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Lagebericht 2025

Philips Austria GmbH

Original-PDF

Stichtag 31. Dez. 2025 · Eingereicht am 29. Sep. 2026

Inhaltsverzeichnis

L A G E B E R I C H T

1. Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft

Philips Austria GmbH (im Folgenden kurz PAT) hat im abgelaufenen Geschäftsjahr seine Strategie, sich als Vertriebs- und Innovationsstandort innerhalb des Philips Konzerns zu etablieren, weitergeführt. Auch die Key Componenten Fertigung in Klagenfurt ist durch neue Produkte sowie wesentliche Investitionen in die Produktionsanlagen weiterhin ein wesentlicher Bestandteil der österreichischen Philips Aktivitäten.

Die Umsatzerlöse betrugen im Jahr 2025 123.729 T Euro gegenüber 123.796 T Euro in 2024. Im Bereich Health Systems (medizinischen Geräten und Lösungen) konnte in einer allgemein schwierigen Marktsituation das sehr gute Umsatzniveau 2024 mit einem leichten Rückgang von 1,3 Mio. Euro beinahe gehalten werden.

Somit ist der Inlandsumsatz von 63.470 T Euro in 2024 auf nun 61.935 T Euro in 2025 gesunken und umfasst vor allem den Bereich Health Systems mit dem gesamten Produktsortiment von medizinischen Geräten sowie diesbezügliche integrierte Lösungen (wie z.B. Patientenüberwachungen). Beim Auslandsumsatz konnte vor allem die Key Componenten Fertigung Klagenfurt zu einem Anstieg von 60.326 T Euro in 2024 auf nun 61.795 T Euro in 2025 beitragen.

Die Ertragslage der Gesellschaft hat sich sehr positiv entwickelt. Das Bruttoergebnis vom Umsatz ist von 39.941 T Euro in 2024 auf nun 42.968 T Euro in 2025 angestiegen, was im Wesentlichen auf Effizienzsteigerungen in allen Bereichen zurückzuführen ist.

Das Betriebsergebnisstieg von 1.899 T Euro in 2024 auf nun 4.171 T Euro in 2025, wobei die Kosten im Vertriebs-, Verwaltungs- und Entwicklungsbereich stabil gehalten werden konnten und sich somit das gestiegene Bruttoergebnis vom Umsatz auch auf das Betriebsergebnis voll auswirkt.

Das Finanzergebnis konnte von 895 T Euro in 2024 auf 1.677 T Euro in 2025 gesteigert werden. Dies ist vorwiegend auf den weiteren Teilverkauf der Wertpapiere sowie der Zinserträge auf die innerkonzernliche Veranlagung von Guthaben in der Konzernzentrale zurückzuführen.

Unter Berücksichtigung des höheren Steueraufwandes konnte der Jahresgewinn (ohne Gewinnvortrag) nach Steuern von 3.276 T Euro in 2024 auf nun 4.750 T Euro gesteigert werden.

Die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände (inkl. Anzahlungen) betrugen gegenüber 3.554 T Euro in 2024 nun 2.921 T Euro und betrafen vorwiegend wieder Personal Health Klagenfurt, wo in die Key Componenten Fertigung sowie in die Infrastruktur des Gebäudes investiert wurde.

Beim Vergleich der Vermögenslage ist ein Rückgang der Sachanlagen zu erwähnen, wo die Abschreibungen infolge hoher Investitionen der Vorjahre im Bereich Key Componenten Fertigung Klagenfurt die aktuellen Investitionen übertreffen.

Die Finanzanlagen sanken infolge eines Teilverkaufes der Wertpapiere von 18.008 T Euro auf nun 6.541 T Euro. Der Anstieg der Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen resultiert aus dem Finanzierungskontokorrent bzw. Cashpool mit der Konzernzentrale sowie aus einem Darlehen an die Konzernmutter in Höhe von 23.790 T Euro gegenüber 6.902 T Euro im Vorjahr, vorwiegend bedingt durch den Teilverkauf der Wertpapiere sowie dem operativen Cash Flow aus hohen Abschreibungen und positivem Jahresergebnis.

Auf der Passiv-Seite der Bilanz gab es Anstiege im Eigenkapital (höherer Gewinn 2025) sowie bei den erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen (höhere Kundenvorauszahlungen).

Der operative Cash Flow von 9.249 T Euro (gegenüber 18.201 T Euro in 2024) basiert vorwiegend auf einer hohe Anlagenabschreibung sowie dem Gewinn 2025. Der Cashpool-Saldo wird dem Bestand an flüssigen Mittel zugerechnet.

