Inhaltsverzeichnis
Ploier + Hörmann Bau GmbH Lagebericht Wirtschaftsjahr 2025/26
Inhaltsverzeichnis
A. Allgemeine Marktlage ............................................................................... 1 B. Entwicklung des Geschäftsfeldes Energie + Telekom ............................... 1 C. Entwicklung des Geschäftsverlaufs der Gesellschaft ................................ 2 C.1. Bauleistung und Ergebnis ..................................................................... 2 C.2. Kapitalrentabilität ............................................................................... 2 C.3. Vermögens- und Finanzlage ................................................................. 3 C.4. Investitionen und Cashflow .................................................................. 4 C.5. Verwendung von Finanzinstrumenten .................................................... 5 D. Risikomanagement ................................................................................... 5 E. Nachhaltigkeit ........................................................................................ 10 F. Personal ................................................................................................. 11 G. Forschung und Entwicklung .................................................................... 12 H. Zweigniederlassungen ............................................................................ 13 I. Ausblick auf das Wirtschaftsjahr 2026/27.............................................. 13 J. Ausblick des Geschäftsfeldes Energie + Telekom ................................... 14
A. Allgemeine Marktlage
Die österreichische Wirtschaft verzeichnete 2025 – nach 2 Jahren rückläufiger Wirtschaftsleistung - laut den vorläufigen Ergebnissen der volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung der Statistik Austria ein leichtes Wachstum von 0,6 %. Ausschlaggebend für diese Entwicklung war insbesondere der Dienstleistungsbereich, der real um 1,0 % zulegte. Der produzierende Bereich schrumpfte hingegen um -1,2 %, wobei der anhaltende Rückgang im Bauwesen (-2,9 %) diesen Sektor negativ beeinflusste und nur teilweise durch positive Impulse bei der Herstellung von Waren (+1,2 %) kompensiert werden konnte. Sowohl die Investitionstätigkeit als auch die Konsumausgaben wirkten stabilisierend auf die gesamtwirtschaftliche Entwicklung.1
Die Inflationsrate von 3,6 % im Jahr 2025 lag deutlich über jener des Vorjahres (2,9 %) und auch merklich höher als in fast allen anderen Euro-Ländern. Dabei identifizierte die Statistik Austria die Bereiche Wohnen, Wasser und Energie als stärkste Inflationstreiber: während die Preise für Haushaltsenergie 2024 um 6,9 % gesunken sind, war 2025 v.a. aufgrund des Auslaufens der Strompreisbremse ein Anstieg um 11,1 % zu verzeichnen.2
B. Entwicklung des Geschäftsfeldes Energie + Telekom
Das Geschäftsfeld Energie + Telekom war im Wirtschaftsjahr 2025/26 durch eine insgesamt solide Geschäftsentwicklung gekennzeichnet. Die anhaltenden Investitionen in Stromverteilnetze, Breitbandinfrastruktur sowie in landesweite Programme zur Modernisierung und Stärkung der Resilienz der Energieversorgung sorgten weiterhin für eine gute Grundauslastung. Während im Kabeltiefbausegment eine Marktbereinigung sowie eine allgemeine Investitionszurückhaltung zu einem spürbaren Rückgang der Projektvolumina führten, konnten diese Rückgänge durch deutliche Leistungssteigerungen in der Elektrotechnik kompensiert werden. Insbesondere Projekte im Umfeld erneuerbarer Energien, des Netzausbaus sowie der Energieeffizienz leisteten einen wesentlichen Beitrag zu einer stabilen Gesamtertragslage des Geschäftsfeldes. Trotz eines zunehmend herausfordernden Marktumfeldes blieb die Nachfrage nach moderner Infrastruktur in den Bereichen Strom, Kommunikation und Verkehr unverändert hoch.
¹ 1 Statistik Austria, „Wirtschaftsleistung 2025 um 0,6 % gewachsen",
www.statistik.at/fileadmin/announcement/2026/03/20260305BIP2025Q4.pdf
² 2 Statistik Austria, „Inflation 2025 mit 3,6 % höher als im Vorjahr“
www.statistik.at/fileadmin/announcement/2026/01/20260119VPIJahr2025.pdf
Der Ausbau leistungsfähiger Netze stellt weiterhin eine zentrale Voraussetzung für wirtschaftliche Entwicklung, Versorgungssicherheit und Digitalisierung dar. Das Geschäftsfeld Energie + Telekom nutzte diese Rahmenbedingungen erfolgreich und hielt den Auftragsstand im Verlauf des Wirtschaftsjahres auf konstantem Niveau.
