Inhaltsverzeichnis
Constantia on exibles
Constantia Teich GmbH Mühlhofen 4 A-3205 Weinburg
People Passion Packaging
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1 ALLGEMEINES ............................................................................................................................... 3 1.1 Das Unternehmen und die Geschäftsfelder............................................................................. 3 1.2 Wirtschaftliche Entwicklung...................................................................................................... 3 2 GESCHÄFTSVERLAUF UND LAGE DES UNTERNEHMENS ...................................................... 4 2.1 Auftragslage ................................................................................................................................ 4 2.2 Produktionsentwicklung ............................................................................................................ 4 2.3 Beschaffung................................................................................................................................ 4 2.4 Ergebnisentwicklung.................................................................................................................. 4 2.5 Vermögens- und Finanzlage...................................................................................................... 5 2.6 Investitionen ................................................................................................................................ 6 2.7 Eigenkapitalsituation.................................................................................................................. 7 2.8 Finanzielle Leistungsindikatoren.............................................................................................. 7 2.9 Personalstand ............................................................................................................................. 7 2.10 Personalentwicklung und Arbeitssicherheit........................................................................ 7 2.11 Umweltschutzmaßnahmen..................................................................................................... 7 2.12 Public Relation / Communication.......................................................................................... 8 3 VERWENDUNG VON FINANZINSTRUMENTEN ......................................................................... 10 4 BERICHT ÜBER DIE VORAUSSICHTLICHE ENTWICKLUNG UND RISIKEN DES UNTERNEHMENS ................................................................................................................................ 11 4.1 Voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens............................................................... 11 4.2 Risikobericht............................................................................................................................. 12 5 FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG ........................................................................................... 18
1 Allgemeines
1.1 Das Unternehmen und die Geschäftsfelder
Die Constantia Teich GmbH ist ein international führender Anbieter hochwertiger flexibler Verpackungsmaterialien für Produkte des täglichen Bedarfs für die Lebensmittel-, Tiernahrungs- und Pharmaindustrie. Diese Produkte sind von konjunkturellen Zyklen in geringerem Ausmaß beeinflusst als andere Wirtschaftsgüter. Es besteht jedoch eine hohe Abhängigkeit von Rohmaterialpreisen, insbesondere vom Marktpreis für Aluminium, sowie inzwischen auch von Nachhaltigkeitstrends bzw. der Gesetzgebung im Bereich der Nachhaltigkeit.
Den Produktionsschwerpunkt bildet die Herstellung von Aluminiumfolie und deren Veredelung zu flexiblen Verpackungsmaterialien. Constantia Teich GmbH ist in hohem Maße vertikal integriert, betreibt ein eigenes Walzwerk und deckt eine Vielzahl komplexer Veredelungsschritte ab. Das Unternehmen beliefert nicht nur den Markt mit hochwertigen Produkten, sondern auch andere Mitglieder der Constantia Flexibles Gruppe mit Aluminiumfolie und veredelten Materialien und legt hierbei hohen Wert auf den Einsatz nachhaltig produzierter Rohstoffe, sowie umweltschonender Produktionsmethoden.
1.2 Wirtschaftliche Entwicklung
Die Constantia Teich GmbH erwirtschaftete im Berichtsjahr wiederum den größten Teil ihres Umsatzes in Europa, davon entfielen 11,8% auf den österreichischen Markt.
Im europäischen Binnenmarkt zeigte sich für 2025 ein überwiegend verhaltenes wirtschaftliches Umfeld. Nach einem Wachstum von 0,9 % im Jahr 2024 gab es im Jahr 2025 wiederum nur ein moderates Wachstum von rund 1,0 %. Die Inflationsrate in der EU entwickelte sich 2025 mit knapp 2,1% weiter rückläufig. Dies liegt knapp über dem Zielwert der Europäischen Zentralbank. Für Österreich weist Statistik Austria für das Jahr 2025 eine Inflation von 3,6 % aus. Damit lag Österreich deutlich über dem EU‑Schnitt, vor allem wegen Energie‑ und Strompreiseffekten, sowie Indexierungen. Für 2026 prognostiziert die OENB ebenfalls einen Rückgang auf 2,2%. Geopolitische Risiken bestehen fort. Insbesondere können Handelskonflikte zwischen EU und USA laut IWF das Wachstum potenziell weiter dämpfen.
Der Arbeitsmarkt in der EU bleibt robust. Mit einer Arbeitslosenquote von 5,8 % im Jahr 2025 gab es einen weiterhin historisch niedrigen Wert für die EU.
Die US-amerikanische Wirtschaft wuchs 2025 mit 2,0% moderat. EY prognostiziert ein ähnliches Wirtschaftswachstum im Jahr 2026, beeinflusst durch höhere Zölle, Arbeitsmarktverlangsamung und divergierendes Konsumverhalten. Das US-BIP-Jahr 2025 verzeichnete laut U.S. Bureau of Economic Analysis ein Wachstum von 2,2 % (Jahreswert gegenüber 2024). Die Constantia Teich GmbH erwirtschaftete 5,0% ihrer Umsätze in diesem Markt. Der restliche Umsatz ist in den Märkten Afrika, Südamerika, Asien und Australien erzielt worden.
2 Geschäftsverlauf und Lage des Unternehmens
2.1 Auftragslage
Der Auftragseingang lag deutlich über dem Niveau des Vorjahres.
2.2 Produktionsentwicklung
Der Beginn des Jahres 2025 verlief sehr gut mit voller Kapazitätsauslastung nach dem Uberschwemmungsereignis Ende 2024. Von Juli bis Ende 2025 kam es jedoch zu einer Verlangsamung des Marktes.