Nach Gewinnvortrag und dem Jahresgewinn 2025 in Höhe von 4.750 T Euro ergibt sich ein Bilanzgewinn von genau 4.755.338,41 Euro.

Der durchschnittliche Personalstand betrug im Jahr 2025 290 Mitarbeiter/innen gegenüber 283 Mitarbeitern/innen in 2024. In allen Bereichen gab es nur geringfügige Veränderungen.

Philips engagiert sich seit Jahren für den Umweltschutz, bereits im Jahr 1998 wurde der erste „Environmental Report“ veröffentlicht. In den letzten Jahren wurde im sogenannten „Sustainability Report“ über unsere diesbezüglichen Aktivitäten berichtet, ab 2008 ist das Thema „Environmental, Social and Governance“ direkt im Konzernjahresbericht inkludiert bzw. im Internet unter https://www.philips.com/a-w/about/sustainability.html abrufbar.

Die Schwerpunkte sind definiert mit Lösungen für die Gesundheitsvorsorge sowie schonende und nachhaltige Nutzung von Ressourcen. 2025 erwirtschaftete Philips auf globaler Ebene 77,1 % (im Vorjahr 76,4 %) des Gesamtumsatzes mit grünen Produkten.

Unter der weltweiten Strategie „Making the world healthier and more sustainable“ hat sich Philips diverse Ziele im Bereich Nachhaltigkeit gesetzt. Eines der wichtigsten ist im Bereich „Philips Care“ (Gesundheitsvorsorge, Betreuung, Pflege), wo die Zielsetzung für das Jahr 2015, mehr als 2 Milliarden Menschen weltweit zu unterstützen, erreicht wurde. Nun liegt die Zielsetzung von Philips durch Innovationen die Welt gesünder und nachhaltiger zu machen, dabei soll ab 2030 jedes Jahr das Leben von 2,5 Milliarden Menschen verbessert werden.

Weitere Ziele auf Konzernebene bestehen unter anderem in den Bereichen wie Materialrecycling oder CO2-Reduktion und werden im Konzernjahresbericht beschrieben und weiterverfolgt.

Auch lokale Initiativen unterstützen diesen Weg. So konnte durch eine Photovoltaikanlage am Firmendach unseres Werkes in Klagenfurt eine Reduktion des CO2 Ausstoßes erzielt werden. Ebenso im Werk Klagenfurt kümmern sich Mitarbeiter um einige Bienenvölker, die die naturbelassenen Wiesen rund ums Fabriksgebäude nützen können.

Finanzielle Leistungsindikatoren:

Berechnung erfolgt auf den handelsrechtlichen Bilanz- bzw. Ergebnisrechnungsdaten.

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 3
KennzahlBerechnung20252024
Return on InvestmentErgebnis vor Steuern (EBT) * 100
6,67 %3,10 %
(ROI)Durchsch. Gesamtkapital
Jahresergebnis * 100
Return on Equity (ROE)Durchsch. Eigenkapital10,77 %7,87 %
Kurzfristiges Vermögen
Working Capital- Kurzfristige Schulden18.296 TEUR13.592 TEUR
Kurzfristiges Vermögen * 100
Working Capital RatioKurzfristige Schulden163,83 %150,40 %
AbschreibungsquoteJahresabschreibung * 100
7,1 %7,8 %
SachanlagenSumme Anschaffungskosten
InvestitionsdeckungNettoinvestitionen pa * 100
38,4 %42,4 %
SachanlagenJahresabschreibung*
Anzahl
Mitarbeiter/innenJahresdurchschnitt290283
Personalkosten proPersonalaufwand
125,4 TEUR130,4 TEUR
Mitarbeiter/innenAnzahl der Mitarbeiter/innen

* ohne außerplanmäßige Abschreibungen bzw. Wertminderungen

Nicht finanzielle Leistungsindikatoren:

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 3
KennzahlBerechnung20252024
Forschungsaufwand * 100
ForschungsquoteUmsatzerlöse2,56 %2,60 %
Abgänge * 100
FluktuationDurchsch. PersonalstandKeine ”2,30 %
Krankenstandstage * 100
KrankenstandstageEffektiv geleistete Arbeitstage2,68 %2,70 %

** Für die Kennzahl zur Fluktuation werden nur Dienstnehmerkündigungen und sonstige Gründe als Abgänge berücksichtigt. Abgänge durch einvernehmliche Lösungen, (regulären) Zeitablauf oder Pensionierung werden nicht berücksichtigt bzw. fließen nicht in die Berechnung der Kennzahl mit ein.

