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Lagebericht 2025

Kwizda Pharma GmbH

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Stichtag 31. Dez. 2025 · Eingereicht am 07. Okt. 2026

Inhaltsverzeichnis

K

2025

Kwizda Pharma GmbH

Kwizda Pharma GmbH Effingergasse 21 1160 Wien

Inhaltsverzeichnis

1 Gesamtwirtschaftliche Entwicklung und Branchenentwicklung . .. 2 1.1 Osterreich . .. 2 1.2 International . .. 3 2 Geschäftsverlauf und Lage des Unternehmens. .. 4 2.1 Zweigniederlassungen . .. 5 2.2Vermögens-, Finanz- und Ertragslage . .. 5 2.3 Personal. .. 6 2.4 Weitere Leistungsindikatoren . .. 7 2.4.1 Forschung- und Entwicklung . .. 7 2.4.2 Nachhaltigkeit . .. 8 2.4.3 Umwelt. .. 9 2.5Risiko- und Chancenbericht . ..10 2.5.1 Chancenmanagement. ..10 2.5.2 Risikomanagement und Verwendung von Finanzinstrumenten . ..10 2.5.3 Internes Kontrollsystem. ..11 2.5.4 Compliance . ..12 2.5.5 Business Continuity. ..12 3 Ausblick. ..13 3.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen . ..13 3.1.1 Österreich . ..13 3.1.2 International . ..14 3.2 Voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens . ..14

1 Gesamtwirtschaftliche Entwicklung und Branchenentwicklung

1.1 Österreich

Laut Osterreichischer Nationalbank (OeNB) hat Osterreich die längste Nachkriegsrezession Ende 2024 überwunden. Nach sieben negativen Quartalen setzte im ersten Halbjahr 2025 wieder Wachstum ein. Die OeNB revidierte ihre Prognose für das Gesamtjahr 2025 leicht auf +0,6%. Damit folgte auf die Rückgänge von -0,8% (2023) und -0,8% (2024) eine vorsichtige Stabilisierung, die sich im zweiten Halbjahr jedoch deutlich abschwächte. Die Erholung blieb verhalten und wurde durch externe Risiken wie Euroaufwertung und US-Zölle sowie interne Konsolidierungsmaßnahmen gebremst.

Die Inflationsdynamik drehte entgegen der Entspannung im Jahr 2024 wieder nach oben: Nach 2,9% im Jahr 2024 wurde für 2025 eine HVPI-Inflationsrate von rd. 3,6% prognostiziert. Treiber sind das Auslaufen staatlicher Energie-Entlastungen und die Verteuerung von Energie zu Jahresbeginn; auch Dienstleistungen und Nahrungsmittel blieben hartnäckig teuer. Aufgrund der in der Eurozone sinkenden Inflationsraten hatte die EZB den Leitzins im Euroraum 2025 im Juni 2025 auf 2,15% gesenkt und anschließend unverändert belassen.

Die für die Kwizda Pharma GmbH relevanten Märkte in Osterreich umfassen sowohl den Markt für rezeptpflichtige (RX) als auch für rezeptfreie Arzneimittel, Nahrungsergänzungsmittel und Medizin Produkte (OTC).

Der österreichische Pharmamarkt ist insgesamt wertmäßig im Jahr 2025 um 8,4% gewachsen – der Rx-Markt um +8,9%, der OTC-Markt um +1,1%. Mengenmäßig verzeichnete der gesamte Pharmamarkt nur eine minimale Steigerung von +0,3% (Rx-Markt +1,8% und OTC-Markt -4,2%). Die Divergenz in der prozentuellen Steigerung zwischen Sales und Units liegt einerseits vor allem in den starken Zuwächsen der neuen, hochpreisigen Produkte in den Bereichen Diabetes, Lipidstoffwechsel, Adipositas sowie den neuen zielgerichteten Krebstherapeutika und ist andererseits in den rückläufigen Verordnungen begründet.

Weiterhin setzt sich der Trend des Arzt"innenmangels fort, der zu einer schlechteren medizinischen Versorgung der Patient*innen führt. Zusätzlich kommt es zu einer deutlichen Verschiebung von Krankenkassenpraxen zu Wahlarztordinationen. Somit steigt die private Zuzahlung durch Patient*innen für Gesundheitsleistungen wie Arztbesuche, Untersuchungen, Therapien und Heilbehelfe. Dies hat unter anderem zur Folge, dass eine geringere Bereitschaft zur Verwendung eines Selfpay-Produktes bei gleichzeitigem Vorhandensein einer durch die Krankenkasse erstatteten Therapie gegeben ist. Dies wird zusätzlich durch die allgemeine Teuerung und den ansteigenden Kaufkraftverlust forciert.

Ungebrochen ist auch der Trend, dass Ärzt"innen weniger Zeit aufwenden können sowohl für die Betreuung der Patient*innen als auch dafür innovative Therapieansätze zu verfolgen bzw. neue Präparate in ihre Verordnungspraxis zu integrieren. Daher ist ein immer höherer Ressourceneinsatz in der Bewerbung der Produkte erforderlich, um den gewünschten Stellenwert im Markt zu erreichen.

