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Lagebericht 2025

Lokalbahn Lambach-Vorchdorf - Eggenberg AG

Original-PDF

Stichtag 31. Dez. 2025 · Eingereicht am 20. Aug. 2026

Inhaltsverzeichnis

5. Lagebericht des Vorstandes über das Geschäftsjahr 2025

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 1

5.1. Die Aktiengesellschaft

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 1
DieLokalbahnLambach-Vorchdorf-EggenbergAG(LV)istein
Eisenbahninfrastrukturunternehmen gemäß §1a EisbG. Den Betrieb seiner Infrastruktur hat die
Gesellschaft aufgrund eines Infrastruktur-Überlassungsübereinkommens an die Stern & Hafferl
Verkehrsgesellschaft m.b.H. (StH) übertragen. Diese ist gegenüber der LV für die Abwicklung des
Infrastrukturbetriebes verantwortlich.

Der Betrieb der Lokalbahn Lambach-Vorchdorf-Eggenberg AG wird zwischen den Bahnhöfen Lambach und Vorchdorf abgewickelt. Die Gleise in Richtung Brauerei Eggenberg werden derzeit weder vom Personenverkehr noch vom Güterverkehr genutzt, eine Reaktivierung ist aber vorgesehen, da deren Sinnhaftigkeit und Nachhaltigkeit 2024 durch eine Potentialanalyse untermauert wurde.

Für die 2031 in Vorchdorf (Schloss Eggenberg) fixierte Landesgartenschau ist die Reaktivierung der o.a. Teilstrecke ein wesentlicher Beitrag zur sanften Mobilität dieser Veranstaltung und findet daher auch maßgebliche Berücksichtigung bei den diesbezüglichen Überlegungen.

Von der gesamten Streckenlänge befindet sich der Abschnitt von Stadl-Paura nach Vorchdorf-Eggenberg mit einer Baulänge von 15,609 km im Besitz der Lokalbahn Lambach-Vorchdorf-Eggenberg AG. Im Streckenabschnitt Lambach – Stadl-Paura wird von der Lokalbahn die ÖBB-Bahnstrecke Lambach – Laakirchen mitbenützt. Die Lokalbahn Lambach-Vorchdorf-Eggenberg AG verfügt mit dem Bescheid vom 11. Februar 2016 vom BMVIT über eine Konzession bis 20. Jänner 2033. Diese Konzession ist seit 19. Jänner 2005 auf die Tätigkeit eines Eisenbahninfrastrukturunternehmens eingeschränkt.

Die Führung des Eisenbahnbetriebes der Lokalbahn wurde gemäß Ubereinkommen vom 8. Juli 1942 auf Konzessionsdauer an die Stern & Hafferl Verkehrsgesellschaft m.b.H. (im Folgenden St&H genannt) übertragen.

Betriebsübereinkommen Das aus dem Jahre 1942 wurde durch das „Infrastruktur-Überlassungsübereinkommen“ vom 15. Juni 2005 und durch die„Kaufmännische Vereinbarung zum Infrastruktur-Überlassungsübereinkommen“ vom 28. Juni 2005 der aktuellen Rechtslage angepasst.

Die Aktien der Gesellschaft sind auf Basis des Gesellschaftsrechtsänderungsgesetzes 2011 (GesRÄG 2011) im Aktienbuch der Lokalbahn Lambach-Vorchdorf-Eggenberg AG dokumentiert Namensaktien mit folgenden Eigentümern:

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 3
AktionäreAnteil in %
Republik Österreich72,51
OÖ. Verkehrsholding GmbH11,03
Marktgemeinde Lambach9,42
Marktgemeinde Vorchdorf3,31
Stern & Hafferl Verkehrsgesellschaft m.b.H.2,70
KommR. Dkfm. Dr. Karl Stöhr0,66
Dr. Norbert Montag v. Seefranz0,33
Dr. Norbert van Handel0,04
100,00

5.2. Finanzierung

Die maßgeblichen Säulen der Finanzierung der Gesellschaft waren im Jahr 2025 Einnahmen:

• aus dem Infrastrukturbenützungsentgelt (€ 334 738,72) • aus der Vermietung von Anlagen (€ 9 486,24) und • die Beiträge des Bundes und des Landes Oberösterreich für die Infrastrukturinvestitionen und die Infrastrukturerhaltung, welche im 9. Mittelfristplan geregelt sind.

