Inhaltsverzeichnis
RAUTER Fertigteilbau GmbH
Niederwölz, Österreich
1. Geschäftsentwicklung 2025 und Ausblick 2026
Aus dem Jahr 2024 blieb noch ein zeitgemäßer Auftragsüberhang für das folgende Geschäftsjahr über. Im Jänner 2025 konnten zusätzlich noch einige Großprojekte finalisiert werden, und haben in den ersten Monaten einen erfreulichen Auftragseingang ergeben. Der Ausblick in das kommende Geschäftsjahr war aufgrund dessen positiv, trotz der angespannten vorhergesagten wirtschaftlichen Gesamtlage. Geplant war mit diesem erfreulichem Auftragseingang ein ehester Planungs- und Produktionsstart, da die Lieferungen seitens der Baustelle in naher Zukunft avisiert und vereinbart waren. Durch verschiedene Umstände hat sich der Produktionsstart dann leider um einige Monate nach hinten verschoben, und in den ersten Monaten des Arbeitsjahres hat sich dem zur Folge nur eine geringe Auslastung der Produktions- und Personalkapazitäten ergeben. Eine Anpassung und Verbesserung der Auslastung hat eine gewisse Zeitspanne in Anspruch genommen, und ging auf Kosten des Ergebnisses. Ein unterjähriges rasches Anpassen der Personalkapazitäten war uns aufgrund der gesetzlichen Kündigungsfristen und der Absicht des Erhalts von gut ausgebildeten Facharbeitern nicht möglich. Trotz der Eintrübungen der Konjunktur am Bausektor ist es uns gelungen, einige größere Projekte zu erstehen. Diese wurden dann vor allem über den Sommer bis in den Herbst mit einem straffen Terminplan abgewickelt. Über das gesamte Geschäftsjahr gesehen, ist die Zahl der Baubewilligungen in Österreich aktuell auf einem sehr tiefen Niveau, und es werden dem zur Folge gegenüber der Vorjahre deutlich weniger Bauvorhaben umgesetzt. Dies hat ein Sinken der Verkaufspreise nach sich gezogen, gepaart mit einer geringeren Auslastung des Werkes. Nichts desto trotz wurde diese Zeit intern genutzt, um Abläufe und Prozesse im Werk zu betrachten, zu analysieren und um entsprechende Anderungen durchzuführen. Durch das gemeinsame Auseinandersetzen mit unterschiedlichsten Punkten konnten bereits einige Verbesserungen und Optimierungen erzielt werden. Der eingeschlagene Weg wird nun gemeinsam weiter bestritten, mit dem Ziel, die Effizienz in der Abwicklung noch weiter zu erhöhen, die Durchlaufzeiten zu verringern, und das Qualitätsniveau zu halten bzw. sogar noch weiter zu verbessern. Durch die Erfolge in diesem Bereich konnten Kosten gespart werden, und haben ein besseres Umgehen mit den niedrigen Marktpreisen ermöglicht.
Ein Großteil der im Auftrag stehenden Projekte wurden im Jahr 2025 fertig gestellt, und es hat sich nur ein geringer Auftragsüberhang für das Geschäftsjahr 2026 ergeben. Wir haben in diesem Zeitraum schnell reagiert, und sehr rasch die entsprechenden Kapazitäten angepasst. Das aktive Geschäftsjahr 2025 ist ohne nennenswerte Probleme abgelaufen, und wurde planmäßig abgearbeitet. Auch die Zulieferer haben die bestellten Vormaterialien ohne größere Verzögerungen geliefert. Von unseren Stammlieferanten ist uns kein wichtiger abhandengekommen, und es hat keine wesentlichen Veränderungen bei uns gegeben.
Das Geschäftsjahr 2026 hat deutlich ruhiger begonnen. Dies begründet sich vor allem durch die überdurchschnittlich kalten Temperaturen und winterlichen Verhältnisse in den ersten Monaten des Jahres. Die Anzahl der Anfragen ist gut, auch sind vermehrt Projekte mit konkretem Bedarf anzubieten. Dies lässt für das Geschäftsjahr doch einige Projekte erwarten. Die Auslastung ist sicherlich auf geringerem Niveau zu erwarten. Durch eine breite Marktausrichtung und Flexibilität versuchen wir unseren erforderlichen Marktanteil zu bekommen. Darüber hinaus sind mehrere Bestrebungen am Laufen, bei neuen Technologien und Methoden Fuß zu fassen, und die Weichen für die Zukunft zu stellen.
