Inhaltsverzeichnis
Geschäftsverlauf
Gegenstand des Geschäftes
Die The Boston Consulting Group (Austria) GmbH (BCG) wurde im Jahr 1997 gegründet und ist eine 100%ige Tochtergesellschaft der The Boston Consulting Group GmbH mit Sitz in München.
BCG ist Teil der internationalen BCG-Gruppe, einer weltweit führenden Strategieberatung mit rund 33.500 Mitarbeiter:innen in über 100 Städten und mehr als 50 Ländern. BCG verfolgt das Ziel, gemeinsam mit Führungskräften aus Wirtschaft und Gesellschaft tiefgreifende Transformationen voranzutreiben. Seit der Gründung im Jahr 1963 leistet die Gruppe Pionierarbeit im Bereich der Unternehmensstrategie. Ziel ist es, Organisationen so zu stärken, dass sie wachsen, nachhaltige Wettbewerbsvorteile entwickeln und positiven gesellschaftlichen Wandel mitgestalten können.
BCG steht für erstklassige Strategieberatung mit Technologiekompetenz sowie unternehmerischer Umsetzungskraft – von digitalen Geschäftsmodellen bis zu Corporate Ventures. Die internationalen Teams vereinen Branchenwissen, funktionale Expertise und vielfältige Perspektiven – sie hinterfragen den Status quo und setzen Impulse für echte Veränderung. BCGs Beratungsmodell ist einzigartig: Es setzt auf enge Zusammenarbeit innerhalb der eigenen Teams und bei den Kunden – über alle Organisationsebenen hinweg.
Eingetragene Geschäftsführer:innen
| Dr. Krammer Christian |
|---|
| Mag. Haslehner Roland |
| Dr. Haider Lukas |
| Dr. Schuh Christian (bis 31.03.2026) |
| Rosenthal Mark |
| Dr. Dorninger Heike |
| Mérey Tibor |
| Widowitz Michael (bis 30.06.2025) |
| MMag. Kataeva Nina (bis 01.06.2025) |
| Mag. Ruckensteiner Achim |
| Rasper Claudia Maria |
| Mori Nino |
| Brunnader Florian Andreas (ab 01.01.2025) |
| Seier-Larsen Melanie (ab 01.01.2025) |
| Kroker Matthias (ab 01.01.2025) |
| Bumberger Thomas (ab 01.01.2025) |
| Dr. Harnisch Michael Josef (ab 01.07.2025) |
| Michael Tanja (ab 01.01.2026) |
| Ing. Neubauer Alexander (ab 01.01.2026) |
Erläuterungen über die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen
Entwicklung von Branche und Gesamtwirtschaft
Im Jahr 2025 zeigten sich in der österreichischen Wirtschaft erste Anzeichen einer Erholung nach zwei aufeinanderfolgenden Rezessionsjahren. Das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg um 0,6 %, womit nach den rückläufigen Entwicklungen der Vorjahre wieder ein moderates Wirtschaftswachstum verzeichnet werden konnte. Insbesondere der Dienstleistungssektor entwickelte sich mit einem Wachstum von 1,0 % überdurchschnittlich positiv. Demgegenüber blieb die Industrie weiterhin unter Druck, während sich die Investitionstätigkeit lediglich verhalten erholte.
Die Inflationsrate erhöhte sich im Jahresdurchschnitt 2025 gemessen am Verbraucherpreisindex (VPI) auf 3,6 %, nach 2,9 % im Vorjahr. Maßgeblich hierfür waren insbesondere der deutliche Anstieg der Energiepreise infolge des Auslaufens staatlicher Entlastungsmaßnahmen sowie eine im Vergleich zum Euroraum überdurchschnittliche Preissteigerung im Dienstleistungssektor, bedingt durch höhere Lohnkosten.
Am Arbeitsmarkt blieb die Gesamtbeschäftigung gegenüber dem Vorjahr unverändert. Beschäftigungszuwächse im Dienstleistungsbereich konnten die anhaltenden Rückgänge in Industrie und Gewerbe weitgehend ausgleichen. Die Arbeitslosenquote belief sich im Jahresdurchschnitt 2025 auf rund 7,4 %.
Auf fiskalischer Ebene zeigte die Konsolidierungspolitik im Jahr 2025 erste Wirkung. Das gesamtstaatliche Budgetdefizit verringerte sich auf 4,2 % des Bruttoinlandsprodukts (BIP) und lag damit unter dem ursprünglich vorgesehenen Wert von 4,5 %.
