Inhaltsverzeichnis
Rubner Holzbau GmbH Ober-Grafendorf
zum
Jahresabschluss vom 31.12.2025
1. Geschäft und Rahmenbedingungen
Die Geschäftstätigkeit der Rubner Holzbau GmbH konzentriert sich auf Österreich, die EU und ausgesuchte Regionen im Ausland.
Wesentliche Geschäftsfelder sind der Hochbau, die Erstellung von Gebäudehüllen und Fassaden, projektund kundenspezifische Gebäudelösungen im Ingenieurholzbau und Gebäude für Industrie, Logistik und Handel. Der Fokus liegt auf dem B2B-Business. Kunden sind Investoren, Unternehmen und Generalunternehmer.
Rubner steht für Qualität, Termintreue und eine faire Geschäftsgebarung. Mit dem umfassenden Leistungsspektrum über die gesamte Wertschöpfungskette, einen hohen Eigenleistungsanteil und großen Produktionskapazitäten gehört Rubner zu den führenden Unternehmen des Ingenieurholzbaus in Europa.
Der Geschäftsführung gehörten zum 31. Dezember 2025 folgende Mitglieder an:
Geschäftsführer
| Bestellung | |
|---|---|
| Ing. Gerald Schönthaler | 2022 |
2. Analyse unter Einbeziehung der wichtigsten finanziellen Leistungsindikatoren
Ertragslage
Der Umsatz ist im Jahr 2025 im Vergleich zum Vorjahr um -0,41 % auf T€ 79.486 gesunkem. Das Betriebsergebnis war mit T€ 926 positiv und betrug damit 1,17 % des Umsatzes (Vorjahr 1,56 %).
Das Ergebnis vor Steuern lag mit T€ 624 (T€ 852) unter dem Vorjahr. Das Finanzergebnis lag mit T€ -302 besser als im Vorjahr (T€ -393), sämtliche Tilgungen erfolgten plangemäß. Im Berichtsjahr erfolgte eine Auflösung der erstmals im Jahr 2016 aufgrund des RAG 2014 gebildeten aktiven latenten Steuern in Höhe von T€ 20 (Vorjahr T€ 35). Basierend auf den genannten Rahmenbedingungen ergab sich im Geschäftsjahr 2025 ein Jahresgewinn von T€ 475 (Vorjahr T€ 652).
Die gesamten Aufwendungen bezogen auf die Betriebsleistung verteilten sich im Geschäftsjahr zu 56,40 % auf Materialaufwendungen und Aufwendungen für bezogene Leistungen, zu 32,13 % auf Personalaufwendungen, zu 1,91% auf Abschreibungen, zu 9,53% auf sonstige Aufwendungen und zu 0,44% auf Aufwendungen aus dem Finanzbereich.
Rentabilitätskennzahlen
| 2025 | 2024 | ||
|---|---|---|---|
| Umsatzrentabilität in %: | 0,79 % | 1,07 % | |
| Berechnung: | EBT x 100 | 624 x 100 | 852 x 100 |
| Umsatz | 79.486 | 79.814 |
| Eigenkapitalrentabilität in %: | 6,15 % | 8,88 % | |
|---|---|---|---|
| Berechnung: | EBT x 100 | 624 x 100 | 852 x 100 |
| Ø Eigenkapital | 10.160 | 9.596 |
| Gesamtkapitalrentabilität in %: | 2,03 % | 2,98 % | |
|---|---|---|---|
| Berechnung: | EBT x 100 | 624 x 100 | 852 x 100 |
| Ø Gesamtkapital | 30.709 | 28.549 |
Die Rentabilitätskennzahlen liegen leicht unter dem Vorjahr. Treibender Faktor hierfür sind die gestiegenen Personalkosten.
Vermögens- und Finanzlage
Das Verhältnis Anlagevermögen zu Umlaufvermögen veränderte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr mit 51,98 % zu 48,02 % gegenüber dem Vorjahr mit 46,44 % zu 53,56 %.
