Inhaltsverzeichnis
Inhalt
1 Erläuterung zum Geschäft und Rahmenbedingungen. .. 2 2 Der Geschäftsverlauf samt wirtschaftlicher Lage im Jahr 2024 . .. 2 2.1 Geschäftsverlauf . .. 2 2.2 Personal. .. 3 2.3 Ertragslage . .. 3 2.4 Finanzlage. .. 6 2.5 Vermögenslage . .. 6 2.6 Finanzinstrumente. .. 7 2.6.1 Derivative Finanzinstrumente. .. 7 2.6.2 Cash Pooling. .. 8 2.6.3Impairment Tests . .. 8 2.7 Zweigniederlassungen . .. 9 2.8 Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren . .. 9 3 Risikodarstellung . .. 10 3.1 Allgemeine Risiken. .. 10 3.2 Risiken im Besonderen . .. 10 3.2.1 Risiken in Verbindung mit der Geschäftstätigkeit. .. 10 3.2.2Risiken in Verbindung mit Aufträgen . .. 11 3.2.3 Risiken aus Finanzierungstätigkeit. .. 11 4 Forschung und Entwicklung . .. 11 5 Vorschau auf die Entwicklung 2025. .. 11
1
Erläuterung zum Geschäft und Rahmenbedingungen
Die Gesellschaft VAMED Management und Service GmbH (VMS) mit dem Sitz in Wien (Firmenbuchnummer 80736 f) ist eine operative Leitgesellschaft der VAMED - Gruppe. Dies hat zur Folge, dass sie neben internen Koordinationsfunktionen auch Dritten gegenüber Leistungen in den Bereichen Gesamtbetriebsführung, Ausbildung und IT sowohl im Inland wie auch im Ausland anbietet.
Darüber hinaus – in ihrer Eigenschaft als Leitgesellschaft - besitzt die VMS eine Koordinationsfunktion zwischen ihren Beteiligungsgesellschaften und den übrigen Schwestergesellschaften der VAMED - Gruppe. Die VMS nützt damit die aus dem Konzern resultierenden Synergieeffekte und wirkt dementsprechend bei den operativen Zielentwicklungen mit.
Nach dem Verkauf von sämtlichen wesentlichen Beteiligungen des HFO-Bereichs an PAI sowie des Bereichs VMS-IT an Fresenius im abgelaufenen Geschäftsjahr, wird die Gesellschaft ihre operative Tätigkeit kontinuierlich reduzieren und bis Ende 2027 vollständig beenden. Alle Bewertungen sind daher auf diesen Zeithorizont abgestimmt. Unter dieser Prämisse sind auch die nachfolgenden Angaben zu verstehen.
2 Der Geschäftsverlauf samt wirtschaftlicher Lage im Jahr 2024
2.1
Geschäftsverlauf
Durch ein im Frühjahr 2023 initiiertes VAMED-weites Turnaround / Restrukturierungsprojekt wurde ein Fokus auf den Rückzug der Gesellschaft aus den internationalen Märkten gelegt. Der Vorstand der VAMED AG entschied im zweiten Quartal 2023, dass die Gesellschaft nahezu alle internationalen Aktivitäten einstellt und sich aus den bestimmten Märkten in Asien, Afrika, Naher Mittlerer Osten und Südamerika zurückzieht.
Im Kernabsatzmarkt Österreich wurden im Geschäftsjahr 2024 Umsatzerlöse in Höhe von 30,5 MEUR (VJ: 32,9 MEUR) erzielt. Insgesamt konnten die Umsätze von 41,8 MEUR auf 44,9 MEUR gesteigert werden, was auf die positive Entwicklung der Märkte in Afrika und Asien zurückzuführen ist.
Aufgrund des initiierten Turnaround / Restrukturierungsprojektes mussten im Vorjahr sowohl bei Vorprojekten als auch bei bestehenden Aufträgen, im Wesentlichen für
ausländische Märkte, Bewertungskorrekturen in Höhe von insgesamt 90,5 MEUR vorgenommen werden. Im Jahr 2024 wurden außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von 6,7 MEUR durchgeführt.
