Inhaltsverzeichnis
Wien Workintegrative Betriebe und AusbildungsgmbH Sonnenallee 31 1220 Wien
Stammkapital
Das Stammkapital blieb in Höhe und Aufgliederung gleich.
Stammkapital: €87.207,40 Gesellschafter: je €43.603,70
• KOBV - der Behindertenverband für Wien, Niederösterreich und Burgenland • Volkshilfe Wien gemeinnützige Betriebs-GmbH
Gesellschafterversammlungen und Gesellschaftertreffen:
Schriftlicher Gesellschafterbeschluss vom 13.09.2024
• Entlastung der Geschäftsführung
Aufsichtsrat:
• Dr.n Regina Baumgartl / Kriegsopfer- und Behindertenverband für Wien, Niederösterreich und Burgenland – Aufsichtsratsvorsitzende • DSA Mag.* (FH) Tanja Wehsely / Volkshilfe Wien – stv. Aufsichtsratsvorsitzende • Daniela Sailer-Kimmel / Volkshilfe Wien • Gerlinde Wohlauf / Österreichische Lotterien
Vom Betriebsrat wurden in den Aufsichtsrat entsandt:
• Birgita Kunze (bis 13.09.2024) • Mag. Jürgen Straner • Patrick Vidicki (ab 13.09.2024)
SITZUNGEN DES AUFSICHTSRATES:
| 81. Sitzung des Aufsichtsrates | vom | 16.02.2024 |
|---|---|---|
| 82. Sitzung des Aufsichtsrates | vom | 24.05.2024 |
| Sitzung des Bilanzausschusses des Aufsichtsrates | 24.05.2024 | |
| 83. Sitzung des Aufsichtsrates | vom | 13.09.2024 |
| 84. Sitzung des Aufsichtsrates | vom | 13.12.2024 |
WIEN WORK BEIRAT
Im Jahr 2001 errichteten die Eigentümer gemeinsam mit folgenden öffentlichen Institutionen den Wien Work Beirat (heutige Bezeichnungen):
• Bundesministerium für Gesundheit, Soziales, Pflege und Konsumentenschutz (BMGSPG) für den Ausgleichstaxfonds (ATF) • Sozialministeriumservice (SMS), Landesstelle Wien • Fonds Soziales Wien (FSW) • Arbeitsmarktservice Wien (AMS Wien) • Wiener Arbeitnehmerinnen- Förderungsfonds (WAFF)
ZIELSETZUNG:
Information über den laufenden Betrieb und die Förderabwicklung einschließlich des Berichts über die wirtschaftliche und soziale Entwicklung von wienwork durch die Geschäftsführung Information über Entwicklungen der Förderpolitik durch die öffentlichen Institutionen Koordination zwischen der Gesellschaft und den öffentlichen Institutionen über Ausrichtung, Entwicklung und neue Förderinhalte bzw. Förderprojekte von wienwork Koordination über die Förderabwicklung zwischen den öffentlichen Institutionen
In den Beiratssitzungen werden keine rechtlich verbindlichen Beschlüsse gefasst. Die Sitzungen dienen einem allgemeinen Austausch über für wienwork relevante Entwicklungen, der Vorbereitung von Entscheidungen für die Organe von wienwork und für die öffentlichen Institutionen.
Der Beirat tagte am 23.02.2024 und am 25.10.2024.
Offenlegung des Jahresabschlusses:
Im Berichtsjahr 2024 wurde der Jahresabschluss 2023 beim Firmenbuch des Handelsgerichtes Wien offengelegt.
