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Lagebericht 2025

Brauerei Murau eGen

Original-PDF

Stichtag 31. Dez. 2025 · Eingereicht am 07. Sep. 2026

Inhaltsverzeichnis

1. Bericht über den Geschäftsverlauf und die wirtschaftliche Lage

Das Geschäftsjahr 2025 war für die Genossenschaft trotz eines weiterhin herausfordernden wirtschaftlichen Umfeldes erfreulicherweise wieder von leichtem Wachstum geprägt. Wesentliche Wachstumsimpulse ergaben sich wieder insbesondere aus der steigenden Nachfrage nach alkoholfreien Getränken sowie aus den neu eingeführten Produkten.

Im klassischen Biersegment war hingegen ein Rückgang der Nachfrage festzustellen. Diese Entwicklung entspricht auch dem allgemeinen Branchentrend, wonach alkoholfreie Biere weiter an Bedeutung gewinnen, den Rückgang klassischer Biersorten jedoch nicht vollständig ausgleichen können.

Der Absatz von Bier, insbesondere im Lebensmittelhandel, war weiterhin von starkem Wettbewerbsdruck und einer sehr aggressiven Preispolitik der Marktbewerber geprägt. Dadurch war es schwierig, Preissteigerungen in einem wirtschaftlich notwendigen Ausmaß umzusetzen bzw. zu akzeptablen Konditionen zu verkaufen. Gleichzeitig blieben die Kosten für Energie, Rohstoffe, Personal, Logistik und sonstige betriebliche Aufwendungen ein wesentlicher Einflussfaktor auf die Ergebnisentwicklung.

Auch die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen wirkten im Geschäftsjahr 2025 weiterhin belastend. Nach zwei Rezessionsjahren konnte die österreichische Wirtschaft zwar wieder leicht wachsen, die Erholung blieb jedoch schwach und von Unsicherheiten geprägt. Geopolitische Konflikte, Handelshemmnisse, die internationale Zolldiskussion sowie eine weiterhin gedämpfte Konsum- und Investitionsbereitschaft beeinflussten wirtschaftiche Entwicklung negativ. Hinzu kamen inflationsbedingte Belastungen der privaten Haushalte, wodurch das Konsumverhalten weiterhin zurückhaltend blieb. Die Inflation lag im Jahr 2025 mit 3,6 % wieder über dem Vorjahreswert, wobei insbesondere Energie, Wohnen und Nahrungsmittel wesentliche Preistreiber waren. die

Vor diesem Hintergrund lag der Fokus der Genossenschaft im Geschäftsjahr 2025 weiterhin auf einer vorsichtigen und nachhaltigen Unternehmensführung. Die Kostenstruktur wurde laufend überwacht, Investitionen wurden sorgfältig geprüft und die Sortimentsentwicklung wurde gezielt auf veränderte Konsumgewohnheiten ausgerichtet. Die regionale Verankerung, die Nähe zu Kundinnen und Kunden sowie die genossenschaftliche Ausrichtung bilden weiterhin eine wichtige Grundlage für die stabile Entwicklung des Unternehmens.

Für das kommende Geschäftsjahr ist weiterhin von einem anspruchsvollen Marktumfeld auszugehen. Zwar wird für Osterreich eine leichte konjunkturelle Erholung erwartet, diese dürfte jedoch nur langsam erfolgen. Die Budgetkonsolidierung, geopolitische Unsicherheiten und eine weiterhin vorsichtige Konsumhaltung können sich auch künftig auf die Absatzentwicklung auswirken. Daher bleiben eine konsequente Kostenkontrolle, die Sicherung der Ertragskraft, eine marktgerechte Sortimentspolitik sowie die Stärkung wachsender Produktbereiche wesentfiche -Schwerpunkte der Geschäftsführung.

1.1 Überblick über die Konjunktur

Die weltwirtschaftliche Entwicklung war im Geschäftsjahr 2025 weiterhin von einer nur moderaten Dynamik geprägt. Handelskonflikte, geopolitische Spannungen, eine schwache Industriekonjunktur sowie Unsicherheiten im internationalen Handel belasteten die wirtschaftliche Entwicklung. Besonders in Deutschland, einem der wichtigsten Handelspartner Osterreichs, stagnierte die Wirtschaft weitgehend. Positive Impulse kamen dort zwar vereinzelt aus der Binnenwirtschaft, Industrie und Bauwirtschaft blieben jedoch rückläufig. Schwächere Exporte und zunehmende Handelshemmnisse wirkten zusätzlich dämpfend.

