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Lagebericht 2024

STARA Elektrogroßhandels- gesellschaft m.b.H.

Original-PDF

Stichtag 31. Dez. 2024 · Eingereicht am 14. Sep. 2025

Historischer Bericht · Der neueste Jahresabschluss betrifft den 31. Dez. 2025.

Inhaltsverzeichnis

Wirtschaftliche Situation

Das Wirtschaftsjahr 2024 endet mit einem Jahresverlust von € 858.711,58, sodass zum 31. Dezember 2024 ein Bilanzgewinn von € 908.658,34 ausgewiesen wird.

Die Bilanzsumme der Firma STARA beträgt € 17.584.033,76. Das Unternehmen verfügt per Dezember 2024 über ein Eigenkapital von € 5.961.979,24 und einer Eigenmittelquote von 33,91%.

Der skonto- und bonusbereinigte Umsatz ist von ca. € 82,7 Mio. relativ deutlich auf ca. € 69,6 Mio. gesunken. Die Umsatzrückgänge betreffen grundsätzlich alle Produktgruppen, insbesondere jedoch den Bereich Photovoltaik, elektrische Infrastruktur, Kabel/Leitungen bzw. der Gebäudeausstattung. Dies liegt hauptsächlich in der Entwicklung des 1. Halbjahres 2024 und der allgemeinen konjunkturellen Lage. Im 2. Halbjahr 2024 konnten die Umsatzrückgänge bereits deutlich reduziert werden.

Kundenforderungen konnten durch die nach wie vor intensiven Eintreibungsmaßnahmen sowie durch das bewährte Factoring auf einem sehr niedrigen Niveau gehalten werden und weisen diesmal per 31.12.2024 sogar einen Haben Saldo in Höhe von ca. 626 Tsd. aus. Dieser kam durch unerwartet hohe Kundenzahlungen in der letzten Dezember Woche zustande.

Der Lagerstand wurde von rund € 13 Mio. Ende 2023 auf rund € 10,2 Mio. Ende 2024 deutlich reduziert. Ausschlaggebend dafür war hauptsächlich der Abverkauf im Bereich der Photovoltaik sowie eine generelle Lagerreduktion durch ein strengeres Vorratsmanagement.

Die Kreditversicherung hat sich auch 2024 wieder bewährt. Es gab im Jahr 2024 den Ausfall einiger Kunden zu verzeichnen, welche zu rund 80% von der Kreditversicherung abgedeckt wurden.

Durch den deutlichen Umsatzrückgang von ca. € 13,1 Mio. bzw. ca. 16% gegenüber 2023 mussten entsprechende Maßnahmen ergriffen werden, um das Ergebnis nicht zu negativ werden zu lassen. So wurden 2024 ca. 25 Mitarbeiter abgebaut, wobei sich die dadurch gesunkenen Personalkosten jedoch erst 2025 zur Gänze auswirken. Der Personalabbau erfolgte über alle Unternehmensbereiche und einhergehend mit weiteren Einsparungen bei den Sachkosten.

Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter betrug im Wirtschaftsjahr 2024 - 106.

Rechtliche Situation

An der rechtlichen Situation der Firma STARA haben sich gegenüber dem Vorjahr sonst keine Veränderungen ergeben.

Absatzsituation

Der Elektroinstallationsmarkt war im vergangenen Jahr bis in den Sommer geprägt durch generell starke Rückgänge, hauptsächlich in den bereits erwähnten Bereichen Photovoltaik, elektrische Infrastruktur, Kabel/Leitungen und Gebäudeausstattung.

Insbesondere durch die schlechte Entwicklung im 1. Halbjahr (minus 24% gegenüber 2023) war bereits abzusehen, dass das Budget nicht mehr erreicht werden konnte. Der Rückgang im 2. Halbjahr mit nur mehr minus 13% gegenüber 2023 konnte zwar eingebremst werden, ein positives Gesamtergebnis war damit aber nicht mehr zu erzielen.

Das Umsatzentwicklung 2024 vs. 2023 selbst vollzog sich in absoluten Zahlen überwiegend im Bereich der Photovoltaik (ca. minus 27%) sowie im Bereich der elektrischen Infrastruktur (ca. minus 17%), Kabel/Leitungen (ca. minus 21%) bzw. der Gebäudeausstattung (ca. minus 16%).

Für das Jahr 2025 erwartet das Euroconstruct-Netzwerk (*1) eine leichte Erholung der europäischen Bauwirtschaft (real +0,6% im Vergleich zum Vorjahr). Ermöglicht wird dies durch die Erholung der Gesamtwirtschaft und den anhaltenden Nachholbedarf nach der COVID-19-Krise im Jahr 2020. Der Wohnbau bleibt jedoch unter Druck, während der Tiefbau von EU-Förderungen und Infrastrukturprojekten, insbesondere dem Ausbau des öffentlichen Verkehrs, profitieren sollte. Auch in Osterreich gibt es erste Anzeichen für eine Stabilisierung der Baukonjunktur. Die realen Bauinvestitionen steigen im Jahr 2025 um voraussichtlich 0,4% gegenüber dem Vorjahr. Auch im Wohnbau zeichnet sich eine Bodenbildung ab, wenngleich 2025 noch mit Rückgängen zu rechnen ist. Die Lockerung der Kreditvergaberichtlinien und sinkende Zinsen dürften die Nachfrage im Wohnbau allmählich beleben. Eine stärkere Erholung der österreichischen Bauwirtschaft, insbesondere des Wohnbaus, wird allerdings erst ab 2026 erwartet.

Diese Situation sehen wir auch in unserer Umsatzentwicklung in den ersten Monaten 2025. Der Umsatz ist mittlerweile stabil und bis dato (QU1/2025) bereits deutlich über dem Vorjahresniveau, sodass – auch aufgrund der Kosteneinsparungen - für das Jahr 2025 mit der Erreichung des Budgets und damit wieder mit einem positiven Ergebnis gerechnet wird.

Die Ablauforganisation und Kosten werden laufend angepasst.

Die finanziellen Risiken können als gering eingestuft werden, da ca. 80% der Außenstände versichert sind. Der größte Kunde machte 2024 nur ca. 1,7% des Gesamtumsatzes aus, die Top 20 Kunden insgesamt ca. 18% des Gesamtumsatzes. Dies wird sich auch 2025 nicht wesentlich ändern.

Die Eigenkapitalausstattung hat sich gegenüber 2023 aufgrund des Verlusts reduziert. Die Liquidität wird durch stilles Factoring und ausreichende Kreditrahmen gewährleistet.

(*1) https://www.wifo.ac.at/publication/422532/#:~:text=Auch%20in%20%C3%96ster reich%20gibt%20es,mit%20R%C3%BCckg%C3%A4ngen%20zu%20rechnen%2 Oist.

Es besteht je eine Niederlassung in 4020 Linz und in 6020 Innsbruck.

Forschung und Entwicklung wird nicht betrieben.

Es gab keine Vorgänge besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres.

Wien, am 10. April 2025

g. Lorenz Schweitzer

(*1)

https://www.wifo.ac.at/publication/422532/#:~:text=Auch%20in%20%C3%96ster reich%20gibt%20es,mit%20R%C3%BCckg%C3%A4ngen%20zu%20rechnen%2 Oist.

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