Inhaltsverzeichnis
SNA Germany GmbH, Mettmann
1. Grundlagen des Unternehmens
Die SNA Germany GmbH in Mettmann ist eine Konzerngesellschaft der Snap-on Inc., Kenosha, Wisconsin/USA. Es werden überwiegend die im Konzern produzierten Produkte vertrieben.
Die Gesellschaft teilt sich auf in die Geschäftsbereiche Snap-on Tools und SNA Europe mit dem Standort in Mettmann.
Der Geschäftsbereich Snap-on Tools (kurz: Tools) vertreibt die von der amerikanischen Muttergesellschaft und anderen Snap-on Gruppengesellschaften hergestellten Werkzeuge europaweit. Der Vertrieb ist in zwei Bereiche aufgeteilt: Vertrieb an Industriebetriebe der Automobil- und Luftfahrtbranche durch eigene Außendienstmitarbeiter (Industriebereich) und mobile Franchisenehmer (Dealer-Bereich).
Der Geschäftsbereich SNA Europe („SNAE") in Mettmann ist innerhalb der SNA Europe Gruppe in Deutschland, Osterreich, Ungarn und der Schweiz zuständig für den Vertrieb von importierten und von anderen Gesellschaften der Gruppe (im Wesentlichen in den USA, Argentinien, England, Schweden, Spanien, China und anderen Ländern) gefertigten Werkzeugen. Die vom Ausland bezogenen Werkzeuge werden zentral für Europa in dem „Distribution Center“ in Helmond, Niederlande, gelagert und von dort über die schwedische SNA Europe (Services), Enköping, Schweden, von den europäischen Vertriebsgesellschaften erworben.
Die Gesellschaft verfügt zudem über eine Zweigniederlassung in Wien, welche dem Geschäftsbereich SNAE zugeordnet ist.
Die Produkte des SNAE werden unter den Marken BAHCO, IRIMO und LINDSTROM überwiegend über den Fachhandel vertrieben.
2. Wirtschaftsbericht
a) Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen
Die deutsche Wirtschaft wird auch in den nächsten zwei Jahren keine spürbaren Aufwärtsdynamik zeigen. Dies ist das Ergebnis der Mitte Dezember vom IfW Kiel vorgelegten Prognosen. Für 2025 sei mit einem leichten Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) zu rechnen (0,4 %). Positive Wachstumsbeiträge kämen dabei aber nur vom Dienstleistungssektor, während das verarbeitende Gewerbe auch in den nächsten zwei Jahre in Stagnation verharre.
Die Kfz-Wartungs- und Reparaturgewerbe und die Luftfahrbranche entwickelten sich trotz der stagnierenden Marktlage positiv weiter. Die Nachfrage nach Dienstleitungen im Kfz-Werkstattbereich hängt u.a. vom Alter der Fahrzeuge, der Zahl der zugelassenen Kraftfahrzeuge und dem monatlichen Haushaltsnettoeinkommen der Verbraucher ab. Alle drei Faktoren dürften sich im laufenden Jahr positiv auf den Branchenumsatz auswirken. Das Kfz-Reparaturgewerbe profitiert von der steigenden Zahl der zugelassenen Kraftfahrzeuge. 2) Darüber hinaus führt die zunehmende Komplexität moderner Fahrzeuge in Verbindung mit einer längeren Nutzungsdauer dazu, dass der Wartungsbedarf steigt und somit eine weitere Steigerung des Kfz-Reparaturgewerbes erwartet werden kann. Von Januar bis November 2024 wurden in Deutschland 2.592.610 Personenkraftwagen abgesetzt. Für das Jahr 2025 wird ein Absatz von 2.844.000 Personenkraftwagen prognostiziert.(1)
Fußnoten
(1) Aus dem VDA (Verband der Autoindustrie) Konjunkturbarometer Dezember 2024. (2) Chris Merklein, Frankfurt am Main, Germany, Motor Vehicle Maintenance & Repair Report Market Research Report (2014 - 2029), last updated October 2024
b) Geschäftsverlauf
Im abgelaufenen Geschäftsjahr konnte die SNA Germany GmbH Umsatzerlöse von EUR 26,5 Mio. gegenüber EUR 27,3 Mio, im Vorjahr erzielen.
Die Veränderung der Umsatzerlöse resultiert aus dem Geschäftsbereich SNAE mit einem Rückgang von EUR 1,6 Mio. auf insgesamt EUR 13,1 Mio. und einem Anstieg im Bereich Tools mit EUR 0,8 Mio. auf insgesamt EUR 13,3 Mio.