2.3 Beschaffung
Aluminium ist der wichtigste Rohstoff für die Constantia Teich GmbH. Der Dreimonatspreis für Aluminium lag Anfang 2025 im Durchschnitt bei 2.497 €/Tonne und zum Jahresende bei 2.440 €/Tonne. Preisschwankungen bei Aluminium werden durch Absicherungsinstrumente abgefedert, um das Risiko erheblicher negativer Auswirkungen auf den Gewinn zu minimieren. Zeitverzögerungen bei der Preisanpassung gemäß vertraglichen Vereinbarungen mit Kunden können jedoch zu Schwankungen oder Verschiebungen der Produktmargen und damit des Unternehmensgewinns führen.
Die Duty Paid Prämie für Aluminium sank von 305 €/Tonne im Januar auf rund 270 €/Tonne im Dezember 2025.
Auch andere Rohstoffe verzeichneten ab der zweiten Jahreshälfte 2025 einen rückläufigen Preistrend. Die Versorgungssicherheit verbesserte sich im Laufe des Jahres 2025 in allen Rohstoffkategorien deutlich.
Die Energiemärkte zeigten nach anfänglich hohen Preisen im ersten Quartal über das gesamte Jahr einen stabilen Trend. Gegen Ende 2025 war jedoch bereits ein deutlicher Anstieg erkennbar. Auch hier wurden entsprechende Absicherungsinstrumente genutzt, um das Risiko von Stromschwankungen zu begrenzen.
2.4 Ergebnisentwicklung
| in TEUR | 2025 | 2024 |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 590.280 | 546.698 |
| Betriebsleistung | 593.523 | 549.384 |
| Betriebsergebnis (BE) | 41.561 | 37.860 |
| BE in % der Betriebsleistung | 7,00% | 6,89% |
| Finanzergebnis | 38.036 | 40.162 |
| |Ergebnis vor Steuem | 79.597 | 78.022 |
2.4.1 Umsatzentwicklung
Im Geschäftsjahr 2025 konnte ein Umsatz in Höhe von 590.280 TEUR erwirtschaftet werden. Dementsprechend ist im Vergleich zum Vorjahr ein Anstieg in Höhe von 7,97 % verzeichnet worden.
2.4.2 Entwicklung der Betriebsleistung
Der Anstieg der Betriebsleistung um 44.138 TEUR im Jahresvergleich ergab sich im Wesentlichen aus dem Anstieg der Umsätze in Höhe von 43.582 TEUR (7,97 %) und einem Anstieg der Bestandsveränderung in der Höhe von 298 TEUR (11,79 %). Der Materialaufwand (inkl. bezogene Leistungen) stieg im Jahresvergleich um 40.072 TEUR (11,10 %).
2.4.3 Entwicklung des Finanzergebnis
Gegenüber dem Jahr 2024 ist das Finanzergebnis um 2.126 TEUR gesunken.
2.5 Vermögens- und Finanzlage
| in TEUR | 2025 | 2024 |
|---|---|---|
| Anlagevermögen | 438.305 | 436.405 |
| Umlaufvermögen | 224.888 | 198.330 |
| Aktive Rechnungsabgrenzung | 288 | 1.575 |
| Aktive latente Steuern | 2.391 | 2.711 |
| Summe Aktiva | 665.872 | 639.022 |
| Eigenkapital | 338.454 | 341.837 |
| Investitionszuschüsse | 1.640 | 1.398 |
| Langfristiges Fremdkapital | 33.578 | 135.559 |
| Kurzfristiges Fremdkapital | 290.962 | 158.904 |
| Passive Rechnungsabgrenzung | 1.238 | 1.325 |
| Summe Passiva | 665.872 | 639.022 |
Der Anstieg der Bilanzsumme um 26.850 TEUR ist vor allem auf die Gewährung eines konzerninternen Darlehens einer Muttergesellschaft zurückzuführen.
Im Berichtsjahr wurden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Rahmen eines stillen Factoring-Vertrages verkauft. Zum 31.12.2025 wurden unter dieser Vereinbarung Forderungen im Ausmaß von 62.307 TEUR (Vorjahr: 58.857 TEUR) übertragen.
2.5.1 Cashflow
| in TEUR | 2025 | 2024 |
|---|---|---|
| Cashflow aus dem operativen Bereich | 46.417 | 32.734 |
| Cashflow aus dem Investitionsbereich | 18.990 | 4.296 |
| Cashflow aus dem Finanzierungsbereich | -36.483 | -73.900 |
| Veränderung Zahlungsmittelbestand | 28.924 | -36.870 |
| Zahlungsmittelbestand per 31.12. | 38.937 | 10.013 |
Der Zahlungsmittelbestand setzt sich aus den liquiden Mitteln lt. Bilanz in Höhe von 162 TEUR (Vorjahr: 146 TEUR) und der Cash Pooling Forderung in Höhe von 38.775 TEUR (Vorjahr: 9.867 TEUR) zusammen, da diese entsprechend dem Cash Pool Vertrag für die Constantia Teich GmbH jederzeit verfügbar ist.
Der positive operative Cashflow in Höhe von 46.417 TEUR (Vorjahr: 32.734 TEUR) resultiert im Wesentlichen aus dem Ergebnis vor Steuern und Abschreibungen in Höhe von 98.891 TEUR (Vorjahr: 92.860 TEUR), vermindert um Beteiligungserträge in Höhe von -39.190 TEUR (Vorjahr: -40.482 TEUR), da diese im Cashflow aus der Investitionstätigkeit ausgewiesen werden. Die Effekte aus der negativen Veränderung der Vorräte, der Forderungen, sowie der Rückstellungen in Höhe von -9.533 TEUR (Vorjahr: -14.320 TEUR) wurden durch die Zunahme der Verbindlichkeiten in Höhe von 4.988 TEUR (Vorjahr: 3.483 TEUR) zum Teil kompensiert.
