Inhaltsverzeichnis
IBM Österreich Internationale Büromaschinen Gesellschaft m.b.H., WIEN
1 Bericht über den Geschäftsverlauf und die wirtschaftliche Lage
1.1 Geschäftsmodell und -verlauf
Die IBM Osterreich Internationale Büromaschinen Gesellschaft m.b.H., Wien, (nachfolgend ,IBM Österreich' oder ,Gesellschaft') ist ein Konzernunternehmen der IBM Corporation, Armonk, New York/USA, und verantwortet im Wesentlichen das Geschäft des IBM-Konzerns in Österreich.
Das Geschäftsmodell der IBM Corporation und ihrer Tochtergesellschaften (nachfolgend ,IBM') soll Geschäftskunden durch die Kombination von innovativer Technologie und Branchenexpertise dabei helfen, die digitale Transformation zu meistern. Die globalen Leistungsangebote der IBM umfassen Beratung, Software, Hardware und damit verbundene Finanzierungsdienstleistungen. Der breite Mix aus Geschäftsbereichen und Kompetenzen wird kombiniert, um integrierte Lösungen und Plattformen für die Kunden bereitzustellen.
Das Geschäftsmodell ist dynamisch und passt sich dem sich ständig wandelnden IT-Markt und den wirtschaftlichen Gegebenheiten an. Im Jahr 2025 hat IBM bedeutende Fortschritte auf ihrem Weg zu einem innovativeren und fokussierteren Unternehmen gemacht, das sich auf die beiden transformativsten Technologien unserer Zeit stützt: Hybrid Cloud und Künstliche Intelligenz (KI). IBM hat eine bewährte Strategie umgesetzt, das Portfolio verfeinert, das Partnernetzwerk erweitert und die Produktivität bei IBM verbessert. Zusätzlich stärkt IBM ihre Position durch strategische, organische Investitionen und Akquisitionen in hochwertigeren Segmenten, um ihre Branchenexpertise auszubauen und Künstliche Intelligenz Technologien in mehr Angebote des Unternehmens einzubinden.
IBM unterstützt ihre Kunden als Technologie- und Industriepartner, Mit integrierten Lösungen und Produkten auf der Basis von Daten und Informationstechnologie sowie durch umfangreiches Know-How zu Branchen- und Geschäftsprozessen schafft sie Werte für ihre Kunden und zeichnet
sich durch ein hohes Maß an Vertrauen und Sicherheit und ein umfassendes Netzwerk an Partnern und Allianzen aus.
KI und Hybrid-Cloud treiben die Wertschöpfung weiter voran und ermöglichen es Unternehmen, zu skalieren, die Produktivität zu steigern und neue Marktchancen zu nutzen. IBM hat zwei leistungsstarke Plattformen entwickelt, um von der starken Nachfrage nach beiden Technologien zu profitieren: watsonx für KI und Red Hat OpenShift für die Hybrid Cloud.
IBM watsonx ist unser Portfolio an KI-Produkten, das entwickelt wurde, um KI-Modelle bereitzustellen und Kunden die Möglichkeit zu geben, den gesamten Lebenszyklus von KI für Unternehmen zu verwalten, einschließlich Training, Abstimmung, Bereitstellung und laufende Verwaltung dieser Modelle.
Unser KI-Portfolio ermöglicht es unseren Kunden, eine Mischung aus IBM-Modellen, eigenen Modellen und offenen Modellen von Hugging Face, Meta und Mistral zu nutzen. IBMs Granite- Modelle, die für bestimmte Zwecke entwickelt wurden, sind um 90 % kosteneffizienter als größere Alternativen. Darüber hinaus bieten Red Hat Enterprise Linux (RHEL) Al und OpenShift Al den Kunden eine konsistente und skalierbare KI-Basis, die auf Open-Source-Technologie basiert,
Da die Kunden von IBM nicht mehr nur mit generativer KI experimentieren, sondern sie auch in ihrem gesamten Unternehmen einsetzen, konzentriert IBM sich auf praktische und dringende Geschäftsanwendungen, darunter Code-Modernisierung, Kundenservice und digitale Arbeit.
