Inhaltsverzeichnis
Allgemeine Rahmenbedingungen
Das Segment Entsorgung im Energie AG Konzern umfasst die Sammlung, Übernahme, Sortierung und Aufbereitung von Abfällen und Wertstoffen sowie die thermische Verwertung von Haus- und Gewerbeabfällen inklusive der Strom- und Fernwärmeproduktion. Die Aktivitäten werden in Österreich und in Südtirol wahrgenommen. Ebenso zählen die Schlackeaufbereitung der Austrian Metal Recovery GmbH und die nicht operativ tätige Heves Régió Kft. In Ungarn zum Segment Entsorgung. Seit der rückwirkenden Eingliederung der österreichischen WDL Wasserdienstleistungs GmbH werden im Segment Entsorgung auch Trinkwasserversorgungs- bzw. Abwasserentsorgungsleistungen sowie branchenspezifische Dienstleistungen auf Basis von Wasserlieferungs-, Konzessions- bzw. Serviceverträgen erbracht.
In Österreich sind die Entsorgungsaktivitäten im Leitbetrieb, der Energie AG Oberösterreich Umwelt Service GmbH (Umwelt Service GmbH), gebündelt. Die im Papierbereich tätige „Papyrus“ Altpapierservice Handelsgesellschaft m.b.H., die MA Restabfallverwertung GmbH und die ASPG-Altlastensanierungsprojekte GmbH sind die größten operativen Beteiligungen und ergänzen das Handels-, Entsorgungs- und Dienstleistungsportfolio.
Geschäftsverlauf
Umsätze und wirtschaftlicher Verlauf
Im Geschäftsjahr 2024/2025 herrschten im Segment Entsorgung weiterhin sehr gute wirtschaftliche Rahmenbedingungen.
Mit dem EU-Kreislaufwirtschaftspaket soll die Herstellung nachhaltiger Produkte in der Europäischen Union zur Selbstverständlichkeit werden. Ziel ist es, dass Produkte über ihren gesamten Lebenszyklus hinweg langlebig, reparaturfähig, wiederverwendbar und recyclingfähig sind. Auf nationaler Ebene verfolgt die Abfallwirtschaftsgesetz-(AWG)- Novelle-Kreislaufwirtschaftspaket das Bestreben, Abfallvermeidung, Recycling und Wiederverwendung weiter zu stärken und, in Anlehnung an die europäischen Ökodesign-Vorgaben, ein konsequent auf Nachhaltigkeit ausgerichtetes Produktdesign zu fördern. Zu diesem Zweck wurden konkrete Zielvorgaben definiert, unter anderem für Recyclingquoten, Mehrweg- und Einwegverpackungen, die Reduktion bestimmter Kunststoffprodukte sowie für die Bereiche Herstellerverantwortung, Verbrennungsverbot und Deponierungsbeschränkungen. Diese Maßnahmen stellen die gesamte Branche vor bedeutende Herausforderungen.
Die überarbeitete EU-Abfallrahmenrichtlinie wurde am 26.09.2025 veröffentlicht und ist von den Mitgliedsstaaten in nationales Recht binnen 30 Monaten zu überführen. Wesentliche Änderungen gab es im Bereich der Lebensmittel und der Alttextilien. Dabei sollen Abfälle, die bei der Lebensmittelherstellung und -verarbeitung anfallen, bis 2030
um 10,0 % reduziert werden. Außerdem soll der durchschnittlich errechnete Lebensmittelabfall pro Kopf, der den Bereichen Einzelhandel, Gastronomie und Haushalten zuordenbar ist, um 30,0 % sinken. Bei den Alttextilien wird eine erweiterte Herstellerverantwortung eingeführt. Hersteller müssen künftig die Kosten für Sammlung, Sortierung und Recycling tragen und um die Produktion langlebigerer Kleidung zu fördern, werden Fast-Fashion-Produkte künftig mit höheren Beiträgen belastet. Für die Umwelt Service GmbH ergeben sich durch diese Änderungen künftig neue Marktchancen.
Die neue EU-Verpackungsverordnung (PPWR) trat am 11.02.2025 in Kraft und wird am 12.08.2026 anwendbar sein. Unter Vorgabe eines gestaffelten Zeitplans zielt die Verordnung darauf ab, dass künftig alle Verpackungen recyclingfähig sein müssen, wobei Recyclingklassen eingeführt und Mindestrezyklat-Anteile definiert wurden. Verpflichtende Recyclingziele von 65,0 % bis 2025 und 70,0 % bis 2030 wurden festgelegt und nach unterschiedlichen Fraktionen wie Kunststoffe, Papier und Glas weiter ausdifferenziert. Verpackungsminimierungen, Herstellerverantwortlichkeit, Pfandsysteme sowie umfassende Informationspflichten sind ebenfalls ein wichtiger Teil der Verordnung.