Im Zuge des Jahresabschlusses 2023 wurde eine Neubewertung der VAMED Deutschland Holding und daraus resultierend eine Abschreibung in Höhe von 139 MEUR auf den Beteiligungsansatz der VAMED Deutschland Holding GmbH durchgeführt. Im Geschäftsjahr 2024 wurde eine Abschreibung in Höhe von 95 MEUR vorgenommen. Wie im Vorjahr, waren auch in 2024 zusätzliche Wertberichtigungen von Finanzanlagen (Anteile verbundene Unternehmen, Beteiligungen, Ausleihungen) erforderlich. Diesen Aufwendungen stehen Erträge bzw. Verluste aus dem Abgang von Finanzanlagen in Höhe von 33,7 MEUR. bzw. 6,8 MEUR gegenüber.
2.2
Personal
Im Jahr 2024 waren bei der VMS im Durchschnitt 165 Angestellte (VJ: 214) und 0 (VJ: 0) Arbeiter beschäftigt. Zusätzlich beschäftigte die Gesellschaft durchschnittliche 15 (VJ: 21) Dienstnehmer auf Basis eines freien Dienstvertrages. Weiters war im Jahresdurchschnitt in ausländischen Betriebsstätten (VAE, Saudi Arabien) 1 (VJ: 2) Dienstnehmer beschäftigt.
Unsere Mitarbeiterlnnen werden zum einen durch ständige Aus- und Weiterbildung kontinuierlich in ihren Qualifikationen gestärkt und durch interne Personalentwicklungsmaßnahmen gefördert.
Im Rahmen unseres Qualitätsprogrammes wird sichergestellt, dass das Thema Qualität Management in allen Geschäftsbereichen gelebt und weiterentwickelt wird.
2.3 Ertragslage
Im Jahr 2024 betrug der Umsatz 44.898 TEUR (VJ: 41.760 TEUR). Rund 32% der Umsätze wurden durch Projekte außerhalb Österreichs erwirtschaftet (VJ: 21%). Dabei sind die drei stärksten Länder Österreich, Deutschland und Angola.
Umsatzerlöse nach Ländern:
Umsatzerlöse nach Ländern:
Summe von UGB 2024
| Umsatz | Umsatz | |
|---|---|---|
| Land | 2024 | 2023 |
| Österreich | 30.514.292,16 | 32.879.114,46 |
| Deutschland | 4.494.280,16 | 4.298.985,85 |
| Lesotho | 1.504.641,80 | 160.594,00 |
| Sonstige | 8.384.457,08 | 4.421.401,68 |
| Gesamtergebnis | 44.897.671 | 41.760.096 |
Umsatzerlöse nach Geschäftsfeldern:
| Geschäftsfelder | Umsatz | Umsatz |
|---|---|---|
| 2024 | 2023 | |
| EUR | EUR | |
| Betriebsführung | 19.825.580,14 | 21.567.201,39 |
| IT | 22.755.621,92 | 18.687.686,29 |
| Sonstige | 2.316.469,14 | 1.505.209,31 |
| Gesamt | 44.897.671 | 41.760.096 |
Durch den Rückgang der beschäftigten Mitarbeiter ist der Personalaufwand im Vergleich zum Vorjahr von 26,7 MEUR auf 23,7 MEUR gesunken. Der Personalaufwand für das abgelaufene Geschäftsjahr umfasst auch die Vorsorge für ein Mitarbeiterbindungsprogramm in Höhe von 5,2 MEUR.
Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen ist auf zusätzliche Dotierungen für Drohverlustrückstellungen sowie für Gewährleistungsverpflichtungen zurückzuführen. Siehe dazu Punkt 3.1.10.3. im Anhang.