2. Voraussichtliche Unternehmensentwicklung

Wie in den Vorjahren berichtet, hat Philips (sowohl auf Konzernebne als auch in Österreich) globale Herausforderungen gut bewältigt und diese führten in den beiden Philips Bereiche mit Health Systems (medizinische Produkte und Informationssysteme) und Personal Health (Konsumgüter im Bereich Haushalt und Körperpflege) zu keinen nachhaltigen Auswirkungen auf die Umsatz- und Ertragssituation.

Der Ausbruch des Ukraine/Russland-Krieges sowie des Iran/Israel/USA-Krieges hat für die PAT keine unmittelbaren Auswirkungen betreffend Kunden- oder Lieferanten-Beziehungen, auch nicht im Logistik-Bereich. Wir haben keine Absatzmärkte in den Kriegsgebieten, keine Geschäftsbeziehungen mit sanktionsverhangenen Kunden sowie keine Investitionen oder Forderungen gegen Unternehmen in den betroffenen Ländern. Von den schwankenden Energiepreisen ist die Key Componenten Fertigung Klagenfurt betroffen, kann dies aber durch entsprechende Produktivitätssteigerungen größtenteils kompensieren.

Wir gehen aus heutiger Sicht jedenfalls davon aus, dass auf Basis der obigen Ausführungen sowie der angeführten finanziellen Kennziffern weiterhin von einem Fortbestand des Unternehmens („Going Concern Prämisse“) auszugehen ist.

Die Gesellschaft betreibt am Standort Klagenfurt einen zentralen Entwicklungs- und Produktionsstandort für System- und Produktinnovationen im Bereich Personal Health. Am Standort werden Produkte für den internationalen Markt konzipiert, entwickelt und bis zur Serienreife industrialisiert. Neben ausgeprägter Innovationskompetenz bildet insbesondere die Industrialisierung mit kontinuierlichen Prozessverbesserungen einen wesentlichen Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit.

Im Geschäftsjahr 2025 wurden die Maßnahmen zur Grundwassersanierung planmäßig fortgeführt. Zusätzlich wurden weiterführende Untersuchungen durchgeführt, um die verbleibenden Sanierungsschritte präziser zu planen. Die Rückstellungen für Umweltverpflichtungen entsprechen dem aktuellen Projektfortschritt.

In der Key Components Fertigung zeigt sich in den einzelnen Bereichen folgende Entwicklung:

Grooming and Beauty:

Im Geschäftsjahr 2025 verzeichnete der Bereich Grooming & Beauty einen Umsatzrückgang von rund 6 % gegenüber dem Vorjahr. Diese Entwicklung ist im Wesentlichen auf gesunkene Herstellkosten zurückzuführen, die vollständig an interne Kunden weitergegeben wurden, sowie auf einen veränderten Produktmix. Während das Volumen hochpreisiger Komponenten rückläufig war, konnten im niedrigpreisigen Segment deutliche Mengensteigerungen erzielt werden.

Für das Jahr 2026 wird aufgrund einer verhaltenen Marktentwicklung ein weiterer moderater Umsatzrückgang von rund 2 % erwartet.

Oral Healthcare:

Im Segment Oral Healthcare ging der Umsatz im Bereich der Bürstenköpfe im Geschäftsjahr 2025 um rund 3 % zurück. Gleichzeitig führte eine deutlich erhöhte Nachfrage zu erheblichen Produktivitätssteigerungen, wodurch Komponentenpreissenkungen von insgesamt rund 15 % realisiert werden konnten.

Für das Jahr 2026 wird aufgrund einer erwarteten Nachfrageschwäche mit einem Umsatzrückgang von etwa 9 % gerechnet.

Investitionen:

Im Geschäftsjahr 2025 wurden Investitionen in die Fertigung in Höhe von rund EUR 2 Mio. getätigt. Der Schwerpunkt lag auf dem Ausbau und der Modernisierung der Produktionskapazitäten im Bereich Grooming & Beauty.

