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Lagebericht 2025/26

Rechberger Gesellschaft m.b.H.

Original-PDF

Stichtag 31. Jän. 2026 · Eingereicht am 28. Okt. 2026

Inhaltsverzeichnis

DER GE: SCHIRR-SPEZIALIST

E.LAGEBERICHT für das Wirtschaftsjahr 2025/2026

1. Bericht über den Geschäftsverlauf und die wirtschaftliche Lage

1.1. Allgemeine Entwicklung im Wirtschaftsjahr

Das Geschäftsjahr 2025/2026 war im österreichischen Tourismus- und Gastronomiesektor von einem insgesamt herausfordernden Marktumfeld geprägt.

Insbesondere zu Beginn des Geschäftsjahres war eine deutlich reduzierte Investitionsbereitschaft innerhalb der Branche festzustellen. Die ersten Monate waren von einer zurückhaltenden Nachfrage sowie einer geringen Anzahl an Neu- und Investitionsprojekten gekennzeichnet. Ursache hierfür war insbesondere die angespannte Ertragslage vieler Gastronomie- und Beherbergungsbetriebe, welche trotz teilweise zufriedenstellender Umsätze weiterhin unter steigenden Personal-, Energie-, Finanzierungs- und Betriebskosten litten.

Die Sommersaison wurde zusätzlich durch ungünstige Witterungsverhältnisse beeinträchtigt. Insbesondere der verregnete Juli führte zu einer eingeschränkten Gastgartensaison und belastete die Getränkeumsätze zahlreicher Gastronomiebetriebe. Dadurch verstärkte sich die bereits bestehende Investitionszurückhaltung innerhalb der Branche zusätzlich.

Positiv entwickelte sich weiterhin der österreichische Tourismus. Die Zahl der Gästeankünfte und Nächtigungen lag auf einem hohen Niveau und konnte das Vorkrisenniveau nachhaltig überschreiten. Von dieser Entwicklung profitierte insbesondere die Hotellerie. Gleichzeitig zeigt sich jedoch ein verändertes Konsumverhalten vieler Gäste. Der steigende Anteil an Appartement- und Selbstversorgerurlauben führt dazu, dass Teile der touristischen Wertschöpfung nicht mehr unmittelbar der klassischen Gastronomie zugutekommen.

Die seit Jahren angespannte Personalsituation entspannte sich im Berichtsjahr leicht. Dies ist jedoch nicht ausschließlich auf ein höheres Arbeitskräfteangebot zurückzuführen, sondern vielfach auf strukturelle Anpassungen innerhalb der Branche. Zahlreiche Betriebe reduzierten Offnungszeiten oder passten ihr Leistungsangebot an die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen an.

Insgesamt berichteten viele Marktteilnehmer von einer zufriedenstellenden Auslastung und stabilen Gästezahlen, jedoch gleichzeitig von einer gegenüber den Vorjahren deutlich verschlechterten Ertragslage. Die Investitionsbereitschaft blieb daher trotz eines insgesamt positiven touristischen Umfeldes auf einem zurückhaltenden Niveau.

1.2. Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft

Die Anzahl der Hotelprojekte lag im Geschäftsjahr 2025/2026 deutlich unter dem Niveau der unmittelbaren Nach-Corona-Jahre. Die in der Branche weiterhin spürbare Investitionszurückhaltung führte dazu, dass zahlreiche Projekte verschoben oder in reduziertem Umfang umgesetzt wurden. Durch die erfolgreiche Akquisition und Umsetzung einzelner großer sowie teilweise internationaler Projekte konnten dennoch wichtige Umsatzimpulse erzielt und die rückläufige Anzahl an Projektanfragen teilweise kompensiert werden.

Im Bereich der Gemeinschaftsverpflegung sowie bei Kunden im öffentlichen Bereich waren die Auswirkungen von Budgetkürzungen und eingeschränkten Investitionsmitteln deutlich spürbar. Die reduzierte Investitionstätigkeit wirkte sich sowohl auf die Projektanzahl als auch auf die erzielbaren Deckungsbeiträge in diesem Kundensegment aus.

DER GESCHIRR-SPEZIALIST

Das Geschäftsmodell der Handelskunden im Bereich der Cash-&-Carry-Märkte befindet sich weiterhin in einem strukturellen Wandel. Der Fokus verlagert sich zunehmend vom klassischen Abholgeschäft hin zum Zustell- und Onlinegeschäft im Lebensmittelbereich.

