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Lagebericht 2024

Constantia Industries AG

Original-PDF

Stichtag 31. Dez. 2024 · Eingereicht am 16. Sep. 2025

Inhaltsverzeichnis

Constantia Industries AG, Wien

L A G E B E R I C H T

Geschäftsverlauf, wirtschaftliche Lage

Das Jahr 2024 war politisch und wirtschaftlich weiterhin von großen Herausforderungen geprägt. Der seit 2022 andauernde Ukraine-Krieg könnte 2025 ein Ende finden, während die Konflikte in Gaza, Libanon und Syrien nach wie vor aktiv sind. Zeitweise Waffenruhen im Gazastreifen und im Libanon geben Hoffnung auf eine baldige Lösung der Konflikte. In jedem Fall hat die Weltmacht USA ein großes politisches und wirtschaftliches Wort mitzureden. Insbesondere nach den Präsidentschaftswahlen Ende 2024 könnte sich der außenpolitische Kurs der USA rasant ändern. Weltweit führte die Zunahme populistischer Strömungen nach einer Vielzahl von Wahlen zu erhöhter geopolitischer Instabilität.

Die Stärkung der US-Wirtschaft war ein zentrales Thema des Wahlkampfes und überzeugte die Mehrheit der amerikanischen Bevölkerung, Donald Trump für eine weitere Amtszeit als Präsident zu wählen. Die Auswirkungen seiner Wahlversprechen und die nunmehrige Mehrheit der Republikaner im US-Senat und Repräsentantenhaus werden nationale sowie globale Auswirkungen nach sich ziehen. Bleibt Trump seinem Wahlkampfmotto treu, werden Importzölle, der Ausstieg aus dem Pariser Klimaabkommen und sinkende Unterstützungen für Europa in militärischer Hinsicht möglicherweise starke Auswirkungen auf die globale Wirtschaft haben. Auch in Europa zeigten sich die Auswirkungen von Wahlen und Regierungsumbildungen. Bei den Europawahlen, den Bundestagswahlen in Deutschland und den Nationalratswahlen in Österreich verbuchten rechtspopulistische Parteien einen hohen Zuwachs.

Obwohl sich der Welthandel im Laufe des Jahres langsam von einer Rezession erholte, blieb das globale Wirtschaftswachstum mit 3,3% (IWF) verhalten. In der EU ging die Inflation zwar von 5,4% im Jahr 2023 auf 2,4% im Jahr 2024 zurück, trotzdem wirkte die Europäische Zentralbank einem weiteren Konjunkturrückgang entgegen, indem sie Mitte des Jahres eine

Zinswende einläutete. Zum ersten Mal seit fast fünf Jahren wurden die Leitzinsen gesenkt, und man reagierte auf die sinkenden Preissteigerungen sowie geringen Inflationsaussichten in der Hoffnung, damit dem Wirtschaftswachstum einen Aufschwung zu geben. Bis Ende des Jahres folgten drei weitere Zinssenkungen auf 3,0%. Die verhaltene Konjunkturentwicklung im Euroraum zeigte sich recht deutlich mit einem BIP-Wachstum von nur +0,4% in 2023 bzw. +0,9% in 2024. Anders als die Konjunktur im Euroraum verzeichnete die US-Wirtschaft ein stabiles Wachstum von 2,8% in 2024 (vgl. 2023: 2,9%), daher hatte die FED in Bezug auf zinspolitische Maßnahmen einen geringeren Druck und senkte 2024 die Zinsen in nur zwei Schritten auf 4,50%.