Die Fördermittel von Bund und Land Oberösterreich betrugen:

o Bund: € 0,00 o Land: € 1 800 000,00

Die Finanzierung der Lokalbahn wird somit weitgehend auf Basis des Privatbahngesetzes 2004 gesichert, worin auch die Abgeltung gemeinwirtschaftlicher Leistungen durch den Bund für Eisenbahnverkehrsunternehmen (was erst die Bezahlung des Infrastrukturbenützungsentgeltes ermöglicht) und die Förderung der Schieneninfrastruktur durch dieöffentliche Hand (gemäß Mittelfristige Investitionspläne MIP) geregelt wird.

Mit dem 9. MIP liegt eine Finanzierungsvereinbarung für die Jahre 2021 bis 2025 für die Investitionen und die Erhaltung in Summe mit € 9,0 Mio. und damit die nachhaltige Sicherung der Existenz der Lokalbahn vor.

5.3. Strecke

Gemäß Schreiben Zl. BMVIT-211.017/0009-IV/E1/2017 vom 6. Oktober 2017 wurde die Strecke Lambach-Vorchdorf-Eggenberg als strategisch unbedeutend im Sinne des Artikels 2 Absatz 4 der Richtlinie 2012/34/EU qualifiziert (wobei diese Richtlinie in der geänderten Fassung der Richtlinie [EU] 2016/2370 vom 14. Dezember 2016 - Teil des 4. Eisenbahnpaketes - zu interpretieren ist) und ist daher vom Geltungsbereich des 6. Teiles gem. §54a Abs. 3 des Eisenbahngesetzes ausgenommen.

Technische Daten gem. SNNB

Allgemeine Beschreibung

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 4
Einstufung der StreckeNebenbahn
StreckenklasseC
Traktionsart750 V Gleichstrom, Diesel oder Dampf
Baulänge [km]15,609
Betriebslänge [km]15,500
Spurweite [mm]1435 (Normalspur)
Anzahl d Streckengleise1
Kleinster Bogenhalbmesser [m]
- Streckengleis190
- Nebengleis140
Zulässiger Überhöhungsfehlbetrag [mm]100
Zulässige Seitenbeschleunigung [m/s2]0,654
Größte Neigung15‰
Geschwindigkeitsabhängige1:6V
Rampenneigung
Max Rampenneigung1:400
Ausrundung [m]
Kuppe / Wanne2000
FahrzeugumgrenzungUIC 505-1
Stadl-Paura –? Bad Wimsbach-N. 20 t
Achslast [t]
Bad Wimsbach–N. – Vorchdorf-Eggenberg 18 t
Stadl-Paura – Bad Wimsbach-N. 6,4 (C2)
zulässige Meterlast [t/m]
Bad Wimsbach–N. – Vorchdorf-Eggenberg 6,4 (B2)
RadreifenprofilUIC - ORE
Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 5
Radreifenbreite [mm]135
Gleisabstand
Bahnsteiglänge [m]30/50
ZugbeeinflussungssystemeZugleitsystem StH

Betriebsführung

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 5
Art des VerkehrsPersonen- u. Güterverkehr
Streckengeschwindigkeit.
Maximale Geschwindigkeit60 km/h
Minimale Geschwindigkeit20 km/h
Max Zuglänge [m]115
Max Zuggewicht (t)700
Mindestbremshundertstel [G/P]18/18
NotbremsüberbrückungNein
Zugbildungkein Nachschiebebetrieb
UbergabebahnhofStadl-Paura
UbergabeartBestimmungen für nationale Grenzen LV (Grenzbehelf)
Besetzung der Züge0:0 Fahren; 1:0 Fahren

Signal- und fernmeldetechnische Anlagen

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 5
SignalsystemSiehe Bestimmungen für nationale Grenzen
LZB
PZB
ZugleitsystemZLS-StH
Zugfunk/VerschubfunkSystem StH
Fahrleitungsanlagen
StromsystemGleichstrom
Fahrleitungsspannung750 V
Fahrleitung
-Höhe [m]4,5 - 5,7
-Anpressdruck [kp]5,0 - 6,5
-Zickzack [cm]+/- 35
Profil StromabnehmerRadius 3600 m
PsophometrischeIp < 1,5 A
Störströme
Rückspeisemöglichkeit< 960 V=

Nach Anhebung der Streckenhöchstgeschwindigkeit auf 60 km/h soll diese in einem nächsten Schritt auf 80 km/h erhöht werden. Ebenfalls in Vorbereitung ist die Aufwertung der zulässigen Achslast auf 22,5 t (Streckenklasse D).