Geschäftsbereich Snap-on Tools
Der Dealer-Bereich im Geschäftsbereich Snap-on Tools, dessen Kunden meistens kleinere Automobilwerkstätten sind, verzeichnete in 2024 einen Umsatzrückgang von EUR 0,3 Mio., d.s. 6,5 %, auf EUR 4,3 Mio. (Vorjahr: EUR 4,6 Mio.) gegenüber dem Vorjahr. Das Ergebnis des Vorjahres konnte aufgrund einer leicht niedrigeren Anzahl von Franchisenehmern nicht erreicht werden.
Der Umsatz im Industriebereich in den Gebieten Benelux, Deutschland und Frankreich ist gegenüber dem Vorjahr um EUR 1,1 Mio., d.s. 13,9 %, auf EUR 9,0 Mio. (Vorjahr: EUR 7,9 Mio.) gestiegen. Der Grund ist die gestiegene Nachfrage in der Luffahrtbranche.
Insgesamt hat der Geschäftsbereich Snap-on Tools, einen Umsatz in Höhe von EUR 13,3 Mio. gegenüber einem Umsatz im Vorjahr von EUR 12,5 Mio. erzielt.
Nahezu der gesamte operative Umsatz wird mit Werkzeugen und Werkstatteinrichtungen erzielt, die aus nordamerikanischen und aus europäischen Produktionsstätten der Snap-on Gruppe bezogen werden.
Geschäftsbereich SNA Europe („SNAE”)
Im Bereich SNAE sind die operativen Umsätze bei einer leicht abschwächenden Konjunktur bedingt durch die Konzentration auf Werkzeugfachhändler im Geschäftsjahr auf EUR 13,1 Mio. gegenüber EUR 14,8 Mio. zum Vorjahr gesunken.
Die Umsätze der Zweigniederlassung in Österreich betrugen im Geschäftsjahr 2023 insgesamt TEUR 907 (Vorjahr: TEUR 1.009). Zum Bilanzstichtag war wie im Vorjahr ein Mitarbeiter bei der Zweigniederlassung in Österreich angestelt.
c) Ertragslage
Der Rohertrag der SNA Germany GmbH, bestehend aus den Geschäftsbereichen SNAE und Snap-on Tools, (Umsatzerlöse abzüglich Materialaufwand) des Geschäftsjahres 2024 verschlechterte sich gegenüber dem Vorjahr von EUR 9,3 Mio. auf EUR 9,2 Mio., also um EUR 0,1 Mio. oder 1,13 %. Dies ist insbesondere auf nicht wie geplant durchgesetzte Preiserhöhungen in den zwei Geschäftsbereichen zurückzuführen.
Die Materialaufwendungen haben sich im Geschäftsjahr 2024 um EUR 0,7 Mio. auf EUR 17,3 Mio. verringert. Die Materialaufwandsquote (Materialaufwand/Umsatzerlöse) beträgt 65,2 % gegenüber 66,0 % im Vorjahr. Die Verbesserung der Materialaufwandsquote ergibt sich hauptsächlich aus verminderten Bezugspreisen im Konzernverbund sowie durch Preiserhöhungen im Geschäftsbereich SNAE.
Die übrigen Aufwendungen abzüglich Erträge (Personalaufwendungen, Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen, Abschreibungen auf Finanzanlagen, sonstige betriebliche Aufwendungen und Erträge sowie das Finanzergebnis) sind nur leicht von EUR 7,0 Mio. auf EUR 7,3 Mio., also um EUR 0,3 Mio. oder 4,3 % gestiegen. Aufgrund des ähnlichen Geschäftsvolumens im Geschäftsjahr konnten die übrigen Aufwendungen konstant gehalten werden. Dagegen wirkte sich die Finanzierung über den Cash-Pool über den Konzernverbund positiv aus, wodurch durch die gestiegenen Zinsen ein Ertrag von EUR 0,4 Mio. erzielt werden konnte.
Die sonstigen betrieblichen Erträge haben sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 416 auf TEUR 447 erhöht. Der Ausweis beinhaltete im Wesentlichen die Auflösung der Pensionsrückstellungen sowie Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen.
Die Personalkosten sind zum Vorjahr um TEUR 11 auf TEUR 3.371 aufgrund von geringeren Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung gesunken.
Die durchschnittliche Anzahl der beschäftigten Mitarbeiter hat sich im Geschäftsjahr von 39 auf 40 zum Vorjahr erhöht. Die Personalaufwandsquote (Personalaufwand/Umsatzerlöse) ist entsprechend mit 12,7 % im Geschäftsjahr gegenüber 12,4 % im Vorjahr leicht angestiegen.
