Inhaltsverzeichnis
Wirtschaftsbericht
Geschäftsverlauf, Geschäftsergebnis und Lage des Unternehmens
Geschäft und Rahmenbedingungen
Die Firma Radatz – Feine Wiener Fleischwaren Gesellschaft m.b.H. wurde von Herrn Franz Radatz Senior 1962 gegründet und hat sich im Laufe der Jahrzehnte von einem kleinen Fleischfachgeschäft zum einem der größten österreichischen Fleischverarbeitungsbetriebe entwickelt. Als bedeutendster Kunde und Geschäftspartner hat sich dabei der heutige REWE-Konzern (Billa, Merkur, Penny) entwickelt, der immer noch über 40% des Umsatzvolumens ausmacht. Radatz hat sich dabei auf die Segmente Frischwurst, Kochpökelware und Würstel spezialisiert und konnte sich in vielen Produktlinien als Marktführer etablieren. Diese Position ist vor allem in Ostösterreich, wo Radatz über eine hohe Markentreue der Konsumenten verfügt, unangefochten.
1998 wurde die 1898 gegründete Firma Stastnik Gesellschaft m.b.H. mit Sitz in Wien übernommen. Stastnik mit seiner langen Tradition als Roh-, Dauerwurst- und Speckproduzent und einer neu hinzugefügten Putenlinie ergänzt das Konzernsortiment perfekt und verfügt österreichweit über eine hohe Bekanntheit.
Insbesondere die Besinnung auf die Ursprünge und die damit verbundene Stärkung des Eigenvertriebes mit Wurstgroßmärkten und Fleischerei-Filialen bilden das Fundament für die steigenden Umsatzzahlen der letzten Jahre. Unter Eigenvertrieb werden die Vertriebsschienen zusammengefasst, die unter derselben Marke Radatz tätig sind.
250 000 200 000 150 000 100 000 50 000
• GH-Umsatz WGM • GH-Umsatz Fleischereien • Umsatz GU (Rest) • Umsatz LIDL Umsatz REWE
Grafik Umsatzentwicklung
Derzeit werden jährlich rund 30,1 Millionen Kilogramm in den beiden Werken produziert. Damit erzielten im Geschäftsjahr 2024/2025 durchschnittlich 530 Mitarbeiter einen Gesamtjahresumsatz von T€ 271.017 in beiden Gesellschaften vor Konsolidierung von Innenumsätzen.
Die Produktionsbetriebe waren als führende Betriebe unter den ersten, die 2003 nach dem IFS-Standard zertifiziert wurden, um die hohen Qualitätsstandards zu dokumentieren.
Bereits vor über 10 Jahren wurden Teile der Produktion zwischen den Gesellschaften Radatz - Feine Wiener Fleischwaren Gesellschaft m.b.H. und der Stastnik Gesellschaft m.b.H. verlagert. Spezielle sensible Produkte – wie beispielsweise rohe Produkte – werden nunmehr ausschließlich von der Firma Stastnik Gesellschaft m.b.H. am Standort Gerasdorf produziert. Bestausgebildete Mitarbeiter überwachen und führen hier die Produktion dieser hochwertigen Produkte aus, die nach zertifizierten Arbeitsabläufen erfolgt. Dank einer starken Einbindung und entsprechender Ausbildung ist auch in allen Abteilungen die langfristige Besetzung der Abteilungsleitung gesichert.
Das Geschäftsjahr 2024/25 war geprägt von großen Umwälzungen auf unserem Markt. Allen voran mussten wir die Auslistung unseres stärksten Einzelartikels Radatz Käse-Leberkäse bei Billa hinnehmen, den der REWE-Konzern seit Juni 2024 komplett in Eigenproduktion (Werk REWE-Fleischwaren Radstadt) herstellt. Dies war eine strategische Entscheidung der REWE-Geschäftsführung zu Auslastungszwecken (nicht aus Preis- oder Qualitätsgründen) und daher unveränderlich. Für uns bedeutet dies einen Wegfall von jährlich rund 1,7 Millionen Kilogramm bzw. fast 9 Millionen Euro Umsatz. Die Auslistungen bei Penny zugunsten eines sehr preisaggressiven Mitbewerbers schlugen mit weiteren 400 Tonnen zu Buche.