Der öffentliche Schuldenstand stieg auf 418,1 Milliarden Euro, was einer Staatsschuldenquote von 81,5 % des BIP entspricht. Österreich befand sich damit weiterhin im Defizitverfahren der Europäischen Union, wobei die Bundesregierung einen mittelfristig ausgerichteten Konsolidierungspfad verfolgt.
Der Markt für Strategieberatung in Österreich entwickelte sich im Jahr 2025 trotz des lediglich moderaten konjunkturellen Aufschwungs robust. Die Nachfrage nach Beratungsleistungen blieb insbesondere in den Bereichen digitale Transformation, Integration künstlicher Intelligenz, Nachhaltigkeitsstrategien sowie Kostenoptimierung auf hohem Niveau.
Zusätzliche Impulse ergaben sich aus dem anhaltenden Restrukturierungsbedarf in Industrie und Handel sowie aus der zunehmenden Komplexität regulatorischer Anforderungen, insbesondere im Zusammenhang mit der Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) und neuen KI-Regulierungen. Insgesamt behauptete sich die Strategieberatung damit weiterhin als wesentlicher Transformationspartner für Unternehmen in einem anspruchsvollen wirtschaftlichen Umfeld.
Entwicklung des Ergebnisses der Gesellschaft
Trotz eines weiterhin von hoher makroökonomischer und geopolitischer Volatilität geprägten Marktumfelds konnte BCG im Geschäftsjahr 2025 seine positive Geschäftsentwicklung fortsetzen.
Der weltweite Umsatz stieg gegenüber dem Vorjahr um 7 % auf 14,4 Mrd. USD. Wachstum wurde in sämtlichen Geschäftsregionen erzielt und insbesondere durch die anhaltend hohe Nachfrage nach umfassenden Transformationsprojekten sowie KI-gestützten Beratungsleistungen getragen. Wesentlicher Wachstumstreiber war dabei das Geschäft mit KI-Transformationen, dessen Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 25 % zunahm. Insgesamt entfielen weltweit mehr als 40 % der Umsätze auf Technologie- und KI-Projekte.
Zur Unterstützung des weiteren Wachstums investierte BCG auch im Geschäftsjahr 2025 in den Ausbau seiner personellen Kapazitäten. Die Zahl der weltweit Beschäftigten erhöhte sich auf rund 33.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
Ein weiterer Wachstumstreiber war der anhaltend hohe Beratungsbedarf im Bereich Szenarioplanung und Lieferkettenoptimierung, ausgelöst durch ein zunehmend instabiles geopolitisches Umfeld. Das im Juni 2024 gegründete Center for Geopolitics hat sich dabei als wichtige Expertise-Plattform etabliert. Das Center verbindet geopolitische Analysekompetenz mit BCG's sektorübergreifendem Know-how, um Führungskräften datenbasierte Szenarien und klare Handlungsempfehlungen zu liefern.
Umsatz
Im Geschäftsjahr 2025 stiegen die Umsatzerlöse auf 129.943 TEUR. Im Vergleich zum Vorjahreswert von 117.801 TEUR ergibt sich ein Umsatzanstieg von rund 10,3 %. Die Entwicklung unterstreicht die positive und stabile Geschäftsentwicklung im Berichtsjahr.
Investitionen
Im Jahr 2025 wurden Investitionen in Höhe von TEUR 1.442 getätigt, hauptsächlich für Investitionen in fremde Gebäude.
Zusätzlich wurden Wertpapiere im Umfang von rund 1.667 TEUR erworben.
Personal- und Sozialwesen
Der durchschnittliche Mitarbeiter:innenstand 2025 ist gegenüber dem Vorjahr leicht gesunken und liegt bei insgesamt 136 Mitarbeiter:innen (Vorjahr: 144). Davon sind im Consulting Team 116 (Vorjahr: 124) und im Business Services Team 20 Mitarbeiter:innen (Vorjahr: 20) beschäftigt.