Zum 31. Dezember 2024 betrug die Mitarbeiterzahl 40 und ist zum Ende des Vorjahres unverändert.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich im Geschäftsjahr um TEUR 786, d.s. 20,8 %, auf TEUR 4.556 erhöht. Infolge des ähnlichen Geschäftsvolumens wie im Vorjahr konnten die Aufwendungen generell konstant gehalten werden. Der Anstieg resultiert ausschließlich aus Konzernumlagen mit EUR 0,2 Mio. und Lizenzgebühren (Royalty Fee) mit EUR 0,7 Mio.
Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge betreffen Zinserträge in Höhe von TEUR 434 (Vorjahr: TEUR 318) gegenüber verbundenen Unternehmen und stehen im Zusammenhang mit der Cash-Pool-Verzinsung aufgrund eines besseren Zinsniveaus im Geschäftsjahr.
In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Aufzinsung der Pensionsrückstellung mit TEUR 144 gegenüber TEUR 146 im Vorjahr enthalten.
Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag beinhalten die Ertragsteuern für das Geschäftsjahr 2024 mit TEUR 530 und mit TEUR 128 für Vorjahre aufgrund der Anpassung von Steuerbescheiden für die Jahre 2021 und 2023. Im Vorjahr wurden Ertragsteuern für das Geschäftsjahr 2023 in Höhe von TEUR 593 ausgewiesen.
In den sonstigen Steuern war vor allem Umsatzsteuer aus der abgeschlossenen Betriebsprüfung für die Zweigniederlassung in Österreich ausgewiesen. Im Geschäftsjahr wurden daher sonstige Steuern von TUR 245 ausgewiesen.
Es wird ein Ergebnis vor Steuern von EUR 1,9 Mio. (Vorjahr: EUR 2,3 Mio.) ausgewiesen. Der Jahresüberschuss nach Steuem beträgt EUR 1,0 Mio. (Vorjahr: EUR 1,7 Mio.).
d) Finanzlage
Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgt wie im Vorjahr über das Cash-Pooling mit der Snap-on International Finance B.V., Amsterdam/Niederlande. Dies wird entsprechend als Forderungen oder Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Untemehmen ausgewiesen. Die Forderung hieraus am Bilanzstichtag beträgt EUR 13,5 Mio. (Vorjahr: EUR 11,9 Mio.). Die Nettoliquidität besteht aus dem Cash-Pooling-Saldo von EUR 13,5 Mio. (Vorjahr: EUR 11,9 Mio.) und den flüssigen Mitteln in Höhe von EUR 0,3 Mio. (Vorjahr: EUR 0,3 Mio.).
Im Geschäftsjahr erwirtschaftete die Gesellschaft hauptsächlich bedingt durch die um TEUR 518 gesunkenen Rückstellungen (Vorjahr: TEUR 202) bei einem Jahresüberschuss von TEUR 1.033 und den im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 719 gestiegenen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (Vorjahr: gesunken um TEUR 874), um TEUR 358 gestiegenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (Vorjahr: gesunken um TEUR 931) sowie im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 504 gesunkenen Vorräten (Vorjahr: um TEUR 665 gesunkenen Vorräten) einen positiven Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit von TEUR 1.599 (Vorjahr: TEUR 2.294). Der Cashflow aus Investitionstätigkeiten betrug im Geschäftsjahr TEUR 38 (Vorjahr: TEUR -106). In Summe eines positiven Cashflows von insgesamt TEUR 1.637 ist der Finanzmittelfonds um TEUR 1.637 (Vorjahr: TEUR 2.188) auf TEUR 13.852 (Vorjahr: auf TEUR 12.215) gestiegen.
Der Anstieg des Finanzmittelfonds resultiert insofern aus dem positiven operativen Cashflow, der durch ein positives Jahresergebnis, ein insgesamt günstiges Working Capital Management und geringe Investitionstätigkeit ermöglicht wurde.
Kapitalstruktur
Das Eigenkapital ist von EUR 10,4 Mio. auf EUR 11,4 Mio. aufgrund des Jahresüberschusses 2024 von rd. EUR 1,0 Mio. gestiegen.
Die Eigenkapitalquote ist bei einem gestiegenen Eigenkapital durch den Jahresüberschuss 2024 von 49,1 % auf 51,4 % aufgrund der gestiegenen Bilanzsumme in 2024 leicht gestiegen.
