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AKTIE UND UNTERNEHMENSSTRUKTUR
Die Aktien der Hutter & Schrantz AG sind an der Wiener Börse unter „other securities.at“ im Multilateralen Handelssystem (MTF) Dritter Markt gelistet. Das Grundkapital in Höhe von EUR 2.135.000,00 setzt sich aus 500.000 Stückaktien zusammen.
Die Hutter & Schrantz AG hält jeweils 100 % der Anteile an der Hutter & Schrantz Stahlfedern GmbH, der Hutter & Schrantz Technische Gewebe GmbH sowie der H & S Industriesiebe Ges.m.b.H. Insgesamt umfasst die Firmengruppe der Hutter & Schrantz AG 7 Gesellschaften, wovon eine Gesellschaft in der Slowakei und zwei in Ungarn ansässig sind.
Die Hutter & Schrantz AG ist darüber hinaus selbst operativ in den Geschäftsfeldern Deckensysteme und Gebäudevermietung tätig. Vorstände der Hutter & Schrantz AG sind per 31. Dezember 2025 Herr Dr. Hans Heinz sowie Herr Martin Heinz.
Der vorliegende Lagebericht bezieht sich auf die Hutter & Schrantz AG als Einzelgesellschaft. Angaben zu den Beteiligungsunternehmen werden ergänzend dargestellt, soweit sie für das Verständnis der wirtschaftlichen Lage der Gesellschaft wesentlich sind.
WIRTSCHAFTLICHE RAHMENBEDINGUNGEN
Die Weltwirtschaft entwickelte sich im Jahr 2025 weiterhin verhalten. Zwar wirkten rückläufige Leitzinsen und eine im Vergleich zu den Höchstständen der Vorjahre geringere Inflation grundsätzlich stabilisierend, gleichzeitig belasteten geopolitische Spannungen, eine schwache Industriekonjunktur in Europa, erhöhte Standortkosten sowie eine nur zögerliche Investitionstätigkeit die wirtschaftliche Dynamik.
In Österreich blieb das wirtschaftliche Umfeld auch im Geschäftsjahr 2025 herausfordernd. Die Konjunktur war von einer schwachen Industrieproduktion, einer weiterhin gedämpften Baukonjunktur und zurückhaltenden Investitionen geprägt. Der private Konsum konnte die Schwäche in der Sachgütererzeugung und im Bauwesen nur teilweise kompensieren. Die Inflation blieb trotz der Entspannung bei einzelnen Energie- und Vormaterialpreisen im europäischen Vergleich auf einem erhöhten Niveau.
Der österreichische Wohnbaumarkt war im Jahr 2025 weiterhin von den Nachwirkungen der stark gestiegenen Finanzierungskosten, erhöhten Baukosten und einer insgesamt vorsichtigen Kreditvergabe geprägt. Das Auslaufen der KIM- Verordnung mit 30. Juni 2025 sowie niedrigere Zinsen hätten die Rahmenbedingungen
zwar verbessern sollen, führten im Berichtsjahr jedoch noch nicht zu einer nachhaltigen Erholung der Bauinvestitionen.
GESCHÄFTSVERLAUF
Die Hutter & Schrantz AG ist ein in der Drahtverarbeitung tätiges Unternehmen, das mit seinen Produkten – darunter Deckenträger, Dämmelemente im Gebäudebau, Industriesiebe, Stahlfedern und Drahtbiegeteile sowie technische Filter und Siebe – Zulieferer der Bau-, Sanitär-, Werkzeug-, Elektrogeräte-, Landmaschinen- und Automobilindustrie ist. Darüber hinaus werden viele weitere Erzeuger technischer Geräte und Anlagen beliefert. Der größte Teil des Umsatzes wird im Inland erzielt. Exportiert wird nach Deutschland und Nordeuropa sowie in die Märkte unserer östlichen und südöstlichen Nachbarstaaten.
Die Geschäftsentwicklung der Hutter & Schrantz AG war im Jahr 2025 weiterhin von der schwachen Entwicklung des Wohnbaumarktes in Österreich und Deutschland sowie von einem insgesamt anspruchsvollen Marktumfeld betroffen. Der Trend zu härteren Wettbewerbsbedingungen hielt in allen Geschäftsbereichen an. Insbesondere bei größeren Kunden blieb die Nachfrage verhalten; teilweise wirkten sich weiterhin Lageranpassungen und verschobene Projekte negativ auf die Umsätze aus.
