Inhaltsverzeichnis
University of Applied Sciences
WIRTSCHAFTSJAHR 1.9.2024 – 31.08.2025
Controlling / Accounting Datum 25.02.2026
Medieninhaber und Herausgeber
IMC Hochschule für Angewandte Wissenschaften Krems GmbH
Piaristengasse 1
3500 Krems, Austria, Europe +43 2732 802 [email protected] www.imc.ac.at
Inhaltsverzeichnis
3 1 Geschäftsverlauf und die wirtschaftliche Lage 3 1.1 Rahmenbedingungen 3 1.2 Krisenmanagement 1.3 Geschäftsverlauf 3 5 1.4 Zweigniederlassungen 5 1.5 Geschäftsergebnis und Ertragslage 1.6 Investitionen 7 8 1.7 Finanzierungsmaßnahmen 8 1.8 Finanz- und Vermögenslage 13 1.9 Organisation 1.10 Personalbericht 15 2 Voraussichtliche Entwicklung und Risiken des Unternehmens 16 2.1 Studienangebot 16 2.2 Infrastruktur 17 2.3 Internationalisierung 17 2.4 Wesentliche Risiken 17 19 3 Bericht über Forschung und Entwicklung (F&E) 4 Wesentliche Merkmale des internen Kontrollsystems 22 5 Angaben zu Kapital-, Anteils-, Stimm- und Kontrollrechten und damit verbundene Verpflichtungen 23
1 Geschäftsverlauf und die wirtschaftliche Lage
1.1 Rahmenbedingungen
Das IMC Krems wird seit der Gründung im Jahr 1994 als Gesellschaft mit beschränkter Haftung geführt. Der Zweck der Gesellschaft ist die Errichtung, der Betrieb und die Durchführung von Hochschulstudiengängen in Niederösterreich - vorwiegend am Standort Krems an der Donau - sowie die Forschung und Entwicklung insbesondere auf dem Gebiet der geführten Studiengänge. Weiters zählt zum Zweck der Gesellschaft die Errichtung, der Betrieb und die Durchführung von internationalen Hochschulstudiengängen.
Die Finanzierung der Studiengänge am IMC Krems erfolgt über die studienplatzbezogenen Förderungen des Bundes und des Landes Niederösterreich. Diese sind in den jeweiligen Förderverträgen mit dem Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung sowie mit dem Land NO geregelt. Das Studienangebot umfasst die Bereiche Wirtschaft, Digitalisierung & Technik, Gesundheit und Life Sciences.
Drittmittel für die anwendungsorientierte Forschung werden über nationale und internationale Förderprogramme sowie durch Kooperationen mit Industrie- und Wirtschaftspartnern lukriert.
1.2 Krisenmanagement
Am IMC Krems wurde ein Krisenstab etabliert, wo die Abläufe für diverse Krisensituationen besprochen und geübt werden. Im abgelaufenen Wirtschaftsjahr musste der Krisenstab im Rahmen eines massiven Wasserschadens aktiv werden. Dabei zeigte sich, dass durch die regelmäßigen Meetings und einer klaren Verteilung von Verantwortungen sehr rasch die notwendigen Schritte eingeleitet werden konnten.
1.3 Geschäftsverlauf
Als praxisbezogene Hochschule hatte im abgelaufenen Wirtschaftsjahr die Weiterentwicklung des Studienangebotes sowie die Aufrechterhaltung der Qualität in Lehre und Forschung oberste Priorität. Die einzelnen Studiengänge wurden auf diversen Kanälen intensiv beworben, um sicherzustellen, dass die Studienprogramme
mit der maximalen Anzahl an Studierenden starten konnten. Das neue IMC DigiLab ermöglicht dank modernster Ausstattung die interdisziplinäre Zusammenarbeit in Lehre und Forschung.
Die Umsätze im Bereich Forschung, Entwicklung und sonstige Projekte zeigten im Geschäftsjahr 2024/25 insgesamt eine rückläufige Entwicklung im Vergleich zum Vorjahr. Sowohl im Bereich der Auftragsforschung als auch bei den Drittmittel geförderten Projekten sind trotz intensiver Akquise Rückgänge zu verzeichnen.
Das IMC Krems steht für Internationalität, die durch Studiengänge in englischer Unterrichtssprache, die Mobilität von Studierenden und Lehrenden, die Studiengänge der Transnationalen Programme und Gastlektor*innen aus aller Welt, gelebt wird. Mit über 200 Partneruniversitäten in 67 Ländern weltweit bestehen Abkommen, um einen Studierendenaustausch sowohl Incoming als auch Outgoing zu gewährleisten.
Der Lehr- und Forschungsbetrieb wird an unterschiedlichen Standorten in der Stadt Krems abgehalten. Zudem wurden auch Räumlichkeiten in Mistelbach und Horn für den Studiengang Gesundheits- und Krankenpflege angemietet. Bis zum 31. August 2025 betrug das gesamte Platzangebot rund 25.300 m². Davon entfallen rund 1000 m² auf das Forschungsinstitut IKB.
Am Standort Krems wurden im Studienjahr 2024/25 insgesamt 26 Studiengänge durchgeführt, davon werden acht Bachelor- und sechs Masterprogramme in englischer Unterrichtssprache angeboten.
Im Jahr 2024/25 waren insgesamt 3683 aktiv Studierende (excl. Incoming Studierende) am IMC Krems, in einem Verhältnis von 67% Frauen zu 33% Männern inskribiert.
| Anzahl aktive Studierende im Zeitverlauf | |||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 4000 | |||||||||
| 3683 | |||||||||
| 3500 | |||||||||
| 3000 | |||||||||
| 2500 | |||||||||
| 2000 | |||||||||
| 1500 | |||||||||
| 1000 | |||||||||
| 500 | |||||||||
| 0 | |||||||||
| Jun. 05 | Nov. 10 | Nov. 15 | Jan. 20 | Jan. 21 | Jan. 22 | Jan. 23 | Jan. 24 | Jan. 25 | |
| • Studierende | 343 | 1788 | 2612 | 2982 | 3162 | 3220 | 3072 | 3284 | 3683 |
Grafik 1: Anzahl aktive Studierende im Zeitverlauf
Insgesamt konnten im Vergleich zum Vorjahr wieder mehr Studierende in den unterschiedlichen Programmen akquiriert werden.