Rauter Fertigteilbau GmbH, Niederwölz
Bei Rauter werden jedes Jahr Lehrlinge als Betonfertigteiltechniker ausgebildet. Durch die Aktivitäten in diesem Bereich gelingt es immer wieder, ausreichende Lehrlinge aus der Gegend zu finden. Im Rahmen der Ausbildung wird das Wissen der langjährigen Mitarbeiter entsprechend weitergegeben, und versucht das Leistungsniveau von Rauter zu halten. Nach wie vor ist ein Großteil der Mitarbeiter Eigenpersonal aus der Gegend.
Im Jahresabschluss 2025 wurden sämtliche erforderlichen entsprechend durchgeführt.
Abgrenzungen den Erfahrungen
Ergebnistabelle:
| 2024 | 2025 | |
|---|---|---|
| Umsatz (exkl. Skonti) | T€ 13.928 | T€ 16.561 |
| EBT | € 200 | T€ -316 |
| Netto-Geldfluss aus der laufenden Tätigkeit | T€ 1.083 | T€ 376 |
| Netto-Geldfluss aus der Investitionstätigkeit | T€ -286 | T€ -31 |
| | Netto-Geldfluss aus der Finanzierungstätigkeit | T€-708 | T€ -201 |
2. Chancen und Risiken
Das Geschäftsjahr 2025 hat eine deutliche Veränderung am Markt gebracht, da die Bauprojekte in wesentlich geringerer Menge nur mehr vorhanden waren. Vor allem der Bereich Wohnbau war stark rückläufig, der Wohnbau speziell im Wiener Raum fiel auf ein geringeres Niveau. Rauter wurde auch von dieser Veränderung stark getroffen. Durch die breite Aufstellung in fast allen Marktbereichen des Bauwesen konnte Rauter diesen Einbruch am Wohnbau einigermaßen durch andere Projekte, wie zum Beispiel aus dem Bereich Gewerbe- und Industriebau, kompensieren. Aufgrund der flexiblen Produktionsmöglichkeiten kann auch intern das Risiko breiter gestreut und folglich minimiert werden, da wir sehr schnell anpassungsfähig sind. Durch den Mengenrückgang am Hochbaumarkt hat es auch deutliche Preisreduktionen bei den Bauaufträgen gegeben. Durch Optimierungen und interne Verbesserungen konnte ein Teil der geringeren Preise aufgefangen werden. Durch den vorherrschenden Preisdruck wurden die meisten Bereiche sehr kritisch hinterfragt und durchleuchtet, was einige Verbesserungspotentiale zu Tage brachte. Wegen der geringeren Margen rückte die Liquidität mehr ins Zentrum der Betrachtung, und wurde streng gemonitort. Die Neuinvestition wurden auf ein Mindestmaß minimiert, bzw. wenn möglich auf ein annehmbares Maß entsprechend der Dringlichkeit verschoben. Im Personalbereich erfolgte im handwerklichen Bereich entsprechend der Produktionsganglinie eine sehr zeitnahe Personalanpassung entsprechend der Möglichkeiten. Durch die teilweise doch sehr lange Zeit der Freisetzung der Mitarbeiter im gewerblichen Bereich ist das Risiko des Austrittes bzw. Wechsels deutlich gestiegen. Einige Mitarbeiter haben im Jahr 2026 einen Wechsel vollzogen. Trotz der mengenmäßigen Reduktion des Personalstandes konnte die Qualität der Mitarbeiter insgesamt gesteigert werden, da der Einsatz und die Motivation der verbleibenden Mitarbeiter deutlich höher ist. Mit der gesamtwirtschaftlichen Situation und dem erfolgten Preisverfall haben alle Geschäftspartner zu kämpfen, und spüren diesen unweigerlich. Wenn dieses Preislevel noch länger anhalten wird, wird es bestimmt Auswirkungen auf einzelne Marktteilnehmer haben, und ggf. wieder etwas mehr Marktvolumen für uns am österreichischen Markt geben. Im operativen Bereich steigen die Risiken bei der qualitätsmäßigen Ausführung aufgrund der Entwicklungen im Arbeitsmarkt an. Durch eine gute Ausbildung und Schulung der Mitarbeiter, sowie gezielte Kontrolle durch die Werksleitung werden die produktionstechnischen Risiken in der Werkserstellung so gering wie möglich gehalten.
