Inhaltsverzeichnis
Geschäftsjahr 2025
Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft:
Die Schwerpunkte unserer Tätigkeit sind die Herstellung, der Vertrieb und die Montage von Lärmschutzelementen für Straße und Schiene, fahrbaren und stationären Regalsystemen, Zulieferungskomponenten für verschiedene Industriebetriebe und sonstigen Metallwaren.
Die Entwicklung im laufenden Geschäftsjahr stellt sich anhand der wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren wie folgt dar:
Aus einer Betriebsieistung von 54.157 TEUR im Jahr 2025 wurde ein Ergebnis nach Steuern in Höhe von 894 TEUR (2024r 1.670 TEUR) und ein Betriebserfolg (EBIT) als operative Erfolgsgröße in Höhe von 1.032 TEUR erzielt. Die EBIT- Marge (Betriebserfolg bezogen auf die Betriebsleistung) reduzierte sich im Vergleich zum Vorjahr von 4,2 % auf 1,9 %. Das Ergebnis vor Steuern beträgt 2025 1.108 TEUR (2024r 1.819 TEUR). Der Cashfiow aus dem Ergebnis beläuft sich im abgelaufenen Geschäftsjahr auf 2.173 TEUR (2.854 TEUR in der Vergleichsperiode). Die Eigenkapitalquote (als Relation von Eigenkapital zu Bilanzsumme) beträgt per 31.12.2025 51,6 % (2024r 49,0 %). Die Gesellschaft verfügt zum Bilanzstichtag über ein Nettofinanzguthaben in Höhe von 1.781 TEUR.
Forschung und Entwicklung:
Die Produktentwicklung in den Bereichen Regalsysteme und Lärmschutz wird weitergeführt. Besonders die Kooperation mit externen Entwicklungspartnern im Bereich Lärmschutz lässt Wettbewerbsvorteile durch Innovation erwarten.
Risikomanagement:
Ein modernes Unternehmensmanagement erfordert die bewusste Auseinandersetzung mit den für das Unternehmen relevanten Risiken. Die zentrale Aufgabe eines Risikomanagementsystems liegt in der frühzeitigen Erkennung möglicher Risiken und der Planung bzw. Veranlassung jener Maßnahmen, die nachteilige Auswirkungen negativer Entwicklungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage vermeiden oder zumindest begrenzen. Das Risikomanagementsystem wird durch ein - auf den Tätigkeitsbereich der Gesellschaft angemessen abgestimmtes - System der internen Kontrolle unterstützt.
Die grundsätzlichen Risiken im Absatzmarkt aber auch im Beschaffungsmarkt sind evident. Strategische rollierende Absatzplanung und Beschaffungsmarktmonitoring werden als Instrumente geführt. Zur Prüfung der wettbewerbsfähigen Fertigungskosten sind Benchmarks mit Erfahrungskurveneffekten implementiert. Durch ein Bestände-Managementsystem werden die Lagerbestände besser gesteuert.
Finanzinstrumente:
Zu den Finanzinstrumenten zählen finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sowie vertragliche Ansprüche und Verpflichtungen über den Tausch bzw, die Übertragung finanzieller Vermögenswerte. Die (originären) Finanzinstrumente umfassen auf der Aktivseite im .Wesentlichen Finanzanlagen Wie Beteiligungen, Forderungen und flüssige Mittel. Auf der Passivseite entsprechen sie weitgehend den Verbindlichkeiten.
Hinsichtlich der Finanzinstrumente der Gesellschaft ist auf folgende Umstände hinzuweisen:
Preisänderungsrisiken bestehen darin, dass der Wert eines Finanzinstrumentes aufgrund von Veranderungen des Marktpreises oder preisbeeinflussender Parameter Schwankungen unterworfen ist. Wahrungsrisiken bestehen insoweit nur in untergeordnetem Ausmaß als der wesentliche Teil der Geschäftstätigkeit in EURO abgewickelt wird.