Die Eigenkapitalrentabilität verschlechterte sich auf 9,1 % nach 16,1 % im Vorjahr wegen des niedrigeren Jahresüberschusses.
Investitionen
Das Investitionsvolumen betrug im Geschäftsjahr 2024 TEUR 121 (Vorjahr: TEUR 107). Es erfolgten Anschaffungen für Fahrzeuge sowie Ersatzinvestitionen in den Betriebs- und Geschäftsausstattungen.
Liquidität
Die Liquiditätslage der Gesellschaft ist durch das bestehende Cash-Pooling mit der Snap-on International Finance B.V., Amsterdam/Niederlande, abgesichert.
e) Vermögenslage
Die Bilanzsumme der Gesellschaft hat sich gegenüber dem Vorjahr um EUR 1,1 Mio. auf EUR 22,2 Mio. erhöht.
Das Vermögen besteht hauptsächlich aus EUR 2,9 Mio. (Vorjahr: EUR 3,0 Mio.) Anlagevermögen, aus EUR 0,2 Mio. (Vorjahr: EUR 0,7 Mio.) Vorratsvermögen und aus EUR 18,8 Mio. (Vorjahr: EUR 17,2 Mio.) Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen.
Die Erhöhung der Bilanzsumme auf der Aktivseite ist im Wesentlichen auf die Erhöhung der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände (EUR 1,7 Mio.) und die Verminderung der Vorräte (EUR 0,5 Mio.) zurückzuführen.
Der Anstieg bei den Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultiert insbesondere aus dem gestiegenen Cash-Pool-Saldo um EUR 1,6 Mio. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stichtagsbedingt und entsprechend der Umsatzentwicklung zum Geschäftsjahresende um EUR 0,4 Mio. gestiegen. Im Hinblick auf die Auftragseingänge zu Beginn des Jahres 2025 wurden die Vorratsbestände zur Verbesserung des Working Capital zum Stichtag abgebaut.
Aufgrund des Jahresüberschusses in Höhe von rd. EUR 1,0 Mio. hat sich das Eigenkapital von EUR 10,4 Mio. auf EUR 11,4 Mio. erhöht. Die Schulden bestehen aus Rückstellungen mit EUR 8,0 (Vorjahr: EUR 8,4 Mio.) und Verbindlichkeiten mit EUR 2,9 Mio. (Vorjahr: EUR 2,3 Mio.). Der Rückgang der Rückstellungen ist vor allem auf die Verringerung der Pensionsrückstellungen zurückzuführen; der Anstieg der Verbindlichkeiten auf die stichtagsbedingt höheren Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen. Die sonstigen Verbindlichkeiten sind um EUR 0,1 Mio. vor allem aufgrund niedriger Verbindlichkeiten aus Steuern zurückgegangen.
f) Gesamtaussage der Geschäftsführung
Angesichts der anhaltenden Stagnation der deutschen Wirtschaft und der weiterhin schwierigen makroökonomischen Rahmenbedingungen, die durch den Konflikt zwischen Russland und der Ukraine zusätzlich belastet werden, ist die nur leicht unter dem Vorjahresniveau liegende Nachfrage nach unseren Produkten dennoch als insgesamt positiv zu bewerten. Aufgrund der gesunkenen operativen Umsätze ist der Rohertrag um 0,1 % gesunken; die übrigen Aufwendungen erhöhten sich im Wesentlichen durch Konzernumlagen mit EUR 0,2 Mio. und mit EUR 0,7 Mio. durch Lizenzgebühren. Die für das Geschäftsjahr 2024 prognostizierten Kennzahlen konnten somit weitestgehend erreicht werden.
g) Finanzielle Leistungsindikatoren
Finanzielle Leistungsindikatoren
Die Gesellschaft verwendet zur Steuerung als finanzielle Leistungsindikatoren die Umsatzerlöse und das operative Ergebnis (Ergebnis vor Steuern und Zinsen).
Die Umsatzerlöse der Gesellschaft betragen EUR 26,5 Mio. (Vorjahr: EUR 27,3 Mio.). Der für das Jahr 2024 geplante Umsatz von EUR 28,0 wurde aufgrund der gesamten wirtschaftlichen Lage nicht ganz erreicht.
Das operative Ergebnis beträgt im Geschäftsjahr EUR 1,7 Mio. (Vorjahr: EUR 2,1 Mio.), wodurch die Prognose aus dem Frühjahr 2025 für das Jahr 2024 mit EUR 0,8 Mio. übertroffen wurde. Die Verschlechterung gegenüber dem Vorjahr liegt an der Verminderung des Rohertrags und höheren sonstigen betrieblichen Aufwendungen.