5.4. Geschäftsverlauf

Umsatzerlöse

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 6
20252024Veränderung
EUROEUROEURO%
a) Infrastrukturbenützungsentgelt334 738,72328 363,676 375,051,94%
b) Mieterlöse9 486,2410 876,99-1 390,75-12,79%
c) sonstige Umsatzerlöse (one investionszuschusse) 386 419,63468 638,95-82 219,32-17,54%
Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 6
DiewesentlichstekaufmännischeEinnahmequellederGesellschaft
(Eisenbahninfrastrukturunternehmen) ist das Infrastrukturbenützungsentgelt (IBE) in der Höhe von
€ 334738,72,dasdemEisenbahnverkehrsunternehmen(EVU)Stern& Hafferl

Verkehrsgesellschaft m.b.H. (St&H) verrechnet werden kann. Für die Berechnung dieses Entgelts sind die auf der Lokalbahnstrecke gefahrenen Zugkilometer und die vom Bahnhof Vorchdorf abgefertigten Züge maßgeblich.

Das IBE hat sich in den letzten Jahren folgendermaßen entwickelt:

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 6
Infrastrukturbenutzungsentgelt in €
400 000
350 000334 739
300 000328 364
250 000
200 000
150 000141 106 77 341
116897118354
139 232 140 200
100 000115 321119 433
50 000
0
2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022 2023 2024 2025

Die Jahresgegenüberstellung 2024/2025 zeigt folgende Entwicklung der Leistungen des Betriebes auf der Lokalbahnstrecke:

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 7
Veränderung
Zugleistungen im Fahrplanjahr20252024
absolutin %
Personenzüge153 692156 9723 280-2,09%
Sonderzüge Zugkilometer93761722,25%
Güterzüge6513166-50,15%
Insgesamt153 850157 179-3 329-2,12%
Personenzüge14 87414 8740,00%
Sonderzüge Züge (Anzahl)127571,43%
Güterzüge62216-72,73%
Insgesamt14 89214 903-11-0,07%

Beförderte Personen

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 7
250 000
08 26215 485
200 000
200 869
177 983
00 000
50 000
2007200820092010201120122013201420152016201720182019202020212022202320242025

Neben dem Infrastrukturbenützungsentgelt zählen auch Mieteinnahmen zu den Umsatzerlösen der Gesellschaft.

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 8
Mieterlöse in €
12 000
10 000
§ 123 84258

2 00

2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022 2023 2024 2025

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge betrugen im Jahr 2025 € 1 194 710,53. Die bestimmenden Positionen waren, die Auflösung der Investitionszuschüsse in der Höhe von € 808 290,90 und die Fördermittel für die Erhaltung in der Höhe von € 383 565,92.

5.5. Investitionen

Die Investitionen im Jahr 2025 gliedern sich wie folgt:

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 9
Investitionen 2025EURO
Fahrweg (Unterbau und Gleise)33 406
Investitionen Hochbau51 967
Sicherungsanlagen (Zugleitsystem)
Elektrische Anlagen (Erneuerung Fahrleitung)16 301
Technischer Kreuzungsschutz4 600
Nichtöffentliche Bahnübergänge (Sperrschranken)3 383
Summe100 457

Investitionen in €

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 9
5000 000
4500 000
4000 000
3500 000
3000 000
2500 000
2000 000
1500 000
1000 000
500 000
20152016201720182019202020212022202320242025

In der Bilanz wurden die Investitionen aufgrund von Projektabrechnungen der Stern & Hafferl Verkehrsgesellschaft als Anlagenzugänge aktiviert. Da diese Zugänge durch Förderungsmittel finanziert wurden, erfolgte – so wie in den Vorjahren – in der Bilanz unter der Position „Investitionszuschüsse aus öffentlichen Mitteln“ eine Passivierung in der gleichen Höhe.