Beschaffungsseitig zeigten sich die Vormaterialpreise im Jahr 2025 insgesamt stabiler als in den Vorjahren, blieben jedoch weiterhin deutlich über dem Niveau vor Beginn des Ukraine-Krieges. Die Verfügbarkeit der wesentlichen Vormaterialien war im Berichtsjahr grundsätzlich gegeben. Lieferzeiten bewegten sich mit wenigen Ausnahmen auf einem zufriedenstellenden Niveau; bei einzelnen Sondermaterialien kam es weiterhin zu Verzögerungen.
GESCHÄFTSFELDER
DECKENSYSTEME
Die Auftragslage im Geschäftsfeld Deckensysteme hängt nahezu vollständig vom österreichischen Wohnbaumarkt ab. Da dieser auch im Jahr 2025 durch die Nachwirkungen der gestiegenen Zinsen, hohe Baukosten und eine zurückhaltende Investitionsbereitschaft belastet war, blieb die Geschäftsentwicklung in diesem Bereich weiterhin herausfordernd.
Im Geschäftsjahr 2025 entwickelte sich der Umsatz mit Deckenträgern rückläufig. Ausschlaggebend waren insbesondere die rückläufige Mengenentwicklung bei unseren Kunden, eine Marktkonsolidierung in unserem Kundensegment sowie ein anhaltend hoher Preisdruck, der sich durch die anhaltend schwache allgemeine Baukonjunktur ergeben hat. Nach wie vor lassen geänderte Bauverfahren, Fertigbauten und Unternehmensfusionen ein negatives Wachstumspotenzial erahnen.
Der Umsatz mit Isitherm-Dämmelementen entwickelte sich im Geschäftsjahr 2025 positiv. In diesem Bereich wirkte sich die weiterhin schwache Wohnbaukonjunktur belastend aus; zusätzlich war bei größeren Kunden weiterhin ein Lagerabbau zu beobachten.
Die Umsatzerlöse im Bereich Deckensysteme beliefen sich im Jahr 2025 auf TEUR 1.336 (Vorjahr: TEUR 1.439).
GEBÄUDEVERMIETUNG
Die Betriebsliegenschaften der Hutter & Schrantz AG, zu denen Produktionshallen und Büroräumlichkeiten gehören, waren im Berichtsjahr überwiegend vermietet. Leerstehende Hallen und Büroräume, insbesondere im Industriegebiet Inzersdorf, wirkten sich weiterhin negativ auf die erzielbaren m2-Preise aus.
Die Erlöse aus Mieten beliefen sich 2025 auf TEUR 1.252 (Vorjahr: TEUR 1.161).
Die Sanierung und Adaptierung der zugekauften Halle wurde im Jahr 2025 fortgeführt. Die weitere Nutzung und Vermietung der Flächen erfolgte entsprechend der jeweiligen technischen und wirtschaftlichen Möglichkeiten. Teile der neuen Halle wurden gegen Ende 2025 fremdvermietet.
ENTWICKLUNG DER BETEILIGUNGSUNTERNEHMEN
Hutter & Schrantz Stahlfedern GmbH
Die Hutter & Schrantz Stahlfedern GmbH produziert Stahlfedern und Drahtbiegeteile für die Automobil-, Elektro- und Maschinenbauindustrie sowie für viele weitere Betriebe aus Industrie und Gewerbe. Das Unternehmen besitzt zwei Tochterfirmen im Ausland: Technospring Kft. in Ungarn und SK-Pruziny Spol. s.r.o. in der Slowakei.
Im Geschäftsjahr 2025 war über das Jahr hinweg eine zufriedenstellende Auftragslage gegeben. Die Nachfrage aus den Bereichen Wohnbau und Automotive blieb verhalten, während Aufträge aus anderen Industriebereichen teilweise kompensierend wirkten.
Mit einem Umsatz von TEUR 6.935 (Vorjahr: TEUR 7.409) wurde vor dem Hintergrund des schwierigen wirtschaftlichen Umfelds ein zufriedenstellendes Ergebnis erzielt. Die Auslastung in der Produktion war stets gegeben.
Das Ergebnis nach Steuern belief sich im Jahr 2025 auf TEUR 90 (Vorjahr: TEUR 237).