Der positive Cashflow aus Investitionstätigkeit setzt sich hauptsächlich aus Beteiligungserträgen von verbundenen Unternehmen in Höhe von 39.190 TEUR (Vorjahr: 40.482 TEUR), sowie Einzahlungen aus Finanzanlagenabgang und sonstigen Finanzinvestitionen in der Höhe von 1.247 TEUR (Vorjahr: 13.414 TEUR), vermindert um Auszahlungen für Anlagenzugänge in Höhe von -21.550 TEUR (Vorjahr: -49.646 TEUR), zusammen.
Im Jahr 2025 führte insbesondere die Dividendenausschüttung in Höhe von -75.000 TEUR (Vorjahr: -80.000 TEUR) zu einem negativen Cashflow aus dem Finanzierungsbereich.
2.6 Investitionen
Neben der Umsetzung kleinerer Projekte zur Produktivitätssteigerung und Qualitätssicherung wurden auch große Projekte im Bereich Walzwerk und Veredelung abgeschlossen und realisiert, wobei Kapazitätserweiterung, Modernisierung, Automatisierung, sowie Digitalisierung von besonderer Bedeutung waren.
Die Erhöhung des Beteiligungsansatzes der Asas Ambalaj Baski Sanayi ve Ticaret A.S resultiert aus einer Zusage der Constantia Flexibles Holding GmbH für die Übernahme von Aufwendungen eines Value Creation Bonus in der Gesellschaft und deren Tochtergesellschaften.
2.7 Eigenkapitalsituation
Zum Bilanzstichtag belief sich das Eigenkapital auf 338.454 TEUR (Vorjahr: 341.837 TEUR). Trotz der Erhöhung des absoluten Eigenkapitals verringerte sich die Eigenkapitalquote gegenüber dem Vorjahr von 52,9 % auf 50,8 % aufgrund der höheren Bilanzsumme.
2.8 Finanzielle Leistungsindikatoren
Die Umsatzrentabilität lag im Berichtsjahr bei 15,54 % (Vorjahr: 16,10 %). Mit 14,06 % ist die Gesamtkapitalrentabilität im Vergleich zum Vorjahr (13,49 %) leicht gestiegen.
2.9 Personalstand
2025 waren im Durchschnitt 969 (Vorjahr 944) Personen beschäftigt. Der Personalstand ist im Vergleich zu 2024 marginal angestiegen.
2.10 Personalentwicklung und Arbeitssicherheit
Im Jahr 2025 lag der Fokus weiterhin auf ereignisbezogenen und arbeitsplatzrelevanten Schulungen, die bedarfsgerecht durchgeführt wurden. Das Programm „Null-Unfall-Kultur“ wurde ebenfalls weiterentwickelt. Management-Sicherheitsbegehungen und ein speziell auf das Unternehmen zugeschnittenes Sicherheitstraining, mit Schwerpunkt auf verhaltensorientierter Arbeitssicherheit, trugen maßgeblich dazu bei. Zusätzlich wurden automatische Sicherheitsmeldungen in regelmäßigen Abständen auf Monitoren in der Produktion implementiert. Mit drei Arbeitsunfällen im Jahr 2025 erreichten wir nach einem Anstieg im Jahr 2024 wieder das Niveau von 2023.
Die Weiterbildung von Führungskräften und Mitarbeitern im Rahmen des Programms „Null-Unfall- Kultur“ wurde fortgesetzt und im Jahr 2025 abgeschlossen. Die Meldung von Vorfällen wurde fortgeführt, und die Priorisierung gemeldeter unsicherer Zustände führte zu einer effektiveren und gezielteren Umsetzung von Korrekturmaßnahmen.
2.11 Umweltschutzmaßnahmen
Die CO2-Emissionen werden derzeit von einer akkreditierten und zertifizierten Stelle überprüft.
Im Jahr 2025 war durch die Inbetriebnahme eines neuen Walzgerüstes, inkl. Glühöfen, ein leichter Anstieg der CO2-Emissionen zu beobachten.
Aktuell wird eine CO2-Strategie erarbeitet, um die konzernweiten, nationalen und europäischen Klimaziele zu erreichen. Darin enthalten ist auch der Aufbau einer Lieferkette für Low Carbon Aluminium (CO2-reduziertes Aluminium).
Die Abfallmengen sind 2025 insgesamt, getrieben durch viel Aluminiumschrott, gestiegen.
In der Entsorgung der gefährlichen und nicht gefährlichen Abfallfraktionen konnten, trotz einer Mengensteigerung in der Produktion, eine Einsparung von -6,5% bzw. -1,5% erreicht werden. Dazu beigetragen hat eine Abfallvermeidungskampagne, die gemeinsam mit unserem Dienstleister umgesetzt wurde.
Die hohen Aluschrottmengen sind besonders durch die Inbetriebnahme des Walzwerksausbaus, durch diverse technische Probleme an den Basisveredelungsanlagen und einer Reduktion der Losgrößen (und damit einer deutlichen Steigerung der Rüstvorgänge) in der gesamten Produktion entstanden.
Die Einhaltung der ISO 14001 wurde 2025 in einem Audit bestätigt.
Entsprechend den gesetzlichen Bestimmungen des Umweltinformationsgesetzes (UIG) haben wir Behörden und Anrainer über umweltrelevante Anlagenveränderungen laufend informiert.
Nach dem Ausgangsmonitoring auf Biodiversitätsflächen der Constantia Teich wurde das Biodiversitätsprojekt fortgesetzt und weitere biodiversitätsfördernden Maßnahmen umgesetzt (Nistkästen, Bienenhaus, etc.). 2025 wurde ein externes Monitoring/Audit durchgeführt, die Biodiversität hat sich seit dem letzten Audit verbessert (mehr Artenreichtum). Zur Fortsetzung der kontinuierlichen Weiterentwicklung wurden Projekte im Umweltprogramm erfasst, priorisiert und in Abstimmung mit der Geschäftsleitung umgesetzt.