Lage der Gesellschaft
Vermögenslage
| 31.12.2025 | 31.12.2024 | +/- | |||
|---|---|---|---|---|---|
| TEUR TEUR | TEUR | % | |||
| kurzfristiges Umlaufvermögen | |||||
| Vorräte | |||||
| 5.422 | 863 | 4.559 | 528,3 | ||
| Lieferforderungen 9.997 | 657 | 9.340 | 1.421,6 | ||
| Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen | |||||
| 52.326 | 59.007 | -6.681 | -11,3 | ||
| sonstige Forderungen 1.395 | 1.124 | 271 | 24,1 | ||
| flüssige Mittel | |||||
| 67.571 | 63.355 | 4.216 | 6,6 | ||
| Rechnungsabgrenzungsposten | |||||
| 508 | 649 | -141 | -21,7 | ||
| 137.218 | 125.655 | 11.563 | 9,2 | ||
| kurzfristiges Fremdkapital | |||||
| kurzfristige Rückstellungen 9.054 | 8.300 | 754 | 9,1 | ||
| Lieferverbindlichkeiten | |||||
| 0 | 35 | -34 | -100,0 | ||
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unterneh- | |||||
| men 18.083 | 11.228 | 6.855 | 61,1 | ||
| sonstige Verbindlichkeiten | |||||
| 17.837 | 13.330 | 4.507 | 33,8 | ||
| 44.974 | 32.893 | 12.082 | 36,7 | ||
| Working Capital (Netto-Umlaufvermögen) 92.244 | 88.800 | 3.444 | 3,9 | ||
| Anlagevermögen | |||||
| Immaterielles Vermögen 12 | 0 | 12 | 0,0 | ||
| Sachanlagen | |||||
| 2.769 | 2.295 | 474 | 20,6 | ||
| Finanzanlagen | |||||
| 38.254 | 36.554 | 1700 | 4,7 | ||
| 41.035 | 38.849 | 2.186 | 5,6 | ||
| langfristiges Umlaufvermögen | |||||
| sonstige Forderungen 21 | 29 | -8 | -27,6 | ||
| Aktive latente Steuern | |||||
| 14.927 | 17.416 | -2.489 | 14,3 | ||
| 14.948 | 17.445 | -2.497 | -14,3 | ||
| langfristiges Fremdkapital | |||||
| langfristige Rückstellungen | 92.946 | 106.074 | -13.128 | -12,4 |
|---|---|---|---|---|
| sonstige Verbindlichkeiten | ||||
| 8.212 | 3.963 | 4.249 | 107,2 | |
| 101.158 | 110.037 | -8.879 | -8.1 | |
| Reinvermögen (Eigenkapital) | ||||
| 47.070 | 39.019 | 8.051 | 20,6 | |
| Stammkapital | 75 | 75 | 0 | 0,0 |
| Kapitalrücklagen | 50.000 | 50.000 | 0 | 0,0 |
| Gewinnrücklage | 75 | 75 | 0 | 0,0 |
| Bilanzverlust | ||||
| -3.080 | -11.131 | 8.051 | -72,3 | |
| Summe Eigenkapital | 47.070 | 39.019 | 8.051 | 20,6 |
| Summe Fremdkapital | ||||
| 146.131 | 142.930 | 3.201 | 2,2 | |
| Bilanzsumme | 193.201 | 181.949 | 11.252 | 6,2 |
Im Jahr 2025 wurden Wertpapiere des Anlagevermögens im Umfang von TEUR 1.700 erworben, wodurch sich der Buchwert auf TEUR 38.254 erhöhte.
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich – stichtagsbezogen – um TEUR 9.340 auf TEUR 9.997. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sanken auf TEUR 52.326 (Vorjahr: TEUR 59.007). Die Position besteht im Wesentlichen aus Guthaben aus dem konzerninternen BCG Cashpool.
Die aktiven latenten Steuern beliefen sich auf TEUR 14.927 (Vorjahr: TEUR 17.416).
Die Pensionsrückstellungen lagen bei TEUR 90.221 nach TEUR 103.478 im Vorjahr. Die sonstigen Rückstellungen wurden fast ausschließlich für personalbezogene Verpflichtungen gebildet und betragen TEUR 9.054 (Vorjahr: TEUR 7.916).
Der Anstieg der Verbindlichkeiten von im Vorjahr TEUR 24.593 auf TEUR 34.828 resultiert im Wesentlichen aus den gestiegenen Verbindlichkeiten aus der „Profit Sharing Method“ (PSM) gegenüber der The Boston Consulting Group UK LLP.
Insgesamt stieg die Bilanzsumme im Geschäftsjahr 2025 um TEUR 11.252 bzw. 6,2 %.
Finanzlage
Unter Berücksichtigung der verfügbaren liquiden Mittel im Rahmen des Cash Pools ist die Finanzlage weiterhin stabil. Die liquiden Mittel betrugen im Jahr 2025 TEUR 67.571 (Vorjahr: TEUR 63.355).
