← Zurück zum Firmenprofil

Lagebericht 2025

Mondi Frantschach GmbH

Original-PDF

Stichtag 31. Dez. 2025 · Eingereicht am 28. Sep. 2026

Inhaltsverzeichnis

Bericht über den Geschäftsverlauf und die wirtschaftliche Lage 2025

Geschäftsverlauf

Das Geschäftsjahr 2025 entwickelte sich im Vergleich zu Jahr 2024 relativ stabil. Der erwartete Aufschwung und damit einhergehende Erholung der Konjunktur ist jedoch nicht eingetroffen. Sowohl die Verkaufspreise als auch Rohstoffkosten entwickelten sich im Vergleich zum Vorjahr flach, gegen Ende des Jahres ging die Nachfrage saisonal bedingt etwas zurück.

Markt

Im Jahr 2025 war die Nachfragesituation für Papier und Marktzellstoff moderat, insgesamt wurden 2025 rund 313.000 t (2024: 326.000 t) an Verkaufsprodukten abgesetzt. Grund für den Rückgang war vor allem geplante Instandhaltungsmaßnahmen im Jahr 2025.

Beschaffung

Der Holzeingang lag bei 1,3 Mio. Festmetern (2024: 1,4 Mio. Festmeter). Der Einkaufspreis für den wichtigsten Rohstoff Holz war während des Jahres konstant. Der Marktpreis von gebleichtem Zellstoff ist leicht unter das Niveau von 2024 gesunken. Die Energiekosten waren im Jahr 2025 im Vergleich zu 2024 insgesamt stabil, wobei leicht höhere Preise durch geringere Verbräuche kompensiert wurden Investitionen

2025 wurden diverse Projekte im Bereich der Papierfabrik und Zellstofffabrik umgesetzt. Ziele dieser Investitionen waren die weitere Verbesserung im Umweltbereich, Effizienzsteigerung an bestehenden Anlagen und Optimierungen im Kosten- und Qualitätsbereich. Das Investitionsvolumen in das Sachanlagevermögen betrug 2025 insgesamt 27,8 Mio. EUR (2024: 15,2 Mio. EUR).

Wirtschaftliche Lage

Die Umsatzerlöse betrugen 2025 288,5 Mio. EUR und lagen somit unter dem Niveau des Vorjahres (2024: 303,1 Mio. EUR). Geringere Verkaufsmengen haben zu diesem Rückgang geführt, Das Betriebsergebnis lag 2025 bei 21,2 Mio. EUR und damit unter dem Vorjahr (2024: 30,1 Mio. EUR). Der Rückgang ist vor allem durch die erwähnten geringeren Verkaufsmengen sowie inflationsbedingte Kostensteigerungen begründet.

Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Die Gesellschaft weist zum 31.12.2025 eine Eigenkapitalquote von 19,4% auf (2024 21,3%).

Das Nettoumlaufvermögen (Working Capital) beträgt 21,5 Mio. EUR (2024: 34,5 Mio. EUR). Die Reduktion resultiert vor allem aus der Verminderung der Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen aus Lieferungen und Leistungen, einer höherem Cashpoolingverbindlichkeit und höheren Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Im Geschäftsjahr 2025 erwirtschaftete das Unternehmen einen Cash-Flow aus der betrieblichen Tätigkeit in Höhe von 31,4 Mio. EUR (2024: 37,7 Mio. EUR). Der Cash Flow aus der Investitionstätigkeit betrug -10,8 Mio. EUR (2024: -31,5 Mio. EUR), wovon EUR -24,7 Mio. (2024: -21,1 Mio. EUR) Auszahlungen für Anlagenzugänge betreffen und 13,3 Mio. EUR (2024: -10,4 Mio. EUR) aus der Änderung des Cash Pools resultieren. Der Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit beträgt - 20,7 Mio. EUR (2024: -6,2 Mio. EUR) und resultiert im Wesentlichen aus einer Dividendenzahlung von 18,6 Mio. EUR (2024: 40,6 Mio. EUR). Im Jahr 2024 erfolgte eine wesentliche Erhöhung der Konzernverbindlichkeiten (36,7 Mio. EUR).

Die Finanzierung der Mondi Frantschach GmbH erfolgt innerhalb des Konzerns. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betrugen 105,4 Mio. EUR (2024: 100,0 Mio. EUR). Die wesentlichen Positionen betreffen mit 89,4 Mio. EUR (2024: 88,6 Mio. EUR) ein Finanzierungsdarlehen, die Steuerumlage an den Gruppenträger Mondi AG mit 3,2 Mio. EUR (2024: 6,4 Mio. EUR), Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen mit 5,9 Mio. EUR (2024: 4,9 Mio. EUR) sowie Verbindlichkeiten gegenüber dem von der Mondi plc. geführten Cash-Pool mit 6,7 Mio. EUR (2024 0,0 Mio. EUR).