Auch die österreichische Wirtschaft befand sich 2025 nach den Rezessionsjahren 2023 und 2024 nur in einer langsamen Erholungsphase. Laut Statistik Austria ist die Wirtschaftsleistung im Jahr 2025 real um 0,6 % gewachsen. Für 2026 erwartet das WIFO ein reales BIP-Wachstum von 0,9 %, für 2027 von 1,3 %. Die

Erholung bleibt damit verhalten und wird weiterhin durch geopolitische Unsicherheiten, eine schwache internationale Nachfrage sowie eine zurückhaltende Investitionstätigkeit der Unternehmen gebremst.

Im europäischen Vergleich liegt Osterreich beim BIP je Einwohnerin bzw. Einwohner weiterhin im oberen Bereich. Für 2025 wurde ein Wert von rund EUR 48.223,- ermittelt und für 2026 ein Wert von rund EUR 49.703,-. Gleichzeitig blieb Österreich als exportorientierter Wirtschaftsstandort von der internationalen Nachfrage abhängig. Die Exportquote lag 2025 bei 36,3 %, die Importquote bei 35,1 %. Die schwächere Entwicklung des Außenhandels zeigt, dass internationale Handelshemmnisse und eine gedämpfte Industrienachfrage auch für Osterreich spürbare Auswirkungen hatten.

Der österreichische Arbeitsmarkt entwickelte sich im Jahr 2025 ungünstiger als im Vorjahr. Insgesamt waren rund 921.000 Personen zumindest zeitweise arbeitslos gemeldet. Der durchschnittliche Bestand an Arbeitslosen stieg erneut deutlich an, ebenso erhöhte sich die durchschnittliche Dauer der Arbeitslosigkeit. Ende April 2026 lag die Arbeitslosenquote bei 7,5 %. Besonders auffällig war der Anstieg der Langzeitbeschäftigungslosigkeit, wodurch die Arbeitsmarktlage weiterhin angespannt bleibt.

Die Inflationsrate lag in Osterreich im Jahresdurchschnitt 2025 bei 3,6 % und damit über dem Wert des Jahres 2024 von 2,9 %. Haupttreiber der Teuerung waren insbesondere höhere Strompreise infolge des Wegfalls von Entlastungsmaßnahmen, steigende Kosten im Bereich Wohnen, Wasser und Energie sowie Preissteigerungen bei Nahrungsmitteln und Dienstleistungen. Treibstoffe wirkten hingegen preisdämpfend. Im Euroraum-Vergleich blieb Österreich damit weiterhin relativ stark von Inflation betroffen.

Auch die Unternehmensinsolvenzen blieben auf einem hohen Niveau. Im Jahr 2025 mussten in Osterreich laut KSV1870 insgesamt 6.810 Unternehmen Insolvenz anmelden, was einem Anstieg um 3,4 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Die vorläufigen Passiva gingen zwar deutlich auf rund EUR 8,48 Mrd. zurück, dies war jedoch vor allem auf weniger sehr große Insolvenzen zurückzuführen. Besonders betroffen waren die Bereiche Handel, Bau sowie Gastronomie und Beherbergung.

Der österreichische Tourismus entwickelte sich positiv. Im Jahr 2025 wurde mit 157,27 Mio Nächtigungen und 48,17 Mio Gästeankünften ein neuer Höchstwert erreicht. Dies entspricht einem Plus von 1,9 % bei den Nächtigungen und 3,1 % bei den Gästeankünften gegenüber dem bisherigen Rekordjahr 2024. Diese Entwicklung wirkte grundsätzlich stützend für Gastronomie und Beherbergung, wobei die hohe Preis- und Kostensensibilität der Konsumentinnen und Konsumenten weiterhin zu berücksichtigen ist.