Vermögensstrukturkennzahlen
| 2025 | 2024 | ||
|---|---|---|---|
| Anlagenintensität in %: | 51,98 % | 46,44 % | |
| Berechnung: | AV x 100 | 18.390 x 100 | 14.340 x 100 |
| Aktiva | 35.376 | 30.875 |
| Investitionsdeckung in %: | 207,44 % | 118,81 % | |
|---|---|---|---|
| Berechnung: | Nettoinvestition SAV x 100 | 3.105 x 100 | 1.750 x 100 |
| Abschreibung SAV | 1.497 | 1.473 |
Die Anlagenintensität ist gegenüber 2024 leicht gestiegen. Die Investitionsdeckung ist gegenüber 2024 deutlich gestiegen, da in 2025 mehr Investitionen getätigt wurden.
Verschuldungskennzahlen
| 2025 | 2024 | ||
|---|---|---|---|
| Eigenmittelquote nach § 23 | 31,24 % | 35,27 % | |
| URG: | |||
| Berechnung: | Eigenkapital | 10.398 | 9.922 |
| Gesamtkapital-erhaltene | 35.376 - 2.088 | 30.875- 2.745 | |
| Anzahlungen |
| Fremdkapitalquote in %: | 70,61 % | 67,86 % | |
|---|---|---|---|
| Berechnung: | Fremdkapital | 24.978 | 20.952 |
| Gesamtkapital | 35.376 | 30.875 |
Die Eigenmittelquote hat sich ergebnisbedingt auf 31,24% gegenüber dem Vorjahr (35,27%) verschlechtert.
3. Die wichtigsten nicht-finanziellen Leistungsindikatoren
Mitarbeiterzufriedenheit
Im Jahr 2025 wurde erstmals eine unternehmensweite Mitarbeiterumfrage durchgeführt. Insgesamt nahmen 127 von rund 350 Mitarbeitenden teil, womit etwa ein Drittel der Belegschaft erreicht wurde.
Der dabei errechnete Employee Net Promoter Score (eNPS) beträgt +33 (Promotoren: 58, Passive: 53, Detraktoren: 16). Damit liegen die Rückmeldungen im positiven Bereich. Der eNPS ermöglicht eine erste Einschätzung zur Arbeitgeberattraktivität.
Die Ergebnisse bilden eine Grundlage für künftige, regelmäßige Befragungen.
Arbeitsklima, Unternehmenswerte und Nachhaltigkeit
Weiters wurden wir noch mit dem Leading Employer Award ausgezeichnet. Der Leading Employer Award in Osterreich würdigt jährlich die besten 1% aller Arbeitgeber. Die Auszeichnung basiert auf einer unabhängigen, umfassenden Metastudie des Institute of Research & Data Aggregation. Dabei werden keine Bewerbungen oder Nominierungen berücksichtigt; stattdessen erfolgt die Auswahl rein datenbasiert.
Bewertet werden unter anderem Faktoren wie Arbeitsklima, Unternehmenswerte, Nachhaltigkeit und angebotene Benefits. Die Auszeichnung bestätigt somit, dass unser Unternehmen im österreichischen Vergleich zu den attraktivsten Arbeitgebern zählt und in zentralen Bereichen der Mitarbeiterorientierung überdurchschnittlich abschneidet.
Liquiditätslage
Der Cashflow aus dem Ergebnis vor Steuern (Basis: Liquide Mittel ersten Grades) lag mit T€ 870 deutlich unter dem Vorjahr (T€ 4.561). Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit ist gegenüber dem Vorjahr (T€ 4.513) mit T€ 477 geringer. Die reine Investitionstätigkeit lag mit T€ -5.590 deutlich über dem Vorjahreswert. Die Finanzierungstätigkeit hat sich gegenüber dem Vorjahr (T€ -1.439) auf T€ 4.078 erhöht.
| 2025 | 2024 | |
|---|---|---|
| Ergebnis vor Steuern | 624 | 852 |
| Cashflow aus dem Ergebnis vor Steuern | 870 | 4.561 |
| Anfangbestand Geld und Geldanlagen | 2.829 | 2.115 |
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | 477 | 4.513 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | -5.590 | -2.360 |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | 4.078 | -1.439 |
| Endbestand Geld und Geldanlagen | 1.794 | 2.829 |
1. Forschung und Entwicklung
Die Aufgaben des Bereiches Forschung und Entwicklung werden von einem Bauingenieur wahrgenommen. Dieser ist mit der laufenden Entwicklung bzw. Weiterentwicklung von Konstruktionssystemen befasst. Die Uberprüfung und Beurteilung neuer Werkstoffe sowie deren Freigabe zur Anwendung fällt ebenfalls in diesen Kompetenzbereich. Gegebenenfalls werden auch einschlägige externe Sonderfachleute und Prüfinstitute herangezogen.