Die wichtigsten Geschäftsfelder der IBM Corporation bestanden im Geschäftsjahr aus den Segmenten Software, Consulting, Infrastructure und Global Financing, die sich bei der IBM Osterreich im Wesentlichen aus den folgenden Leistungsangeboten zusammensetzen.
Software besteht aus den Bereichen Hybrid Platform & Solutions sowie Transaction Processing.
Hybrid Platform & Solutions umfasst mit KI angereicherte Software, die Kunden dabei hilft, ihre IT-Ressourcen und Geschäftsprozesse in hybriden Multi-Cloud-Umgebungen zu betreiben, zu verwalten und zu optimieren. Dazu gehören die folgenden Produkte:
• Red Hat: Bietet Open-Source-Unternehmenslösungen für hybride Multi-Cloud- Umgebungen, darunter Red Hat Enterprise Linux (RHEL), OpenShift, unsere Hybrid- Cloud-Plattform sowie Ansible. • Automatisierung: Optimiert Prozesse von Geschäftsabläufen bis hin zum IT-Betrieb mit Kl-gestützter Automatisierung. Die Automatisierung umfasst Software für Geschäftsautomatisierung, AIOps und Management, Integration und Anwendungsserver. • Daten & KI: Beschleunigt datengesteuerte Projekte durch die Einbindung von KI im gesamten Unternehmen und ermöglicht intelligente Entscheidungsfindung. Das Portfolio
umfasst Funktionen zur Vereinfachung der Self-Service-Datennutzung durch eine Data Fabric, zur Optimierung von Kundenbetreuungsabläufen und zur Erstellung besserer Prognosen durch Geschäftsanalysen.
• Sicherheit: Schaft ein risikobewusstes, sicheres Geschäft, indem Erkenntnisse über Bedrohungen in Echtzeit gewonnen, Aktionen orchestriert und Reaktionen über alle Berührungspunkte hinweg automatisiert werden. Sicherheit umfasst Software und Dienstleistungen für Bedrohungen, Daten und Identität.
Transaction Processing unterstützt die geschäftskritischen On-Premise-Workloads der Kunden in Branchen wie Banken, Fluggesellschaften und Einzelhandel. Dazu gehören Transaktionsverarbeitungssoftware wie Customer Information Control System und Speichersoftware sowie die Analyse- und Integrationssoftware, die wie DB2 und WebSphere auf dem IBM-Betriebssystem z/OS laufen.
Consulting bietet fundierte Branchenkenntnisse und marktführende Fähigkeiten in den Bereichen Geschäftsumwandlung und Technologie Implementierung. Consulting entwirft und baut offene, hybride Cloud-Architekturen und optimiert wichtige Workflows und Geschäftsprozesse mit Technologien von IBM und Ökosystempartnern.
Consulting umfasst drei Geschäftsbereiche - Business Transformation, Technology Consulting und Application Operations - mit den folgenden Fähigkeiten:
Business Transformation bietet Dienstleistungen, die es Kunden ermöglichen, Technologien in großem Umfang einzusetzen, um wichtige Arbeitsabläufe, Prozesse und Bereiche durchgängig zu transformieren, einschließlich Strategie, Geschäftsprozessdesign und -betrieb, Daten und Analysen sowie Systemintegration. Diese Services setzen KI in Geschäftsprozessen ein, um den Wert von Daten zu nutzen und umfassen neben der IBM Technologie ein umfassendes Okosystem von Partnern, Dazu gehören strategische Partnerschaften mit Adobe, Oracle, SAP und Salesforce, um nur einige zu nennen.
Technology Consulting unterstützt Kunden bei der Entwicklung und Implementierung von Cloud- Plattformen und -Strategien, um Unternehmen zu verändern und Innovationen zu ermöglichen, einschließlich der Anwendungsmodernisierung für die Hybrid Cloud mit Red Hat OpenShift.
Application Operations konzentriert sich auf Anwendungs- und Cloud-Plattformservices, die für die Operationalisierung und den Betrieb von Cloud-Plattformen erforderlich sind. Es unterstützt die Kunden bei der Verwaltung, Optimierung und Orchestrierung von Anwendungs- und Daten- Workloads in verschiedenen Umgebungen, sowohl durch benutzerdefinierte Anwendungen als auch durch ISV/ERP-Pakete.