Zusammenfassend war das wirtschaftliche Umfeld im Jahr 2025 von einer nur schwachen Erholung, hoher Unsicherheit und weiterhin spürbarem Kostendruck geprägt. Für die Getränkewirtschaft und insbesondere für Brauereibetriebe bedeutete dies ein anspruchsvolles Marktumfeld mit zurückhaltendem Konsum, intensivem Preiswettbewerb und eingeschränkten Möglichkeiten zur Weitergabe von Kostensteigerungen. Positive Impulse ergaben sich vor allem aus veränderten Konsumgewohnheiten, insbesondere aus der steigenden Nachfrage nach alkoholfreien und innovativen Getränken.

1.2 Überblick über wesentliche Investitionen der Brauerei im

Geschäftsjahr 2025

Die Brauerei hat im Geschäftsjahr 2025 keine wesentlichen Investitionen in Maschinen oder Gebäude durchgeführt. Die größten Investitionen betrafen Lieferübereinkommen und das Kundeninventar.

1.3 Geschäftsverlauf

Die Ertragslage der Brauerei Murau eGen im Geschäftsjahr 2025 war von nur leicht steigenden Umsatzerlösen geprägt. Die Umsatzerlöse erhöhten sich um rund EUR 0,4 Mio bzw. 1,1 % auf insgesamt EUR 37,7 Mio (Vorjahr: EUR 37,3 Mio). Dies ist insbesondere auf gestiegene Erlöse im Bereich Limonaden, Flaschenbier sowie neue Sortimente im Biermisch- und Weinmischbereich zurückzuführen. Gleichzeitig stiegen jedoch auch die Rabatte und Boni an Kunden weiter an, was die Margenentwicklung dämpfte.

Mengenmäßig war das Geschäftsjahr 2025 beim Eigenbier von einem Rückgang der Nachfrage geprägt. Bei Limonaden konnle im Geschäftsjahr 2025 abermals elne positive Entwicklung bestätigt werden. Der Jahresausstoß beim Flaschen- und Fassbier reduzierte sich um 2,2 % auf 136.082 hl, bei Limonaden stieg er um 11,6 % auf 101.710 hl.

Nach Einbeziehung der sonstigen betrieblichen Erträge lag die Betriebsleistung um 1,2 % über dem Vorjahr. Die Materialaufwendungen entwickelten sich trotz der Auswirkungen aus der Erhöhung des Flaschenpfands im Verhåltnis zur Betriebsleistung überproportional, während die Personalaufwendungen durch die kollektivvertraglichen Anpassungen bei gleichzeitiger Erhöhung um durchschnittich fünf Mitarbeiter um 3,8 % über dem Niveau des Jahres zuvor lagen. Gleichzeitig erhöhte sich der Sachaufwand infolge der höheren Aufwendungen für Werbung in Zusammenhang mit dem Bierstadtfest.

Nach Berücksichtigung der Abschreibungen und des Finanzaufwands wurde ein negatives Ergebnis vor Steuern von TEUR -274 ausgewiesen (Vorjahr: TEUR +71). Das Finanzergebnis beinhaltete wie im Vorjahr die auf Basis der Ergebnisabführungsverträge mit den Tochterunternehmen übernommenen Jahresergebnisse,

Nach Berücksichtigung der Steuern vom Einkommen und Ertrag ergab sich ein Jahresfehlbetrag von

TEUR -421 (Vorjahr: TEUR +434).

Das Anlagevermögen reduzierte sich im Berichtsjahr durch die Abschreibungen bei gleichzeitig geringeren Investitionen. Im Umlaufvermögen kam es durch die Anpassung des Flaschenpfands zu einem Anstieg der Vorräte. Die Eigenmittel der Genossenschaft machten Ende 2025 mit EUR 15,0 Mio 46,7 % des Gesamtkapitals aus. Innerhalb des Fremdkapitals lagen durch die Inanspruchnahme einer neuen langfristigen Finanzierung die Bankschulden über dem Niveau des Jahres zuvor. Gleichzeitig kam es durch das Ausscheiden langjähriger Mitarbeiter zu einem Abbau der Personalvorsorgen.

Die 100%ige Tochtergesellschaft Brauerei Murau Produktions GmbH erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2025 ein positives Jahresergebnis von TEUR 149. Die Eigenmittel der GmbH inklusive der Investitionszuschüsse machten Ende 2025 mit EUR 2,0 Mio 25,9 % des Gesamtkapitals aus.