Erfreulicher die Entwicklung in anderen Bereichen. Zweistellige Zuwachsraten bei Lidl International, im übrigen Export, bei Hofer und bei Spar waren die positiven Seiten. Stastnik konnte die Mengen um über 6 % steigern. Insgesamt konnte das Mengenminus mit 1,6 % bzw. 480 Tonnen damit im Rahmen gehalten werden und die geplanten Umsätze im Gesamtjahr erreicht werden - auch wenn mit wesentlich höherem Aufwand durch eine größere Artikelvielfalt und kleinere Verkaufseinheiten (insbesondere im Vergleich zu einem Ziegel Käse-Leberkäse) verbunden. Sortimentsmäßig findet weiter eine Verschiebung von Leberkäse zu geschnittenen Schinken- und Brühwurstartikel sowie Würsteln, Cabanossi und Salami statt.
Am Beschaffungsmarkt für Schweinefleisch hat sich in diesem Jahr die Situation gegenüber den vergangenen zwei Jahren etwas beruhigt. Nach der ersten Phase mit ungewöhnlicher Stabilität bei einem Basispreisniveau von € 2,26/kg von Kalenderwoche 10 bis Kalenderwoche 27, folgte eine weitere längere Phase von Kalenderwoche 33 bis 41 bei € 2,11/kg. Ab Kalenderwoche 45 bis über den Jahreswechsel lag der Preis sogar unter der Schwelle von 2 €. Mittlerweile hat sich allerdings das Rohstoffniveau wieder nach oben bewegt. Sorgen bereitet die Entwicklung am Rindfleischmarkt (mit historisch einzigartigen Höchstpreisen) und im Geflügelbereich – daher wird in diesem Sortimentsbereich eine Bereinigung unerlässlich sein. Der mengenmäßige Anteil dieser Segmente liegt allerdings im einstelligen Bereich.
Mit Juli 2024 gab es eine weitere Lohnerhöhung in Höhe von 5,37 %. Diese überdurchschnittliche Erhöhung (zusätzlich zu den 9,92 % des vergangenen Jahres) in Verbindung mit den notwendigen Anpassungen der Rückstellungen für Urlaubs-, Jubiläums- und Abfertigungsgelder belasten das Ergebnis am stärksten.
Der Preisauftrieb des vergangenen Jahres hat sich mittlerweile etwas entspannt – was sich auch in der allgemeinen Inflationsrate widerspiegelt.
Bei den Instandhaltungen wurde der Schwerpunkt auf das Werk Erlaa gelegt
Analyse unter Einbeziehung der wichtigsten finanziellen Leistungsindikatoren
Ertragslage
| 2024/2025 | 2023/2024 | +/- | ||
|---|---|---|---|---|
| TEUR | TEUR | TEUR | % | |
| Umsatzerlöse | 52.329 | 50.000 | 2.328 | 4,7 |
| Bestandsveränderungen | -300 | 632 | -932 | k.A. |
| Betriebsleistung | 52.029 | 50.633 | 1.396 | 2,8 |
| Aufwendungen für Material und sonstige bezogene Leistungen | ||||
| Materialaufwand | 33.415 | 33.212 | 203 | 0,6 |
| Aufwendungen für bezogene Leistungen | 4.082 | 3.074 | 1.008 | 32,8 |
| Skontoerträge, Boni, Rabatte | -256 | -231 | -25 | 10,6 |
| 37.241 | 36.055 | 1.186 | 3,3 | |
| Rohertrag I | 14.787 | 14.578 | 210 | 1,4 |
| Personalaufwand | ||||
| Löhne | 5.830 | 5.553 | 278 | 5,0 |
| Gehälter | 783 | 616 | 167 | 27,0 |
| soziale Aufwendungen davon Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen an betriebliche | 1.820 | 1.804 | 16 | 0,9 |
