Inhaltsverzeichnis
für das Geschäftsjahr 2024/2025
I Bericht über den Geschäftsverlauf und die wirtschaftliche Lage
1.1. Allgemeine Informationen
Das Schweizerhaus (Karl Kolarik's Schweizerhaus GesmbH) ist eine traditionsreiche Wiener Gaststätte, die mit dem Prater untrennbar verbunden ist. Als familiärer Betrieb wird seit jeher größten Wert auf höchste Qualität in allen Belangen gelegt. Gepflegte Gastlichkeit, aufmerksames Service und ein außergewöhnliches Ambiente sind Dinge die der Geschäftsführung am Herzen liegen. Die Zapfkultur des Hauses wird allseits geschätzt und macht das Original Budweiser Budvar zum echten Hochgenuss.
Das vergangene Geschäftsjahr 2024/2025 war nunmehr das dritte Jahr nach der Covid-19-Pandemie ohne zwischenzeitige Lockdowns und ist im Wesentlichen mit dem vorangegangenen Geschäftsjahr 2023/2024 zu vergleichen. Grundsätzlich hat das Schweizerhaus während der Zeit von 15.3.-31.10. geöffnet. Aufgrund des Lockdowns war das Schweizerhaus in den Jahren 2021/2022 und 2020/2021 zwischenzeitig geschlossen, was erhebliche Umsatzeinbußen zur Folge hatte, jedoch hat sich der Geschäftsbetrieb nach der Pandemie wieder vollständig erholt.
Aufgrund der guten Wetterlage und der beliebten Freitzeitdestination Prater war die Auslastung in der Zeit, in der das Schweizerhaus geöffnet hatte, zufriedenstellend.
1.2 Geschäftsverlauf
Die Umsatzerlöse sind gegenüber dem Vorjahr um 3,87 % angestiegen.
Das Rohergebnis ist von TEUR 17.240 im laufenden Geschäftsjahr 2024/25 auf TEUR 18.097 gestiegen.
Der Personalaufwand belief sich im abgelaufenen Geschäftsjahr auf TEUR 9.211 (VJ TEUR 8.498).
1.3. Analyse mittels finanzieller Leistungsindikatoren
Anhand von einigen Kennzahlen, die zusammen das Informationspotential der Bilanz weitgehend ausschöpfen, wird eine Analyse des wirtschaftlichen Zustandes des Unternehmens durchgeführt. Obwohl die angeführten Sollwerte natürlich abhängig von der Branche, der Betriebsgröße, der Region und vielerlei anderen Einflüssen sind und daher jede für sich nicht überbewertet werden sollte, können sie im Konnex durchaus zu einer Beurteilung herangezogen werden.
Cash-flow in Prozent vom Umsatz
Der Cash-flow vom Umsatz gibt Aufschluss über die finanzielle Leistungsfähigkeit des Unternehmens. Liegt dieser Prozentsatz über 5%, kann von einer ausreichenden Leistungsfähigkeit ausgegangen werden.
| Kapitalflussrechnung | 2025 | VJ | ||
|---|---|---|---|---|
| Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit | Te | 6.928 | T€ | 2.839 |
| Cash Flow aus Investitionstätigkeit | TE | -241 | TE | 2.758 |
| Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit | T€-12.000 | TE | 0 | |
| Cash Flow in % vom Umsatz: | 31% | 13 % | ||
Kennzahlen zur Vermögens- und Finanzlage
Eigenkapitalquote
Die Eigenkapitalquote stellt den Anteil des Eigenkapitals am Gesamtkapital dar. Sie ist ein Indikator für die Kapitalkraft und damit die Stabilität des Unternehmens. Sie sollte im Allgemeinen über 20% liegen, um ein “gesundes” Finanzierungsverhältnis und damit ausreichende Stabilität zu dokumentieren und sollte nach den geltenden Richtlinien des URG (Unternehmensreorganisationsgesetz) nicht unter 8% liegen.
