← Zurück zum Firmenprofil

Lagebericht 2025

SKW Schwechater Kabelwerke GmbH

Original-PDF

Stichtag 31. Dez. 2025 · Eingereicht am 30. Sep. 2026

Inhaltsverzeichnis

Geschäftsverlauf, Geschäftsergebnis und Lage des Unternehmens

Im Jahr 2025 bleibt die Nachfrage nach Kabeln und Leitungen im Bereich der Energieversorgung insgesamt stabil. Gleichzeitig dämpfen das angekündigte Sparpaket sowie die anhaltende Unsicherheit die Investitionsneigung – sowohl bei öffentlichen Auftraggebern als auch bei privaten Haushalten und Unternehmen. Besonders im Photovoltaikbereich ist die Investitionstätigkeit weiterhin deutlich verhalten, was den Markt zusätzlich belastet.

Das gesamtwirtschaftliche Umfeld in Österreich bleibt 2025 herausfordernd. Gedämpftes Wachstum, zurückhaltender Konsum und eine schwache Investitionstätigkeit prägen weiterhin das Marktumfeld. SKW konnte sich 2025 in einem weiterhin anspruchsvollen Marktumfeld behaupten. Die Umsatzentwicklung war von einer insgesamt verhaltenen Investitionsdynamik und einer zurückhaltenden Nachfrage in Teilen des Marktes geprägt.

Im Inland zeigte sich die Nachfrage gedämpft; im Exportmarkt Deutschland, konnten mit einem neuen Mitarbeiter Impulse gesetzt werden, die zur Umsatzsteigerung beitrugen.

Das Betriebsergebnis (EBIT) beläuft sich auf 4,4 % (2024: 4,4 %).

Die Eigenkapitalquote konnte auf einem hohen Niveau von 36,16 % (2024: 36,12 %) gehalten werden.

Cash-flow-Kennzahlen

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 1
20252024
TEURTEUR
Nettogeldfluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit7.1784.122
Nettogeldfluss aus der Investitionstätigkeit-1.675-1.267
Nettogeldfluss aus der Finanzierungstätigkeit-4.046-3.036
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestandes1.457-181
Finanzmittelbestand am Beginn der Periode201382
Finanzmittelbestand am Ende der Periode1.657201

Voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens:

Für das Jahr 2026 erwarten wir eine Stabilisierung des Marktumfelds und setzen unseren Schwerpunkt auf die Weiterentwicklung der Vertriebsorganisation. Im Jänner wurde ein Change-Prozess zur Umsatzrestrukturierung gestartet und befindet sich in Umsetzung: Die Betreuung der Bestandskunden wird klarer strukturiert, der Innendienst wird gestärkt und Business Development wird gezielt ausgebaut. Damit fokussieren wir stärker auf die Gewinnung neuer Kunden sowie die Rückgewinnung ehemaliger Kunden. Parallel erweitern wir unsere Marktbearbeitung über neue Produktgruppen, insbesondere Sicherheitskabel und Industriekabel. Ergänzend wird eine neue Struktur im Einkauf umgesetzt, um Beschaffungsprozesse zu bündeln, Transparenz zu erhöhen und die Versorgungssicherheit zu unterstützen. Auch für 2026 besteht die Ergebniserwartung im Durchschnitt der letzten Jahre.

Risikoberichterstattung:

Unternehmensrisiko

Den Fortbestand der Schwechater Kabelwerke gefährdende Risiken sind derzeit nicht erkennbar. Zur weiteren Stärkung der Ertragslage wird der Lagerstand aktiv bereinigt; ungängige Typen werden konsequent abverkauft und Bestände damit gezielt optimiert. Ein wesentliches Augenmerk bleibt auf der hohen Volatilität der Rohstoffe Kupfer, Aluminium und Kunststoff, die weiterhin Einfluss auf unsere Kosten- und Ergebnisentwicklung haben kann. Der Irankrieg führt derzeit zu keinen Lieferengpässen, trotzdem werden die Kunden auf das bestehende Risiko hingewiesen.

Gesamtwirtschaftliche Veränderungen

Für Österreich wird für das Jahr 2026 ein verhalten positiver Konjunkturverlauf erwartet. Exporte und Konsum sollten sich schrittweise stabilisieren, während die Investitionstätigkeit weiterhin selektiv und von hoher Planungsdisziplin geprägt bleibt. Der Bedarf an Kabeln und Leitungen bei den Energieversorgungsunternehmen bleibt hoch. Auch im Tunnelbau sind mehrere Projekte (Straßenund Bahnbereich) in Planung bzw. in Umsetzung. Die Entwicklung im Elektrogroßhandel sollte insgesamt stabil verlaufen.

Veränderungen von Rohstoffpreisen

In Bezug auf die im Vorjahr stark volatilen Weltmarktpreise für Kupfer und Aluminium ist die weitere Entwicklung sehr genau zu beobachten und in unserer Disposition zu berücksichtigen. Metallpreissteigerungen werden über die bestehenden Metallzuschlagsverrechnungen automatisch weitergegeben, allfällige sonstige Materialpreissteigerungen werden an Kunden weiterverrechnet.