1.4 Zweigniederlassungen
Das IMC Krems betreibt keine Zweigniederlassungen.
1.5 Geschäftsergebnis und Ertragslage
Umsatzerlöse
Im Geschäftsjahr 2024/25 konnte das IMC Krems Umsatzerlöse in der Höhe von € 49.192.994,33 verzeichnen. Dies entspricht einer Umsatzsteigerung von rund 6,9%. Der Hauptgrund für die Steigerung sind zusätzliche geförderte Studienplätze sowie die Erhöhung der studienplatzbezogenen Förderungen des Landes NO. Im Bereich der Forschung (Drittmittel- sowie Auftragsforschung) musste im abgelaufenen Wirtschaftsjahr ein Rückgang um rund 29,5% verzeichnet werden.
Die Studienbeiträge sind im Vergleich zum Vorjahr um 11,5% gestiegen. Die Erlöse aus F&E und sonstigen Projekten verzeichneten insgesamt einen Rückgang um € 1.978.438,80 auf € 7.417.263,21.
Bei den Transnationalen Programmen und Projekten ist im Vergleich zum Vorjahr eine Umsatzsteigerung von 6,1% zu verzeichnen.
Nebenerlöse, wie Einnahmen aus der Vermietung von Parkplätzen, Mittel für Erasmusmobilitäten sowie Erlöse Career Center sind um rund 3,8% gestiegen.
Aufwendungen
Ausgabenseitig gab es einen Anstieg beim Personalaufwand, der gegenüber dem Vorjahr um € 3.029.389,08 angewachsen ist. Im Wirtschaftsjahr 2024/25 betrugen die Personalkosten 65,8% des Umsatzes (Vorjahreswert 64,0%).
Der Personalaufwand beträgt insgesamt € 32.299.715,52 und bedeutet eine Erhöhung im Vergleich zum Vorjahr um rund 10,3%.
Die Aufwendungen für Material und sonstige bezogene Herstellungsleistungen betrugen im Berichtszeitraum € 2.083.278,09 und sind im Vorjahresvergleich um 8,1% gesunken. Darin enthalten sind Labormaterialien von € 753.947,40 (-17,1%) sowie die übrigen Lehrmittel über € 509.727,00 (-6,6%).
Die Gesamtsumme des sonstigen betrieblichen Aufwandes ist gegenüber dem Vorjahr um 1,1% von € 10.474.627,60 auf € 10.594.096,29 gestiegen.
Die Reisekosten sanken im Vergleich zum Wirtschaftsjahr 2023/24 um € 75.040,19. Im Bereich der Instandhaltungen, Betriebskosten für Gebäude sowie Strom und Reinigung haben sich die Kosten um 10,0% im Vergleich zum Vorjahr erhöht.
Die ausgewiesene Abschreibung ist um 8,1% auf € 2.631.213,18 angewachsen. Als Gründe dafür sind hier Investitionen für die Laborinfrastruktur, die IT Ausstattung gesamt sowie zusätzliche Geschäftsausstattungen an den Standorten zu nennen (vgl. Kapitel 1.6 Investitionen).
Mit Ende des Wirtschaftsjahres zum 31. August 2025 weist das IMC Krems ein ordentliches Ergebnis vor Rücklagen in Höhe von € 1.754.776,22 aus.
| Ertragslage | 2024/2025 Beträge in | 2023/2024 % Beträge in | % | ||
|---|---|---|---|---|---|
| TEUR | TEUR | ||||
| Umsatzerlöse | 49.193 | 100,2% | 46.036 | 100,7% | |
| Bestandsveränderungen | -73 | -0.2% | -298 | -0.7% | |
| Betrie bsle istung | 49.120 | 100,0% | 45.738 | 100,0% | |
| Aufwendungen für Material und sonstige bezogenen | |||||
| Leistungen | 2.083 | 4,2% | 2.267 | 5,0% | |
| Rohertrag I | 47.036 | 95,8% | 43.471 | 95,0% | |
| Personalaufwand | 32.300 | 65,8% | 29.270 | 64,0% | |
| Rohertrag II | 14.737 | 31,1% | 14.201 | 31,1% | |
| sonstige betriebliche Erträge | 679 | 1,2% | 529 | 1,2% | |
| sonstige betriebliche Aufwendungen Ergebnis vor Zinsen, Steuern | 10.594 | 21,6% | 10.475 | 22,9% | |
| und Abschreibung (EBITDA) | 4.822 | 9,8% | 4.256 | 9,3% | |
| Finanzerträge | 49 | 0,1% | 44 | 0,1% | |
| Abschreibungen | 2.631 | 5,4% | 2.434 | 5,3% | |
| Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) | 2.240 | 4,6% | 1.866 | 4,1% | |
| Ergebnis vor Steuern (EBT) | 2.240 | 4,6% | 1.866 | 4,1% | |
| Steuen wom | Einkommen | 485 | 1,0% | 221 | 0,5% |
| Jahre süberschuss | 1.755 | 3,6% | 1.645 | 3,6% | |
| Veränderung von Rücklagen | -1.700 | -3,5% | -1.603 | -3,5% | |
| Jahresgewinn | 55 | 0,1% | 41 | 0,1% | |
Tabelle 1: Ertragslage
1.6 Investitionen
Das Investitionsvolumen im Wirtschaftsjahr 2024/25 belief sich auf insgesamt € 2.905.212,80.