2.12 Public Relation / Communication
Im August wurde das zweite Sommerfest für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, sowie deren Familien auf dem Freizeitareal der Gemeinde Weinburg veranstaltet. Rund 500 Gäste fanden sich auf dem Gelände ein und nutzten das reichhaltige Angebot.
Als Arbeitgeber ist Constantia Teich österreichweit und mit allen offenen Stellen auf karriere.at vertreten. Einzelne Stellen werden auch auf StepStone geschalten und die Präsenz auf einem regionalen Jobportal ist aktuell in Prüfung. Darüber hinaus gibt es regionale Kooperationen mit Schulen, die auch die Präsenz auf deren Jobportalen beinhalten – hier inserieren wir unsere Einstiegspositionen. Fallweise werden Jobinitiativen über das globale LinkedIn-Portal von Constantia Flexibles beworben. Die Zertifikate „Audit berufundfamilie“, sowie das BGF-Gütesiegel zur betrieblichen Gesundheitsförderung unterstreichen unsere Bemühungen, ein attraktiver Arbeitgeber für unsere gesamte Belegschaft zu sein und vielfältige Maßnahmen zur Mitarbeiterbindung zu setzen. Die Infoscreens am gesamten Constantia Teich Werk unterstützen auch die interne Kommunikation mit unseren Mitarbeitenden und beinhalten Informationen zu unseren aktuellen Bildungsangeboten, offenen Stellen und sonstigen HR-Initiativen. Beispielhaft für gemeinsame Sportaktivitäten ist der in St. Pölten stattfindende Vision Run. 2025 nahmen 87 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, so viele wie noch nie, an der Veranstaltung teil. Bei der es gilt, als
Team eine Distanz von 5 km als Lauf oder Nordic Walking-Strecke zu bewältigen. In diesem Jahr trat das Team in neuen, einheitlichen T-Shirts auf, um das Unternehmen noch sichtbarer zu vertreten. Ein Teil des Nenngeldes wird ausgewählten Sozialprojekten gespendet.
Darüber hinaus wurde unsere Tennismannschaft, die alljährlich Constantia Teich im Tennis-Firmencup repräsentiert, mit neuen Tennisdressen ausgestattet.
Nicht nur im Unternehmen wird Bewegung und Gesundheit großgeschrieben. 2025 wurde die breitangelegte Sponsoringaktion für lokale Sportvereine fortgesetzt.
Im Zuge unserer erneuten Zertifizierung „Audit berufundfamilie“ wurden 2025 eine Reihe an familienfreundlichen Maßnahmen definiert, die aktuell in Planung oder bereits in Umsetzung sind. Beispiele hierfür sind ein Babybrunch mit karenzierten Mitarbeiter*innen (dient dem betrieblichen Austausch mit Kolleg*innen auch während der Karenz) und das Zusenden des Team-Magazins an karenzierte Mitarbeiter*innen, damit diese regelmäßig auch während ihrer Abwesenheit über alle wesentlichen Neuerungen und aktuellen Aktivitäten im Unternehmen informiert sind.
Im Zuge des Schul-Sponsorings unterstützt Constantia Teich seit vielen Jahren Kinder aus finanziell schwächeren Familien, regionale Projekte, Ausflüge, sowie spezielle Unterrichts-Initiativen durch die Finanzierung von besonderen Unterrichts-Materialien.
3 Verwendung von Finanzinstrumenten
Im Rahmen der Geschäftstätigkeit ist die Constantia Teich GmbH Rohstoffpreisrisiken und dabei vor allem den Schwankungen der an der LME (London Metal Exchange) gehandelten Aluminiumpreise ausgesetzt. Zur Begrenzung der Rohstoffpreisrisiken werden seit Jahren vor allem Warentermingeschäfte eingesetzt. Die Vorgehensweise zur Absicherung des Preisrisikos durch derivative Finanzinstrumente ist in für die Gesellschaft verbindlichen Konzern-Richtlinien festgeschrieben.
Ein Großteil, der für die Produktion erforderlichen Aluminiummenge, wird über einen Zeitraum von 3 bis 12 Monaten an der Börse vorwärts gekauft. Die Glattstellung der Hedging-Geschäfte erfolgt zeitgleich mit dem physischen Einkauf beim jeweiligen Lieferanten.
Zum Bilanzstichtag werden alle Sicherungsgeschäfte gegen den Markt bewertet. Für die mit den Sicherungsaktivitäten potenziell verbundene Kapitalbindung (Liquiditätsrisiko) ist durch vorhandene Liquiditätsreserven Vorsorge getroffen.
4Bericht über die voraussichtliche Entwicklung und Risiken des Unternehmens
4.1 Voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens
Die globalen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen bleiben auch im Jahr 2026 herausfordernd. Der Internationale Währungsfonds (IWF) prognostiziert für 2026 ein weltweites Wirtschaftswachstum von etwa 3,3 %. Das Welthandelsvolumen soll weiterhin nur moderat zunehmen. Die Europäische Kommission erwartet für die Eurozone ein Wachstum von 1,3 % im Jahr 2026. In den USA wird ein Wachstum von 2,4 % prognostiziert, während Osterreich mit einem moderaten Anstieg von 1,2 % rechnet. Die Inflationsrate in der Eurozone wird voraussichtlich auf 1,7 % im Jahr 2026 sinken, was nahe am Zielwert der Europäischen Zentralbank von 2 % liegt. In Osterreich wird für 2026 eine Inflationsrate von 2.2 % erwartet.