Die unverändert bestehende 100%ige Tochtergesellschaft GTW wies im Geschäftsjahr 2025 ein positives Jahresergebnis von TEUR 10 aus. Die Eigenmittel der GTW beliefen sich Ende 2025 mit TEUR 683 auf 67,0 % des Gesamtkapitals.

Das Jahresergebnis der 90%igen Tochtergesellschaft Sport Total Handels GmbH war im Geschäftsjahr 2024/25 mit TEUR 158 positiv. Die Eigenmittel der Sport Total inklusive Investitionszuschüsse machten Ende März 2026 mit TEUR 79 4,4 % des Gesamtkapitals aus.

1.4 Finanzielle Leistungsindikatoren

Die wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren der Genossenschaft in den letzten beiden Jahren stellen sich wie folgt dar:

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 4
20252024Veränderung
in TEURin TEURin %
Bilanzsumme32.16432.364-0,6
Anlagevermögen18.32919.337-5,2
in % der Bilanzsumme57,0 %59,7 %
Umlaufvermögen (inkl. Rechnungsabgrenzungen und13.83513.0276,2
latente Steuern)
davon Vorräte4.4603.697
davon Forderungen aus L+L5.0484.971
in % der Bilanzsumme43,0 %40,3 %
Eigenkapital15.01415.430-2,7
Eigenmittelquote nach URG46,9 %47,9 %
Sozialkapital1.2631.595-20,8
Umsatzerlöse37.72037.3001,1
Rohertrag23.89924.325-1,8
Personalaufwand9.0078.6803,8
in % der Umsatzerlöse23,9 %23,3 %
Sonstige betriebliche Aufwendungen12.48812.3501,1
in % der Umsatzerlöse33,1%33,1 %
Abschreibungen3.3623.718-9,6
Betriebsergebnis-252241
Finanzergebnis-23-170
Ergebnis vor Steuern-27471
Cash-Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit1.2802.063

1.5 Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Die durchschnittliche Zahl der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen nach Köpfen beträgt in der Genossenschaft 141. Unsere Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen tragen zum Erreichen der Unternehmensziele wesentlich bei. Ihre Leistungsbereitschaft, Motivation und die Identifikation mit den Ihnen übertragenen Aufgaben orientieren sich an den Unternehmenszielen. Durch Schulungen, Kommunikation und Gespräche wird die fachliche Weiterentwicklung sichergestellt. Die Unternehmensleitung betrachtet Ihre Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen als Partner zum gemeinsamen Erreichen der Unternehmensziele.

Unsere Leistungsziele richten sich nach einer ständigen Verbesserung des Produktions- und Absatzprogramms mit gleichzeitiger Sicherstellung der entsprechenden umweltschonenden Ressourcen in Form von ständigen Investitionen. Wir sind bestrebt mit Gütern jeder Art, insbesondere natürlichen Ressourcen wie unserem Wasser und den anderen Bierrohstoffen, sparsam und schonend umzugehen und Abfälle und Emissionen möglichst zu vermeiden. Hierbei setzen wir auf eine schrittweise Umstellung zur klimafreundlichen Kreislaufwirtschaft. Darüber hinaus sollen diese Ziele eine ständige Verbesserung der Mitarbeiter-Motivation gewährleisten.

2. Bericht über die voraussichtliche Entwicklung und die Risiken des Unternehmens

2.1 Voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens

Das Unternehmen ist im laufenden Geschäftsjahr 2026 in den ersten vier Monaten bei den Umsatzerlösen unter dem Vorjahresniveau unterwegs. Nicht nur die Nachfrage nach unseren Murelli-Limonaden, sondern auch nach anderen Dienstleistungs- und Handelsprodukten lässt ein zumindest ausgeglichenes Geschäftsjahr erwarten. Zu befürchten ist aber nach wie vor die weltpolitische Lage, deren Ausgang nach wie vor unbekannt ist.

Das Ziel ist es nachhaltig positiv zu wirtschaften. Eine laufende Evaluierung der Kosten bzw. eine strukturelle Anpassung des Personalstandes sollen dazu beitragen.

Die Finanzierung der hohen Investitionen in den vergangenen Geschäftsjahren erfolgt mittels langfristiger Bankkredite. Die Liquidität wird durch angemessene Kreditrahmen gewährleistet.