Im Bereich EDV & IT wurde in die Modernisierung der IT-Infrastruktur investiert, darunter Server, Notebooks, NAS-Systeme, Sicherheitskameras und Software- Lizenzen. Im Bereich der Laborausstattung wurden moderne Geräte wie ein Microplatereader, Wasseraufbereitungssysteme, Inkubatoren, Stickstoffgeneratoren sowie ein Thermocycler angeschafft. Für Geschäfts- und Büroausstattung wurden in die Möblierung und Ausstattung von Seminarräumen und Büros investiert. Im Bereich Medientechnik wurden Investitionen für Laserprojektoren, LED-Wände, Videowalls, Leinwände und Präsentationssysteme getätigt. Der Fuhrpark wurde um vier neue Fahrzeuge, davon zwei mit Elektroantrieb, erweitert. Ebenso wurde in die Ladeinfrastruktur investiert.
1.7 Finanzierungsmaßnahmen
Die genannten Investitionen wurden aus dem laufenden Cashflow und den vorhandenen Reserven gedeckt. Es waren keine Bankdarlehen oder zusätzliche Leasingvereinbarungen notwendig.
1.8 Finanz- und Vermögenslage
Die Bilanzsumme beträgt mit Stichtag 31.8.2025 € 32.891.977,94. Das Eigenkapital beträgt 46,2% des Gesamtkapitals und beziffert sich auf € 15.200.557,25.
Mit Bilanzstichtag betragen die Verbindlichkeiten € 4.512.578,44. Die Rückstellungen beziffern sich auf € 7.508.838,80. Demgegenüber steht ein Umlaufvermögen in der Höhe von € 23.482.224,17. Durch eine umfangreiche Finanzplanung und einer regelmäßigen Uberwachung der liquiden Mittel wird ein effizientes Finanzmanagement am IMC Krems gewährleistet.
| Passiva | 31.08.2025 | % | 31.08.2024 | % |
|---|---|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |||
| Eigenkapital | 15.201 | 46,2% | 13.446 | 40.9% |
| Investitionszuschüsse | 715 | 2,2% | 840 | 2,6% |
| Rückstellungen | 7.509 | 22.8% | 5.436 | 16,5% |
| Verbindlichkeiten | 4.513 | 13,7% | 5.726 | 17,4% |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 4.955 | 15,1% | 7.454 | 22,7% |
| Gesamtsumme Passiva | 32.892 | 100,0% | 32.903 | 100,0% |
Tabelle 2: Entwicklung der Kapitalstruktur
| Aktiva | 31.08.2025 | % | 31.08.2024 | % |
|---|---|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |||
| Anlagevermögen | ||||
| Immaterielle Vermögensgegenstände | 81 | 0,2% | 139 | 0.4% |
| Sachanlagen | 7.013 | 21,3% | 6.732 | 20.5% |
| Finanzanlagen | 842 | 2.6% | 813 | 2.5% |
| Umlaufvermögen | ||||
| Vorräte | 1.843 | 5,6% | 1.863 | 5,7% |
| Forderungen und sonstige | ||||
| Vermögensgegenstände | 1.771 | 5,4% | 2.683 | 8,2% |
| Kassabestand, Guthaben | ||||
| bei Kreditinstituten | 19.868 | 60.5% | 19.646 | 59,8% |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 992 | 3,0% | 733 | 2,2% |
| Aktive latente Steuern | 482 | 1,5% | 294 | 0.9% |
| Gesamtsumme Akiva | 32.892 | 100,0% | 32.903 | 100,0% |
Tabelle 3: Entwicklung der Vermögenslage
Finanzlage - Geldflussrechnung und Working Capital
Aus der laufenden Geschäftstätigkeit hat das IMC Krems im Wirtschaftsjahr 2024/25 einen Cashflow von TEUR 2.764 (Vorjahr TEUR 7.484) erwirtschaftet. Das Working Capital (Netto-Umlaufvermögen) stellt das kurzfristige Finanzierungspotential dar und ist mit TEUR 10.324 positiv. Das kurzfristige Umlaufvermögen ist durch das kurzfristige Fremdkapital gedeckt.
| Finanzlage - Geldflussrechnung | |||
|---|---|---|---|
| 2024/2025 | 2023/2024 | ||
| TEUR | TEUR | ||
| 1. Ergebnis vor Steuern | 2.240 | 1.866 | |
| 2. Überleitung auf den Netto-Geldfluss aus dem Ergebnis vor Steuern | |||
| a. | Verlust/Gewinn aus dem Abgang von Vermögensgegenständen des | ||
| Investitionsbereichs | -71 | 15 | |
| b. | Abschreibungen/Zuschreibungen auf Gegenstände des | ||
| Anlagevermögens sowie auf Wertpapiere des Umlaufvermögens | 2.631 | 2.434 | |
| c. | Erträge aus der Auflösung von Bewertungsreserven aus | ||
| Investitionszuschüssen | -395 | -325 | |
| Geldfluss aus dem Ergebnis | 4.405 | 3.990 | |
| d. | Abnahme der Vorräte, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | ||
| sowie anderer Aktiva | 450 | 310 | |
| e. | Zu-/Abnahme der Rückstellungen, ausgenommen für Steuern vom | ||
| Einkommen | 1.427 | 31 | |
| f. | Zunahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | ||
| sowie anderer Passiva | -3.713 | 3.338 | |
| 328 | 5.802 | ||
| 3. Netto-Geldfluss aus dem Ergebnis vor Steuern | 2.568 | 7.668 | |
| 4. Zahlungen für Steuern | |||
| a. | Steuern vom Einkommen | -485 | -221 |
| b. | sonstige Forderungen aus Steuern | 223 | -49 |
| c. | aktive latente Steuern | -187 | -11 |
| d. | Veränderungen Steuerrückstellungen | 646 | 97 |
| 196 | -184 | ||