Die europäische Verpackungsindustrie steht weiterhin unter Druck. Faktoren wie schwaches Wirtschaftswachstum, anhaltende Inflation und Uberkapazitäten in bestimmten Technologien tragen dazu bei. Zudem könnten protektionistische Maßnahmen, insbesondere mögliche US-Importzölle, die globale Handelsbeziehungen belasten und zusätzliche Herausforderungen für europäische Unternehmen darstellen.
Geopolitische Spannungen, insbesondere der Krieg in der Ukraine und Konflikte im Nahen Osten, bleiben bedeutende Risiken für die globale wirtschaftliche Stabilität. Diese Unsicherheiten könnten die wirtschaftliche Entwicklung in Europa und weltweit negativ beeinflussen.
Die Geschäftsleitung geht jedoch aufgrund des im Vergleich zu anderen Industriesektoren krisensicheren Produktportfolios und der eingeleiteten Transformationsmaßnahmen von einer guten Basis für eine positive Geschäftsentwicklung der Constantia Teich GmbH aus.
Der Auftragseingang der Constantia Teich GmbH ging ab Mitte 2025 zurück und blieb bis zum Jahresende auf einem moderaten Niveau. Dementsprechend wird für das erste Quartal 2026 ein Absatzvolumen unter dem des Vorjahreszeitraums erwartet. Insgesamt wird für das Geschäftsjahr 2026 jedoch ein Anstieg des rohstoffbereinigten Umsatzes prognostiziert. Der Ausblick für das Gesamtjahr 2026 ist optimistisch.
4.2 Risikobericht
4.2.1 Allgemeines
Die Constantia Teich GmbH ist in das Risikomanagementsystem der Constantia Flexibles Group GmbH eingebunden und ist somit in der Lage, Risiken und Gefahren umfassend zu erkennen, diese richtig einzuschätzen und so zu kontrollieren, dass Risiken und damit verbundene Chancen in einem ausgewogenen Verhältnis stehen.
4.2.2 Technologische Entwicklung
Die aus wissenschaftlicher Sicht teilweise unbegründeten Verbote und Verwendungsbeschränkungen von einzelnen chemischen Substanzen und Rohstoffen stellen weiterhin ein mögliches Risiko aus Sicht der Forschung und Entwicklung dar. Insbesondere problematisch dabei sind unterschiedliche und teilweise divergente Herangehensweisen einzelner Länder. Die aktive Teilnahme in entsprechenden Arbeitsgruppen und Gremien ermöglicht es, immer am neuesten Stand der gesetzlichen und wissenschaftlichen Entwicklungen zu sein, sowie auch eigene Standpunkte entsprechend einzubringen. Die Archivierung der lebensmittelrechtlich relevanten Informationen für Rohstoffe und Produkte mittels eines spezifischen Datenmanagements gewährleistet eine gute Kontrolle, sowie hohe Reaktionsgeschwindigkeit bei sich ändernden rechtlichen Anforderungen bzw. neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen.
Der Aktionsraum für technologische Entwicklungen wird zudem durch die stete Zunahme an Immaterialgüterrechten begrenzt. Neu angemeldete Immaterialgüterrechte werden kontinuierlich recherchiert und deren Auswirkung auf die eigene Entwicklungsstrategie beurteilt. Gegebenenfalls ist es auch bisweilen erforderlich, Einspruchsverfahren zu initiieren. Gleichzeitig gilt es, die eigenen Entwicklungen bestmöglich zu schützen. Bei der Durchführung von Probeaufträgen und Versuchsprojekten stellt die Risikoanalyse einen integralen Bestandteil dieser Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten dar. Dies dient zur Abklärung des Risikos in Bezug auf Materialien und Prozesse, welches die Herstellung des Produktes und die Versorgungssicherheit des Kunden gefährden könnte.
Um die Abhängigkeit von einzelnen Rohstoffen in Hinblick auf einen möglichen kurzfristigen Ausfall bzw. dauerhaften Wegfall bestmöglich auszuschließen, sind alternative und homologierte Rohstoffe sehr wichtig. Deshalb werden kontinuierlich alternative Rohmaterialien getestet bzw. selbst entwickelt. In Bezug auf den Einsatz neuer Produktionstechnologien wurden Entwicklungsaktivitäten im Bereich Digitaldruck, sowie innovativer Oberflächenbehandlungsmethoden für Aluminiumfolien fortgesetzt.
4.2.3 Elementarrisiken
Angepasst an die entsprechenden Erfordernisse in den jeweiligen Werken werden auch weiterhin ausgewählte Maßnahmen zur Minimierung von Risiken hinsichtlich Brand-, Hochwasser- und Arbeitssicherheit wie folgt getroffen:
Brandschutz:
Das Brandschutzkonzept der Constantia Teich wurde auch 2025 in Abstimmung mit dem Sachversicherer weiterentwickelt, sowie bei Umbauten und Neubauten angepasst. Bauliche, technische und organisatorische Brandschutzmaßnahmen sind je nach Gefahrenpotential realisiert bzw. werden ebenfalls bei Umbauten und Neubauten angepasst.
In der Brandschutzorganisation ist die Schulung über das richtige Verhalten der Mitarbeiter und die Zusammenarbeit mit den externen Einsatzkräften wesentlich.
Hochwasser und andere Elementarrisiken:
Infolge des Hochwassers 2024 wurde ein Maßnahmenpaket mit der örtlichen Gemeinde, der Wildbachverbauung, der Versicherung und den Einsatzorganisationen erstellt, welches nun abgearbeitet wird. 2025 wurde Teil 1 des Pumpenkonzeptes und der Abdichtungsmaßnahmen, sowie eine Anpassung der Krisenpläne umgesetzt. 2026 werden weitere Maßnahmen umgesetzt
Sicheres Verhalten / Verhaltensorientierte Arbeitssicherheit:
Durch Safety Pop-ups auf den Infoscreens, der Veröffentlichung monatlicher Sicherheitstipps und einer Kampagne zum Thema „Einhalten von Regeln“ wurde die „Null-Unfall-Kultur“ weiterentwickelt und vertieft. Die wöchentlichen Management Safety Walks durch die Bereichsleiter wurden auch 2025 durchgeführt. Der Schwerpunkt liegt hier nach wie vor auf sicherem Verhalten und Kommunikation mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.
