Inhaltsverzeichnis
L A G E B E R I C H T 2 0 2 5
Lagerhaus Eferding-OO. Mitte eGen
1. Bericht über den Geschäftsverlauf und die wirtschaftliche Lage
1.1. Geschäftsverlauf
1.1.1. Erläuterungen der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen
Das volkswirtschaftliche Umfeld in Österreich:1
Das Wirtschaftsjahr 2025 war geprägt von Handelskonflikten, schwankendem Wachstum, hartnäckiger Inflation und steigender Staatverschuldung in vielen Regionen. Keines dieser Probleme hat sich mit dem Jahreswechsel in Luft aufgelöst. Die Weltwirtschaft habe sich zwar als widerstandsfähig erwiesen, bleibe aber anfällig, heißt es seitens der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD). Man erwartet, dass sich das weltweite Wachstum von 3,2 % im Jahr 2025 auf 2,9 % im Jahr 2026 leicht abschwächen wird. Im Euro-Raum verhält sich die Konjunktur mit einer erwarteten Expansion von 1,4 % in 2025 robust und zeigt sich in den Folgejahren moderat steigend. Die europäische Exportwirtschaft gerät aber zunehmend durch den Wettbewerb mit China unter Druck, deren Regierung auf die Förderung von Hochtechnologie setzt. China exportiert vermehrt Produkte mit höherem Technologiegehalt und drängt damit in klassische Marktsegmente etablierter Volkswirtschaften. Dies setzt auch österreichischen Unternehmen, direkt oder indirekt über die Wertschöpfungsketten europäischer und vor allem deutscher Unternehmen, zu. Ferner belasten die US-Zollpolitik sowie der starke Euro die positive Entwicklung. Im Euro-Raum erwies sich der Arbeitsmarkt als robust und verlangsamte sich die Inflation im Jahresverlauf 2025, anders als in Osterreich, deutlich auf rund 2 %. Es wird für den Euro-Raum eine Steigerung der Wirtschaftsleistung von 1 % (2026) bzw. 1,4 % (2027) erwartet. Das Konjunkturwachstum bei Osterreichs wichtigstem Wirtschaftspartner Deutschland dürfte sich aufgrund des Fiskalpakets ebenfalls auf 1 % (2026) bzw. 1,4 % (2027) beschleunigen. Die Industrieschwäche in Deutschland hält jedoch an.
Der öffentliche Haushalt Österreichs steht unter großem Konsolidierungszwang. Das gesamtstaatliche Defizit laut Maastricht-Definition liegt im Jahr 2025 bei 4,6 % des BIP. Durch die nötigen (sub-)nationalen Budgetmaßnahmen soll sich der Finanzierungssaldo bis zum Jahr 2027 auf rund 4 % verringern; die BIP-Schuldenquote wird daher weiter steigen und 2027 eine Höhe von 84,9 % erreichen.
Die in der zweiten Jahreshälfte 2025 beobachtete Konjunkturaufhellung der österreichischen Wirtschaft verfestigt sich voraussichtlich in den Jahren 2026 und 2027. Für die nächsten Jahre wird nach der längeren Rezession ein moderater Wachstumspfad von 1,2 % (2026) sowie 1,4 % (2027) erwartet. Die Stärke der Erholung wird maßgeblich von der Entwicklung der Inlandsnachfrage abhängen. Zum einen sollten die Effekte der Leitzinssenkungen positiv auf die Investitionsbereitschaft wirken, zum anderen sollte der Rückgang der Inflation zu einem Abflauen der Sparneigung beitragen und dem privaten Konsum etwas mehr Schwung verleihen.
Der Arbeitsmarkt stagnierte 2025, wird aber ab 2026 wieder stärker wachsen, wodurch die Arbeitslosigkeit sinken sollte. Zurückzuführen ist dieser Trend unter anderem auf die demografische Entwicklung, welche zu einem Rückgang der erwerbsfähigen Bevölkerung führt. Dies wird allerdings durch die steigende Erwerbsbeteiligung ausgeglichen, insbesondere aufgrund der schrittweisen Erhöhung des gesetzlichen Pensionsantrittsalters für Frauen sowie der Reform der Korridorpension ab 2026. Die Arbeitslosenquote nach nationaler Definition liegt 2025 bei 7,4 % (Dezember 2025: 435.000 Menschen als arbeitslos oder in Schulung beim AMS gemeldet) und verringert sich kontinuierlich in den Folgejahren auf 7,3 % (2026) bzw. 7,0 % (2027).
