Inhaltsverzeichnis
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Bericht über den Geschäftsverlauf und die wirtschaftliche Lage
Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2024/2025 konnte das Unternehmen die Betriebsleistung des Vorjahres übertreffen und eine kontinuierliche Auslastung erreichen. Die Geschäftsführung weist jedoch darauf hin, dass das Jahr weiterhin von dem anhaltenden Fachkräftemangel geprägt war. Für das kommende Jahr erwartet die Geschäftsleitung eine stabile Auslastung und eine weiterhin positive Geschäftsentwicklung.
Laut dem Konjunkturbeobachtungsbericht 2024 der KMU-Forschung für Gewerbe und Handwerk im Bereich „Elektro-, Gebäude-, Alarm- und Kommunikationstechniker" stieg der nominale Umsatz im Branchendurchschnitt im Vergleich zum Vorjahr um 1,3 %. Die Betriebsleistung der Otto Stöck! Elektroinstallationen GmbH entwickelte sich ähnlich. Die gesamte Wirtschaftsleistung Österreichs wuchs im Berichtszeitraum nominell um 1,8 % und übertraf damit bereits im dritten Jahr in Folge den Branchendurchschnitt.
99 % der Unternehmen konnten ihre Preise im Vergleich zum Vorjahr stabil halten oder sogar erhöhen. Im Branchendurchschnitt stiegen die Verkaufspreise um 6,2 %, was über der Inflationsrate von 2,9 % im Jahr 2024 liegt.
Das Stimmungsbarometer zur Beurteilung der Geschäftslage ist sowohl im Vergleich zum Vorjahr als auch zum 1. Quartal 2025 erneut rückläufig. Laut dem KMU-Forschungsbericht für das 2. Quartal 2025 wird der Ausblick für das Jahr 2025 insgesamt jedoch wieder überwiegend positiv eingeschätzt. Im Vergleich zum Vorjahr fielen die Enwartungen für das 2. Quartal 2024 pessimistischer aus, da nur 32 % der Unternehmen die Geschäftslage als gut bewerteten.
Die Befragung konzentrierte sich auf weitere wesentliche Risikobereiche der Branche: Fachkräftemangel, Preisdruck, Steuern und Abgaben. Die „Preiskonkurrenz" bleibt nach wie vor auf hohem Niveau. Probleme mit Risikokapital und der Zugang zu Krediten bleiben auf einem niedrigen Bewertungsniveau.
Für das Kalenderjahr 2025 zeigt die Prognose eine deutliche Abschwächung des Indikators „Preisdruck" auf 42 %, was auf eine bessere Auftragslage im kommenden Jahr hindeutet. Dør Fachkräftemangel wird für 2025 als weniger problematisch eingeschätzt, was darauf schließen lässt, dass in der Branche kein großer Bedarf an Personalaufstockungen besteht.
Trotz der allgemeinen Marktentwicklung rechnet die Geschäftsleitung der Otto Stöck Elektroinstallationen GmbH weiterhin mit einer guten Auslastung.
1.1 Geschäftsverlauf
1.1.1 Geschäftsergebnis
Das Unternehmen erzielte ein Betriebsergebnis iHv EUR 953.954 (Vorjahr TEUR 790). Der Steueraufwand beträgt EUR -183.442, der Jahresüberschuss EUR 678.218 (Vorjahr TEUR 571).
1.1.2 Vermögenslage
Zum Bilanzstichtag hat das Anlagenvermögen einen Wert iHv EUR 845.107 und ist zum Vorjahr um EUR 101.071 gestiegen. Das Investitionsvolumen in die Erneuerung von Betriebs- und Geschäftsausstattung ist wegen der Ubersiedlung an den neuen Firmenstandort Baumgasse 68 gestiegen.
Die Vorräte fielen auf EUR 2.184.984. Der Materialvorrat verringerte sich auf 62.177. Der geringere Bestand ergibt sich überwiegend aus der Reduzierung des Teilrechnungsbestandes zum Bilanzstichtag. Es befanden sich größere Projekte am Bilanzstichtag in Bearbeitung. Die noch nicht abrechenbaren Leistungen abzüglich der darauf entfallenen Anzahlungen belaufen sich am Bilanzstichtag iHv EUR 2.122.807 (Vorjahr TEUR 2.766).
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich im Geschäftsjahr von EUR 3.530.973 auf EUR 4.190.158 erhöht.
1.1.3 Finanzlage
Im Geschäftsjahr 2024/2025 beträgt aufgrund des Jahresgewinnes iHv EUR 678.218 (Vorjahr TEUR 571) das Eigenkapital EUR 4.214.298 (Vorjahr TEUR 4.436). Die Eigenmittelquote im Sinne des Unternehmens-Reorganisationsgesetzes (URG) beläuft sich auf 44,42 % (Vorjahr 43,85%).
