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L A G E B E R I C H T
UNTERNEHMERISCHES UMFELD
Als ein wesentlicher Bestandteil des konzernweiten Prangl 2020-Projektes hat sich die Geschäftsführung dazu entschieden ein professionelles Fuhrparkmanagement einzuführen. Seit der Einführung des Fuhrparkmanagements hat sich in diesem Bereich einiges getan. Es wurden viele Abläufe des täglichen Geschäftes von der neu geschaffenen Abteilung übernommen und umgesetzt. Eine wesentliche Rolle nimmt das Fuhrparkmanagement bei der Investitionsplanung und Beschaffung von Neugeräten ein. Gleichlaufend mit der Einführung des Fuhrparkmanagements wurde auch die Investitionsbeschaffung und strategische Verwaltung des Fuhrparks an die Toman GmbH übertragen. Alle Investitionen in den Vermietgerätebestand werden seither über diese Gesellschaft abgewickelt. Durch diese Maßnahmen soll einerseits eine höhere Flexibilität in Bezug auf die Nutzung der Fahrzeuge geschaffen werden, andererseits können damit die strengen Vorgaben der Intercompany-Verrechnung einfacher und effizienter umgesetzt werden. Ungarn befindet sich in einer Phase der Stagnation mit weiterhin erhöhter Inflation.
WIRTSCHAFTLICHES UMFELD
Die wirtschaftliche Entwicklung in Mitteleuropa zeigt derzeit ein differenziertes Bild. Während die Länder der Region insgesamt moderat wachsen, bleibt die Dynamik hinter den Erwartungen zurück. Besonders im Vergleich zu früheren Jahren sind die konjunkturellen Impulse schwächer, was vor allem auf die abgekühlte Weltwirtschaft, sinkende Exportnachfrage und den Einfluss hoher Zinsen zurückzuführen ist. In Osterreich ist die Lage schwieriger als in den meisten Nachbarländern. Die österreichische Wirtschaft befindet sich seit 2023 in einer leichten Rezession, und auch für 2025 ist kein Aufschwung in Sicht. Ungarn befindet sich in einer Phase der Stagnation mit weiterhin erhöhter Inflation. Nach einer Rezession im Jahr 2023 erholt sich die ungarische Wirtschaft nur langsam. Das frühere Wachstumsmodell, getragen von ausländischen Investitionen und günstiger Produktion, verliert an Kraft, während strukturelle Probleme wie Fachkräftemangel und politische Unsicherheiten zunehmen. In Slowenien und Kroatien zeigt sich ein moderates, aber solides Wachstum. Beide Wirtschaften wuchsen zuletzt zwar in kleinem Umfang zwischen 2%-3,5%, getragen vor allem vom privaten Konsum und einem robusten Arbeitsmarkt. Allerdings verlangsamen sich auch hier die Investitionen.
Insgesamt zeigt sich für Mitteleuropa ein Bild von moderatem, aber ungleich verteiltem Wachstum. Der Binnenkonsum bleibt der wichtigste Motor, während die Exportwirtschaft vielerorts unter der schwachen internationalen Nachfrage leidet. Inflation, hohe Energiekosten und geopolitische Unsicherheiten dämpfen die Aussichten zusätzlich. Für 2025 wird in der Region insgesamt mit einem Wachstum von etwa zweieinhalb bis drei Prozent gerechnet. Österreich dürfte dabei leicht zurückfallen, während Kroatien und Slowenien solide Werte erreichen und Ungarn weiter mit strukturellen Problemen kämpft. Langfristig wird entscheidend sein, wie erfolgreich die Länder in Innovation, Digitalisierung und nachhaltige Produktion
investieren – nur so kann Mitteleuropa seine Wettbewerbsfähigkeit in einem zunehmend anspruchsvollen globalen Umfeld sichern.