Struktur des Unternehmens (Stand März 2025):
Das Unternehmen Wien Work-integrative Betriebe und AusbildungsgmbH gliedert sich im Wesentlichen in drei Module mit zum Teil mehreren Untergliederungen und Projekten:
MODUL BESCHÄFTIGUNG
-
Integrativer Betrieb (IB) mit den Geschäftsfeldern
• HOLZTECHNIK (Möbeltischlerei) inklusive MÖBELTAPEZIEREN und MÖBELFLECHTEN (ab Mai 2024) • TEXTILREINIGUNG & BÜGEL- und NÄHSERVICE • REINIGUNGSTECHNIK • GRÜNFLÄCHENSERVICE • DIGITAL MEDIA (Kopierarbeiten, Digitaldruck, Versandarbeiten, Scheckkartendruck) und POSTSHOP • RENOVIERUNG (Ausmalen, Anstrich, Tapezieren, Mauern, Trockenausbau, Fliesenlegen, Bodenlegen, Blechbearbeitung, Assembling, Schlosserei, Dreherei etc.) • GASTRONOMIE (Betriebsküche Gartensiedlung, Wohnpark, Apartmenthaus und Schlosspark Fortuna, Postkantine in Wien 23, Selbstbedienungsrestaurant Speiseamt in der Firmenzentrale, Essensausgabe am Campus Seestadt und am Campus Marischkapromenade, Hostel Schlossberggasse in Wien 13 zur Verpflegung ukrainischer Flüchtlinge im Auftrag der Volkshilfe Wien, Sportkantine ASKÖ (seit Juni 2024); das Kuchenamt Pressgasse ist in 2024 Aufbau, aber noch nicht im Betrieb)
SOZIALÖKONOMISCHER BETRIEB SÖB MICHLS
• Michls Restaurant in 1010 Wien, Reichsratsstraße 11 mit • Kantine im Arbeits-und Sozialgericht in 1090 Wien, Althanstraße 39-45 • Michls Catering in 1220 Wien, Sonnenallee 31 • und drei Michls Cafés in o 1020 Wien, Engerthstraße 154 o 1100 Wien, Bernhardtstalgasse 32 und o 1110 Wien, Dittmanngasse 5
MODUL BERUFSVORBEREITUNG
ÜBERBETRIEBLICHE LEHRAUSBILDUNG (LERN)SCHWACHER JUGENDLICHER (ÜBA)
Ausbildung (lern-)schwacher Jugendlicher (ÜBA) nach der mit 01.09.2003 gesetzlich geregelten Integrativen Berufsausbildung mit Teil- und Vollqualifikation in folgenden Lehrberufen nach § 8c BAG:
• Einzelhandelskaufmann/-frau • Fliesen- und Plattenleger:in • Koch/Köchin • Konditor:in • Restaurantfachkräfte • Landschaftsgärtner:in • Maler:in und Beschichtungstechniker:in • Maurerin (= Hochbauer:innen) • Reinigungstechniker:in • Textilreiniger:in • Tischler:in
MODUL DIENSTLEISTUNG
QUALI_TRAIN
Ziel: Qualifizierungsmaßnahme als Vorbereitung von Erwachsenen mit Behinderung auf eine berufliche Eingliederung in den freien Arbeitsmarkt.
1220 Wien, Sonnenallee 31 (bis März 2024) 1220 Wien, Janis Joplin Promenade 24-26 (ab April 2024)
JUGENDCOACHING
Ziel: Beratung und Betreuung am Übergang Schule-Beruf; Umsetzung der Ausbildungspflicht bis 18
1210 Wien, Hanreitergasse 3/8/R01 1210 Wien, Ocwirkgasse 3/1/R01 1220 Wien, Frenkel-Brunswick-Gasse 1/1
JUGENDARBEITSASSISTENZ
Ziel: Beratung und Betreuung von Jugendlichen mit Behinderungen zur beruflichen Integration 1220 Wien, Donaufelderstrasse 101/2/6
WIEN WORK BERUFLICHE ASSISTENZ FÜR MENSCHEN MIT BEHINDERUNG (ARBEITSASSISTENZ)
Ziel: Beratung und Betreuung für Menschen mit Behinderungen zur beruflichen Integration
1220 Wien, Sonnenallee 51/1+2 und 47/1 (bis März 2024) 1220 Wien, Janis Joplin Promenade 24-26 (ab April 2024)
ON THE JOB
Ziel: Qualifizierungsmaßnahme als Vorbereitung von Jugendlichen mit Behinderungen auf eine berufliche Eingliederung in den Arbeitsmarkt.
1220 Wien, Sonnenallee 47/2 und 49
AUSBILDUNGSFIT FLANKE WIEN
Ziel: Vorbereitung von Jugendlichen in Richtung einer Berufsausbildung durch Sport und
Computerschulungen, Schnuppern im Einzelhandel und im Bereich Gesundheit und Soziales.
1220 Wien, Beatrix-Kempf-Gasse 1/1/3
Motivationsprojekt SZENENWELTEN (ab September 2024)
Ziel: Inklusion von Ausbildungsabbrecher:innen in das Ausbildungssystem durch kompetenzorientierte, individuelle und flexible Unterstützung von Jugendlichen zwischen 15 und 18 Jahren. Das Projekt setzt am Familiensystem als Ergänzung zu bereits vorhanden Angeboten an und verfolgt einen sozialraumorientierten Ansatz.