C. Entwicklung des Geschäftsverlaufs der Gesellschaft
C.1. Bauleistung und Ergebnis
| Kennzahlen zur Ertragslage | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| Einheit | Berichtsjahr | Vorjahr | Veränderung | Veränderung | |
| 2025/26 | absolut 2024/25 | % | |||
| Bauleistung | Tsd. € | 52.213 | 50.811 | 1.403 | 2,8 |
| EBIT | Tsd. € | 3.246 | 2.739 | 507 | 18,5 |
| Umsatzrentabilität (bezogen auf Bauleistung) | % | 6,2 | 5,4 | 0,8 | 15,3 |
EBIT = Ergebnis vor Steuern + Zinsen und ähnliche Aufwendungen gemäß § 231 Abs 2 Z 15 bzw Abs 3 Z 14 UGB
Umsatzrentabilität = EBIT / Bauleistung
Die Bauleistung konnte im Berichtsjahr 2025/26 auf 52,2 Mio. EUR gesteigert werden, was einer Wachstumsrate von 2,8 % entspricht. Dadurch, dass der EBIT-Anstieg von 18,5 % deutlich über jenem der Bauleistung lag, stieg die Umsatzrentabilität im Vergleich zum Vorjahr um 0,8 Prozentpunkte auf 6,2 % an.
C.2. Kapitalrentabilität
| Kennzahlen zur Kapitalrentabilität | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| Einheit | Berichtsjahr Vorjahr | Veränderung | Veränderung | ||
| 2024/25 2025/26 | absolut | % | |||
| Eigenkapitalrentabilität | % | 37,6 | 37,0 | 0,6 | 1,5 |
| Gesamtkapitalrentabilität | % | 17,8 | 15,4 | 2,4 | 15,6 |
Eigenkapitalrentabilität = Ergebnis vor Steuern / Eigenkapital
Gesamtkapitalrentabilität = EBIT / Gesamtkapital
Da sowohl das Ergebnis vor Steuern (+22,9 %) als auch das Eigenkapital (+21,1 %) im Vergleich zum Vorjahr in etwa im selben Ausmaß angestiegen sind, hat sich auch die Eigenkapitalrentabilität konstant entwickelt und lag im Berichtsjahr 2025/26 bei 37,6 %.
Die Gesamtkapitalrentabilität stieg im Berichtsjahr 2025/26 auf 17,8 % an, wobei ein EBIT von 3,2 Mio. EUR (+18,5 %) dem Gesamtkapital von 18,2 Mio. EUR (+2,5 %) gegenüber steht.
C.3. Vermögens- und Finanzlage
| Kennzahlen zur Vermögens- und Finanzlage | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| Einheit | Berichtsjahr Vorjahr | Veränderung | Veränderung | ||
| 2025/26 | 2024/25 | absolut | % | ||
| Nettoverschuldung | Tsd. € | 446 | 644 | -198 | -30,8 |
| Nettoumlaufvermögen (Working Capital) | Tsd. € | 5.081 | 3.436 | 1.644 | 47,9 |
| Eigenkapitalquote | % | 46,4 | 39,2 | 7,1 | 18,1 |
| Nettoverschuldungsgrad | % | 5,3 | 9,2 | -4,0 | -42,8 |
Nettoverschuldung = Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten + Rückstellungen für Abfertigungen, Pensionen und Jubiläumsgelder - Kassa/Bankguthaben
Nettoumlaufvermögen = Umlaufvermögen - Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ( > 1 Jahr) - sonstige Forderungen (> 1 Jahr) + aktive Rechnungsabgrenzungsposten - kurzfristige Rückstellungen - kurzfristige Verbindlichkeiten - passive Rechnungsabgrenzungsposten
Eigenkapitalquote = Eigenkapital / Gesamtkapital
Nettoverschuldungsgrad = Nettoverschuldung / Eigenkapital
Durch die solide Liquiditätsentwicklung im Berichtsjahr 2025/26 konnten Bankguthaben weiter aufgebaut werden, sodass sich die Nettoverschuldung der Gesellschaft im Berichtsjahr 2025/26 weiter reduziert hat. Der als Nettoverschuldung von 446 Tsd. EUR ausgewiesene Betrag resultiert aus dem positiven Kassenbestand bzw. den Guthaben gegenüber Kreditinstituten abzüglich der Rückstellungen für Abfertigungen und Jubiläumsgelder.
Das Nettoumlaufvermögen (Working Capital) ist positiv und im Vergleich zum Vorjahr um rund 1,6 Mio. EUR angestiegen.
Das Eigenkapital ist aufgrund des guten Ergebnisses im Berichtsjahr 2025/26 auf 8,4 Mio. EUR angestiegen, was eine Steigerung um 21,1 % bedeutet. Das Gesamtkapital hat sich jedoch nur um 2,5% auf 18,2 Mio. EUR erhöht, wodurch sich die Eigenkapitalquote von 39,2 % im Vorjahr auf 46,4 % im Berichtsjahr 2025/26 erhöht hat.
Aufgrund des Rückgangs der Nettoverschuldung bei gleichzeitigem Anstieg des Eigenkapitals konnte der Nettoverschuldungsgrad von 9,2 % im Vorjahr auf 5,3 % im Berichtsjahr 2025/26 gesenkt werden.
C.4.