Für das Jahr 2026 ist ein deutlich erhöhtes Investitionsvolumen vorgesehen. Sowohl im Segment Grooming & Beauty als auch im Bereich Oral Healthcare sind Kapazitätserweiterungen geplant. Der größte Teil der Investitionen entfällt auf den Oral-Healthcare-Bereich, insbesondere im Zusammenhang mit der geplanten Verlagerung von zwei Produktionsanlagen für Bürstenköpfe aus den USA an den Standort Klagenfurt. Nach Abschluss des Transfers im Jahr 2027 wird eine Erhöhung der Produktionskapazität für Bürstenköpfe um rund zwei Drittel erwartet.

Im Bereich Health Systems (vorwiegend Inlandsumsatz) liefen die Umsätze der ersten Monate 2026 entsprechend der aktuellen Planung. In Anbetracht des weiterhin schwierigen Marktumfeldes bedarf es für das Gesamtjahr 2026 hohen Anstrengungen, um Auftragsvolumen und Umsatz auf dem hohen Niveau von 2025 zu halten.

Insgesamt erwarten wir für das Geschäftsjahr 2026 der PAT einen positiven Betriebserfolg.

Die Entwicklungsaktivitäten bei Personal Health Klagenfurt sind im nachfolgenden Punkt 3. "Forschung und Entwicklung" erläutert.

3. Forschung und Entwicklung

Philips Österreich liefert wichtige Beiträge für die Konzernstrategie, sich zu einem führenden Unternehmen für Gesundheit und Wohlbefinden zu entwickeln. Notwendig dazu sind permanente Forschungsanstrengungen sowie die ständige Entwicklung von Zukunftstechnologien und neuen Produkten. Österreichische Forscher & Entwickler leisten dazu einen wichtigen Beitrag.

Innovative Produkte von Philips Personal Health Klagenfurt

Der Standort Klagenfurt ist eines von mehreren globalen Entwicklungszentren des Konzerns. Nach der Abspaltung der Domestic-Appliance-Sparte im Jahr 2021 liegt der Fokus seit 2022 auf der Entwicklung von Oral-Healthcare-Produkten, insbesondere Zahnbürstenaufsätzen.

Die Innovationsaktivitäten konzentrieren sich auf die Bereiche Gesundheit und Wohlbefinden. Schwerpunkte bilden die Entwicklung neuer Technologien zur Effizienzsteigerung von Zahnbürstenaufsätzen sowie zur schonenden und effektiven Plaque-Entfernung unter Einhaltung sämtlicher medizinischer Standards.

Im Geschäftsjahr 2025 lag der Fokus planmäßig auf der Umsetzung einer neuen Produktgeneration im Bereich Oral Healthcare, wobei der Standort Klagenfurt eine führende Rolle in der Entwicklung der Bürstenköpfe einnimmt. Begleitend wurden Maßnahmen zur Sicherstellung stabiler Lieferketten sowie zur Bekämpfung von Produktpiraterie umgesetzt.

Für das Jahr 2026 ist die Entwicklung einer weiteren Generation von Zahnbürstenaufsätzen vorgesehen. Dies erfordert eine vertiefte standortübergreifende Zusammenarbeit, insbesondere zur optimalen Abstimmung von Zahnbürsten und Bürstenköpfen sowie zur Integration digitaler Funktionen und Datenaustauschmöglichkeiten.

Die lokalen Ausgaben für Forschung und Entwicklung betrugen 2025 3.169 T Euro (gegenüber 3.221 T Euro im Jahr 2024). Im Jahresdurchschnitt waren im Bereich Forschung und Entwicklung 25 Mitarbeiter/innen (gegenüber 23 im Jahr 2024) beschäftigt.

4. Risikomanagementsystem / Risikobericht

Das Philips Business Control Framework (PBCF) basiert auf den international akzeptierten COSO (Comittee of Sponsoring Organizations of the Treadway Commission) Standards und beinhaltet folgende drei miteinander verknüpfte Komponenten:

• Internal Control Standard (ICS) on Financial Reporting:

Das ICS-System überprüft die Wahrnehmung erforderlicher Kontrollhandlungen zu den ausgewiesenen finanziellen Daten. Hierzu ist quartalsweise von allen Geschäftsbereichen, bestimmten Corporate-Funktionen und Shared Service Centern ein Katalog von Kontroll-Checks abzuarbeiten. Die Beantwortung und die einhergehende Dokumentation sollen den Bereichen dabei helfen, Schwachstellen zu erkennen und erfolgreich zu beseitigen. Die Kontrollhandlungen werden durch ein zusätzliches Review und Monitoring auf den nächsthöheren Management-Ebenen begleitet und dokumentieren deren Verantwortung für diesen Prozess.