Die Rückstellung für Abfertigungen stieg im Geschäftsjahr 2024/2025 auf EUR 1.072.937 (Vorjahr TEUR 944), was auf die Reduzierung des Bewertungszinssatzes zurückzuführen ist. Die Ruckstellung für Pensionen ist etwa auf gleichem Niveau iHv EUR 433.551 (Vorjahr TEUR 453), die Steuerrückstellung beträgt EUR 223.957 (Vorjahr TEUR 137).
Weitere Veränderungen ergeben sich aus den sonstigen Rückstellungen, diese belaufen sich im Geschäftsjahr auf iHv EUR 697.906. Die Veränderungen in dieser Position werden bestimmt durch den Urlaubsbestand beim Stammpersonal und durch Reduzierung der fehlenden Eingangsrechnungen am Bilanzstichtag.
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind im abgelaufenen Geschäftsjahr 2024/2025 mit EUR 1.502.772 niedriger als im Vorjahr (TEUR 1.798).
Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten vor allem Verbindlichkeiten aus Einlagen von stillen Gesellschaftern, sowie deren Gewinnanteile und Verbindlichkeiten an das Finanzamt und an die Österreichische Gesundheitskasse (ÖGK).
1.1.4 Ertragslage
Das Unternehmen erzielte Umsatzerlöse iHv 26.651.373 (Vorjahr TEUR 22.914) im Geschäftsjahr 2024/2025; zuzüglich der Bestandsveränderung beträgt die Betriebsleistung EUR 24,824,815 (Vorjahr TEUR 24.434). Das Rohergebnis (Umsatzerlöse + Bestandsveränderung abzüglich Materialaufwand und bezogene Leistungen) beträgt im Berichtsjahr EUR 9.486.965 (Vorjahr TEUR 8.983).
Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten vorwiegend Versicherungsvergütungen, Erträge aus steuerfreien Prämien und Erlöse aus weiterverrechneten Aufwendungen.
Der Personalaufwand stieg im Geschäftsjahr 2024/2025 auf EUR 6.646.884 von EUR 6.212.731,
In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind vor allem der Mietaufwand der Geschäftsräume, Aufwendungen für beigestelltes Personal, KFZ-Kosten bzw, Rechts- und Beratungsaufwand enthalten.
1.2 Bericht über die Zweigniederlassungen
Das Unternehmen unterhält Zweigniederlassungen geplant. keine Zweigniederlassungen und derzeit sind keine
1.3 Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren
1.3.1 Ergebnisentwicklung
Die Gesellschaft erwirtschaftete im Berichtsjahr einen Jahresgewinn iHv EUR 678.218 (Vorjahr TEUR 571), wodurch sich unter Berücksichtigung der im Wirtschaftsjahr 2023/2024 durchgeführten Ausschüttung ein Bilanzgewinn iHv EUR 4.114.298 (Vorjahr TEUR 4.336) ergibt.
1.3.2 Kapitalausstattung
Die Gesellschaft verfügt laut Bilanzbericht über Eigenkapital iHv EUR 4.214.298 (Vorjahr TEUR 4.436) und eine Eigenkapitalquote iHv 44 % (Vorjahr 44%) (Bilanzsumme = EUR 9.535.174), Die Fremdkapitalquote beträgt 56 %. Die Gesellschaft ist daher ausreichend finanziert.
1.3.3 Cash-Flow (Kapitalfluss)
Der Mittelüberschuss aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit iSd URG beläuft sich auf TEUR 928 (Vorjahr TEUR 765). Auf Grundlage dieses Mittelüberschusses errechnet sich eine fiktive Schuldentilgungsdauer nach URG von 4,5 Jahre (Vorjahr 4,5 Jahre).
Geldflussrechnung:
| 2024/25 | 2023/24 | |
|---|---|---|
| Netto-Geldfluss aus dem Ergebnis vor Steuern | 197 | 853 |
| Zahlungen für Steuern | -91 | -110 |
| Nettogeldfluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit | 106 | 743 |
| Netto-Geldfluss aus der Investitionstätigkeit | -240 | -254 |
| Netto-Geldfluss aus der Finanzierungstätigkeit | -880 | -400 |
| zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestandes | -1.013 | 89 |
1.3.4 Liquidität
Die Zahlungsmittel in Höhe von EUR 1.201.182 (Vorjahr TEUR 2.215) umfassen Guthaben bei Kreditinstituten und Kassenbeständen.
2 Bericht über die voraussichtliche Entwicklung und die Risiken des Unternehmens
2.1 Voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens
Für das Geschäftsjahr 2025/2026 rechnet die Geschäftsleitung mit einer stabilen Auslastung und einer positiven Ertragsaussicht. Der Markttrend wird weiterhin als positiv eingeschätzt.
