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Lagebericht 2025

doors and parts Austria GmbH

Original-PDF

Stichtag 31. Dez. 2025 · Eingereicht am 29. Sep. 2026

Inhaltsverzeichnis

doors and parts Austria GmbH, Niederwaldkirchen Lagebericht für das Geschäftsjahr 2025

1. Geschäftsverlauf und wirtschaftliche Lage

Konjunktur & Inflation:

Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen blieben 2025 europa- und österreichweit gedämpft, und laut WIFO ist weiterhin mit erheblichen Einsparungen in den öffentlichen Haushalten zu rechnen. Positiv entwickelte sich die Teuerungsrate: Sie sank deutlich und erreichte beinahe den EZB-Zielwert von 2,0 %1 (2024: 2,9 %).

Marktumfeld & Bauwirtschaft:

Der Markt war 2025 weiterhin von einer schwachen Nachfrage im Neubau geprägt, da Finanzierungsauflagen für viele eine Hürde darstellten. Dies führte zu starkem Preisdruck. Gleichzeitig machten anhaltende Kostensteigerungen bei Material und Personal Preisanpassungen unumgänglich.

Unternehmensentwicklung:

Qualität & Nachfrage: Durch gezielte Verbesserungsmaßnahmen konnten die Qualität in allen Bereichen, die Kundenzufriedenheit und das damit verbundene Vertrauen gesteigert werden. Dies führte zu einer spürbaren Nachfrageverbesserung.

Lieferkette:

Im gesamten Geschäftsjahr 2025 kam es zu keinen wesentlichen Verzögerungen oder Ausfällen bei den Lieferungen.

Geschäftslage:

Das Geschäftsjahr 2025 schloss mit einem Jahresüberschuss nach Steuern von TEUR 329 (Vorjahr: TEUR 436). Dies bedeutet gegenüber dem Vorjahr eine Veränderung um -24,60 %.

Das Ergebnis vor Steuern beträgt TEUR 445 (Vorjahr: TEUR 511).

Im Geschäftsjahr 2025 wurden Umsatzerlöse von TEUR 15.841 (Vorjahr: TEUR 16.099) erzielt.

2. Finanzlage und Cash-Flow Analyse

Der Cash-Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit (ohne Veränderung aus der Cashpooling-Forderung) beträgt TEUR 678 (Vorjahr: TEUR -670).

Die Cash Pool-Vereinbarung mit dem Konzern der ASSA ABLOY AB besteht wie im Vorjahr. Die Forderung aus der Cash-Pooling-Finanzierung beträgt zum Stichtag EUR 1.640.850,37 (Vorjahr: TEUR 1.434).

Der Cash-Flow aus der Investitionstätigkeit beträgt TEUR 7 (Vorjahr TEUR 23) der Cash- Flow aus der Finanzierungstätigkeit beträgt TEUR -477 (Vorjahr TEUR -1.553).

Im Jahr 2025 wurde auf Basis des Ergebnisverwendungsvorschlages vom 12.07.2025 an die Muttergesellschaft eine Gewinnausschüttung in Höhe von TEUR 436 (Vorjahr: TEUR 1.511) getätigt.

3. Kennzahlen gemäß Unternehmensreorganisationsgesetz (URG)

Das Eigenkapital beträgt TEUR 1.890 (Vorjahr: TEUR 1.998).

Das bereinigte Vermögen2 beträgt TEUR 4.973 (Vorjahr: TEUR 4.952).

Die Eigenmittelquote (URG) beträgt 38,0% (Vorjahr: 40,3%).

Die Untergrenze gemäß URG von 8 % ist deutlich erreicht.

Die fiktive Schuldentilgungsdauer liegt bei 11,3 Jahren (Vorjahr: 5,7 Jahre).

Die Obergrenze gemäß URG beträgt 15 Jahre.

4. Ertragslage

Der Jahresüberschuss beträgt TEUR 329 (Vorjahr: TEUR 436).

² Gesamtaktiva nach § 244 (2) UGB

- Anzahlungen nach § 225 (6) UGB

5. Wesentliche Risiken

a) Delkredererisiko:

Das Delkredererisiko ist überschaubar, da wesentliche Kundenforderungen entweder über die KSV oder Coface abgesichert sind. Die Versicherung der Händler wird stets gepflegt und Neukunden auf deren Bonität sorgfältig geprüft.