| Vorsorgekassen davon Aufwendungen für gesetzlich vorgeschriebene Sozialabgaben | 207 | 268 | -61 | -22,7 |
| sowie vom Entgelt abhängige Abgaben und Pflichtbeiträge | 1.574 | 1.496 | 78 | 5,2 |
| 8.433 | 7.973 | 460 | 5,8 | |
| Rohertrag II | 6.354 | 6.604 | -250 | -3,8 |
| sonstige betriebliche Erträge | 461 | 26 | 435 | >999,9 |
| sonstige betriebliche Aufwendungen | 5.011 | 5.363 | -351 | -6,6 |
| Finanzerträge | ||||
| Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des | ||||
| Finanzanlagevermögens | 4 | 5 | -1 | -13,2 |
| Erträge aus der Zuschreibung zu Finanzanlagen und | ||||
| Wertpapieren des Umlaufvermögens | 3 | 7 | -4 | -52,4 |
| sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 3 | 2 | 1 | 43,1 |
| 10 | 14 | -4 | -25,7 | |
| Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) | 1.814 | 1.282 | 532 | 41,5 |
| Abschreibungen | 1.189 | 1.285 | -96 | -7,4 |
| Abschreibungen aus Finanzanlagen | 0 | 0 | 0 | k.A. |
| Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) | 625 | -2 | 627 | k.A. |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | 191 | 241 | -49 | -20,5 |
| Ergebnis vor Steuern (EBT) | 434 | -243 | 676 | k.A. |
| Steuern vom Einkommen | -1 | 14 | -15 | k.A. |
| Jahresüberschuss/-fehlbetrag | 434 | -257 | 691 | k.A. |
Stastnik Gesellschaft m.b.H.
Der Umsatz betrug im Berichtsjahr 2024/2025 T€ 52.329 (Vorjahr T€ 50.000), dies ist ein Anstieg von 4,66 %. Der Materialaufwand ist im Verhältnis zum Umsatz gegenüber dem Vergleichszeitraum 2023/2024 angestiegen, wodurch es zu einem Absinken des Rohertrags um 1,44 % auf T€ 14.787 gekommen ist.
Die Personalaufwendungen sind im Berichtsjahr 2024/2025 um T€ 460 angestiegen. Diese werden unter dem Punkt "Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren" zahlenmäßig detailliert dargestellt.
Die sonstigen betrieblichen Erträge als auch die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind gegenüber dem Vergleichszeitraum 2023/2024 weitgehend abgesunken.
Die Abschreibungen sind im Berichtsjahr 2024/2025 um T€ -96 auf T€ 1.189 geringfügig abgegsunken.
Der Jahresüberschuss 2024/2025 beträgt T€ 434 (Vorjahr T€ -257).
Kennzahlen zur Ertragslage
Umsatzrentabilität
Die Umsatzrentabilität entspricht dem Verhältnis aus Ergebnis vor Steuern und den Umsatzerlösen.
| Berechnung: | 2024/2025 | 2023/2024 |
|---|---|---|
| Ergebnis vor Steuern (EBT) x 100 | ||
| Umsatzerlöse | 0,8 % | -0,5 % |
Eigen ka pitalrentabilität
Die Eigenkapitalrentabilität ergibt sich aus dem Verhältnis des Ergebnis vor Steuern (Summe aus Z 8 und Z 14) zum Eigenkapital.
| Berechnung: | 2024/2025 | 2023/2024 |
|---|---|---|
| Ergebnis vor Steuern (Summe aus Z 8 und Z | ||
| 14) x 100 | 4,4 % | -2,4 % |
| Eigenkapital zum 1.3.2024 |
Gesamtkapitalrentabilität
Die Gesamtkapitalrentabilität ergibt sich aus dem Verhältnis des Ergebnisses vor Zinsen und Steuern zum Gesamtkapital.