1220 Wien, Sonnenallee 51/1
Firmenanschrift wienwork-Zentrale:
1220 Wien, Sonnenallee 31
Betriebs- und Ausbildungsstätten:
1220 Wien, Ella-Lingens-Straße 2 1220 Wien, Maria-Tusch-Straße 21-29 1220 Wien, Sonnenallee 47/1+2; 49; 51/1+2 1220 Wien, Maria-Trapp-Platz 1
AUSWIRKUNGEN IM RECHNUNGSWESEN
Sämtliche Geschäftsfälle des Integrativen Betriebes, des Ausbildungsbetriebes, des Sozialökonomischen Betriebes und der Projekte werden im Unternehmen Wien Work-integrative Betriebe und AusbildungsgmbH zusammengeführt erfasst.
Der Rechnungsabschluss wird in konsolidierter Form erstellt.
Die einzelnen Module mit ihren Projekten
• Integrativer Betrieb Beschäftigung (IB) • Sozialökonomischer Betrieb Michls (SÖB) • Ausbildung Jugendlicher (AB) • QualiTRAIN (QT) • Jugendcoaching (JUCO) • Jungendarbeitsassistenz (JASS) • Arbeitsassistenz (ASS) • On the Job (OTJ) • Ausbildungsfit Flanke Wien (Flanke) • Motivationsprojekt SzenenWelten • Projekte: o Joboffensive 50+ o Europäische Projekte • Overhead
sind in Form der Kostenstellenrechnung abgebildet.
Die Kostenbe- und -entlastungen der einzelnen Module erfolgen auf den jeweiligen
Bereichskostenstellen. Gemeinkosten werden über Kostenschlüssel verteilt.
KOSTENBE- UND -ENTLASTUNGEN
• Overheadkosten: • Verrechnung von Sachkosten zwischen den einzelnen Modulen • Interne Leistungsverrechnungen
KOSTENAUFTEILUNG UND KOSTENSCHLÜSSEL
Ermittlung diverser Kostenschlüssel
TÄTIGKEITSBERICHT
Im Berichtsjahr wurden € 103.138,88 für die Fort- und Weiterbildung der Mitarbeiter:innen aufgewendet (2023: € 134.232,89).
UMSATZERLÖSE
Im Integrativen Betrieb wurden in den sieben Geschäftsfeldern im Berichtsjahr insgesamt € 15.148.370,13 umgesetzt (in 2023 waren es € 14.799.077,86).
In 2024 ist es im Integrativen Betrieb zu einer Ergänzung eines Geschäftsfelds gekommen. Auf Vorschlag des Sozialministeriumsservice hat wienwork ab Mai 2024 den ursprünglich bei einem anderen Träger angesiedelten gewerblichen Geschäftsbereich „Möbelflechten“ in das Geschäftsfeld Holztechnik eingegliedert. Vier Mitarbeiter:innen mit Behinderungen, von denen drei Facharbeiter:innen im Bereich Möbelflechten tätig sind, arbeiten seither für wienwork. Eine Mitarbeiterin wurde in das Geschäftsfeld Textilreinigung, Bügel- und Nähservice integriert.
ÜBERBETRIEBLICHE BERUFSAUSBILDUNG NACH § 8C BAG
Im Berichtsjahr 2024 waren insgesamt 264 Lehrlinge in elf Lehrberufen bei wienwork tätig. Seit 2018 wird die Strategie verfolgt, 40% weibliche Lehrlinge auszubilden. Im Ausbildungsjahrgang 2024 lag der Anteil weiblicher Lehrlinge bei 29%. 78 Lehrlinge haben in 2024 ihre Ausbildung mit dem ersten Ausbildungsjahr bei wienwork begonnen. Insgesamt 260 Jugendliche bewarben sich um eine Ausbildungsstelle.
Die für Wiener Jugendliche vorgesehenen Plätze waren durchschnittlich mit 167,58 Lehrlingen ausgelastet. Seitens FSW waren im Berichtsjahr 168 Plätze vorgesehen. Zusätzlich wurden im Jahresdurchschnitt 23,27 Lehrlinge aus Niederösterreich ausgebildet.
72% der ausgetretenen Lehrlinge haben durch Teilqualifizierung bzw. durch bestandene Lehrabschlussprüfungen ihre Ausbildung bei Wien Work positiv abgeschlossen. Von den Lehrlingen wurden im Berichtsjahr rund 120 externe Praktika in externen Betrieben absolviert (exklusive Einzelhandel).