Die wirtschaftliche Situation in der Region:
Das Geschäftsjahr 2025 sorgte aufgrund der anhaltenden Schwäche der österreichischen Wirtschaft und des Sparkurses der Bundesregierung für komplexe Rahmenbedingungen. Geopolitische Spannungen wie der Ukraine-Krieg, die Konflikte im Nahen Osten und die sprunghaften Zollentscheidungen von US-Präsident Trump, aber auch zunehmende regulatorische Anforderungen in der EU erforderten Flexibilität und ausgeprägte Resilienz. Die österreichische Wirtschaft bewegte sich nach der Rezession der Jahre 2023 und 2024 auch im Jahr 2025 nur langsam aus der konjunkturellen Schwächephase heraus.
Unser Lagerhaus war mit geringfügig rückläufigen Umsätzen bei weiter leicht steigenden Kosten konfrontiert.
Die Sparten Baustoffe und Technik konnten sich – ausgehend von tiefem Niveau – wieder leicht erholen. Die Agrarsparte war etwa ausgeglichen. In der Sparte Energie gab es erwartungsgemäß ein Umsatzminus. Ein leichtes Umsatzminus verzeichnete auch die Sparte Haus & Garten.
Durch gezielte Maßnahmen wie eine leichte Reduktion der Mitarbeiterzahl, Einsparungen bei Sachkosten und zurückhaltende Investitionstätigkeit konnte ein positives Ergebnis vor Steuern von TEUR 310 erreicht werden.
Die Schwankungsbreite der Umsatzveränderungen reicht von -3,6 % (Sparte Energie) bis +16,6 % (Technik) und ist mit einem durchschnittlichen Umsatzrückgang von -0,3 % mengenund auch preisbedingt. Als stabilisierend hat sich erneut die breite Geschäftsaufstellung herausgestellt.
AGRAR
Die globalen Preise für Getreide und Ölsaaten lagen 2025 unter den Spitzenwerten der Vorjahre, während die Produktionskosten für Energie, Dünger und Betriebsmittel hoch blieben. Trotz guter Erntemengen belasteten niedrige Erzeugerpreise – vor allem bei Weizen – die Stimmung in der Landwirtschaft.
Das Agrargeschäft zeigte im Geschäftsjahr 2025 in den einzelnen Produktsegmenten stark unterschiedliche Ergebnisse und lag in Summe etwas hinter dem Vorjahr. Schwache Preisund Margenentwicklungen im Getreidegeschäft sowie in einzelnen ackerbaunahen Bereichen wirkten dämpfend auf die Gesamtperformance.
Die Getreideernte in OO war zwar mit etwa 10 % mehr Ertrag sehr zufriedenstellend, aber durch den gleichzeitigen Preisrückgang von ebenfalls etwa 10 % konnte der Deckungsbeitrag nicht verbessert werden. Erschwerend war auch die schlechte Witterung während der Ernte, die für die Landwirte zusätzliche Trocknungskosten verursacht hat.
Die international größte Ernte in der Geschichte führte in der Folge zu weiter rückläufigen Preisen. Damit hält sich die Investitionsfreudigkeit der Landwirte weiter in Grenzen – mit entsprechenden Auswirkungen auf unsere Sparten Baustoffe und Technik.
Die längere Zeit relativ stabilen Preise in den Veredelungsbetrieben (Fleisch, Milch) sind mittlerweile auch rückläufig.
Zusätzlich erschwert die laufende gesetzliche Ausdünnung der Wirkstoffe im Pflanzenschutz die Bewirtschaftung von konventionellen Betrieben.
Zusammengefasst muss die Landwirtschaft in Summe viel wirtschaftlichen Gegenwind überstehen.
Für unsere Lagerhausgenossenschaft war bei den hoch volatilen Preisentwicklungen vor allem die Risikosteuerung herausfordernd.
Trotzdem war die Versorgung unserer Landwirte wieder zu jeder Zeit mit Betriebsmitteln, Futter und Technik gegeben. Auch die großen Mengen an feuchtem Getreide (welches getrocknet werden musste) konnten zur Gänze übernommen werden. Unsere Lagerhausgenossenschaft hat sich wieder als verlässlicher Partner unserer Eigentümer und Kunden bewährt. Wir leisten auch einen wesentlichen Beitrag zur Versorgungssicherheit der Bevölkerung, da wir - trotz sehr schwieriger Ernteumstände - alle Lieferverträge mit Mühlen, Mischfutterwerken und der Lebensmittelindustrie erfüllt haben.