| 5. Netto-Geldfluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit | 2.764 | 7.484 | |
| 6. Netto-Geldfluss aus der Investitionstätigkeit | |||
| a. | Einzahlungen aus Anlagenabgang (ohne Finanzanlagen) | 86 | 15 |
| b. | Einzahlungen aus Finanzanlagenabgang und sonstigen Finanzinvestitionen | 0 | 231 |
| c. | Anlagenzugänge It. Anlagenspiegel (ohne Finanzanlagen) | -2.869 | -2.263 |
| d. | Finanzanlagenzugänge und sonstige Finanzinvestitionen | -29 | -53 |
| e. | Investitionszuschüsse | 270 | 923 |
| -2.542 | -1.147 | ||
| 7. zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestandes | 223 | 6.337 | |
| 8. Finanzmittelbestand am Beginn der Periode | 19.646 | 13.309 | |
| 9. Finanzmittelbestand am Ende der Periode | 19.868 | 19.646 | |
Tabelie 4: Geldflussrechnung
| Vermögenslage | 31.08.2025 | 31.08.2024 % | % | |
|---|---|---|---|---|
| Beträge in TEUR | Beträge in TEUR | |||
| kurzfristiges Umlaufvermögen | ||||
| Vorräte | 1.843 | 5,6% | 1.863 | 5,7% |
| Lieferforderungen | 456 | 1.4% | 1.556 | 4,7% |
| Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen | 67 | 0,2% | ||
| sonstige Forderungen | 1.248 | 3.8% | 1.126 | 3.4% |
| flüssige Mittel | 19.868 | 60.4% | 19.646 | 59,7% |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 992 | 3,0% | 733 | 2,2% |
| 24.474 | 74,4% | 24.924 | 75,8% | |
| kurzfristiges Fremdkapital | ||||
| kurzfristige Rückstellungen | 4.683 | 14,2% | 3.405 | 10.4% |
| erhaltene Anzahlungen | 1.305 | 4,0% | 1.584 | 4,8% |
| Lieferverbindlichkeiten | 543 | 1,7% | 959 | 2,9% |
| sonstige Verbindlichkeiten | 2.664 | 8,1% | 3.183 | 9,7% |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 4.955 | 15,1% | 7.454 | 22,7% |
| 14.150 | 43,0% | 16.586 | 50,4% | |
| Working Capital (Netto-Umlaufvermögen) | 10.324 | 31,4% | 8.339 | 25,3% |
| Anlagevermögen | ||||
| Immaterielles Vermögen | 81 | 0,2% | 139 | 0,4% |
| Sachanlagen | 7.013 | 21,3% | 6.732 | 20,5% |
| Finanzanlagen | 842 | 2.6% | 813 | 2,5% |
| 7.936 | 24,1% | 7.684 | 23,4% | |
| langfristiges Umlaufvermögen | ||||
| Aktive latente Steuern | 482 | 1,5% | 294 | 0,9% |
| langfristiges Fremdkapital | ||||
| langfristige Rückstellungen | 2.826 | 8,6% | 2.031 | 6,2% |
| Reinvermögen (Eigenkapital) | 15.916 | 48,4% | 14.286 | 43,4% |
Tabelle 5: Vermögenslage
Kennzahlen gemäß Unternehmensreorganisationsgesetz (URG)
Kennzahlen gemäß Unternehmensreorganisationsgesetz (URG)
Ermittlung der Eigenmittelquote gemäß § 23 URG:
| 2024/2025 | 2023/2024 | |
|---|---|---|
| EUR | EUR | |
| Eigenkapital laut Bilanz | 15.200.557,25 | 13.445.781,03 |
| Gesamtkapital (§224 Abs. 3 UGB) | 32.891.977,94 | 32.902.894,65 |
| von den Vorräten absetzbare Anzahlungen | 0,00 | 0,00 |
| Investitionszuschüsse | -715.428,30 | -840.313,87 |
| Gesamtkapital | 32.176.549,64 | 32.062.580,78 |
| Eigenkapital x 100 | |
|---|---|
| 47,2% Gesamtkapital | 41,9% |
Eigenmittelquote nach § 23 URG:
Ermittlung der fiktiven Schuldentilgungsdauer gemäß § 24 URG:
| 2024/2025 | 2023/2024 | ||
|---|---|---|---|
| EUR | EUR | ||
| Rückstellungen | 7.508.838,80 | 5.436.347,31 | |
| + | Verbindlichkeiten | 4.512.578,44 | 5.726.262,56 |
| - | sonstige Wertpapiere und Anteile | 0,00 | 0,00 |
| - | von den Vorräten absetzbare Anzahlungen | 0,00 | 0,00 |
| - | liquide Mittel | -19.868.352,26 | -19.645.721,15 |
| effektives Fremdkapital | -7.846.935,02 | -8.483.111,28 | |
| Jahresüberschuss | 1.754.776,22 | 1.644.888,58 | |
| + | Abschreibungen auf das Anlagevermögen und Verluste aus dem | ||
| Abgang von Anlagevermögen | 2.644.176,37 | 2.464.642,06 | |
| - | Zuschreibungen zum Anlagevermögen und Gewinne aus dem | ||
| Abgang von Anlagevermögen | -83.958,62 | -15.614,51 | |
| - | Auflösung Investitionszuschüsse | -395.299,64 | -325.260,90 |
| +/- Veränderung langfristiger Rückstellungen | 794.718,50 | -229.629,97 | |
| Mittelüberschuss | 4.714.412,83 | 3.539.025,26 | |
Fiktive Schuldentilgungsdauer gemäß § 24 URG:
| (effektives) Fremdkapital | k.A (kein | k.A (kein |
|---|---|---|
| Mittelüberschuss | effektives | effektives |
| Fremdkapital) | Fremdkapital) |
Tabelle 6: Kennzahien gemäß Unternehmensreorganisationsgesetz (URG)
Nach § 22 des URG wird Reorganisationsbedarf vermutet, wenn die Eigenmittelquote weniger als 8% und die fiktive Schuldentilgungsdauer mehr als 15 Jahre beträgt. Aus den Kennzahlen ergibt sich, dass die Vermutung des Reorganisationsbedarfes aufgrund des Uberschreitens bzw. Unterschreitens der genannten Grenzen nicht gegeben ist.