Kapitalflussrechnung
| 2025 | 2024 | |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| Ergebnis vor Steuern | 12.977 | 11.011 |
| Überleitung auf den Netto-Geldfluss aus dem Ergebnis vor Steuern | ||
| Abschreibungen/Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens | ||
| sowie auf Wertpapiere des Umlaufvermögens | 995 | 1.078 |
| Gewinne aus Anlagenabgängen | -11 | 0 |
| Rückstellungen Pensionen | -13.257 | -4.878 |
| Geldfluss aus dem Ergebnis | -704 | 7.211 |
|---|---|---|
| Zunahme der Vorräte, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie an- | ||
| derer Aktiva | -9.707 | 11.302 |
| Zunahme der Rückstellungen, ausgenommen für Steuern vom Einkommen | 1.268 | -1.066 |
| Ab-/Zunahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie | ||
| anderer Passiva | 15.576 | 3.215 |
| 7.136 | 13.451 | |
| Netto-Geldfluss aus dem Ergebnis vor Steuern | ||
| 7.840 | 20.662 | |
| Zahlungen für Steuern | ||
| Steuern vom Einkommen | -4.927 | -3.581 |
| aktive latente Steuern | 2.488 | 1.196 |
| Veränderungen Steuerrückstellungen | -384 | 384 |
| -2.823 | -2.001 | |
| Netto-Geldfluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit | ||
| 5.017 | 18.661 | |
| Netto-Geldfluss aus der Investitionstätigkeit | ||
| Einzahlungen aus Finanzanlagenabgang | ||
| 0 | 0 | |
| Anlagenzugänge It. Anlagenspiegel (ohne Finanzanlagen) | -1.470 | -833 |
| Finanzanlagenzugänge und sonstige Finanzinvestitionen | -1.700 | -2.571 |
| Einzahlungen/Auszahlungen für die Gewährung/Tilgung von sonstigen Fi- | ||
| nanzkrediten | 2.369 | -14.775 |
| -801 | -18.179 | |
| Netto-Geldfluss aus der Finanzierungstätigkeit | ||
| Einzahlung von Nennkapital | 0 | 0 |
| Einzahlung Kapitalrücklage | 0 | 0 |
| Auszahlungen aus der Bedienung des Eigenkapitals | 0 | 0 |
| 0 | 0 | |
| Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestandes | ||
| 4.216 | 482 | |
| Finanzmittelbestand am Beginn der Periode | ||
| 63.355 | 62.873 | |
| Finanzmittelbestand am Ende der Periode | ||
| 67.571 | 63.355 |
Ertragslage
Die Umsätze sind im Geschäftsjahr gegenüber dem Vorjahr um 10,3 % gestiegen und betragen TEUR 129.943 (Vorjahr: TEUR 117.801). Des Weiteren erzielte BCG einen Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 7.411 (Vorjahr: TEUR 7.430).
Damit BCG besser auf die unterschiedlichen Bedürfnisse der Kunden und die vielfältigen Anforderungen der Beratungspraxis eingehen kann, bündeln Praxisgruppen branchen- und funktionsspezifisches Wissen. Die Praxisgruppen sind weltweit organisiert und bieten ein Forum für die Erarbeitung und Weiterentwicklung branchenoder fachspezifischer Fragestellungen. Dadurch kann BCG lokale Kundennähe und globales Know-how miteinander verbinden.
Die Fremdleistungen sind von TEUR 35.995 auf TEUR 52.129 gestiegen. Die Projekte wurden sowohl von eigenen Mitarbeiter:innen bearbeitet als auch von solchen aus anderen BCG-Niederlassungen.
Personalaufwand und soziale Aufwendungen
Die Personalaufwendungen betragen TEUR 34.892 (Vorjahr: TEUR 39.392) und beinhalten neben fixen auch erfolgsabhängige Vergütungen und Aufwendungen, die der Altersvorsorge unserer Mitarbeiter:innen dienen sowie die darauf entfallenden Sozialabgaben umfassen.
Der Rückgang der sozialen Aufwendungen steht vor allem im Zusammenhang mit der Anpassung von Verpflichtungen aus der betrieblichen Altersversorgung, welcher auf Personalveränderungen zurückzuführen sind.
Die sozialen Aufwendungen reduzierten sich vor allem aufgrund geringerer Aufwendungen für Altersversorgung.
Zinsanteile aus der Abzinsung von Pensionsrückstellungen werden unter „Zinsen und ähnliche Aufwendungen“ ausgewiesen. Dies erfolgt im Einklang mit AFRAC-Stellungnahme 27, Punkt 63, zur einheitlichen Konzernberichterstattung.
Sonstige betriebliche Aufwendungen
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen reduzieren sich im Jahresvergleich um 24% unter Berücksichtigung des bereinigten Wertes vom Vorjahr TEUR 32.893 auf TEUR 33.968.