Investitionen und Cashflow
Investitionswirtschaftliche Kennzahlen
| Einheit | Berichtsjahr Vorjahr | Veränderung | Veränderung | ||
|---|---|---|---|---|---|
| 2024/25 2025/26 | absolut | % | |||
| Investitionen | Tsd. € | 1.017 | 1.595 | -579 | -36,3 |
| Anlagenintensität | % | 23,1 | 24,5 | -1,3 | -5,5 |
| Anlagendeckung durch Eigenkapital | % | 200,5 | 160,4 | 40,0 | 24,9 |
Anlagenintensität = Anlagevermögen / Gesamtkapital
Anlagendeckung durch Eigenkapital = Eigenkapital / Anlagevermögen
Im Berichtsjahr 2025/26 wurden Investitionen in Höhe von rund 1 Mio. EUR getätigt, wobei wie im Vorjahr schwerpunktmäßig in Ersatz- und Neuanschaffungen von Arbeitsmaschinen, in den Fuhrpark sowie in Baustellenausstattungen investiert wurde.
Die Anlagenintensität ist mit 23,1 % in etwa auf dem Niveau des Vorjahres verblieben, die Anlagendeckung durch Eigenkapital hat sich aufgrund des wertmäßigen Eigenkapital-Zuwachses (um über 21 %) auf 200,5 % erhöht. Somit wurde die 'goldene Bilanzregel' eingehalten, wonach langfristiges Vermögen auch langfristig finanziert sein soll.
| Cashflow | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| Einheit | Vorjahr Berichtsjahr | Veränderung | Veränderung | ||
| 2024/25 2025/26 | absolut | % | |||
| Netto-Geldfluss aus der betrieblichen Tätigkeit | Tsd. € | 2.119 | 1.318 | 801 | 60,8 |
| Netto-Geldfluss aus der Investitionstätigkeit | Tsd. € | -804 | -1.194 | 390 | -32,7 |
| Netto-Geldfluss aus der Finanzierungstätigkeit | Tsd. € | -1.075 | -159 | -916 | 574,7 |
| Netto-Geldfluss gesamt | Tsd. € | 240 | -36 | 275 | -767,9 |
| Cash Flow-Umsatzrendite | |||||
| (bezogen auf Bauleistung) | % | 4,1 | 2,6 | 1,5 | 56,5 |
Cashflow-Umsatzrendite = Netto-Geldfluss aus der betrieblichen Tätigkeit / Bauleistung
Der Anstieg des Netto-Geldflusses aus der betrieblichen Tätigkeit ist vor dem Hintergrund des im Vergleich zum Vorjahr verbesserten Ergebnisses vor Steuern zu sehen.
Im Netto-Geldfluss aus der Investitionstätigkeit sind neben den Anlagenzugängen auch Einzahlungen aus Anlagenabgängen und Beteiligungs- und Zinserträge ausgewiesen.
Im Netto-Geldfluss aus der Finanzierungstätigkeit ist im Berichtsjahr 2025/26 neben Zinsen und ähnlichen Aufwendungen die ausgeschüttete Dividende von 1 Mio. EUR (Vorjahr: 0 EUR) ausgewiesen.
Der Anstieg der Cash Flow-Umsatzrendite auf 4,1 % im Berichtsjahr 2025/26 resultiert aus dem um 60,8 % höheren Netto-Geldfluss aus der betrieblichen Tätigkeit im Verhältnis zur um 2,8 % angestiegenen Bauleistung.
C.5. Verwendung von Finanzinstrumenten
Im abgelaufenen Wirtschaftsjahr wurden keine derivativen Finanzinstrumente eingesetzt.
D. Risikomanagement
Weiterentwicklung des Risikomanagementsystems
Im Rahmen der Weiterentwicklung des Risikomanagements in den operativen Geschäftsfeldern wurde mit Beginn des Wirtschaftsjahres 2026/27 erstmals eine standardisierte Risikoanalyse für Bauprojekte im Prozess „Auftrag erlangen“ verankert. Ziel ist es, potenzielle technische und wirtschaftliche Risiken frühzeitig zu erkennen und damit fundierte Entscheidungen im Angebotsprozess zu unterstützen.
Für die neue Risikoanalyse wird das Formular „Risikoanalyse Bauprojekt“ verpflichtend angewendet bei:
x Angeboten über 1.000.000 EUR, und/oder x Bauvorhaben mit außergewöhnlichem Risikopotential, x neuartigen bzw. nicht im aktuellen Leistungsspektrum liegenden Bauvorhaben.
Darüber hinaus wird die Durchführung der Analyse bereits ab einer Angebotssumme von 500.000 EUR empfohlen, um die Risikosensibilität im gesamten Projektportfolio weiter zu stärken. Mit diesem strukturierten Vorgehen wird eine einheitliche und nachvollziehbare Bewertung von Projektrisiken sichergestellt, wodurch die Absicherung des Auftragseingangs verbessert wird – insbesondere bei größeren oder neuartigen Bauvorhaben. Gleichzeitig liegt damit ein standardisiertes und zugleich dynamisches Dokument vor, das den gesamten Projektverlauf begleitet – von der Kalkulation bis zum Abschluss.