Im Jahr 2025 begann die Entwicklung des OTC-Markts in Osterreich erneut mit einer Intensivierung, ausgelöst durch die Grippewelle im ersten Quartal. Diese Grippewelle führte zu einem erhöhten Bedarf an rezeptfreien Medikamenten, da viele Verbraucher auf OTC-Produkte zurückgriffen. Im weiteren Verlauf des Jahres stabilisierte sich der Markt zunehmend und erlebte im dritten Quartal einen leichten Rückgang. Das Abflachen der Grippeaktivität am Beginn des vierten Quartals führte zu einer merklichen Stagnation im Absatz, die durch eine Zunahme der Erkrankungsfälle in den letzten Wochen des Jahres nur unvollständig kompensiert wurde.

Die Gesamtlage im OTC-Markt zeigt, dass das Wachstum weiterhin hauptsächlich durch Wertzuwächse anstelle von mengenmäßigen Steigerungen erzielt wird. Für das Jahr 2025 wurde ein leichter Rückgang des Absatzes um -3,7% festgestellt, jedoch ging dies mit einem wertmäßigen Wachstum von +0,9% einher. Dies deutet darauf hin, dass, auch wenn die Verkaufszahlen insgesamt rückläufig sind, die Verbraucher“innen bereit sind für qualitativ hochwertige Produkte etwas mehr auszugeben,

Zudem spielt der Onlinehandel mit ca. 12% Marktanteil eine wesentliche Rolle in der Verbreitung von OTC-Produkten. Die Verbraucher*innnen schätzen die Bequemlichkeit und die größere Auswahl, die durch E-Commerce-Plattformen geboten werden. Die regulatorischen Rahmenbedingungen in Österreich fördern zudem die Sicherheit und Qualität von OTC-Produkten, was das Vertrauen der Verbraucher*innen in deren Verwendung stärkt.

Insgesamt bleibt die Absatz- und Umsatzentwicklung in den verschiedenen OTC-Kategorien mit nur geringen Schwankungen relativ stabil. Diese Stabilität deutet darauf hin, dass der Markt trotz bestehender Herausforderungen durch saisonale Gesundheitsereignisse robust bleibt und rezeptfreie Produkte bei Verbraucher"innen auch weiterhin gerne Anwendung finden. Die Trends in Richtung digitaler Lösungen und der Fokus auf natürliche Heilmittel erweitern die Möglichkeiten für zukünftiges Wachstum in diesem Sektor.

1.2 International

Im Jahr 2025 war das globale wirtschaftliche Umfeld weiterhin von hoher Unsicherheit geprägt. Laut OeNB verlangsamte sich das weltweite BIP-Wachstum (ohne Euroraum) leicht von 3,6% im Jahr 2024 auf prognostizierte 3,5% im Jahr 2025, was insbesondere auf zunehmende politische Unsicherheit und protektionistische Maßnahmen zurückzuführen ist. Auch die Weltbank bestätigte

in ihren Global Economic Prospects, dass der Welthandel 2025 von erhöhten Handelsbarrieren und geopolitischer Unsicherheit belastet wurde. Zugleich sendeten große Volkswirtschaften gemischte Signale: Während die USA nach wie vor robust gewachsen ist, verzeichnete China einen weiteren Rückgang des Wachstums – unter anderem aufgrund der anhaltenden Schwäche des Immobiliensektors, des demografischen Wandels und anhaltender Handelsbeschränkungen.

Die globale Inflation ging laut IWF weiterhin zurück, blieb jedoch regional unterschiedlich ausgeprägt. Während die Inflation in vielen asiatischen Volkswirtschaften niedrig blieb, verharrte sie in den USA über dem Zielwert, was zentrale Banken weltweit vor einen Balanceakt zwischen Inflationsbekämpfung und Wachstumsrisiken stellte.

Im Euroraum zeigte sich ein differenziertes Bild: Nachdem das Wachstum seit 2023 durch restriktive Finanzierungsbedingungen und Wettbewerbsprobleme gedämpft war, erwartete die EZB für 2025 ein reales BIP-Wachstum von 1,4% - gestützt durch steigende Reallöhne, robuste Arbeitsmärkte, zusätzliche staatliche Ausgaben sowie durch die Wirkung der seit Juni 2024 erfolgten Zinssenkungen.

Die Inflation im Euroraum lag laut EZB im Jahresdurchschnitt 2025 bei 2,0% und damit moderat über dem Zielwert. Wobei für das Jahr 2026 ein weiterer Rückgang erwartet wird. Dies spiegelt sich weiterhin in der hohen Dienstleistungsinflation und der Basiseffekte im Energiebereich wider.

Die Hustenmärkte in den europäischen Ländern entwickelten sich im Zeitraum der ersten drei Quartale 2025 großteils rückläufig im Vergleich zur Vorjahresperiode. Der Rückgang lag zwischen 4% und bis zu 15%. Das vierte Quartal 2025 hat durch den warmen Herbstverlauf und geringer Virusaktivität ebenso rückläufig gestartet.

