Inhaltsverzeichnis
für das Geschäftsjahr 2025
1. Jänner 2025 bis 31. Dezember2025
1. Geschäftsverlauf und wirtschaftliche Lage
1.1 Unternehmen und Geschäftsmodell
Die TMH Trading GmbH mit Sitz in Steyr-Gleink, Oberösterreich, ist ein international tätiges Handels- und Produktunternehmen. Das Sortiment umfasst militärische und taktische Ausrüstung, funktionaleBekleidung, Airsoft- und MilSim-Produkte sowie ergänzende technische Produkte. Der Vertrieb erfolgt über das Großhandels- und Projektgeschäft an gewerbliche und institutionelle Kunden sowie über eigenedigitale Vertriebskanäle an Endkunden. Der vorliegende Lagebericht bezieht sich ausschließlich auf den Einzelabschluss der TMH Trading GmbH.
Zum 31. Dezember 2025 hält die Gesellschaft Beteiligungen in Deutschland, Polen und Spanien. DieTätigkeit der dänischen Tochtergesellschaft wurde eingestellt; der verbleibende Beteiligungsbuchwert wurde2025 ausgebucht. Die Geschäftseinheit „1849“ wurde mit Wirkung zum 31. Oktober 2024 eingestellt. DieMarkeist nicht mehr Teil des aktiven Markenportfolios; die Restbestände werden abgewickelt. Der operativeSchwerpunkt liegt auf dem Defence-, Tactical- und MilSim-Geschäft.
1.2 Markt- und Branchenumfeld
Das Marktumfeld entwickelte sich 2025 unterschiedlich. Im europäischen Defence- und Behördengeschäft blieb die Nachfrage grundsätzlich robust; lange Beschaffungszyklen, formalisierte Vergabeprozesse und projektabhängige Abrufe prägten die Geschäftsentwicklung. Im MilSim- und Airsoft-Segment wirktendas zurückhaltende Konsumklima, eine erhöhte Preissensitivität und die verhaltene Entwicklung des Fachhandels belastend. Markenstärke, Warenverfügbarkeit und digitale Vertriebskanäle blieben wesentliche Wettbewerbsfaktoren.
Auf den Beschaffungsmärkten bestanden Risiken aus Lieferzeiten, Mindestbestellmengen, Transportkostenund Fremdwährungsschwankungen. Die Gesellschaft reagierte mit selektiver Beschaffung, der Priorisierungvon Kernsortimenten und einer engeren Abstimmung von Absatz-, Bestands- und Liquiditätsplanung.
1.3 Operative Entwicklung und organisatorische Maßnahmen
Die im November 2024 eingeleitete Neuausrichtung wurde 2025 fortgesetzt. Im Mittelpunkt standendie Anpassung der Kostenbasis, die Reduktion der Kapitalbindung im Vorratsvermögen und eine verlässlichere Liquiditätssteuerung. Die organisatorische Anpassung trug zur Senkung des Personalaufwands bei. Zum31. Dezember 2025 bestanden 56 Beschäftigungsverhältnisse.
Die cloudbasierte Bedarfs- und Bestandsplanung wurde in Einkauf und Disposition weiter verankert. Sie unterstützt Absatzprognosen, die Identifikation von Fehl- und Überbeständen sowie priorisierte Bestellvorschläge. Ergänzend wurde die Liquiditätsplanung auf eine cloudbasierte Treasury-Plattformüberführt. Konsolidierte Bankstände und Zahlungsbewegungen sowie rollierende Prognosen unterstützen dieSteuerung des Finanzmittelbedarfs.
1.4 Umsatz- und Absatzentwicklung
Die Umsatzerlöse gingen um EUR 4,14 Mio. beziehungsweise 15,4 % auf EUR 22,73 Mio. zurück. Der Rückgang betraf vor allem das Inland und Teile des europäischen Geschäfts. Die Erlöse imsonstigenAusland stiegen dagegen von EUR 0,89 Mio. auf EUR 1,51 Mio. Die Entwicklung ist im Zusammenhang mit der Portfoliobereinigung, einer selektiveren Auftragsannahme und der stärkeren Gewichtung von Margeund Kapitalbindung zu beurteilen.