Exkurs: Risiken im Zusammenhang mit dem Iran-Krieg
Im Zusammenhang mit dem zum Zeitpunkt der Berichtserstellung anhaltenden geopolitischen Konflikt im Iran ergeben sich für die österreichische Bauwirtschaft Risiken, die sich auf die operative Geschäftstätigkeit auswirken können. Der Konflikt führt insbesondere zu einem Anstieg und einer erhöhten Volatilität der Energiepreise, wodurch sowohl der Baustellenbetrieb als auch die Produktion energieintensiver Baustoffe verteuert werden. Gleichzeitig ist bei einigen Baustoffen eine erhöhte Preisvolatilität festzustellen, die die Kalkulationssicherheit einschränkt. Zusätzlich führen Störungen internationaler Lieferketten zu verlängerten Lieferzeiten und steigenden Transportkosten, wodurch die termingerechte Verfügbarkeit von Materialien beeinträchtigt werden kann. Auf makroökonomischer Ebene wirkt sich der Konflikt durch erhöhte Unsicherheit, steigende Inflationsraten sowie restriktivere Finanzierungsbedingungen aus, was insbesondere die Investitionsbereitschaft dämpfen kann. Zur Risikobegrenzung setzt Ploier + Hörmann Bau GmbH auf die Diversifikation von Lieferketten, langjährige Partnerschaften, verkürzte Preisbindungsfristen, den Einsatz von Preisgleitklauseln sowie auf Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz und ein verstärktes Liquiditätsmanagement.
Erläuterungen zu den einzelnen Risiken
x Leistungswirtschaft
Zur Diversifizierung ist Ploier + Hörmann Bau GmbH für private und öffentliche Auftraggeber in den Segmenten Kabeltiefbau-Energie, Kabeltiefbau-Telekom, Elektrotechnik und Kommunikationstechnik tätig.
Die Berücksichtigung ökologischer Auswirkungen ist ein integraler Bestandteil des unternehmerischen Handelns von Ploier + Hörmann Bau GmbH. Bereits vor mehreren Jahren wurde ein zertifiziertes Umweltmanagementsystem gemäß ISO 14001 eingeführt, das laufend überprüft und weiterentwickelt wird. Zur systematischen Identifikation und Bewertung potenzieller Umweltauswirkungen der Bautätigkeit kommen Umwelt-Aspekte-Matrizen zum Einsatz.
Unter Vertriebsrisiken werden sämtliche Risiken zusammengefasst, die im Zusammenhang mit der Akquisition und dem Verkauf von (Bau-) Dienstleistungen entstehen. Zur Minimierung dieser Risiken werden bereits vor der Angebotslegung geeignete Maßnahmen gesetzt. Dazu zählen insbesondere die Prüfung der Bonität potenzieller Auftraggeber, eine transparente und verständliche Angebotsgestaltung sowie die Verwendung klar und eindeutig formulierter Verträge und Vereinbarungen. Auf diese Weise sollen Unklarheiten, Missverständnisse und mögliche rechtliche Auseinandersetzungen vermieden werden.
Preisänderungsrisiken stellen weiterhin eine wesentliche Herausforderung für die Bauwirtschaft dar. Auf der Verkaufsseite wird diesem Risiko durch die Anwendung von Baukostenindexierungen Rechnung getragen. Einkaufsseitig werden zur Absicherung gegen Preisvolatilitäten unterschiedliche Maßnahmen gesetzt. Im Rahmen projektbezogener Beschaffungen wird angestrebt, mit Lieferanten Festpreise für die jeweilige Baudauer zu vereinbaren. Bei Jahresrahmenvereinbarungen werden nach Möglichkeit Fixpreise zumindest für Zeiträume von sechs Monaten kontrahiert. Zur weiteren Risikominimierung wurden die Lagerbestände für lagerfähige Materialien an den Bauhöfen deutlich erhöht. Darüber hinaus wurden für den Energiebezug - insbesondere für Strom inklusive der erforderlichen Bauprovisorien - längerfristige Lieferverträge abgeschlossen.
Im Zuge der aktuell angespannten Marktsituation kommt es bei der Vergabe neuer Aufträge zu einer erhöhten Wettbewerbsintensität. Zusätzliche Anbieter drängen zunehmend in einzelne Marktsegmente, wodurch sich der Preisdruck bei Ausschreibungen verschärft. Diese Entwicklung führt zu einem intensiveren Preiswettbewerb, insbesondere in standardisierten Leistungsbereichen mit geringer Differenzierung. In der Folge besteht das Risiko sinkender Margen sowie einer verstärkten Verlagerung von Aufträgen hin zu preisaggressiven Anbietern. Zur Absicherung gegen diese Entwicklung setzt Ploier + Hörmann Bau GmbH verstärkt auf eine strategische Differenzierung seines Leistungsangebots, eine selektive Angebotsstrategie sowie Maßnahmen zur Steigerung der operativen Effizienz.