Wobei sich die verstärkte Influenza Aktivität zum Ende des vierten Quartals auf die Hustenmärkte mit einem Umsatz- bzw. Absatz-Anstieg ausgewirkt hat.

2 Geschäftsverlauf und Lage des Unternehmens

Die Geschäftstätigkeit der Kwizda Pharma GmbH besteht in der Entwicklung, Produktion und dem Vertrieb rezeptpflichtiger (RX) und frei verkäuflicher (OTC) Arzneimittel und Nahrungsergänzungsmitteln in Osterreich. Darüber hinaus werden ausgewählte Produkte des OTC-Portfolios international über Partner vertrieben.

Die Umsätze der Kwizda OTC über den Arzneimittelgroßhandel waren leicht rückläufig im Vergleich zum Vorjahr. Im Bereich Husten konnte der Umsatz durch eine erfolgreiche Neueinführung im vierten Quartal deutlich gesteigert werden. Ebenso gab es positive

Entwicklungen im Bereich Schmerzmittel (Adolorin, Traumasalbe) und Reflux (Gastrobalance). Weniger erfreulich war die Entwicklung im Bereich Tonika und Urologie. Der Marktanteil von Kwizda OTC im Apothekenmarkt verringerte sich geringfügig auf 3,3%.

Im Bereich RX konnte der Marktanteil, trotz verzögerter Launches, durch einen sehr starken Umsatzzuwachs des bestehenden Portfolios von +9% zum Vorjahr, stabil bei 0,7% gehalten werden. Die Umsatzsteigerung wurde in erster Linie durch die äußerst dynamische Performance der im Jahr 2023 relaunchten Produkte Estrogel und Utrogestan (Homonersatztherapie) erzielt. Des Weiteren konnte die kontinuierliche und intensive Bewerbung des Produktes Colctab (Gicht, Perikarditis) das bereits starke Wachstum der letzten Jahre in 2025 mit +15% nochmals deutlich steigern. Diese beiden Entwicklungen untermauern auch die strategische Ausrichtung in der Fokussierung auf die beiden Key Therapeutic Areas Gynäkologie und Cardio-Metabolic.

Im internationalen Geschäft kam es durch einen Lagerabbau bei allen wichtigen Export Partnern in Kombination mit einem rückläufigen Hustenmarkt zu einer deutlichen Umsatzreduktion im Vergleich zum Vorjahr.

Im Jahr 2025 wurden sowohl neue Märkte erschlossen als auch die Hustenportfolios in bestehenden Märkten erweitert. In Tschechien und der Slowakei ist nun erstmals die Bronchostop Arzneimittel Linie mit dem Sine Hustensaft und den Duo Hustenpastillen verfügbar.

Mit Finnland und Dänemark konnten außerdem weitere neue Märkte mit dem Bronchostop Medizinproduktportfolio, unter der in den nordischen Ländern etablierten Kwizda Marke Bronwel, erschlossen werden.

Im Bereich der Sortimentserweiterung in bestehenden Ländern lag der Fokus auf der Ausrollung des Bronchostop Max Hustensaftes (Medizinprodukt Eibisch/lslandmoos) und zusätzlichen Markteinführungen in fünf weiteren Ländern (CZ, SK, PT, PL, IT).

2.1 Zweigniederlassungen

Die Gesellschaft betreibt an ihrem Sitz in 1160 Wien einen Produktionsstandort zur Erzeugung und Verpackung von festen und flüssigen Formulierungen. Zweigniederlassungen bestehen nicht.

2.2 Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Der Umsatz ist im Jahr 2025 aufgrund der oben erläuterten Marktentwicklungen vor allem im Bereich Husten- und Erkältungsmittel von 69,7 Mio. EUR auf 55,8 Mio. EUR gesunken.

Das Betriebsergebnis der Kwizda Pharma GmbH vor Finanzerfolg beläuft sich auf -4,7 Mio. EUR (+2,61 Mio. EUR in 2024). Hauptverantwortlich für das negative Ergebnis ist vor allem die Umsatzreduktion im Export der Produkte im Husten- und Erkältungsbereich.

Der Finanzerfolg beträgt -0,8 Mio. EUR (-0,8 Mio. EUR in 2024), weiterhin negativ beeinflusst durch hohe Zinsen im Jahr 2025. In Summe führt das zu einem Ergebnis vor Steuern von -5,4 Mio. EUR nach +1,8 Mio. EUR im Vorjahr.

Das buchmäßige Eigenkapital beträgt aufgrund der im Geschäftsjahr erzielten Verluste 4,5 Mio. EUR (Vorjahr: 8,6 Mio. EUR). Die Eigenkapitalquote ist in Verbindung mit einer leicht gesunkenen Bilanzsumme gegenüber dem Vorjahr auf 14,2% in 2025 (26,6% in 2024) deutlich gesunken.

Der leichte Bilanzsummenrückgang resultiert vorrangig aus den geschäftsbedingt gesunkenen Vorräten und einem Rückgang der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Diese Faktoren führen unter Berücksichtigung von nur leicht gestiegenen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen zu einer negativen Working Capital Entwicklung im Jahr 2025. Daraus resultiert unter Berücksichtigung des negativen Jahresergebnisses und der getätigten Investitionen iHv 2,4 Mio. EUR ein Free Cash-Flow von -5,2 Mio. EUR (nach +0,4 Mio. EUR im Vorjahr).