2025 73,26% (VJ 80,46 %)
Nettoverschuldungsgrad (Gearing)
Der Nettoverschuldungsgrad errechnet sich aus dem verzinslichen Fremdkapital abzüglich der liquiden Mittel. Der Nettoverschuldungsgrad entspricht dem Verhältnis der Nettoverschuldung zum Eigenkapital. Ist er unter 100%, ist ausreichendes Eigenkapital vorhanden.
verzinsliches Fremdkapital liquide Mittel Nettoverschuldung T€ 346(VJ 302) T€ 5.641 (VJ 10.954)
Da die flüssigen Mittel das verzinsliche Fremdkapital übersteigen, gibt es keine Nettoverschuldung
Working Capital Ratio
Diese Kennzahl drückt aus, welcher Anteil der kurzfristigen Verbindlichkeiten durch das Umlaufvermögen finanziert werden kann. Liegt der Wert über 100%, ist ein Teil des Umlaufvermögens langfristig finanziert. Das ist positiv, da Unternehmen in diesen Fällen nicht gleich in Zahlungsschwierigkeiten geraten:
| Working Capital Ratio (in %) = | Umlaufvermögen kurzfristiges Fremdkapital |
|---|---|
| (VJ412,22 %) 2025: 248,15 % |
Umsatzrentabilität
Die Umsatzrentabilität entspricht dem Verhältnis aus Ergebnis vor Steuern und den Umsatzerlösen.
Berechnung: E EBT x 100 Umsatz inkl. (BV) 2025: 28,05 % (VJ 14,89 %)
Kapitalrentabilitäten
Die Eigenkapitalrentabilität ergibt sich aus durchschnittlichen Eigenkapital. dem Verhältnis des Ergebnisses vor Steuern zum
| Berechnung | O Eigenkapital | |
|---|---|---|
| 2025: | 52,17 % (VJ 22,33 %) | |
Die Gesamtkapitalrentabilität ergibt sich aus dem Verhältnis des Ergebnisses vor Zinsen und Steuern zum durchschnitlichen Gesamtkapital. Die ermittelte Gesamtkapitalrentabilität stellt die Rendite des Unternehmens dar. Sie ist damit eine direkte Vergleichszahl zu Alternativveranlagungen.
| Berechnung | (EBT + FK-Zinsen) x 100 O Gesamtkapital |
|---|---|
| 2025: 40,58 % | (VJ 17,48 %) |
Bericht über Zweigniederlassungen
Die Gesellschaft hat keine Zweigniederlassungen.
II Bericht über die voraussichtliche Entwicklung des Geschäftsjahres 2025/2026
Eine Bestandsgefährdung besteht nach eingehender Beurteilung der Geschäftsführung derzeit nicht. Rechtliche und wirtschaftliche Bestandsgefährdungspotentiale werden als beherrschbar eingeschätzt. Mögliche sonstige Risiken mit wesentlichem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage aufgrund der Energiekrise und der hohen Inflation werden laufend evaluiert und entsprechende Maßnahmen vorbereitet. Für das Geschäftsjahr 2025/2026 wird mit einem ähnlichen Ergebnis wie im vergangenen Geschäftsjahr 2024/2025 gerechnet.
IIl Bericht über Forschung und Entwicklung
Es bestehen keine Aufwendungen für Forschung und Entwicklung.
IV Allgemeiner Risikobericht (wesentliche Risiken und Ungewissheiten)
Das Risikomanagement obliegt der Geschäftsführung sowie Abteilungsleitungen für Personal und Beschaffung.
Wesentliche Risken liegen in der Entwicklung künftiger Lebensmittelpreise, sowie Energie - und Personalkosten und der Frage, ob diese in ausreichendem Ausmaß auch in Zukunft an die Gäste weitergegeben werden können.
Weitere entscheidende Einflussfaktoren auf den Geschäftserfolg sind vor allem die Wetterentwicklung, das Konsumverhalten und die Motivation der Mitarbeiter.
Derivative Finanzinstrumente gelangten nicht zur Anwendung und sind für die Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nicht von Bedeutung.
Gegenüber dem Mitbewerb hebt sich das Schweizerhaus, nicht allein durch den Standort, sondern vor allem auch die langjährige Tradtition, die bewährte Qualität der Speisen und Getränke sowie der einzigartigen Atmosphäre ab. Damit ist es gelungen, dass das Unternehmen für viele Wiener und Osterreicher eine beliebte Instituition wurde und auch über die Grenzen hinaus einen hohen Bekanntheitsgrad erhalten hat.
Dies gewährleistet eine stabile Umsatzlage.
Wien, am 10. November 2025