5.6. Aufwendungen

Die Abschreibungen auf Sachanlagen (die mit der Auflösung der Investitionszuschüsse korrespondieren) sind, aufgrund der Generalsanierung des Streckenabschnittes km 8,801 - 9,718 sowie dem Bau von 4 neuen Haltestellen (Feldham, Kösslwang, Mittlere Au & Haltestelle Au) um 14,07% auf € 802 533,79 gestiegen.

Die Aufwendungen für die Erhaltung der Infrastruktur (gemäß den Mittelfristplänen abgewickelt und finanziert) sind um 14,58% auf € 398 703,48 gesunken. Die Erträge aus Fördermitteln für die Erhaltung decken diese Aufwendungen für die Infrastrukturerhaltung ab und bleiben daher in der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgsneutral.

Erhaltung 2025

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 10
Unterbau84 388,73
Oberbau93 213,00
Hochbau20 517,68
Sicherungsanlagen97 029,34
Elektrische Anlagen103 554,74
Gesamt398 703,48

Wir bedanken uns ganz besonders beim Bund und dem Land Oberösterreich für die Gewährung der Förderungsbeiträge für Investitionen und Erhaltung.

Die weiteren Aufwendungen für

den Betrieb der Infrastruktur

(die gemäß Infrastruktur-Überlassungsübereinkommen die Infrastrukturbetriebsführung von Stern & Hafferl betreffen) in Höhe von € 235 307,06 sind um 9,83% gestiegen und gliedern sich – wie folgt:

Materialaufwand

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 11
20252024Veränderung
EUROEUROEURO%
a) Aufwand für Infrastrukturverknüpfung7 640,727 090,49550,237,76%
b) Personalaufwand Infrastrukturbetrieb105 425,71 116 476,09-11 050,38-9.49%
c) Infrastruktur Wartung53 583,9245 212,428 371,5018,52%
d) Sonstige betriebliche Aufwendungen68 656,7145 460,7723 195,9451,02%

Die Kosten für Infrastruktur Wartung waren aufgrund der saisonalen Arbeiten (Schneeräumung und Aufwuchsbekämpfung) zum Vorjahr in absoluten Beträgen leicht erhöht. Großen Einfluss darauf haben die Vegetationsbedingungen im betreffenden Jahr.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betreffen insbesondere Grundsteuer, Kammerumlage, Steuerberatung und Abschlussprüfung, Beratungskosten, Notarkosten, Gesellschaftsverwaltung wie Vorstand und Aufsichtsrat und Kosten für Veröffentlichungen, Gebühren und Umlagen. Die Abweichung zum Vorjahr ergibt sich daraus, dass es keine Erlöse aus dem Verkauf von Schrott gab (VJ: 6,5 TEUR), die Heiz- sowie Stromkosten um 37,7% (9 TEUR) gestiegen sind und die neue Abteilung SQ, mit anteiligen Kosten der LVE von. 9 TEUR, eingeführt wurde.

Finanzergebnis

Das Finanzergebnis enthält Zinserträge für Bankguthaben von insgesamt € 1 196,71, wobei € 0,00 auf Zinserträge aus MIP-Mittel zurückzuführen sind, da im Jahr 2025 aufgrund der Vorziehung der MIP-Mittel ins Jahr 2024 keine Gelder zum Veranlagen verfügbar waren. Somit verbleiben im Finanzergebnis € 1 196,71 an Zinserträgen, welche aus Lokalbahn eigenen Mitteln erwirtschaftet wurden.

Gewinn

Die Gegenüberstellung aller Erträge und Aufwendungen ergibt für 2025 nach Abzug der Steuern einen Jahresgewinn von € 40 031,14.

5.7. Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanz zum 31. Dezember 2025 weist einen Bilanzgewinn von € 355283,21 (VJ: 315 252,07 T€) aus.

Das Anlagevermögen hat sich aufgrund der Vorziehung der MIP-MIttel ins Jahr 2024 von € 14 762 407,66 um -4,76% auf € 14 060 330,74 verringert.

Bei einem Eisenbahninfrastrukturunternehmen ist das Umlaufvermögen (€ 928 357,94) im Vergleich zum Anlagevermögen eher gering:

- Forderungen in Höhe von € 338 198,50 (VJ: 2 256 T€) sind größtenteils auf den Vorgriff der MIP-Mittel auf 2025 zurück zu führen. - Die Guthaben bei Kreditinstituten sind aufgrund der Auszahlung der MIP-Mittel, welche zuvor durch Mitteln der Lokalbahn vorfinanziert wurden auf € 590 159,44 (VJ: 51 T€) gestiegen.

