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Geschäftsjahr 2025
Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft:
Die Schwerpunkte unserer Tätigkeit sind die Herstellung, der Vertrieb und die Montage von Produkten der Verkehrstechnik, der Objektbeschilderung, des Sieb- und Digitaldruckes, von Displays und von sonstigen Metallwaren.
Die Entwicklung im laufenden Geschäftsjahr stellt sich anhand der wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren wie folgt dar:
Aus einer Betriebsleistung von 43.757 TEUR im Jahr 2025 konnte ein Ergebnis nach Steuern von 283 TEUR (2024r 297 TEUR) und ein Betriebserfolg (EBIT) als operative Erfolgsgröße von 262 TEUR erzielt werden. Die EBIT- Marge (Betriebserfolg bezogen auf die Betriebsleistung) ist von 0,9 % im Vorjahr auf 0,6 % gesunken. Das Ergebnis vor Steuern beträgt 2025 333 TEUR (2024r 337 TEUR). Der Cashflow aus dem Ergebnis belauft sich im abgelaufenen Geschäftsjahr auf 1.419 TEUR (1.708 TEUR in der Vergleichsperiode). Die Eigenkapitalquote (als Relation von Eigenkapital zu Bilanzsumme) beträgt per 31.12.2025 55,3 % (2024r 55,2 %). Die Gesellschaft verfügt zum Bilanzstichtag Uber ein Nettofinanzguthaben in Höhe von 5.919 TEUR.
Forschung und Entwicklung:
Im Bereich der Forschung & Entwicklung ist die zusätzliche Erschließung von Kompetenzfeldern vorgesehen. Dies betrifft in erster Instanz die technologische Anpassung bzw. Erweiterung von bestehenden Produkten und Produktfamilien.
Risikomanagement:
Ein modenes Unternehmensmanagement erfordert die bewusste Auseinandersetzung mit den fur das Unternehmen relevanten Risiken. Die zentrale Aufgabe eines Risikomanagementsystems liegt in der frühzeitigen Erkennung möglicher Risiken und der Planung bzw. Veranlassung jener Maßnahmen, die nachteilige Auswirkungen negativer Entwicklungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage vermeiden oder zumindest begrenzen. Das Risikomanagementsystem wird durch ein – auf den Tätigkeitsbereich der Gesellschaft angemessen abgestimmtes - System der internen Kontrolle unterstützt.
Die grundsätzlichen Risiken im Absatzmarkt aber auch im Beschaffungsmarkt sind evident. Strategisch rollierende Absatzplanung und Beschaffungsmarktmonitoring werden als Instrumente geführt. Zur Prüfung der wettbewerbsfähigen Fertigungskosten sind Benchmarks mit Erfahrungskurveneffekten implementiert. Durch ein Bestände-Managementsystem werden die Lagerbestände gesteuert.
Finanzinstrumente:
Zu den Finanzinstrumenten zählen finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sowie vertragliche Ansprüche und Verpflichtungen über den Tausch bzw. die Obertragung finanzieller Vermögenswerte. Die (originären) Finanzinstrumente umfassen auf der Aktivseite im Wesentlichen Finanzanlagen wie Beteiligungen, Forderungen und flüssige Mittel. Auf der Passivseite entsprechen sie weitgehend den Verbindlichkeiten.
Hinsichtlich der Finanzinstrumente der Gesellschaft ist auf folgende Umstände hinzuweisen:
Preisänderungsrisiken bestehen darin, dass der Wert eines Finanzinstrumentes aufgrund von Veränderungen des Marktpreises oder preisbeeinflussender Parameter Schwankungen unterworfen ist. Währungsrisiken bestehen insoweit nur in untergeordnetem Ausmaß als der wesentliche Teil der Geschäftstätigkeit in EURO abgewickelt wird.
Ausfallsrisiken ergeben sich im Allgemeinen aus der Gefahr, dass der Vertragspartner eines Finanzinstrumentes seinen Verpflichtungen nicht oder nicht fristgerecht nachkommen kann und dadurch
finanzielle Verluste eintreten, Bei der Forster Verkehrs- und Werbetechnik GmbH versucht man diesen Risiken durch umfassendes Debitorenmanagement bzw. entsprechende zivilrechtliche Vereinbarungen (Eigentumsvorbehalte, u. ä.) entgegenzuwirken. Zur bilanziellen Berücksichtigung des Restrisikos werden neben Einzelwertberichtigungen auch Pauschalwertberichtigungen gebildet.