Osterreich befand sich das zweite Jahr in Folge in einer Rezession. Nachdem das BIP im Jahr 2023 um 1% gesunken war, nahm das reale BIP 2024 um 0,6% weiter ab. Die Stimmung und Erwartungshaltung der Unternehmen waren gegen Ende des Jahres verhalten positiv, jedoch blieben Lagebeurteilungen und Erwartungen skeptisch. Während zu Beginn der Rezession vor allem der produzierende Bereich vom Abschwung erfasst wurde, betraf es nun auch andere Wirtschaftsbereiche. Hohe Kosten aufgrund der Energiepreise, Lohnzuwächse und gestiegene Finanzierungskosten in Verbindung mit einem Rückgang von Exportaufträgen verringerten die Unternehmensinvestitionen. 2025 könnte das dritte Jahr in Folge mit rückläufigen Investitionen werden (2023: -3,2%, 2024: -2,9%, 2025: -0,4%, jeweils zum Vorjahr). Der Arbeitsmarkt in Osterreich blieb 2024 im EU-Vergleich relativ stabil und reihte sich bei den Arbeitslosenzahlen auf Platz 12 der EU-27 ein. Die Regierung setzte Maßnahmen zur Förderung von Investitionen und Innovationen, um die Wettbewerbsfähigkeit zu stärken. Der seit Jahren in der Krise steckende Immobiliensektor konnte auch im Jahr 2024 sowohl auf dem gewerblichen als auch auf dem privaten Immobilienmarkt keine positiven Nachrichten vermelden. Sinkende Nachfragen, hohe Kosten und Insolvenzen großer Marktteilnehmer trübten die Aussichten im Immobiliensektor für die nächsten Jahre. Besorgniserregend, insbesondere im Hinblick auf US- Zölle, war der starke Anstieg von österreichischen Exporten in die USA 2024 um 13,8%, während die Exporte in die EU um 5,55% sanken.

Die Stabilisierung der globalen Lieferketten, welche teilweise durch die schwächere Konjunktur begünstigt wurde, hat die Einkaufspreise der Constantia Industries Gruppe für Rohstoffe 2024 teils positiv beeinflusst. Die Einkaufspreise von Holz verzeichneten gegenüber dem hohen Niveau des Vorjahres einen Rückgang. So reduzierten sich im Vergleich zum Jahresende 2023 die Beschaffungskosten von Rohspan-Holz um rund 17% und von Biofaser-Holz um circa 4%. Bei den für die Gruppe wichtigsten Chemikalien mussten im Vergleich zum Vorjahr bei Methanol mit ungefähr 33% und Melamin rund 17% jedoch signifikante Preiserhöhungen verzeichnet werden, während der Beschaffungspreis von Phenol sich im Vergleich zum Vorjahr kaum verändert hat (+1%).

Der Internationale Währungsfonds (IWF) prognostizierte in seinem im April 2025 aktualisierten World Economic Outlook ein Wachstum der Weltwirtschaft, gemessen am realen BIP, von 3,3% für 2024 und von 2,8% für 2025 und 3,0% für 2026. Der Großteil des Wachstums in 2024 war auf die Entwicklung der Schwellen- und Entwicklungsländer zurückzuführen, deren Wachstumsprognose von 4,3% für 2024 jene der hochentwickelten Volkswirtschaften in Höhe von 1,7% deutlich übertraf. Für die USA wurde, im Vergleich zu den restlichen hochentwickelten Volkswirtschaften, laut IWF ein etwas stärkeres Wirtschaftswachstum von 2,8% für 2024 und 1,8% für 2025 prognostiziert. Für 2025 wurde der Eurozone gesamthaft eine Wachstumsrate von 0,8% prognostiziert, was auf ein weiterhin schwieriges wirtschaftliches Umfeld im kommenden Jahr hindeutet.

Der IWF hat seine Wachstumsprognosen für China für 2025 um weitere 1,0%-Punkte auf 4,0% gesenkt. Die chinesische Regierung wird weiterhin mit geld- und fiskalpolitischen Maßnahmen versuchen, den Konsum anzukurbeln und die Auswirkungen von Importzöllen in die USA abzufedern. Nachdem die Konjunkturmaßnahmen im ersten Halbjahr 2024 nicht die gewünschten Auswirkungen zeigten, wurde Ende des Jahres ein aggressiverer Ansatz verfolgt, der sich insbesondere auf ein erstmaliges Investitionspaket mit Schwerpunkt auf die Modernisierung des chinesischen Industriesystems konzentrierte. Für 2024 und 2025 wird erwartet, dass das Wirtschaftswachstum sowohl von der Binnennachfrage als auch von den Nettoexporten getragen wird, wobei der Konsum - unterstützt durch stabile Einkommenszuwächse – den größten Wachstumsbeitrag leisten soll. Weiterhin große Risikofaktoren für China bleiben die Immobilienkrise (Stichwort Evergrande) und die angedrohten Zölle auf Exporte nach Amerika. Der Wettbewerbsdruck zwischen den beiden Automotive-Unternehmen Tesla und BYD wird voraussichtlich auch im Jahr 2025 ein großes Thema am Weltmarkt bleiben.