H & S Industriesiebe GmbH
Das Unternehmen produziert vorwiegend Vibratorsiebe und Gitter für die Aufbereitungsindustrie sowie für Schotterwerke und Steinbrüche. Zu den Kunden zählen aber auch Unternehmen der chemischen Industrie und des Maschinen- und Anlagenbaus. Die H & S Industriesiebe GmbH hält einen Anteil von 50 % an der Hutter & Schrantz Hungaria Kft. in Hatvan, Ungarn.
Im Geschäftsjahr 2025 blieb das Marktumfeld aufgrund der schwierigen Situation im österreichischen Baugewerbe und der zurückhaltenden Investitionstätigkeit einzelner Kunden aus dem Maschinenbau anspruchsvoll. Die Auftragseingänge entwickelten sich rückläufig und führten zu einem Umsatz von TEUR 1.341 (Vorjahr: TEUR 1.375).
Das negative Ergebnis nach Steuern belief sich auf TEUR 385 (Vorjahr: negatives Ergebnis nach Steuern von TEUR 298).
Hutter & Schrantz Technische Gewebe GmbH
Das Unternehmen produziert und handelt mit Filterteilen und Drahtgeweben für die Sanitär-, Haushaltsgeräte- und Bauindustrie sowie viele weitere Industriezweige.
Die Umsätze lagen 2025 bei TEUR 3.206 (Vorjahr: TEUR 3.136). Die Entwicklung war insbesondere durch die weiterhin herausfordernde Lage im Wohnbau in Deutschland und Österreich sowie durch die Auftragslage bei wesentlichen Kunden geprägt. Die hohe Produktqualität und Flexibilität wurden von den Kunden weiterhin mit sehr guten Lieferantenbewertungen honoriert.
Das Jahresergebnis nach Steuern belief sich auf TEUR 114 (Vorjahr: TEUR 196).
ERTRAGSLAGE
Die nicht konsolidierten Umsatzerlöse der Hutter & Schrantz-Gruppe lagen im Geschäftsjahr 2025 bei TEUR 14.981 (Vorjahr: TEUR 15.562).
Die Umsatzerlöse der Hutter & Schrantz AG beliefen sich im Jahr 2025 auf TEUR 3.500 (Vorjahr: TEUR 3.642).
Der Jahresüberschuss nach Steuern betrug TEUR 109 (Vorjahr: Jahresüberschuss von TEUR 98).
DIVIDENDE
Anlässlich der 119. Hauptversammlung der Hutter & Schrantz AG wird der Vorstand den Aktionären den Vorschlag unterbreiten, keine Dividende auszuschütten.
VERMÖGENS- UND FINANZLAGE
Die Bilanzsumme belief sich zum 31. Dezember 2025 auf TEUR 14.314 (Vorjahr: TEUR 14.878). Das Eigenkapital betrug zum Bilanzstichtag TEUR 7.482 (Vorjahr: TEUR 7.373). Die Eigenkapitalquote lag damit bei 52,3 % (Vorjahr: 49,6 %).
KENNZAHLEN
| 2025 | 2024 | ||
|---|---|---|---|
| Kurzfristiges Vermögen * 100 | |||
| Working Capital Ratio Kurzfristige Schulden | 65,4 | 88,6 | |
| Betriebsleistung pro Betriebsleistung | |||
| TEUR | 337 | 333 | |
| Anzahl der Mitarbeiter Mitarbeiter | |||
| Eigenkapital * 100 | |||
| Eigenka pitalquote Gesamtkapital | % | 52,3 | 49,6 |
| Jahresüberschuss * 100 | |||
| Return On Equity Ø Eigenkapital | % | 1,47 | 1,33 |
| Jahresüberschuss | |||
| Earnings per Share Ø Anzahl der Aktien | EUR | 0,22 | 0,20 |
| Dividende * 100 | |||
| Dividendenrendite Aktienkurs | % | 0,00 | 0,00 |
FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG
Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten werden in der Hutter & Schrantz-Gruppe im Produktbereich im durchgeführt. notwendigen Umfang, zum Teil auch nur projektabhängig,
Im abgelaufenen Wirtschaftsjahr wurden die Entwicklungsarbeiten im Zusammenhang mit der Weiterentwicklung des Neuprodukts „Isitherm“ bei den Deckensystemen fortgeführt. Das Projekt ist noch nicht abgeschlossen und wird auch im Geschäftsjahr 2026 fortgeführt.
RISIKOBERICHTERSTATTUNG
Die Hutter & Schrantz AG und ihre Tochtergesellschaften sind den für ihre Branche typischen Geschäftsrisiken ausgesetzt. Dazu zählen im Wesentlichen Forderungsausfall-, Preisänderungs-, Beteiligungs- und operationelle Risiken.
