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Strike Bowling GmbH Erdbergstraße 10/67 1030 Wien Finanzamt: Österreich Steuernummer: 03 505/6324
I. Geschäftsverlauf der Gesellschaft
Zum Geschäftsverlauf der Gesellschaft werden nachfolgend Erläuterungen gegeben, die einen Überblick über das abgelaufene Wirtschaftsjahr geben und in weiterer Folge auf die Entwicklung des Jahresergebnisses, auf den Beschaffungs-, Leistungs- und Absatzbereich, auf den Investitions- und Finanzierungsbereich, auf das Personal- und Sozialwesen sowie auf die wichtigen Ereignisse während des Geschäftsjahres eingehen.
1) Überblick
Die Strike Bowling GmbH ist ein etablierter Anbieter im Bereich der Freizeitunterhaltung in Wien. Das Unternehmen verbindet den Betrieb moderner Bowlingbahnen mit einem attraktiven Gastronomieangebot. Das Herzstück bildet der hochfrequentierte Standort an der Prater Hauptallee mit 32 modernen Bowlingbahnen, einem À-la-carte-Restaurant und einem einladenden Außenbereich.
Das Geschäftsjahr 2025 konnte trotz eines herausfordernden wirtschaftlichen Umfelds mit einem Jahresüberschuss abgeschlossen werden; die im Geschäftsjahr 2025 durchgeführte Verschmelzung mit der Glückskind Gastro GmbH, bei welcher ein Buchverlust aufgrund des negativen Verschmelzungskapital übernommen wurde, führte insgesamt jedoch zu einem negativen Jahresergebnis von rund Euro 0,19 Millionen. Die Gesellschaft verfügt trotz erlittenem Jahresverlust weiterhin über eine solide Eigenkapitalausstattung. Die im Geschäftsjahr zu bewältigenden Herausforderungen schließen Liquiditätsengpässe mit ein, mit denen die Gesellschaft konfrontiert war.
2) Entwicklung des Jahresergebnisses
Das Geschäftsjahr 2025 wurde mit einem Jahresüberschuss nach Steuern von rund Euro 0,31 Millionen abgeschlossen (Vorjahr: rund Euro 0,72 Millionen). Vor dem Hintergrund der allgemein verhaltenen Konsumstimmung ist dieses Ergebnis als zufriedenstellend zu bewerten. Der Bilanzgewinn beträgt zum 31. Dezember 2025 rund Euro 0,98 Millionen (Vorjahr: rund 1,16 Millionen).
3) Beschaffungsbereich
Der Materialaufwand ist gegenüber dem Vorjahr um 13,53 % gesunken. Durch einen bewussten und effizienten Einkauf konnte die Wareneinsatzquote im Verhältnis zu den Umsatzerlösen verbessert werden. Zur Absicherung gegen Preissteigerungen und zur Sicherstellung der Warenverfügbarkeit wird weiterhin eine angemessene Lagerhaltung betrieben. Die Vorräte haben sich gegenüber dem Vorjahr um rund Euro 0,13 Millionen auf rund Euro 0,41 Millionen erhöht. Der Anstieg betrifft vor allem die Vorräte im Gastronomiebereich.
4) Leistungsbereich
Unser Betrieb ist vor allem auf die Erbringung von Dienstleistungen der Unterhaltung und Erholung sowie auf die Erbringung von Dienstleistungen im Gastronomiebereich spezialisiert. Die Kombination aus Bowling und Gastronomie unter einem Dach bietet unseren Gästen ein vielseitiges Freizeiterlebnis.
5) Absatzbereich
Die Umsatzerlöse betragen im Wirtschaftsjahr 2025 rund Euro 6,35 Millionen und liegen damit um 6,81 % unter dem Vorjahreswert von rund Euro 6,81 Millionen. Mit rund 80 % der Umsatzerlöse bleibt die Gastronomie der stärkste Geschäftsbereich; auf den Bowlingbetrieb entfallen rund 19 % der Umsatzerlöse. Die Umsatzerlöse im Gastronomiebereich gingen gegenüber dem Vorjahr um 4,82 % zurück, jene im Bowlingbereich um 7,01 %, bedingt durch die Schließung des Standorts in 1170 Wien Hernals. Die Umsätze am Standort „die Allee im Prater“ blieben im Vergleich zum Vorjahr stabil. Beide Geschäftsbereiche konnten sich damit in einem schwierigen Marktumfeld gut behaupten.