BERICHT ZU FINANZIELLEN UND NICHTFINANZIELLEN LEISTUNGSINDIKATOREN
Trotz der intensiven Investitionstätigkeit ist die Bilanzsumme im Vergleich mit 90,7 Mio€ im Geschäftsjahr 2024/25 gegenüber dem Geschäftsjahr 2023/24 89,2 Mio€ nur unwesentlich um 1,4 Mio€ bzw. 1,6% gestiegen. Beim gesamten Anlagevermögen stehen Investitionen mit einem Betrag von 20,1 Mio€, Abgängen mit einem Anschaffungswert von 7,8 Mio€ gegenüber. Die kumulierte Abschreibung für das Anlagevermögen hat sich saldiert um 12,4 Mio erhöht, dies bei einer Abschreibungssumme für das Geschäftsjahr von rd. 17,8 Mio€. Die Buchwerte des Anlagevermögens sind mit 86,1 Mio€ gegenüber dem Vorjahr so gut wie unverändert geblieben. Mit den Neuinvestitionen wird sichergestellt, dass die Dienstleistung der nach außen hin operativen Konzerngesellschaften, sowohl national als auch international weiterhin auf einem sehr hohen Niveau erfolgen kann.
Das Umlaufvermögen, welches im Wesentlichen aus Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen und sonstigen Forderungen besteht, zeigt mit 4,4 Mio€ (nach 3,1 Mio€ im VJ) eine Zunahme, die auch die gestiegenen Umsätze durch die Vermieterlöse innerhalb des Konzerns ergaben. Gemessen an der Gesamtheit der Bilanz bleibt diese Position jedoch in ihrer Gesamtheit eher von untergeordneter Bedeutung. Das Eigenkapital ist von 26,8 Mio€ zum Ende des Geschäftsjahres 2023/24 um 0,2 Mio€ im Vergleich mit den Werten zum Bilanzstichtag des abgelaufenen Geschäftsjahres nahezu unverändert geblieben. Die Eigenkapitalquote liegt mit 29,3% unter Berücksichtigung der kapitalintensiven Investitionen bei einem ausgesprochen guten Wert.
Unter der Position Zuschüsse sind Investitionsprämien im Zuge der COVID19-Investitionsprämie eingestellt. Entsprechend der Vorgaben wurden diese im Berichtszeitraum mit rd. 0,7 Mio aufgelöst.
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten blieben aber trotz der bereits beim Anlagevermögen ausgeführten Investitionen, in Höhe von 20,1 Mio€, unter dem Vorjahreswert und sind von 45,2 Mio€, um 0,5 Mio€, auf 44,7 Mio€ zurückgegangen. Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen zeigt sich zum Ende des Geschäftsjahres 2024/25 im Vergleich zum Vorjahr eine deutliche Abnahme mit 1,9 Mio€ auf 0,4 Mio€.
Eine deutliche Zunahme zeigen hingegen die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen, diese sind von 11,7 Mio€ am Ende des Geschäftsjahres 2023/24 um 40,4% bzw. absolut 4,7 Mio€ auf 11,4 Mio€ angestiegen.
Die gesamten Verbindlichkeiten werden somit in der Bilanz mit 61,9 Mio€ nach 59,6 Mio€ im Geschäftsjahr 2023/24 ausgewiesen, was einer Zunahme von lediglich 2,3 Mio€ oder 3,9% entspricht.
Trotz der durchwachsenen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen konnte das Unternehmen seine Umsatzerlöse deutlich von 15,9 Mio€ im Vorjahr auf 20,1 Mio€ steigern. Dies entspricht einem Zuwachs von rund 26,3%. Der Anstieg ist vor allem auch mit den Investitionen der letzten Geschäftsjahre verbunden.
