Inhaltsverzeichnis
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Keglovits GmbH
Inhaltsverzeichnis
1. Bericht über den Geschäftsverlauf und die wirtschaftliche Lage . 1.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenspezifische Rahmenbedingungen . 1.2. Entwicklung Keglovits GmbH im Fahrzeughandel . 1.3. Entwicklung im Aftersales-Bereich. 1.4. Investitionen . 1.4.1. Sachanlageinvestitionen . 1.4.2. IT- und Digitalisierungsinvestitionen. 1.5. Vermögenslage. 1.6. Finanzlage . 1.7. Ertragslage . 1.8. Finanzielle Leistungsindikatoren. 1.9. Zweigniederlassung . 2. Bericht über die voraussichtliche Entwicklung und die Risiken des Unternehmens . 2.1. Voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens. 2.1.1. Entwicklung der österreichischen Fahrzeugbranche (1. Halbjahr 2026) . 2.2. Wesentliche Risiken und Ungewissheiten . 2.3. Verwendung von Finanzinstrumenten und Finanzrisikomanagement. 3. Bericht über Forschung und Entwicklung. ..3 ..3 ..4 ..6 ..6 ..6 ..6 ..7 ..7 ..7 ..8 ..8 ..9 ..9 ..9 ..9 ..10 ..10
1. Bericht über den Geschäftsverlauf und die wirtschaftliche Lage
1.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenspezifische Rahmenbedingungen
Das Geschäftsjahr 2025 war im österreichischen Automobilhandel von einer fortschreitenden Marktkonsolidierung, steigenden regulatorischen Anforderungen sowie einem anhaltenden Transformationsdruck durch Elektrifizierung und Digitalisierung geprägt. Das Wettbewerbsumfeld blieb intensiv; zugleich stabilisierten sich die Lieferketten.
Das Pkw-Jahr 2025 schloss mit mehr Neuzulassungen als erwartet.
Ein Plus von 12,3 Prozent auf Jahressicht auf 284.978 Einheiten markiert den höchsten Stand seit dem Vor-Corona-Jahr 2019 mit damals 329.363 Pkw-Neuzulassungen. Besonders stark sind die Monate Juli (+31,6 Prozent), September (+29,4 Prozent), August (+25,3 Prozent), Mai (+22,7 Prozent) und November (+20,5 Prozent) ausgefallen.
Einmal mehr konnten die elektrifizierten Fahrzeuge zulegen und kommen gemeinsam auf einen Anteil von 60,5 Prozent an den Pkw-Neuzulassungen. 60.651 Elektro-Pkw (+35,9 Prozent) nehmen 20,3 Prozent an allen Neuzulassungen ein, Benzin-Hybride mit 97.143 (+45,7) Einheiten und einem Anteil von 34,1 Prozent liegen noch darüber, Diesel-Hybride tragen mit 14.721 Stück (+2,6 Prozent) einen Anteil von 5,2 Prozent zum Gesamtmarkt bei. Die Neuzulassungen von Diesel-Pkw (33.004 Einheiten, -25,2 Prozent) und Benzin-Pkw (79.457 Stück, -5,4 Prozent) gingen einmal mehr zurück.
Nach wie vor werden die Pkw-Neuzulassungen überwiegend von Firmen, juristischen Personen und Gebietskörperschaften getragen, auf die in Summe 63,4 Prozent entfielen. Bei den Marken blieb VW mit einem Anteil von 14,2 Prozent in Front, gefolgt von Skoda (10,6 Prozent) und BMW (6,7 Prozent). Bei den Pkw-Gebrauchtzulassungen gab es ein kleines Plus um 4.848 auf 825.477 Stück. Starke Zuwächse gab es hier bei den Elektro-Pkw (34.700 Einheiten, +20,9 Prozent), Benzin-Hybriden (69.893 Einheiten, +35,4 Prozent) und Diesel-Hybriden (24.019 Einheiten, +24,8 Prozent).
Leichtes Plus bei Kfz insgesamt. Gesamt konnten die Neuzulassungen von Kraftfahrzeugen im Vorjahr um 3,4 Prozent auf 381.860 Stück (+ 12.614 Einheiten) gesteigert werden. Bei Lkw der Klasse N1 gab es 33.451 (+1,1 Prozent) Neuzulassungen ebenso Zuwächse wie bei land- und forstwirtschaftlichen Zugmaschinen mit 6.704 (+1,2 Prozent) Einheiten. Rückgänge verzeichneten Lkw der Klasse N3 (2.969 Stück, -21,9 Prozent), Lkw der Klasse N2 (516 Einheiten, -20,0 Prozent) und Sattelzugfahrzeuge (3.369, -4,4 Prozent). 32.061 Motorräder bedeuteten ein Minus auf Jahressicht von 31,1 Prozent, die Neuzulassungen von Motorfahrrädern entwickelten sich mit 9.210 Einheiten (-19,9 Prozent) ebenfalls rückläufig.