18 von 36 vermittlungsrelevanten Lehrlingen wurden im Zeitraum 01.09.2023-31.08.2024 (entspricht dem AMS-Projektjahr) in den Arbeitsmarkt vermittelt. Dies entspricht einer Vermittlungsquote von 51%. Insgesamt wurden im Berichtsjahr 33 Abbrüche verzeichnet: während der Probezeit, wegen Pflichtverletzung, durch einvernehmliche Lösung, wegen Krankheit oder weil der Lehrberuf aufgegeben wurde. Dies entspricht einer Drop-out-Quote von rund 12%.
Die Sommerwoche und die wienwork-Sportwoche sind freiwillige Angebote des Trägers und wurden von den Lehrlingen sehr gut angenommen.
Im Herbst 2024 (30.9. bis 18.10.2024) konnten über Erasmus + insgesamt 12 Lehrlinge mit vier
Betreuer:innen das Berufsbildungswerk Mosbach-Heidelberg (D) besuchen und dabei die Ausbildungen vor Ort kennenlernen.
JOBMANAGEMENT
Zu Beginn des Jahres 2024 lag der Fokus auf der Umsetzung neuer Konzepte und der Erweiterung der Kapazitäten. Hervorzuheben ist der erfolgreiche Start der neuen Qualifizierungsmaßnahmen wie die Vorbereitungsgruppen zur persönlichen Assistenz sowie der Ausbildungslehrgang für Menschen mit Behinderungen.
Ein Meilenstein in 2024 war die Übersiedlung der Arbeitsassistenz und eines Teils des QualiTrain-Teams an einen gemeinsamen Standort, wodurch Synergien geschaffen wurden. Für 2025 ist vorgesehen, das restliche QualiTrain-Team an den neuen Standort im HoHo (= Holzhochhaus Seestadt) zu übersiedeln.
Zu Beginn des Jahres 2024 wurde auch ein erstes Konzept für ein Pilotprojekt mit dem Sozialministeriumservice entwickelt, das innovative Lösungen für die Arbeitsmarktintegration junger Menschen ermöglichen soll. Die Bewilligung für das Pilotprojekt mit dem Titel SzenenWelten im Mai 2024 markierte einen wichtigen Schritt, um jugendliche Ausbildungsabbrecher:innen mit kreativen Methoden wieder in eine Ausbildung zu bringen. SzenenWelten startete im September 2024.
Besonders hervorzuheben ist auch der gelungene Start des Vorbereitungslehrgangs zur Selbstständigkeit in Zusammenarbeit mit der Arbeitsassistenz. Der erste Lehrgang startete wie geplant ebenfalls im September.
Im Jahr 2024 wurde die Vernetzungsarbeit in allen Projekten wieder intensiviert, ganz besonders in den Projekten mit einem neuen oder erweiterten Angebot. Zusätzlich wurden zahlreiche Sensibilisierungsworkshops in Unternehmen durchgeführt, um die Arbeitsmarktintegration von Menschen mit Behinderungen weiter zu fördern.
Ein zentrales Anliegen 2024 war auch die transparente und zielgerichtete Kommunikation des begonnen Strategieprozesses an die Führungskräfte und in weiterer Folge an die Mitarbeiter:innen von wienwork. Dabei wurde besonderer Wert auf die Einbindung der Führungsebene der Projekte gelegt, um eine gemeinsame Vision und klare Handlungsschritte zu etablieren. Dazu gehörte eine weiterführende Kommunikation innerhalb der Projektteams, um alle Mitarbeiter:innen umfassend zu informieren.
Trotz mancher personellen Engpässe bei den Mitarbeiter:innen, etwa durch Mutterschutz/Karenz, Langzeitkrankenstände und Kündigungen, gelang es in 2024, die Auslastung hoch zu halten und die angestrebten Erfolgszahlen zu erreichen.
Regelmäßige Treffen mit den Fördergebern SMS und FSW dienten dem intensiven Austausch über die Fortschritte in den einzelnen Projekten, der Evaluierung aktueller Herausforderungen und der strategischen Abstimmung für die nächsten Schritte. Diese partnerschaftliche Zusammenarbeit ermöglicht es, wichtige Entscheidungen rasch treffen zu können und die Förderziele erfolgreich umzusetzen.