Zusätzlich wurden auf Mitarbeiterebene wieder die „Kollegialen Safety Supports“ zu verschiedenen Sicherheitsthemen durchgeführt. Ziel ist es, durch den Austausch auf Mitarbeiterebene Restrisiken, sowie auch Best Practice Lösungen zu identifizieren.
Die verstärkte Unterstützung von 2 definierten HSSE-Fokusabteilungen mit maßgeschneiderten Programmen zur Steigerung der Sicherheitsperformance war ein voller Erfolg. Beide Abteilungen arbeiteten das ganze Jahr 2025 ohne Arbeitsunfall.
Mit der Neuausrichtung des Onboarding-Prozesses wurde auch das Trainingsprogramm für Neueintritte adaptiert. Die Aufteilung in kleinere Schulungseinheiten erhöht den Lerneffekt und entspannt den ersten Arbeitstag. Durch das 6S-Programm wird das Thema Arbeitssicherheit zusätzlich unterstützt. 6S sorgt neben effizienteren Prozessabläufen auch für eine nachhaltige Verbesserung der Ordnung und Sauberkeit, der Grundlage für sicheres Arbeiten.
Maschinensicherheit:
Der hohe Sicherheitsstandard wird laufend optimiert. Altanlagen sind sicherheitstechnisch weiterentwickelt und entsprechen den gesetzlichen Vorgaben. Im Bereich Endfertigung läuft weiterhin ein Investitionsprogramm, um Altanlagen in den nächsten Jahren sukzessive auszutauschen.
Mit 3.844 Meldungen konnte ein Rekordwert bei den Meldungen unsicherer Zustände erreicht werden. Mit 3 Arbeitsunfällen (-50% zum Vorjahr) konnte der Trend Richtung Null Unfälle fortgesetzt werden.
4.2.4 Produktionsrisiken
Die Maßnahmen zur Aufrechterhaltung des laufenden Betriebes und der Produktionsfähigkeit werden laufend den Marktanforderungen angepasst, wobei folgende Aktivitäten hervorzuheben sind:
Risiko von Maschinenausfällen: Wartungs-/Inspektionspläne für bestehende Anlagen und Infrastruktur, zustandsorientierte Instandhaltung, laufende Weiterentwicklung/Anpassung der Anlagen, Langfristplanung von Investitionen aufgrund strategischer Planung (Masterplan) und entsprechend sorgfältige Projektausarbeitung, Maschinenbruch-Versicherung und Ausfallkonzepte innerhalb der Gruppe. Im Rahmen eines internen Flexibilisierungskonzeptes werden darüber hinaus weitere Backupmöglichkeiten geschaffen.
Risiko aus der Produktqualität: Laufende Überwachung und Anpassung der Produktionsprozesse, Fehlerdokumentation/Beseitigung und Erstellung von Maßnahmenkatalogen inkl. monatlicher Qualitätsmeetings, extern zertifiziertes Qualitätsmanagementsystem nach ISO 9001 mit laufenden Erneuerungsaudits, installierte Hygienemanagement-Systeme bzw. Erfüllung von GMP (Good Manufacturing Practices), Kunden- und Lieferantenaudits, sowie interne Abteilungsaudits zur Gewährleistung der Weiterentwicklung und Risikoanalysen von neuen Produkten als Ergänzung unserer Produktabsicherung. Im Rahmen unserer IATF-Automobilzertifizierung werden weitere Maßnahmen zur Reduzierung von Maschinenausfällen/Produktrisiken verstärkt.
4.2.5 Informationsverarbeitung
Das primäre Ziel der Informationssicherheit bei Constantia Flexibles ist der Schutz der Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit von Informationen.
IT-Risiken sind das Potential, dass eine bestimmte Bedrohung die Schwachstellen eines IT-Systems ausnutzt und die genannten Schutzziele der Informationssicherheit gefährdet. Dabei unterscheidet die Constantia Flexibles Group IT folgende elementaren Gefährdungen (basierend auf den Gefährdungskategorien des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik – BSI – in Deutschland): höhere Gewalt, organisatorische Mängel, menschliche Fehlhandlungen, technische Versagen und vorsätzliche Handlungen.
Die Maßnahmen von Constantia Flexibles Group IT zur Gewährleistung der Schutzziele der Informationssicherheit beruhen auf vier Säulen:
1. Prävention: durch eine IT-Sicherheitsstrategie, einen IT Risikomanagement Prozess (mit Schwachstellen-Scan, IT-Risiko-Register und IT-Risiko-Reporting), regelmäßige (alle 3-4 Monate) Schulungen zur IT-Sicherheit und Artikel im Constantia-Flexnet und IT Governance (gruppenweit gültige IT-Richtlinien).
2. Schutz: durch stabile Sicherheitsarchitekturen (Zutritts-, Zugangs-, Zugriffsregelungen für Serverräume und IT Systeme, redundante IT Komponenten für IT Kernsysteme, etc.), Perimeter-Sicherheit (Firewalls, VLANs, Internetsecurity mit SSL-Inspektion und kontrollierter Nutzung von KI-Plattformen, Data Loss Prävention, etc.), Sicherheitsmaßnahmen für Server und Endgeräte (Patch-Management, Anti-Virus Software, 2FA für Remote-Zugriffe, Verschlüsselung von Festplatten, Mobile Application Management, etc.) und implementierte IT Sicherheitsprozesse (Incident-, Change-, Access-Management, etc.). 3. Erkennung: durch ein Security Operations Center – SOC (als Service durch externen Dienstleister), sowie Red Teaming Maßnahmen. 4. Wiederherstellung: durch ein Backup- und Restore-Management, existierende Disaster Recovery Pläne, die regelmäßig getestet werden und spezielle Schulungen für die beteiligten IT-Mitarbeiter (wie zum Beispiel durch Cyber War Games).