| Berechnung: | 2024/2025 | 2023/2024 |
|---|---|---|
| Ergebnis vor Zinsen und Steuern x 100 | ||
| Gesamtkapital zum 1.3.2024 | 2,4 % | 0,00 % |
| Nettoverschuldungsgrad | 153,11 % | 161,55 % | |
|---|---|---|---|
| (Gearing) | |||
| Berechnung: | Nettoverschuldung x 100 | 15.743 | 15.950 |
| Eigenkapital | 10.282 | 9.873 |
Der Nettoverschuldungsgrad (Gearing) zeigt die finanzielle Lage bzw. die Finanzierungsstruktur als Verhältnis der Nettofinanzverschuldung in Relation zum Eigenkapital.
| Eigenkapitalquote in % | 37,14 % | 37,27 % | |
|---|---|---|---|
| Berechnung: | EK x 100 | 10.282 x 100 | 9.873 x 100 |
| Gesamtkapital | 27.684 | 26.490 |
Die Eigenkapitalquote gibt den Anteil des Eigenkapitals am
Gesamtkapital an. Je höher die Eigenkapitalquote, umso höher ist die finanzielle Stabilität des Unternehmens und die Unabhängigkeit gegenüber Fremdkapitalgebern. Banken bewerten die Bonität eines Unternehmens bei hoher Eigenkapitalquote höher.
Stastnik Gesellschaft m.b.H.
Finanzlage
Geldflussrechnung AFRAC 36
| 2024/2025 | 2023/2024 | ||
|---|---|---|---|
| TEUR | TEUR | ||
| 1. Ergebnis vor Steuern | 434 | -243 | |
| 2. Abschreibungen/Zuschreibungen auf Vermögensgegenstände des Bereichs Investitionstätigkeit | |||
| a. | Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen | 1.189 | 1.285 |
| b. | Abschreibungen auf Finanzanlagen und sonstige Finanzinvestitionen | 0 | 0 |
| c. | Erträge aus der Zuschreibung zu Finanzanlagen und sonstigen Finanzinvestitionen | -3 | -7 |
| d. | Auflösung Investitionszuschüsse | -25 | -22 |
| 1.161 | 1.255 | ||
| 3. Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Vermögensgegenständen des Bereichs Investitionstätigkeit | |||
| a. | Erträge aus dem Abgang von Anlagevermögen (ohne Finanzanlagen) | 0 | 0 |
| b. | Buchwert ausgeschiedener Anlagen | 0 | 0 |
| 0 | 0 | ||
| 4. Beteiligungserträge, Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens sowie sonstige Zinsen und ähnliche Erträge/Zinsen und ähnliche Aufwendungen | |||
| a. | Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens | -4 | -5 |
| b. | sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | -3 | -2 |
| c. | Zinsen und ähnliche Aufwendungen | 191 | 241 |
| 184 | 234 | ||
| 5. Netto-Geldfluss aus dem betrieblichen Ergebnis | 1.778 | 1.246 | |
| 6. Zunahme/Abnahme der Vorräte, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva | |||
| a. | Vorräte | -92 | -987 |
| b. | Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 4 | 10 |
| c. | sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände | -16 | 338 |
| d. | aktive Rechnungsabgrenzungsposten | 6 | 142 |
| -99 | -498 | ||
| 7. Zunahme/Abnahme von Rückstellungen | |||
| a. | Rückstellungen für Abfertigungen und Pensionen | 135 | 84 |
| b. | sonstige Rückstellungen | 213 | 92 |
| 347 | 176 | ||
| 8. Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva | |||
| a. | Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 1.346 | -752 |
| b. | Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 324 | 1.153 |