QualiTrain
Mit der Umsetzung von drei neuen Angeboten und der Adaptierung des alten Konzepts hat sich das Projekt QualiTrain in 2024 viel vorgenommen. Zusätzlich stand am Anfang des Jahres die Übersiedelung ins Holzhochhaus in der Seestadt am Programm. QualiTrain hat sich von der Größenordnung im Vergleich zu 2023 verdoppelt. Dadurch wurde eine räumliche Erweiterung notwendig. Die Mitarbeiter:innenzahl wurde entsprechend aufgestockt.
Im März startete das neue Angebot der Berufsqualifizierung zur persönlichen Assistenz, im April der Vorbereitungslehrgang für Gesundheits- und Sozialberufe. Beide Angebote wurden gut angenommen. Sehr erfolgreich konnte auch der erste Durchgang des neuen Vorbereitungslehrgangs zur Selbstständigkeit im Herbst 2024 umgesetzt werden.
Arbeitsassistenz
Der Schwerpunkt im Jahr 2024 lag im Ausbau der Zusammenarbeit mit Unternehmen und der kontinuierlichen Ausweitung der Zusammenarbeit mit Bundesdienststellen. Die Pensionierungswelle im Bund führte zu einer noch engeren Zusammenarbeit zwischen den wienwork-Angeboten und den Ministerien und zu einer gesteigerten Nachfrage nach Unterstützung bei der Besetzung von Sonderplanstellen. Insgesamt wurden über 100 Stellen für den Bund ausgeschrieben.
2024 gab es auch eine gesteigerte Nachfrage nach Sensibilisierungsworkshops für Unternehmen. Deren Durchführung hat zu sehr vielen positiven Rückmeldungen geführt.
Die Zielgruppe hat sich auch 2024 wieder leicht verändert. Es gab eine große Nachfrage von Personen mit einem Grad der Behinderung zwischen 30 und 50 Prozent und psychischen Erkrankungen als Begleiterkrankung. Diese Zielgruppe hat es am Arbeitsmarkt besonders schwer, da hier einige Förderungen nicht greifen. Zu erwarten ist auch weiterhin eine Zunahme von nicht begünstigten Personengruppen mit Behinderungen und Long-Covid-Betroffenen.
Die Zielsetzungen konnten insgesamt stark übertroffen werden.
Jugendcoaching
Das Jahr 2024 war geprägt durch angekündigte Veränderungen in den Umsetzungsregeln ab 2025. Zu Beginn waren die Projektleitungen bei der Begutachtung des Entwurfs involviert und konnten Rückmeldungen zur praktischen Anwendung und Umsetzbarkeit geben. In ersten Schritten wurden die schon vorab ersichtlichen Veränderungen in die Teams getragen und die Durchführung vorbereitet. 2024 blieb der Personalstand gleich wie im Vorjahr, die Fluktuation war allgemein gering und bezog sich hauptsächlich auf Elternkarenz. Die Zielzahlen konnten erreicht werden.
On the Job
Während im ersten Halbjahr die Auslastung stabil und die Vermittlungstendenz positiv war, zeigten sich im zweiten Halbjahr große Herausforderungen aufgrund von psychisch auffälligen Teilnehmer:innen. Dies führte zu einer merkbaren Fluktuation bei den Teilnehmer:innen. Herausfordernd waren auch in 2024 die Teilnehmer:innen mit psychischen Problemen mit intensiven und sehr zeitaufwändigen Phasen der Konflikt- und Kriseninterventionen. Deutlich wurde der Bedarf nach psychotherapeutischem Personal.
Flanke
Das Jahr begann stabil, war jedoch zunehmend durch Personalfluktuation gekennzeichnet. Die offenen Stellen konnten zügig mit qualifiziertem Personal nachbesetzt werden, wodurch sich die Situation wieder stabilisierte.
Die Auslastung war in 2024 wieder sehr hoch und konnte die Vorgaben übertreffen.
Jugendarbeitsassistenz
Das Jahr 2024 war geprägt von Veränderungen und Neuanfängen im Personalstamm. Zudem kam es zu einem Leitungswechsel. Insgesamt kann die Jugendarbeitsassistenz auf ein erfolgreiches Jahr 2024 verweisen. Die Vorgaben des Auftraggebers SMS konnten deutlich übertroffen werden.
SzenenWelten
Im Juli 2024 wurde mit dem Aufbau des Projekts SzenenWelten gestartet. Im August konnten fünf Coaches für die Bereiche Tanz und Theater sowie Coaching mit Jugendlichen und Eltern-Coaching angestellt werden, zwei Psychotherapeut:innen ergänzen das Projekt.
Neben der internen Klärung der Zusammenarbeit sowie von Prozessabläufen der Teilnehmenden
erfolgte eine intensive Vernetzung mit möglichen Kooperationspartner:innen.