Die größte Gefahr für die Informationssicherheit bei Constantia Flexibles geht nach Meinung von Group IT momentan von Cyber-Attacken aus. Daher ist es wichtig, den Reifegrad der IT-Sicherheit bei Constantia Flexibles zu kennen. Hierzu wird von Constantia Flexibles Group IT das Cyber Security Framework des NIST (National Institute of Standards and Technology des US Department of Commerce) eingesetzt und zweimal pro Jahr eine Bewertung durchgeführt. Basierend auf den Ergebnissen dieser Bewertung werden Maßnahmen abgeleitet, um den Reifegrad der IT-Sicherheit bei Constantia Flexibles zu gewährleisten und wenn möglich weiter zu verbessern. Aufgrund dieser Maßnahmen stufen wir das Risiko als mittel ein.
4.2.6 Risiken aus unzulänglichen Überwachungssystemen und betrügerischen Handlungen
Durch einen Jahres-Auditplan wurden ebenso wie in den vergangenen Jahren regelmäßige Revisionen durch die Constantia Flexibles Group GmbH durchgeführt. Das lokale interne Kontrollsystem bei Constantia Teich basiert auf einem prozessorientierten Managementsystem, welches Politiken, Verfahrensanweisungen und Arbeitsanweisungen beinhaltet und auf die wesentlichen Prozessrisiken und deren Abdeckung mittels geeigneter Kontrollen fokussiert ist.
4.2.7
Beschaffungsrisiken
Wesentliche Risiken in der Beschaffung sind Rohstoffpreisschwankungen, Qualitätsrisiken, technische Risiken, Ressourcen- und Versorgungsrisiken, Produktions- und Kapazitätsrisiken, sowie Lager- /Bestandsrisiken.
Das Jahr 2025 war in den meisten relevanten Märkten durch einen Anstieg gekennzeichnet. Lieferengpässe aufgrund von Rohstofflieferungen konnten jedoch weitgehend vermieden werden.
4.2.8 Absatzrisiken
Der Vertrieb der Constantia Teich GmbH erfolgt durch die Vertriebsgesellschaften der Constantia Flexibles Gruppe. Lokale Vertriebsmanager stellen den regelmäßigen Austausch zwischen der globalen
Vertriebsorganisation und der Werkssphäre sicher. Absatzrisiken werden seitens Constantia Teich GmbH durch eine breitgefächerte Kunden- und Produktstruktur, innovative Produkte, sowie durch intensives Preis-/Margen- und Mengenmonitoring in Zusammenarbeit mit den Vertriebsgesellschaften entgegengewirkt.
4.2.9 Wettbewerbsrechtliche Risiken
Constantia Teich GmbH bekennt sich zum fairen Wettbewerb und zur fairen Vertragsgestaltung gegenüber ihren Geschäftspartnern. Sämtliche Mitarbeiter der Gesellschaft sind verpflichtet, Prinzipien und Regeln des fairen Wettbewerbs einzuhalten und das internationale, sowie das jeweilige nationale Kartellrecht nicht zu verletzen. Ein Compliance-Verantwortlicher der Gruppe überwacht den implementierten „Code of Ethics“, die umfassende Regelung für den Geschäftsverkehr im Sinne eines redlichen und ethischen Handelns aller Mitarbeiter im Unternehmen beinhaltet.
4.2.10 Rechtliche Risiken
Constantia Teich GmbH ist aktiver Marktteilnehmer in verschiedensten Ländern. Dabei werden die jeweils relevanten Rechtsvorschriften insbesondere auch im Bereich der Schutzgesetze für Lebensmittel beobachtet.
Vertragliche Risiken werden durch Vertragsprüfungen und entsprechende vertragliche Gestaltung mit Kunden und Lieferanten minimiert. Schadenersatzrisiken und Produkthaftpflichtrisiken werden durch aktive Vertragsgestaltung kontrolliert und reduziert, wobei ein besonderes Augenmerk auf eventuell unklare Haftungsvereinbarungen gelegt wird. Verbleibende Restrisiken sind größtenteils durch Betriebshaftpflichtversicherungen gedeckt. Vertrauliche Informationen werden durch Geheimhaltungsvereinbarungen geschützt.
Die Sanctions and Trade Controls Compliance Policy der Constantia Flexibles Gruppe regelt Beschränkungen in Bezug auf Geschäfte mit bestimmten Ländern.
4.2.11 Finanzrisiken
In Einzelfällen werden für Tochterunternehmen Bürgschaftserklärungen bzw. Garantien abgegeben. Dabei wird darauf geachtet, dass diese sowohl betragsmäßig, wie auch laufzeitmäßig, beschränkt sind. Bürgschaften und Garantien werden nur dann gegeben, wenn dadurch die Gruppe wirtschaftliche Vorteile, wie beispielsweise günstigere Finanzierungskonditionen, erlangt.
Zum Bilanzstichtag hatte die Gesellschaft Zahlungsgarantien für Tochterunternehmen zugunsten Dritter in Höhe von 250 TEUR (Vorjahr: 250 TEUR) und Zollgarantien in der Höhe von 1.325 TEUR (Vorjahr: 1.325 TEUR) gegeben.