Finanzierungskennzahlen
| 2024/2025 | 2023/2024 | 2022/2023 | |||
|---|---|---|---|---|---|
| Investitionsdeckung in %: | 111,0% | 92,4% | 118,7% | ||
| Berechnung | Nettoinvestition SAV x 100 Abschreibung SAV | 2.842 x 100 2.561 | 2.185 x 100 2.364 | 2.495 x 100 2.102 | |
| Anlagendeckungsgrad I in %: | 200,6% | 185,9% | 149,4% | ||
| Berechnung | Eigenkapital x 100 Anlagevermögen | 15.916 x 100 7.936 | 14.286 x 100 7.684 | 12.043 x 100 8.063 | |
| Anlagenabnutzungsgrad der Sachanlagen in % | 69,5% | 69,0% | 66,3% | ||
| Berechnung | kum. Afa SAV x 100 Anschaffungskosten SAV | 15.957 x 100 22.970 | 14.977 x 100 21.709 | 13.588 x 100 20.498 | |
| Tabeile 7: Finanzierungskennzahlen | |||||
Die Investitionsdeckung gibt an, ob die Investitionen ausreichen, die gegebene Kapazität aufrecht zu erhalten. Damit dies der Fall ist, müssten die Investitionen zumindest gleich groß sein wie die Abschreibungen.
Der Anlagendeckungsgrad gibt das Verhältnis zwischen Eigenkapital und Anlagevermögen an. Da beim Anlagendeckungsgrad I nur das Eigenkapital einbezogen wird, kann der Deckungsgrad I auch unter 100% liegen (Ziel 70 bis 100%).
Der Anlagenabnutzungsgrad sagt aus, wie viele Prozente des Sachanlagevermögens schon abgeschrieben sind. Je höher dieser Wert ist, desto früher werden Reinvestitionsmaßinahmen erforderlich sein.
| 2024/2025 | 2023/2024 | 2022/2023 | ||
|---|---|---|---|---|
| Umsatzrentabilität in %: | 4,6% | 4,1% | 0,3% | |
| Berechnung | EBT x 100 Umsatz (inkl. BV) | 2.240 x 100 49.120 | 1.866 x 100 45.738 | 122 x 100 39.814 |
| Eigenkapitalrentabilität in %: | 14.8% | 14,2% | 1,0% | |
| Berechnung Im durchschnittlichen Egenkapital sind die Investitionszuschüsse enthalten. | 2.240 x 100 15.101 | 1.866 x 100 13.165 | 122 x 100 11.975 | |
| Gesamtkapitalrentabiltät in % | 6,8% | 6.2% | 0,5% | |
| Berechnung | (EBT + FK-Zinsen) x 100 durchschn. Gesamtkapital | 2.240 x 100 32.897 | 1.866 x 100 30.048 | 122 x 100 26.427 |
| Tabelle 8: Rentabilitätskennzahlen | ||||
Die Umsatzrentabilität besagt, wie viele Prozente des Umsatzes inklusive Bestandsveränderung als Ergebnis vor Steuern (Summe aus Z 8 und Z 11) verbleiben.
Die Eigenkapital- und die Gesamtkapitalrentabilität geben die Verzinsung des Eigenbzw. des Gesamtkapitals an.
Wenn die Fremdkapitalverzinsung niedriger ist als die Eigenkapitalrentabilität, so kann man die Eigenkapitalrentabilität durch Austausch von Eigenkapital durch Fremdkapital erhöhen (Leverage-Effekt). Die Hebelwirkung des Fremdkapitals kann sich aber in schlechteren Jahren auch umdrehen.
Sobald die Fremdkapitalverzinsung höher ist als die Eigenkapitalrentabilität, wird die verbleibende Rentabilität weiter geschmälert.
1.9 Organisation
Die Trägerorganisation des IMC Krems ist eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung gleichen Namens, die 1994 basierend auf einem Public-Private Partnership Modell gegründet wurde. Die Anteile sind wie folgt aufgeteilt:
• 70% IMC Consulting GmbH • 30% Stadt Krems an der Donau
Die Organisationsstruktur wird den Erfordernissen laufend angepasst.
Aufsichtsrat
Der Aufsichtsrat des IMC Krems übt seine Tätigkeit gemäß einschlägigen gesetzlichen Bestimmungen, den Vorschriften des Gesellschaftsvertrages sowie der Geschäftsordnung und allfälliger Beschlüsse und Weisungen der Gesellschafter aus. Die Mitglieder des Aufsichtsrates im Wirtschaftsjahr 2024/25 sind:
• Dr. h.c. Dkfm. Mag. Heinz Boyer: Aufsichtsratsvorsitzender • Mag. Peter Molnar, Stellvertreter des Vorsitzenden • Dr. Michael Schwarz: Mitglied
Geschäftsführung
Die Aufgaben und Befugnisse der Geschäftsführerin Ulrike Prommer, von Geschäftsführer Udo Brändle, von Prokuristin Frau Michaela Sabathiel sowie von Prokurist Bernhard Dollensky sind in der Geschäftsordnung festgelegt und dokumentiert. Die Hochschulleitung wurde mit September 2024 durch Bernhard Dollensky, welcher die Funktion Chief Executive Officer bekleidet, erweitert.
Hochschulkollegium
Zur Durchführung und Organisation des Lehr- und Prüfungsbetriebes ist am IMC Krems gemäß den Bestimmungen des Fachhochschul-Studiengesetzes ein Hochschulkollegium eingerichtet. Das 18-köpfige Kollegium setzt sich aus dem Kollegiumsleiter, Herrn Prof. (FH) Dr. Martin Waiguny und dessen Stellvertreter, Herrn Prof. (FH) Dr. Manfred Pferzinger sowie aus sechs Vertretern der Studiengangsleitungen, sechs Vertretern des Lehr- und Forschungspersonals und vier Studierendenvertretern zusammen.
Qualitätsmanagement
Ziel des Qualitätsmanagements am IMC Krems ist die kontinuierliche Sicherung und Verbesserung einer hohen Qualität in Studium und Lehre sowie in Forschung und Entwicklung. Auf freiwilliger Basis unterzieht sich die Hochschule jährlich externen Audits. Diesen externen Audits gehen stets interne Systemaudits voran. In Intervallen von 3 Jahren wird darüber hinaus von unabhängigen, externen Zertifizierungsstellen gemäß dem internationalen Standard ÖNORM EN ISO 19011 erneut zertifiziert.