Obwohl im Projekt die Eltern miteinbezogen werden, richtet sich die Zielvorgabe des SMS auf die teilnehmenden Jugendlichen. Mit dem Fördergeber besteht auf Basis der langjährigen Zusammenarbeit mit wienwork ein ausgezeichneter und regelmäßiger Austausch.
Investitionsbereich:
Im Berichtsjahr wurden Anlagen in der Höhe von € 826.312,58 angeschafft (ohne geringwertige
Vermögensgegenstände).
Zugänge 2024:
| 1110 Software, Lizenzen | € | 11.796,00 |
|---|---|---|
| 2108 Außenanlagen | € | 1.415,83 |
| 2109 Adaptierung fremde Gebäude | € | 190.170,11 |
| 2111 Adaptierung fremde Gebäude subvent. | € | 3.016,46 |
| 4000 Maschinen, Werkzeuge | € | 110.549,86 |
| 6000 Betriebs- und Geschäftsausstattung | € | 184.260,10 |
| 6002 Betriebs- und Geschäftsausst. subvent. | € | 5.170,60 |
| 6200 EDV-Ausstattung | € | 29.997,58 |
| 6400 Fuhrpark LKW | € | 30.822,45 |
| 7100 Anlagen in Bau | € | 259.113,59 |
Die Gesellschaft gehört KEINEN PREIS- UND ABSATZREGELNDEN VERBÄNDEN an und ist auch keine derartige Bindung eingegangen.
Derivative Finanzinstrumente werden nicht verwendet.
Das Unternehmen betreibt keine Forschung und Entwicklung.
BILANZERGEBNIS
Der Jahresüberschuss 2024 beträgt € 669.046,20.
Geldflussrechnung
| Cash Flow (in Euro) | 2024 |
|---|---|
| Cash Flow aus der laufender Geschäftstätigkeit | 1.840.653,80 |
| Cash Flow aus Investitionstätigkeit | -1.040.183,86 |
| Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit | -763.287,16 |
| Veränderung der liquiden Mittel | 37.182,78 |
| Finanzmittelbestand am Beginn der Periode | 3.319.284,01 |
| zahlungswirksame Veränderung | 37.182,78 |
| Finanzmittelbestand am Ende der Periode | 3.356.466,79 |
RISIKEN
Durch die breite Angebotspalette von wienwork im Produktions- und Dienstleistungsbereich sind die Risiken sehr gut verteilt. Einbrüche in einem Geschäftsfeld bzw, in einem Geschäftsbereich können durch Erfolge in einem anderen ausgeglichen werden.
Das Jahr 2024 ist insgesamt wirtschaftlich sehr gut verlaufen, und zwar insgesamt deutlich besser als ursprünglich vorgesehen.
Geschäftsvorfälle, die nach Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind:
Es gab keine besonderen Geschäftsvorfälle, die nach Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind.
WIRTSCHAFTLICHE PROGNOSE für 2025
Der Ausblick auf 2025 ist weiterhin positiv. Die Umsätze werden in 2025 aufgrund der positiven Entwicklung bei der Auftragslage der vorhandenen Geschäftsfelder höher ausfallen als in 2024.
Nach dem wirtschaftlich sehr erfolgreichen Jahr 2024 erwarten wir für das Jahr 2025 einen deutlich geringeren Überschuss als in 2024. Das geplante Ergebnis für 2025 beträgt 208.617,19 Euro und liegt damit auf Höhe des geplanten Ergebnisses von 2024.
Im Integrativen Betrieb liegt der Plan für 2025 hinter dem realisierten Ergebnis von 2024. Steigerungen bei den Personalkosten durch die KV-Indexierung und eine in Vorbereitung befindliche Anpassung der Lohntabelle der Arbeiter:innen im Integrativen Betrieb ab Juli 2025 können in einigen Bereichen nicht 1:1 an die Kund:innen weitergegeben werden. Die Anpassung der Lohntabelle für die Arbeiter:innen wird insbesondere für langjährige Mitarbeiter:innen zu einer Erhöhung des Einkommens führen. Mit der Anpassung der Lohntabelle werden zudem Entwicklungen der letzten Jahre in für die einzelnen Geschäftsfeldern vergleichbaren Kollektivverträgen nachvollzogen. Gleichzeitig sollte durch die Lohnanpassung die Akquise von neuen Mitarbeiter:innen erleichtert werden.
