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(für J. Zimmer Maschinenbau Gesellschaft m.b.H., Klagenfurt)
Geschäftsverlauf
Die Umsatzerlöse inkl. Nebenerlöse betrugen im Geschäftsjahr 2025 TEUR 16.337,1 und haben sich gegenüber dem Vorjahr um rd. 23,8% verringert.
Nach Berücksichtigung der Veränderung von unfertigen Erzeugnissen, aktivierten Eigenleistungen und von sonstigen betrieblichen Erträgen ist auch bei der Betriebsleistung (2025: TEUR 15.969,2) ein Rückgang im Ausmaß von 22,8% zu verzeichnen.
Unter Berücksichtigung des Materialeinsatzes ergibt sich ein Rohertrag I in der Höhe von TEUR 8.909,58, was wiederum eine Verringerung von 22,94% bedeutet.
Vermögens-, Finanz- und Ertragslage:
Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt TEUR 3.000,00. Im Eigenkapital sind nicht gebundene Kapitalrücklagen in der Höhe von TEUR 906,1 (Vorjahr: TEUR 906,1) enthalten. Das buchmäßig ausgewiesene Eigenkapital beträgt zum 31.12.2025 TEUR 4.004,8 und hat sich gegenüber dem Vorjahr (TEUR 6.111,7) um TEUR 2.106,95 reduziert.
| 2025 | 2024 | ||
|---|---|---|---|
| (TEUR) | (TEUR) | ||
| Anlagevermögen | 1.411,15 | 1.710,20 | |
| Umlaufvermögen | 12.645,77 | 14.540,10 | |
| Rückstellungen | 4.281,52 | 4.781,70 | |
| Bilanzsumme | 14.397,38 | 16.628,90 | |
| Betriebsleistung (BL) | 15.969,17 | 20.687,20 | |
| Betriebserfolg | 2.988,30- | 1.890,60 | |
| Finanzerfolg | 301,55 | 222,10 | |
| Ergebnis vor Steuern | 2.686,75 | 1.668,60 | |
| Steuern vom Einkommen und Ertrag (akt. Lat. Steuern) | 579,80 | - | 440,90 |
| Jahresergebnis | 2.106,95 | - | 1.227,70 |
| Ergebnisvortrag | 2.205,66 | 3.433,40 | |
| Bilanzergebnis | 98,71 | 2.205,70 | |
| Eigenmittelquote (nach § 23 URG) | 27,89% | 36,84% | |
| Gesamtkapitalrentabilität (durchschn. JÜ / durchschn. GK) | -10,75% | -9,98% | |
| Cash Flow aus dem Ergebnis | 2.364,81 | - | 1.346,41 |
| Cash Flow Quote | neg. | neg. |
Angaben zu Finanzinstrumenten:
Die Ein- und Verkäufe werden überwiegend in Euro abgewickelt. Das Währungsrisiko ist daher gering, sodass keine Notwendigkeit an Sicherungsgeschäften bestand. Weiters wird ein Kontokorrentkonto gehalten, welches auf USD dotiert ist.
Der Marktwert der flüssigen Mittel und kurzfristigen Veranlagungen, kurzfristigen Forderungen und Verbindlichkeiten entspricht aufgrund der täglichen oder kurzfristigen Fälligkeit im Wesentlichen dem Buchwert. Für derartige Finanzierungsinstrumente werden aufgrund der kurzfristigen Fälligkeit keine Sicherungsgeschäfte gegen das Preisänderungsrisiko abgeschlossen.
Für das zinsbedingte Cash-flow Risiko, welches als Risiko steigende Aufwands- oder sinkende Ertragszinsen definiert ist, werden keine Finanzinstrumente abgeschlossen. Das Risiko wird jedoch als gering eingestuft, da kurzfristige Geldmittel zur Verfügung stehen.
Eine permanente Überprüfung der Bonität und der Zahlungsmoral vermindert das Ausfallsrisiko bei Forderungen. Durch Vornahme von Einzelwertberichtigungen wird das Ausfallsrisiko ausreichend berücksichtigt.