TECHNIK / WERKSTÄTTEN
Der Landtechnikmarkt war auch 2025 von hohen Lagerbeständen aus dem Vorjahr sowie niedrigen Einkaufsumsätzen des Handels bei der Industrie geprägt. Gründe dafür waren weiterhin hohe Maschinenpreise sowie die angespannte wirtschaftliche Situation vieler landwirtschaftlicher Betriebe z.B. durch Witterungseinflüsse oder niedrige Erzeugerpreise.
Im Geschäftsfeld Technik konnte der Umsatz um +16,6 % gesteigert und die Lagerbestände wieder auf ein durchschnittliches Niveau reduziert werden.
Im Bereich Landtechnik wurde eine Zusammenarbeit mit der Lagerhausgenossen-Genossenschaft Vöcklabruck – Gmunden vereinbart. Die Ubernahme des Vertriebes durch unsere Lagerhausgenossenschaft lässt ab 2026 einen Umsatzzuwachs erwarten und bildet eine wichtige Grundlage für die Weiterentwicklung im Bereich Technikvertrieb.
Das Dienstleistungs- und Handelsgeschäft der Werkstätten ist mit +4,6 % positiv verlaufen. Eine wesentliche Steigerung konnte in unserer 2024 neu errichteten Werkstätte in Enns erzielt werden, was rückläufige Umsätze an einzelnen Standorten überkompensieren konnte.
BAUSTOFFE
Die seit 2023 anhaltende Flaute in der österreichischen Bauwirtschaft zeigte 2025 erste Anzeichen einer leichten Erholung.
Die weiterhin schwache Konsumentenstimmung – bedingt durch strengere Kreditvergaben, hohe Baukosten, fehlende Förderungen und planerische Unsicherheiten – verhinderte jedoch deutliche Wachstumsimpulse im Baustoff-Fachhandel. Die Herausforderungen bleiben groß.
Im Bereich Baustoffe konnten wir im Geschäftsjahr 2025 jedoch einen bescheidenen Umsatz- Zuwachs von +2,2 % verzeichnen.
Die Unplanbarkeit der „Stop-and-go"-Förderungsstrategie der Bundesregierung stellt nicht nur uns vor große Herausforderungen und lässt weiterhin Umsatzschwankungen erwarten. Es kann nicht vorausgesagt werden, ob es wieder zu staatlichen Förderungen für Sanierungen im Zusammenhang mit der Erreichung der klimapolitischen Ziele kommen wird, wodurch die Baubranche wieder einen Impuls erhalten würde.
BAU & GARTENMÄRKTE
Der Einzelhandel zeigt ein weiterhin angespanntes Marktumfeld (WIFO). Der seit 2023 anhaltende Seitwärtstrend setzt sich fort. Bis September 2025 stieg der Umsatz im österreichischen Einzelhandel nominell um +3,3 % und real um nur +1,5 %. Der anhaltend hohe Kostendruck führt zu mehr Insolvenzen und sinkender Beschäftigung.
Die Lage ist weiter geprägt von vorsichtigem Ausgabeverhalten und geopolitischen Konflikten.
Die Kaufzurückhaltung privater Haushalte bleibt deutlich spürbar. Die schrittweise Modernisierung der Verkaufsflächen bleibt ein zentraler Schwerpunkt. Auch der weitere Ausbau des Verkaufs regionaler Produkte unserer Landwirte wird fortgesetzt.
Der Umsatz im Bereich Haus und Garten schrumpfte im Geschäftsjahr 2025 um -1,4 % gegenüber dem Vorjahr. Belastend wirkten insbesondere die anhaltende Kaufzurückhaltung privater Haushalte sowie weiter zunehmender Wettbewerbsdruck, sowohl stationär als auch im Onlinehandel.
Die Planungen für die Erweiterung der regionalen Produkte am Standort Eferding und die Erweiterung des Haus- und Gartenmarktes am Standort Linden (+ zusätzlichem Glashaus) laufen.