Rauter Fertigteilbau GmbH, Niederwölz
3. Beschaffung
Die generelle Nachfrage am Markt war nach wie vor deutlich geringer als in den Jahren davor. Aus diesem Grund hat es bei den Vormaterialien keine wesentliche Verteuerung gegeben, auch waren die Vormaterialien stets in ausreichender Menge vorhanden. Aufgrund der zumeist schnellen Verfügbarkeit waren die Lagerstände meist nur auf ein ausreichendes Mindestmaß reduziert. Kritische Lagerware mit längerem Bauschaffungshorizont wurden bei günstigen Marktkonditionen stets entsprechend vorausschauend eingekauft. Die Treibstoffkosten sind im Laufe des Jahres sogar leicht günstiger geworden, die Energiekosten etwas gestiegen. Die Kosten für Strom sind durch längerfristige Verträge abgesichert, und stellen somit kein Risiko dar. Durch das Betreiben der werkseigenen Photovoltaik – Anlage konnte ein großer Teil der erforderlichen Energie selbst erzeugt werden. Diese Investition in die Zukunft zeigt jedes Jahr umso mehr ihre Sinnhaftigkeit, und ist ein wesentlicher Teil zur Unabhängigkeit und Kostenreduktion.
Der Materialanteil betrug im Jahr 2025 ca. 35,90 % und ist damit nahezu gleich zum Jahr 2024 mit 36,70 %. Der Produktmix und die Einkaufspreise der Materialien waren in diesen beiden Jahren sehr ähnlich.
Durch den Konflikt im Nahen Osten sind die Kosten für Treibstoff und OI immens gestiegen. Es wird versucht, diese Preissteigerungen an die Auftraggeber weiterzugeben.
4. Forschung und Entwicklung
Konzernintern wurden wiederum Forschungsprojekte gemeinsam abgewickelt und durch Rauter in der Ausübung unterstützt. Die übergeordnete Forschung und Betreuung erfolgt auf Konzernebene.
5. Investitionen
Insgesamt wurden T€ 49 inklusive GWG in den Standort investiert. Aufgrund der vorherrschenden wirtschaftlichen Situation wurde nur das Allernötigste an Kleinmaschinen und Diversem erneuert. Größere Investitionen wurden nicht durchgeführt, und auf einen späteren Zeitpunkt vorerst verschoben. Die sich zum Teil ergebenden zeitlichen Ressourcen wurden für die Reparatur und Instandhaltung der Anlagen verwendet. Somit wird versucht, die vorhandenen Maschinen und Anlagen entsprechend in Stand zu halten. Laufende Verbesserungen und Adaptierungen werden in diesem Zuge werksintern erledigt und durchgeführt.
| 2024 | 2025 | |
|---|---|---|
| Gesamtinvestitionen | T€ 286 | T€ 49 |
6. Zweigniederlassungen
Die Gesellschaft hat keine Zweigniederlassungen.
Rauter Fertigteilbau GmbH, Niederwölz
7. Personal
Im Angestelltenbereich hat es im abgelaufenen Geschäftsjahr keine Veränderung gegeben. Die im Jahr 2024 neu aufgenommenen Mitarbeiter haben sich gut eingearbeitet und entwickelt, und leisten ihren entsprechenden Anteil im Betriebsablauf.
Im Bereich des gewerblichen Personals hat es die übliche Anzahl an Abgängen durch Pensionierung und Fluktuation gegeben. Wie gehabt haben wir die Abgänge durch neue Lehrlinge oder Aufnahme von neuen Arbeitskräften kompensieren können.
Auf unsere Lehrlingsausbildung legen wir auch weiterhin sehr viel Wert und haben im Jahr 2025 drei Lehrlinge aus der Region aufgenommen. Insgesamt beschäftigen wir aktuell 11 Lehrlinge, welche zum Betonfertigteiltechniker ausgebildet werden. Die ausgelernten Lehrlinge wurden als Facharbeiter übernommen.
In den Sommermonaten wurden im Bereich der Produktion nach Notwendigkeit Ferialpraktikanten aufgenommen.
Der Personalstand bei den Arbeitern betrug durchschnittlich 68, bei den Angestellten 16. Leiharbeiter wurden in geringem Maß eingesetzt.
Für das kommende Wirtschaftsjahr sind im Weiteren keine wesentlichen Veränderungen geplant. Die Anpassung der Ressourcen erfolgt entsprechend der wirtschaftlichen Situation.
| 2024 | 2025 | |
|---|---|---|
| Arbeiter | 80 | 68 |
| Angestellte | 16 | 16 |
| Gesamt | 96 | 84 |
Niederwölz, am 09. April 2026
Geschäftsführer:
Wilfried Klade