Die Gesellschaft finanziert sich von anderen Gesellschaften des Kwizda Konzerns.

2.3 Personal

Die nachhaltige Wachstumsstrategie der Kwizda Gruppe und damit auch der Kwizda Pharma GmbH wird weiterhin von fachlich und sozial kompetenten Mitarbeiter“innen getragen und umgesetzt. Eine moderne Führungskultur, eingebettet in die strategische Ausrichtung des Unternehmens, hat dabei höchste Priorität.

Selbständigkeit, Eigenverantwortung und eine Kultur der unternehmerischen Verantwortung bleiben zentrale Elemente, die es Kwizda ermöglichen, rasch und flexibel auf die sich wandelnden Anforderungen von Kund*innen und Märkten zu reagieren.

Im Rahmen der Weiterentwicklung der Unternehmenskultur werden neben Führung Kooperation und Ergebnisorientierung besonders betont. Diese Schwerpunkte fördern eine vertrauensvolle Zusammenarbeit sowie die konsequente Umsetzung gemeinsamer Ziele in einem dynamischen Umfeld.

Die Leadership-Programme für das Senior- und Middle-Management stärken diese Kultur und befähigen die Mitarbeiter"innen, ihre Potenziale voll auszuschöpfen. Ergänzend begleiten die HR Business Partner kontinuierlich Change-Prozesse, um Transformationen erfolgreich umzusetzen.

Ein wesentlicher Fokus für 2025 und die folgenden Jahre liegt in der Kompetenzentwicklung im Bereich Digitalisierung und künstliche Intelligenz. Ziel ist es, schrittweise eine wertschöpfende Synergie zwischen Menschen und unterstützenden, intelligenten Maschinen und Algorithmen zu schaffen – mit dem Menschen im Mittelpunkt und in Verantwortung. Diese Entwicklung soll sicherstellen, dass Technologie die Arbeit erleichtert und Innovationen fördert, ohne den menschlichen Faktor zu ersetzen.

Das konzernweite Aus- und Weiterbildungsprogramm „Kwizda4all“ unterstützt alle Mitarbeiter*innen bei der kontinuierlichen Weiterentwicklung ihrer Fähigkeiten und der Stärkung der Operational Excellence. Maßgeschneiderte Schulungen sowie individuelles Lernen prägen zunehmend die Organisationskultur der Gruppe und fördern eine agile, lernorientierte Arbeitsweise.

Der Arbeitsmarkt bleibt herausfordernd, insbesondere bei der Besetzung von Schlüsselpositionen. Kwizda verstärkt die Anstrengungen zur Gewinnung und Bindung qualifizierter Mitarbeiter*innen durch den Ausbau von Kompetenzen, Ressourcen und den Einsatz von Technologie.

Im Geschäftsjahr 2025 waren im Jahresdurchschnitt 117 Angestellte (Vorjahr: 126) und 33 Arbeiter“innen (Vorjahr: 33), insgesamt 150 Arbeitnehmer*innen (Vorjahr: 159) beschäftigt.

2.4 Weitere Leistungsindikatoren

2.4.1 Forschung- und Entwicklung

Im Jahr 2025 ist die Integration der Bereiche Produktentwicklung, Clinical Affairs und Projektmanagement weiter vorangeschritten, sodass diese mittlerweile eine bereichsübergreifende, funktionelle Einheit bilden. Dies generiert einerseits eine hohe Effizienz durch die kurzen und direkten Kommunikations- und Kooperationswege zwischen den handelnden Personen und andererseits auch eine positive Dynamik durch die Anregungen und Ideen aus den verschiedenen Bereichen, welche sich gegenseitig fordern und fördern.

In der klinischen Entwicklung wurde der strategische Meilenstein – die Durchführung von klinischen Studienprojekten – mit drei Post-Market-Clinical-Follow-up (PMCF) Projekten realisiert. Die erste der drei Studien ist bereits abgeschlossen. Damit wird der in Bezug auf die Ergebnisse sehr positive Clinical Study Report im Rahmen des Transfers der Produkte in die MDR regulatorisch umgesetzt.

Die Produktentwicklung konzentrierte sich 2025 weiterhinauf die Entwicklung von Hustenprodukten in den Kategorien traditionell pflanzliche Arzneimittel und stoffliche Medizinprodukte der Klasse II.

Zusätzlich zu dem Therapiegebiet Husten wurden weitere Projekte auch in anderen Bereichen vorangetrieben. Hierunter fallen pflanzliche Arzneimittel mit einer Vollzulassungen und Medizinprodukte der Klasse III.

2.4.2 Nachhaltigkeit

Für die Kwizda Pharma GmbH ist verantwortungsvolles unternehmerisches Handeln für nachhaltigen ökonomischen Erfolg im Einklang mit Umwelt und Gesellschaft ein übergeordnetes Unternehmensziel. Im Fokus steht dabei die Absicherung der langfristigen Stabilität des Unternehmens unter Berücksichtigung sämtlicher ökologischer, ökonomischer und sozialer Gesichtspunkte.