| c. | sonstige Verbindlichkeiten | -81 | -232 |
| 1.589 | 170 | ||
| 9. Netto-Geldfluss aus der betrieblichen Tätigkeit vor Steuern | 3.616 | 1.094 | |
| 10. Zahlungen für Ertragsteuern | |||
| a. | Steuem vom Einkommen | 1 | -14 |
| b. | aktive latente Steuern | -137 | 39 |
| -136 | 25 | ||
| 11. Netto-Geldfluss aus der betrieblichen Tätigkeit | 3.480 | 1.119 | |
| 12. Einzahlungen aus Anlagenabgang (ohne Finanzanlagen) | |||
| a. | Erlös aus Anlagenverkauf | 0 | 0 |
| 13. Auszahlungen für Anlagenzugang (ohne Finanzanlagen) | |||
| a. | Zugänge It Anlagenspiegel | -1.168 | -666 |
| 14. Investitionszuschüsse | 0 | 108 | |
| 15. Einzahlungen aus Beteiligungs-, Zinsen- und Wertpapiererträgen | |||
| a. | Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens | 4 | 5 |
| b. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 3 | 2 | |
| 7 | 7 | ||
| 16. Netto-Geldfluss aus der Investitionstätigkeit | -1.160 | -551 | |
| 17. Einzahlungen/Auszahlungen für die Aufnahme/Tilgung von Finanzkrediten | -1.151 | -1.138 | |
| 18. Auszahlungen für Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -191 | -241 | |
| 19. Netto-Geldfluss aus der Finanzierungstätigkeit | -1.343 | -1.379 | |
| 20. zahlungswirksame Veränderung der Zahlungsmittel | 977 | -811 | |
| 21. Zahlungsmittel am Beginn der Periode | 374 | 1.185 | |
| 22. Zahlungsmittel am Ende der Periode | 1.351 | 374 | |
Liquiditätslage
Der Netto-Geldfluss aus der betrieblichen Tätigkeit betrug im abgelaufenen Geschäftsjahr T€ 3.480 (Vorjahr T€ 1.119).
Der Netto-Geldfluss aus der Investitionstätigkeit betrug im abgelaufenen Geschäftsjahr T€ -1.160 (Vorjahr T€ -551).
Der Netto-Geldfluss aus der Finanzierungstätigkeit lag im Berichtsjahr 2024/2025 bei T€ -1.343 (Vorjahr
T€ -1.379).
Der der Geldflussrechnung zugrunde gelegte Finanzmittelfonds "Geld und Geldanlagen" (Liquide Mittel ersten Grades) ist im Berichtsjahr 2024/2025 von T€ 374 auf T€ 1.351 angestiegen.
Stastnik Gesellschaft m.b.H.
Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Analyse unter Einbeziehung der wichtigsten nichtfinanziellen Leistungsindikatoren
Arbeitnehmerbelange
Die Belegschaft (im Jahresdurchschnitt) ist gegenüber dem Vorjahr um 3 Mitarbeiter auf 109 Mitarbeiter angestigen.
Personalstand
| 2024/2025 | 2023/2024 | |
|---|---|---|
| Arbeiter | 101 | 99 |
| Angestellte | 8 | 7 |
| 109 | 106 |
Die Personalaufwendungen inkl. der Fremdleistungen betrugen im Berichtsjahr 2024/2025 T€ 12.515.
Entwicklung der Personalkosten
| Te | ||
|---|---|---|
| 2024/2025 | 2023/2024 | |
| Löhne | 5.830 | 5.553 |
| Gehälter | 783 | 616 |
| Sonstige Sozialaufwendungen | 1.820 | 1.804 |
| Bezogene Leistungen | 4.082 | 3.074 |
| 12.515 | 11.047 |
Umweltbelange
Durch die ständige Optimierung unserer Produktionsmethoden, ua durch Investitionen, konnte auch die Ressourceneffizienz weiter gesteigert werden.
Gleichzeitig wird weiter an einer Optimierung der Verpackungsmaterialien mit Fokus auf eine Reduktion der Folienstärken bzw. -gewichte gearbeitet.