Infrastructure bietet vertrauenswürdige, flexible und sichere Lösungen für die Hybrid Cloud und ist die Grundlage des Hybrid Cloud Stacks. Infrastructure ist für die Einbindung von KI in geschäftskritische Transaktionen optimiert und eng mit IBM Software, einschließlich Red Hat, integriert, um die Vorteile der Hybrid Cloud umfänglich zu nutzen. Infrastructure umfasst auch die Wiederaufbereitung und Wiedervermarktung gebrauchter Geräte mit einem Schwerpunkt auf nachhaltigen Wiederherstellungsservices.
Infrastructure umfasst zwei Geschäftsbereiche – Hybrid Infrastructure und Infrastructure Support – mit den folgenden Fähigkeiten:
Hybrid Infrastructure bietet Kunden innovative Infrastrukturplattformen, um die neuen Anforderungen von hybriden Multi-Cloud- und KI-Workloads in Unternehmen zu erfüllen und dabei flexible und As-a-Service-Konsummodelle zu nutzen. Hybrid Infrastructure umfasst IBM Z und Shared Infrastructure (dies inkludiert Power, Storage und IBM Cloud Infrastructure-as-a-Service (laaS)).
Infrastructure Support bietet umfassende, proaktive und KI-gestützte Services, um die Verfügbarkeit und den Wert der IT-Infrastruktur (Hardware und Software) der Kunden sowohl vor Ort als auch in der Cloud zu erhalten und zu verbessern. Diese Angebote umfassen die Wartung von IBM-Produkten und anderen Technologieplattformen sowie Open-Source- und herstellerübergreifenden Software- und Lösungssupport.
IBM Osterreich bietet diese Produkte und Dienstleistungen auf dem österreichischen Markt an, erbringt im Rahmen der globalen Konzernausrichtung aber auch Leistungen an ausländische Schwestergesellschaften.
Durch den auf die Kunden und deren Wertschöpfung zugeschnittenen Vertrieb bündelt IBM ihre Industrie- und Lösungsexpertise, wobei die Geschäftsbereiche regional und nach Branchen strukturiert sind. So profitieren Kunden von spezialisierten Teams mit umfassendem Branchenwissen und einer durchgängigen Betreuung vor Ort.
Nachfolgende Geschäftsaktivitäten, Neuankündigungen und Kooperationen im abgelaufenen Geschäftsjahr sind besonders hervorzuheben.
Im Rahmen der laufenden Transformation hin zu einer Ausweitung der Cloud-Anwendungen wurde die IBM Public Cloud weiterentwickelt, die neue Funktionalitäten und ein Höchstmaß an Offenheit bei gleichzeitiger Sicherheit der Daten bietet. Die IBM Public Cloud bietet die Vorteile und Flexibilität einer Public Cloud und erfüllt gleichzeitig die hohen Anforderungen bezüglich Regulierung, Compliance, Sicherheit und Datenschutz, Um die speziellen Branchenanforderungen unserer Kunden in streng regulierten Bereichen zu unterstützen, wurde eine spezielle IBM Cloud for Financial Services und eine IBM Cloud for Telecommunications entwickelt.
Im Geschäftsjahr wurden die Leistungsangebote der IBM bzw. IBM Osterreich und Red Hat weiter aufeinander abgestimmt. Mit der offenen hybriden Cloud-Technologie von Red Hat und der Branchen-Expertise sowie Breite und Tiefe des IBM-Leistungsangebotes können Hybrid-Cloud- Plattformen der nächsten Generation angeboten werden. Unser Hybrid-Cloud-Ansatz ist plattformzentriert, mit Linux, Containern und Kubernetes als Architekturgrundlage.
| Business Transformation | IBM Services | |
|---|---|---|
| and Hybrid Cloud Services | ||
| Hybrid Cloud Software | IBM So TBM Cloud | |
| Hybrid Cloud Platform | Red Hat Hybrid Cloud Platform | |
| d Re Linux | ||
| Infrastructure | IBM Cloud | ublic C |
| 3 |
Red Hat OpenShift ist die führende Anwendungsplattform für Hybrid Clouds, die ein umfassendes Angebot an Tools und Services für die Optimierung des gesamten Anwendungs-Lifecycles bereitstellt – von der Entwicklung über die Bereitstellung bis hin zur Verwaltung von Anwendungs- Workloads.