Das Ausfallsrisiko bei anderen Finanzinstrumenten (Wertpapiere) auf der Aktivseite ist als gering einzustufen, da es sich bei den Kreditinstituten um solche von ausgezeichneter Bonität handelt. Das Risiko betreffend Guthaben bei Kreditinstituten ist als gering anzusehen, da Konten bei nur wenigen, dafür aber renommierten Kreditinstituten geführt werden. Veranlagungen im Umlaufvermögen werden nur konservativ vorgenommen.
Dem Liquiditätsrisiko wird durch monatlich erstellte 5-Monatsplanungen Rechnung getragen. Absehbare Entwicklungen und deren Auswirkungen auf die Liquiditätslage werden dadurch vorweggenommen. Die aktuellen Entwicklungen weisen eine solide Liquidität des Unternehmens aus.
Umwelt und Arbeitnehmerbericht:
Die technischen Geräte, Anlagen und Betriebsausstattung entsprechen dem Stand der Technik. Es bestehen derzeit keine Umweltrisiken, da keine nennenswerten Emissionen in die Luft oder Wasser ausgestoßen werden und daher auch keine über das übliche Ausmaß hinausgehenden behördlichen Auflagen vorliegen bzw. verletzt werden können. Die Abfallbewirtschaftung ist in ein konzessioniertes Unternehmen ausgelagert. Aus diesem Grund sind keine zusätzlichen Umweltinvestitionen notwendig.
Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl betrug im Jahr 2025 130 Personen und hat sich gegenüber dem Vorjahr um 11 Personen verringert.
Risikobericht
Das Risikomanagement erfolgt im Anlassfall durch den erweiterten Führungskreis. Die Verantwortung über die Risikoerkennung und die Entscheidung über den notwendigen Handlungsbedarf obliegt der Geschäftsführung. Die Geschäftsabläufe werden regelmäßig von der Geschäftsführung geprüft. Regelmäßige bzw. anlassbezogene Besprechungen innerhalb der Organisation sollen Risikopotentiale vorwegnehmen.
Beschaffungsmarktrisiko:
Als produzierendes Unternehmen werden signifikante Mengen an Rohstoffen und Energie zur Herstellung der Produkte beschafft. Zur frühzeitigen Erkennung von Risiken seitens der Lieferanten wurde ein Lieferantenmanagementsystem implementiert, um Risikopotentiale frühzeitig zu erkennen und entgegenzuwirken. Dem Risiko, die benötigten Rohstoffe und Energien nicht bzw. nicht in ausreichendem Maße und in der erforderlichen Qualität bzw. Quantität beschaffen zu können, wird durch eine ausreichende Zahl an Lieferanten begegnet. Dem Schwanken der Marktpreise für Rohstoffe aufgrund von Angebot und Nachfrage wird mittels Rahmenverträgen mit längerer Laufzeit gegengesteuert.
Rechtliche Risiken
Für Risiken, die sich aus den vielfältigen Gesetzen und rechtlichen Regelungen für Steuer- , Wettbewerbs-, Kartell-, Patentrecht und Umweltschutz ergeben können, werden interne und externe Fachleute und Experten konsultiert, deren umfassende rechtliche Beratung die Entscheidung und Gestaltung von Geschäftsprozessen stützt.
Personelle Risiken
Qualifizierte Fach- und Führungskräfte sind für das Wachstum und die Entwicklung des Unternehmens essentiell. Dem Risiko, durch Fluktuation wertvolles Know-how zu verlieren, begegnet die Gesellschaft mit Aus- und Weiterbildungsprogrammen. Mittels Vertretungsregelungen können auch längerfristige personelle Ausfälle kompensiert werden.