2. Vermögenslage
| 31.12.2025 | 31.12.2024 | +/- | ||
|---|---|---|---|---|
| TE | Te | Te | % | |
| kurzfristiges Umlaufvermögen | ||||
| Vorräte | 11.411 | 13.050 | -1.639 | -12,6 |
| Lieferforderungen | 385 | 425 | -40 | -9,4 |
| Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen | 9 | 0 | 9 | k. A. |
| sonstige Forderungen | 2.466 | 2.454 | 11 | 0,5 |
| flüssige Mittel | 1.323 | 431 | 892 | 207,1 |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 218 | 218 | 0 | 0,0 |
| 15.812 | 16.578 | -766 | -4,6 | |
| kurzfristiges Fremdkapital | ||||
| kurzfristige Rückstellungen | 241 | 580 | -339 | -58,5 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 269 | 649 | -380 | -58,5 |
| erhaltene Anzahlungen | 813 | 27 | 785 | >999,9 |
| Lieferverbindlichkeiten | 1.262 | 1.624 | -363 | -22,3 |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 125 | 137 | -13 | -9,3 |
| sonstige Verbindlichkeiten | 610 | 653 | -43 | -6,6 |
| 3.319 | 3.672 | -353 | -9,6 | |
| Working Capital (Netto-Umlaufvermögen) | 12.493 | 12.906 | -413 | -3,2 |
| Anlagevermögen | ||||
| Immaterielles Vermögen | 15 | 22 | -7 | -32,5 |
| Sachanlagen | 3.501 | 3.709 | -208 | -5,6 |
| Finanzanlagen | 38 | 43 | -5 | -12,5 |
| 3.554 | 3.774 | -221 | -5,9 | |
| langfristiges Umlaufvermögen | ||||
| sonstige Forderungen | 0 | 16 | -16 | -100,0 |
| Aktive latente Steuern | 892 | 46 | 846 | >999,9 |
| 892 | 62 | 830 | >999,9 | |
| langfristiges Fremdkapital | ||||
| langfristige Rückstellungen | 208 | 221 | -13 | -5,7 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 1.317 | 1.999 | -683 | -34,2 |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 11.111 | 11.195 | -84 | -0,8 |
| 12.636 | 13.415 | -779 | -5,8 | |
| Reinvermögen (Eigenkapital) | 4.303 | 3.327 | 976 | 29,3 |
| Stammkapital | 35 | 35 | 0 | 0,0 |
| Bilanzgewinn | 4.267 | 3.291 | 976 | 29,7 |
| Investitionszuschüsse | 1 | 2 | -1 | -47,9 |
| Summe Eigenkapital | 4.303 | 3.327 | 976 | 29,3 |
| Summe Fremdkapital | 15.955 | 17.087 | -1.132 | -6,6 |
| Bilanzsumme | 20.258 | 20.415 | -156 | -0,8 |
Verdichtete Darstellung gemäß BMD-Standardbericht; die Beträge und Veränderungen sind unverändert übernommen. Die BMD-Analyse rechnet Investitionszuschüsse dem Eigenkapital zu. Das Eigenkapital laut Bilanz ohne diese Zuschüsse beträgt EUR 4.301.979,67 (Vorjahr: EUR 3.325.514,27). Rundungsdifferenzen sind möglich. Bei nahezu unveränderter Bilanzsumme sank der Vorratsbestand um EUR 1,64 Mio. auf EUR 11,41
Mio. und damit auf 56,3 % der Bilanzsumme. Das Netto-Umlaufvermögen nach BMDverringertesich auf EUR 12,49 Mio. Die Eigenkapitalquote auf Basis des bilanziellen Eigenkapitals stiegvon16,3% auf 21,2 %. Die Bestandsentwicklung und der Eigenkapitalanstieg sind unter Berücksichtigungderin Abschnitt 4 erläuterten Bewertungs- und Steuerlatenzeffekte zu beurteilen.