Die Stromkosten bleiben in 2025 im Vergleich zu 2024 auf vergleichbarem Niveau. Zum Tragen kommt auch in 2025 die Selbsterzeugung von Strom durch die seit August 2022 in Betrieb befindliche PV-Anlage mit einer Leistung von 308 kWp, die den zugekauften Strombedarf in der Werkshalle des Integrativen Betriebs um rund 50 Prozent reduziert.
Die in 2024 vorhandenen erheblichen Unsicherheiten bei der Planung der Fortuna-Häuser wirkten sich auf das geplante Ergebnis des Integrativen Betriebs aus. Im Laufe des Berichtsjahrs haben sich diese Unsicherheiten durch die Verlängerung des Vertrags bis Ende 2024 deutlich entspannt. Für die Jahre ab 2025 wurden im Herbst 2024 unbefristete Verträge mit Fortuna abgeschlossen.
In 2024 wurde an der Etablierung von zwei neuen Gastro-Standorten - dem Kuchenamt in der Pressgasse/Schäffergasse in Wien-Wieden und der Sportkantine „Zehnerstiege” beim ASKO Auf der Schmelz - gearbeitet. Während die Zehnerstiege im Juni 2024 eröffnet werden konnte, dauerten die Vorbereitungen und Umbauarbeiten des Kuchenamts deutlich länger als geplant, sodass das Kuchenamt erst im Februar 2025 aufsperren konnte. Beiden Projekten ist es eine gewisse Planungsunsicherheit im Hinblick auf Umsatz und Ergebnisbeitrag gemeinsam, da keine Erfahrungswerte vorliegen.
Beim Fuhrpark wurde 2022 begonnen, bei Neubestellungen von Firmenfahrzeugen die derzeit 40 Lieferautos Schritt für Schritt auf E-Autos umzustellen. Diese Strategie wird in 2025 fortgeführt, sofern die entsprechend benötigten Modelle als E-Autos am Markt verfügbar sind.
Die Werkshalle des Integrativen Betriebs wird auch in 2025 mit Gas geheizt und die Wäscherei mit Gas betrieben. Mittelfristig vorgesehen sind alternative zukunftsfähige Möglichkeiten zum Energieträger Gas.
Die Lehrlingsausbildung, der Sozialökonomische Betrieb, die Projekte QualiTrain und On the Job werden wieder ausgeglichen geplant, da wir mit den Tagsätzen bzw. Förderbeträgen für diese Bereiche das Auslangen finden müssen.
Die Projekte des Jobmanagements weisen in 2025 in Summe ein geplantes positives Ergebnis von 109.453,70 Euro aus. Der Überschuss in diesem Bereich ist im Vergleich zu den Vorjahren höher. Das liegt an den stark gestiegenen Personalkosten und der dadurch steigenden Pauschale. Die Sachkosten steigen in einigen Bereichen weniger stark.
Die Personalkosten wurden für 2025 für die Angestellten mit einer Erhöhung von 4,1% geplant. Für die Arbeiter:innen im Integrativen Betrieb wurde ab Jahresbeginn 2025 ebenfalls eine Erhöhung von 4,1% geplant, wobei es ab Juli 2025 zu einer weiteren Erhöhung der Löhne von durchschnittlich rund 5% aufgrund des neuen Lohntabelle kommen wird – siehe dazu die Ausführungen weiter oben. Die vorgenommenen Anpassungen in der Lohntabelle für die Arbeiter:innen im Integrativen Betrieb fußen auf einer Vorgabe des Behinderten-Einstellungsgesetzes, wonach bei der Entlohnung eine Orientierung am Kollektivvertrag der jeweiligen Sparte zu erfolgen hat.
In 2024 wurde zudem eine mittelfristige Unternehmensstrategie beschlossen, die in den kommenden Jahren zu einer Entwicklung und Modernisierung des Gesamtunternehmens, zu höherer Qualität bei den hergestellten Produkten und Dienstleistungen, zu größerer Attraktivität als Arbeitgeber und auch zu mehr Nachhaltigkeit im Umgang mit Ressourcen führen wird. In 2025 gelangen zentrale Ziele der mittelfristigen Unternehmensstrategie zur Umsetzung bzw. wird mit deren Umsetzung begonnen.