Alle Tätigkeiten in diesen Bereichen und insbesondere im Hinblick auf Umwelt, Arbeits- und Menschenrechte, Ethik sowie nachhaltige Beschaffung werden seit Ende 2022 einer Prüfung/ Bewertung durch die unabhängige Plattform Ecovadis unterzogen und mit dem Bronze Status ausgezeichnet.
Viele Faktoren werden zusätzlich durch Audits wie IFS, ISO 9001, FSSC und ISO 50001 abgedeckt. Aktuell wird an der Umsetzung der von der EU geforderten CSRD (Corporate Sustainability Reporting Directive)-Richtlinie gearbeitet.
Forschung und Entwicklung
Im Rahmen der Produkt- und Marktentwicklung wird konzernübergreifend laufend an neuen Produktlinien gearbeitet. Im Geschäftsjahr 2022/2023 wurde unser „Next Generation“-Team ins Leben gerufen. Dabei handelt es sich um unsere Nachwuchsführungskräfte aus allen Bereichen und beiden Standorten (Produktion, Technik und Verwaltung), die sich unter Begleitung unseres Prozessqualitäts- management-Teams der Zukunftsthemen unserer Produktionen annehmen – darunter auch der Neuproduktentwicklung.
Diese Neuproduktentwicklung erfolgt projektbezogen und findet in einer Beurteilung durch den Vertrieb ihren Abschluss. Aktuell sind Themen wie die Entwicklung von Tierwohl-Produkten und die weitere Reduktion von Zusatzstoffen inklusive Salz beherrschend.
Zweigniederlassungen
Die Firma Stastnik Gesellschaft m.b.H. verfügt außerhalb ihres Stammsitzes in Wien über keine Niederlassungen.
Prognosebericht
Voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens
Die Marktsituation bleibt auch im laufenden Geschäftsjahr schwierig. Ein hoher Konkurrenzdruck in Verbindung mit der immer härteren Einkaufspolitik der Handelsketten (Stichwort: Ausschreibungen) lässt keinen Platz für aufwendige Innovations- und Produktionsprozesse. Mit umso größerer Motivation wird daher die Problematik des wesentlich höheren Aufwandes durch eine größere Artikelvielfalt und kleinere Verkaufseinheiten (insbesondere im Vergleich zu einem Ziegel Käse-Leberkäse) intern bearbeitet und einerseits an einer Sortimentsbereinigung, andererseits an einer Reduktion der Personalkosten gearbeitet.
Am Beschaffungsmarkt für Schweinefleisch hat sich in diesem Jahr die Situation verschlechtert – wenn auch bis dato nicht auf die Spitzenniveaus der vergangenen beiden Jahre. Die größten Sorgen bereitet allerdings die Entwicklung am Rindfleischmarkt (mit historisch einzigartigen Höchstpreisen) und im Geflügelbereich – daher wird in diesem Sortimentsbereich eine Bereinigung stattfinden.
Die extrem hohen Lohn- und Gehaltabschlüsse der vergangenen drei Jahre von fast 20 % stellen einen weiteren massiven Kostenfaktor dar. Aufgrund der ausreichenden Kapazitäten am Gesamtmarkt – verbunden mit einem entsprechenden Verdrängungswettbewerb - können diese Kostenfaktoren allerdings nur schwierig und mit Verzögerung am Markt weitergegeben werden.
Die Entwicklung des Finanzergebnisses ist einerseits durch Zinssätze und laufende Tilgungen bestimmt.
Sortimentsmäßig findet eine Verschiebung von Leberkäse zu geschnittenen Schinken- und Brühwurstartikel sowie Würsteln und Küchenprodukten statt. Gleichzeitig verschiebt sich der Absatz weiter von unserem Hauptkunden REWE zu anderen Absatzkanälen – Eigenvertrieb, externe Abholmärkte, Hofer, Spar und Export. Unter Eigenvertrieb werden die Vertriebsschienen zusammengefasst, die unter derselben Marke Radatz tätig sind.