3. Finanzlage
| 2025 | 2024 | |
|---|---|---|
| T€ | T€ | |
| Ergebnis vor Steuern | 131 | -4.174 |
| Überleitung auf den Netto-Geldfluss aus dem Ergebnis vor Steuern | ||
| Gewinn aus dem Abgang von Vermögensgegenständen des | ||
| Investitionsbereichs | -33 | 0 |
| Abschreibungen/Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens | ||
| sowie auf Wertpapiere des Umlaufvermögens | 263 | 397 |
| Erträge aus der Auflösung von Bewertungsreserven aus | ||
| Investitionszuschüssen | -1 | -1 |
| Geldfluss aus dem Ergebnis | 360 | -3.778 |
| Abnahme der Vorräte, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie | ||
| anderer Aktiva | 1.514 | 2.716 |
| Abnahme der Rückstellungen, ausgenommen für Steuern vom Einkommen | -112 | -268 |
| Zunahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer | ||
| Passiva | 283 | 683 |
| 1.913 | 3.527 | |
| Netto-Geldfluss aus dem Ergebnis vor Steuern | 2.044 | -647 |
| Zahlungen für Steuern | ||
| Steuern vom Einkommen | 846 | -14 |
| sonstige Forderungen aus Steuern | 161 | -161 |
| aktive latente Steuern | -846 | 13 |
| Veränderungen Steuerrückstellungen | -240 | -57 |
| -80 | -218 | |
| Netto-Geldfluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit | 1.964 | -865 |
| Netto-Geldfluss aus der Investitionstätigkeit | ||
| Einzahlungen aus Anlagenabgang (ohne Finanzanlagen) | 52 | 4 |
| Anlagenzugänge lt. Anlagenspiegel (ohne Finanzanlagen) | -61 | -105 |
| Finanzanlagenzugänge und sonstige Finanzinvestitionen | 0 | -3 |
| Investitionszuschüsse | 0 | 0 |
| -9 | -104 | |
| Netto-Geldfluss aus der Finanzierungstätigkeit | ||
| Einzahlungen/Auszahlungen für die Aufnahme/Tilgung von sonstigen | ||
| Finanzkrediten | -1.063 | 705 |
| zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestandes | 892 | -264 |
| Finanzmittelbestand am Beginn der Periode | 431 | 695 |
| Finanzmittelbestand am Ende der Periode | 1.323 | 431 |
Darstellung nach der übermittelten BMD-Geldflussrechnung einschließlich der dort korrigierten Vorjahreswerte. Der ausgewiesene Finanzmittelbestand entspricht dem bilanziellen Kassenbestand und den Guthaben bei Kreditinstituten. Die Summe der Überleitungspositionen umfasst sämtliche Anpassungen gegenüber dem Ergebnis vor Steuern; sie ist kein zusätzlich zu addierender Geldfluss. Rundungsdifferenzen sind möglich.
Die BMD-Geldflussrechnung weist einen Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit vonEUR1,96 Mio. nach einem Mittelabfluss von EUR 0,87 Mio. im Vorjahr aus. Die Bestandsentwicklung, der Anstieg der Kundenanzahlungen und die verringerte Kostenbasis unterstützten die Liquiditätsentwicklung; gegenläufig wirkten der Abbau von Lieferverbindlichkeiten und Rückstellungen. Bewertungs- und Steuerlatenzeffekte erzeugen für sich genommenkeinen Zahlungsmittelzufluss.
Die bilanziellen liquiden Mittel erhöhten sich um EUR 0,89 Mio. auf EUR 1,32 Mio.; gleichzeitig sanken die Bankverbindlichkeiten um EUR 1,06 Mio. auf EUR 1,59 Mio. Die im BMD-Bericht ausgewiesenen Geldflüsse aus Investitions- und Finanzierungstätigkeit betragen minus EUR 0,01 Mio. und minus EUR 1,06 Mio. Die Liquiditätsplanung wird rollierend fortgeführt und mit der Beschaffungs- und Auftragssteuerung abgestimmt.