BCG wendet die „Profit Sharing Method“ (PSM) als globale Verrechnungspreismethode an, um alle routinemäßigen und nicht routinemäßigen Tätigkeiten, die von BCG-Mitgliedsunternehmen durchgeführt werden, zu vergüten. Infolgedessen haben alle BCG-Tochtergesellschaften eine Dienstleistungs- und Verwaltungsvereinbarung abgeschlossen. Gemäß dieser Vereinbarung ist The Boston Consulting Group UK LLP für die Verwaltung und Abrechnung der Zahlungsverpflichtungen („Ausgleichzahlungen“) verantwortlich, die sich aus der Anwendung des PSM ergeben.
Das PSM ist eine der fünf von der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung („OECD“) vorgeschriebenen Verrechnungspreismethoden, die in den lokalen Verrechnungspreisegesetzen verankert ist. BCG ist der Ansicht, dass das Ergebnis des PSM die Wirtschaftlichkeit des global integrierten Geschäftsmodells von BCG angemessen widerspiegelt.
Ergebnis vor Steuern
Das Ergebnis vor Steuern liegt bei TEUR 12.977 (Vorjahr: TEUR 11.011), der Jahresüberschuss bei TEUR 8.050 (Vorjahr: Jahresüberschuss TEUR 7.430).
Risiko- und Chancen-Bericht
Allgemeine Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung
Durch das Risikomanagementsystem der Gesellschaft wird sichergestellt, dass alle zum jeweiligen Berichtsstichtag erkannten wesentlichen Risiken regelmäßig identifiziert, bewertet und überwacht werden. Die systematische Risikoerfassung und -berichterstattung ermöglicht es, unerwünschte Entwicklungen frühzeitig zu erkennen und geeignete Gegenmaßnahmen zeitnah einzuleiten. Wesentliche Bestandteile der Risikosteuerung sind ein regelmäßiger Planungsprozess sowie ein umfassendes internes Berichtswesen.
Die Risiken der künftigen Entwicklung haben sich im Vergleich zu den Vorjahren insgesamt nicht wesentlich verändert. Der wirtschaftliche Erfolg von BCG basiert weiterhin maßgeblich auf der hohen Qualität der erbrachten Beratungsleistungen. Zu den zentralen Erfolgsfaktoren zählen insbesondere die Gewinnung und Bindung hochqualifizierter Mitarbeiter:innen sowie die Wahrung und Weiterentwicklung der Marke und Unternehmensreputation im In- und Ausland.
Chancen ergeben sich insbesondere aus dem fortschreitenden technologischen Wandel, der zunehmenden Digitalisierung zahlreicher Industrien sowie dem steigenden Bedarf an integrierten Beratungsleistungen in den Bereichen Strategie, Transformation, Technologie und datengetriebene Lösungen. Diesem Bedarf begegnet BCG
unter anderem durch spezialisierte Einheiten und die kontinuierliche Weiterentwicklung seines Leistungsportfolios.
Zudem adressiert BCG die wachsende Nachfrage nach ganzheitlichen Transformationsprojekten sowie nach Beratungsleistungen zur nachhaltigen Unternehmensentwicklung und strategischen Positionierung.
Die Verzahnung spezialisierter Einheiten mit der klassischen Strategieberatung wurde in den vergangenen Jahren kontinuierlich weiterentwickelt. Dadurch sieht sich BCG für die Herausforderungen und Marktanforderungen der kommenden Jahre gut positioniert.
Bei der Beurteilung der Einzelrisiken wird ein Betrachtungszeitraum von mindestens einem Jahr zugrunde gelegt. Die Risiken werden nach Eintrittswahrscheinlichkeit und potenzieller Auswirkung als „hoch“, „mittel“ oder „gering“ klassifiziert.
Für das kommende Geschäftsjahr rechnet BCG weiterhin mit einem unsicheren wirtschaftlichen Umfeld. Zu den wesentlichen Risikofaktoren zählen geopolitische Spannungen, ein anhaltendes Inflationsrisiko, ein rückläufiger privater Konsum sowie eine verhaltene Investitionstätigkeit (geringes Risiko).
Hinzu kommen politische Einflussfaktoren wie die Handelspolitik der USA oder die geldpolitischen Entscheidungen der Notenbanken, die das weltweite Wirtschaftswachstum dämpfen könnten. Auch potenzielle Importzölle und Handelsbarrieren dürften die wirtschaftliche Entwicklung beeinflussen. Ein Rückgang der wirtschaftlichen Dynamik könnte die Nachfrage nach Beratungsleistungen unterschiedlich beeinflussen. Im Zuge von Sparmaßnahmen könnten Beratungsprojekte gestrichen, hinsichtlich des Volumens reduziert oder in die Zukunft verlagert werden. Hier hat sich allerdings bis dato gezeigt, dass die BCG-Expertise gerade in Krisenzeiten besonders stark nachgefragt wird (geringes Risiko).
