaltsanpassungen. • Mit dem österreichischen Bundesministerium für Innovation, Mobilität und Infrastruktur (BMIMI) wird das Abkommen über die Förderung des kombinierten Verkehrs abgeschlossen, was uns auch für das Jahr 2026 zusätzliche Erlöse im Bereich des Containerverkehrs und des Einzelwagenverkehrs sichern wird, außerdem rechnet das Unternehmen – wie in den Vorjahren – mit der Rückerstattung von IBE.
• Der Geschäftsplan basiert auf einer optimalen Nutzung der Triebfahrzeugkapazitäten des GYSEV-Konzerns und der effektiven Beschäftigung unserer Lokführer. Aufgrund des voraussichtlich geringeren Auftragsbestands im Jahr 2026 – um unser eigenes Lokführerpersonal beizubehalten und aufgrund der frei gewordenen Kapazitäten — erwarten wir Einnahmen aus Lokführerdienstleistungen, die wir anderen Eisenbahnunternehmen anbieten. Die einschlägigen Erlöse wurden auf Basis unserer Vereinbarung mit der WESTbahn GmbH geplant. • Der Geschäftsplan sieht die teilweise Auflösung von in den Vorjahren abgegrenzten Förderbeträgen aufgrund des Ablaufs der Überweisungsfrist vor. • Kostenmäßig wurde in Bezug auf das IBE mit den durch die ÖBB und den österreichischen Betrieb der Raaberbahn AG für ihre Strecken angekündigten Netzzugangsgebühren geplant. Betreffend die Bahnstromkosten im Netz der Raaberbahn AG wurde der Einheitspreis des Bahnstromes (samt Nebenkosten) mit ~72 HUF/kWh veranschlagt. Betreffend die ÖBB-Infrastruktur wird laut Prognosen mit einer Preissenkung von ungefähr 15 % gerechnet. • Dank dem Ergebnis der Vorjahre war die Beschaffung einer Elektrolokomotive im Jahr 2025 möglich. Der Liefervertrag wurde hierzu im Jahr 2024 abgeschlossen, das Fahrzeug wurde im März 2025 ausgeliefert. Die Anschaffungskosten der Lok sind 4.600.000 EUR, von diesem Betrag sind 2.000.000 EUR Eigenmittel, der Rest in Höhe von 2.600.000 EUR ein Gesellschafterdarlehen von der Muttergesellschaft. Laufzeit des Darlehens sind 14 Jahre, die lineare Tilgung begann am Ende des 1. Quartals von 2025. Die finanzielle Lage des Unternehmens ermöglichte die Vorauszahlung von 2.000.000 Euro zum Ende 2025 – womit wir bereits im Geschäftsplan gerechnet haben —, der Restbetrag wird gemäß den im Darlehensvertrag festgelegten Raten getilgt, bei verkürzerter Laufzeit. • Die Liquidität der Gesellschaft wird aufgrund der vorgesehenen Maßnahmen stabil bleiben und das Unternehmen wird seinen Lieferantenverbindlichkeiten fristgerecht nachkommen.
Aufgrund der Vorstehenden wird das Ergebnis vor Steuern der Gesellschaft im Jahr 2026 plangemäß bei 29,4 TEUR, das Ergebnis nach Steuern bei 22,1 TEUR liegen.
Wulkaprodersdorf, am 10.02.2026
2014
Dr. Zoltan Zentai Raaberbahn Cargo GmbH