Für das abgelaufene Geschäftsjahr sind in den Beteiligungserträgen Erträge aus dem Abgang in Höhe von 33,5 MEUR (VJ: 0 T€) sowie Dividenden in Höhe von 1,5 MEUR enthalten. Die Erträge aus dem Abgang resultiert überwiegend aus dem Verkauf der Reha-Bereichs an PAl. Im Vorjahr stammen die Beteiligungserträge von zwei Tochterunternehmen, davon eines in Österreich und eines in Tschechien und betrugen 3.354 TEUR (VJ: 3.417 TEUR).
Die Abschreibungen im Finanzanlagevermögen erfolgten aufgrund dauernder Wertminderungen.
Weiters werden in 2024 Verluste aus dem Abgang von Beteiligungen in Höhe von 6.796.492,76 EUR (VJ: 0 TEUR) ausgewiesen.
Aufgrund des Verzichts auf sämtliche Cashpool Forderungen durch FSE im Dezember 2023, sind die Zinsaufwendungen auf 3.845.436,90 EUR (VJ: 15.292 TEUR) gesunken.
Das Finanzergebnis beträgt -70.711 TEUR (VJ: -191.776 TEUR). Insgesamt ergibt das einen Verlust vor Steuern in Höhe von -122.120 TEUR (VJ: -105.953 TEUR).
Im Geschäftsjahr 2024 beträgt der Jahresfehlbetrag -124.763 TEUR (VJ: -130.769 TEUR).
2.4 Finanzlage
| Werte in TEUR | |
|---|---|
| 31.12.2024 | |
| Netto-Geldfluss aus der betrieblichen Tätigkeit | -5.980 |
| Netto-Geldfluss aus der Investitionstätigkeit | 14.941 |
| Netto-Geldfluss aus der Finanzierungstätigkeit | -7.009 |
| zahlungswirksame Veränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 1.952 |
| wechselkursbedingte und sonstige Wertänderungen der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | -544 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Beginn der Periode | 5.641 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Ende der Periode | 7.049 |
Der Netto-Geldfluss aus der betrieblichen Tätigkeit beträgt minus -5.980 TEUR, der Netto-Geldfluss aus der Investitionstätigkeit beträgt 14.941 TEUR, der Netto-Geldfluss aus der Finanzierungstätigkeit beträgt -7.009 TEUR.
Die Teilergebnisse wurden unter Anwendung der AFRAC-Stellungnahme 36 ermittelt.
2.5 Vermögenslage
Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2024 beträgt die Bilanzsumme 149.822 TEUR (VJ: 268.260 TEUR).
Im Berichtsjahr 2024 wurde eine Neubewertung der VAMED Deutschland Holding GmbH durchgeführt und eine Wertberichtigung in der Höhe von 94.463.217,70 EUR (VJ: 138.796 TEUR) vorgenommen. Weiters wurden Wertberichtungen für die Anteile an anderen verbundenen Unternehmen in Höhe von 6.460.941,18 EUR durchgeführt.
Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden diverse Ausleihungen an verbundene Unternehmen in der Höhe von 1.518.159,65 EUR (VJ: 23.220 TEUR) sowie Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht um 11.201.589,06 EUR sowie sonstige Ausleihungen um 70.000,- EUR abgewertet.
Die Buchwerte für das Anlagevermögen sind daher von 149.169 TEUR auf 15.243 TEUR gesunken. Das Umlaufvermögen ist aufgrund des Anstiegs der Konzernforderungen von 116.377 TEUR auf 134.402 TEUR gestiegen.
Das langfristig zur Verfügung stehende Fremdkapital (Sozialkapitalrückstellungen und langfristige Verbindlichkeiten) betrug am Ende des Geschäftsjahres 2024 21.206 TEUR (VJ: 36.601 TEUR).
Aufgrund des Anstiegs der Rückstellungen um TEUR 29.076 auf TEUR 57.007 ist das kurzfristige Fremdkapital auf TEUR 113.499 gestiegen.
Inflations- und Wechselkurseinflüsse haben auf die Vermögenslage keinen nennenswerten Einfluss.
Die Eigenkapitalquote ergibt einen Wert von ca. 10,0% (VJ: 54,0%).