Die Constantia Teich GmbH ist seit Juni 2024 als zusätzlicher Garantiegeber (Additional Guarantor) Vertragspartei eines Kreditvertrages über 2.073.839 TEUR (Vorjahr: 1.700.000 TEUR) der indirekten Muttergesellschaft Capripack DebtCo PLC, UK. Darüber hinaus wurden von der Constantia Teich GmbH Besicherungsvereinbarungen (die Verpfändung von Bankkonten, Forderungen und
Geschäftsanteilen) abgeschlossen. Die Haftung der Constantia Teich GmbH aus Garantie und den Besicherungsvereinbarungen wurde durch bestimmte Vertragsbestimmungen auf das nach den österreichischen Kapitalerhaltungsvorschriften zulässige Ausmaß beschränkt (sogenannte „Limitierungsklauseln“). Der Zweck der Limitierungsklauseln ist die Beschränkung des Umfangs der Garantien und Besicherungen auf jene Beträge, die den österreichischen Kapitalerhaltungsvorschriften entsprechen und die ausdrückliche Festlegung in den entsprechenden Verträgen, dass die zwingenden Bestimmungen der österreichischen Kapitalerhaltungsvorschriften anwendbar sind.
Constantia Teich GmbH prüft die Bonität bestehender und neuer Kunden regelmäßig. Dies wird durch Bonitätsprüfungen und die enge Zusammenarbeit mit namhaften in- und ausländischen Kreditversicherungsinstituten sichergestellt. Auslandsinvestitionen in Nicht-OECD-Ländern werden in der Regel gegen politische Risiken versichert.
Das Liquiditätsrisiko wird durch regelmäßig erstellte währungsspezifische Liquiditätsplanungen und entsprechende Sicherungsgeschäfte minimiert.
Finanzrisiken werden gemäß den Vorgaben des Konzerntreasury der Constantia Flexibles Group GmbH gesteuert.
5 Forschung und Entwicklung
Im R&D Kompetenzcenter Aluminium wurden die Aktivitäten zur weiteren Verbesserung der Nachhaltigkeit von Aluminium auch im Berichtszeitraum erfolgreich vorangetrieben. Für unser Low Carbon Aluminium konnten signifikante Meilensteine erreicht werden, wie die externe Validierung durch den TÜV SÜD. Neben den beiden bereits im Markt etablierten Optionen LC6 und LC4 wurden Qualifikationen mit LC3, inkl. eines Rezyklatgehalts von 90%, erfolgreich durchgeführt.
In enger Zusammenarbeit mit Partnern entlang der gesamten Wertschöpfungskette konnten erste Erfolge mit einer 8xxx Legierung mit PCR-Anteil aus dem gelben Sack umgesetzt werden. Das Material wurde nach einer Pyrolyse über ein LIBS-System sortiert und final zu Kaffeekapseln verarbeitet.
Große Fortschritte wurden im Bereich der metallographischen Laboranalysen erzielt. Durch die Publikation unserer Präparationstechnik in einem Fachjournal inklusive Vortrag auf einer wissenschaftlichen Konferenz, wurde diese neue technischen Expertise von Constantia Flexibles der Öffentlichkeit vorgestellt.
Im neuen Geschäftsbereich Elektromobilität/Batteriefolien lag der R&D-Schwerpunkt im Berichtsjahr bei der weiteren Verbesserung der Schnittqualität, sowie in der Weiterentwicklung der Messmethodik für Burr und technische Sauberkeit.
Im Technologiebereich Compoundierung und Extrusionsbeschichtung wurden die Arbeiten mit mechanisch rezyklierten PCR-Granulaten erfolgreich fortgeführt. Dabei konnten technisch funktionale Lidding-Spezifikationen mit marktüblich dünnen, über Extrusionsbeschichtung aufgebrachte Siegelschichten realisiert werden.
Bei den Lacksystemen (Primer, Heißsiegellacke, Schutz- und Färbelacke) lagen die Schwerpunkte, wie auch in den vergangenen Jahren, bei Risikominimierung durch Erarbeitung von Rohstoffalternativen bzw. alternativen Systemen, bei der vorausschauenden Lackentwicklung, um zukünftige Regularien zeitgerecht zu erfüllen (z.B. Substitution von Bisphenolen), sowie um speziellen Anforderungen in der Value Chain gerecht zu werden. Neben einfachen Modifikationen wurden erfolgversprechende neue Ansätze verfolgt, wofür ein Patentschutz angestrebt wird.
Nach erfolgreichem Abschluss der Entwicklung eines wasserbasierten Inkjet-Digitaldruckes für Platinenspezifikationen, wurde 2025 die Inbetriebnahme einer entsprechenden Produktionsanlage bei Constantia Copenhagen maßgeblich unterstützt. Zusätzlich wurden in marktorientierten Workshops die strategischen Entwicklungsschwerpunkte, sowie die relevanten Produktgruppen für weiterführende Digitaldruckprojekte ab 2026 definiert.
Im Bereich Regulatory/Lebensmittelsicherheit lag der Fokus auf der Sicherstellung der Konformität bedruckter Materialien mit der deutschen Druckfarbenverordnung. Zur Unterstützung der erforderlichen
UV-Druckfarbenumstellungen an den Standorten wurden zahlreiche Migrationsprüfungen im internen F&E-Labor durchgeführt. Darüber hinaus wurde im chemisch-analytischen Labor ein hochauflösendes Flüssigchromatographie-System erfolgreich in Betrieb genommen und erste Methoden entwickelt, sowie implementiert. Damit konnten die Inhouse-Analysemöglichkeiten zur Bewertung des Migrationspotenzials von Verpackungsmaterialien vollständig ausgebaut werden.
Weinburg, 16. März 2026
Die Geschäftsführung
Mag. Wolfgang Kitzer
Peter Martin Nannerup