Das Sortiment Geschirr und Gastronomieausstattung nimmt dabei oftmals nicht denselben Stellenwert ein wie Lebensmittel und Verbrauchsprodukte. Gleichzeitig suchen Produzenten und Lieferanten verstärkt den direkten Vertriebsweg zu internationalen Handelsketten und Großkunden wie Metro oder Transgourmet. Die wesentliche Stärke der Gesellschaft liegt daher weiterhin in ihrem umfassenden Dienstleistungs-, Beratungs- und Logistikkonzept sowie in ihrer Flexibilität bei Liefer- und Serviceleistungen.

Die Kundenbindungsveranstaltungen „Schauplatz Geschirr“ sowie die regelmäßig durchgeführten Gerätetage waren auch im Geschäftsjahr 2025/2026 äußerst erfolgreich und leisteten einen wichtigen Beitrag zur Pflege bestehender Kundenbeziehungen sowie zur Gewinnung neuer Geschäftspartner.

Das Geschirr Quartier hat sich in den vergangenen Jahren zu einem Vorzeigeprojekt innerhalb der Branche entwickelt und bietet sowohl Kunden als auch Lieferanten und Mitarbeitern eine moderne und zeitgemäße Infrastruktur. Ausstellung, Logistik und Officebereich werden laufend weiterentwickelt und an die aktuellen Anforderungen des Marktes angepasst.

Nachhaltigkeit, Ressourcenschonung, Regionalität und die Vermeidung von Verschwendung („No Waste“) stellen weiterhin zentrale Bestandteile der Unternehmensphilosophie dar und werden sowohl im Rahmen von Kunden- und Mitarbeiterveranstaltungen als auch im operativen Tagesgeschäft aktiv gelebt. Die laufende Optimierung der internen Logistikprozesse stelte auch im Berichtsjahr einen Schwerpunkt dar. Durch die kontinuierliche Anpassung von Verpackungslösungen, die konsequente Uberwachung des Servicegrades sowie eine bedarfsgerechte Lagerbestückung wird die Kostenreduzierung unterstützt und gleichzeitig die Qualität sowie Sicherheit der Lieferprozesse weiter verbessert werden.

Die Wiederverwendung von Verpackungsmaterialien stellt dabei einen wichtigen Beitrag zur Ressourcenschonung und Kosteneffizienz dar. Darüber hinaus tragen standardisierte Verpackungseinheiten und ein effizient organisierter Warenfluss zu einer wirtschaftlichen und nachhaltigen Logistikabwicklung bei.

Insgesamt beurteilt, ist der Geschäftsverlauf des Wirtschaftsjahres 2025/2026 trotz eines anspruchsvollen Marktumfeldes zufriedenstellend. Die Gesellschaft verfügt über eine moderne Infrastruktur, stabile Kundenbeziehungen sowie ein leistungsfähiges Logistik- und Dienstleistungskonzept und sieht sich dadurch weiterhin gut im Markt positioniert.

Nachfolgend werden wesentliche Kennzahlen für das Wirtschaftsjahr 2025/2026 aufgelistet und mit Vorjahreswerten verglichen.

Ausgewählte finanzielle Leistungsindikatoren (Angabe in TEUR)

(Gemäß Empfehlung im Fachgutachten des Fachsenates für Betriebswirtschaft und Organisation KFS/BW 3)

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 2
2025/20262024/2025
Umsatzerlöse61.70761.573
Wareneinsatz35.76036.085
Personalaufwand11.42512.441
Ergebnis vor Steuern6.6865.044
Eigenmittelquote in %64,2260.76
Nettovermögen/Nettoverschuldung4.0026.793

DER GESCHIRR-SPEZIALIST

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 3
Schuldentilgungsdauer1,97 Jahre2,73 Jahre
Geldfluss aus dem Ergebnis7.9466.242
Netto-Geldfluss aus den Investitionstätigkeiten421456
Netto-Geldfluss aus der Finanzierungstätigkeit5.8806.908
Working Capital10.4768.781

1.3. Bericht über Zweigniederlassungen

Die Firma Rechberger Gesellschaft m.b.H. betreibt weiterhin keine Zweigniederlassungen. Sie ist mit ihren Standorten in Linz, Wien, Saalfelden, Villach, Innsbruck, St. Johann, Ried und Vöcklabruck österreichweit vertreten.

1.4. Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Die erfolgreiche Zusammenarbeit mit unserer Kundschaft im Einzelhandel, Großhandel und unterschiedlichen Tourismusbereichen zeigt eine erfreuliche Zufriedenheit bei allen Beteiligten.