Das IMC Krems hat eine ausgeprägte Qualitätskultur und führt seit dem Wirtschaftsjahr 2012/2013 Zertifizierungen in international gültigen und anerkannten Managementsystemstandards:
• ISO 9001:2008 (Qualitätsmanagementsystem)
• ISO 14001:2004 (Umweltmanagementsystem)
Auch im abgelaufenen Wirtschaftsjahr fanden Oberwachungsaudits zu den Zertifizierungen ISO 9001 und ISO 14001 statt.
1.10 Personalbericht
Zum Bilanzstichtag beschäftigt das IMC Krems insgesamt 348 hauptberufliche Mitarbeiter*innen (inklusive Lehrlinge, inkl. MA in Karenz). Die Angaben beziehen sich auf Köpfe und nicht auf Vollzeitäquivalente.
Mitarbeiter*innen Entwicklung IMC Krems
1201
08
20 2010 (31.08.) 015 (31.08. Hauptberufliche Mitarbeiter *nnen 2020 (31.08.) 2022 (31.08.) 2023 (31.08.) 2024 (31.08 ) 2025 (31.08.) | Nebenberuflich Lehrende Gesamt
Grafik 2: Entwicklung Personal
Die Führung des IMC Krems wird durch die Geschäftsführung sowie zweier Prokurist"innen gewährleistet. Zu den 174 Mitarbeiter*innen der Verwaltung kommen 11 Lehrlinge. Die Anzahl des akademischen Personals beträgt 154. Zum Bilanzstichtag befinden sich 8 Mitarbeiter*innen in Karenz. Zudem leistet eine Person den Zivildienst ab.
2 Voraussichtliche Entwicklung und Risiken des Unternehmens
Die Unternehmensentwicklung des IMC Krems wird durch die Strategie gelenkt. „International. Innovativ. IMC Krems“ lauten dabei die strategischen Leitlinien, welche zur Erreichung der gesetzten Ziele in den Bereichen Bildung, Forschung sowie Organisation beitragen sollen.
Aufgrund des ständig verbesserten Studienangebotes sowie zusätzlicher Marketingformen ist trotz der herausfordernden Berwerber“innenlage eine Erhöhung der Studierendenanzahl und somit eine Umsatzsteigerung in diesem Bereich in den kommenden Jahren zu erwarten. Im Bereich der Forschung soll dem etwas rückläufigen Trend hinsichtlich Forschungserlöse sowohl im Bereich der Drittmittel Projekte als auch im Bereich der Auftragsforschung durch eine neue strategische Ausrichtung ab dem Studienjahr 2025/26 entgegengewirkt werden. Die Herausforderung besteht darin, dass Zuschläge von Forschungsanträgen von unterschiedlichen Faktoren abhängen und daher nicht immer exakt planbar sind.
2.1 Studienangebot
In den einzelnen Studiengangskategorien kommt es ab 2025/26 zu folgender Veränderung der geförderten Plätze:
| Studiengangskategorie | Studienjahr Studienjahr Veränderung | ||
|---|---|---|---|
| 2024/25 | 2025/26 | ||
| Wirtschaftliche Studiengänge | 1.630 | 1.630 | 0 |
| Technische Studiengänge | 630 | 750 | 120 |
| Studiengänge der nicht ärztlichen Gesundheitsberufe | 1.020 | 1.052 | 32 |
| Gesamt | 3.280 | 3.432 | 152 |
Tabelle 9. Übersicht Veränderung Studienplätze
Insgesamt steigt das Studienplatzangebot um 152 Plätze. Im Bereich der nicht ärztlichen Gesundheitsberufe kommt es grundlegend zu einer Erhöhung um 12 Plätze, aufgrund des Aufnahmeintervalls des Studienganges Musiktherapie Bachelor von zwei Jahren (Aufnahme in 2025/26) kommt es insgesamt zu einer Erhöhung von 32 Plätzen. Im Bereich der technischen Studiengänge erhöhen sich die Studienplätze um 120. Informatics Bachelor ist ab dem Studienjahr 2025/26 im Vollausbau, zudem starteten insgesamt drei neue Masterprogramme.
• OMICS-Technologies and Data Science in Biomedicine: + 20 Plätze • Sustainable Chemistry and Digital Processing: + 20 Plätze • Engineering Responsible AI-Systems: + 30 Plätze
2.2 Infrastruktur
Die Pläne für den Ausbau der Infrastruktur stehen in engem Zusammenhang mit dem Ausbau der Studiengänge. Im Hinblick auf einen Ausbau der Studiengänge des Department Science & Technology sind Adaptierungen der Laborräumlichkeiten inklusive neuer Laborausstattung notwendig.
Durch die Erhöhung der Studienplätze im Studiengang Gesundheits- und Krankenpflege Bachelor wurde im Laufe des Studienjahres 2023/24 ein weiterer Standort in Horn adaptiert. Die dritte und letzte Phase der Umbauten in Horn ist im Studienjahr 2025/26 geplant.
2.3 Internationalisierung
Die Internationalität wird am IMC Krems durch englischsprachige Studiengänge, durch die Mobilität von Studierenden und Lehrenden sowie durch die dislozierten Studiengänge der Transnationalen Programme und Projekte (TPP) gelebt. Die Schwerpunkte dabei liegen in Ost-, Südost- sowie Zentralasien. Insgesamt sind mit Beginn des Wintersemesters 2025/26 rund 770 Studierende in den Transnationalen Programmen und Projekten inskribiert.
Der Studierenden- und Lehrendenaustausch erfolgt im Rahmen des Erasmus Mobilitätsprogrammes und wird seitens der Hochschule gefördert und im Department International Relations umgesetzt.