Im Zusammenhang mit der angespannten Budgetlage von Bund, Ländern und Gemeinden ergeben sich zusätzliche nachfrageseitige Risiken für die Bauwirtschaft. Die öffentliche Hand ist insbesondere im Infrastruktur- und Tiefbau ein zentraler Auftraggeber. Aufgrund von Budgetkonsolidierungen sind die finanziellen Spielräume für Investitionen jedoch eingeschränkt. Vor allem auf Gemeindeebene ist eine Zurückhaltung bei Investitionen festzustellen, was sich unmittelbar dämpfend auf die Bauaktivität auswirkt. Der Rückgang bzw. die Verschiebung öffentlicher Investitionen führt zu einem geringeren Ausschreibungsvolumen und erhöht die Wettbewerbsintensität bei verbleibenden Projekten. Dies geht mit steigendem Preisdruck sowie eingeschränkter Planungssicherheit einher. Zudem besteht das Risiko eines Investitionsstaus, der kurzfristig die Nachfrage schwächt und mittelfristig zu erhöhter Volatilität der Auftragslage führen kann. Zur Stabilisierung der Geschäftsentwicklung setzt Ploier + Hörmann Bau GmbH verstärkt auf die Diversifikation seiner Auftraggeberstruktur sowie auf die Erschließung alternativer Marktsegmente.
Im Rahmen der Leistungserbringung greift die Bauwirtschaft auf Subunternehmen zurück, wodurch spezifische Risiken aus der vertraglichen und wirtschaftlichen Abhängigkeit entstehen. Ungeachtet der Weitergabe von Leistungen verbleibt die Verantwortung gegenüber dem Auftraggeber beim General- bzw. Hauptunternehmer.
Wesentliche Risiken ergeben sich insbesondere aus Terminverzögerungen, Qualitätsmängeln sowie unklaren Schnittstellen zwischen Gewerken. Darüber hinaus bestehen Haftungsrisiken, da der Hauptunternehmer regelmäßig für durch Subunternehmen verursachte Mängel einsteht, sowie rechtliche Risiken im Zusammenhang mit der Auftraggeberhaftung. Ein Risiko liegt zudem in der wirtschaftlichen Stabilität der Subunternehmer. Aufgrund niedriger Margen, verzögerter Zahlungsflüsse und steigender Kosten besteht eine erhöhte Insolvenzneigung, deren Eintritt zu Projektverzögerungen, Mehrkosten und erhöhtem Koordinationsaufwand führen kann. Der Iran Konflikt verschärft diese Risiken zusätzlich, da steigende Energie- und Materialkosten sowie volatile Marktbedingungen die finanzielle Situation insbesondere kleiner und spezialisierter Subunternehmen belasten und damit das Risiko von Leistungsstörungen und Ausfällen erhöhen. Zur Risikobegrenzung setzt Ploier + Hörmann Bau GmbH auf ein strukturiertes Subunternehmer- und Vertragsmanagement, insbesondere durch sorgfältige Auswahl und Bonitätsprüfung, klare vertragliche Regelungen zu Leistung und Haftung sowie verstärktes Qualitätsmanagement während der Ausführung. Ergänzend werden Diversifikation der Subunternehmerstruktur und eine risikoorientierte Projektsteuerung eingesetzt, um Abhängigkeiten zu reduzieren und die Stabilität der Leistungserbringung sicherzustellen.
Das Management der IT-Risiken erfolgt auf mehreren Ebenen. Im Bereich der IT-Projekte wird ein standardisiertes Vorgehen zur Einführung neuer Soft- und Hardwareprodukte vorgegeben, um sämtliche potenziell betroffenen Bereiche in die Entscheidungsfindung miteinzubeziehen. Für den laufenden IT-Betrieb wird das Ausfallrisiko durch eine Server-Infrastruktur minimiert, die in zwei getrennten Brandabschnitten betrieben wird. Zudem wird ein aktives Updatemanagement betrieben, um sicherzustellen, dass sämtliche Softwarelösungen stets dem von den jeweiligen Anbietern geforderten aktuellen Stand entsprechen. Ein weiterer wesentlicher Schwerpunkt liegt im Bereich der Cyber-Security, wo zur Sensibilisierung der Beschäftigten regelmäßig Schulungsmaßnahmen durchgeführt werden.
x Finanzwirtschaft
Die Absicherung des Liquiditätsrisikos erfolgt einerseits dadurch, dass die Leyrer + Graf Baugesellschaft m.b.H als Schwesterunternehmen der Ploier + Hörmann Bau GmbH über ausreichende Kreditlinien bei mehreren österreichischen Banken verfügt und Liquidität zu marktüblichen Konditionen zur Verfügung stellt und andererseits durch die Minimierung von Cashflow-Risiken durch effiziente Finanzprozesse. Durch die engmaschige Überwachung von Ein- und Ausgaben können finanzielle Engpässe frühzeitig erkannt und vermieden werden.
Forderungsausfällen wird mit der Bonitätsüberwachung der Auftraggeber sowie einem straffen Mahnwesen vorgebeugt. Drohende Zahlungsausfälle finden mittels Wertberichtigungen im Jahresabschluss ihre Berücksichtigung.
x Management und Organisation
Rechtliche Risiken im Personalbereich können in sämtlichen Phasen des Beschäftigungsverhältnisses auftreten. Bereits bei der Gestaltung der Dienstverträge wird darauf geachtet, dass die wesentlichen Vertragsbestandteile, wie insbesondere Vergütung, Arbeitszeitregelungen und Kündigungsfristen, klar und eindeutig festgelegt sind, um potenziellen Missverständnissen vorzubeugen.