Am 01.01.2025 wurde in Österreich ein Einwegpfand in Höhe von ct 25 auf PET- und Aluminiumgebinde mit einem Volumen zwischen 0,1 Liter (L) und 3,0 L eingeführt. Zur Abfallvermeidung und im Sinne einer nachhaltigen Kreislaufwirtschaft wurden für den Einzelhandel zudem Mehrwegquoten für in Verkehr gesetzte Getränke definiert, welche bis 2025 zumindest 25,0 % und bis 2030 zumindest 30,0 % betragen soll und für Verkaufsstellen über 400 m2 sowie für den Online-Handel gelten.
Durch die AWG-Novelle-Digitalisierung sollen weitere Effizienzsteigerungen in der Abfallwirtschaft forciert werden, damit national definierte Nachhaltigkeitsziele schneller erreicht werden können. Die Novelle setzt bei Maßnahmen an, die zu einem höheren Digitalisierungsgrad in der Abfallwirtschaft führen sollen. Digitalisierte Anlagen- Genehmigungsverfahren, eine zentrale Abwicklung des Einwegpfands und vollelektronische Begleitscheine sind Beispiele dafür. Letztere wurden im April 2025 vom BMLUK vorgestellt und sollen bis 01.01.2027 verpflichtend eingeführt werden. Neben den zahlreichen Vorteilen der digitalen Lösung ist mit einem hohen Umsetzungsaufwand in der Umwelt Service GmbH zu rechnen.
Der im abgelaufenen Geschäftsjahr geltenden Verpflichtung des AWG, Abfalltransporte über 10 t mit der Bahn oder ähnlichen klimafreundlichen Transportmitteln ab Streckendistanzen von über 200 km durchzuführen, konnte die Umwelt Service GmbH durch die erfolgte Umstellung des LKW-Fuhrparks auf nachhaltigen HVO100-Treibstoff (100 % Hydrotreated Vegetable Oils) mit der eigenen LKW-Flotte nachkommen. Eine Reduktion der Streckendistanzen auf 100 Kilometer, die ursprünglich ab 01.01.2026 vorgesehen war, wird voraussichtlich auf 2030 verschoben.
Im Geschäftsjahr 2024/25 sorgten höhere Preise für Altpapier/Karton für bessere Rahmenbedingungen gegenüber dem Vorjahr. Bei den Metallen waren die durchschnittlichen Preise für diverse Stahlschrottsorten niedriger als im Vorjahr.
Neben den beiden Verbrennungsanlagen in Wels und Lenzing stehen in Österreich die Altkühlgeräteaufbereitung sowie die Altholzaufbereitung am Standort Timelkam, die chemisch-physikalische Aufbereitungsanlage in Steyr und je eine Papiersortierung in Linz/Bäckermühlweg sowie in Zirl in Tirol zur Verfügung.
Zu den wesentlichen Standorten und Betriebsstätten der Gesellschaft zählen Bäckermühlweg/Linz, Bad Ischl, Bad Mitterndorf, Braunau, Fürnitz, Hörsching, Katsdorf, Lenzing, Ludersdorf-Wilfersdorf, Mühldorf, Ötztal, Redlham, Salzburg, Steyr, St. Pölten, Timelkam, Unterhart/St. Martin, Wels, Wien und Zirl.
Die Gesellschaft hat keine Zweigniederlassungen.
Umsatzerlöse und Betriebsergebnis entwickelten sich wie folgt:
| Kennzahl | GJ 2022/23 | GJ 2023/24 | GJ 2024/25 | |
|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | [TEUR] | 253.603 | 275.697 | 275.500 |
| Betriebsergebnis | [TEUR] | 25.903 | 28.236 | 8.453 |
Der Umsatz belief sich im Geschäftsjahr 2024/25 auf EUR 275,5 Mio. und blieb etwa auf dem Niveau des Vorjahres. Während Umsatzzuwächse vor allem bei den Gewerbeund Industriekund:innen verzeichnet werden konnten, waren rückläufige Umsätze bei der Stromerzeugung infolge von Preis- und Mengenrückgängen zu beobachten. Bei den sonstigen Entsorgungsdienstleistungen konnten Umsatzsteigerungen im Vergleich zum Vorjahr erzielt werden.