2.4 Wesentliche Risiken
Die Finanzierung des IMC Krems erfolgt zum Großteil durch öffentliche Mittel, die in Förderverträgen mit dem Bund und dem Land NÖ geregelt sind. In diesen Verträgen sind die Höhe der studienplatzbezogenen Förderung je Studierender/Studierendem sowie eine Normplatzzahl (Anzahl der höchstens zu fördernden Studierenden) für die jeweiligen Studiengänge festgelegt. Eine automatische Indexierung der Fördersätze ist nicht in allen Verträgen vorgesehen. Oft stehen die endgültigen Fördersätze zum
Zeitpunkt der Budgeterstellung noch nicht eindeutig fest, sodass hier ein gewisses Planungsrisiko besteht. Für Drop Out Quoten sind gewisse Toleranzgrenzen in den Verträgen vorgesehen. Hohe Drop Outs, die im Vorhinein schwer einschätzbar sind, führen jedoch zum Verlust von Förderungen.
Die Forschungsleistung an der Hochschule muss über Drittmittel finanziert werden und ist oft nur mit hohem administrativem Aufwand, aufgrund von restriktiven Förderbedingungen, möglich. Ebenso gilt es bei den meisten Forschungsprojekten einen Eigenanteil aus den Mitteln der Hochschule zu finanzieren. Die Förderschienen der EU sehen die Auszahlung der Fördermittel erst nach der Projektabrechnung bzw. deren Prüfung vor. Die Prüfzeiten und Genehmigungen von Projektabrechnungen ziehen sich oft über mehrere Monate, sodass hier die Gefahr von langen Perioden der Vorfinanzierung gegeben ist. Etwaigen Finanzrisiken im Hinblick auf die Projektabwicklung von Forschung und Entwicklung und anderer nationaler und internationaler Projekte wird mit einer sorgfältigen Planung und einer projektbezogenen Kostenträgerrechnung entgegengewirkt.
Das IMC Krems legt sehr großen Wert auf eine detaillierte Budgetierung. Bereits in der Planungsphase für das kommende Studienjahr werden mögliche Risiken analysiert, identifiziert und fließen in das Budget mit ein. Hierzu zählen Risiken hinsichtlich Personal, Infrastruktur oder auch Know-How. Mit der weiteren Etablierung eines Risikomanagementsystems sollen die Auswirkungen möglicher Risikoeintritte so gering wie möglich gehalten werden. Im Bereich der Finanzen haben sich das Mahnwesen und das laufende Reporting an die Kostenstellenverantwortlichen und an die Projektleiter*innen als effizientes Instrument erwiesen.
Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden keine derivativen Finanzinstrumente eingesetzt. Gemäß Vorsichtsprinzip werden nur die am Abschlussstichtag verwirklichten Gewinne ausgewiesen. Für erkennbare Risiken wurden entsprechende Vorsorgen im Jahresabschluss getroffen.
3 Bericht über Forschung und Entwicklung (F&E)
Im Department of Life Sciences & Technology wurden bedeutende Projekte aus den Bereichen Biotechnologie und Digitalisierung initiiert. Im Projekt „Smart NeuroScreen" werden aus Stammzellen gewonnene Nervenzellen mittels KIgestützter High-Content-Analyse untersucht. Moderne Mikroskopie und automatisierte Bildauswertung analysieren Wachstum, Vernetzung und Wirkstoffreaktionen. So ermöglicht das Projekt effizientes Wirkstoffscreening und trägt zur Entwicklung neuer Therapien gegen neurodegenerative Erkrankungen bei. Das Projekt „INTHOP“ entwickelt innovative analytische Methoden zum Nachweis toxischer und hormonaktiver Pestizidrückstände in Lebensmitteln. Durch neuartige Probenvorbereitung und den Einsatz von LC-MS und GC-MS werden auch geringste Konzentrationen zuverlässig erfasst. Dies stärkt Lebensmittelsicherheit, Risikobewertung und den Schutz der öffentlichen Gesundheit. Das Projekt „MIPSI" entwickelt einen neuartigen, nichtinvasiven Sensor zur schnellen Dopaminmessung im Urin. Durch molekular geprägte Polymere und magnetische Mikropartikel entsteht ein wiederverwendbarer, einfach handhabbarer kolorimetrischer Sensor zur verbesserten Früherkennung und Prävention von Erkrankungen wie Parkinson oder Schizophrenie.
In der Auftragsforschung des Institute Krems Bioanalytics (IKB) werden Leistungen in der biomedizinischen Analytik und der klinischen Diagnostik für nationale und internationale Pharma- und Biotechunternehmen erbracht. Umsatzstarke Projekte im abgelaufenen Wirtschaftsjahr waren die Klinische Studie ADAMTS13 inklusive Assay Maintenance, Maintenance für PUP Adynovate sowie Research and Development- Projekte für Assay-Entwicklung mit dem Hauptkunden Takeda. Aufgrund von Verschiebungen bzw. Verzögerungen im Rahmen einer großen Studie kam es zu Umsatzrückgängen. Diese konnten nicht durch Entwicklungsprojekte mit neuen Kunden kompensiert werden. Es ist zu beobachten, dass sich die Projektlandschaft aktuell verändert. Die Diversifizierung der Kundenstruktur ist daher eine der wichtigsten strategischen Prioritäten. Es konnte bereits die Zusammenarbeit mit neuen Kunden wie Boehringer und Octapharma etabliert werden.
Im Department of Business konnten wichtige Projekte eingeworben werden. Das Projekt „DIMODI“, gefördert durch Erasmus+, adressiert die wachsenden Anforderungen des Arbeitsmarktes und verfolgt das Ziel, digitale sowie remote-
bezogene Kompetenzen von Arbeitskräften gezielt weiterzuentwickeln. Dadurch soll die Qualität der Zusammenarbeit in virtuellen Arbeitsumgebungen nachhaltig verbessert werden. Im Projekt „Heilwald“ wurden gemeinsam mit Expert*innen die Luftqualität, Biodiversität, klimatischen Bedingungen sowie psychosozialen Effekte untersucht und analysiert. Auf dieser Basis entstand ein umfassendes Nutzungskonzept, das nicht nur therapeutische Ansätze aufzeigt, sondern auch niederschwellige Zugänge für die breite Bevölkerung ermöglicht. Neben gesundheitsfördernden Angeboten liegt der Schwerpunkt auf der waldtherapeutischen Nutzung. Das Projekt „HACK-IT-NET" zielt darauf ab, ein Akteurs-übergreifendes, auf sozialer Innovation und Nutzerakzeptanz basierendes Rahmenwerk zu entwerfen, zu erproben und zu erweitern. Das Projekt „AI-Agents" erforscht den Einsatz KI-basierter digitaler Assistenten in KMU. Ziel ist es, Fachkräftemangel abzufedern, Prozesse zu verbessern und Wettbewerbsfähigkeit zu stärken.