Durch die Nutzung der Leistungsfähigkeit von Kubernetes und Containern schafft OpenShift die Grundlage, die es unseren Kunden ermöglicht, siloartige, Multi-Cloud-, Edge- und Legacy- Infrastrukturen als eine einzige Plattform zu verwalten. Diese Fähigkeiten sind ein klares Unterscheidungsmerkmal, das es unseren Kunden ermöglicht, ihre hybride Architektur nach dem Motto "einmal schreiben, überall einsetzen" zu gestalten.
Im Bereich KI konnte IBM Österreich im Geschäftsjahr bei verschiedenen Kunden virtuelle Assistenten auf Basis IBM watsonx Assistant für eine schnellere und effizientere Kundenkommunikation und den Informationsaustausch implementieren. Die Kunden konnten dabei je nach ihren individuellen Anforderungen die Lösung in der Cloud oder On-Premise im eigenen Rechenzentrum implementieren. Außerdem wurden weitere spannende Projekte wie etwa Mail-Automatisierungen bei mehreren Kunden, Newsquellen-Analyse im Bereich der Beschaffung bei einem Logistikunternehmen, intelligente Dokumentensuche zu Release Lettern bei einem Kreditinstitut, Analyse von Krankenakten und Befunden im Gesundheitsbereich und Al-based Fraud Detection bei einer Bank durchgeführt.
IBM Österreich leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Digitalisierung in Österreich, Damit Künstliche Intelligenz und Cloud auch auf breiter Basis angenommen werden, fällt dem Vertrauen eine wichtige Rolle zu, sowohl in die Technologien als auch in ihre Auswirkungen auf die Welt.
IBM verfolgt dabei drei Prinzipen:
• Zweck (der Datennutzung und der KI ist, menschliche Intelligenz zu erweitern) • Eigentum (Daten und Erkenntnisse gehören ihrem Urheber) • Transparenz (Neue Technologien müssen transparent und erklärbar sein)
Mit Vertrauen in Technologien kann IBM Österreich die Digitalisierung in Osterreich voranbringen und sicherstellen, dass Osterreich eine führende Rolle in der Digitalisierung einnimmt. Kunden werden in die Lage versetzt, die Vorteile von Daten zu nutzen, die ihre wichtigste Grundlage für den Wettbewerbsvorteil darstellen.
1.2 Finanzielle Leistungsindikatoren
1.2.1 Ertragslage
Die Umsatzerlöse der IBM Osterreich stiegen gegenüber dem Vorjahr um Euro 187 Mio, auf Euro 440,5 Mio an. Dieser signifikante Anstieg ist im Wesentlichen auf die Fertigstellung eines großvolumigen Kundenvertrags im Berichtsjahr zurückzuführen.
Im Berichtsjahr wurde aus dem operativen Geschäft ein positives Ergebnis in Höhe von Euro 8,9 (Vorjahr: Euro -2,4 Mio), erwirtschaftet. Die Gesellschaft weist zum Ende des Berichtsjahres einen Bilanzgewinn in Höhe von Euro 21,2 Mio. aus, was einem Anstieg von Euro 9,5 Mio. gegenüber dem Vorjahr entspricht.
Der Personalaufwand betrug im Berichtsjahr Euro 77,5 Mio. (Vorjahr: Euro 83,0 Mio.). Die darin enthaltenen Aufwendungen für Gehälter, Abfertigungen und Pensionen betrugen Euro 66,1 Mio. (Vorjahr: Euro 71,3 Mio.). Die durchschnittliche Anzahl der im Berichtsjahr beschäftigten aktiven Mitarbeitenden betrug 401 (Vorjahr: 443). Darin enthalten sind 11 Mitarbeitende mit befristeten Arbeitsverhältnissen (Vorjahr: 5).