Die sonstigen betrieblichen Erträge lagen knapp unter 4,0 Mio€, deutlich unter dem Vorjahreswert (7,0 Mio€). Der Rückgang ist im Wesentlichen auf geringere Erträge aus dem Abgang von Anlagevermögen zurückzuführen, die im Vorjahr außergewöhnlich hoch ausfielen. Bereinigt um diesen Sondereffekt zeigt sich ein weitgehend stabiles betriebliches Umfeld.
Das Betriebsergebnis verringerte sich von 3,4 Mio€ im Vorjahr auf 2,0 Mio€ im Geschäftsjahr 2024/25. Ausschlaggebend hierfür waren insbesondere die gestiegene Abschreibung auf die Sachanlagen durch die erhöhte Investitionstätigkeit der vergangenen Geschäftsjahre sowie der sonstigen betrieblichen Aufwendungen, bedingt hauptsächlich durch die Zunahme der Leasingaufwendungen. Das Finanzergebnis blieb mit -2,4 Mio€ nahezu unverändert gegenüber dem Vorjahr. Unter Berücksichtigung des Finanzergebnisses ergibt sich ein Ergebnis vor Steuern von –0,4 Mio€ (Vorjahr +0,98 Mio€). Nach Steuern weist das Unternehmen einen Jahresfehlbetrag von 213.796,63 € aus.
Die Gesellschaft hat keine Mitarbeiter.
ZWEIGNIEDERLASSUNGEN
Die Gesellschaft betreibt keine Zweigniederlassungen.
FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG
Forschung und Entwicklung wird seitens des Unternehmens nicht betrieben.
BERICHT ÜBER WESENTLICHE MERKMALE DES INTERNEN KONTROLL- UND RISIKOMANAGEMENTSYSTEMS IM HINBLICK AUF DEN RECHNUNGSLEGUNGSPROZESS
RISIKOMANAGEMENT
Toman ist im Rahmen seiner unternehmerischen Tätigkeit einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt. Aufgabe des Risikomanagementsystems ist es, Risiken frühzeitig zu erkennen, zu überwachen und Maßnahmen zur Risikominimierung zu ergreifen. Die Risikomanagementaufgaben sind klar strukturiert und liegen im Verantwortungsbereich sowohl des Fuhrparkmanagements als auch der Geschäftsführung. Mit der im Unternehmen installierten Kontrolleinrichtungen und dem Managementinformationssystem wird ein Kosten- und Risikobewusstsein geschaffen und gefördert. Das Risikomanagement betrachtet dabei Finanzrisiken (Währungs-, Zinsänderungs- und Liquiditätsrisiken) ebenso wie Beschaffungsrisiken, Marktrisiken und Wiederverkaufsrisiken.
RECHNUNGSLEGUNGSBEZOGENES RISIKOMANAGEMENTSYSTEM UND INTERNES KONTROLLSYSTEM
Der Rechnungslegungsprozess ist ebenfalls in das Risikomanagementsystem von Toman integriert.
Kontrollumfeld: Grundlage für das interne Kontrollsystem sind die internen Organisationsanweisungen und Richtlinien. Die Überwachung erfolgt durch zentrale Stellen.
Risikobeurteilung: Bei der Erstellung des Abschlusses müssen regelmäßig Annahmen und Schätzungen vorgenommen werden, für die das Risiko besteht, dass die erwarteten zukünftigen von den tatsächlichen Entwicklungen abweichen.
Kontrollmaßnahmen: Die Kontrolle durch unterschiedliche Uberwachungsschritte. Dadurch soll sichergestellt werden, dass Fehler in der Finanzberichterstattung vermieden bzw. solche entdeckt und korrigiert werden.
Information und Kommunikation: Die Finanzinformationen werden in regelmäßigen Abständen in strukturiertem Format an alle verantwortlichen Instanzen zur Wahrnehmung der Überwachungs- und Kontrollfunktion übermittelt.
Überwachung: Die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses erfolgt von den Verantwortlichen in unterschiedlichem Detaillierungsgrad.