Vor diesem Hintergrund verzeichnete die Keglovits GmbH im Geschäftsjahr 2025 eine positive Geschäftsentwicklung und konnte ihre Marktposition ausbauen.
1.2. Entwicklung Keglovits GmbH im Fahrzeughandel
Die Zahl der ausgelieferten Fahrzeuge erhöhte sich im Geschäftsjahr 2025 um rund 24 % gegenüber dem Vorjahr.
Die positive Entwicklung ist im Wesentlichen auf folgende Maßnahmen und Einflussfaktoren zurückzuführen:
• gezielte Vertriebssteuerung, • konsequente Leadbearbeitung, • strukturierte Lager- und Bestandsplanung sowie • stabile Markenentwicklung bei Mazda, SEAT und CUPRA.
Die Entwicklung der Marken lag überwiegend über Plan. Bei CUPRA wurde im Verkauf eine Zielerreichung von rund 113 % erzielt.
Im Gebrauchtwagenbereich wurde durch gezielte Zukäufe sowie eine optimierte Aufbereitung und Bestandsrotation eine stabile Lagerumschlagshäufigkeit sichergestellt.
Technologietrends & Antriebsarten: Dominanz der Alternativen
Die Transformation hin zu elektrifizierten Antrieben setzte sich im ersten Halbjahr 2026 beschleunigt fort:
• Alternative Antriebe (65,5 % Marktanteil): Knapp zwei Drittel aller Neuzulassungen (107.836 Pkw; +27,1 %) entfielen auf alternative Antriebe. • Benzin-Hybrid: Mit 60.910 Einheiten (+33,5 %) die stärkste Kraft am Gesamtmarkt. • Reine Elektro-Pkw (BEV): Zuwachs um +27,0 % auf 40.060 Pkw. • Diesel-Hybrid: Rückläufig mit 6.864 Pkw (-10,7 %). • Wasserstoff: 2 Pkw. • Konventionelle Verbrenner (34,5 % Marktanteil): • Der Marktanteil reiner Verbrenner sank weiter auf insgesamt 56.693 Pkw (-2,6 %). • Während reine Benziner mit 40.509 Einheiten nahezu unverändert blieben (-0,1 %), setzte sich der Abwärtstrend beim klassischen Diesel mit 16.184 Einheiten (-8,3 %) spürbar fort.
Halterstruktur (Flotten vs. Privatmarkt)
• Gewerblicher Anteil: 64,2 % aller Pkw-Neuzulassungen entfielen auf juristische Personen, Firmen und Gebietskörperschaften. • Privatkunden: Mit 35,8 % blieb der Privatmarkt stabil. • Bei rein batterieelektrischen Fahrzeugen (BEV) lag der Privatkundenanteil bei 34,2 %. • Benziner (40,3 %) und Benzin-Hybride (39,5 %) wiesen den höchsten Privatanteil auf, während Diesel-Pkw (19,0 %) und Diesel-Hybride (25,6 %) primär gewerblich zugelassen wurden.
Markenlandschaft & Wettbewerbsanalyse
• Gesamtmarkt Pkw:
• Top-4-Marken: Volkswagen behauptete Platz 1 mit 13,9 % Marktanteil (+13,7 %), gefolgt von Škoda mit 10,7 % (+16,6 %), Audi mit 6,6 % (+14,0 %) und BMW mit 6,3 % (-2,3 %). • Wachstumssieger: Den prozentual stärksten Zuwachs verzeichnete BYD (+77,0 %), gefolgt von Seat (+19,5 %), Mercedes-Benz (+17,3 %), Škoda (+16,6 %) und Audi (+14,0 %). • Rückgänge: Rückläufig entwickelten sich unter anderem Dacia (-6,7 %), Toyota (-6,7 %), Cupra (-4,6 %) und BMW (-2,3 %). • BEV-Segment (Reine Elektrofahrzeuge): • Das Markenranking bei E-Autos führten Tesla (10,6 %), Škoda (10,5 %), BMW (9,9 %) und BYD (9,8 %) an. • Bemerkenswerte Wachstumsraten im BEV-Segment zeigten Kia (+112,2 %), Skoda (+62,8 %) und Mercedes-Benz (+56,6 %).