Die Lagerhaus-„Vertrauensmarken“ haben wiederum deutlich positive Effekte in der Kundenwahrnehmung sowie im Umsatz gezeigt. Der technische und inhaltliche Refresh der Webseite „lagerhaus.at" wurde von unserem Franchisegeber fortgeführt.
ENERGIE
Die Preisentwicklung bei fossilen Treibstoffen und Heizöl blieb angesichts globaler Krisen und deren Auswirkungen auf die internationalen Rohölmärkte äußerst volatil.
Der rückläufige Diesel- und Heizölmarkt, die gute Warenverfügbarkeit für diese Produkte und der damit einhergehende Preiskampf am Energiemarkt führten im Geschäftsjahr 2025 auch in der Sparte Energie zu einem Ergebnisrückgang.
Auch die zunehmende Anzahl an Elektro- und Hybridfahrzeugen macht sich im Dieselverbrauch bereits bemerkbar.
Im Bereich Energie sank der Umsatz um -3,6 %, der Rohertrag konnte jedoch aufgrund deutlich steigender Mengen im Segment Holzpellets erhöht werden.
Die Absatzmengen bei fossilen Treibstoffen (Benzin und Diesel) lagen im Geschäftsjahr 2025 unter dem Vorjahresniveau, was insbesondere auf den intensiven Preiswettbewerb zurückzuführen ist.
1.1.2. Geschäftsentwicklung
1.1.2.1. Entwicklung des Gesamtumsatzes
Die Entwicklung des Gesamtumsatzes im Geschäftsjahr 2025 zeigt folgendes Bild (in TEUR):
| GJ 2024 | GJ 2025 | Veränderung | |
|---|---|---|---|
| Warengeschäft | 194.144 | 193.268 | -876 |
| Werkstätten | 14.477 | 14.492 | 15 |
| Gesamtumsatz | 208.621 | 207.760 | -861 |
Mit der Entwicklung des Gesamtumsatzes blieb die Genossenschaft hinter dem diesbezüglich gesetzten Unternehmensziel zurück.
1.1.2.2. Entwicklung des Umsatzes nach Warengruppen
Die Einzelsparten entwickelten sich umsatzmäßig im Jahr 2025 unterschiedlich. In den Sparten Landwirtschaft, Energie und Konsumgüter mussten Umsatzrückgänge hingenommen werden. In den Sparten Technik, Baustoffe und Dienstleistungen konnten hingegen leichte Umsatzzuwächse erreicht werden.
1.1.3. Geschäftsführung und Mitarbeiter
Die Geschäftsführung blieb im Jahr 2025 unverändert.
Der Personalstand der Genossenschaft verringerte sich im Jahresabstand bei 60 Neuzugängen und 74 Abgängen auf insgesamt 443 Dienstnehmer per 31.12.2025.
Ein besonderer Schwerpunkt wurde im Jahr 2025 weiterhin in der Ausbildung der Mitarbeiter gesetzt. Dies kommt auch durch die Anzahl der Schulungstage und der Tage für Seminarbesuche zum Ausdruck.
1.1.4. Leistungen besonderer Art
Veranstaltungen mit persönlicher Anwesenheit fanden bei unseren Kunden und Mitgliedern wieder regen Zuspruch wie z.B.: Maissortenversuche, Feldbegehungen, Pflanzenschutz & Bodenschutzberatungen sowie Feldtage. Diese Veranstaltungen reichen von Kleingruppenberatung bis zu Feldtagen mit mehreren hundert Teilnehmern. Parallel dazu haben sich aber auch Onlineveranstaltungen etabliert.
Die Fachwerkstätte Enns lud zu einer Ford Trucks Roadshow ein, bei der die Modelle F-LINE und F-MAX vor Ort besichtigt werden konnten.
Auch die Fachberatungstage an all unseren Werkstatt-Standorten sorgte für regen Kundenbesuch.
Bei drei Sprengelversammlungen und einer Generalversammlung erhielten die Mitglieder alle relevanten Informationen von und über ihre Lagerhausgenossenschaft.
1.1.5. Besondere Ereignisse im Geschäftsjahr
Die Verkaufsfläche der Filiale Sipbachzell wurde erweitert und modernisiert, um der Rolle als Nahversorger gerecht zu werden, und im Frühjahr feierlich eröffnet.
Neugestalteter Eingangsbereich und somit Erweiterung der Präsentationsfläche der Filiale Bachmanning.
