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1. Geschäftsverlauf, Geschäftsergebnis und Lage des Unternehmens
Geschäft und Rahmenbedingungen
Die Pramer Baustoffe GmbH beschäftigt sich im Wesentlichen mit dem Verkauf von Baustoffen an Gewerbebetriebe, teilweise auch mit dem Verkauf an Privatpersonen. Dazu Werden durchschnittlich 58 Mitarbeiter an 2 Standorten beschäftigt. Die Geschäftstätigkeit in der Niederlassung Wels entspricht im Wesentlichen dem Hauptstandort in Linz-Urfahr, wobei selbstverständlich Synergien genutzt werden.
Standort Linz: durchschnittlich 44 Mitarbeiter in den Bereichen Buchhaltung, Fakturierung, Verkauf Einzelhandel, Verkauf Großhandel, Einkauf, Lager, Fuhrpark.
Standort Wels: durchschnittlich 14 Mitarbeiter in den Bereichen Verkauf Einzelhandel, Verkauf Großhandel, Lager, Fuhrpark.
Geschäftsergebnis und Ertragslage
Die gesamte Bauwirtschaft war im Jahr 2025 weiterhin von einem herausfordernden Marktumfeld geprägt. Die weiterhin erhöhten Baupreise sowie das gestiegene Zinsniveau wirkten dämpfend auf die Baukonjunktur. Zudem führte die anhaltend zurückhaltende Investitionsbereitschaft insbesondere im Einfamilienhaus- und Wohnungsbau zu einer schwachen Auftragslage.
Die Pramer Baustoffe GmbH verzeichnete im Jahr 2025 wieder einen leichten Aufschwung, der in dieser Form auch geplant war. Die Umsatzerlöse stiegen um +3,6 Mio. EUR (+7,1%) im Vergleich zum Vorjahr, was zur Hälfte auf Neukunden zurückzuführen ist.
Die Umsatzerlöse werden gem. § 279 Z 2 UGB nicht offen gelegt.
Das Ergebnis vor Steuern beläuft sich auf TEUR 1.532 (Vorjahr TEUR 1.292).
Die Eigenkapitalrentabilität (ROE) beträgt 12,59 % (Vorjahr 11,29 %).
Die Gesamtkapitalrentabilität (ROI) beträgt 9,09 % (Vorjahr 8,24 %).
Vermögens- und Finanzlage
Es liegt, wie auch in den Vorjahren, keine Nettoverschuldung (Net Debt) vor, die flüssigen Mittel übersteigen das festverzinsliche Fremdkapital. Die Liquidität war jederzeit gewährleistet.
Das Nettoumlaufvermögen beträgt TEUR 10.632 (Vorjahr 9.338).
Die Eigenkapitalquote liegt bei 77,36% (Vorjahr 74,74%).
Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sowie die Zahlungsmittel sind mit Buchwerten ausgewiesen. Dem Ausfallsrisiko wird durch ausreichende Wertberichtigungen Rechnung getragen, insbesondere unter Berücksichtigung der momentanen Marktsituation und den damit verbundenen drohenden Zahlungsschwierigkeiten. Liquide Mittel werden nur bei Banken mit hoher Kreditwürdigkeit gehalten. Da für eine große Anzahl an Kunden Leistungen erbracht werden, liegt keine beträchtliche Konzentration von Risiken vor.
Das Management versucht das Ausfallsrisiko von Forderungen durch d e Zusammenarbeit mit erstklassigen Schuldnern und der Einholung von Informationen über deren Bonität sowie einer vorhandenen Kreditversicherung zu minimieren. Weiters werden nicht rechtzeitig beglichene Forderungen regelmäßig eingemahnt.
Gegenüber Kreditinstituten bestehen zurzeit keinerlei Verbindlichkeiten.
2. Weitere Angaben
a) Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahrs eingetreten sind
Nach dem Geschäftsjahresabschluss sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten.
b) Voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens
Über den Erwartungen konnte das GJ 2025/26 abgeschlossen werden – mit einem weiteren Umsatzwachstum für das kommende Geschäftsjahr wird, entgegen der allgemeinen Wirtschaftslage in der Baubranche, vor allem im Lagergeschäft gerechnet.
Die Steuerung der Entwicklung erfolgt im Wesentlichen anhand eines monatlichen Reportings. Regelmäßige Gespräche sowie Abweichungsanalysen dienen zur rechtzeitigen Einleitung von Korrekturmaßnahmen. Die vorhandene Liquidität wird regelmäßig überwacht.
CHANCEN liegen in der mittelständischen Struktur von PRAMER, die sich in den herausfordernden Zeiten bewährt und als stabil erwiesen hat. Zudem ergeben sich Chancen
durch die überaus ambitionierten Klimaziele der Regierung in energetische Sanierungen, welche sich in den nächsten Jahren zum Treiber in der Baubranche entwickeln könnten.
RISIKEN bestehen darin, dass in den kommenden Jahren von einer rückläufigen Bautätigkeit ausgegangen wird. In welchem Ausmaß die überproportionalen Preisentwicklungen sowie die daraus resultierende sinkende Investitionsbereitschaft trotz oder gerade wegen der hohen Lohnsteigerungen die Bauaktivitäten beeinflussen werden, lässt sich zurzeit noch schwer abschätzen.
c) Forschung und Entwicklung
Im Bereich Forschung und Entwicklung ist unser Unternehmen als reiner Handelsbetrieb nicht direkt aktiv tätig. Die Mitarbeiter geben aber ihre Erfahrungen mit den Produkten und das Feedback der Kunden an die Produzenten weiter, um die Qualität veroessern zu helfen.
d) Finanzinstrumente
Es werden ausschließlich nur konservative Finanzinstrumente eingesetzt.
e) Allgemeine Beschreibung der wesentlichen Risiken und Ungewissheiten
Durch höchste Flexibilität und die tatsächliche Erfüllung der Kundenwünsche (insbesondere sehr kurzfristige Lieferzeiten, Stammkunden und detaillierte technische Beratungen) sind wir in der Lage, trotz sehr starker Konkurrenz im Baustoffgroßhandel unseren Marktanteil zu behaupten bzw. leicht auszubauen. Die größte Herausforderung für die nächsten Jahre sind sicherlich der Preiskampf mit den im Raum OÖ dicht angesiedelten Mitbewerbern sowie ein gutes Forderungsmanagement.
3. Ausblick
Insgesamt stellt der in den letzten Jahren eingeschlagene Weg die besten Voraussetzungen für eine erfolgreiche Zukunft dar. Insbesondere das vorhandene Eigenkaoital und die vielen langjährigen Partnerschaften sollten wieder dabei helfen, weiterhin gute Ergebnisse zu erzielen, auch wenn mit Sicherheit in den nächsten Jahren nicht mit großen Mengenzuwächsen zu rechnen sein wird.
uns, am 27.08.2026