1.2.2 Vermögens- und Finanzlage
Die Bilanzsumme reduzierte sich im Geschäftsjahr um Euro 190,4 Mio, auf Euro 228,6 Mio. Der deutliche Rückgang des Umlaufvermögens um EUR 185,1 Mio. auf EUR 194,1 Mio. resultiert maßgeblich aus der Reduzierung der unfertigen Leistungen.
Im Jahr 2025 wurden Investitionen in Sachanlagen in Höhe von Euro 3,0 Mio, getätigt. Davon entfielen Euro 2,9 Mio. auf Büromaschinen, Betriebs- und Geschäftsausstattung und Euro 0,1 Mio. auf Mietmaschinen. Das kurzfristige Fremdkapital ist mit Euro 138,9 Mio. um Euro 195,4 Mio. geringer als im Vorjahr, maßgeblich resultierend aus einem Rückgang der passiven Rechnungsabgrenzungsposten um Euro 198,7 Mio. sowie den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um Euro 6,9 Mio bei gleichzeitigem Anstieg der sonstigen Verbindlichkeiten um Euro 9,4 Mio.
Der Netto-Geldfluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit beläuft sich auf Euro -17,0 Mio. (Vorjahr: Euro -18,3 Mio.). Der Netto-Geldfluss aus der Investitionstätigkeit beträgt Euro -0,6 Mio. (Vorjahr: Euro -20,1 Mio.). Der Finanzmittelbestand, der sich aus kurzfristigen Konzernveranlagungen und Guthaben bei Kreditinstituten zusammensetzt, reduzierte sich im Geschäftsjahr um Euro 17,6 Mio. auf Euro 100,0 Mio.
Mit Vereinbarung vom 30. Juni 2025 wurde der zwischen IBM Osterreich Internationale Büromaschinen Gesellschaft m.b.H, und IBM Pensionskasse Aktiengesellschaft bestehende Pensionskassenvertrag mit Wirkung zum 31.12.2025 einvernehmlich beendet und das der Veranlagungs- und Risikogemeinschaft (VRG) zugeordnete Vermögen im Jänner 2026 gemäß § 17 PKG an die VBV-Pensionskasse Aktiengesellschaft übertragen.
Seit 1.1.2026 führt die IBM Verwaltungs-Aktiengesellschaft, ehemals IBM Pensionskasse Aktiengesellschaft, keine Pensionsgeschäfte im Sinne des PKG. Im Geschäftsjahr 2026 ist die Beendigung der Gesellschaft geplant.
1.2.3 Kennzahlen
| 31.12.2025 | 31.12.2024 | |
|---|---|---|
| EBITDA-Marge | 5,2% | 0,4% |
| Return on Sales (Bruttogewinnspanne) | 66,4% | 31,6% |
| Return on Equity (ROE) | 23,2% | 6,2% |
| Gesamtkapitalrentabilität (ROI) | 3,6% | 0,8% |
| Fremdkapitalquote | 76,8% | 89,6% |
| Verschuldungsgrad | 0 % | 0 % |
| Eigenmittelquote | 23,2% | 10,4% |
| fiktive Schuldentilgungsdauer | 3,1 Jahre | 2,4 Jahre |
1.3. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren
1.3.1 IBM Werte
Gerade in einem immer komplexer werdenden globalen Umfeld sind gemeinsame, in der Unternehmenskultur verankerte Werte eine wichtige Orientierung und damit die Basis für geschäftlichen Erfolg. Das Bekenntnis zu Unternehmenswerten hat bei IBM eine lange Tradition.
Im Mittelpunkt des Handelns aller Mitarbeitenden steht das Engagement für den Erfolg jedes Kunden. Wir wissen, dass wir nur dann dauerhaft erfolgreich sind, wenn wir starke Kundenbeziehungen aufbauen und mit unserer weltweiten Expertise einen Mehrwert bei unseren Kunden schaffen.
Der Schlüssel zum Erfolg sind Innovationen, die etwas bedeuten – für unser Unternehmen und für die Welt. Dies setzt voraus, dass unsere Mitarbeitenden vorausdenken, Innovationen vorantreiben und offen sind, auch völlig neue Wege zu gehen. Nur so können wir unserem Anspruch auf Spitzenleistung gerecht werden – technologisch, geschäftlich und beim Thema gesellschaftliche Verantwortung.