Dauerhafte, stabile Partnerschaften mit Kund*innen, Lieferant*innen und Mitarbeiter*innen sind eine wesentliche Grundlage für den nachhaltigen Erfolg der Kwizda Pharma GmbH.

Die bisherige EU-Richtlinie zur Nachhaltigkeitsberichterstattung „Non Financial Reporting Directive“ (NFRD) wird mit der aktuellen „Corporate Sustainability Reporting Directive“ (CSRD) grundlegend reformiert. Die größten Änderungen betreffen den Anwenderkreis, den Berichtsumfang, den Berichtsort und die Prüfpflicht. Die CSRD ist am 28. November 2022 vom Europäischen Rat angenommen worden.

Sie wird nach der Umsetzung in nationales Recht für zahlreiche Unternehmen zu einer umfangreichen und verbindlichen Nachhaltigkeitsberichterstattung führen.

Die Europäische Kommission veröffentlichte im Februar 2025 das erste Omnibus-Paket. Die darin enthaltene „Stop-the-Clock“-Richtlinie verschiebt das Inkrafttreten der CSRD für bilanzrechtlich große Unternehmen sowie börsennotierte KMU um zwei Jahre. Folglich sind für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2027 beginnen, alle großen Kapitalgesellschaften und haftungsbeschränkten Personengesellschaften im Sinne des UGB berichtspflichtig. Für die Kwizda Unternehmensgruppe bedeutet dies eine Verschiebung der Berichtspflicht auf das Geschäftsjahr 2027 mit Berichtslegung im Jahr 2028 im Rahmen des Lageberichts.

Die Kwizda Pharma GmbH, als Teil der Kwizda Unternehmensgruppe, nimmt ihre Nachhaltigkeitsverantwortung im Sinne einer langfristig erfolgreichen Zukunft aktiv wahr. Bezugnehmend darauf, wurde im Rahmen des Group Sustainability Managements 2023 eine interne „Sustainability Organisationstruktur“ aufgebaut. Damit wird die operative Umsetzung, sowohl gesetzlicher Anforderungen gruppenweit als auch freiwilliger strategischer Ziele divisionsspezifisch, sichergestellt.

Dazu wurden im Jahr 2025 bestehende Prozesse zielgerichtet optimiert. Schwerpunkte dabei waren umfassende Workshops zur Identifikation wesentlicher Auswirkungen, Risiken und Chancen (sog. IROs) gemäß ESRS, die Ableitung von Zielen und Maßnahmen sowie die Ausarbeitung einer Dekarbonisierungsroadmap für direkt verursachte Treibhausgasemissionen durch die Kwizda Gruppe. Zudem wurden erhebliche Fortschritte in der ESG-Datenerhebung erzielt: Die konzernweite Datenqualität verbessert sich sukzessive, die Erhebung ist in einen jährlichen Prozess überführt und weist klar definierte Verantwortlichkeiten sowie Prüfsicherheit auf.

Des Weiteren wurden, aufbauend auf der internen Wesentlichkeitsanalyse themenspezifisch definierte ESG-Kennzahlen erhoben. Der Corporate Carbon Footprint der Kwizda- Unternehmensgruppe dient als Basis für weitere Maßnahmenfindung zur CO2-Emissionsreduktion des Unternehmens. Durch die österreichweite Umstellung auf Okostrom in den letzen Jahren konnte bereits eine große Menge an CO2-Emissionen reduziert werden. In den nächsten Jahren soll die Berechnung des Corporate Carbon Footprint immer genauer durchgeführt und aufbauend darauf Reduktionsziele definiert werden.

Folgende Grundsätze liegen dem gesamten Handeln der Mitarbeiter*innen der Kwizda Pharma GmbH zugrunde:

• Erfüllung der Kundenanforderungen durch eine zeitgerechte, zuverlässige und umweltschonende Herstellung von qualitativ hochwertigen Produkten. • Aufrichtiger und transparenter Umgang mit allen Geschäftspartner*innen und anderen involvierten Parteien. • Einhaltung der jeweils geltenden rechtlichen Bestimmungen und örtlichen Normen. • Laufende Vorbeugungs- und Korrekturmaßnahmen zur Verhinderung von Umwelt-, Personen- und Sachschäden.

2.4.3

Umwelt

Die Geschäftstätigkeit der Kwizda Pharma GmbH ist mit dem Verbrauch von Rohstoffen und dem Ausstoß von klimarelevanten Emissionen verbunden. Im Bewusstsein darüber und der Verantwortung gegenüber der Umwelt und ihrer Erhaltung für alle zukünftigen Generationen, wird in unterschiedlichen Bereichen daran gearbeitet, die Belastungen für die Umwelt durch die Geschäftstätigkeit der Kwizda Pharma GmbH weiter zu verringern. Lösungsansätze sollen dabei vor allem hinsichtlich des Klimaschutzes und der damit einhergehenden Reduktion von CO2- Emissionen entwickelt werden. Auch dem Thema Energieeinsatz soll zukünftig noch mehr

Aufmerksamkeit gewidmet werden, um den Gesamtenergieeinsatz so umweltschonend wie möglich zu gestalten.