Im Umweltbereich konnte Mondi Frantschach GmbH seinen hohen Standard halten. Bei den CO2- Emissionen konnte die zugeteilte Menge an CO2-Zertifikaten unterschritten werden und 2025 auch Zertifikate verkauft werden.

2025 wurde die Lehrlingsausbildung wie in den letzten Jahren weitergeführt. Insgesamt hatte die Ausund Weiterbildung auch einen hohen Stellenwert. Die Fluktuation im Arbeitnehmerbereich ist nach wie vor auf einem geringen Niveau.

Mondi Frantschach GmbH hat auch 2025 große Anstrengungen unternommen, um die Maßnahmen im Bereich Arbeitssicherheit weiter zu verbessern. Auch die Maßnahmen im Gesundheitsbereich wurden weiter forciert und kontinuierlich weitergeführt.

Bericht über die voraussichtlichen Entwicklung und die Risiken des Unternehmens

Bericht über die voraussichtliche Entwicklung 2026

Markt

Die Nachfrage zeigt sich zu Beginn des Jahres 2026 leicht verbessert. Die Geschäftsführung rechnet damit, dass die Produktions- und Absatzzahlen im Jahr 2026 über dem Niveau von 2025 liegen werden. Das Preisniveau für alle Produkte ist Anfang 2026 stabil auf einem langfristig durchschnittlichen Niveau. Die weitere Preisentwicklung ist aus heutiger Sicht sehr schwer einzuschätzen und wird durch den weiteren Verlauf des Auftragseinganges und der Marktnachfrage beeinflusst werden.

Beschaffung

Die Papierholz Austria GmbH wird weiterhin den Holzeinkauf für die Mondi Frantschach GmbH durchführen und es ist für 2026 von einem steigenden Preisniveau auszugehen. Für den Kosten für Energie, Chemikalien und sonstigen Rohstoffen rechnet die Geschäftsführung mit keinen signifikanten Schwankungen für das Jahr 2026, wobei dies derzeit nur sehr schwer vorhersehbar ist und vom weiteren Verlauf der globalen Krisen abhängt.

Investitionen

Es werden vor allem Projekte zur Effizienzsteigerung und Ersatzinvestitionen im Bereich der Papierfabrik und Zellstofffabrik umgesetzt, darüber hinaus sind auch weitere umweltschonende Maßnahmen im Sinne der Nachhaltigkeit verbunden.

Wirtschaftliche Lage

Wie bereits ausgeführt, ist die weitere Entwicklung auf den Produktmärkten mittelfristig nur sehr schwer vorhersehbar und hängt vom weiteren Verlauf der globalen Krisen in der Ukraine und Nahen Osten sowie der damit verbunden Entwicklung der Energiekosten ab. Die Geschäftsführung rechnet mit keinen Einschränkungen des Produktionsbetriebs durch mangelnde Verfügbarkeit von Rohstoffen oder Energie.

Finanzierung

Auch für 2026 ist weiterhin geplant, dass die Finanzierung des Unternehmens über den Konzern-Cash- Pool durchgeführt wird.

Bericht über die Forschung und Entwicklung:

Die weiteren Produkt- und Qualitätsentwicklungen der Papiere und des Marktzellstoffs werden auch 2026 konsequent weitergeführt. Die erfolgreiche Entwicklung von neuen Papiersorten mit modifizierten Eigenschaften ist ein wesentlicher Teil der Forschung- und Entwicklungstätigkeiten. Auch werden die nationalen und internationalen Kooperationen im Forschungsbereich fortgesetzt.

Bericht über die Risiken des Unternehmens

Finanzielle Risiken

In der Bilanz zum 31.12.2025 werden als wesentliche finanzielle Vermögenswerte die Wertpapiere des Anlagevermögens (2,0 Mio. EUR; 2024: 2,0 Mio. EUR) und die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen (37,4 Mio. EUR; 2024: 52,4 Mio. EUR) und als wesentliche finanzielle Verbindlichkeiten die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen einschließlich der Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht (26,6 Mio. EUR; 2024: 24,5 Mio. EUR), und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (105,4 Mio. EUR; 2024: 100,0 Mio. EUR)

ausgewiesen. Zusätzlich ist die Gesellschaft Haftungsverhältnisse in Höhe von 5,4 Mio. EUR (2024: 5,7 Mio. EUR) eingegangen.