Risiken im Personalbereich
Der Wettbewerb um hochqualifizierte Fachkräfte bleibt insbesondere im Beratungs- und Technologiesektor weiterhin intensiv. BCG begegnet diesem Risiko durch gezielte Recruiting-Maßnahmen für Absolvent:innen und erfahrene Fachkräfte sowie durch attraktive Einstiegs- und Entwicklungsprogramme.
Die Gesellschaft bietet ihren Mitarbeiter:innen flexible Arbeitsmodelle, internationale Entwicklungsmöglichkeiten sowie individuelle Programme für Weiterbildung und persönliche Auszeiten. Darüber hinaus profitieren Mitarbeiter:innen von anspruchsvollen Projekten und einer engen Zusammenarbeit mit Entscheidungsträger:innen aus Wirtschaft und Gesellschaft.
Der langfristige Unternehmenserfolg hängt wesentlich von der Qualifikation, Motivation und Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter:innen ab. Daher investiert BCG kontinuierlich in Personalentwicklung, Weiterbildung und Maßnahmen zur Stärkung der Arbeitgebermarke.
Zusätzlich engagiert sich BCG in verschiedenen gesellschaftlichen, wissenschaftlichen und kulturellen Initiativen sowie in Kooperationen mit Medienpartnern und Netzwerken. Über das globale Alumni-Netzwerk pflegt BCG zudem langfristige Beziehungen zu ehemaligen Mitarbeiter:innen.
Strategische Risiken
BCG ist Risiken aus geopolitischen Entwicklungen, makroökonomischen Unsicherheiten sowie einem dynamischen Wettbewerbsumfeld ausgesetzt. Zur Steuerung dieser Risiken werden kontinuierliche Markt- und Umfeldanalysen durchgeführt sowie strategische Szenarien entwickelt und regelmäßig überprüft.
Rechtliche und regulatorische Risiken
Als international tätiges Unternehmen unterliegt BCG einer Vielzahl nationaler und internationaler gesetzlicher und regulatorischer Anforderungen. Die Einhaltung dieser Vorgaben wird durch spezialisierte Compliance- und Rechtsabteilungen sichergestellt.
Darüber hinaus unterhält BCG Geschäftsbeziehungen in verschiedenen internationalen Märkten, die potenziell von Sanktionen oder Handelsbeschränkungen betroffen sein können. Hieraus können sich Risiken für die Geschäftstätigkeit sowie mögliche Reputations- und Haftungsrisiken ergeben. Zur Risikobegrenzung verfügt die Gesellschaft über ein etabliertes Sanktions-Compliance-System mit entsprechenden Monitoring-, Kontroll- und Schulungsmaßnahmen.
Reputationsrisiken im Zusammenhang mit Kunden
Die Auswahl von Kunden und Projekten hat wesentlichen Einfluss auf die Reputation von BCG. Geschäftsbeziehungen mit Unternehmen oder Organisationen, die nicht mit den Unternehmenswerten vereinbar sind, könnten das Vertrauen von Kunden, Mitarbeitenden und weiteren Stakeholdern beeinträchtigen.
Zur Minimierung entsprechender Risiken werden potenzielle Kunden und Projekte im Rahmen eines standardisierten Prüfprozesses risikoorientiert bewertet. Für sensible oder kontroverse Sachverhalte bestehen zusätzliche Kontrollmechanismen.
Darüber hinaus können Qualitätsmängel oder negative Berichterstattung die Wahrnehmung der Marke beeinträchtigen. Im Berichtsjahr wurden jedoch keine wesentlichen Vorfälle festgestellt.
Finanzwirtschaftliche Risiken
Die Liquidität der Gesellschaft wird fortlaufend überwacht und im Rahmen einer zentralen Liquiditätssteuerung effizient gesteuert. Aufgrund der vorhandenen Liquiditätsreserven ist BCG derzeit in der Lage, Investitionen aus eigenen Mitteln zu finanzieren. Ein wesentliches Liquiditätsrisiko besteht zum Bilanzstichtag nicht.
Ausfallrisiken aus Forderungen werden aufgrund der hohen Bonität der Kunden sowie eines etablierten Forderungsmanagements als gering eingeschätzt.
Währungsrisiken ergeben sich insbesondere aus Geschäftsbeziehungen außerhalb der Eurozone. Zur Begrenzung dieser Risiken verfolgt BCG die konzernweite Vorgabe, grundsätzlich in der jeweiligen funktionalen Landeswährung zu fakturieren.