Auf dem Gebiet der KI-Modelle hatte sich durch den relativ neuen Anbieter aus China namens DeepSeek ein ernstzunehmender Wettbewerber zum amerikanischen KI-Modell ChatGPT auf dem Markt platziert. Beide Technologien brachten sowohl wirtschaftliche als auch politische Veränderungen mit sich, indem sie Effizienz, Datenanalyse und Kommunikation auf neue Ebenen heben, aber auch neue ethische und sicherheitsrelevante Herausforderungen nach sich ziehen.

Die nächsten Jahre werden wohl weiterhin von geopolitischen Spannungen, der Bewältigung wirtschaftlicher Nachwirkungen der Pandemie, Unsicherheiten durch Inflation und Zinserhöhungen sowie einem globalen Umdenken in Bezug auf Energiepolitik und Klimaschutz geprägt sein. Derzeit entstehen praktisch täglich zusätzliche wirtschaftliche Unsicherheiten durch die erratische Zoll- und Handelspolitik der USA sowie die entsprechenden

Gegenmaßnahmen der davon betroffenen Länder.

Als Muttergesellschaft des Konzerns erbringt die Constantia Industries AG Leistungen für die Konzerngesellschaften, die über Konzernumlagen an diese verrechnet werden. Über die Constantia Industries AG wird auch der überwiegende Teil der Konzernfinanzierung aufgenommen und den Konzerngesellschaften zur Verfügung gestellt. Neben den daraus resultierenden Zinserträgen und -aufwendungen sind die Erträge aus verbundenen Unternehmen ein weiterer wesentlicher Bestandteil des Finanzergebnisses.

Der Jahresüberschuss der Constantia Industries AG im Berichtsjahr lag bei TEUR 44.184 (Vorjahr TEUR 31.788) darin sind Erträge aus Beteiligungen an verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 42.400 enthalten, im Vorjahr waren es TEUR 33.700.

Finanzielle Leistunqsindikatoren

Das Betriebsergebnis war im Berichtsjahr mit TEUR 324 positiv (Vorjahr TEUR 444 negativ). Während sich die Umsatzerlöse gegenüber dem Vorjahr auf TEUR 11.925 erhöht haben (Vorjahr TEUR 8.623), haben sich die Personalaufwendungen von TEUR 3.523 in 2023 auf TEUR 2.907 reduziert, wodurch ein positives Betriebsergebnis erzielt werden konnte. Die Verrechnung der Konzemumlage an die Konzerngesellschaften erfolgt durch Umlage der Kosten des Vorjahres.

Das Finanzergebnis resultiert im Berichtsjahr im Wesentlichen aus Zinserträgen, Zinsaufwendungen und Kursdifferenzen sowie aus Erträgen aus Beteiligungen an verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 42.400 (Vorjahr TEUR 33.700). Die Erhöhung der Beteiligungserträge kompensiert die gestiegenen Zinsaufwendungen in Höhe von TEUR 18.160 (Vorjahr TEUR 16.626) und führt somit zu einem gesteigerten Finanzergebnis gegenüber 2023.

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 6
Werte in TEUR20242023
Betriebsergebnis324-444
Finanzergebnis43.83632.183
davon Abschreibungen und ähnliche Aufwendungen aus verbundenen0-3.100
Unternehmen
davon Erträge aus Beteiligungen an verbundenen Unternehmen42.40033.700
Jahresüberschuss44.18431.788
Eigenkapital190.645176.460
Bilanzsumme424.705428.221
Eigenkapitalquote44,9%41,2%
Nettoverschuldung 33 (Guthaben mit Minus)-52.612-38.955

3) Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten plus Verbindlichkeiten ggü. Verbundenen Unternehmen (Teil) minus Forderungen ggü. Verbundenen Unternehmen minus Wertpapiere des Umlaufvermögens minus Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten minus Wertpapiere des Anlagevermögens.

Voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens

Für das Geschäftsjahr 2025 ist von einem herausfordernden wirtschaftlichen Umfeld auszugehen, welches insbesondere durch die weiterhin verhaltenen Konjunkturaussichten in europäischen Kernmärkten der Constantia Industries Gruppe sowie durch handels- und geopolitische Unsicherheiten geprägt ist. Während in zinssensitiven Branchen wie dem Baugewerbe mit einer leichten Erholung gerechnet wird, werden in Sparten wie der Luftfahrt, die im Geschäftsjahr 2024 außergewöhnlich hohe Auftragseingänge verzeichneten, Rückgänge erwartet. Derzeit entstehen praktisch täglich zusätzliche wirtschaftliche Unsicherheiten durch die erratische Zoll- und Handelspolitik der USA sowie die entsprechenden Gegenmaßnahmen der davon betroffenen Länder.