Der Betrieb der Gebäudeheizung durch Fernwärme trägt einen wesentlichen Anteil zur Reduktion solcher Emissionen bei. Durch die Lage des Produktionsbetriebs in einem Wohngebiet wurden in den letzten Jahren umfangreiche Maßnahmen gesetzt, um trotz deutlicher Steigerungen des Produktionsdurchsatzes die Schallemissionen zu reduzieren. Abwässer aus der Produktion werden erst nach der Aufbereitung zur Erreichung vorgegebener Temperatur- und pH-Werte in das öffentliche Kanalnetz eingeleitet.

Die Gesellschaft investiert außerdem regelmäßig in die betrieblichen Anlagen auch mit dem Ziel die Energieeffizienz zu steigern und Emissionen zu reduzieren.

Ein weiterer Aspekt im Hinblick auf den Schutz der Umwelt stellt die Bearbeitung und Trennung von Abfällen und das systematische Recycling dar, um Materialverbräuche, Transporte und Entsorgungsmengen möglichst gering zu halten.

Die Gesellschaft verfügt über ein Qualitätsmanagementsystem, mit dem die Einhaltung gesetzlicher Bestimmungen, Anforderungen der Kund*innen und Geschäftspartner*innen und umweltrelevanter Verantwortungen sichergestellt werden.

2.5 Risiko- und Chancenbericht

Als österreichisches Pharmaunternehmen, das auf internationalen Märkten agiert, ist die Kwizda Pharma GmbH einer Vielzahl externer Entwicklungen und Ereignissen ausgesetzt, die das Erreichen der finanziellen und nichtfinanziellen Ziele beeinflussen können. Die kontinuierliche Bewertung dieser Chancen und Risiken ist ein integraler Bestandteil der Unternehmenssteuerung.

2.5.1 Chancenmanagement

Chancen zu analysieren, zu identifizieren und zu bewerten ist ein integraler Bestandteil des jährlichen strategischen Planungsprozesses. Chancen werden dabei als externe Potenziale gesehen, die sich positiv auf die Geschäftstätigkeit auswirken können. Das Gesundheitswesen als dynamischer Markt bietet vielfältige Chancen, die es im Rahmen des unternehmerischen Umfeldes eingehend zu beobachten gilt, um ein erfolgreiches Chancenmanagement zu ermöglichen.

2.5.2 Risikomanagement und Verwendung von Finanzinstrumenten

Die Kwizda Pharma GmbH ist aus ihren unternehmerischen Tätigkeiten verschiedensten Risiken ausgesetzt.

Im Finanzbereich sind dies das Liquiditäts-, Zins- und Währungsrisiko und im operativen Bereich das Forderungsausfallsrisiko.

Die Absicherung von Risiken sowie die Finanzierung des Konzerns basiert auf einer festgeschriebenen Risiko- wie auch Finanzpolitik.

Grundsätzlich werden zur Risikoabsicherung ausschließlich allgemein anerkannte, handhabbare Instrumente von geringer Komplexität verwendet. Die Instrumente werden ausschließlich zur Absicherung von Grundgeschäften eingesetzt.

Die Liquidität des Konzerns und damit auch der Gesellschaft ist durch das Eigenkapital, durch längerfristige Finanzierungen, v.a. durch ein Schuldscheindarlehen, und durch ausreichende Kreditzusagen von Banken sowie durch zwei Factoringprogramme gesichert. Die Fristenkongruenz der Finanzierungen ist dabei wesentliche Grundlage der Finanzpolitik.

Die Zinsabsicherung erfolgt im Rahmen der Notwendigkeiten durch das branchenspezifische Risiko und das sich ändernde Zinsumfeld. Auf eine der Zinssensitivität der Geschäftsmodelle angemessene Verteilung auf fixe und variable Zinsen wird geachtet.

Grundsatz der Fremdwährungsabsicherung ist, dass das operative Geschäft vor Wechselkursschwankungen geschützt wird. Dem entsprechend werden ausschließlich Positionen aus dem Grundgeschäft abgesichert.

Im Bereich Forderungsmanagement wird auf eine risikoadäquate Absicherung geachtet. Das Kreditrisiko bei Ausleihungen und Forderungen gegenüber Kund*innen wird als gering eingeschätzt, da Forderungen gegenüber einzelnen Kund*innen jeweils nur einen sehr kleinen Anteil am gesamten Forderungsvolumen ausmachen und somit eine breite Risikostreuung gegeben ist. Zusätzlich wird das Ausfallsrisiko mittels systematischem Berichtswesen, Beobachtung der Bonitäten und eines Mahnwesens limitiert. Verbleibende Risiken werden über Wertberichtigungen berücksichtigt.

Aus heutiger Sicht weist die Kwizda Pharma GmbH keine bestandsgefährdenden Risiken mit nennenswerter Eintrittswahrscheinlichkeit auf.