4. Ertragslage
| 2025 | 2024 | +/- | ||
|---|---|---|---|---|
| TE | Te | Te | % | |
| Umsatzerlöse | 22.728 | 26.868 | -4.140 | -15,4 |
| Betriebsleistung | 22.728 | 26.868 | -4.140 | -15,4 |
| Aufwendungen für Material und sonstige bezogene | ||||
| Leistungen | ||||
| Materialaufwand | -14.697 | -19.939 | 5.242 | 26,3 |
| Aufwendungen für bezogene Leistungen | -1.258 | -1.411 | 153 | 10,8 |
| Skontoerträge, Boni, Rabatte | 25 | 18 | 7 | -37,9 |
| -15.930 | -21.332 | 5.402 | 25,3 | |
| Rohertrag I | 6.798 | 5.536 | 1.262 | 22,8 |
| Personalaufwand | ||||
| Gehälter | -3.257 | -4.334 | 1.077 | 24,9 |
| soziale Aufwendungen | -1.025 | -1.382 | 358 | 25,9 |
| davon Leistungen an betriebliche Vorsorgekassen davon Aufwendungen für gesetzlich vorgeschriebene | -51 | -67 | 16 | 23,7 |
| Sozialabgaben sowie vom Entgelt abhängige Abgaben und | ||||
| Pflichtbeiträge | -932 | -1.245 | 313 | 25,1 |
| -4.282 | -5.716 | 1.435 | 25,1 | |
| Rohertrag II | 2.516 | -180 | 2.697 | k. A. |
| sonstige betriebliche Erträge | 298 | 320 | -22 | -6.8 |
| sonstige betriebliche Aufwendungen | -2.486 | -3.783 | 1.297 | 34,3 |
| Aufwendungen aus Finanzanlagen | -5 | 0 | -5 | k. A. |
| Finanzerträge | ||||
| Erträge aus Beteiligungen | 167 | 0 | 167 | k. A. |
| sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 3 | 5 | -2 | -37,3 |
| 170 | 5 | 165 | >999,9 | |
| Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen | ||||
| (EBITDA) | 493 | -3.639 | 4.132 | k. A. |
| Abschreibungen | -263 | -397 | 134 | 33,8 |
| Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) | 230 | -4.036 | 4.267 | k. A. |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -100 | -137 | 38 | 27,5 |
| Ergebnis vor Steuern (EBT) | 131 | -4.174 | 4.304 | k. A. |
| Steuern vom Einkommen | 846 | -14 | 860 | k. A. |
| Jahresüberschuss/-fehlbetrag | 976 | -4.187 | 5.164 | k. A. |
Beträge und absolute Veränderungen nach BMD; die prozentuale Veränderungsspalte wird nicht wiedergegeben. Rohertrag I = Umsatzerlöse abzüglich Materialaufwand nach Skontoerträgen, Boni und Rabatten sowie bezogener Leistungen. EBIT (BMD) = Ergebnis vor Steuern zuzüglich Zinsen und ähnlicher Aufwendungen; EBITDA (BMD) = EBIT (BMD) zuzüglich Abschreibungen auf immaterielles Anlagevermögen und Sachanlagen. Rundungsdifferenzen sind möglich.
Trotz des Umsatzrückgangs erhöhte sich der ausgewiesene Rohertrag auf EUR 6,80 Mio.; die Rohertragsmarge stieg auf 29,9 %. Der Personalaufwand sank um 25,1 %, die sonstigen
betrieblichen Aufwendungen um 34,3 %. Damit verringerte sich diese Aufwandsbasis insgesamtum EUR 2,73 Mio. Das Betriebsergebnis laut GuV verbesserte sich von minus EUR4.040.984,66auf plus EUR 65.873,14. Das Ergebnis vor Steuern betrug EUR 130.793,11; der Jahresüberschussbelief sich auf EUR 976.465,40.
Die Vorjahresvergleichbarkeit wird durch die Änderung der Warenbewertung und der Erfassungvon Anschaffungsnebenkosten beeinflusst. Nach dem Anhang erhöhen diese den VorratsansatzumEUR 1.014.511,79 beziehungsweise EUR 301.755,69. Diese Bewertungs- und Abgrenzungseinflüssesind von der Verringerung der laufenden Aufwandsbasis zu unterscheiden. Zu Methode, Begründungund Einzelheiten wird auf den Abschnitt „Vorräte“ im Anhang verwiesen.