Risiken aus Informationstechnologien
Die Informations- und Kommunikationstechnologie bildet die Grundlage nahezu aller Geschäftsprozesse bei BCG. Ausfälle oder Störungen von IT-Systemen könnten erhebliche Auswirkungen auf die operative Geschäftstätigkeit haben.
Darüber hinaus bestehen Risiken im Zusammenhang mit Cyberangriffen, Datenverlusten oder der unbefugten Offenlegung vertraulicher Informationen. Zur Begrenzung dieser Risiken setzt BCG umfangreiche technische und organisatorische Sicherheitsmaßnahmen ein.
Hierzu zählen unter anderem regelmäßige Softwareaktualisierungen, ein restriktives Berechtigungskonzept, kontinuierliches Monitoring, Sicherheitsaudits sowie Penetrationstests zur frühzeitigen Identifikation potenzieller Schwachstellen.
Nach aktueller Einschätzung werden die verbleibenden Risiken im Bereich der Informationssicherheit insgesamt als gering bewertet.
Lieferanten- und Dienstleisterrisiken
Die Zusammenarbeit mit externen Dienstleistern und Lieferanten stellt einen wichtigen Bestandteil der operativen Leistungserbringung dar. Potenzielle Risiken werden durch strukturierte Auswahlverfahren, vertragliche Regelungen sowie ein etabliertes Incident-Management adressiert.
Abschließende Aussage zur Risikosituation
Auf Grundlage der derzeit implementierten Steuerungs-, Kontroll- und Überwachungsmaßnahmen werden die identifizierten Einzelrisiken überwiegend als gering eingeschätzt. Gleichwohl können negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nicht vollständig ausgeschlossen werden.
Nach Einschätzung der Geschäftsführung ist die Gesamtrisikosituation insgesamt beherrschbar. Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten, sind derzeit nicht erkennbar.
Bestandsgefährdende Risiken sind derzeit nicht erkennbar.
Prognosebericht
Entwicklung von Umsatz und Ergebnis
Das Geschäftsjahr 2026 ist im ersten Quartal mit einer Umsatzsteigerung im niedrigen einstelligen Prozentbereich gestartet. Das Marktumfeld bleibt weiterhin von hoher Dynamik sowie einem tiefgreifenden technologischen Wandel geprägt. Insbesondere Entwicklungen im Bereich der generativen Künstlichen Intelligenz (GenAI) führen dazu, dass Unternehmen ihre Geschäftsmodelle, Prozesse und Organisationsstrukturen zunehmend anpassen und transformieren müssen. BCG unterstützt ihre Kunden hierbei mit integrierten Beratungsleistungen, die strategische, technologische und operative Aspekte verbinden.
Vor dem Hintergrund der positiven Entwicklung im Berichtsjahr sowie einer anhaltend hohen Nachfrage nach Transformations- und Technologieprojekten rechnet die Geschäftsführung für das Geschäftsjahr 2026 mit einer weiterhin positiven Geschäftsentwicklung und erwartet ein Ergebnis oberhalb des Vorjahresniveaus.
Auch mittel- bis langfristig beurteilt die Geschäftsführung die Perspektiven der Gesellschaft positiv. Wesentliche Grundlagen hierfür sind die etablierten Kundenbeziehungen, die starke Positionierung im Technologie- und KI- Umfeld sowie die internationale Vernetzung innerhalb des BCG-Netzwerks. Darüber hinaus sollen Investitionen in den Ausbau strategischer Kompetenzfelder und zusätzlicher Wachstumsbereiche die zukünftige Entwicklung nachhaltig unterstützen.
Die Gesellschaft profitiert zudem von der globalen Präsenz des BCG-Netzwerks mit Standorten in über 50 Ländern sowie von der Fähigkeit, internationale Markttrends mit lokaler Branchen- und Umsetzungsexpertise zu verbinden. Durch den Einsatz spezialisierter Expertinnen und Experten wird die Gesellschaft ihre Kunden auch künftig bei zentralen strategischen und operativen Fragestellungen begleiten.
Insgesamt geht die Geschäftsführung davon aus, dass die hohe Kundenzufriedenheit, die starke Nachfrage nach technologie- und transformationsbezogenen Beratungsleistungen sowie die kontinuierliche Weiterentwicklung des Leistungsportfolios die Grundlage für eine weiterhin stabile Geschäftsentwicklung bilden werden.
Forschung und Entwicklung
BCG entwickelt kontinuierlich Industrie- und Funktions-Know-how sowie neue Managementkonzepte. Die Wissensentwicklung ist integraler Bestandteil des Geschäftsmodells und ein wesentlicher Differenzierungsfaktor im Wettbewerb.