Das EBIT sank gegenüber dem Vorjahr (EUR 30,7 Mio.) um EUR 19,8 Mio. auf EUR 10,9 Mio. Für die Ergebnisrückgänge waren unter anderem niedrigere Ergebnisbeiträge aus erzeugten Strommengen und rückläufige Mengen bei der Stromerzeugung aus der Abfallverbrennung verantwortlich. Demgegenüber konnten die Ergebnisse bei den Gewerbe- und Industriekunden im Vergleich zum Vorjahr gesteigert werden. Bei den Wertstoffen Altpapier/Karton sowie bei den Altmetallen konnten Ergebniszuwächse verzeichnet werden, wobei Letztere auf gestiegene Mengen zurückzuführen sind.
Finanzielle Leistungsindikatoren
| Kennzahl | GJ 2022/23 GJ 2023/24 GJ 2024/25 | |||
|---|---|---|---|---|
| Kennzahlen zur Ertragslage: | ||||
| Umsatzerlöse | [TEUR] | 253.603 | 275.697 | 275.500 |
| Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) | [TEUR] | 27.542 | 30.725 | 10.861 |
| Umsatzrentabilität | [%] | 10,86% | 11,14% | 3,94% |
| Eigenkapitalrentabilität (ROE) 1) 1) | [%] | 26,63% | 25,41% | 7,90% |
| Gesamtkapitalrentabilität (ROI) 2) 2) | [%] [%] | 13,55% | 14,90% | 4,60% |
| Kennzahlen zur Vermögens- und Finanzlage | ||||
| Nettoumlaufvermögen (Working Capital) | [TEUR] | 5.303 | 21.507 | 20.631 |
| Eigenmittelquote (gem. URG) | [%] | 56,72% | 58,63% | 54,29% |
| Geldflussrechnung (Cash-flow Statement): | ||||
| Netto-Geldfluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit | [TEUR] | 28.985 | 50.618 | 41.004 |
| Netto-Geldfluss aus der Investitionstätigkeit | [TEUR] | -14.033 | -25.759 | -21.601 |
| Netto-Geldfluss aus der Finanzierungstätigkeit | [TEUR] | -47.677 | 0 | |
| Veränderung des Finanzmittelbestandes | [TEUR] | -32.725 | 24.859 | 19.404 |
1) Ergebnis vor Steuern/durchschnittliches Eigenkapital ¹)
²) 2) Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT)/durchschnittliches Gesamtkapital
Im Berichtszeitraum wurden an den Vertriebsstandorten diverse Investitionsprojekte umgesetzt. In Steyr wurde ein bebautes Grundstück erworben, das in Zukunft zum Umschlag, zur Manipulation und Zwischenlagerung nicht gefährlicher Abfälle verwendet werden soll. Am Standort Attnang Redlham wurde der Neubau eines Sozialgebäudes fertiggestellt. In Unterhart ist die letzte Stufe der Deponieerweiterung abgeschlossen worden.
Darüber hinaus hat sich die Umwelt Service GmbH erneut an der Ausschreibung mehrerer Förderungen für emissionsfreie Nutzfahrzeuge und Infrastruktur (ENIN) beteiligt. Im Geschäftsjahr 2024/25 wurden zudem mehrere Elektro-LKWs sowie die zugehörige Elektro-Ladeinfrastruktur angeschafft. Darüber hinaus wurden weitere PV- Anlagen errichtet und in Betrieb genommen.
Im Berichtszeitraum fand eine Neuausschreibung der Rest- und Sperrabfallentsorgung statt, die von den Oberösterreichischen Bezirksabfallverbänden gemeinsam initiiert wurde. Erneut ging eine Bietergemeinschaft, an der auch die Umwelt Service GmbH beteiligt war, als Ausschreibungs-Gewinnerin hervor. Damit kann das Unternehmen weiterhin einen wichtigen Beitrag für die Entsorgungssicherheit in Oberösterreich leisten.
In der Region Kärnten ist es gelungen, die Ausschreibung des Outsourcings der Abfallwirtschaft eines großen Industriekunden zu gewinnen. Da am bestehenden Standort in Fürnitz bereits in den letzten Jahren stetig Umsatzzuwächse verzeichnet wurden und die vorhandenen Flächen zur Auftragsabwicklung künftig nicht mehr ausreichen werden, hat die Umwelt Service GmbH ein verbindliches Angebot zum Erwerb einer Liegenschaft abgegeben. Eine finale Entscheidung seitens des Grundeigentümers wird im Geschäftsjahr 2025/26 erwartet.