Im Department of Health Sciences wurden im Studienjahr 2024/25 mehrere Projekte zugeschlagen. Das Projekt "KreTra – klimaresiliente Transformation in der informellen Pflege“ entwickelt unter der Leitung der OSB Consulting GmbH Maßnahmen für klimaresilientes und gesundheitsförderndes Handeln in der informellen Pflege. Zudem wird ein Pilotprojekt umgesetzt, das Wege zur Klimawandelanpassung erprobt. Das Projekt CaringPartners untersucht die Bereitschaft und Herausforderungen männlicher pflegender Angehöriger und leitet daraus gezielte Policy-Empfehlungen und Maßnahmen ab, um Engagement und Wohlbefinden pflegender Männer zu stärken. Das Projekt SelfCARE schafft ein klares Verständnis des ergotherapeutischen Auftrags mit pflegenden Angehörigen. Darauf aufbauend wird ein präventiver Ansatz entwickelt, der Aus- und Weiterbildung unterstützt und Diskussionen mit Sozialversicherungsträgern zur Nutzung und Finanzierung der Ergotherapie als Public-Health-Strategie stärkt. Das „Tactical Neck Protection Project“ ist eine Kooperation zwischen dem Institut für Offiziersausbildung der Theresianischen Militärakademie und dem IMC Krems. Das Projekt verbindet militärwissenschaftliche Expertise mit physiotherapeutischem Know-how, um__ praxisnahe Präventionsstrategien für die militärische Ausbildung zu entwickeln und die Sicherheit sowie Gesundheit der Soldat*innen zu fördern.
Von den 37 eingereichten Forschungsprojekten wurden zum Zeitpunkt der Berichtslegung 7 zugeschlagen, 23 wurden abgelehnt. Für vier weitere
Forschungsvorhaben, die noch nicht gestartet haben, liegt bereits eine positive Förderentscheidung vor, drei Einreichungen befinden sich noch in Evaluierung durch die Förderstellen. Die Zuschlagsquote zum Zeitpunkt der Berichtslegung entspricht 19%. Zuschläge erfolgten in den Programmen der OeAD GmbH, des Landes NO mit diversen Abteilungen, des österreichischen Klimafonds sowie in der Auftragsforschung.
Der Umsatz der reinen F&E Projekte zeigt im abgelaufenen Wirtschaftsjahr einen Rückgang um 29,5% und belief sich auf € 5.027.087,00. Das sind rund 10,2% des Gesamtumsatzes des IMC Krems.
4 Wesentliche Merkmale des internen Kontrollsystems
Die Abläufe der Prozesse des Rechnungswesens und Controllings sind im Qualitätsmanagementsystem des IMC Krems geregelt. Die Budgetierung erfolgt im „bottom up und top down" Prinzip mit der endgültigen Freigabe durch die Geschäftsführung. Die Einkäufe werden über ein SharePoint basiertes EDV Programm bereits bei der Bestellung gelenkt. Die Eingangsrechnungen werden elektronisch erfasst und den budgetverantwortlichen Personen zur Zahlungsfreigabe weitergeleitet. Am IMC Krems gilt durchgängig das Vier-Augen-Prinzip. In allen Prozessen sind die budgetverantwortlichen Stellen und die Geschäftsführung als Kontrollorgan involviert. Durch eine umfassende Kostenstellen- und Kostenträgerrechnung ist die Mittelverwendung pro Kosteneinheit jederzeit nachvollziehbar. Ebenso werden Einnahmen und Subventionen bereits bei der Verbuchung den korrekten Kostenstellen und Kostenträgern zugeordnet. Daraus ergibt sich ein aussagekräftiges Berichtswesen, welches der Geschäftsführung als wesentliches Steuerungs- und Entscheidungsinstrument dient. Wöchentliche Liquiditätsrechnungen gewährleisten die finanzielle Sicherheit des IMC Krems und die Einhaltung des Finanzplanes. Aufgrund monatlicher Soll-Ist-Vergleiche sind Abweichungen zum Budget rasch erkennbar und falls erforderlich, können Maßnahmen daraus abgeleitet werden. Die Ubersendung der monatlichen Finanzberichte an die Kostenstellenverantwortlichen trägt zu einem hohen Kostenbewusstsein bei. Mindestens viermal jährlich erhält der Aufsichtsrat im Rahmen der Aufsichtsratssitzungen einen umfassenden Bericht über die Geschäftstätigkeit der Hochschule.
Für die Sicherheit im IT Bereich wird eine redundant ausgelegte, den aktuellen Industriestandards entsprechende Firewall verwendet. Der Zugriff auf Programme erfolgt durch eine zentral verwaltete, dem Vier-Augen Prinzip unterworfene, rollenbasierte Rechteverwaltung. Daten werden mehrmals täglich auf einen externen Datenspeicher gespiegelt, um die Sicherheit und Wiederherstellung der Daten zu gewährleisten.
5 Angaben zu Kapital-, Anteils-, Stimm- und Kontrollrechten und damit verbundene Verpflichtungen
Die IMC Hochschule für Angewandte Wissenschaften Krems GmbH ist zum Bilanzstichtag 31.08.2025 an der Stadtmarketing Krems GmbH mit 10% sowie an der IMC Nursing Center GesmbH mit 100% beteiligt. Als Gesellschafter übt sie ihr Stimmrecht in den jährlich stattfindenden Generalversammlungen gemäß den in den jeweiligen Gesellschaftsverträgen festgelegten Agenden aus.
Krems, am 25. Februar 2026
Mag. Ulrike Prommer Geschäftsführerin IMC Hochschule für Angewandte Wissenschaften Krems GmbH