IT-Risiken
Dem Ausfalls- und Sicherheitsrisiko wird durch entsprechende Vorkehrungen entgegengewirkt:
1. Tägliche inkrementelle Sicherung, wöchentliche Vollsicherung 2. Arbeits- und Sicherungsserver in verschiedenen Gebäuden (Brandabschnitte) 3. Ständiges Update des Antivirenschutzes und der Firewall-Programme 4. Einbruchsicherer Serverraum 5. Versions kontrollierte Dateiablage 6. Automatisierung von Geschäftsprozessen auf Basis eines Workflowmanagement Systems
Bestehende Zweigniederlassungen der Gesellschaft
Die Gesellschaft hat keine Zweigniederlassungen.
Forschung und Entwicklung
Die Entwicklungsaktivitäten der Gesellschaft konzentrieren sich auf innovative Projekte zur Entwicklung bzw. Weiterentwicklung von Produkten und Verfahren zum Ausbau des Technologievorsprungs. In diesem Zusammenhang wird im Anlassfall die Kooperation mit wissenschaftlichen Organisationen gesucht.
Aussichten
Auf Basis der bisherigen Nachfrageentwicklung gehen wir nach derzeitigem Kenntnisstand für das Geschäftsjahr 2026 von einem Umsatz in der Größenordnung von rund EUR 13 Mio aus. Dies entspräche gegenüber dem Vorjahr einem Rückgang von knapp 19 %.
Die Rahmenbedingungen sind weiterhin mit erheblichen Unsicherheiten behaftet. Die zunehmend multipolar geprägte geopolitische Lage, die teils seit Jahren andauernden militärischen Konflikte sowie neu hinzugekommene Krisenherde dürften das
wirtschaftliche Umfeld nach unserer Einschätzung auch mittelfristig prägen. Die nach wie vor angespannte Lage auf den Energiemärkten könnte zudem dazu beitragen, dass sich die zuletzt etwas entspannte Inflationsentwicklung wieder verstärkt. Wie sich diese Faktoren auf das Konsum- und Investitionsverhalten auswirken werden, lässt sich derzeit nur eingeschränkt abschätzen. Vor diesem Hintergrund wurde für das Geschäftsjahr 2026 bewusst ein zurückhaltendes Umsatzziel geplant. Die tatsächliche Entwicklung kann aufgrund der genannten Unsicherheiten von dieser Planung abweichen.
Es wurde bei der Aufstellung des Jahresabschlusses vom Grundsatz der Unternehmensfortführung ausgegangen. Das bedeutet, dass die J. Zimmer Maschinenbau Gesellschaft m.b.H ihre Geschäfte in absehbarer Zukunft fortführen kann und in der Lage sein wird, im normalen Geschäftsverlauf ihre Verbindlichkeiten zu begleichen und ihre Vermögenswerte zu verwerten.
Auf Basis des aktuellen Budgets ergibt die Liquiditätsplanung ausreichend freie Liquidität für 2026 und 2027. Sollte sich aus welchen Gründen auch immer eine Abweichung der Umsätze bzw. Liquiditätszuflüsse ergeben, besteht seitens der Johannes Zimmer Beteiligungs- und Verwaltungs GmbH weiterhin die Zusage für einen Gesellschafterzuschuss bzw. Gesellschafterdarlehen, welche die Liquidität auch für 2026 und 2027 sichern soll.
Ein für die Jahre 2026 und 2027 angesetztes Reorganisationsprojekt soll durch Zusammenlegung der operativen Gesellschaften der J. Zimmer Beteiligungs- und Verwaltungs GmbH und der damit geplanten Bündelung von Know-How, Kompetenzen und Ressourcen eine Basis für die Fortführung der Aktivitäten der Unternehmen als Einheit sicherstellen.
Klagenfurt am Wörthersee, 16. Oktober 2026
Thomas Mentler, 16.10.2026 08:58 Unterschrieben mit MOXIS Guest
Thomas Mentler, MBA
aß, 16.10.2026 10:53
Unterschrieben mit MOXIS Guest
DI (FH) Andreas Raß