Bei unserem Streben nach Erfolg legen wir hohen Wert auf Vertrauen und persönliche Verantwortung in sämtlichen Beziehungen. Aufrichtigkeit, Verlässlichkeit, Integrität und Professionalität bestimmen das Handeln aller Mitarbeitenden – innerhalb des Unternehmens genauso wie im Umgang mit Kunden, Partnern oder Investoren.
1.3.2 IBM als attraktiver Arbeitgeber
Unser Ziel: Ein Arbeitsumfeld von Offenheit, Toleranz und Respekt, in dem jeder Mitarbeitende die persönlichen Fähigkeiten optimal einsetzen und entwickeln kann. Inclusion ist dabei ein wesentlicher Bestandteil unserer Unternehmenspolitik und bedeuten Achtung der Würde jedes Einzelnen sowie Anerkennung, Wertschätzung und gezielte Förderung von Vielfalt und Individualität. Wir setzen daher einen starken Fokus auf die Chancengleichheit von Männern und Frauen, Menschen mit unterschiedlichem kulturellen, ethnischen oder religiösen Hintergrund, Menschen mit Behinderungen sowie Menschen verschiedener sexueller Orientierung und Identität. Dazu gehört ein offener Kommunikationsstil, geprägt von einem respektvollen und aufrichtigen Umgang miteinander. Offene Kommunikation auf Basis eines gegenseitigen Vertrauensverhältnisses ist ein wichtiger Faktor für unsere Unternehmenskultur. Zeitsouveränität, flexible Arbeitszeitverteilung, mobiles Arbeiten, Telearbeit, Teilzeitarbeit und Jobsharing prägen unseren Arbeitsalltag.
Die flexiblen Strukturen werden durch eine Personalführungskultur nach dem Prinzip „Vertrauen statt Kontrolle" und durch gezielte Aus- und Weiterbildung unterstützt.
1.3.3 IBM und Nachhaltigkeit
1.3.3.1 IBM und Gesellschaft
Gesellschaftliches Engagement bedeutet für uns einen Beitrag zur Problemlösung gesellschaftlicher Fragen leisten, nicht nur finanzielle Mittel und Technologien, sondern auch das Know-how der Mitarbeitenden einzusetzen.
Wir engagieren uns stark im Bereich Bildung und unterstützen zahlreiche Initiativen zur Förderung naturwissenschaftlicher und technischer Ausbildungen – vom Kindergarten bis zur Hochschule. Viele IBM Mitarbeitende in Osterreich engagieren sich ehrenamtlich in Schulen oder Non-Profit- Organisationen.
Im Folgenden einige ausgewählte Veranstaltungen und Initiativen im Jahr 2025:
IBM SkillsBuild
IBM verpflichtet sich, bis 2030 weltweit 30 Millionen Menschen in neuen Fähigkeiten zu qualifizieren sowie den Zugang zu Bildung und technischen Berufen zu erleichtern. Der Zugang erfolgt über das kostenlose digitale Lern- und Karriereprogramm IBM SkillsBuild. Das Programm bietet über 10.000 Kurse in den Bereichen Cybersicherheit, Datenanalyse und Cloud-Computing. Mehr dazu unter: https://www.ibm.com/skills/2030/
Austrian Women Leadership Forum/Women in Technology
Die Frauennetzwerke AWLF (Austrian Women Leadership Forum) und WiT (Women in Technology) mit Blue&MINT setzten ihre erfolgreichen Aktivitäten fort und organisierten das ganze Jahr über zahlreiche gut besuchte virtuelle Veranstaltungen wie Diskussionsrunden mit prominenten externen und internen Experten sowie Workshops, die auch Vertreterinnen von Kunden und Partnerorganisationen offenstanden.
LGBTI+ Business Forum
Dieses Jahr fand das 13. LGBTI + Business Forum statt, bei dem die Themen Allyship, Collaboration und Mikroaggressionen im Mittelpunkt standen und intensiv diskutiert wurden.