Das Ausfallsrisiko ist mit den Buchwerten der finanziellen Vermögenswerte und mit der maximal möglichen Inanspruchnahme aus den eingegangenen Haftungsverhältnissen begrenzt. Wenn sich Ausfallsrisiken konkretisieren, wird durch Wertberichtigungen bzw. Rückstellungen entsprechend vorgesorgt. Die Geschäftsführung sieht keine nennenswerten Ausfallsrisiken. Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen im Wesentlichen gegenüber einem verbundenen Unternehmen, das die Produkte der Gesellschaft vertreibt. Wenngleich diesbezüglich die Risikokonzentration beträchtlich ist, sieht die Geschäftsführung kein Ausfallsrisiko, da das betreffende verbundene Unternehmen wiederum an eine Vielzahl externer Abnehmer vertreibt und somit indirekt eine entsprechende Risikostreuung gegeben ist.

Die Absicherung des Fremdwährungsrisikos in USD erfolgte durch die Konzernzentrale in Wien, basierend auf den Net Exposure-Erwartungen von Mondi Frantschach GmbH. Auch im Übrigen besteht kein nennenswertes Preisänderungsrisiko, da die Forderungen und Verbindlichkeiten im Wesentlichen kurzfristig und/oder marktkonform variabel verzinst sind. Ein gewisses Cashflow-Risiko besteht in Bezug auf die variabel verzinste konzerninterne Finanzierung von insgesamt 89,4 Mio. EUR zum 31.12.2025 (2024: 88,6 Mio. EUR.)

Ein Liquiditätsrisiko sieht die Geschäftsführung ebenfalls nicht, da die Finanzierungserfordernisse laufend geplant und überwacht und von der Gruppe die erforderlichen Mittel bereitgestellt werden.

Beschreibung von anderen Risiken

Darüberhinausgehend sieht die Geschäftsführung mittelfristig keine wesentlichen Risiken am Beschaffungsmarkt. Die Beschaffung der Rohstoffe erfolgt gemeinsam mit Experten des Konzerns bzw. die Beschaffung des wichtigsten Rohstoffes Holz erfolgt über eine spezialisierte Holzbeschaffungsgesellschaft.

Der Absatz von Papier und Zellstoff erfolgt über den Konzern, langfristig wird das Ausfallrisiko daher als gering eingestuft. Ein wesentlicher Anteil der Produktion wird von Verpackungswerken innerhalb des Konzerns verarbeitet. Das Unternehmen hat zudem einen sehr diversifizierten Abnehmermix. Kurzfristige Schwankungen der Nachfrage werden durch den Auf- bzw. Abbau von Lägern abgefedert oder die Produktion angepasst.

Aufgrund der zunehmenden internationalen Vernetzung und der damit verbundenen Möglichkeit des Missbrauchs von IT-Systemen ergeben sich entsprechende E-Crime-Risiken, zum Beispiel der Ausfall zentraler IT-Systeme. Zur Reduzierung der Risiken führt das Unternehmen kontinuierlich Audits und regelmäßige Schulungen für Mitarbeiter durch. Zudem wird die wesentliche IT Infrastruktur vom Konzern bereitgestellt, um diese Risiken zu minimieren.

Die Rekrutierung und das Binden von Fachkräften und Talenten gehören zu den höchsten Prioritäten des Unternehmens und werden zum Beispiel durch den gezielten Einsatz von Employer-Branding- Initiativen gesteuert. Die nachhaltig geringe Fluktuation der Mitarbeiter ist Indiz dafür, dass keine wesentlichen personellen Risiken bestehen.

Als produzierendes Unternehmen sind wir Risiken durch mögliche Schäden an Menschen und Umwelt ausgesetzt. Audits, Beratung und Schulung zu Umwelt-, Arbeits- und Gesundheitsschutz minimieren diese Risiken für Mensch und Umwelt. Wir kontrollieren diese Risiken laufend und halten hohe technische Standards ein.

St. Gertraud, am 7. Juli 2026

Die Geschäftsführung:

a d

Mondi Frantschach Gmb A-9413 D. Agriang

Wir verwenden Cookies, um grundlegende Funktionen der Plattform sicherzustellen und anonymisierte Nutzungsstatistiken zu erfassen. Durch einen Klick auf "Akzeptieren" stimmst du der Verwendung dieser Cookies zu.