Inhaltsverzeichnis
1. Umsatzentwicklung / Auftragslage
Die Meisl GmbH ist fast ausschließlich am nationalen Markt tätig.
Das Unternehmen beschäftigt sich mit der Durchführung von Gas- und Wasserleitungsinstallationen sowie mit der Planung und Aufstellung von Zentralheizungs-, Warmwasseraufbereitungs-, und Lüftungsanlagen.
Im Jahr 2025 hat sich der Umsatz im Vergleich zum Jahr 2024 um -8% verringert.
Das Sinken des Umsatzes war aufgrund eines Großauftrages aus dem Vorjahr zu erwarten. Die langjährige Historie hat gezeigt, dass immer auf ein schlechtes Jahr, ein gutes, oder zumindest ein neutrales Jahr folgt. Im Wirtschaftsjahr 2025 ist das Ergebnis (grundsätzlich gemäß Historie) im Hoch der Zyklen zu finden, wobei dies auf die außergewöhnlich hohe Anzahl der Fertigstellung von zahlreichen offenen Projekten zum Jahresabschlussstichtag zurückzuführen ist.
Auf Jahresbasis betrachtet wurden im Jahr 2025 abermals mehr Auftragseingänge - ca. 31% - im Vergleich zum Jahr 2024 verzeichnet. Mit dem Bestand von Aufträgen aus dem Vorjahr, welche einer Restabwicklung bedurft haben, war die Auslastung in fast allen Abteilungen außerordentlich hoch.
2. Finanzielle Kennzahlen
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT)
Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern entspricht dem um den Zinsaufwand korrigierten Ergebnis vor Steuern (Summe aus Z 9 und Z 15).
| 2025 | 2024 | |
|---|---|---|
| Ergebnis vor Steuern (Summe aus Z 9 und Z 15) | 1.751.589,28 | 986.606,60 |
| + Zinsen und ähnliche Aufwendungen gem. § 231 Abs 2 Z 15 bzw. | ||
| Abs 3 Z 14 UGB | 5,30 | 1.388,39 |
| = Ergebnis vor Zinsen und Steuern | 1.751.594,58 | 987.994,99 |
Umsatzrentabilität
Die Umsatzrentabilität entspricht dem Verhältnis aus Ergebnis vor Zinsen und Steuern und den
Umsatzerlösen zuzüglich Bestandsveränderungen.
| Berechnung: | 2025 | 2024 |
|---|---|---|
| Ergebnis vor Zinsen und Steuern x 100 | ||
| Umsatzerlöse zuzüglich | 8,76% | 4,61 % |
| Bestandsveränderungen |
Working Capital
Das Working Capital entspricht dem Netto-Umlaufvermögen
| Berechnung: | 2025 | 2024 |
|---|---|---|
| kurzfristige Aktiva - kurzfristige Passiva | 6.656.746 | 5.242.222 |
Eigenkapitalquote
| 2025 | 2024 | |
|---|---|---|
| Eigenkapitalquote (Eigenkapital + öffentliche Zuschüsse) | 58,85% | 53,14% |
3. Investitionen
Die Investitionen im Jahr 2025 betrugen € 491.084,05. Die Hauptinvestitionen im abgelaufenen Wirtschaftsjahr betrafen die Anzahlung für den Plattenlaser sowie die Anschaffung eines Hängelaufkrans und eines neuen Servers. Die Modernisierung des Fuhrparks wurde fortgeführt.
Im Wirtschaftsjahr 2026 erfolgte die Fertigstellung bzw. Inbetriebnahme des Plattenlasers incl. Blechlagertürme und eines Hallenkrans für die Werkstatt. Auch der LKW wurde erneuert. Diese Investitionen werden die Arbeitsabläufe beschleunigen und die Qualität der Endergebnisse verbessern. An der Einrichtung des Werkzeuglagers wird ebenfalls weitergearbeitet. Weitere größere Anschaffungen sind vorerst nicht geplant.
4. Personal
Die Zahl der Arbeitnehmer zum Stichtag, gegliedert nach Arbeitern und Angestellten, betrug:
| 2025 | 2024 | |
|---|---|---|
| Arbeiter | 66 | 65 |
| Angestellte | 37 | 34 |
| Gesamt | 103 | 99 |
Auf die Aus- und Weiterbildung unserer Mitarbeiter wird besonderer Wert gelegt, weshalb uns vom Wirtschaftsförderungsinstitut bereits mehrfach Dank und Anerkennung ausgesprochen wurde. Weiters sind wir von der Wirtschaftskammer Oberösterreich als vorbildlicher Lehrbetrieb ausgezeichnet worden.