Die Einhaltung der Vorschriften des Arbeitnehmerschutzes wird durch regelmäßige Baustellenkontrollen, ein laufendes Baumanagement, systematische Gefahrenevaluierungen sowie entsprechende Unterweisungen sichergestellt. Die vorgesehenen Maßnahmen sind in den internen Prozessen „Arbeitsvorbereitung durchführen“, „Bauproduktion ausführen“ und „Arbeits-, Weg- und Beinaheunfall behandeln“ dokumentiert.
Zur Aufrechterhaltung des zertifizierten Managementsystems gemäß ISO 37301 (Compliance) sowie ISO 37001 (Anti-Korruption) erfolgen regelmäßige Schulungen und Hinweise auf die geltende Compliance-Richtlinie. Die Wirksamkeit der Wissensvermittlung wird durch online durchgeführte Wissensüberprüfungen sichergestellt.
Eine stark ausgeprägte Unternehmenskultur unterstützt dabei, das Fluktuationsrisiko zu reduzieren und Beschäftigte langfristig an das Unternehmen zu binden. Die Unternehmenskultur basiert auf Wertschätzung, Anerkennung und offener Kommunikation. Sie wirkt positiv auf die Zusammenarbeit zwischen der Belegschaft und auf die Mitarbeiterzufriedenheit.
Dem Risiko von Erkrankungen der Mitarbeiter wird durch den Aufbau eines betrieblichen Gesundheitsmanagements begegnet. Für alle Mitarbeiter werden Initiativen ergriffen, für Angestellte an den Bürostandorten sowie für das gewerbliche Personal auf den Baustellen. Umsetzungen umfassen z.B. Rückenfit-Trainings für Büroangestellte, AUVA-Sicherheitsschulungen für gewerbliches Personal, Vorträge zu diversen Themen usw.
x Externes Umfeld
Zum Zeitpunkt der Berichtserstellung waren keine Risiken erkennbar, welche einzeln betrachtet oder in Kombination mit anderen Risiken eine bestandsgefährdende Wirkung für die Gesellschaft haben könnten.
E. Nachhaltigkeit
Mit Beginn des Wirtschaftsjahres 2025/26 wurde im Bereich der Unternehmensentwicklung die neue Stabstelle „Nachhaltigkeitsmanagement“ eingerichtet. Damit wurde eine zentrale Einheit geschaffen, in der sämtliche Nachhaltigkeitsthemen gebündelt und weiterentwickelt werden.
Ein wesentlicher Schwerpunkt des vergangenen Geschäftsjahres lag auf der Erstellung des ersten professionellen Nachhaltigkeitsberichts. Dieser wurde in Anlehnung an die Anforderungen der Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) erarbeitet und wird im Sommer 2026 finalisiert. Obwohl der Konzernabschluss der Leyrer + Graf Baugesellschaft m.b.H. aufgrund der EU-Omnibus-Verordnung erst ab dem Geschäftsjahr 2027/28 erstmals den Berichtspflichten der EU-Taxonomie und der CSRD unterliegt, wurde die Nachhaltigkeitsberichterstattung bewusst vorgezogen. Mit der Erstellung eines Probeberichts wurden frühzeitig die notwendigen Strukturen, Prozesse und Datensysteme aufgebaut. Dadurch wird sichergestellt, dass die künftigen gesetzlichen Offenlegungspflichten zeitgerecht und vollständig erfüllt werden können.
Eine weitere zentrale Initiative zur Weiterentwicklung im Bereich Nachhaltigkeitsmanagement war die umfassende Datenerhebung für den Corporate Carbon Footprint gemäß den Vorgaben des Treibhausgas-Protokolls. Auf Basis dieser Datengrundlage werden derzeit wissenschaftsbasierte Emissionsreduktionsziele erarbeitet, die im Einklang mit dem Pariser Klimaschutzabkommen und dem 1,5-Grad-Ziel stehen. Der zugehörige Übergangsplan inklusive einer detaillierten Roadmap befindet sich in der finalen Ausarbeitung und wird im ersten Nachhaltigkeitsbericht veröffentlicht.
Im Berichtsjahr hat sich Leyrer + Graf zudem offiziell der Science Based Targets Initiative (SBTi) angeschlossen. Die definierten Ziele werden im nächsten Schritt einer externen Validierung unterzogen.
Zur Stärkung der internen Kompetenzen wurde die Grundlagenschulung „Nachhaltigkeitsmanagement“ weiter ausgebaut. Im Fokus stand die Sensibilisierung der Mitarbeitenden für zentrale ESG-Themen sowie für jene Maßnahmen und strategischen Leitlinien, die das Unternehmen in diesem Bereich verfolgt. Darüber hinaus erzielte Leyrer + Graf im Rahmen einer externen Nachhaltigkeitsbewertung durch die international anerkannte Plattform „EcoVadis“ das Ergebnis „Committed“. Die Bewertung umfasste die Bereiche Umwelt, Arbeits- und Menschenrechte, Ethik sowie nachhaltige Beschaffung.