• Business Process Control:

Diese Kontrollen und Maßnahmen stellen sicher, dass die Ressourcen des Philips Konzerns effektiv genutzt werden und effiziente Prozesse zur Zielerreichung führen. Die Geschäftsbereiche identifizieren Einzelrisiken, die die Erreichung ihrer Zielvorgaben gefährden, und entsprechende Gegenmaßnahmen. Eine konzernweite Projektgruppe (Finance Excellence Network - FEN) erarbeitet und implementiert laufend Verbesserungen im gesamten finanziellen Planungs-, Registrierungs- und Reporting-Prozess mit dem Ziel einer „Best-in-class“-Organisation auf diesem Sektor.

• Compliance:

Diese Komponente stellt sicher, dass im Rahmen der Geschäftstätigkeit sowohl Philips-interne Regeln als auch nationales und internationales Recht beachtet werden. Der Philips Konzern hat ethische Richtlinien für das Verhalten seiner Mitarbeiter/innen in den “General Business Principles“ zusammengefasst. Diese Regeln wurden im Jahr 2007 wesentlich erweitert, im Jahr 2008 um das Thema Kartellrecht ergänzt und in den Folgejahren laufend adaptiert. In 2024 wurde konzernweit eine Neufassung publiziert und die aktualisierte Form allen Mitarbeitern/innen in Form von diversen Veranstaltungen bzw. einem verpflichtenden Online-Training zur Kenntnis gebracht. Die Beachtung der Richtlinien wird durch die konzernweit jährlich durchgeführten Selbsteinschätzungen sowie die Arbeit der Compliance-Beauftragten vor Ort überwacht. Alle Mitarbeiter/innen nahmen an einem verpflichtenden Training (via e-learning) teil und erhalten jeweils Zugang zu den aktualisierten Direktiven.

Zur Risikofrüherkennung bedient sich Philips darüber hinaus umfangreicher moderner Planungs-, Budgetierungs- und Controllingsysteme bzw. einer laufenden finanziellen Berichterstattung.

Das wirtschaftliche Umfeld der Philips Unternehmen ist gekennzeichnet durch neue Technologien, zunehmende Wettbewerbsintensität sowie eine sich verschärfende Dynamik der Märkte. Unter diesen Gegebenheiten kann ein Unternehmen nur dann erfolgreich agieren, wenn es sich verantwortungsbewusst und kontrolliert mit Chancen und Risiken auseinandersetzt. Ziel des unternehmerischen Handelns ist es daher, die sich bietenden Chancen optimal auszunutzen und die mit der Geschäftstätigkeit verbundenen Risiken nur einzugehen, wenn diese kalkulierbar und beherrschbar erscheinen und einen positiven Unternehmensmehrwert versprechen.

Für alle identifizierten Risiken wurden unter Beachtung des Vorsichtsprinzips Rückstellungen gebildet.

Derivative Finanzinstrumente und ähnliche Sicherungsgeschäfte kommen nicht zur Anwendung. Die in Fremdwährung geführten Forderungen bzw. Verbindlichkeiten für laufende Lieferungen und Leistungen sind rein kurzfristig (ein bis zwei Monate) und werden durch die Debitoren- bzw. Kreditorenbuchhaltung laufend überwacht. Nach Abschluss des Geschäftsjahres 2025 liegen keine wesentlichen Verbindlichkeiten in Fremdwährung vor. Ein allfälliges Währungsrisiko besteht somit ausschließlich in Form möglicher Schwankungen des Euro-Wechselkurses für erhaltene Lieferungen und Leistungen, die in fremder Währung abgerechnet werden. Zudem ist ein Großteil der in der Bilanz ausgewiesenen Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen. Bedingt durch die Konzernzugehörigkeit sowie der guten Bonität der betroffenen Unternehmen, wird das Ausfallsrisiko dieser Forderungen als äußerst gering eingestuft. Ein Liquiditätsrisiko der PAT ist aufgrund der Bilanzstruktur bzw. des Finanzierungssystems mit der Konzernmutter nicht gegeben.

5. Zweigniederlassungen

Die Philips Austria GmbH unterhält neben dem Hauptsitz in 1120 Wien, Euro Plaza, Kranichberggasse 4, folgende Zweigniederlassung:

Philips Austria GmbH Klagenfurt, 9020 Klagenfurt, Koningsbergerstraße 11

Wien, am 22. September 2026

Geschäftsführung:

Mag. Christoph Schlager

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