1.3. Entwicklung im Aftersales-Bereich
Der Service- und Werkstattbereich bildete auch 2025 eine ertragsstabile Säule des Unternehmens. Die produktiven Werkstattstunden erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um rund 10 %. Diese Entwicklung resultierte aus einer verbesserten Kapazitätssteuerung und der Optimierung betrieblicher Abläufe.
Im Zubehörbereich stieg der Umsatz gegenüber dem Vorjahr um rund 21 %. Vorübergehende Personalengpässe erforderten eine flexible Ressourcenplanung, führten jedoch zu keiner nachhaltigen Beeinträchtigung der Leistungsfähigkeit.
1.4. Investitionen
Im Geschäftsjahr 2025 wurden Investitionen in die betriebliche Infrastruktur, die Erweiterung von Kapazitäten sowie die IT- und Digitalisierungsinfrastruktur vorgenommen.
1.4.1. Sachanlageinvestitionen
• Fassadenrenovierung und Optimierung der Außenbereiche am Standort Zwölfaxing, • Ausbau des Räderlagers, • Anschaffung moderner Hebe- und Logistikgeräte sowie (Stapler und Radheber) • Erneuerung der Portalwaschanlagen am Standort Trumau
Diese Maßnahmen dienen der langfristigen Sicherung der Standortqualität, der Steigerung der betrieblichen Effizienz und der Werterhaltung des Anlagevermögens.
1.4.2. IT- und Digitalisierungsinvestitionen
• vollständige Umstellung auf Windows 11, • Erneuerung der gesamten PC-Hardware, • Glasfaseranbindung des Standorts Zwölfaxing, • Einführung von DocFlow zur digitalen Dokumentensteuerung sowie • Implementierung der KI-Assistentin „LISA“.
Mit diesen Investitionen sollen die organisatorische Widerstandsfähigkeit und die Prozesssicherheit gestärkt sowie die Verwaltungskosten mittel- bis langfristig reduziert werden.
1.5. Vermögenslage
Die Vermögensstruktur ist durch den Sachanlagenbestand und das im Fahrzeughandel gebundene Umlaufvermögen geprägt. Die im Berichtsjahr vorgenommenen Investitionen erhöhten das Anlagevermögen und dienen der langfristigen Sicherung der Standortqualität und Wettbewerbsfähigkeit.
1.6. Finanzlage
Die Liquidität war im Geschäftsjahr 2025 jederzeit gesichert. Durch ein aktives Liquiditätsmanagement und die laufende Abstimmung mit den Finanzierungspartnern Raiffeisen und Porsche Bank konnten insbesondere die Vorfinanzierung der Lagerfahrzeuge, die Abwicklung der Herstellerboni und der Ausgleich saisonaler Liquiditätsschwankungen gewährleistet werden.
Die Finanzierung erfolgt in Zusammenarbeit mit Bank- und Herstellerpartnern. Die weitere Optimierung der Finanzierungsstruktur und die Reduktion der Finanzierungskosten bleiben wesentliche Ziele des Unternehmens.
1.7. Ertragslage
Nach einem verhaltenen ersten Halbjahr verbesserte sich das operative Ergebnis ab dem dritten Quartal, insbesondere ab September 2025, deutlich.
Die Ergebnisentwicklung wurde von gesteigerten Absatzvolumina, einer höheren Werkstattauslastung, dem Wachstum im Zubehörgeschäft und strukturellen Effizienzmaßnahmen getragen. Die operative Stabilisierung soll die Grundlage für eine nachhaltige Ergebnisentwicklung in den Folgejahren bilden.
1.8. Finanzielle Leistungsindikatoren
Die nachfolgende Übersicht stellt die finanziellen Leistungsindikatoren im Mehrjahresvergleich dar.
| Kennzahl | 2025 | 2024 | 2023 | 2022 |
|---|---|---|---|---|
| EBIT | 282 | 202 | 146 | 435 |
| ROS | 1,37% | 1,11% | 0,09% | 2,28% |
| Eigenka pitalquote | 11,3% | 11,4% | 11,25% | 15,46% |
| Cashflow aus dem Ergebnis | 246 | 127 | 125 | 506 |
Einheiten: ROS und Eigenkapitalquote in %. EBIT und Cashflow:
Berechnungsgrundlagen
EBIT: Gewinn vor Zinsen und Steuern.
ROS: Betriebserfolg / Umsatzerlöse × 100.
Eigenkapitalquote: Eigenkapital / Gesamtkapital × 100.
Cashflow aus dem Ergebnis: Ergebnis vor Steuern + Abschreibungen – Steuerzahlungen.