Der Jahresüberschuss enthält einen nicht zahlungswirksamen Ertrag aus der Veränderungaktiver latenter Steuern von EUR 846.172,70. Die Nutzung der zugrunde liegenden Verlustverrechnungspotenziale hängt von der künftigen steuerlichen Ergebnisentwicklungab. Die Berechnung und die zugrunde liegende Planung werden im Anhang unter „Latente Steuerschulden und Steueransprüche“ erläutert.
Umsatzerlöse nach Absatzregionen
| 2025 | 2024 | Veränderung | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| T€ | % | T€ | % | T€ | % | |
| Umsatzerlöse | ||||||
| Erlöse Inland | 4.720 | 20,8 | 7.495 | 27,9 | -2.775-37,0 | |
| Erlöse EU | 16.358 | 72,0 | 18.375 | 68,4 | -2.017-11,0 | |
| Erlöse sonstiges Ausland | 1.514 | 6,7 | 887 | 3,3 | 627 | 70,7 |
| Nebenerlöse | 240 | 1,1 | 209 | 0,8 | 31 | 14,9 |
| Skonti und andere Erlösminderungen | -105 | -0,5 | -98 | -0,4 | -6 | 6,5 |
| 22.728 100,0 | 26.868 100,0 | -4.140-15,4 | ||||
Abgrenzung der EBITDA-Kennzahlen
| Berechnung | 2025 | 2024 |
|---|---|---|
| EUR | EUR | |
| Betriebsergebnis laut GuV | 65.873,14 | -4.040.984,66 |
| + Abschreibungen auf immaterielles Anlagevermögen und | 262.692,24 | 396.866,96 |
| Sachanlagen | ||
| = Operatives EBITDA | 328.565,38 | -3.644.117,70 |
| + Beteiligungserträge und sonstige Zinserträge abzüglich | 164.617,61 | 4.935,50 |
| Aufwendungen aus Finanzanlagen | ||
| = EBITDA nach BMD | 493.182,99 | -3.639.182,20 |
Die operative Kennzahl wird aus dem Betriebsergebnis abgeleitet. Das BMD-EBITDA bezieht zusätzlichdiein der Überleitung genannten Finanzposten ein. Beide Größen enthalten die in der GuV erfassten Bewertungs-und Abgrenzungseffekte; sie sind keine um diese Effekte bereinigten Ergebnisse.
5. Finanzielle Leistungsindikatoren
| Leistungsindikator | Berechnung | 2025 | 2024 | Veränderung |
|---|---|---|---|---|
| Rohertragsmarge | Rohertrag I / Umsatzerlöse | 29,9 % | 20,6 % | +9,3PP |
| Personalaufwandsquote | Personalaufwand / Umsatzerlöse | 18,8 % | 21,3 % | -2,4PP |
| EBITDA-Marge (BMD) | EBITDA (BMD) / Umsatzerlöse | 2,2 % | -13,5 % | +15,7PP |
| Operative EBITDA-Marge Operatives EBITDA / Umsatzerlöse | 1,4 % | -13,6 % | +15,0PP | |
| Umsatzrentabilität | Ergebnis vor Steuern / Umsatzerlöse | 0,6 % | -15,5 % | +16,1PP |
| Eigenkapitalquote | Eigenkapital laut Bilanz / Bilanzsumme 21,2 % | 16,3 % | +4,9PP | |
| Vorratsquote | Vorräte / Bilanzsumme | 56,3 % | 63,9 % | -7,6PP |
| Operative | Laufender Cashflow lt. BMD / | 8,6 % | -3,2 % | +11,9PP |
| Cashflow-Quote | Umsatzerlöse | |||
| Eigenkapitalrentabilität | EBT / Eigenkapital am Jahresbeginn | 3,9 % | -55,5 % | |
| (BMD) | ||||
| Gesamtkapitalrentabilität | EBIT (BMD) / Bilanzsumme am | 1,1 % | -17,2 % | |
| (BMD) | Jahresbeginn | |||
Alle Rentabilitäts- und Bestandsquoten sind in Prozent angegeben. PP = Prozentpunkte;
Veränderungen wurden vor Rundung berechnet. Die Eigenkapitalquote verwendet dasbilanzielle Eigenkapital ohne Investitionszuschüsse. Die Eigenkapitalrentabilität folgt der Eigenkapitalabgrenzung des BMD-Standardberichts. Die Cashflow-Quote ist aus dessengerundeten T€-Beträgen abgeleitet.