Durch die Einführung des Energietransport-App wurde der Transportauftrag digitalisiert und der Rechnungsversand kann tagesaktuell erfolgen.
Unsere Lagerhausgenossenschaft feierte ihr 90-jähriges Bestehen. Dieser Schwerpunkt wurde bei Aussendungen und Aktionen gesetzt.
Gemeinsam mit den weiteren OO Lagerhausgenossenschaften hat sich unsere Lagerhausgenossenschaft mit Schwerpunkt Landtechnik auf der Rieder Messe präsentiert.
Die Erweiterung der Nahwärmeanschlüsse an unser Heizwerk wurde fortgesetzt, wobei wir mittlerweile an die Kapazitätsgrenze gekommen sind.
1.1.6. Erfüllung des Genossenschaftszweckes
Die Genossenschaft stellt im Rahmen der geschäftlichen Aktivitäten ihre Einrichtungen und Leistungen den Mitgliedern zur Verfügung. Weiters werden zugunsten der Mitglieder umfassende Beratungs-, Betreuungs- und Informationsdienstleistungen erbracht.
Es wurden 4 Leitungsausschuss-Sitzungen, 2 Prüfungsausschuss-Sitzungen, 4 (gemeinsame) Vorstands- und Aufsichtsrats-Sitzungen, eine Aufsichtsrats-Sitzung sowie eine Generalversammlung abgehalten.
Die Genossenschaft besitzt ein Gerät zur Wegeerhaltung von Feld- und Forstwegen.
Dieses steht exklusiv und kostenlos zur Ausleihe durch Mitglieder zur Verfügung.
1.2. Bericht über Betriebsstätten
Das Lagerhaus Eferding – OÖ Mitte eGen führte zum 31.12.2025 – neben der Zentrale in Eferding – an 23 Standorten eine Verkaufsstelle und an 6 Standorten eine Werkstätte, in Hofkirchen einen Landtechnikstützpunkt, in Eferding ein Heizwerk und in Meggenhofen eine Tankstelle an der Autobahn. Weiters wurden an 3 Standorten Bau-Service-Betriebe geführt.
Die Investitionen der Genossenschaft betrugen im Geschäftsjahr insgesamt TEUR 3.800. Wesentliche Investitionen betrafen nachträgliche Anschaffungskosten für das Werkstättengebäude in Enns in Höhe von EUR 195.000,-- und die Erweiterung des Fernwärmeleitungsnetzes in Höhe von EUR 466.000,--. Darüber hinaus wurden in Maschinen und in die Betriebs- und Geschäftsausstattung EUR 267.000,--, in den Fuhrpark EUR 647.000,--, in Grundstücke und Gebäude EUR 148.000,— und in Anlagen in Bau EUR 61.000,-- investiert. Bei der OO Lagerhaus Beteiligungs eGen & CO OG fand eine Kapitalerhöhung statt, an der die Genossenschaft mit einem Anteil in Höhe von EUR 1.755.000,- teilnahm. Bei der RWA Raiffeisen Ware Austria Handel und Vermögensverwaltung eGen wurde eine Kapitalerhöhung in Höhe von EUR 261.000,- durchgeführt.
Grundsätzlich bleibt aufgrund der wirtschaftlichen Lage die Investitionstätigkeit begrenzt und der Fokus in den nächsten Jahren auf Prozessoptimierung zu legen.
1.3. Darstellung der Lage inkl. finanzieller Leistungsindikatoren
1.3.1. Vermögenslage
Die Bilanzsumme verringerte sich im Jahr 2025 um TEUR 2.819 oder 2,4 %.
Diesen Veränderungen liegen im Wesentlichen eine Erhöhung des Anlagevermögens in Höhe von TEUR 531 – insbesondere der Finanzanlagen in Höhe von TEUR 1.982 sowie eine gleichzeitige Verringerung des Umlaufvermögens – insbesondere der Vorräte in Höhe von TEUR 2.903 zugrunde.
1.3.1.1. Eigenkapital
Das erweiterte Eigenkapital erhöhte sich im Jahr 2025 um TEUR 425 oder 1,0 % auf TEUR 44.019. Der Eigenkapitalanteil2 beträgt 38,6 % des Gesamtkapitals und erhöhte sich im Jahr 2025 um 1,3 %-Punkte. Die Zielvorgabe, den Eigenkapitalanteil zu verbessern, konnte somit erreicht werden.