Zum Zeitpunkt der Erstellung des Abschlusses ist aufgrund der in den Tochter- und Enkelgesellschaften bereits beschlossenen bzw. zu erwartenden Dividenden auch in 2025 mit einem deutlich positiven Ergebnis in der Constantia Industries AG zu rechnen.

Forschung und Entwicklung

Der Bereich Forschung und Entwicklung ist nicht Teil der Leistungen, die die Constantia Industries AG für die Konzerngesellschaften erbringt. Die Forschungs- und Entwicklungstätigkeit wird aus praktischen Gründen von den operativen Konzerngesellschaften durchgeführt.

Chancen und Risiken des Unternehmens

Chancen und Risiken sind in der Constantia Industries Gruppe als Ereignisse oder Entwicklungen definiert, die zu einer positiven bzw. negativen Abweichung gegenüber Unternehmenszielen führen können. Das Thema Chancen- und Risikomanagement wird dabei ganzheitlich betrachtet und beinhaltet sowohl externe Faktoren, wie etwa die Märkte und Ereignisse, als auch unternehmensinterne Faktoren wie die Strategie, einzelne Kernprozesse, Organisationsthemen oder Finanzen. Die Ziele des Chancen- und Risikomanagements beziehen sich auf das frühzeitige Erkennen von Chancen und Risiken sowie, darauf aufbauend, auf ein bewusstes Einleiten von Maßnahmen zur Minimierung von Risiken und zur Nutzung von Chancen. Daraus ergibt sich eine erhöhte Planungssicherheit und eine nachhaltige Steigerung des Unternehmenswertes.

Das Ziel des softwarebasierten Chancen- und Risikomanagementsystems der Constantia Industries AG und allen Konzernbereichen ist es, Chancen und Risiken frühzeitig zu erkennen und bewusst Maßnahmen zur Minimierung von Risiken und Nutzung von Chancen einzuleiten. Die Bewertung dieser Entwicklungen erfolgt hinsichtlich der Auswirkung auf Ergebnis bzw. Free Cashflow und der Wahrscheinlichkeit des Risikoeintritts. Eine quantitative Bewertung erfolgt auf der Grundlage von Szenarioanalysen. Darüber hinaus wird erfasst, ob und wie stark sich ein Risiko auf die Reputation der Gesellschaft und des Konzerns auswirkt.

Die von den verantwortlichen Führungskräften durchgeführten Erfassungen im Chancen- und Risikomanagementsystem werden regelmäßig aktualisiert, neu bewertet und bei Bedarf um neue Themen ergänzt. Im Berichtsjahr wurde die vorhandene Sammlung der eingegebenen Chancen- und Risiken einem Review unterzogen, aus dem Schwerpunktsetzungen für die Folgejahre abgeleitet wurden. Dazu zählen ein stärkerer Fokus auf Risiken als auf Chancen sowie eine stärkere Konkretisierung der Inhalte.

Als Holdinggesellschaft mit zentralen Funktionen für die Konzerngesellschaften ist die Constantia Industries AG vor allem Risiken aus dem Finanzierungsbereich ausgesetzt.

Liquiditätsrisiko

Das Liquiditätsrisiko bezeichnet das Risiko, sich jederzeit Finanzmittel beschaffen zu können, um eingegangene finanzielle Verbindlichkeiten zu begleichen. Dementsprechend sorgt die Gesellschaft dafür, dass ausreichend liquide Mittel vorhanden sind bzw. dass eine notwendige Finanzierung aus entsprechenden Kreditrahmen sichergestellt ist. Liquide Mittel werden in qualitativ hochwertigen und marktgängigen Anlageinstrumenten, vornehmlich in risikodiversifizierten Investmentfonds, fest verzinslichen Anleihen und kurzfristigen Geldveranlagungen angelegt.

Wegen der Funktion als Finanzierungsdrehscheibe des Konzerns hat die Liquiditätssicherung in der Constantia Industries AG einen besonders hohen Stellenwert, de facto wird damit die Liquiditätssicherungsfunktion für den gesamten Konzern wahrgenommen. Wichtigste Informationsbasis dabei sind die währungsdifferenzierten Cashflow Planungen der Konzerngesellschaften. Diese erfolgen einerseits wöchentlich mit einem Planungshorizont von 3 Wochen auf Tagesbasis und andererseits quartalsmäßig mit einem Planungshorizont von 12 Monaten auf Monatsbasis.