BERICHT ÜBER DIE VORAUSSICHTLICHE ENTWICKLUNG UND DIE RISIKEN DES UNTERNEHMENS
Insgesamt wird in Mitteleuropa für 2026 eine moderate wirtschaftliche Erholung erwartet. Die Region profitiert einerseits von der Normalisierung nach höheren Inflations- und Zinsphasen, andererseits bleiben Export- und Industrieseiten – insbesondere bei schwächerem Auslandsgeschäft und global erhöhten Unsicherheiten – belastet. Laut Marktforschungen könnte das Wachstum im CEE-Raum hoffnungsvoll auf rund 2½ % bis 3 % steigen, wo hingegen für Österreich und Ungarn die Prognosewerte deutlich darunter liegen.
Unser Tätigkeitsfeld ist im Hinblick auf die Risikobeurteilung auf einen sehr schmalen Bereich begrenzt, da wir im Sinne der Absatzfrage lediglich im Konzern tätig sind. Auf der Beschaffungsseite stellt sich unser Markt zum überwiegenden Teil aus europäischen Lieferanten zusammen. Nur diese ausgewählten und im Sinne unseres IMS-Managementsystems beurteilten Lieferanten erbringen die geforderten Qualitätskriterien für unsere Fuhrparkinvestitionen. Nichtsdestotrotz
• analysieren wir • beobachten wir • beurteilen wir • und leiten gegebenenfalls Maßnahmen zur Korrektur ab,
• Zins(änderungs)Risiko • Liquiditätsrisiko • Beschaffungsrisiko etc.
wenn durch unser umfangreiches Management- und Controllingsystem Veränderungen in der Risikolandschaft wie
festgestellt werden.
Das Zinsänderungsrisiko stellt das Risiko dar, welches sich aus der Wertänderung von Finanzinstrumenten, anderen Bilanzposten und/oder zinsbedingten Zahlungsströmen infolge von Schwankungen von Marktzinssätzen ergibt. Das Zinsänderungsrisiko wird in Verbindung mit der Finanzplanung kontinuierlich überwacht.
Das Liquiditätsrisiko bezeichnet das Risiko, jederzeit die erforderlichen Finanzmittel zur fristgerechten Begleichung eingegangener Verbindlichkeiten aufbringen zu können. Die Finanzierungspolitik von Toman ist auf eine langfristige Finanzplanung abgestimmt und wird laufend überwacht.
Dem Fremdwährungsrisiko wird dadurch begegnet, dass ein laufendes Monitoring der Entwicklung der SFR vorgenommen wird. Mangels Konvertierungsverpflichtung sehen wir auch unter dem Gesichtspunkt der derzeitigen Kursentwicklung einer eher positiven Entwicklung entgegen. Nicht außer Acht zu lassen ist dabei auch die deutliche Differenz der Zinslandschaften im SFR und im EUR Bereich, die sich durch die bereits vorgenommene Senkung des Leitzinssatzes durch die Schweizerische Nationalbank noch verstärkt hat. Ein geringfügiges Fremdwährungsrisiko besteht bei Zahlungen aus Ungarn in HUF. Dessen Kursentwicklung wird laufend beobachtet und gegen die teilweise etwas höheren HUF-Zinsen gegengerechnet. Der Leitzinssatz der ungarischen Zentralbank liegt derzeit bei 6,5% und damit um einiges über dem EUR-Zinssätzen.
Unter der Prämisse keiner massiven wirtschaftlichen Verwerfung, ausgelöst von der Zinspolitik der Zentralbanken, sowie der Annahme keiner weiteren Eskalationsszenarien aus den unterschiedlichen weltpolitischen Szenarien und wirtschaftlichen Entwicklungen, erwarten wir für das Geschäftsjahr 2024/25 einen zumindest gleichbleibenden Geschäftsgang der Toman GæsmbH.
Wien, 27.01.2026
Mag. Christian Prangl-Grötz!
(Geschäftsführer)