2.6
Finanzinstrumente
2.6.1 Derivative Finanzinstrumente
Das Risikomanagement für die Gesellschaft basiert auf den Vorgaben der Treasury- Richtlinien des FRESENIUS-Konzerns. Die Richtlinien regeln sämtliche Phasen und Ebenen des Risikomanagementprozesses und bestimmen die Verantwortlichkeiten für die Identifikation von Risiken, die adäquate Anwendung von Finanzinstrumenten zu Absicherungszwecken, den Betrachtungszeitraum sowie die Berichterstattung.
Der Einsatz derivativer Finanzinstrumente ist auf die Absicherung mittels FX-Forwards, d.h. konservativer Devisentermingeschäfte, beschränkt. Geschäfte zu Handels- und/oder Spekulationszwecken (z.B. Optionsgeschäfte) werden nicht abgeschlossen. FX Hedging-Transaktionen erfolgen ausschließlich über die Treasury-Abteilung des FRESENIUS-Konzerns.
Im Berichtsjahr kamen keine derivativen Finanzinstrumente zur Sicherung von in Zukunft anfallenden Zahlungsströmen aus Dienstleistungsaufträgen zur Anwendung (siehe „Währungen“ unter Punkt 3.2.1.2).
2.6.2 Cash Pooling
Die Gesellschaft und verschiedene Beteiligungen der Gesellschaft im In- sowie auch im Ausland haben einen Inhouse-Cash-Pool Vertrag mit der Fresenius SE & Co. KGaA abgeschlossen, wodurch die Innenfinanzierung der Gesellschaftsgruppe optimiert wird. Das Cash-Pooling erfolgt im Rahmen der konzernintern vereinbarten Cash-Pool- Limits und zu marktüblichen Zinssätzen in Abhängigkeit von der Ausnutzung der vereinbarten Finanzierungsrahmen. Die Zinssätze und die Ausgestaltung des Cash-Pools entsprechen der diesbezüglichen OECD Richtlinie.
Zusätzlich hat die Gesellschaft aufgrund der oben bereits beschriebenen Situation Betriebsmitteldarlehen aufgenommen.
Im Rahmen des Restrukturierungsprozesses erhielt die Gesellschaft im Vorjahr, nach dem Forderungsverzicht (229 MEUR) der Cash Pool Verbindlichkeiten durch die Fresenius SE & Co.KGaA, einen Eigenkapitalzuschuss der VAMED AG in Höhe von 61 MEUR, wovon 34 MEUR dem Cash Pool Konto vor dem 31.Dezember 2023 gutgeschrieben wurden. Vom Eigenkapitalzuschuss der VAMED AG ist ein Betrag in Höhe von 27 MEUR bis zum Bilanzstichtag 31.12.2024 noch nicht geflossen, da die Fälligkeit der Zahlung auf den 31.03.2025 bzw. 30.09.2025 verlängert wurde.
2.6.3 Impairment Tests
Im Rahmen der Jahresabschlusserstellung wurden wie jedes Jahr Werthaltigkeitsprüfungen der Beteiligungsansätze von verbundenen Unternehmen und Beteiligungsunternehmen nach der „Discounted Cash Flow Methode“ durchgeführt oder auf den Liquidationswert abgestellt.
Aufgrund einer indikativen Bewertung kam es zu einer Abwertung der Beteiligung an der VAMED Deutschland Holding GmbH in Höhe von 94,5 MEUR (VJ: 138,8 MEUR). Es wird diesbezüglich auf die Detailangaben im Anhang verwiesen.
Weiters erfolgten wie in 2023 standardmäßig Impairment Tests für die Beteiligungen der VMS. Diese führten auch dazu, dass Ausleihungen an in- und ausländische Tochterunternehmen, Beteiligungsunternehmen und Dritt-Unternehmen in der Höhe von insgesamt 3,1 MEUR (VJ: 26,6 MEUR) wertberichtigt wurden.
2.7 Zweigniederlassungen
Die VMS betreibt eine Zweigniederlassung in den Vereinigten Arabischen Emiraten.