Um das Risiko von Forderungsausfällen zu minimieren, werden die operativen Verantwortungsträger regelmäßig über die Zusammensetzung der Außenstände informiert.
Für den Einkauf stellen volatile Stahlpreise und die damit zusammenhängenden Legierungszuschläge für nichtrostende Stahldrähte weiterhin eine Herausforderung dar. Nach den massiven Problemen, die durch den Ukraine-Krieg und die damit einhergehenden Lieferkettenprobleme entstanden sind, hat sich die Verfügbarkeit von
Vormaterialien im Jahr 2025 weiter stabilisiert. Lieferverzögerungen und unerwartet lange Lieferzeiten traten nur noch vereinzelt bei Sondermaterialien auf. Vor dem Hintergrund der normalisierten Energiekosten und des weiterhin anspruchsvollen Marktumfelds war bei einzelnen Vormaterialien eine [stabile/leicht rückläufige/leicht steigende] Preisentwicklung zu beobachten. Durch flexible Ausgestaltung von Kundenverträgen, sehr gute langfristige Lieferantenbeziehungen und eine verstärkte Abstimmung der Einkaufspolitik aller Beteiligungsunternehmen soll künftigen Preisänderungen koordiniert begegnet werden.
Zur betriebswirtschaftlichen Steuerung und Überwachung der Beteiligungen kommen entsprechende Instrumente des Controllings zum Einsatz.
Dem operationellen Risiko wird durch ein internes Kontrollsystem (IKS) Rechnung getragen.
Zur Risikoüberwachung bedient sich die Geschäftsleitung verschiedener betriebswirtschaftlicher Instrumente, um Chancen und Risiken frühzeitig identifizieren zu können. Mithilfe eines regelmäßigen Berichtswesens werden die Entscheidungsträger über die Belange der Gesellschaften informiert. Im Berichtszeitraum kamen keine derivativen Finanzinstrumente zum Einsatz.
AUSBLICK AUF 2026
Für das Jahr 2026 wird von einer weiterhin nur schrittweisen konjunkturellen Erholung ausgegangen. Niedrigere Finanzierungskosten und eine allmähliche Stabilisierung der Bauwirtschaft können die Rahmenbedingungen verbessern; gleichzeitig bleiben hohe Lohn- und Standortkosten, geopolitische Risiken sowie eine insgesamt verhaltene Investitionsneigung wesentliche Unsicherheitsfaktoren.
Der österreichische Arbeitsmarkt zeigte sich im Jahr 2025 trotz der anhaltenden Konjunkturschwäche insgesamt robust, die Beschäftigungsdynamik blieb jedoch verhalten. Der Mangel an Fachkräften bleibt eine wesentliche Herausforderung für die österreichische Wirtschaft. Die im europäischen Vergleich stark gestiegenen Lohnkosten belasten weiterhin die internationale Wettbewerbsfähigkeit.
Die Nachfrage nach unseren Produkten aus dem Bereich der Industriezulieferteile (Stahlfedern, technische Gewebe und Filter) wird für das Geschäftsjahr 2026 weiterhin zufriedenstellend erwartet. Insbesondere Kunden aus den Bereichen Wohnbau und Bauwesen dürften aufgrund der weiterhin herausfordernden Lage ihren Bedarf zunächst vorsichtig disponieren. Es wird laufend an neuen Kunden und Projekten gearbeitet, um mögliche Rückgänge bei bestehenden Aufträgen zu kompensieren. Bei den Materialeinstandspreisen wird für 2026 von einer insgesamt leicht steigenden Entwicklung ausgegangen. Die Verfügbarkeit der wesentlichen Vormaterialien sollte gegeben sein; Lieferprobleme können weiterhin bei Sondermaterialien auftreten.
Trotz des weiterhin anspruchsvollen wirtschaftlichen Umfelds geht der Vorstand zum jetzigen Zeitpunkt davon aus, dass im Jahr 2026 ein insgesamt positives Jahresergebnis erzielt werden kann. Es kann jedoch nicht ausgeschlossen werden, dass in einzelnen Geschäftsfeldern ein Verlust eintritt, sollte sich die Lage in der Bauindustrie nicht nachhaltig verbessern.
Wien, 15.6.2026
Die Vorstände
Dr. Hans Heinz
Martin Heinz Martin Heinz
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