Durch unsere breite Produktpalette sowie unseren hohen Qualitätsstandard ist Rechberger auch zukünftig in der Lage, die Marktstellung zu festigen und auszubauen. Zusammen mit unseren sehr motivierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern werden wir weiterhin um eine hohe Akzeptanz bei unseren Kundschaften bemüht sein. Durch systematische Aus- und Fortbildung sind wir in der Lage, das hohe Know-how zu sichern.

Zum Thema Nachhaltigkeit ist RBG bei der Erstellung jenes von der Gesetzgebung geforderten Berichtes über Themen, die bereits im Unternehmen umgesetzt werden und Themen die - abgeleitet aus Gesprächen - unsere Kundschaften bewegen.

Im Rahmen der Einkaufsverhandlungen verlangen wir von unseren Lieferanten auch zumindest diese Umsetzungsberichte dieser Art und dieses Umfanges in Bezug auf Nachhaltigkeit.

Da die überwiegende Anzahl der Rechberger-Lieferanten im zentralen Europäischen Wirtschaftsraum ansässig ist, sehen wir hier keine große Herausforderung, den gesetzlichen und marktkonformen Bestimmungen der Zukunft zu entsprechen.

2. Bericht über die voraussichtliche Entwicklung

Voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens

In der Gastronomie- und Hotelleriebranche ist für das kommende Geschäftsjahr eine grundsätzlich positive Grundstimmung wahrnehmbar. Die in den vergangenen Jahren intensiv geführte Diskussion über Preissteigerungen in der Gastronomie scheint an Bedeutung zu verlieren, wodurch sich die Konsumbereitschaft der Gäste nach Einschätzung vieler Marktteilnehmer wieder etwas verbessert hat.

Das seit Jahren bestehende Wirtshaussterben ist weiterhin wahrnehmbar, hat sich jedoch etwas mehr abgeschwächt. Gleichzeitig gewinnen regionale Konzepte sowie die traditionelle österreichische Gastronomie wieder verstärkt an Bedeutung.

Im Handelssegment der Cash-&-Carry-Märkte ist weiterhin mit einer Verlagerung vom klassischen Abholgeschäft hin zu Zustell- und Onlinekonzepten zu rechnen. Rechberger begegnet dieser Entwicklung durch gezielte Marketingmaßnahmen, Themenbroschüren sowie digitale Kommunikationskanäle, um bestehende und neue Kundengruppen anzusprechen.

DER GESCHIRR-SPEZIALIST

Die Eigenmarken ilios und JOSEF ... das Glas verfügen über eine hohe Marktakzeptanz. Die geplante Sortimentserweiterung im Glasbereich, insbesondere durch die Aufnahme eines zusätzlichen Caipiriinha-Glases, soll die Sichtbarkeit der Marke weiter stärken und zusätzliche Marktpotenziale erschlie- Ben.

Auch die Auswirkungen der internationalen Rohstoff- und Beschaffungsmärkte werden laufend beobachtet und evaluiert, ob aufgrund geopolitischer Entwicklungen weiterhin mit Preissteigerungen zu rechnen ist.

Mit der Veranstaltung „Dishcovery" setzt Rechberger einen zusätzlichen Schwerpunkt in der Ansprache der jungen Gastronomiegeneration.

Darüber hinaus wird die geplante Marktbearbeitung in Südtirol weiter vorangetrieben und die Aufnahme der operativen Kundenaktivitäten vorbereitet. Diesbezüglich ist die Gründung einer Tochtergesellschaft in Italien in Vorbereitung.

Die zukünftigen Entwicklungsmöglichkeiten von Rechberger werden sohin insgesamt positiv beurteilt und ist Rechberger aufgrund seiner Marktposition, seiner hohen Serviceorientierung sowie seiner modernen Infrastruktur weiterhin gut aufgestellt.

3. Wesentliche Risiken und Ungewissheiten

Risiken sind Bestandteile jeglicher, unternehmerischer Geschäftstätigkeit und beinhalten die Gefahr, dass durch interne bzw. externe Ereignisse sowie durch Handlungen oder Entscheidungen Unternehmensziele nicht erreicht werden, oder gar der Fortbestand eines Unternehmens gefährdet wird. Derzeit bestehen keine rechtlichen und wirtschaftlichen Risiken mit wesentlichem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Marktwert der flüssigen mittel- und kurzfristigen Veranlagungen, kurzfristigen Forderungen, sowie kurzfristigen Rückstellungen und Verbindlichkeiten entspricht im Wesentlichen den bilanzierten Werten, sodass für diese ausgewiesenen Bilanzpositionen keine Sicherungsgeschäfte abgeschlossen werden müssen.