2.5.3 Internes Kontrollsystem

Zur Reduktion des unternehmerischen Risikos, Schutz des Unternehmensvermögens, Regulierung der Unternehmensläufe und eindeutigen Zuordnung der Verantwortlichkeiten ist seit vielen Jahren ein internes Kontrollsystem eingerichtet, das regelmäßig geprüft und überarbeitet wird. Schwerpunkt ist, die wesentlichen Fragen, Investitionen und Aufwendungen einer Prüfung zu

unterwerfen. Fehlentscheidungen, Irrtum und Betrug sollen damit vermieden und ein Einhalten der gesetzlichen Bestimmungen gesichert werden.

2.5.4 Compliance

Die Kwizda Pharma GmbH legt einen hohen Wert auf Integrität und gesetzeskonformes Verhalten. Das Compliance System der Kwizda Pharma GmbH hat zum Ziel, das rechtmäßßige und Verantwortungsbewusste Handeln der Mitarbeiter*innen sicherzustellen. Im Jahr 2025 wurden gezielt Compliance-Schulungstrainings für Mitarbeitereinnen durchgeführt, wobei diese schwerpunktmäßig im Themenbereich des Kartell- und Wettbewerbsrechts stattfanden.

Mit 1.1.2023 wurde erstmals ein Compliance Officer für die Kwizda Unternehmensgruppe bestelIt, der unter anderem die aktuelle Compliance-Organisation auditiert, analysiert und laufend neu ausrichtet bzw. an neue Gegebenheiten anpasst. Beginnend mit 2024, hat das Management der Kwizda Unternehmensgruppe konkret beschlossen, ein konzernübergreifendes Compliance Management System einzuführen, das in drei Phasen umgesetzt werden soll. Während der ersten beiden Phasen standen die Analyse und Bewertung der Abläufe im Fokus, die für die Einhaltung von Compliance Richtlinien relevant sind. Phase eins, die Analyse und Dokumentation der Ist- Situation und Phase zwei, die Risikoanalyse, wurden zeitgerecht abgeschlossen. In der dritten Phase geht es darum, allfällige Korrekturmaßnahmen festzulegen und Folgeaktivitäten anzustoßen. Durch diese und ähnliche Maßnahmen sollen schon im Vorfeld potenzielle Complianceverstöße erkannt und systematisch unterbunden werden.

Als weiterer wichtiger Meilenstein wurde im ersten Quartal 2025 der gruppenweite Code of Conduct implementiert. Dieser stellt das zentrale Regelwerk für ethisches und rechtlich einwandfreies Handeln innerhalb der Kwizda Unternehmensgruppe dar und gilt für alle Mitarbeiter*innen sowie Geschäftspartner weltweit. Der Code of Conduct definiert dabei insbesondere die grundlegenden Werte und Verhaltensstandards in den Bereichen Compliance, Wettbewerbsrecht, Datenschutz und Nachhaltigkeit.

Insgesamt leistet das Compliance System einen wesentlichen Beitrag zur Einhaltung der rechtlichen, unternehmensinternen und branchenüblichen Vorgaben und Prozessen in der Kwizda Pharma GmbH.

2.5.5 Business Continuity

Die Kontinuität der Geschäftstätigkeit der Kwizda Pharma GmbH wurde durch die bestehende technische Infrastruktur (Hard- & Software), die kontinuierliche Weiterentwicklung der organisatorischen Rahmenbedingungen sowie ein angemessenes Risikomanagement in Verbindung mit der Ableitung notwendiger Maßnahmen sichergestellt.

Da die Kwizda Pharma GmbH seitens der Direktion für Staatsschutz und Nachrichtendienst des Bundesamts für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung als kritisches Infrastrukturunternehmen eingestuft wird, ist ein professionelles Business Continuity Management ein wesentlicher Aspekt der Geschäftstätigkeit.

Aufgrund dieser Einstufung als kritische Infrastruktur wurden auch die Voraussetzungen für die Erfüllung der NIS2-Anforderungen geschaffen.

Für die gesamte Wertschöpfungskette aller von der Kwizda Pharma GmbH hergestellten Produkte wurden risikobasiert mögliche Auslöser für Lieferausfälle und deren Auswirkungen auf das Business erhoben und Maßnahmen zur Vermeidung gesetzt, sodass die zeitgerechte Verfügbarkeit freigegebener Marktware bestmöglich unterstützt wird.

3 Ausblick

3.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

3.1.1 Österreich

Für das Gesamtjahr 2026 rechnet die OeNB für Osterreich mit einem moderaten BIP-Wachstum von 0,6%. Im darauffolgenden Jahr wird eine etwas stärkere Erholung von 1,1% (2027) erwartet.

In Osterreich geht die OeNB für 2026 von einer Inflation von insgesamt rd. 3,2% (HVPI) aus, 2027 soll die Inflation auf 2,4% sinken. Damit liegt Österreich weiterhin deutlich über dem Euroraum- Durchschnitt. Da sich die Inflationsraten im gesamten Euroraum dem Inflationsziel der EZB annähern, senkte die EZB den Leitzins bereits 2025 in mehreren Schritten auf 2,15%. Auch im Euroraum führte der Energiepreisschock im Jahr 2026 zu einem vorrübergehenden Wiederanstieg der Inflation. Vor diesem Hintergrund verfolgt die EZB weiterhin einen datenabhängigen geldpolitischen Kurs und richtet ihre Entscheidungen an der Entwicklung von Inflation und Wirtschaftswachstum aus.