Auf Kundenseite traten keine größeren Zahlungsausfälle im Geschäftsjahr 2025 ein, bis auf Kleinbeträge im Ersatzteilbereich. Für etwaige Einzelrisiken, die durch den Versicherungsschutz nicht gedeckt sind, wird entsprechend im Abschluss durch die Einzelwertberichtigung vorgesorgt.

b) Währungsrisiko:

Alle Fakturen werden in EUR erstellt. Aus diesem Grund existiert auf Seiten der Forderungen kein Währungsrisiko. Beschaffungsvorgänge erfolgen aktuell ausschließlich in EUR, so dass in diesem Zusammenhang keine Risiken bestehen.

c) Zinsänderungsrisiko:

Es werden derzeit keine mittel- oder langfristigen Bankfinanzierungen in Anspruch genommen. Ein Zinsänderungsrisiko besteht daher nicht.

d) Liquiditätsrisiko:

Aufgrund der Einbindung in den ASSA ABLOY Konzern stehen bei Bedarf ausreichend liquide Mittel zur Verfügung.

e) Beschaffungsrisiko:

Da die Beschaffung auftragsbezogen ist und überwiegend von verbundenen Unternehmen des ASSA ABLOY Konzerns erfolgt, sind die Beschaffungsrisiken begrenzt. Aufgrund der aktuell angespannten Lage am Rohstoffmarkt, kann es trotz Einbindung in den Konzern durch vorgelagerte Herausforderungen in der Beschaffung auch zu Verfügbarkeitsproblemen und Preissteigerungen auf Seiten der doors & parts Austria GmbH kommen.

f) Betriebliche Risiken

In Folge der niedrigeren Nachfrage in der Baubranche lag der Fokus auf Kosteneinsparungen mit dem Ziel, die Produktmargen stabil zu halten.

Um dieser Herausforderung zu begegnen, werden zudem speziell für den Industriesektor neue Produkte auf den Markt gebracht, um den Kunden ein breiteres Portfolio zu bieten und neue Kunden zu gewinnen.

g) Umweltrisiko:

Als Handelsgesellschaft beschränkt sich die umweltrelevante Position des Unternehmens hauptsächlich auf die Inverkehrsetzung von Verpackungsmaterial und den Anfall von Elektronikabfall im Zuge von Reparaturarbeiten an verkauften Torantrieben (Steuerungen) und durch den Vertrieb elektronischer Zubehörteile.

Hinsichtlich beider Abfallkategorien bestehen entsprechende Entpflichtungsverträge mit der ARA und der ERA.

h) IT-Risiken:

Die IT-Umgebung wird laufend auf ihre Anforderungen geprüft. Konzernseitig ist daher für das Upgrade des ERP-Systems geplant. Seit 01.05.2025 wurde zudem ein verantwortlicher ERP-Manager ernannt, der unter anderem für das ERP-System M3 zuständig ist.

i) Sonstiges:

Zum Stichtag wurden keine derivativen Finanzinstrumente gehalten.

6. Forschungs- und Entwicklungstätigkeit

Als reiner Handelsvermittler bzw. Vertriebsgesellschaft entfaltet die doors & parts Austria GmbH keinerlei Forschungs- und Entwicklungstätigkeit.

7. Zweigniederlassungen

Das Unternehmen hat keine Zweigniederlassungen.

8. Konzernzugehörigkeit

Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der ASSA ABLOY AB, Stockholm, Schweden, einbezogen. Dieser ist auf der Homepage der ASSA ABLOY AB unter www.assaabloy.com erhältlich.

9. Ausblick

Basierend auf den derzeitigen Prognosen für das Wachstum der Bauwirtschaft im Jahr 2026 wird von einer geringen Erhöhung der Nachfrage ausgegangen. Dämpfend wirkt sich die aktuelle geopolitische Lage aus.

Potenziale am Markt entstehen im Privatsektor durch die Renovierung von Altbauten. Bestehende Ressourcen (ergo ältere Häuser) besser zu nutzen, die Flächen auszubauen bzw. Altbauten aufzustocken, wird ein wesentlicher Wirtschaftszweig bleiben. Dieser Vertriebskanal wird weiterhin ein Hauptumsatzträger bleiben, da hierbei qualitativ hochwertige Produkte am Markt gefragt sind.

Im Bereich des Service-Geschäfts geht man von einer stabilen bis hin zu einer leicht wachsenden Nachfrage aus, da vielfach anstelle eines Neukaufs in eine Reparatur investiert wird.

Im Sektor Industriebau wird für das Jahr 2026 eine stabile Entwicklung prognostiziert. Die schwache Konjunktur führt dazu, dass Projekte im Industriesegment verzögert werden.

Die doors and parts Austria GmbH hat im Jahr 2025 bewiesen, dass sie ein verlässlicher Partner für ihre Kunden ist. Insgesamt sieht sich die doors and parts Austria GmbH gut aufgestellt, diesem Wettbewerb mit einem zuverlässigen Team, hochwertigen Produkten und Lösungen, zu attraktiven Konditionen erfolgreich entgegenzutreten. Das vorhandene Produktportfolio wird kontinuierlich weiterentwickelt und am Markt platziert.

Für 2026 geht die doors and parts Austria GmbH, basierend auf den aktuellen Auftragsbeständen und der geopolitischen Lage, von einem weiterhin herausfordernden Marktumfeld aus.

Niederwalkirchen, am 30.6.202622 26

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 5
Simone Donzellidoors and parts Austria GmbH
Drautendorf 58
Geschaftpfuhrg, A-4174 Niederwaldkirchen

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