Forschung und Entwicklung
Mit dem Ziel des nachhaltigen Unternehmenserfolges und der Unternehmenswertsteigerung betreibt die Gesellschaft seit vielen Jahren gezielt Forschung und Entwicklung und beteiligt sich laufend an Projekten mit externen Partnern. Auf Grund der aktuellen Rahmenbedingungen konzentriert sich die Entsorgungsbranche zunehmend auf den ressourcenschonenden, nachhaltigen Umgang bzw. Wiedereinsatz von Altstoffen und Abfällen in der Wirtschaft und der Industrie. Besondere Bedeutung kommt hierbei der Müllverbrennungsanlage Wels (MVA Wels) zu.
Risikomanagement
Die Gesellschaft ist in das konzernweite Risk Management System der Energie AG Oberösterreich (EAG) integriert. Die EAG hat dabei das Corporate Risk Management in einer Holdingfunktion für den gesamten Konzern gebündelt. Die bestehenden Prozesse wurden in ein konzernweites System integriert und in Risiko-Assessments den neuen Strukturen angepasst. Die Risikoaktualisierung für die Gesellschaft erfolgt quartalsweise und wird softwareunterstützt in die Konzernbetrachtung eingepflegt.
Identifizierte Hauptrisiken und Maßnahmen zur Risikominimierung:
Anlagenrisiko
Das Anlagenrisiko resultiert aus möglichen Schäden und Stillständen bei den technischen Anlagen, vor allem bei den thermischen Anlagen sowie den Sortier- und Verarbeitungsanlagen und den Deponien. Eine Risikominimierung erfolgt durch Eingangskontrollen des Inputmaterials, optimierte Instandhaltungsstrategien und Versicherungen.
Preisrisiko
Das Preisrisiko ergibt sich einerseits aus möglichen Veränderungen des Eingangspreises für Verbrennungsanlagen. Dieses ist im Wesentlichen getrieben von kapazitätsbedingten Auswirkungen von Angebot und Nachfrage. Dieses Risiko trifft nur jenen Teil der eigenen Verbrennungskapazität, der nicht durch langfristige Verträge ausgelastet ist und wird durch konservative Preisannahmen kompensiert.
Andererseits besteht ein Preisänderungsrisiko bei Wertstoffen, wie z.B. Altpapier oder Altmetall. Die Wertstoffpreise für Altpapier stiegen im Geschäftsjahr 2024/25 gegenüber dem Vorjahr an, während die Preise für Altmetalle sanken.
Zur Absicherung von Marktpreisschwankungen bestimmter Betriebsstoffe werden Sicherungsgeschäfte in Form von derivativen Finanzinstrumenten (OTC-Swaps) eingesetzt.
Zinsänderungsrisiko
Das Risiko besteht in steigenden Aufwandszinsen bzw. sinkenden Ertragszinsen, die sich aus einer nachteiligen Veränderung des Marktzinssatzes ergeben.
Zinssatzänderungen führen neben den Auswirkungen auf langfristige Rückstellungen für Deponien und Sozialkapital zu einer Ergebnisvolatilität.
Finanzinstrumente
Der Einsatz derivativer Finanzinstrumente ist entsprechenden Bewilligungs- und Kontrollverfahren unterworfen. Zu den Finanzinstrumenten verweisen wir auf den Anhang für das Geschäftsjahr 2024/25, Seite 11 und 12.
Gesetzliche Rahmenbedingungen
Änderungen der gesetzlichen Rahmenbedingungen auf nationaler und EU-Ebene wurden laufend beobachtet.
Für die Gesellschaft waren für das Geschäftsjahr 2024/25 keine Risiken erkennbar, die kumulativ oder singulär betrachtet, bestandsgefährdende Konsequenzen haben könnten.
Ermittlungen der Bundeswettbewerbsbehörde
Die Bundeswettbewerbsbehörde („BWB") führt seit dem Jahr 2021 Ermittlungen gegen mehrere Unternehmen im Bereich der Abfallwirtschaft in Österreich wegen eines möglichen kartellrechtlichen Fehlverhaltens. Davon betroffen ist auch die Energie AG Oberösterreich Umweltservice GmbH. Die Energie AG Oberösterreich Umweltservice GmbH nimmt die Angelegenheit sehr ernst und kooperiert umfassend mit der BWB mit dem Ziel einer vollständigen Aufklärung der von der BWB geäußerten Verdachtsmomente. Aufgrund möglicher negativer finanzieller Auswirkungen wurde in der aktuellen Berichtsperiode eine Rückstellung erfasst. Angesichts der Komplexität des Sachverhalts ist derzeit noch ungewiss und wird erst nach Abschluss des Verfahrens feststehen, ob und in welcher Höhe finanzielle Belastungen eintreten werden.