Die Kennzahlen verdeutlichen die verbesserte ausgewiesene Ertrags- und Finanzlage. Dieweiterhin hohe Vorratsquote macht die weitere Reduktion der Kapitalbindung im Lager zu einemwesentlichen Steuerungsschwerpunkt.
6. Voraussichtliche Entwicklung 2026
Für das Geschäftsjahr 2026 erwartet die Geschäftsführung auf Basis der zumZeitpunkt der Aufstellung vorliegenden Informationen eine Steigerung der Umsatzerlöse gegenüber 2025undein weiterhin positives operatives Ergebnis. Wesentliche Grundlagen sind eine stärkere Gewichtungdes Defence- und Behördengeschäfts, die Umsetzung qualifizierter Projektaufträge, einestabilere Warenverfügbarkeit in den Kernsortimenten sowie die 2025 reduzierte Kostenbasis. Für das MilSim-Geschäft wird weiterhin von einem anspruchsvollen Marktumfeld und einer nur moderaten Entwicklung ausgegangen.
Die Bestands- und Beschaffungssteuerung bleibt auf die Verbesserung von Lagerumschlag, Verfügbarkeit und Kapitalbindung ausgerichtet. Beschaffungsvolumen, Kundenprojekteund Finanzierungsbedarf werden über die rollierende Liquiditätsplanung aufeinander abgestimmt. Investitionen sind weiterhin selektiv mit Schwerpunkt auf vertriebs-, produkt- und prozessrelevante Maßnahmen vorgesehen.
Abweichungen von diesen Erwartungen können sich insbesondere aus der zeitlichenRealisierung des Projektgeschäfts, der Nachfrage im MilSim-Segment, Lieferzeiten, Wechselkursen, regulatorischen Anforderungen und der Verfügbarkeit von Finanzierungsmitteln ergeben. Der Prognosehorizont umfasst ausschließlich das Geschäftsjahr 2026.
7. Chancen, Risiken und Ungewissheiten
Wesentliche Risiken werden über das Management-Reporting, die Absatz- und
Beschaffungsplanung, die Bestandsüberwachung sowie die rollierende Liquiditätsplanungverfolgt. Die Risikobeurteilung wird an die Entwicklung der Märkte, Projekte und Finanzierungsparameter angepasst.
Chancen aus dem Markt- und Produktmix
Das Defence- und Behördengeschäft eröffnet Chancen für funktionale Bekleidung, taktische Ausrüstung und ergänzende technische Produkte. Potenziale bestehen aus demAusbau bestehender B2B-Kanäle, institutionellen Projektaufträgen und einer verbesserten Warenverfügbarkeit. Die reduzierte Aufwandsbasis verbessert die Voraussetzungen, zusätzliche Umsätze ergebniswirksam zu realisieren.
Markt- und Absatzrisiken
Längere Beschaffungszyklen, formale Vergabeverfahren und projektbezogene Schwankungen prägen das institutionelle Geschäft. Im MilSim- und Airsoft-Segment bestehen Risikenaus Konsumzurückhaltung, Preiswettbewerb und der Entwicklung des Fachhandels. Verzögerungenoder Ausfälle größerer Aufträge können Umsatz, Ergebnis und Working Capital beeinflussen.
Beschaffungs-, Lieferketten- und Währungsrisiken
Die internationale Beschaffung ist mit Risiken aus Lieferzeiten, Mindestbestellmengen, Transportkapazitäten, Zoll- und Außenhandelsbestimmungen sowie Fremdwährungskursen verbunden. Die Steuerung erfolgt über die laufende Abstimmung mit Lieferanten, priorisierte Bestellungen, Kalkulationskontrollen und die Verknüpfung von Beschaffungsvolumen, Absatz-und Liquiditätsplanung.