1.3.1.2. Fremdkapital
An Positionen des Fremdkapitals wurden zum 31.12.2025 insgesamt TEUR 70.087 ausgewiesen. Dies entspricht 61,4 % des Gesamtkapitals.
1.3.2. Ertragslage
Die Betriebserträge haben sich im Jahr 2025 nominell verringert. Dies ist im Wesentlichen auf eine Verringerung der Erträge aus Sachanlagevermögen und einer Erhöhung der Rohertragsspanne zurückzuführen.
Die Betriebsaufwendungen im Jahr 2025 waren gegenüber dem Jahr 2024 gleichbleibend.
Der Betriebsergebnis3 in Relation zur Betriebsleistung+ beträgt im Jahr 2025 0,8 %. Der diesbezügliche Vorjahreswert liegt bei 1,1 %.
Das im Jahr 2025 erwirtschaftete Ergebnis vor Steuern (EVS) in der Höhe von TEUR 217 erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr.
1.3.3. Finanzlage
Gemäß AFRAC-Stellungnahme 36: Geldflussrechnung (UGB) (Juni 2020) gestaltet sich die Finanzlage wie folgt (Beträge in TEUR):
| 2025 | Vorjahr | |
|---|---|---|
| Netto-Geldfluss aus der betrieblichen Tätigkeit | 3.155 | 2.649 |
| Netto-Geldfluss aus der Investitionstätigkeit | -3.619 | -2.817 |
| Netto-Geldfluss aus der Finanzierungstätigkeit | -266 | 168 |
2 Der Eigenkapitalanteil wird wie folgt ermittelt:
(Eigenkapital Investitionszuschüsse) / Bilanzsumme 31.12.2025 x 100
3 Betriebsergebnis It. GuV 9
4 Betriebsleistung: Umsatzerlöse + Bestandsveränderungen + aktivierte Eigenleistungen
1.3.4. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren
Die Getreideanlieferung an die Genossenschaft wurde 2025 um ca. 10 % auf fast 90.000 to gesteigert.
In der Getreidelagerung und -logistik sind die HACCP-Prinzipien maßgeblich für die Anforderungen an die technischen Einrichtungen sowie für die Ablaufgestaltung. Alle Standorte sind GMP-zertifiziert.
1.4. Besondere Vorgänge nach dem Geschäftsjahrabschluss
Der Krieg der USA und Israels gegen das Regime im Iran hat die Energiepreise ab Anfang März 2026 erheblich ansteigen lassen. Vor allem die Blockade der Meerenge von Hormus, durch die rund 20 Prozent der weltweiten Erdölmengen transportiert werden, wirkt sich negativ auf den Erdölpreis aus. Hohe Energiepreise treffen die gesamte Wirtschaft und damit potenziell auch die Geschäftsfelder der Lagerhausgenossenschaften. Durch die gestiegenen Verkaufspreise der Handelswaren infolge erhöhter Transport- und Produktionskosten ist mit einer rückläufigen Kundennachfrage nach speziellen Produkten zu rechnen. Im Heizölhandel ist eine Kaufzurückhaltung aufgrund der gestiegenen Preise bereits spürbar.
Neben dem generell rückläufigen Heizölmarkt kann aber derzeit davon ausgegangen werden, dass die Nachfrage vor der nächsten Heizperiode wieder steigen wird. Bei wichtigen Betriebsmitteln wie Düngemitteln, sind die Einkaufspreise aufgrund höherer Produktionskosten bereits deutlich gestiegen. Die gestiegenen Diesel- und Düngerpreise gefährden die Wettbewerbsfähigkeit und das Einkommen unserer Kund:innen in der Landwirtschaft. Da zum Zeitpunkt der Berichtserstellung ein Ende des Krieges und der dadurch ausgelösten Energiekrise nicht absehbar ist, sind auch die Folgen für das Unternehmen noch nicht abschätzbar. Die weiteren Entwicklungen werden genauestens verfolgt.
Mit Anfang des Jahres 2026 gab es einen Wechsel in der Geschäftsführung. Franz Enser wurde zum neuen Geschäftsführer-Stellvertreter bestellt.
Per 31.01.26 haben wir unseren Bauservice-Standort Meggenhofen aus wirtschaftlichen Gründen geschlossen und konzentrieren uns künftig auf unsere Bauservice-Standorte Eferding und Grieskirchen.