Das Grundkapital beträgt 2025 € 160 000,00 und ergibt gemeinsam mit den Gewinnrücklagen (€ 130000,00) sowie dem Bilanzgewinn € 355 283,21 für 2025 ein Eigenkapital von € 645 283,21 (6,61% gegenüber 2024).

Die (kumulierten) Investitionszuschüsse aus öffentlichen Mitteln sind 2025 aufgrund der weniger investiven Projekten auf € 14 201 304,67 (-4,75%) gesunken..

Die Rückstellungen sind gegenüber 2024 auf € 12 553,00 (VJ: 6T€) gestiegen.

Der größte Teil der Verbindlichkeiten € 56 492,89 resultiert aus Lieferungen und Leistungen, welche auf offene Projektabrechnungen des betriebsführenden Unternehmen zurück zu führen sind.

Unter der Position Rechnungsabgrenzungsposten ist ein Kostenbeitrag der Gemeinde Vorchdorf für die Instandhaltung der Lichtzeichenanlage Brückenweg sowie der Kösslwangerstraße ausgewiesen, welcher über die Nutzungsdauer der Anlage (25 Jahre) aufgelöst wird.

5.8. Risikobericht

Das sicherheitstechnische Risiko kann vorerst minimiert werden, da die liquiden Mittel zur Aufrechterhaltung der Betriebs- und Verkehrssicherheit vorhanden sein werden. Dazu wird auf Mittel aus dem 9. MIP zurückgegriffen.

Die 2025 bestandenen Verbindlichkeiten der Gesellschaft sind unter Berücksichtigung der korrespondierenden Forderungen und Bankguthaben abgedeckt und durch vertragliche Regelungen abgesichert.

Das Bankguthaben ist bei einer inländischen Bank in Euro veranlagt, weshalb die Gesellschaft weder einem Wechselkurs- noch einem Ausfallsrisiko gegenübersieht.

Das 9. Mittelfristige Infrastrukturförderungsprogramm wurde für das Jahr 2026 von Bund und Land OO verlängert. Aktuell laufen die Verhandlungen zum 10. MIP, welches die Grundlage für weitere Investitionen und Erhaltungsmaßnahmen für die Jahre 2027-2031 bilden soll. Damit und mit dem bis 2030 laufenden Verkehrsdienstevertrag ist der Bestand der Bahn weitgehend gesichert, aber durch die aktuelle Preis- und Liefersituation ist das Arbeiten wesentlich erschwert.

5.9. Prognosebericht

Basis für die künftige wirtschaftliche Grundlage der Lokalbahn Lambach-Vorchdorf-Eggenberg AG sind unverändert

• die 2016 erteilte Konzessionsverlängerung bis 20. Jänner 2033 • das 9. MIP, welches von 2021 bis 2025 Investitions- und Erhaltungsmittel von € 9,0 Mio. sichert • ein neuer Verkehrsdienstevertrag mit dem auf unserer Strecke fahrenden EVU wurde bis 2030 abgeschlossen

Darüberhinausgehende Maßnahmen in Richtung einer dynamischen Vorwärtsstrategie wie sie im Konzept „Zukunftsorientierte Entwicklung der Stern & Hafferl Südbahnen“ dargestellt wurden, sind - soweit diese die Lokalbahn Lambach-Vorchdorf-Eggenberg AG betreffen - teilweise im 9. MIP finanziert. Umfassende Attraktivierungsmaßnahmen - vor allem im Hinblick auf eine Beschleunigung des Betriebes und die behindertenfreundliche Ausgestaltung der Infrastruktur wurden für das 10. MIP (2026 - 2030) angemeldet, inhaltlich mit den Fördergebem akkordiert und harrt aktuell der politischen Entscheidung.

5.10. Bericht über Zweigniederlassungen

Das Unternehmen verfügt über keine Zweigniederlassungen.

5.11. Bericht über die Forschung und Entwicklung

Das Unternehmen führt keine Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten aus.

Der Vorstand

KommR Dir. Gunter Mackinger

Gmunden, am 31. März 2026

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