Bestands- und Bewertungsrisiken
Die Vorräte sind mit EUR 11,41 Mio. beziehungsweise 56,3 % der Bilanzsumme die größte Vermögensposition. Überalterung, geringe Umschlagshäufigkeit und Absatzabweichungenkönnen ihre Werthaltigkeit beeinträchtigen. Warenklassen-, Alters- und Absatzanalysen dienender Identifikation von Überbeständen und der Anpassung der Beschaffung.
Ausfall-, Anzahlungs- und Finanzierungsrisiken
Forderungen werden laufend überwacht und bei Bedarf wertberichtigt. Zahlungspläneund Kundenanzahlungen unterstützen die Finanzierung größerer Projekte. Geleistete Anzahlungenan internationale Lieferanten bergen Risiken hinsichtlich Lieferfähigkeit, Termin und Verrechenbarkeit; sie werden projekt- und lieferantenbezogen nachverfolgt.
Die Finanzierung wird wesentlich durch das langfristig ausgewiesene Darlehen der TMTrading GmbH von EUR 11,11 Mio. getragen. Nach dem Anhang besteht bis auf Weiteres einVerzicht auf die Verzinsung. Änderungen der Finanzierungsbedingungen oder Schwankungen imWorkingCapital können die Liquidität beeinflussen. Die Steuerung erfolgt über rollierende Liquiditätsprognosen, die Abstimmung größerer Projekte und die Überwachung der Kreditlinien.
Regulatorische, rechtliche und steuerliche Risiken
Das Defence- und Waffengeschäft unterliegt Genehmigungs-, Exportkontroll-, Sanktions- und Dokumentationspflichten. Änderungen der Anforderungen oder Verstöße können die Geschäftstätigkeit beeinträchtigen. Zur 2026 begonnenen abgabenbehördlichen Außenprüfungund der Einbindung externer Berater wird auf Abschnitt 12 verwiesen.
IT- und Datenrisiken
Warenwirtschaft, digitale Vertriebskanäle sowie Bestands- und Liquiditätsplanung hängenwesentlich von der Verfügbarkeit der Systeme und der Qualität der Daten ab. Systemausfälle, Cyberangriffeund fehlerhafte Schnittstellen oder Stammdaten können Betriebsabläufe und Finanzberichterstattung
ceeinträchtigen. Berechtigungs-, Sicherungs- und Kontrolimaßnahmen sind daher Gegenstand der laufenden Weiterentwicklung.
8. Forschung und Entwicklung
Die produktbezogenen Entwicklungsaktivitäten betrafen insbesondere die technische und funktionale Weiterentwicklung des Sortiments. In der GuV wurden dafür Aufwendungen von EUR 53.203.75 erfasst (Vorjahr: EUR 76.175,05).
9. Venwendung von Finanzinstrumenten
Die Gesellschaft verwendet im Wesentlichen Bankguthaben, Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Bankdarlehen sowie konzeninterne Finanzierungen. Die damil verhundenen Preisänderungs-, Ausfall-, Liquiditäts-, Cashflow-, Zins- und Fremdwährungsrisiken sowie deren Steuerung sind unter Abschnitt 7 beschrieben. Derivative Finanzinstrumente und bilanzielle Sicherungsbeziehungen wurden im Geschäftsjahr 2025 nicht eingesetzt.
10. Zweigniederlassungen
Zum 31. Dezember 2025 bestanden keine Zweigniederlassungen. Beteiligungen an rechtlich selbständigen Gesellschaften sind hiervon nicht umfasst.
11. Eigene Anteile
Eigene Geschäftsanteile wurden 2025 weder unmittelbar noch mittelbar für Rechnung der Gesellschaft gehalten, erworben, veräußert oder als Ptand genommen
12. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag
Im Jahr 2026 wurde eine abgabenbehördliche Außenprüfung begonnen. Zum Zeilpunkt der Aulstellung waren einzelne Prüfungsfelder noch nicht abschließend beurteilt. Die Gesellschaft begleitet das Verfahren unter Einbindung externer steuerlicher und rechtlicher Berater. Ergänzend wird auf die Angaben zu den Ereignissen nach dem Bilanzstichtag im Anhang verwiesen
Steyer Gleink, am 2026. Thomas Golefnger Geschäftsführer Arthur Hentges Geschäftsführer