Zinsrisiko

Uber die Constantia Industries AG werden fast die gesamten verzinslichen Finanzinstrumente des Konzerns gehalten und abgewickelt, das Zinsmanagement des Konzerns wird daher praktisch vom Treasury der Constantia Industries AG gesteuert. Da die Zinssätze bei der Zinsabrechnung an Konzerngesellschaften regelmäßig an die externen Zinssätze angepasst werden, verbleibt nur der Teil des Zinsrisikos für die eigene Nettoverschuldung in der Constantia Industries AG.

Die Gesellschaft unterliegt Zinsrisiken hauptsächlich in der Eurozone. Um die Auswirkungen von Zinsschwankungen zu minimieren, legt der Vorstand gemeinsam mit dem Treasury, einmal im Jahr, die gewünschte Mischung aus fest- und variabel verzinslichen Netto- Finanzverbindlichkeiten fest. Unter Berücksichtigung der gegebenen und der geplanten Schuldenstruktur setzt das Konzentreasury gegebenenfalls Zinsderivate ein, um so die Zinsausstattung für die Netto-Finanzverbindlichkeiten der vom Vorstand vorgegebenen Zusammensetzung anzupassen.

Währungsrisiko

Das Währungsrisiko des Konzerns ist zum überwiegenden Teil in den operativen Gesellschaften angesiedelt, auf die Constantia Industries AG entfällt nur ein kleiner Teil davon. Auch die FX-Sicherungsgeschäfte für die operativen Gesellschaften werden von der Constantia

Industries AG abgewickelt und an die Gesellschaften weiterverrechnet. Im Konzern werden Währungsrisiken aus operativen Zahlungsströmen mittels Forwards und Währungsrisiken aus Finanzierungen über Swaps abgesichert.

Beteiligungsrisiko

Das Beteiligungsrisiko reicht vom Dividenden- bzw. Gewinnausschüttungsrisiko über die Reduktion stiller Reserven bis zum Risiko von Teilwertabschreibungen. Zur Überwachung dieser Risiken wird vom Controlling das monatliche Reporting eingesetzt, um bei Planabweichungen rechtzeitig Maßnahmen ergreifen zu können.

Kreditrisiko

Das Kreditrisiko der Constantia Industries AG besteht einerseits gegenüber Banken und andererseits gegenüber Konzerngesellschaften. Im Finanzierungsbereich werden im Wesentlichen Geschäfte mit Kontrahenten mit bestmöglicher Bonität abgeschlossen, verbunden mit einem laufenden Bonitätsmanagementsystem, zusätzlich wird aus Diversifizierungsgründen bei mehreren Banken veranlagt. Die zentrale Finanzierungsfunktion für die Konzerngesellschaften erfordert auch die Übernahme des Ausfallsrisikos für diese Gesellschaften. Mit Hilfe von internen Kreditlimits, der Liquiditätsplanung und des Berichtswesens wird die Entwicklung der Konzerngesellschaften laufend beobachtet, um bei Bedarf entsprechende Gegenmaßnahmen einzuleiten.

Organisation/IT/Kommunikation

Dieses Risikofeld deckt die Bereiche Organisationsstruktur, Entscheidungsprozesse und Führungsstil ab. Neben dem Bereich IT werden auch Risiken aus Projekt- und Wissensmanagement ab. Ein zentrales Thema in diesem Risikofeld ist die Datensicherheit. Zur weitgehenden Minimierung möglicher IT-Risiken bestehen seit längerem konzernweite Mindeststandards. Um das IT-Knowhow zu bündeln, wurden die IT-Abteilungen der österreichischen Gesellschaften in der Constantia Services GmbH zusammengelegt, die Gesellschaft betreut auch die Constantia Industries AG.

Human Resources

Die gesamte Constantia Industries Gruppe bekennt sich zu ihren Mitarbeitern als den ausschlaggebenden Erfolgsfaktor. Neben Trainingsveranstaltungen werden für Mitarbeiter in Schlüsselpositionen auch Programme zur Entwicklung einer gemeinsamen Identität angeboten. In einem unsicheren und zunehmend komplexeren Umfeld bietet die Constantia Industries den Mitarbeitern die Möglichkeit, in einem sich laufend entwickelnden Konzern mitzuwachsen.

Wien, am 24. April 2025

Der Vorstand

an y

Ing. Mag. Dr. Erlfried Taureg

Dr. Johannes Liechtenstein

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