Auch in die Lehrlingsausbildung, derzeit befinden sich 8 Lehrlinge (für die Berufe Metallbearbeitungstechniker, Installations-Gebäudetechniker) im Unternehmen, wird viel Zeit und Energie gesteckt.
Unser IWS-Schweißwerksmeister zeigt immer wieder dem Nachwuchs in internen Schulungen, worauf es ankommt. Immer wieder nehmen Mitarbeiter an Landes-, oder Bundeslehrlingswettbewerben teil, so auch wieder im Jahr 2026. Auch heuer werden wieder 3 Lehrlinge im Bereich der Metalltechnik und Installationsund Gebäudetechnik aufgenommen. Aufgrund der hochqualifizierten Lehrlingsausbildung wurden wir schon oftmals von der Wirtschaftskammer ausgezeichnet.
Wir führen unsere Arbeiten mit 14 Technikern im Bereich Maschinen- und Anlagetechnik, Heizung- und Klimatechnik, Maschinenbau-Installation, Wirtschaftsingenieurwesen, Bautechnik und Zeichen- und Schweißtechnik aus. Die Verstärkung des Teams im Bürobereich hat sich bewährt.
Ein großer Pool an gut ausgebildeten, langjährig im Unternehmen tätigen Top-Monteuren sorgt für eine fachgerechte Fertigung und Montage der Konstruktionen bzw. Anlagen.
5. Qualitätsmanagement
Der Leitspruch der Geschäftsführung: Qualität und Flexibilität ist der Schlüssel zum Erfolg spiegelt sich in vielen Gütezeichen wieder:
Mitglied der „Gütegemeinschaft Wassertechnik" Qualitätsmanagement-System nach ISO 9001:2015 Umweltmanagement-System nach ISO 14001:2015 • Arbeits-, Gesundheits- und Sicherheitsmanagementsystem nach ISO 45001:2018 Qualitätszertifikate durch ÖGA (Austria Gütezeichen) Schweißzertifikat TÜVRh-EN1090-2.02933.2024.003 Mitglied bei IBAR Interessensgemeinschaft der Bediensteten von Abwasserreinigungsanlagen Mitglied beim Umwelttechnik-Cluster INEO Auszeichnung vorbildlicher Lehrbetrieb 2022 - 2025 ANKÖ Auftragnehmerkataster Österreich
6. Risikoberichterstattung
Risikomanagement bedeutet für die Gesellschaft die bewusste Auseinandersetzung mit Chancen und Risiken und ist daher wesentlicher Teil der Unternehmensführung. Risikomanagement als integrierter Teil aller Prozesse und Abläufe ermöglicht dabei die frühzeitige Erkennung von Chancen und Risiken. Für das Risikomanagement besteht deshalb keine eigene Ablauforganisation sondern es wird als wesentliche Aufgabe aller Führungskräfte, eingebunden in alle Bereiche des laufenden Qualitätssicherungssystems verstanden.
Als wesentliche Risiken für die Gesellschaft wurden im Berichtszeitraum ermittelt:
Vermehrte Insolvenzen von Baufirmen • Anderungen bei den Landesförderungen in Zusammenhang mit Kleinkläranlagen, Regenwasseranlagen, Heizungsanlagen,. Technische Genehmigung, Freigabe von Ausführungsplänen • Vertragspartner und Lieferanten, deren Qualität und Termintreue Preisbindung Preisentwicklung aufgrund der Irankrise Personalakquise
7. Voraussichtliche Entwicklung der Gesellschaft
Im ersten Drittel 2026 entwickelten sich die Umsätze gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres fallend. Dies ist auf einen verzögerten Abrechnungsbeginn bei Neubaustellen und dem Wegfall der Abrechnung nach Zahlungsplänen zurückzuführen. Einpendeln wird sich der Jahresumsatz in etwa bei 18 Mio. - somit wird dieser etwas unter dem Umsatz der Vorjahre (Kalenderjahresbetrachtung) liegen. Für das Jahr 2026 wird wieder ein positives Ergebnis, ähnlich dem Vorjahr erwartet, da eine finale Abrechnung eines Großprojektes zu erwarten ist.