2. Bericht über die voraussichtliche Entwicklung und Risiken des Unternehmens
2.1. Voraussichtliche betriebliche Entwicklung
Das Geschäftsjahr 2026 wird bisher von geopolitischen Krisen überschattet, die unternehmerische Planung wesentlich erschweren. Der Ausbruch des Iran-Kriegs Anfang März hat erneut gezeigt, wie rasch die Folgen eines plötzlich ausbrechenden Konflikts auf die eng vernetzte Weltwirtschaft durchschlagen. Die Sparte Energie bleibt somit stark volatil.
Aufgrund niedriger Produktpreise auf den Terminmärkten und höherer Betriebsmittelpreise gibt es aktuell wenig Abschlussbereitschaft unserer Landwirte für die Ernte 2026.
Die Landtechnikverkäufe konnten wieder gesteigert werden.
Die getätigten Investitionen im Haus- und Gartenbereich entwickeln sich aktuell zufriedenstellend.
Aufgrund der soliden Eigenkapitalausstattung und dem Fokus auf Kosten bleibt das Vertrauen der finanzierenden Banken weiter gewährleistet, sodass die Liquidität in diesem schwierigen Umfeld gesichert ist.
Gestützt durch den bisherigen Geschäftsverlauf, der Straffung der Strukturen und die Entwicklung der Aufwandsgebarung erwarten wir für dieses Jahr ein insgesamt positives Ergebnis im Rahmen der gesetzten Unternehmensziele.
2.2. Wesentliche Risken und Ungewissheiten
Mögliche Gewährleistungsrisiken bestehen im Dienstleistungsbereich insbesondere im Bauund Baunebengewerbe sowie in den Werkstätten. Hinsichtlich Risikobegrenzung wird der Qualität der erstellten Leistungen und der laufenden Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter eine wichtige Bedeutung beigemessen.
Risiken im Finanzbereich durch offene Kundenforderungen werden von einem straff organisierten Debitorenmanagement überwacht. Offene Firmenforderungen werden teilweise durch eine Kreditversicherung abgesichert.
Im Jahr 2025 wurden weiterhin keine derivativen Finanzinstrumente eingesetzt.
Im Übrigen wird das Liquiditätsrisiko (neben der laufenden Liquiditätsplanung) durch die Zusage von ausreichenden Kreditlinien abgedeckt.
Dem Umweltschutz wird eine wesentliche Bedeutung beigemessen.
Überprüfungen der Betriebsanlagen hinsichtlich der Erfüllung der gewerbebehördlichen Vorschriften erfolgen in regelmäßigen Zeitabständen.
Risken im Hinblick auf die Verfügbarkeit und Zuverlässigkeit des IT-Systems werden durch die Anbindung an ein externes Rechenzentrum und damit durch laufende Anpassungen an den Stand der Technik sowie durch regelmäßige Überprüfungen minimiert.
Die Einführung eines einheitlichen IT-Sicherheitsregelwerks trägt dazu bei, mögliche Risiken zu minimieren. Zusätzlich wurde im Jahr 2023 eine Cyber-Versicherung abgeschlossen.
Die Richtlinien des „Internen Kontrollsystem“ wurden gewartet und werden gelebt.
3. Bericht über die Forschung und Entwicklung
Branchenbedingt gibt es keine relevanten Aktivitäten.
Eferding, 10.09.2026
| Dit | .Ing | ann Auer |
|---|
Der Lagebericht wurde im Sinne der Satzung am 10.09.2026 vom Vorstand behandelt und genehmigt.
Karl Eschlböck, Obmagn Ernst Gumplmayr/Obmann-Stv. Marl 6
Georg Haberbauer fee A b Ing. Rudolf Höfler ef he not nor John
Johann Lindinger Thomas Obermair
Dan had
Klaus Raab
See Mario Steininger Thais /Rudolf Wiesmayr
Wald
Wolfgang Waldl
Johann/Roithmayr, Obynánn-Stv.
Markus Eder
Josef Hehenberger Vall DI Bernhard Jungmeir uns empr Gottlieb Lumesberger C P ara C Andreas Ortner3 V hin
Manfred Roitinger
Rudolf Vollgruber V N Thomas Schröttenhammer
DI (FH) Roland Wèber