Mit Ausnahme von Investitionen in Kundenverträge und Gebinde ist im Geschäftsjahr 2026 die Investition in eine neue Lagerhalle für das Leergebinde geplant.

2.2 Wesentliche Risiken und Ungewissheiten

Die wesentlichen Risiken der Gesellschaft stellen sich wie folgt dar:

Risikofrüherkennungs- und Risikomanagement-System

Die Genossenschaft ist im Rahmen ihrer geschäftlichen Tätigkeit Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit ihrem unternehmerischen Handeln verbunden sind. Die Risikopolitik der Gesellschaft zielt darauf ab, die vorhandenen Chancen optimal auszuschöpfen und Risiken nur dann einzugehen, wenn ihnen im Gegenzug die Chance auf eine entsprechende Wertsteigerung gegenübersteht. Im Rahmen einer grundlegenden Risikoabgrenzung werden nur Risiken eingegangen, die mit anerkannten Methoden und Maßnahmen innerhalb unserer Organisation handhabbar sind.

Das Risikomanagement der Genossenschaft ist Bestandteil der Unternehmensführung und in die Gestaltung unserer Geschäftsprozesse eingebunden. Einen wesentlichen Bereich des Risikomanagements des Unternehmens stellt die standardisierte Überwachung von Kundenforderungen, Darlehen und Lieferübereinkommen dar.

Kreditrisiken

Die Genossenschaft ist als Brauerei mit allgemeinen Finanzrisiken, darunter Zahlungsverzögerungen durch Kunden oder Schwierigkeiten beim Eintreiben von Forderungen, konfrontiert. Vor der Gewährung von Darlehen und Lieferübereinkommen sowie der Neuaufnahme von Kundenbeziehungen erfolgt eine umfassende Risiko- und Bonitätseinschätzung des Kunden.

Aufgrund der Marktsituation ist es nichtsdestotrotz oftmals notwendig, höhere Lieferrisiken einzugehen, um das betriebswirtschaftlich erforderliche Wachstum gewährleisten zu können. Die Risiken werden durch eine festgelegte Aufbau- und Ablauforganisation mit Genehmigungs- und Kontrolleinrichtungen zur Aufnahme von Geschäftsbeziehungen und zur laufenden Überwachung der Bonität der Kunden sowie durch ein konsequentes Mahnwesen begrenzt. Strikte Forderungs-Eintreibungsmaßnahmen und die Wahrung kurzer Fälligkeitszeiträume sollen dies unterstützen. Der Besicherung von Forderungen durch geeignete Instrumente wird absolut, wenn auch zu Lasten der Ertragssituation, der Vorzug gegeben.

Liquiditätsrisiken

Das Liquiditätsmanagement der Genossenschaft ist darauf ausgerichtet, jederzeit über ausreichend Barmittel zu verfügen, um die Verbindlichkeiten bedienen zu können.

Versicherungsrisiken

Die Genossenschaft ist mit den branchenüblichen Versicherungsleistungen ausgestattet, insbesondere wird auf eine, dem Geschäftsvolumen angepasste Betriebshaftpflicht geachtet.

Risiken der IT-Systeme

Potenzielle Risiken im Hinblick auf Verfügbarkeit, Zuverlässigkeit und Effizienz der IT-Systeme der Genossenschaft werden durch laufende Anpassungsmaßnahmen begrenzt.

Finanzinstrumente

Die in der Bilanz ausgewiesenen originären Finanzinstrumente sind Gegenstand des allgemeinen Risikomanagements der Genossenschaft. Erkennbare Risiken und notwendige Vorsorgen werden im Rahmen der angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden erfasst und sind im vorliegenden Jahresabschluss angemessen berücksichtigt. Derivative Finanzinstrumente werden nicht eingesetzt.

3. Zweigniederlassungen

Die Brauerei betreibt keine Zweigniederlassungen.

4. Forschung und Entwicklung

Die Genossenschaft betreibt keine Forschung und Entwicklung.

5. Erklärung über die Einhaltung des Corporate Governance Kodex

Der Vorstand erklärt, dass im Jahr 2025 alle auf zwingenden Rechtsvorschriften beruhenden Regelungen des Corporate Governance Kodex eingehalten wurden.

Murau, 30.06.2026

Für den Vorstand

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 6
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Tel. 03532/3266 6
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