Nicht-finanzielle Leistungsindikatoren
Umweltschutzmaßnahmen
Als zertifizierter Entsorgungsfachbetrieb (VEFB) steht die Gesellschaft in der Abfallwirtschaft für gesetzeskonforme und umweltgerechte Verwertung und Entsorgung. Für alle Leistungen, die die EAGUS für ihre Kunden in Form von Sammlung, Transport, Handhabung, Aufbereitung und Entsorgung erbracht hat, wurde eine Gesamtmenge an Abfall von 1.398 TTo fakturiert. Die indirekten Umweltleistungen reichen von internen und externen Schulungen, Informationsveranstaltungen, Vorträgen und Mitarbeit in Fachausschüssen über qualifizierte Abfallberatung und die Erstellung von Abfallwirtschaftskonzepten bis hin zur Vertiefung des Umweltschutzgedankens bei der Bevölkerung, vor allem bei der jungen Generation.
Weiters verpflichtet sich die Gesellschaft als Entsorgungsfachbetrieb nur qualifizierte Partnerunternehmen und Lieferanten mit der Verwertung beziehungsweise Entsorgung von Abfällen zu beauftragen, die gesetzeskonforme und umweltgerechte Leistungen erbringen. Das Unternehmen ist weiters nach der EMAS Verordnung (VO EG 1221/2009) validiert.
Im Rahmen der zentralen Standards werden jährlich alle Standorte hinsichtlich deren Umweltaspekte bewertet und Maßnahmen abgeleitet.
Die EAGUS gehört zu den führenden Aufbereitungsspezialisten von Haushalts- und Gastronomiekühlgeräten. Durch Entsorgungstechnologie auf höchstem Niveau werden über 95% des im Kühlkreislauf und Isolierschaum enthaltenen FCKW zurückgewonnen. Durch die Rückgewinnung ozonschichtabbauender Substanzen konnte ein wertvoller Beitrag zum globalen Klimaschutz geleistet werden.
Die umfangreichen ökologischen Bemühungen der Gesellschaft spiegeln sich in zahlreichen Zertifikaten wider. So hat die Gesellschaft bereits seit 2010 ein Umweltmanagement gemäß der aktuellen Version ISO 14001:2015 implementiert und hat seit 2022 auch freiwillig im Bereich der Nachhaltigkeit das SURE Zertifizierungssystem eingeführt.
Personal
Als führendes Entsorgungsunternehmen in Österreich ist die Gesellschaft bestrebt, gut ausgebildete und motivierte Mitarbeiter heranzubilden und zu fördern. Das wirtschaftliche Umfeld des Unternehmens und die Konsolidierungsmaßnahmen stellen hohe Anforderungen an unser Personal. Das Management legt daher großen Wert auf entsprechende Qualifikation und Weiterbildung aller Beschäftigten. Einen wesentlichen Beitrag leistet hier auch das in den Vorjahren gestartete Personal- bzw. Führungskräfteentwicklungsprogramm und dessen konsequente Fortführung.
Der Mitarbeiterstand ist mit 805 (Vorjahr: 795) Mitarbeitern im Jahresdurchschnitt im Vergleich zum Vorjahr angestiegen.
Ausblick
Im kommenden Geschäftsjahr wird aufgrund der angespannten Situation bei den Industrie- und Gewerbebetrieben in Osterreich mit zunehmend schwierigeren Rahmenbedingungen gerechnet, wobei hinsichtlich der Mengenauslastung der Verbrennungsanlagen weiterhin eine sehr gute Auslastung zu erwarten sein wird. Bei den Wertstoffen Papier, Metalle und Altholz ist die weitere Entwicklung schwierig zu prognostizieren, wobei tendenziell Preisrückgänge für Altpapier/Karton und Altmetelle erwartet werden. Die Umwelt Service GmbH wird im Geschäftsjahr 2025/26 weiter in nachhaltige Projekte investieren, wie beispielsweise in die Installation von PV-Anlagen und in die Anschaffung von LKWs mit elektrischem Antrieb und Elektro- Ladeinfrastruktur.
Wels, am 19. November, 2025
Mag. Thomas Kriegner-Gruss
Lu Mag. DI Dr. Lukas Wessely