Es muss jedoch darauf hingewiesen werden, dass die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den Erwartungen über die voraussichtliche Entwicklung abweichen können, wenn eine der genannten oder andere Unsicherheiten eintreten oder sich die den Aussagen zugrunde liegenden Annahmen als unzutreffend erweisen.
Risikobericht Risikoberichterstattung
Wesentliche Risiken und Ungewissheiten, denen das Unternehmen ausgesetzt ist
Risikomanagementsystem
Zentraler Bestandteil unseres Risikomanagementsystems sind die Normen ISO 9001: 2008 und IFS 6, die in den täglichen Management-Meetings umgesetzt werden.
Qualitätsrisiko
Naturgemäß ist die fleischverarbeitende Industrie sehr hohen Qualitätsansprüchen seitens der Abnehmer und der Konsumenten ausgesetzt. Um Qualitätsschwankungen und damit Risiken auf die Ertragslage weitestgehend auszuschalten, sehen wir folgende Maßnahmen vor:
1. Modernste Produktionsanlagen in modernster Produktionsumgebung. 2. Rascheste Belieferung der Verteilzentren der großen Handelsketten sowie der Filialen der Radatz Fleischwaren-Vertriebsgesellschaft m.b.H. und der Radatz Wurst-Großmarkt GmbH. 3. Laufende Qualitätskontrollen und Entnahmen von Stichproben durch ein unternehmenseigenes Labor, die durch externe Untersuchungen bei akkreditierten Anstalten validiert werden.
Beschaffungsrisiko
Da die Ertragslage von der Entwicklung der Rohstoffpreise abhängig ist, können externe Effekte wie ein volatiles Angebot oder staatliche Marktinterventionsmaßnahmen anderer Staaten starke Schwankungen in den Angebotsmengen und damit den Beschaffungspreisen mit den entsprechenden negativen Auswirkungen auf die Ertragslage des Unternehmens haben. Speziell Effekte wie Krisen der vergangenen Jahre (Corona, Ukraine, Inflation, Maul-und-Klauen-Seuche) haben einen Schwerpunkt auf Versorgungssicherheit gelegt, wobei dadurch Opportunitätskosten in Kauf genommen werden (Einlagerung zu möglicherweise höheren aktuellen Rohstoffpreisen und höhere Fremdkapitalbelastung).
Die verschiedenen Programme der Handelsketten (AMA, Tierwohl, Regionalität, .) stellen die Hersteller immer vor neue Herausforderungen in Beschaffung, Disposition und Rückverfolgung – ohne das die entsprechenden Kosten tatsächlich abgedeckt werden.
Absatzrisiko
Der Absatz unserer Produkte erfolgt überwiegend an die Radatz - Feine Wiener Fleischwaren Gesellschaft m.b.H., die ihrerseits das Absatzrisiko durch eine gezielte Streuung von Sortiment und Vertriebswegen sowie QM-Maßnahmen und Markenstärkung zu minimieren versucht.
Risiko im Zusammenhang mit Finanzinstrumenten
Die für die Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens wesentlichen Finanzinstrumente sind die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen.
Risiko aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Um Schäden aus einer möglichen Uneinbringlichkeit bestimmter Forderungen abzudecken, ist eine Kundenkreditversicherung abgeschlossen.
Sämtliche Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden in Euro fakturiert, sodass daraus kein Wechselkursrisiko entstehen kann.
Risiko aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 3.967 bestehen zur Gänze in Euro. Dadurch kann ein Wechselkursrisiko ausgeschlossen werden.
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind unverzinst. Zinsschwankungen können somit keine Auswirkungen auf die Ertragslage haben. Für Zwecke der Liquiditätsplanung sind sie als kurzfristig einzustufen.
Risiko aus Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen
Das langfristige Fremdkapital beinhaltet auch konzerninterne Finanzierungen, die variabel verzinst werden. Für Zwecke der Liquiditätsplanung ist das Verrechnungskonto als kurzfristig einzustufen.
Wien, am .
Unterschrift der Geschäftsführer