Liquiditätsrisiken bestehen im Allgemeinen darin, dass ein Unternehmen möglicherweise nicht in der Lage ist, die Finanzmittel zu beschaffen, die zur Tilgung der im Zusammenhang mit Finanzinstrumenten eingegangenen Verpflichtungen notwendig sind. Die bestehende Finanzierungsstruktur versetzt die Gesellschaft in die Lage, ihren Verpflichtungen fristgerecht nachzukommen. Wesentliches Instrument zur Steuerung des Liquiditätsrisikos ist eine revolvierende Finanzplanung.
Cashflow-Risiken resultieren im Allgemeinen daraus, dass die künftig erwarteten Zahlungsströme aus einem Finanzinstrument Schwankungen ausgesetzt und damit vertraglich nicht festgelegt sind. Ein solches Risiko ist bei der Gesellschaft in nennenswertem Umfang nicht gegeben.
Zertifiziertes, integriertes Managementsystem (IMS)
Das IMS fur Qualitat (ISO9001), Umwelt (ISO 14001), Arbeitssicherheit (ISO 45001) sowie das Nachhaltigkeitsmanagementsystem entsprechend der ONR 192500 basierend auf ISO 26000 wurde um eine Zertifizierung als klimaneutrales Unternehmen (TN-CC 020) erweitert.
Arbeitnehmerbelange:
Zur Entwicklung der zukünftigen Führungskräfte werden spezielle Weiterbildungsprogramme umgesetzt. Im Rahmen des internen Aus- und Fortbildungsprogramm (Forster FIT – Forum Information und Training) wurde dem systemischen Ansatz einer Organisationsentwicklung Rechnung getragen.
Zur Flexibilisierung der Arbeitszeit wird ein Gleitzeitmodell für Angestellte umgesetzt, welches 2024 um ein Zeitkontenmodell im Produktionsbereich ergänzt wurde.
Mitarbeitersicherheit wird gemeinsam mit dem Bereich Arbeitssicherheit, Sicherheitsfachkraft und Arbeitsmedizin laufend mit diversen Maßnahmen (u.a. Grundunterweisungen, Begehungen, ASA- Sitzungen) evaluiert.
Geschäftsentwicklung 2025:
Die Betriebsleistung in der Sparte Verkehrstechnik sank gegenüber des Vergleichszeitraums im Vorjahr (- 10,0%). In der Sparte Werbetechnik konnte sie dagegen gehalten werden. In der Sparte Vignetten reduzierte sich der Umsatz um 20%, dieser Trend wird sich 2026 fortsetzen, welches auch das letzte Jahr der Vignettenproduktion darstelt.
Die Personalkostenentwicklungen aufgrund im internationalen Umfeld hoher Inflation stellen für einen in Österreich produzierenden Betrieb einen nachhaltig negativen Effekt im internationalen Wettbewerb dar. Dennoch konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr ein positives Ergebnis erzielt werden.
Ausblick auf 2026:
Sowohl im Bereich der Verkehrstechnik als auch in der Werbetechnik wird das Absatzvolumen stabil bleiben und sollte eine gute Produktionsauslastung sicherstellen. Gezielte Innovationen und Investitionen vor allem im Produktionsbereich sollen die Wettbewerbsfähigkeit weiterhin sicherstellen und ausbauen. Zusätzliche Maßnahmen im Bereich Arbeitszeitflexibilisierung sind ein wichtiger Baustein, um Forster als Arbeitgeber weiter zu attraktivieren. Die Einsatzmöglichkeiten von KI in diversen Unternehmensbereichen werden intensiv geprüft und getestet. Insgesamt wird auch unter den aktuell konjunkturell schwierigen Bedingungen ein positives Jahresergebnis erwartet.
Waidhofen/Ybbs, 13, März 2026
Di(FH) Andreas Grader, MSc MBA Geschäftsführer