Produkthaftpflichtrisiko

Das Risiko von Forderungen aufgrund von Produkthaftpflichtschäden wird durch eine entsprechende Versicherung ausgeschlossen.

Kreditrisiko

Eine regelmäßige Bonitätsanalyse unseres Kundenportfolios und eine Kreditversicherung schränkt dieses Risiko auf ein Minimum ein. Wesentliche Liquiditätsrisiken bestehen aus heutiger Sicht nicht, die entsprechenden Finanzierungen sind gesichert.

Kundenkonzentration

Im Rahmen der strategischen Ausrichtung liegt ein klarer Schwerpunkt auf der konsequenten Betreuung unserer Bestandskunden sowie auf der gezielten Gewinnung neuer Kunden und der Rückgewinnung ehemaliger Kunden. Zusätzliche Wachstumsimpulse erwarten wir durch den Ausbau neuer Produktgruppen, insbesondere Sicherheitskabel und Industriekabel. Im Export stärken wir unsere Marktpräsenz mit besonderem Fokus auf den weiteren Ausbau des Markts Deutschland.

Forschung und Entwicklung

Im Jahr 2025 wurden keine Aufwendungen für Forschung und Entwicklung getätigt. Im Jahr 2026 liegt der Schwerpunkt auf der weiteren Stärkung der Produktqualität durch gezielte Produktanalysen und eine engere Abstimmung mit unseren Schwestergesellschaften PRAKAB und ICS. Parallel evaluieren wir neue Werke und Lieferanten, um Leistungsfähigkeit und Versorgungssicherheit weiter zu erhöhen.

Zudem treiben wir die Aufnahme neuer Produktgruppen voran, um unser Portfolio marktgerecht zu erweitern.

Die ESG-Aktivitäten von SKW im Jahr 2025

ESG als Teil der Strategie und der langfristigen Wertschöpfung

Bei SKW ist ESG ein integraler Bestandteil einer verantwortungsvollen Unternehmensführung und einer langfristigen Wertschöpfung. Nachhaltigkeit bildet den Rahmen für die operative Entwicklung, transparente Berichterstattung, das Engagement der Mitarbeitenden und eine solide Unternehmensführung.

Die in den Vorjahren definierte langfristige ESG-Ausrichtung blieb im Jahr 2025 unverändert. SKW richtete seine Aktivitäten am Konzernrahmen aus und konzentrierte sich dabei auf die für das eigene Geschäftsmodell relevantesten Bereiche. Als vertriebsorientiertes Unternehmen ohne eigene Produktion liegen die wichtigsten Wirkungsbereiche von SKW in den Bereichen emissionsarme Mobilität, betriebliche Effizienz und verantwortungsvolle Beschaffung. Diese Bereiche stellen die wichtigsten Hebel zur Reduzierung der direkten (Scope 1 und 2) sowie der indirekten (Scope 3) Emissionen von SKW dar.

Im Jahr 2025 erzielte SKW in diesen Bereichen gezielte Fortschritte und stärkte gleichzeitig seine internen Management- und Berichtskapazitäten.

Umweltmaßnahmen und betriebliche Effizienz

SKW ergriff gezielte Maßnahmen, um die Umweltauswirkungen seiner Geschäftstätigkeit zu reduzieren.

Ein wichtiger Fortschrittsbereich war die schrittweise Elektrifizierung der Firmenflotte. Im Rahmen des natürlichen Erneuerungszyklus werden Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor durch elektrische Alternativen ersetzt, was den Dekarbonisierungskurs des Unternehmens unterstützt.

Gleichzeitig förderte SKW emissionsarmes Pendeln durch die Teilnahme der Mitarbeiter an Initiativen wie Firmenradl.at und dem Mobilitätsprogramm Ummadum. Diese Initiativen tragen zur Reduzierung indirekter Emissionen (Scope 3) bei und stärken gleichzeitig das Engagement der Mitarbeiter.

Die Energieeffizienz wurde durch betriebliche Optimierungen weiter verbessert, darunter Temperaturregelung, die schrittweise Einführung automatisierter Beleuchtung und gezielte Sensibilisierungsmaßnahmen.

Abfallmanagement und Kreislaufwirtschaft werden durch kontinuierliche Prozessverbesserungen und betriebliche Maßnahmen zur Reduzierung des Materialverbrauchs und des Abfallaufkommens angegangen.

Darüber hinaus setzte SKW seine lokalen Initiativen zur Biodiversität fort, erzielte die erste Honigernte aus ihrem Imkereiprojekt und trug zur Biodiversität an ihrem Standort bei.

Verantwortungsvolle Lieferkette

Die Integration von Nachhaltigkeitsaspekten in die Lieferkette blieb auch 2025 ein wesentlicher Bestandteil des ESG-Rahmenwerks von SKW. Das Unternehmen nutzte weiterhin seinen strukturierten Lieferantenfragebogen, um ESG-bezogene Informationen zu sammeln und die Transparenz in seiner gesamten Lieferkette zu erhöhen.