Auf nationaler Ebene ist die Finanzierungssituation des Gesundheitssektors maßgeblich. Hierbei ist in Osterreich aufgrund der Bekundungen der Regierung mit keinen kurzfristigen Änderungen zu rechnen. Somit ist für den Pharmamarkt, insbesondere im verschreibungspflichtigen Arzneimittelbereich in Osterreich auch weiterhin ein leichtes Wachstum zu erwarten. Im nicht verschreibungspflichtigen Bereich haben das Konsumverhalten und die Kaufkraft der Bevölkerung größeren Einfluss.

3.1.2 International

Die OeNB erwartet eine moderate Entwicklung des Wirtschaftswachstumes im Euroraum von 0,8% (2026) bzw. 1,2% (2027). Die Wachstumsraten der US-Wirtschaft sind mit 2,3% (2026) sowie 2,2% (2027) etwas höher als jene der Eurozone. Das globale BIP-Wachstum (ohne Euroraum) wird mit prognostizierten 3,0% (2026) sowie 3,2% (2027) annähernd auf dem moderaten Niveau der 3,6% Von 2025 verharren. In diesen erwarteten Wachstumsraten spiegelt sich auch ein etwas stärkeres Wachstum von China und Indien wider

Die geopolitische Unsicherheit bleibt auch 2026 hoch. Neben den weiterhin andauernden Kriegen in der Ukraine und im Nahen Osten nennt der Internationale Währungsfonds eine zunehmende globale Fragmentierung, protektionistische Maßnahmen und verschärfte Handelsspannungen als Wesentliche Abwärtsrisiken für die Weltwirtschaft. Insbesondere neue oder ausgeweitete Zölle großer Volkswirtschaften erhöhen die Gefahr einer weiteren Störung globaler Lieferketten und könnten die wirtschaftliche Entwicklung spürbar belasten.

Nach einer weitgehenden Annäherung der Inflation im Euroraum an das EZB-Ziel von 2% im Jahr 2025 wird für 2026 aufgrund der höheren Energiepreise und geopolitischen Unsicherheiten ein Vorübergehender Anstieg der Inflation erwartet. Die Inflation im Euroraum dürfte nach den aktuellen Projektionen des Eurosystems 2026 durchschnittlich 3,0% und 2027 2,3% betragen. Vor diesem Hintergrund erhöhte die EZB im Juni 2026 die Leitzinsen um 25 Basispunkte und verfolgt weiterhin einen datenabhängigen Ansatz. Weitere Zinsschritte sind derzeit nicht vorab angekündigt.

Die globale Inflation bleibt erhöht und dürfte sich nach Einschätzung des internationalen Währungsfonds (IWF) vorübergehend wieder beschleunigen. Nach 4,1% im Jahr 2025 wird für 2026 eine globale Inflationsrate von 4,7% erwartet, bevor sie 2027 auf 3,9% zurückgehen soll. Hauptreiber sind höhere Energie- und Nahrungsmittelpreise infolge geopolitscher Spannungen sowie anhaltende Unsicherheiten im internationalen Handel. Gleichzeitig bieten Investitionen in künstliche Intelligenz und technologische Innovationen Chancen für zusätzliche Produktivitätsgewinne und ein höheres langfristiges Wachstum. Trotz fortschreitender Disinflation in einzelnen Regionen bleibt das globale Preisniveau über dem Vorkrisentrend, wodurch eine weiterhin vorsichtige Geld- und Fiskalpolitik erscheint.

Die möglichen Folgen der andauernden Kriege in der Ukraine und im Nahen haben aus heutiger Sicht keine negativen Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit der Kwizda Pharma.

3.2 Voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens

Für das Jahr 2026 wird aufgrund der rückläufigen Entwicklung des europäischen Hustenmarktes und einem zeitlich verzögerten Eintritt der saisonalen Erkältungswelle mit einer rückläufigen

wiz zda

Entwicklung des Umsatzes und einem negativen Ergebnis gerechnet. Es bestehen darüber hinaus Risiken aus den am Jahresende 2025 in allen Vertriebsstufen vorhandenen hohen Lagerbeständen.

Der Launch neuer OTC-Produkte im Heimmarkt Österreich in den Therapiegebieten Erkältung und Husten ist für das Jahr 2026 in Planung. Auch im Bereich RX werden die Zulassungen für mehrere Produkte erwartet.

Die Internationalisierung der Produktpallette der Kwizda Pharma GmbH wird in den Ländern im Mittleren Osten sowie in Süd- und Mittelamerika weiter vorangetrieben. In den bestehenden Exportländern werden neue Medical Devices über die Vertriebspartner der Kwizda Pharma GmbH eingeführt.

Wien, am 28. September 2026

Die Geschäftsführer

Per My

Mag. Peter Bartos

Stephen Sandor

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