2. Zweigniederlassungen
Die Rubner Holzbau GmbH verfügt außerhalb ihres Stammsitzes in Ober-Grafendorf über eine Vertriebsniederlassung in Villach / Finkenstein für die Betreuung von Südösterreich, Slowenien und Kroatien.
Prognosebericht
Voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens
Allgemeine Unternehmenssituation
Im Jahr 2026 hat sich Rubner Holzbau GmbH erneut als stabiler und innovativer Partner in der Branche positioniert. Die positive Entwicklung des Unternehmens ist geprägt durch die kontinuierliche Steigerung der Auftragslage sowie durch den Einsatz moderner Technologien und nachhaltiger Materialien, die den geforderten hohen Qualitätsstandards gerecht werden.
Standortentwicklung
In den vergangenen Monaten wurden erhebliche Investitionen in die Infrastruktur am Standort in Ober-Grafendorf getätigt, um die Basis für eine erfolgreiche Zukunft zu legen.
Durch die neu geschaffenen Lagerflächen und die neue Spenglerei konnten sowohl die Prozesse optimiert und die Effizienz der Abläufe erheblich gesteigert werden. Zusätzlich wurde ein neuer Bürotrakt errichtet, der nicht nur moderne Arbeitsplätze bietet, sondern auch Seminarräume umfasst, um Kundenveranstaltungen abhalten zu können.
Des Weiteren wurde ein neues Mitarbeiterzentrum geschaffen, das den Mitarbeitenden einen Raum für abteilungsübergreifenden Austausch bietet. Dieser Fokus auf ein angenehmes Arbeitsumfeld ist ein zentraler Bestandteil der Unternehmenskultur und trägt zur langfristigen Bindung und Motivation der Belegschaft bei.
Marktentwicklung und Auftragslage
Die Marktentwicklung im Ingenieurholzbau zeigt auch im Jahr 2026 ein leicht positives Bild im Vergleich zur allgemeinen Bauwirtschaft. Die Nachfrage nach nachhaltigen Bauweisen bleibt. So konnten nicht nur neue Kunden gewonnen, sondern auch bestehende Partnerschaften gefestigt werden.
Die Auftragslage zeigt sich im Vergleich zum Vorjahr weiter stabil. Rubner Holzbau ist durch die Breite im Leistungsangebot bei vielen unterschiedlichen Projekten als Auftragnehmer tätig und kann so auf Marktentwicklungen sehr gut reagieren.
Risikomanagement
Durch regelmäßigen Austausch mit unseren Experten werden mögliche Unternehmensrisiken laufend evaluiert. Im Rahmen dieser Bewertung werden auch potenzielle Risiken aus drohenden Schadensfällen quantifiziert und entsprechende Vorkehrungen getroffen, um angemessen reagieren zu können. Diese Maßnahmen sind Teil des umfassenden Ansatzes zur Risikominderung und zur Gewährleistung der finanziellen Stabilität des Unternehmens.
Zusammenfassung & Ausblick
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Rubner Holzbau im Jahr 2026 gut aufgestellt ist, um den Herausforderungen des Marktes erfolgreich zu begegnen. Die getätigten Investitionen in die Infrastruktur und die Mitarbeiterentwicklung sind wesentliche Schritte zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit und zur Schaffung eines nachhaltigen Geschäftserfolgs.