Mit diesen Maßnahmen wurde das Fundament für ein systematisches, zukunftsorientiertes Nachhaltigkeitsmanagement weiter gefestigt. Klare Strukturen, eine verbesserte Datentransparenz sowie die definierten Klimaziele bilden eine belastbare Grundlage zur Erfüllung gesetzlicher Anforderungen und zur nachhaltigen Weiterentwicklung des Unternehmens.
Neben dem Aufbau struktureller und strategischer Grundlagen im Nachhaltigkeitsmanagement setzt der Leyrer + Graf Konzern auch auf konkrete operative Maßnahmen zur Umsetzung der Energiewende und zur Reduktion umweltbezogener Auswirkungen. Der Fokus liegt dabei insbesondere auf der schrittweisen Transformation der Mobilität, dem verstärkten Einsatz erneuerbarer Energien an den eigenen Standorten sowie auf einem verantwortungsbewussten Umgang mit Baustoffen und Ressourcen.
F. Personal
Der Mensch steht als zentrales Element für den Unternehmenserfolg im Mittelpunkt sämtlicher HR-Aktivitäten des Leyrer + Graf Familienkonzerns und seiner Gesellschaften.
Recruiting-Mitarbeiterinnen nahmen an zahlreichen Jobmessen sowie Schulevents teil, um das Unternehmen, die angebotenen Lehrberufe, die Lehrlingsausbildung sowie bestehende Karrieremöglichkeiten zu präsentieren. Der Bauerlebnistag wurde weiterentwickelt und erstmals um einen School Day am Vormittag erweitert, an dem über 100 interessierte Jugendliche aus Schulen teilnahmen. Als zentrales Instrument des Lehrlingsrecruitings ist die Fortführung dieser Maßnahme auch für das kommende Wirtschaftsjahr vorgesehen. Zudem wurde das interne Projekt „Karrierepfade“ konzipiert und gestartet.
Im Teilbereich Personalentwicklung wurden wieder die Lehrlingstage und Winterschulungen der einzelnen Geschäftsfelder erfolgreich im Ausbildungszentrum organisiert und durchgeführt. Darüber hinaus wurden im Sommer für neu eingetretene Lehrlinge aller Geschäftsfelder einheitliche Basiswochen konzipiert und erstmalig umgesetzt. Aufgrund des erfolgreichen Verlaufs werden diese für das folgende Wirtschaftsjahr wieder geplant. Der Schulungskatalog wurde um zusätzliche Angebote ergänzt und das E-Learning-Angebot laufend evaluiert und weiterentwickelt.
Der Teilbereich Personalmanagement hat verschiedene Maßnahmen im Rahmen des betrieblichen Gesundheitsmanagements umgesetzt und ein betriebliches Wiedereingliederungsmanagement konzeptioniert. Die Bau ID wurde unternehmensweit implementiert, die zugehörigen Prozesse aufbereitet und die erforderlichen Berechtigungen zur Nutzung erstellt.
Zudem wurde die Abwicklung von Mitarbeiterentsendungen nach Deutschland strukturiert aufbereitet und in den laufenden Betrieb überführt. Das Projekt „Vergütungsmanagement“ wurde für eine Umsetzung im folgenden Wirtschaftsjahr konzipiert.
Die eingesetzte HR-Software rexx wurde kontinuierlich weiterentwickelt und Maßnahmen in der rexx roadmap umgesetzt. Im Fokus standen dabei Effizienzsteigerungen in den Standardprozessen sowie die Implementierung neuer Methoden und Tools, unter anderem der Einsatz strukturierter Gesprächsbögen im Rahmen der Evaluierung von Personalentscheidungen.
Der Personalstand fiel von 238 Mitarbeitern im Wirtschaftsjahr 2024/25 auf 223 Mitarbeiter im Wirtschaftsjahr 2025/26 (gemessen in durchschnittlichen Vollzeitäquivalenten).
G. Forschung und Entwicklung
Forschung & Entwicklung wird nicht in der Ploier + Hörmann Bau GmbH, sondern in der Baukonzern- Mutter, der Leyrer + Graf Baugesellschaft m.b.H., betrieben. Es gibt keine Mitarbeiter und keine Investitionen, die ausschließlich dem Bereich Forschung und Entwicklung zugeordnet werden können, weil dieser immer im Zusammenhang mit bestehenden Bauprojekten betrieben wird.
Ein wesentlicher inhaltlicher Schwerpunkt lag auf der lagegenauen Dokumentation sowie der digitalen Leistungserfassung und Abrechnung von Leitungstrassen. Der gesamte Prozess – von der Vermessung auf der Baustelle über die strukturierte Datenerfassung bis hin zur Abrechnung – wurde neu konzipiert und vollständig digital abgebildet. Insbesondere im Leitungs- und Kabeltiefbau wird damit ein durchgängiger digitaler Informationsfluss geschaffen, der Medienbrüche reduziert, die Datenqualität erhöht und eine effizientere Projektabwicklung ermöglicht.