Im Berichtsjahr wurden keine zusätzlichen Betriebsstätten gegründet.
2.8
Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren
Zur Sicherung einer nachhaltig hohen Qualität wurden 2024 erneut eine Reihe erfolgreicher Audits nach folgenden Normen durchgeführt:
• ISO 9001 (Qualität) • ISO 14001 (Umwelt) • ISO 50001 (Energie) • ISO 27001 (IT) - Verlängerungsaudit - Verlängerungsaudit - Überwachungsaudit - Überwachungsaudit Corpnet und Mednet
Im Bereich der Gesamtbetriebsführung Österreich wurde das Qualitätsmanagement erfolgreich weiterentwickelt.
Die Gesundheitseinrichtungen konnten bestehende Zertifizierungen der internationalen Standards ISO 9001 und EN 15224 im Zuge der jährlichen Überwachungsaudits erfolgreich aufrechterhalten. Damit ist der Erhalt der bestehende Zertifikate in allen Einrichtungen weiterhin sichergestellt.
Die bestehende Energiemanagement Zertifizierung nach ISO 50001 für die Gesundheitseinrichtungen bleibt weiterhin aufrecht.
Die monatliche Patientenbefragung wurde bei allen Gesundheitseinrichtungen der GBF O weitergeführt, sowie die jährliche Bewohnerbefragung in den 3 Senioreneinrichtungen.
Hinsichtlich der nichtfinanziellen Leistungsindikatoren die Arbeitnehmerbelange betreffend wird auf den Punkt 2.2 verwiesen.
Zur permanenten Sicherung der Kundenzufriedenheit werden regelmäßig Umfragen und Analysen durchgeführt.
3 Risikodarstellung
3.1 Allgemeine Risiken
Die Gesellschaft ist als ein in verschiedenen Geschäftsbereichen international tätiges Unternehmen gewissen unternehmens- und branchenspezifischen Risiken ausgesetzt. Zur Erkennung solcher Risiken hat die Gesellschaft ein Kontroll- und Berichtsmanagement implementiert, dessen Hauptaufgabe es ist, entstehende Risiken bereits in einem sehr frühen Stadium zu identifizieren, um rasch Gegenmaßnahmen ergreifen zu können.
Die nachfolgend beschriebenen Risiken und die sich daraus möglicherweise ergebenden Auswirkungen auf die Geschäftsentwicklung der VMS sind aufgrund des initiierten Turnaround / Restrukturierungsprojektes für die Gesellschaft im Geschäftsjahr 2023 bzw. der Einleitung der solventen Liquidation im Berichtsjahr wesentlich reduziert worden, da die Gesellschaft sich nicht mehr in internationalen Märkten betätigen wird. Für den Wind down wurden entsprechende Vorsorgen gebildet.
3.2 Risiken im Besonderen
3.2.1 Risiken in Verbindung mit der Geschäftstätigkeit
3.2.1.1 Wettbewerb
Die Gesellschaft agierte in allen ihren Geschäftsbereichen in einem sehr wettbewerbsintensiven Umfeld. Durch die Einleitung der solventen Liquidation der Gesellschaft ist jedoch kein Wettbewerbsrisiko mehr gegeben.
3.2.1.2 Währungen
Die Gesellschaft verfügt über Aufträge und Tochtergesellschaften auch außerhalb des Euro-Raumes. Die Währungen dieser Länder können Wechselkursschwankungen unterliegen. Wie in 2.6.1 erläutert, kommen anlassbezogen derivative Finanzinstrumente zur Sicherung von Beträgen zur Anwendung.
3.2.2 Risiken in Verbindung mit Aufträgen
3.2.2.1 Zahlungsrisiko
Im Berichtsjahr wurden die Zahlungsrisiken im Lichte des Wind downs analysiert und entsprechend adressiert.