Wie bereits in den Jahren zuvor ist die Situation durch eine Marktsättigung bei großen Neuanlagen gekennzeichnet, wobei in diesem Zusammenhang dennoch zwei Großaufträge für Kläranlagen und einer im Tunnelsegment, in Verhandlung sind. Zusätzlich ist weiterhin ein Anstieg von kleineren Aufträgen - im Zusammenhang mit Förderungen im Heizungssektor - im Privatbereich zu verzeichnen.
Grundsätzlich entwickelt sich die Auftragslage im ersten Drittel 2026 gegenüber dem Vergleichszeitraum im Vorjahr fallend. Davon betroffen sind vor allem die Tätigkeitsbereiche Leitungsbau und maschinelle Ausrüstung. Im Bereich Heizung und Sanitär ist die Auftragslage annähernd gleichbleibend. Im Bereich des Behälterbaus bzw. der Kleinkläranlagen ist der Auftragseingang, wie auch schon in den Vorjahren, verschwindend gering. Dies liegt daran, dass wir in diesem Segment nicht mehr konkurrenzfähig sind. Die Summe der übrigen Tätigkeitsbereiche verhält sich annähernd gleich dem Vorjahr.
Aufgrund des weiterhin hohen Niveaus der Rohstoffpreise ist infolge der vorherrschenden wirtschaftlichen Situation eine tendenziell rückläufige Entwicklung zu beobachten. Lieferausfälle treten nur mehr sehr vereinzelt auf. Daraus ergeben sich nach wie vor Preiserhöhungen, oder die Gefahr steigender Baukosten sowie Probleme im Zusammenhang mit Festpreisverträgen und der Beteiligung an öffentlichen Ausschreibungen für Unternehmen. Es wird versucht diese Preissteigerungen (durch spezielle Vertragsklauseln) an den Kunden weiterzugeben.
Weiters wird die Umstrukturierung der innerbetrieblichen Arbeitsabläufe fortgeführt. Über eine Büroerweiterung wird nachgedacht. Die Umstellung auf ein neues EDV-System in allen Bereichen des Betriebes wird weitergeführt. Zusätzlich wird ein verstärktes Augenmerk auf die IT-Security gelegt. Ansonsten sind keine großen Änderungen geplant.
8. Forschung und Entwicklung
Die Meisl GmbH betreibt keine eigene Forschungs- und Entwicklungsabteilung und hat daher auch keinen eigenen Budgetposten vorgesehen.
Die Entwicklung bzw. Verbesserung neuer Technologien wird im laufenden Geschäft durch die entsprechenden Abteilungen wahrgenommen indem an konkreten Projekten kundenspezifische Lösungen zum Teil mit völligen Neuansätzen erarbeitet werden. Diese Verbesserungen und Entwicklungen werden nach Inbetriebnahme der entsprechenden Anlagen im Hause reflektiert und sodann in die Standardproduktpalette der Meisl GmbH übernommen. Unser angemeldetes Patent der Konstruktion eines Hybridspeichers wurde vom Patentamt positiv erledigt.
Das neue Plattenlasergerät wird uns technologisch einen großen Schritt nach vorne bringen. Dieses Gerät bringt hochwertige Systemlösungen für die Blechbearbeitung mit Fokus auf Präzision, Effizienz und digitale Vernetzung. Diese Technologie kombiniert Laser, Automatisierung und Software, um Produktionsprozesse intelligenter und leistungsstärker zu machen.
Mit der Integration dieser High-End-Technik erweitern wir unsere Möglichkeiten in der Blechbearbeitung deutlich: noch sauberere Schnitte, schnellere Durchlaufzeiten und eine höhere Prozesssicherheit. Das bringt nicht nur Effizienz, sondern setzt neue Maßstäbe in der Qualität unserer Ergebnisse.
9. Bestehende Zweigniederlassungen
Die Gesellschaft verfügt über eine Zweigniederlassung in Liebenau.
10. Verwendung von Finanzinstrumenten
Angaben zur Verwendung von derivativen Finanzinstrumenten sowie Angaben zu damit zusammenhängenden Risikomanagementzielen und -methoden sowie sonstiger Preisänderungs-, Ausfall-, Liquiditäts- und Cashflowrisiken können mangels Verwendung solcher Instrumente entfallen.
Die übrigen Finanzinstrumente (Kundenforderungen, Bankguthaben, Bankverbindlichkeiten, etc.) bergen keine über das übliche Maß hinausgehenden Risiken.
Grein, 26. Juni 2026 Unterschrift des Seschäftsführers