Nur ein bewusster und zielorientierter Umgang mit Risiken ermöglicht, unsere unternehmerischen Ziele optimal zu erreichen. Zur Erkennung und Steuerung von Unternehmensrisiken hat die Gesellschaft ein System eingerichtet, welches vorwiegend aus strukturierten Uberwachungs- und Kontrollfunktionen, der Geschäftsführung sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern besteht. Die bestehenden Regelungen, Maßnahmen und Instrumente werden laufend überprüft, optimiert und sind zusammenfassend dokumentiert.

Das Risikomanagementsystem umfasst die laufenden Analysen und Uberwachung der wesentlichen Risiken wie Branchenrisiken, unternehmerische Risiken, Zinsänderungsrisiken und IT-Risiken.

Zur Steuerung der betrieblichen Risiken dienen insbesondere die

- Umsatz- und Ertragsplanung - Finanzplanung - Investitionsplanung - Personalplanung - sowie deren ständige Überwachung und Anpassung.

Die geplanten Ertragsziele des Geschäftsjahres konnten erreicht werden. Die Fähigkeit, flexibel auf Marktveränderungen zu reagieren sowie zusätzliche Geschäftsmöglichkeiten zu nutzen, trug wesentlich zur positiven Entwicklung der Gesellschaft bei.

Das geplante Upgrade auf SAP S/4HANA wurde durch eine interne Projektgruppe termingerecht und ohne wesentliche Beeinträchtigungen des laufenden Geschäftsbetriebes umgesetzt. Damit wurde eine wichtige Grundlage für die zukünftige Weiterentwicklung der Geschäftsprozesse geschaffen.

DER GESCHIRR-SPEZIALIST

Der Lagerstand lag zum Bilanzstichtag leicht über dem Vorjahresniveau. Nach Einschätzung der Geschäftsführung ist das Lager uneingeschränkt werthaltig; ein Bedarf für wesentliche Wertberichtigungen oder Abschreibungen bestand nicht.

Die bewährte vorsichtige Kreditpolitik gegenüber Kunden führte auch im Berichtsjahr dazu, dass keine wesentlichen Forderungsausfälle zu verzeichnen waren.

Das Forderungsmanagement wird weiterhin mit hoher Sorgfalt betrieben, um Risiken aus Zahlungsausfällen frühzeitig zu erkennen und zu minimieren. Zudem setzt Rechberger verstärkt auf die Diversifikation der Kundenstruktur und den Ausbau langfristiger Kundenbeziehungen, um die Abhängigkeit von einzelnen Marktsegmenten zu reduzieren. Insgesamt tragen diese Maßnahmen dazu bei, die Widerstandsfähigkeit von Rechberger gegenüber externen Einflüssen zu stärken und eine nachhaltige Geschäftsentwicklung zu gewährleisten.

Insgesamt bestehen keine Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten. Um möglichen Risiken jedoch aktiv zu begegnen, verfolgt Rechberger eine konsequente Kostenkontrolle und optimiert fortlaufend die Einkaufs- und Logistikprozesse, um Preissteigerungen möglichst frühzeitig abzufedern. Durch die flexible Anpassung von Investitionen und laufenden Ausgaben wird die finanzielle Handlungsfähigkeit auch in einem dynamischen Marktumfeld gesichert.

Vorbehalt zu Zukunftsaussagen

Dieser Lagebericht enthält zukunftsgerichtete Aussagen zur Geschäfts- und Ertragsentwicklung, die auf unseren derzeitigen Plänen, Einschätzungen, Prognosen und Erwartungen beruhen. Diese Aussagen beinhalten Risiken und Unsicherheiten. Es gibt eine Vielzahl von Faktoren, die auf unser Geschäft einwirken und zu großen Teilen außerhalb unseres Einflussbereiches liegen. Dazu gehören vor allem die konjunkturelle Entwicklung. Diese wiederum wird durch die geopolitischen Entwicklungen beeinflusst. Es ist zu hoffen, dass die Stärke jener Werte, die den Wirtschaftsstandort Europa in den vergangenen Jahrzehnten so erfolgreich und verlässlich gemacht haben nicht abflachen.

Die tatsächlichen Ergebnisse und Entwicklungen können also von unseren heute getroffenen Annahmen abweichen. Sie haben daher nur zum Zeitpunkt der Veröffentlichung Gültigkeit. Wir übernehmen keine Verpflichtung, die zukunftsgerichteten Aussagen angesichts neuer Informationen oder unerwarteter Ereignisse zu aktualisieren.