1.3.3.2 IBM und Umweltschutz
Umweltschutz genießt bei IBM weltweit seit langem einen hohen Stellenwert. Bereits im Jahr 1971 veröffentlichte die IBM Corporation Unternehmensleitlinien zum Umweltschutz, die seither immer wieder den sich verändernden Anforderungen angepasst und mit einem effizienten Umweltmanagement konsequent umgesetzt wurden. Darin verpflichten wir uns, eine ökologische Führungsrolle bei all unseren Geschäftsaktivitäten einzunehmen. Als innovatives Unternehmen stehen uns vielfältige Möglichkeiten zur Verfügung, einerseits den Umwelteinfluss unserer eigenen Produkte und Dienstleistungen zu optimieren und andererseits unser Know-how in den Dienst des Umweltschutzes zu stellen. Unser Engagement für die Umwelt bildet somit ein Kernstück unseres unternehmerischen Handelns.
1.4 Zweigniederlassungen
Die IBM Österreich hat, neben der Unternehmenszentrale in Wien, nur noch einzelne Logistikstandorte in den Bundesländern.
1.5 Derivative Finanzinstrumente
IBM Österreich hat im abgelaufenen Geschäftsjahr keine derivativen Finanzinstrumente eingesetzt.
2 Bericht über die voraussichtliche Entwicklung und die Risiken des Unternehmens
2.1 Voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens
Das Jahr 2025 ist von einer Fortführung der strategischen Prioritäten des Jahres 2024 geprägt.
Die Struktur von IBM besteht heute im Wesentlichen aus den beiden Bereichen Technologie und Consulting – unterstützt durch ein schlagkräftiges Ökosystem aus Business Partnern. Strategisch wird dabei auf die beiden Kernthemen Hybrid Cloud und Künstliche Intelligenz gesetzt. Für den Kunden bedeutet dies, dass er die Technologie, die er benötigt, um wettbewerbsfähig zu bleiben, zusammen mit den Fähigkeiten, die für die Implementierung und Anpassung von Prozessen und Fähigkeiten erforderlich sind, aus einer Hand erhält. IBM ist eines der IT-Unternehmen auf der Welt, das diese Fähigkeiten in diesem Ausmaß miteinander verbinden kann.
Operativ liegt der Fokus darauf, die Kunden auf dem Weg in die Hybrid Cloud und beim Einsatz von KI zu unterstützen und in Co-Creation-Ansätzen die Lösungen der Zukunft zu entwickeln.
Die Technologiestrategie und -ausrichtung zielt dabei auf die Bereiche Data, Automation, Security und Hybrid Cloud.
Die Beratungsstrategie dreht sich um Business Transformation und Hybrid Cloud und unterstützt die IBM Technologie, ist aber nicht auf sie festgelegt. Consulting arbeitet auch mit vielen anderen Technologiepartnern am österreichischem Markt zusammen.
Das Okosystem bildet die dritte und immer wichtiger werdende Dimension der Unternehmensstrategie. Ziel ist es dabei, das vorhandene und lebendige Ökosystem bestehend aus Software Partnern, Cloud-Partnern, globalen Systemintegratoren, Wiederverkäufern und Value-Add Distributoren auf- bzw. auszubauen.
Die Ziele der Kunden sind mehr und mehr durch Nachhaltigkeit, Resilienz/Robustheit sowie Klimaund Energieeffizienz geprägt. IBM möchte die Kunden bei dieser Entwicklung bestmöglich mit den Technologien und Beratungsleistungen unterstützen.
Unverändert ist die starke Kooperation mit der Schwestergesellschaft Red Hat und das damit verbundene klare Bekenntnis zu Open Source.
2.2 Wirtschaftsausblick
Laut der Konjunkturprognose des österreichischen Wirtschaftsforschungsinstituts (im folgenden „WIFO“ genannt) vom Frühjahr 2026 wird für Österreich für das Jahr 2026 ein reales BIP-Wachstum von 0,9 % erwartet.