BCG treibt den Ausbau ihrer Angebote im Bereich Künstliche Intelligenz (KI) konsequent voran. Die Investitionen in diesem Bereich sind 2025 in Deutschland und Osterreich erneut gestiegen – unter anderem durch kontinuierliche Weiterbildung der Berater:innen sowie den gezielten Aufbau technischer Expertise.
Einen bedeutenden Meilenstein stellte im April 2025 die Gründung des BCG X AI Science Institute dar. Das Institut bündelt die KI-Forschungskapazitäten von BCG X – darunter über 200 Wissenschaftler:innen mit Doktorat – mit dem Ziel, wissenschaftliche Erkenntnisse durch den Einsatz von KI deutlich zu beschleunigen und F&E-Zeitlinien von Jahren auf Monate zu verkürzen.
Konzernweit nutzen nahezu alle BCG-Mitarbeiter:innen KI-Tools täglich für die Entwicklung und Skalierung von KI-Workflows durch fortgeschrittenes Coding und Automatisierung. BCG ist damit eine der am stärksten KI-durchdrungenen Beratungsorganisationen weltweit und als einziges Premium-Beratungsunternehmen nach dem internationalen Standard ISO/IEC 42001 für KI-Managementsysteme zertifiziert
| Dr. Krammer Christian | Mag. Haslehner Roland | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Dr. Haider Lukas | Ing. Neubauer Alexander | |||||
| Rosenthal Mark | Dr. Dorninger Heike | |||||
| Bumberger Thomas | Mag. Ruckensteiner Achim | |||||
| Rasper Claudia Maria | Mori Nino | |||||
| Brunnader Florian Andreas | Seier-Larsen Melanie | |||||
| -- - | ||||||
| Kroker Matthias | Michael Tanja | |||||
0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 Mérey Tibor Dr. Harnisch Michael Josef $s
Wien, am
| Dr. Krammer Christian | Mag. Haslehner Roland | ||||
| Dr. Haider Lukas | Ing. Neubauer Alexander | ||||
| Rosenthal Mark | Dr. Dorninger Heike | ||||
| Mérey Tibor | Dr. Harnisch Michael Josef | ||||
| Bumberger Thomas | Mag. Ruckensteiner Achim | ||||
| Rasper Claudia Maria | Mori Nino | ||||
| Brunnader Florian Andreas | Seier-Larsen Melanie | ||||
| Kroker Matthias | Michael Tanja | ||||
Wien, am
| Dr. Krammer Christian | Mag. Haslehner Roland | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| r. Haider Lukas | Ing. Neubauer Alexander | ||||
| Rosenthal Mark | /Dr. Dorninger Heike | ||||
| Mag. Ruckensteiner Achim | |||||
| Rasper Claudia Maria | Mori Nino | ||||
| Brunnader Florian Andreas | Seier-Larsen Melanie | ||||
| Kroker Matthias | Michael Tanja | ||||
Mérey Tibor Dr. Harnisch Michael Josef
/ Bumberger Thomas
Wien, am
Mérey Tibor
| Dr. Krammer Christian | Mag. Haslehner Roland |
|---|---|
| Dr. Haider Lukas | Ing. Neubauer Alexander |
| Rosenthal Mark | Dr. Dorninger Heike |
| Dr. Harnisch Michael Josef |
Mag. Ruckensteiner Achim Mori Nino Seier-Larsen Melanie Michael Tanja
Bumberger Thomas
Rasper Claudia Maria
Brunnader Florian Andreas
Kroker Matthias
Wien, am
| Dr. Krammer Christian | Mag. Haslehner Roland | ||||||
| Dr. Haider Lukas | Ing. Neubauer Alexander | ||||||
| Rosenthal Mark | Dr. Dorninger Heike | ||||||
| Mérey Tibor | Dr. Harnisch Michael Josef | ||||||
| • | |||||||
| Bumberger Thomas | Mag. Ruckensteiner Achim | ||||||
| Rasper Claudia Maria | Mori Nino | ||||||
| $ | |||||||
| Brunnader Florian Andreas | Seier-Larsen Melanie | ||||||
| Kroker Matthias | Michael Tanja | ||||||
Wien, am
| Dr. Krammer Christian | Mag. Haslehner Roland | |
|---|---|---|
| Dr. Haider Lukas | Ing. Neubauer Alexander | |
| Rosenthal Mark | Dr. Dorninger Heike | |
| Mérey Tibor | Dr. Harnisch Michael Josef | |
| Bumberger Thomas | Mag. Ruckensteiner Achim | |
| Rasper Claudia Maria | Mori Nino | |
| Brunnader Florian Andreas | Seier-Larsen Melanie | |
| Kroker Matthias | Michael Tanja | |
| Kiefer Christof |