Dank an die Eigentümer:innen und Fördergeber:innen:
Die Geschäftsführung bedankt sich bei den Eigentümerinnen, der Volkshilfe Wien gemeinnützige Betriebs-GmbH und beim KOBV – Der Behindertenverband für Wien, NÖ und Burgenland für die Unterstützung. Besonderer Dank ergeht an die Auftrag- und Fördergeber:innen - dem Fonds Soziales Wien, dem Ausgleichstaxfonds im Sozialministerium, dem Sozialministeriumsservice und dem AMS Wien, die mit ihrer Unterstützung stark dazu beigetragen haben, dass sich die positive Entwicklung des Unternehmens fortgesetzt hat.
Dank an die Mitarbeiter:innen und Betriebsrät:innen:
Allen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen sprechen wir für ihren großen Einsatz unseren besonderen Dank und unsere Anerkennung aus. Ohne den engagierten Einsatz der Mitarbeiter:innen wäre das dargestellte Ergebnis in 2024 nicht realisierbar gewesen.
Den Betriebsrät:innen gilt ebenfalls unser Dank für die im abgelaufenen Geschäftsjahr gewährte Unterstützung.
Wien,
| Unterzeichnar | Christoph Peter Parak | |
|---|---|---|
| atum/Zelt-UTC | 2025-05-23T97:55:32+02:0 | |
| üfinformatlon | Informati natur finden Sie unter: | |
| https://ww,signaturpruefung.gy. | ||
| Inwal | Dieses mit einer | uplifirie ordhung |
| 19/20 | 100 | |
| hitsu | vie ein handschriftlich | |
| unterschrieben nes Dok |
Mag. Christoph Parak
Geschäftsführer
Kennzahlen gemäß Unternehmensreorganisationsgesetz (URG) (Anlage 1 zu Beilage V)
Ermittlung der Eigenmittelquote gemäß § 23 URG:
| 2024 | 2023 | |
|---|---|---|
| EUR | EUR | |
| Eigenkapital laut Bilanz | 6.710.737,74 | 6.041.691,54 |
| Gesamtkapital (§224 Abs. 3 UGB) | 20.194.023,95 | 20.333.556,56 |
| – von den Vorräten absetzbare Anzahlungen | -53.524,81 | -38.879,01 |
| - Investitionszuschüsse | -7.000.532,29 | -7.245.317,03 |
| Gesamtkapital (adaptiert) | 13.139.966,85 | 13.049.360,52 |
Eigenmittelquote gemäß § 23 URG:
| Eigenkapital x 100 | |
|---|---|
| 51,07 % Gesamtkapital | 46,30 % |
Ermittlung der fiktiven Schuldentilgungsdauer gemäß § 24 URG:
| 2024 | 2023 | ||
|---|---|---|---|
| EUR | EUR | ||
| Rückstellungen | 1.243.982,37 | 1.028.082,92 | |
| + | Verbindlichkeiten | 4.786.449,19 | 5.583.668,39 |
| – sonstige Wertpapiere und Anteile | 0,00 | 0,00 | |
| – von den Vorräten absetzbare Anzahlungen | -53.524,81 | -38.879,01 | |
| – liquide Mittel | -3.356.466,79 | -3.319.284,01 | |
| = effektives Fremdkapital | 2.620.439,96 | 3.253.588,29 | |
| Ergebnis vor Steuern | 669.046,20 | 659.148,89 | |
| – | Steuern vom Einkommen | 0,00 | 0,00 |
| + Abschreibungen auf das Anlagevermögen und Verluste aus dem | |||
| Abgang von Anlagevermögen | 994.871,14 | 856.829,50 | |
| – | Zuschreibungen zum Anlagevermögen und Gewinne aus dem | ||
| Abgang von Anlagevermögen | -14.670,91 | -55.877,10 | |
| - Auflösung Investitionszuschüsse | -261.268,32 | -252.431,94 | |
| +/- Veränderung langfristiger Rückstellungen | -33.566,78 | 4.031,87 | |
| Mittelüberschuss aus der Geschäftstätigkeit | 1.354.411,33 | 1.211.701,22 | |
Fiktive Schuldentilgungsdauer gemäß § 24 URG:
| (effektives) Fremdkapital | |
|---|---|
| 1,9 Jahre Mittelüberschuss aus der | 2,7 Jahre |
| Geschäftstätigkeit |
Nach § 22 des URG wird Reorganisationsbedarf vermutet, wenn die Eigenmittelquote weniger als 8 % und die fiktive Schuldentilgungsdauer mehr als 15 Jahre beträgt.
Ein Reorganisationsbedarf nach dem URG liegt somit nicht vor.
Für die Darstellung der URG Kennzahlen wurde die AFRAC Stellungnahme herangezogen.