Im Laufe des Jahres stärkte SKW sein Governance-Rahmenwerk durch die Erstellung eines Lieferantenverhaltenskodex, der klare Erwartungen in Bereichen wie Umweltschutz, Arbeitsstandards und Geschäftsethik festlegt. Der Kodex wurde 2025 fertiggestellt und Anfang 2026 umgesetzt.

Dieser Schritt stellt einen wichtigen Meilenstein bei der Bekämpfung von Scope-3-Emissionen dar und wird die nächste Phase der Lieferantenbindung unterstützen, einschließlich eines erneuerten Lieferantenbewertungszyklus.

Weiterentwicklung der Governance

Im Jahr 2025 hat SKW seine ESG-Governance- und Berichterstattungsfähigkeiten weiter gestärkt, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf dem Datenmanagement lag.

Aufbauend auf dem Vorjahr wurde die im Berichtszyklus 2024 eingeführte ESG-Software vollständig in die regulären Berichtsprozesse integriert. Dies hat die Konsistenz, Rückverfolgbarkeit und Zuverlässigkeit nichtfinanzieller Daten verbessert und bildet eine solide Grundlage für die wiederkehrende ESG-Berichterstattung.

Unsere Entwicklungen spiegelten sich auch in externen Bewertungen wider. Im Jahr 2025 wurde SKW mit einer EcoVadis-Bronzemedaille ausgezeichnet und gehörte damit zu den besten 15 % der bewerteten Unternehmen. Das Rating bestätigt die Fortschritte bei der Stärkung der ESG-Strukturen, -Richtlinien und -Managementpraktiken.

Die Weiterentwicklung des Governance-Rahmens wird durch die Umsetzung der ISO 14001 vorangetrieben, für die im Jahr 2025 wichtige vorbereitende Schritte abgeschlossen wurden. Die Einführung des Umweltmanagementsystems ist für 2026 geplant und wird die Umweltverantwortlichkeiten, -prozesse und -dokumentation im gesamten Unternehmen weiter formalisieren.

Mitarbeiter und Unternehmenskultur

Die Mitarbeiter bleiben ein zentraler Pfeiler des ESG-Ansatzes von SKW. Im Jahr 2025 führte das Unternehmen eine Mitarbeiterbefragung mit hoher Beteiligung und insgesamt positiven Ergebnissen durch, die eine wertvolle Grundlage für die weitere Organisationsentwicklung bildet.

SKW hat seine Schulungsmaßnahmen für Mitarbeiter ausgeweitet, um die Kompetenzentwicklung zu fördern.

Das Unternehmen förderte zudem das Engagement der Mitarbeiter durch die Teilnahme an sozialen und gemeinnützigen Initiativen, darunter Blutspendeaktionen und Wohltätigkeitsveranstaltungen, sowie durch interne Aktivitäten, die den Teamzusammenhalt stärken.

Diese Aktivitäten tragen zu einer Unternehmenskultur bei, die auf Mitwirkung, Verantwortung und gegenseitigem Respekt basiert.

Digitalisierung und datengestütztes Management

Die Digitalisierung war für SKW im Jahr 2025 eine zentrale Priorität und wurde in allen internen Prozessen und Managementverfahren weiter vorangetrieben, wobei der Schwerpunkt auf Effizienz, Datenqualität und Prozesssicherheit lag.

Fortschritte bei der Digitalisierung ermöglichen effizientere Abläufe und unterstützen die Entscheidungsfindung im gesamten Unternehmen.

Die Digitalisierung wird bei SKW als kontinuierlicher Entwicklungsprozess betrachtet, der einen effizienten Betrieb und fundierte Managemententscheidungen unterstützt.

Ausblick

Die SKW geht in den nächsten Berichtszeitraum mit dem Ziel, die strukturierte Entwicklung ihres ESG- Rahmenwerks fortzusetzen, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf der weiteren Reduzierung ihres CO2-Fußabdrucks in den Bereichen Scope 1, 2 und relevanten Scope-3-Kategorien liegt.

Zu den wichtigsten Prioritäten zählen die weitere Optimierung des Energieverbrauchs, die weitere Elektrifizierung der Flotte und die Umsetzung der ISO 14001 Zertifizierung. Parallel dazu wird das Unternehmen die ESG-Berichterstattung weiter in die Managementprozesse integrieren und die

nächste Phase der Lieferantenbewertung vorantreiben, einschließlich der Anwendung des Lieferantenverhaltenskodex. SKW strebt zudem an, ihr aktuelles EcoVadis-Rating weiter auszubauen. Darüber hinaus wird SKW die Mitarbeiterentwicklung und das Mitarbeiterengagement sowie die praktische Integration von Nachhaltigkeit in den täglichen Betrieb weiter stärken.

SKW setzt sich weiterhin dafür ein, ESG auf strukturierte und betrieblich relevante Weise voranzutreiben, wobei der klare Fokus auf messbaren Fortschritten liegt.

schwechat, 20. Y. 2026

Dadua

(ng. Mag. Robert Vodnek

Wir verwenden Cookies, um grundlegende Funktionen der Plattform sicherzustellen und anonymisierte Nutzungsstatistiken zu erfassen. Durch einen Klick auf "Akzeptieren" stimmst du der Verwendung dieser Cookies zu.