Inhaltsverzeichnis
1. Lagebericht
1.1. Geschäftsverlauf
Erläuterungen über die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen
1. Wirtschaftswachstum: 2025 war durch extreme wirtschaftliche Unsicherheit geprägt. Speziell die Wirtschaftssituation in DACH und hier vor allem nochmals explizit in der Automotiv-Industrie hattengroßen negativen Einfluss auf die gesamte Situation. Durch diese Unsicherheiten und den generellen Nachfragerückgang wurden Produktionsanlagen unserer Kunden teilweise stillgelegt und Investitionsprojekte zurückgestellt.
2. Inflation: Die Inflation kam generell auf ein mittleres Niveau zurück. In Österreich haben sich diehohen Lohnabschlüsse ebenfalls negativ auf die Entwicklung ausgewirkt. 3. Arbeitsmarkt: Die Arbeitslosenquote stieg in den meisten Märkten – vor allem im 2. Halbjahr spürbar weiter an, was den Konsum zusätzlich bremste. 4. Zinsen und Finanzmärkte: Die bereits niedrigen Zinsen in Europa hatten keine positive Auswirkungauf die Investitionstätigkeit. Speziell der Bausektor steckte weiterhin in einer Krise.
Spezifische Fragen und Probleme des Geschäftszweiges
1. Leiterplattenindustrie: Diese Branche spürte weltweit den Rückgang in der Nachfrage. Speziell dieKrise der Automobil- aber auch der Elektronikindustrie, war weiterhin deutlich erkennbar. Viele der von der Politik angekündigten Großprojekte in die Elektronik und Leiterplattenindustrie in Europa wurde nicht umgesetzt.
2. Elektronikindustrie: Auch hier war speziell in Europa die sinkenden Nachfragesituation für teilweisestarke Rückgänge in der Produktion verantwortlich. 3. Etikettenindustrie: Die bestehenden Überkapazitäten im Markt wurde durch die politisch insgesamt unruhige Situation weltweit deutlich verstärkt, wodurch wenige Investitionsprojekte realisiert wurden. 4. Automatsierungsindustrie: Auch hier setzte sich der Abwärtstrend weiter fort, wodurch es kaum Neuprojekte gab.
Beschaffungsbereich & Liefersituation:
Aufgrund der niedrigen Auftragslage war hier die Situation sehr entspannt. Sowohl Maschinen-Lieferantenals auch andere Zulieferer hatten teilweise hohe Lagerstände und konnten sehr schnell liefern. Auch das generell niedrigere Frachtaufkommen führt zu guter Verfügbarkeit und sinkenden Preisen bei den Lieferkosten.
Leistungsbereich:
Die Auslastung unserer Techniker im 2.Halbjahr stieg spürbar an. Der Ausblick ist hier nun auch deutlich besser.
Absatzbereich:
Die bereits 2024 deutliche Zurückhaltung der Kunden für die Budgets und Planungen für das Jahr 2025 setztesich leider fort. Der Projektstand blieb über das gesamte Jahr jedoch relativ konstant.
Investitionsbereich:
Generell wurden keine größeren Investitionen in Sachanlagen getätigt. Einzig notwendige Ersatzinvestitionenin Betriebsmittel wurden vorgenommen.
Finanzierungsbereich:
Die im November 2025 eröffnete Insolvenz der SAS Softtec machte eine außerplanmäßige Total-Abschreibungder in unserer Bilanz ausgewiesenen entsprechenden Vermögensgegenwerte – Anteile und Darlehen - notwendig. Da die Anteile seinerzeit jedoch aus unserem Cash-Bestand finanziert wurden, und der restliche Geschäftsverlauf weitgehend stabil verlief, war unser Unternehmen zu keiner Zeit gefährdet.
Personal- und Sozialwesen
Die Beschäftigtenanzahl blieb 2025 weitgehend unverändert.
wichtige Ereignisse während des Geschäftsjahres
- Wichtige Verträge keine - Insolvenz der SAS Softtec
Lage der Gesellschaft
Struktur des Unternehmens
Organisationsstruktur
Inhabergeführtes Familienunternehmen mit vier operativ tätigen 25%-Eigentümern.
