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Lagebericht 2024/25

Kamper Kraftfahrzeughandel Gesellschaft m.b.H.

Original-PDF

Stichtag 31. März 2025 · Eingereicht am 09. Feb. 2026

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1. Tätigkeit der Gesellschaft

Die Kamper Kraftfahrzeughandel Gesellschaft mbH ist Kfz-Händler und Reparaturwerkstätte für Kraftfahrzeuge der Porsche Gruppe (VW, Audi, Seat, Cupra und Skoda) für das Gebiet Eisenstadt Umgebung und Mattersburg.

1.2. Gesellschaftsrechtliche Entwicklung

Im Geschäftsjahr 2024/2025 haben sich in gesellschaftsrechtlicher Hinsicht keine Anderungen ergeben.

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Allgemeines wirtschaftliches Umfeld

Osterreich durchlebt derzeit die längste Rezession der Nachkriegszeit (BIP 2024: -1,2%, 2023: -1%). Die Investitionen (-3,4%) gingen 2024 das zweite Jahr in Folge zurück. Trotz kräftiger Reallohnsteigerungen stagnierte der private Konsum (+/- 0,0%). Viele Wirtschaftsbereiche schrumpfen nun bereits das zweite Jahr in Folge. Die hohen Lohnsteigerungen in den vorangegan-genen Jahren belasten die Unternehmen. Die erwartete Konsumbelebung blieb aus. Stattdessen ist die Sparquote angestiegen und bleibt weiter hoch.

Die längste Rezession der österreichichen Nachkriegszeit wurde im ersten Halbjahr 2025 von einer Stagnation abgelöst. Leicht positive Impulse gingen vom privaten Konsum aus.

Die Inflationsrate lag 2024 bei rd 3,0% (2023: 7,7 %). Im Zeitraum Juni bis September 2025 ist diese jedoch wiederum kontinuierlich gestiegen, so dass die Inflation im September 2025 bei 4,0% liegt.

Die schwache Konjunktur zeigt mittlerweile auch Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt. Die Arbeitslosenquote war mit 5,2% im Vergleich zu 2023 (6,4 %) der Unselbständigen leicht rückläufig. Ist allerdings im 2. Quartal 2025 im Vergleich zum 2. Quartal 2024 um 12,4 % wiederum deutlich gestiegen.

Die Lohnquote stieg durch die starken Reallohnzuwächse 2024 auf den höchsten Stand seit 1995.

2.2. Die wirtschaftliche Entwicklung der Branche

Im Jahr 2024 wurden insgesamt 369.246 Kraftfahrzeuge neu zum Verkehr zugelassen, um 8,2 % mehr als 2023. Die PKW Neuzulassungen stiegen auf 253.789, das sind 6,1 % mehr als im Jahr davor. Dies ist der höchste Stand an Neuzulassungen seit 2019.

Bei den Nutzfahrzeugen wurden mehr Neuzulassungen bei Lastkraftwagen (LKW) Klasse N1 (33.088; +7,8 %; +2.386), LKW Klasse N3 (3.802; +13,3 %; +446) und LKW Klasse N2 (645; +55,0 %; +229) beobachtet. Weniger Neuzulassungen gab es dagegen bei Sattelzugfahrzeugen (3.5236; -16,8 %; -713) und land- und forstwirtschaftlichen Zugmaschinen (6.627; – 5,0 %; – 347).

Die zehn wichtigsten PKW-Marken führte auch im Jahr 2024 VW mit einem Anteil von 14,2 % – gemessen an allen neu zugelassenen PKW – an, gefolgt von Skoda (Anteil: 10,1 %), BMW (Anteil: 7,5 %) und Audi (Anteil: 6,0 %).

Von Jänner bis August 2025 wurden laut Statistik Austria 189.370 PKW neu zum Verkehr zugelassen. Das ist ein Plus von 10,7 % bzw. 18.241 PKW im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Vorjahres. Insgesamt wurden 260.233 Kraftfahrzeuge (KFZ; +3,4 %) neu zugelassen. Besonders gefragt sind aktuell Hybride - fast 40 % aller zwischen Jänner und August neu zugelassenen PKW haben einen Benzin- oder Diesel- Hybridandtrieb - und Elektro-Autos mit einem Anteil von 21,5 %, während Verbrenner an Boden verlieren. Konventionell angetriebene PKW erreichten von Jänner bis August 2025 einen Anteil von 40,2 % (76.175; -14.455, -15,9%). Im Vergleich zu Jänner bis August 2024 gingen die Neuzulassungen von Diesel-Antrieb um 27,8 % zurück. Die Neuzulassungen von Benzin-PKW waren ebenfalls rückläufig (-9,5%).

2.3. Die wirtschaftliche Lage des Unternehmens im Geschäftsjahr 2024/2025

Die Umsatzerlöse aus Kfz-Verkäufen haben sich im abgelaufenen Geschäftsjahr erhöht.

Gegenüber dem Vorjahr stellen sich die Neuwagenverkäufe wie folg dar:

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 4
Marke2024/2025 2023/2024
VW203134
Audi114117
Nutzfahrzeuge4955
Seat88119
Skoda166171
insgesamt620596

Da der Werkstättenbetrieb nach wie vor eine gute Auslastung zeigt, konnte in diesem Bereich ein solides Ergebnis erzielt werden.