Trotz erster Anzeichen einer konjunkturellen Erholung bleibt die Lage am Arbeitsmarkt gemäß aktueller WIFO-Prognose auch im Jahr 2026 angespannt; die Arbeitslosigkeit dürfte sich nur langsam zurückbilden.
Insgesamt ist die IBM Österreich für das Jahr 2026 strategisch sehr gut positioniert, um am österreichischen IT-Markt weiterhin erfolgreich zu sein. Die Gesellschaft verfügt über solide Auftragsbestände, sehr gut funktionierende Geschäftsmodelle, herausragende Produkte und Dienstleistungen auf Basis der in der IT-Branche weltweit führenden Forschungs- und Entwicklungstätigkeit der IBM Corporation, sowie lokal über hochqualifizierte Mitarbeitende und ein gut ausgebautes Netzwerk an Business Partnern.
IBM Österreich hat in der Vergangenheit auch in Zeiten schwacher Konjunktur oft bewiesen ein verlässlicher Partner zu sein, der mit den richtigen Lösungen dazu beitragen kann, Unsicherheiten zu bewältigen, sich verändernden Bedingungen Rechnung zu tragen und widerstandsfähiger zu werden. Wir sind daher überzeugt davon, dass IBM Osterreich im schwierigen Umfeld des Jahres 2026 weiterhin ein starker Player am österreichischen IT-Markt sein wird und einen weiteren wichtigen Beitrag zur Digitalisierung in Österreich leisten wird.
2.3 Wesentliche Risiken und Ungewissheiten
Das Risikomanagement ist bei der IBM Österreich als integraler Bestandteil in die Unternehmensführung und die Gestaltung der Geschäftsprozesse eingebunden. Folglich besteht das Risikofrüherkennungs-/Risikomanagement-System aus einer Vielzahl von Bausteinen, die systematisch in den gesamten Ablauf der Organisation eingebettet sind. Risikomanagement wird als Aufgabe der Leiter aller Geschäftseinheiten sowie der Prozess- und Projektverantwortlichen verstanden. Diese sorgen im Rahmen ihrer Führungsaufgaben auch für die Einbindung der Mitarbeitenden in das Risikomanagement-System.
Ein zielorientiertes Controlling sorgt dafür, dass bei unternehmerischen Entscheidungen Chancen und Risiken in einem ausgewogenen Verhältnis zueinanderstehen und frühzeitig erkannt werden. Die interne Revision überwacht die Einhaltung der internen Kontrollsysteme und gewährleistet die Integrität der Geschäftsabläufe.
Im Falle einer schlechter als erwarteten Konjunkturentwicklung könnte es zu einer Rückkoppelung auf die Investitionsbereitschaft der Kunden kommen und damit zu negativen Auswirkungen auf kurzfristige Auftragseingänge, insbesondere im transaktionalen Hardware- und Softwaregeschäft sowie bei kurzfristigen Dienstleistungsverträgen.
Kosteneinsparungsmaßnahmen und Kürzungen des Personalstandes wären bei einer negativen wirtschaftlichen Entwicklung nicht auszuschließen.
Es bestehen keine nennenswerten Fremdwährungsrisiken, da die Geschäfte fast zur Gänze in Euro erfolgen.
3 Forschung und Entwicklung
IBM Research stand von Anfang an an der Spitze der Computerrevolution, Die IBM Forschenden waren an einigen der wichtigsten Entwicklungen beteiligt, von der Festplatte und der Diskette bis hin zu Mainframes und dem Personal Computer. IBM Research ist seit den frühesten Tagen der Computertechnik dabei und ist führend bei der Entwicklung der nächsten Generation. Seit der Eröffnung des ersten Labors im Jahr 1945 wurden mehr als 110.000 Forschungspublikationen verfasst. Die IBM Forschenden wurden mit sechs Nobelpreisen und sechs Turing Awards ausgezeichnet und IBM wurden mehr als 150.000 Patente erteilt.
IBM Osterreich betreibt im Moment am österreichischen Standort keine F&E Aktivitäten.
Wien, am 28. Mai 2026
Der Geschäftsführer:
Marco Porak
Marco Porak ) Signed quatted with s 2805.2020, 16 16 UC-0 Ing. Mag. Marco Porak