Bereiche, in denen das Unternehmen tätig ist:
1. Vertrieb von Industrieanlage in den Geschäfts Bereichen: a. Leiterplatteindurstie b. Elektronik- und Bestückungsindustrie c. Verpackungs- und Etikettendruck d. Intralogistik & Automatisierung e. Sonstiges 2. Handel mit Produktionsmitteln für oben erwähnte Bereiche 3. Technische Betreuung & Service der Anlagen unter Punkt 1
Betriebsstätten
1. HQ – 1130 Wien 2. 100% Tochterunternehmen Nilpeter Gmbh in Minden, Deutschland 3. 100% Tochterunternehmen Spean D.o.o. in Belgrad Serbien
Absatzlage
Auftragslage
Das operative Geschäft war weitgehend stabil und damit im unruhigen gesamtwirtschaftlichen und politischen Umfeld zufriedenstellend.
Marktaussichten
Zum Zeitpunkt der Berichterstellung (Anfang Q3 / 2026) sind deutliche Signale einer ansteigenden Nachfrage– speziell im Investitionsgüterbereich der Leiterplatte und Elektronik zu spüren. Wir gehen – wenn weltpolitischnicht weitere sicherheitsrelevante Einschnitte passieren – von einem spürbaren Anstieg bis Ende 2026 aus.
Eigenkapitalrentabilität
Die Eigenkapitalrentabilität ergibt sich aus dem Verhältnis des Ergebnis vor Steuern (Summe aus Z 7 und Z 13) zumEigenkapital.
| Berechnung: | 2025 | 2024 |
|---|---|---|
| Ergebnis vor Steuern (Summe aus Z 7 und Z 13) x 100 | ||
| Eigenkapital zum 1.1.2025 | -70,7 % | 43,3% |
Gesamtkapitalrentabilität
Die Gesamtkapitalrentabilität ergibt sich aus dem Verhältnis des Ergebnisses vor Zinsen und Steuern zum Gesamtkapital.
| Berechnung: | 2025 | 2024 |
|---|---|---|
| Ergebnis vor Zinsen und Steuern x 100 | ||
| Gesamtkapital zum 1.1.2025 | -41,2 % | 15,7% |
Eigenkapitaquote
Die Eigenkapitalquote ergibt sich aus dem Verhältnis des Eigenkapitals zum Gesamtkapital.
| Berechnung: | 2025 | 2024 |
|---|---|---|
| Eigenkapital zum 31.12.2025 | ||
| Gesamtkapital zum 31.12.2025 | 27,70 % | 58,30% |
Entwicklung des Ergebnisses
Die Stepan GmbH gilt als mittelgroße GmbH. Diese braucht gem. § 279 UGB nur bestimmte Posten imBereichder Bilanz zeigen und kann in der Gewinn- und Verlustrechnung die Positionen
Umsatzerlöse + Veränderungen des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen sowie an noch nicht abrechenbaren Leistungen s + andere aktivierte Eigenleitungen - Aufwendungen für Material und sonstige bezogene Herstellungsleistungen zur Position „Rohergebnis“ zusammenfassen.
Im offenzulegenden Anhang werden daher zu den zusammengefassten Positionen keine Detailangaben gemacht.
Im Sinne der Ratio dieser Schutzbestimmung werden auch im veröffentlichten Lagebericht keine diesbezüglichen Angaben gemacht und alle Kennzahlen auf Basis des Rohergebnisses gerechnet.
1.2. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres
Änderungen von im Jahresabschluss vorgezeichneten Entwicklung
keine
Umsatzrückgänge großer Kunden
Nicht spürbar
Wesentliche Änderungen im Umternehmen
In den Bereichen Beschaffung, Produktion, Personal, Investitionen und Finanzierung sind keine wesentlichen Änderungen geplant
Tendenzielle Entwicklung von Umsatz und Ergebnis
Entwicklung des Umsatzes
Der Umsatz liegt im 1.Halbjahr 2026 um ca. 10 Prozent über Vorjahresniveau. Dies ist vor allemauf die positive Auftragsentwicklung im Leiterplattensektor zurückzuführen. Für das weitere Geschäftsjahr gehen wir voneinem weiteren positiven Einfluss auf das Geschäftsjahr 2026 aus.
Entwicklung des Ergebnisses
Aufgrund der oben angeführten Entwicklungen gehen wir im Ergebnis ebenfalls von einem rund 10%Anstiegaus.
1.3. Forschung und Entwicklung
Es werde aktuell weder Forschungsprogramme umgesetzt noch sind welche geplant.
Unterschrift der Geschäftsführer
Wien, am 28. September 2026
Mag. Klaus Stepan
Ing. Stefan Kessler
Mag. Andreas Höfner
Clemens Maximilian Stepan, MSc.