4. Bericht über die Forschung und Entwicklung

Die Gesellschaft unterhält keine Forschungs- und Entwicklungsbereiche.

5. Bericht über den Bestand sowie den Erwerb

und die Veräußerung eigener Anteile

Die Gesellschaft besitzt keine eigenen Anteile; die Veräußerung ist als gegenstandslos festzustellen.

6. Wesentliche Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems

Risikoverständnis und Ziele des Risikomanagements

Ausgaben bzw. Investitionen wurden nach dem budgetierten Werten und Vorhaben getätigt. Vorrausschauende Investitionspolitik bringt und gewährt einen sehr guten Ausstattungsgrad in allen Bereichen. Das vorhandenen Lagerwertes mit gerundet 8 Mio. Euro wurde immer unter Bedachtnahme der Werthaltigkeit der Artikel vorgenommen. Die sehr gute Verfügbarkeit der Artikel stellt sich als wesentlicher Erfolgsfaktor in allen Absatzkanälen dar. Zusätzlich brachten größere Vorziehkäufe noch Sonderkonditionen von Lieferanten mit sich, die das Betriebsergebnis noch verbesserten.

Das Debitoren Risiko beruht auf dem bewährten Mehraugenprinzip. Außendienstmitarbeiterinnen und Außendienstmitarbeitern von Rechberger sind auch mitverantwortlich, auf die pünktliche Begleichung der Ausgangsrechnungen zu achten. Erstaufträge von Kunden erfordern zumindest 50 % Anzahlung der Auftragssumme.

Finanzinstrumente

Die in der Bilanz ausgewiesenen originären Finanzinstrumente sind Gegenstand des allgemeinen Risikomanagements des Unternehmens. Erkennbare Risiken und notwendige Vorsorgen werden im Rahmen der angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden erfasst und sind im vorliegenden Jahresabschluss angemessen berücksichtigt. Derivative Finanzinstrumente werden nicht eingesetzt.

Beschaffungsrisiken

Risiken im Zusammenhang mit der Beschaffung von Waren für unseren Kundschaften wird durch sorgfältige Auswahl der Lieferanten und Abschluss von jährlichen Rahmenvereinbarungen begegnet. Wir sind bestrebt, die langfristigen Lieferantenverbindungen zu erhalten und teilweise neue aufzubauen.

Besonderes Augenmerk richten wir auf unsere Lieferbereitschaft und Qualität der Waren, auf die Produktnachfragen unserer Kunden, sowie auf konkurrenzfähige Preise.

Kredit- und Ausfallsrisiken

Die Bezahlung der Kundenforderungen erfolgt teils im Wege des Bankeinzugs, sonst auf Grund mit den Kunden vereinbarter Zahlungsziele. Die laufende Überwachung der offenen Kundenforderungen und das eingerichtete Mahnwesen gewährleisten ein hohes Maß an Einbringlichkeit der Kundenforderungen. Bei größeren und/oder erkennbaren Risiken werden Sicherungsvereinbarungen abgeschlossen.

Liquiditätsrisiken

Das Liquiditätsmanagement der Firma Rechberger Gesellschaft mbH ist so ausgerichtet, dass durch die Planung der Umsätze und Zahlungseingänge sichergestellt ist, dass die offenen Lieferantenverbindlichkeiten entsprechend den mit den Lieferanten getroffenen Vereinbarungen fristgerecht und unter Ausnutzung bestmöglicher Skontoabzüge beglichen werden können. Ein weiterer Teil des Liquiditätsmanagement umfasst die laufenden Re-Investitionen sowie Groß-Investitionsvorhaben.

Versicherungs- und Betriebsrisiken

Den allgemeinen und speziellen Betriebsrisiken wird neben entsprechenden Versicherungen durch regelmäßige Wartung der Gebäude und Betriebsmittel begegnet.

Risiken der IT-Systeme

Zur Begrenzung und Überwachung möglicher Risiken im Hinblick auf Verfügbarkeit, Zuverlässigkeit und Effizienz der eingesetzten EDV-Systeme bedient sich die Firma Rechberger Gesellschaft mbH neben eigenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern auch externer Unternehmen. Im IT-Bereich kommt geprüfte Software zum Einsatz, zusätzlich werden die einschlägigen Sicherheitsstandards beachtet.

Linz, am 29.06.2026

Franz Josef Schachermayer MIB

Gesellschafter - Geschäftsführer

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