Darüber hinaus wurden im Berichtsjahr zahlreiche Initiativen im Bereich der Künstlichen Intelligenz gestartet. Neben der Ausarbeitung einer konzernweiten KI-Strategie wurden bereits erste KI-basierte Werkzeuge für den täglichen Einsatz implementiert und ausgerollt. Ziel dieser Maßnahmen ist es, Mitarbeitende in administrativen, analytischen und dokumentationsbezogenen Tätigkeiten zu unterstützen und damit zusätzliche Effizienz- und Qualitätsgewinne zu realisieren.
Insgesamt unterstreichen die Aktivitäten im Wirtschaftsjahr 2025/26 den strategischen Anspruch, digitale Innovationen praxisnah zu entwickeln und gezielt zur Optimierung von Prozessen, Qualität und Zusammenarbeit im gesamten Konzernverbund einzusetzen.
H. Zweigniederlassungen
Der Gesellschaft verfügt über keine Zweigniederlassungen.
I. Ausblick auf das Wirtschaftsjahr 2026/27
Die im April 2026 veröffentlichten Konjunkturprognosen des WIFO basieren auf einem Hauptszenario sowie einem optimistischen und einem pessimistischen Szenario. Im Hauptszenario wird für das Jahr 2026 ein reales BIP-Wachstum von rund 0,9 % erwartet, das sich im Jahr 2027 auf etwa 1,3 % erhöht. Die Entwicklung bleibt dabei stark von geopolitischen Rahmenbedingungen geprägt. Insbesondere der Iran-Krieg und die daraus resultierenden Unsicherheiten auf den Energiemärkten wirken weiterhin dämpfend auf Investitionen, Konsum und Unternehmensstimmung. Zwar wird davon ausgegangen, dass der Konflikt zeitlich begrenzt bleibt und sich die Energiepreise nach dem Ende der Kampfhandlungen schrittweise zurückbilden, dennoch liegen sie vorübergehend deutlich über dem Vorkriegsniveau. 3
Unter den im Hauptszenario unterstellten Rahmenbedingungen zur Energiepreisentwicklung rechnet das WIFO mit einer Inflationsrate von 2,7 % im Jahresdurchschnitt 2026. Für 2027 wird unter der Annahme einer anhaltenden Verbilligung von Erdöl und Erdgas ein weiterer Rückgang auf 2,3 % erwartet. Die hohen Preise für fossile Energieträger werden sich auch in den Preisen der nachgelagerten Waren niederschlagen. Somit werden sich z. B. Düngemittel (und damit auch Nahrungsmittel), Chemikalien und Pharmazeutika verteuern.4
Für die Bauwirtschaft erwartet das WIFO im Hauptszenario nach 4 Jahren teils massiver Einbußen auch in den Wirtschaftsjahren 2026 und 2027 lediglich eine schrittweise Erholung. Die Bauinvestitionen entwickeln sich infolge der weiterhin gedämpften Investitionstätigkeit und der Zurückhaltung der öffentlichen Hand nur verhalten. Insbesondere im Jahr 2026 wird im Segment Bauten von einer nahezu stagnierenden Entwicklung ausgegangen, bevor ab 2027 eine moderate Belebung - mit einem realen Zuwachs von 1,1 % - erwartet wird. Insgesamt bleibt die Erholung der Bauwirtschaft damit hinter früheren Aufschwungphasen zurück und ist maßgeblich von der weiteren Stabilisierung der wirtschaftlichen und geopolitischen Rahmenbedingungen abhängig.3
3 WIFO-Konjunkturprognose 1/2026: „Iran-Krieg gefährdet die Konjunkturerholung"
www.wifo.ac.at/wp-content/uploads/upload-9277/kp_2026_01.pdf
4 Ebenda
5 WIFO-Konjunkturprognose 1/2026: „Iran-Krieg gefährdet die Konjunkturerholung“
www.wifo.ac.at/wp-content/uploads/upload-9277/kp 2026 01.pdf
J. Ausblick des Geschäftsfeldes Energie + Telekom
Für das Geschäftsfeld Energie + Telekom ist davon auszugehen, dass die weiterhin von Krisen und geopolitischen Spannungen geprägte Lage die Investitionen in erneuerbare Energien zusätzlich unterstützt. Der Bedarf an resilienten Netzen, dezentralen Energieerzeugungslösungen sowie intelligenter Energieinfrastruktur bleibt weiterhin hoch. In Österreich wird trotz konjunktureller Unsicherheiten mit stabilen Investitionen in die energetische und digitale Infrastruktur gerechnet. Mittel- bis langfristige Programme im Bereich der Stromverteilnetze, des Breitbandausbaus sowie der Verkehrsinfrastruktur sorgen für eine verlässliche Nachfragebasis. Vor diesem Hintergrund ist das Geschäftsfeld Energie + Telekom auch im Wirtschaftsjahr 2026/27 insgesamt gut positioniert, um von diesen Entwicklungen zu profitieren und seine Kernkompetenzen weiterzuentwickeln.
Traun, am 3. Juli 2026
Die Geschäftsführung
BM Dipl.-Ing. Stefan Graf
BM Dipl. fing. Peter Haas