6) Investitions- und Finanzierungsbereich
Im Geschäftsjahr 2025 wurden keine nennenswerten Investitionen getätigt. Die Zunahme des Anlagevermögens um 22,90 % ist im Wesentlichen auf die Übernahme von Anlagen im Zuge der Verschmelzung mit der Glückskind Gastro GmbH zurückzuführen. Die Investitionen im abnutzbaren Anlagevermögen (ohne Fortführung der Buchwerte iZd Verschmelzung) konnten im Wirtschaftsjahr 2025 zu 66,66 % aus den Abschreibungen finanziert werden.
Die Bestände an Handelswaren sind im Vergleich zum Vorjahr um Euro 0,13 Millionen gestiegen. Vorausschauend auf die Preisentwicklung haben wir einen Handelswarenbestand von rund Euro 0,25 Millionen. Im Vorratsvermögen wird weiters ein Festwert für Geschirr in Höhe von Euro 0,16 Millionen (Vorjahr: Euro 0,13 Millionen) ausgewiesen.
Im laufenden Jahr verzeichnen die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen eine Zunahme von 21,46 % und betragen am Bilanzstichtag rund Euro 0,40 Millionen.
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten konnten um 3,41 % reduziert werden.
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind von Euro 1,04 Millionen auf Euro 1,35 Millionen gestiegen (+28,95%).
Die Bilanzsumme beträgt zum Bilanzstichtag rund Euro 8,14 Millionen (Vorjahr: rund Euro 8,47 Millionen). Der Anteil des Eigenkapitals (ohne Investitionszuschüsse) an der Bilanzsumme liegt mit 25,79 % weiterhin auf einem soliden Niveau (Vorjahr: 26,94 %).
7) Personal- und Sozialwesen
Zum Ende des Wirtschaftsjahres waren im Durchschnitt 55 Mitarbeiter in unserem Unternehmen tätig (Vorjahr: 65). Der Personalaufwand ist gegenüber dem Vorjahr um 4,86 % gesunken.
Die Geschäftsleitung ist sich bewusst, dass der Erfolg des Unternehmens zu einem großen Teil auf der Qualifikation und der Einsatzbereitschaft ihrer Mitarbeiter beruht, und spricht ihnen dafür ihren besonderen Dank aus.
8) Wichtige Ereignisse während des Geschäftsjahres
Im abgelaufenen Wirtschaftsjahr wurde die Glückskind Gastro GmbH unter Anwendung der Bestimmungen des UmgrStG auf die Strike Bowling GmbH verschmolzen. Die übernehmende Gesellschaft hat das Vermögen der übertragenden Gesellschaft im Wege der Buchwertfortführung übernommen. Mit der Verschmelzung wurde die Unternehmensstruktur weiter vereinfacht und gestärkt.
II. Lage der Gesellschaft
Zur Lage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2025 werden nachfolgende Erläuterungen gegeben.
1) Struktur des Unternehmens
Die Geschäftsführung wurde während des gesamten Geschäftsjahres von Herrn Philipp Pracser ausgeübt. Die Führungsebene blieb damit gegenüber dem Vorjahr unverändert, was für die Kontinuität der Unternehmensführung und für die Verlässlichkeit gegenüber Kunden, Lieferanten und Mitarbeitern von wesentlicher Bedeutung ist.
2) Absatzlage
Trotz der spürbaren Konsumzurückhaltung ist es uns gelungen, unsere Marktposition zu behaupten. Unser gut erreichbarer Standort an der Prater Hauptallee trägt wesentlich zu unserem Erfolg bei. Unser Konzept aus À-la-carte-Restaurant mit Außenbereich und 32 modernen Bowlingbahnen im selben Gebäude hat sich bewährt. Der Standort hat sich zudem als beliebte Location für Firmenevents etabliert, und wir dürfen viele Stammkunden immer wieder bei uns begrüßen.
3) Vermögenslage
Die Bilanzsumme hat sich gegenüber dem Vorjahr um 3,82 % verringert. Das Anlagevermögen stieg um 22,90 % und macht nun 84,71 % der Bilanzsumme aus (Vorjahr: 66,29 %). Das Umlaufvermögen umfasst 15,24 % der Bilanzsumme (Vorjahr: 33,71 %).
Das Eigenkapital beträgt zum Bilanzstichtag rund Euro 2,10 Millionen (Vorjahr: rund Euro 2,28 Millionen).
4) Finanzlage
Die Finanzlage der Gesellschaft war im Geschäftsjahr herausfordernd. Die Eigenkapitalquote beträgt 25,79 % (Vorjahr: 26,94 %). Die Bankverbindlichkeiten wurden weiter zurückgeführt und sind überwiegend langfristig finanziert.
Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit ist positiv und konnte gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden.