3. Finanzbericht

3.1. Vermögens- und Finanzlage

Das Anlagevermögen weist gegenüber dem Vorjahr absolut eine Abnahme von rd 0,190 Mio € auf rd 3,289 Mio € und prozentuell von 36,1 % auf 31,5 % auf.

Das Umlaufvermögen zeigt insgesamt eine Zunahme von rd 1,010 Mio € im Jahre 2024/2025 auf rd 7,034 Mio € im Berichtsjahr, wobei die Forderungen auf Lieferungen um Leistungen einen Rückgang aufweisen, während die Vorräte und liquiden Mittel einen Anstieg aufweisen.

Das Gesamtvermögen beläuft sich auf rd 10,446 Mio €; das bedeutet gegenüber dem Vorjahr eine Zunahme um rd 0,810 Mio € bzw. 8,4 %.

Das Eigenkapital hat sich gegenüber der Eröffnungsbilanz um rd 82 T€ erhöht, wobei sich die Zunahme aus dem Jahresüberschuss 2024/2025 ergibt.

Das Anlagevermögen von rd 3,289 Mio € ist zu 42,96 % durch Eigenkapital gedeckt.

Das Fremdkapital weist gegenüber dem Vorjahr absolut eine Zunahme von rd 0,738 Mio € auf rd 8,904 Mio € und prozentuell von 84,7 % auf 85,2 % im Berichtsjahr auf. Innerhalb des Fremdkapitals ist insbesondere die Zunahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und der erhaltenen Anzahlungen erwähnenswert, während insbesondere die Rückstellungen für Pensionen, die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sowie die sonstigen Verbindlichkeiten eine Abnahme aufweisen.

3.2. Umsatz- und Ertragsentwicklung

Die Umsatzerlöse haben sich gegenüber dem Vorjahr von rd 26,086 Mio € auf rd 24,034 Mio € reduziert. Dies ist eine Abnahme von rd 7,9% im Vergleich zum Vorjahr.

Der Personalaufwand ist von rd 3,882 Mio € auf rd 4,209 Mio € gestiegen. Dies ist eine Steigerung um 8,4% im Vergleich zum Vorjahr. Im Vergleich dazu sind die sonstigen betrieblichen Aufwendungen um lediglich 3,1 % von 1,304 Mio € auf 1,344 Mio € gestiegen.

Das Betriebsergebnis weist gegenüber dem Vorjahr eine Abnahme von rd 0,214 Mio € auf rd 0, 107 Mio € auf.

Unter Berücksichtigung des im Berichtsjahr erzielten negativen Finanzergebnisses von rd 0,003 Mio € (2023/2024: rd 0,063 Mio € negativ) beläuft sich das Ergebnis vor Steuern auf rd 0,105 Mio € (2023/2024: rd 0,259 Mio €).

Hievon ausgehend ergibt sich nach Abzug der Ertragsteuern ein Jahresüberschuss von rd 0,082 Mio € gegenüber rd 0,197 Mio € im Vorjahr.

Nach Berücksichtigung des Gewinnvortrags beträgt der Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2024/2025 rd 1,167 Mio € bzw. 4,8 % der Umsatzerlöse gegenüber rd 1,085 - Mio € im Geschäftsjahr 2023/2024.

4. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Bis zum Zeitpunkt der Erstellung des Jahresabschlusses 2024/2025 gab es keine Ereignisse, die einen wesentlichen Einfluss auf das Ergebnis des Jahresabschlusses zum 31.03.2025 hatten.

5. Prognosebericht

Im August 2025 sind die PKW Neuzulassungen um 10,7 % höher als im Vorjahresvergleich. Die Konjunkturschwäche der österreichischen Wirtschaft wird wohl auch noch im Jahr 2025/2026 nachwirken, da aber das Werkstätten-Geschäft gewohnt gut läuft, wird für das Geschäftsjahr 2025/2026 wiederum mit einer Verbesserung des Jahresergebnisses gerechnet.

6. Wesentliche Risiken und Ungewissheiten

Das Unternehmen ist verschiedenen Risiken ausgesetzt, die ein systematisches und kontinuierliches Risikomanagement erforderlich machen.

Dem Risiko der Abwanderung von Fachkräften wird mit einem leistungsorientierten Vergütungssystem entgegnet.

Das Kundenausfallsrisiko wird durch die sehr gute Forderungsverteilung, eine laufende Bonitätsüberprüfung und ein strenges Mahnwesen relativ gering gehalten.

Um die Gesundheit der Mitarbeiter und damit die Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebes zu sichern, werden die Schutz- und Gesundheitsmaßnahmen im Bereich des Werkstättenbetriebes für E-Fahrzeuge forciert.

Wegen des stagnierenden bzw. rückläufigen Marktes bleiben auch die getroffenen Maßnahmen zur Beeinflussung der Kostenstruktur, wie z.B. gezielte Ausgabenreduktion, zur Sicherung der Liquidität aufrecht.

Welches Ausmaß die Folgen des Ukrainekrieges bzw. der hohen Inflation annehmen werden, lässt sich quantitativ noch nicht abschätzen, wird jedoch aktuell durch das

Management laufend beobachtet und hinsichtlich des Risikos neu bewertet.

7. Forschungsbericht

Die Gesellschaft betreibt keine Forschung und Entwicklung.

8. Finanzinstrumente

Das Unternehmen verwendet keine derivativen Finanzinstrumente.

9. Zweigniederlassungen

Die Gesellschaft betreibt keine Zweigniederlassungen.

Eisenstadt, am 18. Dezember 2025

KR Christian Kamper

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