1.9. Zweigniederlassung
Am Standort 2521 Trumau, Lüßstraße 1, besteht eine Zweigniederlassung, die als Filialbetrieb ohne eigenes Rechnungswesen geführt wird. Für den Standort bestehen Serviceverträge für SEAT und CUPRA sowie ein Handelsvertrag für die Marke SEAT. Im Geschäftsjahr 2025 waren dort durchschnittlich 17 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt.
2. Bericht über die voraussichtliche Entwicklung und die Risiken des Unternehmens
2.1. Voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens
Für das Geschäftsjahr 2026 erwartet die Geschäftsführung durch neue Modellanläufe, darunter CUPRA Raval, CUPRA Born Facelift und Mazda CX-5, zusätzliche Absatzimpulse.
Die strategischen Schwerpunkte für 2026 sind:
• Sicherung der Qualitätsstandards bei steigendem Volumen, • weitere Effizienzsteigerung im Servicebereich, • vollständige Digitalisierung der Kaufvertragsprozesse sowie • Prüfung einer möglichen Erweiterung des Marken- bzw. Serviceportfolios.
Darüber hinaus bleibt die Reduktion der Finanzierungskosten eine zentrale Priorität. Bestehende Finanzierungen werden regelmäßig auf Optimierungspotenziale überprüft. Soweit wirtschaftlich sinnvoll und möglich, sollen durch Umschuldungen oder Verhandlungen mit den Kreditinstituten günstigere Konditionen erzielt werden. Der geplante Aufbau zusätzlicher Liquiditätsreserven soll die finanzielle Unabhängigkeit stärken und die Widerstandsfähigkeit gegenüber Marktschwankungen erhöhen.
2.1.1. Entwicklung der österreichischen Fahrzeugbranche (1. Halbjahr 2026)
Gesamtwirtschaftliche Marktlage & Neuzulassungen
Der österreichische Automobilmarkt verzeichnete im Zeitraum Jänner bis Juni 2026 eine deutliche Erholung und ein kräftiges Marktwachstum:
• Kfz-Gesamtmarkt: 223.734 Kraftfahrzeuge wurden neu zum Verkehr zugelassen – ein Zuwachs von +15,7 % (+30.422 Fahrzeuge gegenüber dem 1. Halbjahr 2025). • Pkw-Markt: Die Pkw-Neuzulassungen stiegen um 15,0 % (+21.478 Einheiten) auf insgesamt 164.529 Pkw. • Monatsdynamik & Sondereffekte: Das Wachstum gewann insbesondere zum Quartalsende an Dynamik (Juni 2026: +22,9 % gegenüber Juni 2025). Wesentlicher Treiber für den starken Juni-Schub war ein regulatorischer Vorzieheffekt: die EU-weite Pflicht für neue Fahrerassistenzsysteme (GSR II) ab dem 7. Juli 2026 führte bei Herstellern und Händlern zu verstärkten Erstzulassungen im Juni.
2.2. Wesentliche Risiken und Ungewissheiten
Das intensive Wettbewerbsumfeld, die Veränderungen durch Elektrifizierung und Digitalisierung sowie steigende regulatorische Anforderungen prägen die Geschäftstätigkeit. Vorübergehende Personalengpässe erfordern eine flexible Kapazitäts- und Ressourcenplanung.
2.3. Verwendung von Finanzinstrumenten und Finanzrisikomanagement
Die Finanzierung der Keglovits GmbH ist weiterhin gesichert. Das finanzierende Kreditinstitut hält die bestehenden Kreditrahmen und gewährten Darlehen unverändert aufrecht. Sämtliche aushaftenden Verbindlichkeiten sind zu 100 % besichert.
Es werden keine derWätiven Finanzinstrumente eingesetzt.
Ziel des Finanzrisikömahagements ist die Sicherung der Liquidität und die Begrenzung der Finanzierungskosten. Dazu dienen das aktive Liquiditätsmanagement, die laufende Abstimmung mit den Finanzierungspartnern und die regelmäßige Überprüfung der Finanzierungsstruktur.
Daneben erfolgen jährliche externe Überprüfungen durch das finanzierende Kreditinstitut und den Importeur. Diese unterstützen die laufende Einschätzung der Risikosituation und die Ableitung geeigneter Maßnahmen zur Risikobegrenzung.
3. Bericht über Forschung und Entwicklung
Im Geschäftsjahr 2025 wurden keine Forschungs- und Entwicklungsarbeiten durchgeführt.
Zwölfaxing, am 30.09.2026
MMst. Roman Keglovits-Ackerer, BA 10