Die unterjährige Liquiditätsentwicklung unterliegt ausgeprägten saisonalen Schwankungen: Umsatzstarken Monaten stehen in den Sommermonaten Perioden mit rückläufigen Zahlungseingängen gegenüber. Darüber hinaus verursachen regelmäßig wiederkehrende Einmalbelastungen temporäre Liquiditätsengpässe. Dazu zählen insbesondere die quartalsweise Belastung von Zinsen und Spesen durch die finanzierenden Kreditinstitute sowie die Auszahlung der Sonderzahlungen in den Monaten Juni und November.
Zur Sicherung der Liquidität waren kurzfristige Maßnahmen erforderlich.
Nach heutigem Kenntnisstand werden wir auch im kommenden Geschäftsjahr unseren finanziellen Verpflichtungen jederzeit nachkommen können.
5) Ertragslage
Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr 2025 ein positives Ergebnis vor Steuern von rund Euro 0,28 Millionen erwirtschaftet (Vorjahr: rund Euro 0,94 Millionen). Der Rückgang gegenüber dem außergewöhnlich guten Vorjahr ist vor allem auf die geringeren Umsatzerlöse und die allgemein gestiegenen Kosten zurückzuführen.
Durch die konsequente Kostensteuerung im Waren- und Personalbereich konnte die Ertragskraft des Unternehmens auch in einem schwierigen Umfeld gesichert werden.
III. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren
Unsere Mitarbeiter sind die Grundlage unseres Erfolgs. Wir legen großen Wert auf ein gutes Arbeitsklima und eine hohe Servicequalität gegenüber unseren Gästen.
Ein verantwortungsvoller Umgang mit Energie und Ressourcen ist uns wichtig. Der Energieverbrauch wird laufend beobachtet, dazu wurden auch entsprechende Monitoringsysteme installiert, um potenzielle Verursacher aufzuspüren und entsprechende Maßnahmen zu ergreifen. Die hohe Zahl an Stammkunden und die Beliebtheit unseres Standorts für Firmenveranstaltungen bestätigen die Zufriedenheit unserer Gäste.
V. Die voraussichtliche Entwicklung und die Risiken der Gesellschaft
1) Die voraussichtliche Entwicklung
Für das Geschäftsjahr 2026 sind keine nennenswerten Investitionen geplant. Der Fokus liegt auf der Weiterentwicklung unseres bewährten Angebots und einer nachhaltigen Ergebnisentwicklung. Durch innovative kulinarische Ideen und geringfügige Adaptionen im Entertainment Bereich sind wir zuversichtlich, dass wir unsere Wettbewerbsposition auch in Zukunft halten und stärken können.
Aufgrund saisonaler Umsatzrückgänge sowie gestiegener Kosten wurden unsere Planungsrechnungen entsprechend angepasst und die erforderlichen Gegenmaßnahmen ausgearbeitet. Diese werden sich voraussichtlich auch positiv auf die Budgetierung für das Folgejahr auswirken.
2) Wesentliche Risiken und Ungewissheiten
Die allgemeine Konsumzurückhaltung und die Inflation erschweren eine verlässliche Umsatzprognose. Ebenso sind die Entwicklungen der Einkaufspreise, der Personalkosten und der Energiepreise nur schwer vorhersehbar.
Die Verfügbarkeit von qualifiziertem Personal ist in unserer Branche eingeschränkt. Aufgrund der Arbeitszeiten in der Gastronomie, vor allem an Abenden und Wochenenden, bleibt die Gewinnung von Mitarbeitern eine Herausforderung.
Veränderungen des Zinsniveaus können sich auf die Finanzierungskosten auswirken.
VI. Forschung und Entwicklung
Es sind keine Aufwendungen für Forschung und Entwicklung angefallen.
VII. Zweigniederlassungen
Die Gesellschaft unterhält keine Zweigniederlassungen.
VIIl. Verwendung von Finanzinstrumenten
Die Finanzinstrumente der Gesellschaft umfassen originäre als auch derivative Finanzinstrumente. Zu den originären Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Guthaben bei Kreditinstituten, Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Derivative Finanzinstrumente betreffen einen Structured Swap mit einer Fälligkeit zum 31.8.2033. Dieser weist zum Bilanzstichtag einen positiven Marktwert aus.
Das Ausfallrisiko ist gering, da die Umsätze überwiegend sofort bar oder mit Karte bezahlt werden. Die Liquidität wird laufend überwacht. Preisänderungen beim Wareneinkauf werden beobachtet und soweit möglich in der Preisgestaltung berücksichtigt.
Wien, am 29. September 2026
Philjpp Pracser
Geschäftsführer