Inhaltsverzeichnis
Lage be rich t
der „3 S“ Schnecken + Spindeln + Spiralen Bearbeitungsgesellschaft m.b.H., Roitham für das Geschäftsjahr 2024/25
1. Geschäftsverlauf und wirtschaftliche Lage der Gesellschaft
Die Gesellschaft erzeugt fabrikmäßig in erster Linie Extruderschnecken, Gewindespindeln und Förderspiralen für die Kunststoff- und Fördertechnik. An einer Verbreiterung der Produktpalette wird laufend gearbeitet.
Neben dem Stammwerk 4661 Roitham besteht eine Betriebsstätte in Wartberg im Mürztal.
Ertragslage:
Im Wirtschaftsjahr 2024/25 ist die Produktionsleistung im Vergleich zum Vorjahr deutlich gesunken.
Die Umsatzerlöse betragen 25,40 MEUR (Vorjahr 34,63 MEUR).
Die Umsatzerlöse und Bestandsveränderungen an halbfertigen und fertigen Erzeugnissen ergeben eine Betriebsleistung von 25,63 MEUR (Vorjahr 34,87 MEUR).
Das EBITDA beträgt für das Geschäftsjahr 2024/25 2.814 TEUR (Vorjahr 4.889 TEUR). Der Rückgang ist auf die gesunkene Umsatzleistung zurückzuführen, was insbesondere anlagenintensive Unternehmen, wie dies bei der 3S der Fall ist, besonders hart trifft.
Vermögenslage:
An Investitionen wurden im Geschäftsjahr 2024/25 im Anlagevermögen 4.309 TEUR (Vorjahr 8.478 TEUR) getätigt, davon rd. 4.305 TEUR (Vorjahr 8.421 TEUR) im Sachanlagevermögen, 3 TEUR (Vorjahr 57 TEUR) im immateriellen Anlagevermögen. Im Geschäftsjahr 2024/25 wurden die Nutzungsdauern der technischen Anlagen und Maschinen neu evaluiert. Bislang wurde deren Nutzungsdauer mit 5 Jahren angenommen, wobei die tatsächliche Nutzung durch permanente Wartung und Instandhaltungen länger ausfällt. Um ein möglichst getreues Bild der Vemögens- Finanz- und Ertragslage zu gewährleisten wurde die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer mit 8 Jahren festgesetzt.
Finanzlage:
Das Eigenkapital inkl. öffentlicher Zuschüsse beträgt 71,43 % des Gesamtkapitals (Vorjahr 69,55 %).
Die Liquidität ist gut und zusätzlich noch durch freiverfügbare Kontokorrentlinien gut abgesichert. Den kurzfristigen Verbindlichkeiten und kurzfristigen Rückstellungen in Höhe von insgesamt 5,22 MEUR (Vorjahr 8,86 MEUR) stehen kurzfristig verfügbare Mittel von 8,98 MEUR (Vorjahr 11,58 MEUR) gegenüber.
Für den Cash-Flow ergeben sich folgende Werte:
| 2024/25 | 2023/24 | |
|---|---|---|
| in TEUR | in TEUR | |
| Operativer Bereich | 3.055 | 5.027 |
| Investitionsbereich | -4.830 | -8.635 |
| Finanzierungsbereich | 1.262 | 2.284 |
| -513 | -1.324 |
Im Finanzierungsbereich gab es einerseits eine deutliche Reduktion der kurzfristigen Bankverbindlichkeiten über 1,4 MEUR, umgekehrt wurde für die Finanzierung der Liegenschaft in St. Barbara eine langfristige Finanzierung über 2,054 MEUR aufgenommen.
2. Risikobericht
Im Rahmen der Risikomanagementaktivitäten stehen aktuell die Entwicklung der Absatzmärkte sowie die unsichere Situation rund um die US-Zollthematik, die über den Hauptabnehmer EREMA Eng. auch auf die 3S zurückfallen, im Zentrum des Interesses. Diese Faktoren haben aktuell mit Sicherheit einen wichtigen Einfluss auf die abgeschwächte Marktnachfrage.
Beschaffungsseitig wird weiterhin der volatilen Energiepreisentwicklung Beachtung geschenkt und wenngleich in den letzten Jahren bereits große Investitionen in den Ausbau der PV- Kapazitäten getätigt wurden, wird in diesem Bereich weiterhin nach Optimierungspotentialen gesucht.