Risikobericht Risikoberichterstattung
1. Wesentliche Risiken und Ungewissheiten, denen das Unternehmen ausgesetzt ist
Risikomanagementsystem
Zentrales Element des Risikomanagements ist ein System der internen Kontrolle, das durch die allgemeinen Grundsätze des Vier-Augen-Prinzips, der Funktionstrennung und der Vorgabe von Richtlinien für bestimmte Maßnahmen gekennzeichnet ist. Dieses System der internen Kontrolle ist auch Gegenstand der jährlichen Abschlussprüfung. Die Koordination der unternehmensweiten Risikoerfassung und die Aggregation der solcherart bewerteten Risiken zum Risikobericht nimmt das Controlling wahr. Soweit als möglich, werden die identifizierten Risiken hinsichtlich ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit und ihrer Auswirkung auf das Ergebnis quantifiziert.
Beschaffungs- und Absatzrisiken
Durch stetige Verbesserungen der Produktionsabläufe ist es dem Unternehmen gelungen, sowohl seine Absatz- als auch seine Beschaffungsrisiken zu minimieren. Die in den letzten Jahren angestrebte und durchgeführte Verbreiterung unserer Leistungspalette ermöglicht uns nun auch eine Verbreiterung der Umsatzgruppen.
Die mengenmäßige Entwicklung der Verwendung des Baustoffes Holz ist noch lange nicht abgeschlossen, sodass auch der Trend und alle Prognosen eine kontinuierliche Auslastung unserer Kapazitäten erwarten lassen.
IT-Risiken
Zur Minimierung möglicher Risiken aus der Informationstechnologie setzen wir moderne Hardware und aktuelle Software ein. Oberstes Ziel ist die Einhaltung der Verfügbarkeit unserer Zentralrechner. Wartungsarbeiten werden ausschließlich zum Wochenende oder an Fenstertagen durchgeführt. Diese Vorgabe erlaubt eine Verfügbarkeit von mehr als 98 %. Datensicherheit gewährleisten wir durch laufende Datensicherung und Lagerung der Sicherungsdatenbestände außerhalb unseres Unternehmens.
Forschungs- und Entwicklungsrisiko
Da unsere Forschung und Entwicklung sehr anwendungsbezogen erfolgt, sehen wir derzeit keine Risiken, dass Projekte nicht ausgeführt werden könnten.
Personal- und Fluktuationsrisiko
Dem Risiko der Abwanderung von Fach- und Führungskräften wirken wir mit einem leistungsorientierten Vergütungssystem, Sozialleistungen und weiteren Benefits, Aus- und Weiterbildungsprogrammen entgegen.
Risiko im Zusammenhang mit Finanzinstrumenten
Falls erforderlich werden zur Absicherung von Kursrisiken aus dem Projektgeschäft Devisentermingeschäfte abgeschlossen. Diese bilden mit dem Grundgeschäft eine Bewertungseinheit.
Risiko aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 5.709 bestehen ausschließlich in Euro. Dem Risiko von Forderungsausfällen begegnen wir durch ein konsequentes periodisches Forderungsmanagement und Mahnwesen. Für erkannte Risiken in Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben wir mit einer Wertberichtigung in Höhe von T€ 124 vorgesorgt.
Risiko aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 4.068 bestehen überwiegend in Euro, sodass wir Auswirkungen von Wechselkursänderungen auf die Ertragslage ausschließen können.
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind unverzinst; Zinsschwankungen können somit keine Auswirkungen auf die Ertragslage haben.
Wir haben eine umfassende Liquiditätsplanung als Teil unseres internen Kontrollsystems eingerichtet.
Risiko aus Darlehen
Die Verbindlichkeiten aus Bankdarlehen in Höhe von T€ 9.017 bestehen zur Gänze in Euro, wodurch sich auch aus dieser Position kein Wechselkursrisiko ergibt. Darlehen in Höhe von T€ 5.003 sind variabel verzinst, eine Zinserhöhung von 1 % würde – auf ein volles Geschäftsjahr bezogen – das Finanzergebnis mit etwa T€ 50 belasten.
Ober-Grafendorf, am 07.04.2026
RUBNER
Rubner Holzbáu GmbH
Rehnersdorf 62 A-3200 Obgr-Grafenidorf T. 443 (0) 2/97. 225 0 USt-IdNyfAJU 39387105
Ing. Gerald Schönthaler Geschäftsführer