Ab dem 2. Quartal wird im Jahresvergleich, ähnlich wie im Vorjahr, ein kontinuierlicher Anstieg der Umsatzverteilung erwartet.
Die breite Streuung der Kundensegmente
bestärkt die Geschäftsleitung, eventuelle
Veränderungen bei den Kunden zu kompensieren.
Die Jahresplanung basiert auf einer soliden Auslastung mit dem Fokus auf einer weiterhin breiten
Kundenstreuung und der Option, neue Kundensegmente zu erschließen.
Die große Herausforderung bleibt weiterhin, ausreichend qualifiziertes Personal auszubilden und im Betrieb zu etablieren.
Mit einem bestehenden Lehrlingsausbildungskonzept fördert das Unternehmen die interne Weiterbildung für den Aufbau von qualifiziertem Personal.
Im Bereich der Organisation ist die Weiterentwicklung der Digitalisierung nach wie vor ein wesentlicher Bestandteil zur Reduzierung der administrativen Prozesskosten.
Die Investition in Vertriebsaktivitäten zur Entwicklung unserer Kunden wird beibehalten. Die Neukundenakquisition steht im Wirtschaftsjahr 2025/2026 erneut weiter im Fokus.
2.2 Wesentliche Risiken und Ungewissheiten
Die großen Ungewissheiten im Wirtschaftsjahr 2025/2026 bleiben die volkswirtschaftlichen Folgen aus der Energiekrise und die Folgen des Ukrainekrieges, welche Auswirkungen auf das Unternehmen haben könnten. Damit verbunden sind weiterhin eine geringere Ausschreibungstätigkeit, eine verspätete Auftragsvergabe, fehlendes Personal, etc.
Die Verwerfungen der letzten Jahre in der Beschaffungskette des Materials sind in der Branche abgebaut und daher wird die Gefahr von Preissteigerungen bei der Materialbeschaffung im Wirtschaftsjahr 2025/2026 zum Vorjahresvergleich sehr gering eingeschätzt.
Im Angebotswesen wird versucht, eine Fixpreisbindung, wenn möglich, zu vermeiden.
Eine mögliche Schwankung der Preise bei der Materialbeschaffung konnte bei neuen Verträgen mit Indexbindungen teilweise kompensiert werden.
Die Geschäftsleitung geht davon aus, dass die Sicherheitskonzepte des Unternehmens erfolgreich sind und die breite Kundenstreuung weiterhin zu einem geringen Risiko führt.
Eventuelle Unsicherheiten in den bestehenden Kundensegmenten werden bereits bei der Planung berücksichtigt. Die flexible Aufwandsstruktur bestärkt das Management in der Annahme, dass diese Ungewissheiten keine Gefahr für das Unternehmens darstellen.
Die Risiken aus monetären Posten der Bilanz, sowie aus sonstigen Vertragsverhältnissen, die in der Zukunft zu Zahlungszu- oder -abflüssen führen, bewegen sich unter dem branchenüblichen Rahmen und werden auch für das Jahr 2025/2026 als stabil eingeschätzt. Die Risiken im Unternehmen liegen im Wesentlichen im Bereich der Forderung aus Lieferung und Leistung. Für geringfügig strittige Forderungen wurden dementsprechende Positionen aus den Vorjahren in der vorliegenden Bilanz angepasst. Ein weiteres Verlustrisiko aus laufenden Projekten bzw. ein Ausfallsrisiko aus Forderungen wurde von der Geschäftsleitung bei der Projektbeurteilung zum Bilanzstichtag berücksichtigt.
Ein Zinsanstieg bei den bestehenden Kreditverbindlichkeiten zum Bilanzstichtag würde nur zu einer sehr geringen Veränderung des Ergebnisses führen, da das operative Geschäft aus dem erwirtschafteten Cashflow bestritten wird.
Das Zinsrisiko liegt in den aushaftenden Individualverbindlichkeiten und im Leasingbestand. Die Höhe dieser Positionen hätte bei geringfügiger Veränderung keine wesenttiche Auswirkung auf den Unternehmensertrag.
3 Bericht über Forschung und Entwicklung
Die Gesellschaft hat im Wirtschaftsjahr 2024/2025 keine Forschung und Entwicklung betrieben. Die geplante Produkterweiterung von strategischen Partnern wird forciert.
4 Ereignisse von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag
Nach Ablauf des Geschäftsjahres 2024/2025 sind keine weiteren Ereignisse eingetreten, die für das Unternehmen von wesentlicher Bedeutung wären und zu einer veränderten Beurteilung des Unternehmens am Bilanzstichtag führen würden.
| Wien, | 1 | 10. D |
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Ing
Gesohäftsführer
Siegfried Guggenbichler
Geschäftsführer