Ausfallsrisiken ergeben sich im Allgemeinen aus der Gefahr, dass der Vertragspartner eines Finanzinstrumentes seinen Verpflichtungen nicht oder nicht fristgerecht nachkommen kann und dadurch finanzielle Verluste eintreten. Bei der Forster Metallbau GmbH versucht man diesen Risiken durch
umfassendes Debitorenmanagement bzw. entsprechende zivilrechtliche Vereinbarungen (Eigentumsvorbehalte, u. ä.) entgegenzuwirken. Zur bilanziellen Berücksichtigung des Restrisikos werden neben Einzelwertberichtigungen auch Pauschalwertberichtigungen gebildet.
Liquiditätsrisiken bestehen im Allgemeinen darin, dass ein Unternehmen möglicherweise nicht in der Lage ist, die Finanzmittel zu beschaffen, die zur Tilgung der im Zusammenhang mit Finanzinstrumenten eingegangenen Verpflichtungen notwendig sind. Die bestehende Finanzierungsstruktur versetzt die Gesellschaft in die Lage, ihren Verpflichtungen fristgerecht nachzukommen. Wesentliches Instrument zur Steuerung des Liquiditätsrisikos ist eine revolvierende Finanzplanung.
Cashflow-Risiken resultieren im Allgemeinen daraus, dass die künftig erwarteten Zahlungsströme aus einem Finanzinstrument Schwankungen ausgesetzt und damit vertraglich nicht festgelegt sind. Ein solches Risiko ist bei der Gesellschaft in nennenswertem Umfang nicht gegeben.
Zertifiziertes, integriertes Managementsystem (IMS)
Das IMS fur Qualitat (ISO9001), Umwelt (ISO 14001), Arbeitssicherheit (ISO 45001) sowie das Nachhaltigkeitsmanagementsystem entsprechend der ONR 192500 basierend auf ISO 26000 wurde um eine Zertifizierung als klimaneutrales Unternehmen (TN-CC 020) erweitert.
Arbeitnehmerbelange:
Zur Entwicklung der zukünftigen Führungskräfte werden spezielle Weiterbildungsprogramme umgeselzt. Im Rahmen des internen Aus- und Fortbildungsprogramm (Forster FIT – Forum Information und Training) wurde dem systemischen Ansatz einer Organisationsentwicklung Rechnung getragen. Zur Flexibilisierung der Arbeitszeit wurde ein Gleitzeitmodell für Angestellte umgesetzt, welches ebenfalls um ein Zeitkontenmodell im Produktionsbereich ergänzt wurde. Mitarbeitersicherheit wird gemeinsam mit dem Bereich Arbeitssicherheit, Sicherheitsfachkraft und Arbeitsmedizin laufend mit diversen Maßnahmen (u.a. Grundunterweisungen, Begehungen, ASA- Sitzungen) evaluiert.
Geschäftsentwicklung 2025:
Die Betriebsleistung in der Sparte Lärmschutz konnte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um etwa 11% gesteigert werden, während diese im Bereich Regalsysteme um 20% gesunken ist. Die Personalkostenentwicklungen aufgrund im internationalen Vergleich anhaltend hoher Infiation stellen für einen in Österreich produzierenden Betrieb einen nachhaltig negativen Effekt im internationalen Wettbewerb dar, Unter diesen Rahmenbedingungen konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr ein posilives Ergebnis erzielt werden. Im Laufe des Wirtschaftsjahres wurde ein Biomasseheizwerk in Betrieb genommen, welches den Bedarf aus Erdgas fast gänzlich ersetzt und Wettbewerbsvorteile sowie Krisensicherheit im Energiebereich bringt.
Ausblick auf 2026:
Im Bereich Lärmschutz wird das Absatzvolumen noch einmal stark zulegen, wobei im gesamten Jahr Vollauslastung in der Produktion gegeben sein wird. Bei den Regalsystemen ist eine etwa gleichbleibende Betriebsleistung zu erwarten. Zusätzliche Maßnahmen im Bereich Arbeitszeitflexibilisierung sind ein wichtiger Baustein, um Forster als Arbeitgeber weiter zu attraktivieren. Die Einsatzmöglichkeiten von Kl in diversen Unternehmensbereichen werden intensiv geprüft und getestet. Insgesamt wird auch unter den aktuell konjunkturell schwierigen Bedingungen ein erneut positives Jahresergebnis erwartet.
Waidhofen/Ybbs, 13. März 2026
Di(FH) Andreas Grader, MSc MBA Geschäftsführer