3.2.2.2 Haftung und Gewährleistung bei Projekten
Garantien und Bürgschaften der Gesellschaft (Eventualverbindlichkeiten) betragen zum 31.12.2024 rd. 92 MEUR (VJ: 131 MEUR). Diese betreffen die Finanzierung und Abwicklung von Aufträgen der Gesellschaft und ihrer Beteiligungen im In- und Ausland.
3.2.3 Risiken aus Finanzierungstätigkeit
Die gegebenen Darlehen wurden auf ihre Werthaltigkeit geprüft. Darlehen für die ein Risikopotential mit einer Ausfallswahrscheinlichkeit größer 50 Prozent besteht wurden entsprechend wertberichtigt.
4 Forschung und Entwicklung
Die Gesellschaft betreibt zurzeit keine eigenen Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten.
5
Vorschau auf die Entwicklung 2025
Nach dem Verkauf der österreichischen Betriebe und der Managementverträge an die PAI mit Closing 30.9.2024 und dem Carve-Out der internen IT an Fresenius Health Services zum 31.12.2024, verbleiben in 2025 die IT-Marktleistungen, Ausbildung und auslaufende internationale Projekte in der VMS und die Mitarbeiteranzahl wird sich in 2025 auch wesentlich reduzieren.
Die Umsatzerlöse werden sich von € 44,9 Mio. per 31.12.2024 auf € 9,7 Mio. gemäß Budget 2025 reduzieren. Das Budget 2025-2027 wurde unter der Planungsprämisse erstellt, dass die bestehenden Verträge mit den Kunden ordnungsgemäß erfüllen werden und dass alle Verpflichtungen eingehalten werden. Ebenso wurde angenommen,
dass die Gesellschaft bis Ende 2027 abgewickelt wird. Für jene Projekte, welche länger als 2027 laufen, wurde ein Verkauf bis zum Jahr 31.12.2027 mit Verlustakzeptanz und Bildung von Drohverlustrückstellung im Jahr 2024 angenommen.
Eine solvente Liquidationsplanung wurde erstellt, um die finanzielle Ausstattung der Gesellschaft für eine ordnungsgemäße Liquidation in 2027 sicherzustellen.
Die Anteile an der API Betriebs gemeinnützige GmbH wurden, nach Erfüllung der Closing Bedingungen, Ende Jänner 2025 und die Anteile an der Rehaklinik Enns GmbH und an der Neurologisches Therapiezentrum Gmunderberg GmbH Ende Februar an die Ynomos Beteiligungsverwaltungs GmbH übertragen. Weiters wurden die Anteile an der Neurologisches Therapiezentrum Kapfenberg GmbH im März an die Ynomos Beteiligungsverwaltungs GmbH veräußert.
Weiters fand für die im Vorjahr verkauften Anteile an der VAMED COMPETENCE AND MANAGEMENT CENTER ASIA PACIFIC SDN. BHD. im Februar das Closing statt. I m März 2025 wurden die Anteile an der RIHH OpCo Holdings (DIFC) Ltd. veräußert.
Anfang März 2025 wurden die Anteile an der bit2health GmbH zur Vorbereitung der Abspaltung des Teilbetriebs Internationale Marktleistungen erworben.
Ende März 2025 wurden 15 Prozent der Anteile an der Hainan Unicare International Hospital Co., Ltd. von der VAMED Engineering GmbH erworben.
Die Eigenkapitalzusage der VAG in Höhe von 27.000.000 EUR wurde nach dem Bilanzstichtag dahingehend geändert, dass die Fälligkeit vom 31.03.2025 auf den 30.09.2025 verlängert wurde.
Um die erfolgreiche Liquidation der Gesellschaft zu gewährleisten, hat VAG im März als Alleingesellschafter die Zusage abgegeben, dass die Forderungen aus dem der VMS gewährten Gesellschafterdarlehen gestundet werden und nur insoweit zu bedienen sind, als die Gesellschaft im Rahmen der Liquidation ausreichend Liquidität hat, um sämtliche andere Verbindlichkeiten zu bedienen (bedingter Endverzicht).
Wien, 30. April 2025
(Mag. Ingrid Vergeiner)
(Fabian Krings, BA)