3. Prognose, Chancen- und Risikobericht
Die Gesellschaft erwartet auf Basis der ersten sechs Monate des Jahres 2025 für das Geschäftsjahr 2025 einen Umsatz von EUR 28,0 Mio. sowie ein operatives Ergebnis von EUR 1,1 Mio.
Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung und die für die Gesellschaft daraus resultierenden Perspektiven sind aufgrund des Kriegs in der Ukraine und im Nahen Osten weiter unklar. Der Internationale Währungsfonds (IWF) geht im April 2025 im „World Economic Outlook"1 davon aus, dass die Weltwirtschaft in den Jahren 2025 und 2026 weiterhin mit 2,8 % bzw. 3,0 % wachsen wird, wobei eine Aufwärtskorrektur in den Vereinigten Staaten die Abwärtskorrekturen in anderen Ländern ausgleicht.
1 World Economic Outlook, April 2025: A Critical Juncture amid Policy Shifts
2
Sachverständigenrat für Wirtschaft: Jahresgutachten 2024/25
Der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung rechnet im Jahresgutachten 2024/2025 damit, dass das deutsche Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2025 trotz des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine und des Konflikts im Nahen Osten, aufgrund der zu erwartenden Investitionen die deutsche Volkswirtschaft um 0,4 % wachsen dürfte.:
a) Risikobericht
Das Risikomanagement gehört zu den zentralen Managementaufgaben, um die Chancen der Geschäftstätigkeit zu nutzen sowie die damit verbundenen Risiken zu minimieren.
Die Geschäftsführung ist für die Einrichtung und die Wirksamkeit eines angemessenen Risikomanagements verantwortlich. Das Risikomanagement hat das Ziel, bestehende Risiken frühestmöglich zu identifizieren, durch geeignete Maßnahmen Risiken zu begrenzen sowie eine Bestandsgefährdung des Unternehmens zu vermeiden.
Für das Risikomanagement stehen integrierte Berichtssysteme zur Verfügung. Das Berichts- und Controllingsystem analysiert monatlich Abweichungen der tatsächlichen von der geplanten geschäftlichen Entwicklung und identifiziert damit zeitnah Risiken, die den Erfolg des Unternehmens gefährden können.
Im Geschäftsjahr 2024 sind im Rahmen der regelmäßigen Risikoberichterstattung keine besonderen, den Fortbestand des Unternehmens gefährdende Risiken bekannt geworden.
Operative Risiken bestehen dahingehen, dass die selbsthergestellten Werkzeuge innerhalb der Unternehmensgruppe den erheblichen Teil der von uns verkauften Produkte ausmachen. Unterbrechungen der Produktionsanlagen, sei es aufgrund technischer oder arbeitsrechtlicher Schwierigkeiten, mangelnder Verfügbarkeit von Rohstoffen oder aus anderen Gründen, können Auswirkungen auf unsere Geschäftstätigkeit, unsere Finanzlage, unsere Betriebsergebnisse und unseren Cashflow haben.
Des Weiteren ist die Gesellschaft auf qualifizierte Mitarbeiter angewiesen. Wenn es der Geschäftsführung nicht gelingt, qualifizierte Mitarbeiter zu halten und zu gewinnen, könnte dies ebenfalls zu negativen Folgen für die Gesellschaft führen.
Dem Risiko des Ausfalls von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird durch ein nachhaltiges Forderungsmanagement entgegengetreten. Die Bonität und das Zahlungsverhalten der Kunden werden weiter ständig überwacht.
Da uns keine eigenen Banklinien zur Verfügung stehen, refinanziert sich die Gesellschaft ausschließlich über die Bereitstellung liquider Mittel im Konzernverbund sowie aus dem erwirtschafteten Cashflow. Dahingehend besteht eine gewisse Abhängigkeit vom Konzern.
b) Chancenbericht
Der Bereich Snap-on Tools versucht durch verstärkte Vertriebskampagnen das Geschäftsvolumen weiter zu steigern und sieht Chancen, dadurch Marktanteile zu gewinnen.
Im Bereich SNAE sieht die Geschäftsführung ebenfalls Chancen, ihren Marktanteil im Produktionsverbindungshandel sowie im Bereich E-Commerce durch verstärkte Vertriebskampagnen auszubauen.
Mettmann, den 7. August 2025
SNA Germany GmbH, Mettmann Die Geschäftsführung
Gunther Reddemann