Generell begegnet die 3S GmbH den Unternehmensrisiken durch ein umfassendes Qualitätssicherungs- und Risikomanagementsystem. Die implementierten Systeme umfassen insbesondere ein laufendes Berichtswesen, regelmäßige Meetings und Geschäftsführungssitzungen. Die im letzten Jahr erwähnte Umstellung der Komponentenfertigung schreitet planmäßig voran und wird weitestgehend im GJ 25/26 abgeschlossen.
Allgemein betreffen die operativen Risiken grundsätzlich die Hauptbereiche „Beschaffungsund Absatzmarkt“. Bezüglich Beschaffungsmarktrisiken muss festgehalten werden, dass wichtige Lieferanten laufend einem internen Evaluierungsprozess unterzogen sowie für Lieferanten von besonders wichtigen Materialien „Backup-Lösungen“ entwickelt werden. Generell wird darauf geachtet, dass die 3S GmbH im Rahmen eines Lieferantenmanagements versucht, Abhängigkeiten zu einzelnen Geschäftspartnern so weit wie möglich zu vermeiden. Marktseitig unterliegt die 3S GmbH als Investitionsgüterlieferant hauptsächlich normalen konjunkturellen Schwankungen, wobei die breite inhaltliche (Recycling-, Keramik-, Olindustrie) als auch die regionale Marktbearbeitung helfen, temporäre Rückgänge in speziellen Marktsegmenten oder Regionen deutlich abzuschwächen.
Spezielle Debitorenrisiken sind hingegen vernachlässigbar, da ein wesentlicher Teil der Lieferungen an das Konzernschwesterunternehmen EREMA Eng. GmbH geliefert wird, die restlichen Lieferungen sind ebenfalls über ein laufendes Debitorenmanagement bzw. im Einzelfall auch durch entsprechende Absicherungen (Bankgarantien oder Anzahlungen) gut abgesichert. Zudem wird de facto ausschließlich in Euro fakturiert, womit Fremdwährungsrisiken bei der 3S GmbH keine wesentliche Bedeutung zukommt. Das Risiko von Produkthaftungen wird durch konsequentes Qualitätsmanagement und laufende fachliche Weiterbildung der Mitarbeiter minimiert.
Potenziellen Personalrisiken, vor allem der Frage der Auswahl und Entwicklung von qualifizierten Mitarbeitern, wird durch Kommunikations- und Evaluierungsmaßnahmen und an die jeweilige Mitarbeitergruppe angepasste Entwicklungsprogramme begegnet.
Im Bereich der finanziellen Risiken wird das Kredit- bzw. das Verlustrisiko bei Veranlagungsgeschäften durch Diversifizierungsmaßnahmen reduziert. Bonitätsprüfungen, Versicherungen und
Der Finanzkraft und damit der Sicherstellung der Liquidität kommt entscheidende Bedeutung zu. Durch die gute Eigenmittelausstattung ist der Unternehmensfortbestand auch im Falle von schwieriger werdenden Marktverhältnissen gut abgesichert.
3. Voraussichtliche Entwicklung
Für das Geschäftsjahr 2025/26 wird aufgrund der herausfordernden Umfeldbedingungen mit weiter sinkenden Umsatzerlösen bzw. einem ähnlichen Ergebnis gerechnet.
4. Forschung und Entwicklung
Es werden Forschungs- und Entwicklungsprojekte durchgeführt, um einerseits die Fertigungstechnik permanent weiterzuentwickeln und andererseits die technische Qualität der Produkte zu verbessern. Darüber hinaus werden die gewonnenen Kenntnisse auch für die Erweiterung der Produktpalette eingesetzt.
5. Nachhaltigkeitsmanagement
Es wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr in Kooperation mit einem externen Beratungsunternehmen gemeinsam mit den österreichischen Schwesterunternehmen der EREMA Gruppe bei der 3S ein Nachhaltigkeitsmanagement aufgebaut. In diesem Zusammenhang wurden bereits die strategischen Stoßrichtungen definiert und ein Nachhaltigkeitsprogramm für die nächsten Jahre erarbeitet. Durch die Omnibus Verordnung hat insbesondere die für heuer geplante Erstellung des Nachhaltigkeitsberichts unter Miteinbeziehung der 3S an Bedeutung verloren und das Thema wurde bis auf weiteres gestoppt. Unabhängig von den Omnibus Änderungen wird das Thema Nachhaltigkeit inhaltlich auch in der 3S weiterverfolgt werden. Es wird lediglich mit der Berichtserstellung abgewartet, bis Klarheit herrscht, welche Themen in welcher Form berichtet werden müssen.
anne Whe
um, Unterschriften der Geschäftsführer